Schroten verschiedener Malze für BM 50

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Killa-Bräu
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Schroten verschiedener Malze für BM 50

#1

Beitrag von Killa-Bräu » Sonntag 21. Juli 2019, 22:36

Servus Braufreunde,
ich braue mit einem BM 50 und schrote mit einer 2 Walzenmühle.
Meine verschiedenen Malze haben eine unterschiedliche Korngröße, dazu meine Frage:
Stellt Ihr den Walzenabstand jedes mal ein, wenn ein Rezept verschiedene Malze erfordert?
Hilft konditionieren des Malzes um den Walzenabstand beizubehalten?
Laut Speidel soll man die Körner mit den Fingern zerdrücken können um Gewissheit zu haben, ob das Malz richtig geschrotet ist.
Ich kann Sie bei einem Walzenabstand von 1,6 mm zwar zerdrücken, aber mit größerem Kraftaufwand.
Um eure Erfahrungen und Tipps wäre ich sehr dankbar.

Schöne Grüße
Christian :Drink
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Rönu
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#2

Beitrag von Rönu » Freitag 9. August 2019, 07:56

Ich habe meine MattMill auf 1.7mm eingestellt und schrote alles damit.
Der Klügere kippt nach

Svenk
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#3

Beitrag von Svenk » Freitag 9. August 2019, 08:45

Weizen schrote ich mit 1,8 mm, alles andere mit 1,6 mm.

Wenn ich Weizen mit 1,6 mm schrote habe ich bei >30% Weizenanteil öfters Kanalbildung. Vielleicht würde auch 1,7 mm bei Weizen reichem (wie Rönu es ja macht), aber nach einigen Chaos-Suden bin ich da etwas vorsichtiger geworden.

Habe mir eine Fühlerlehre gekauft und überprüfe damit immer den Abstand.

integrator
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#4

Beitrag von integrator » Freitag 9. August 2019, 09:03

Svenk hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 08:45
Wenn ich Weizen mit 1,6 mm schrote habe ich bei >30% Weizenanteil öfters Kanalbildung. Vielleicht würde auch 1,7 mm bei Weizen reichem (wie Rönu es ja macht), aber nach einigen Chaos-Suden bin ich da etwas vorsichtiger geworden.
Seit ich mit Reishülsen arbeite ist Ruhe ... ich habe einen Grainfather, sollte aber auch für den BM funktionieren. :Drink
Ich :Drink du ... läuft.

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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#5

Beitrag von s3b0 » Freitag 9. August 2019, 13:16

Neben dem Walzenabstand ist die Umdrehungsgeschwindigkeit entscheidend.
Mit welchem Motor betreibst Du denn die Schrotmühle? Ich hab das "Matmill-Klassik-Komplett-Kit", Walzenabstand ~ 1,6mm

Eckdaten zum Sud (BM50):
HG: 55 L
NG: 27 L
Schüttung: 13,6 kg
Hopfenkochen: 60 min.
Ausschlagmenge: ~62 L mit 12,0 % St.W. (konstant seit mehreren Suden - ohne Distanzrohr, Malzrohr drehen oder sonst was)

Noch was: Malz mit Wasser konditionieren kannst Du Dir sparen :Wink
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§11
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#6

Beitrag von §11 » Freitag 9. August 2019, 14:04

Ich hab noch nie gemessen, aber ich schrote Weizen schon anders als Gerstenmalz.
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#7

Beitrag von Tomalz » Freitag 9. August 2019, 16:33

13,6 kg ohne Disk oder LOB System?
Sportlich.
Gruß Thomas

Svenk
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#8

Beitrag von Svenk » Freitag 9. August 2019, 19:46

integrator hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 09:03
Svenk hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 08:45
Wenn ich Weizen mit 1,6 mm schrote habe ich bei >30% Weizenanteil öfters Kanalbildung. Vielleicht würde auch 1,7 mm bei Weizen reichem (wie Rönu es ja macht), aber nach einigen Chaos-Suden bin ich da etwas vorsichtiger geworden.
Seit ich mit Reishülsen arbeite ist Ruhe ... ich habe einen Grainfather, sollte aber auch für den BM funktionieren. :Drink
Ja, bei der nächsten Bestellung kaufe ich davon mal einen Kilo, wie viel % nimmst du immer? Finde immer so ~5 % von der Gesamtschüttung als Wert.

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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#9

Beitrag von Svenk » Freitag 9. August 2019, 19:47

s3b0 hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 13:16
Neben dem Walzenabstand ist die Umdrehungsgeschwindigkeit entscheidend.
Ich mache das von Hand und habe auch das Gefühl je langsamer desto besser...

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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#10

Beitrag von Sura » Freitag 9. August 2019, 19:49

Svenk hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 19:47
s3b0 hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 13:16
Neben dem Walzenabstand ist die Umdrehungsgeschwindigkeit entscheidend.
Ich mache das von Hand und habe auch das Gefühl je langsamer desto besser...
Ich nehm immer den Wiederbelebungstakt: "Highway to hell", und jeweils auf 1,2,3,4 immer eine Umdrehung :Smile
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#11

Beitrag von Matthias H » Freitag 9. August 2019, 20:28

Offtopic:
:Bigsmile
"Highway to hell" hat 116bpm und dauert 3:28min.
Das zu kurbeln (z.B. mit einer Mattmill Klassik ca. 11gr./Umdrehung = ca. 1,3kg/min) ist ziemlich gut, fast 4,5kg/ pro 1x hören. :thumbup
Viele Grüße
Matthias H

Was lange gärt, wird endlich gut.
Erfinder u. Entwickler des Läuterhexensystems
und innovativer Malzschrotquetschen höchster Qualität

Hausbräu seit 1986; MattMill seit 2006
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#12

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 9. August 2019, 21:50

Was man hier nicht alles lernt ... :Bigsmile

4,5 Kg Malz reichen nicht. Mit welcher AC/DC Playlist komme ich mit meiner MM Klassik auf 14,5 Kg?
Solche Infos gehören eigentlich in eine gute Bedienungsanleitung :Drink
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#13

Beitrag von integrator » Freitag 9. August 2019, 21:56

Svenk hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 19:46
integrator hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 09:03
Svenk hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 08:45
Wenn ich Weizen mit 1,6 mm schrote habe ich bei >30% Weizenanteil öfters Kanalbildung. Vielleicht würde auch 1,7 mm bei Weizen reichem (wie Rönu es ja macht), aber nach einigen Chaos-Suden bin ich da etwas vorsichtiger geworden.
Seit ich mit Reishülsen arbeite ist Ruhe ... ich habe einen Grainfather, sollte aber auch für den BM funktionieren. :Drink
Ja, bei der nächsten Bestellung kaufe ich davon mal einen Kilo, wie viel % nimmst du immer? Finde immer so ~5 % von der Gesamtschüttung als Wert.
Jo ... Bei 50% und mehr Weizenmalz nehme ich 5% Reishülsen, bei 30% bis 50% eher 4%
Ich :Drink du ... läuft.

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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#14

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 9. August 2019, 22:16

Beim Braumeister braucht es meiner Meinung nach keine Reishülsen. Selbst mit 75% Weizenmalz laufen die Nachgüsse fast ungebremst durch den Malzkorb. Beim BM ist man froh, wenn tatsächlich mal Anschwänzwasser über dem Treber stehen bleibt - für einige Sekunden.
Läutern ist im BM Jargon "Wasser schwallweise durchschütten" :-)
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#15

Beitrag von Killa-Bräu » Samstag 10. August 2019, 01:15

s3b0 hat geschrieben:
Freitag 9. August 2019, 13:16
Neben dem Walzenabstand ist die Umdrehungsgeschwindigkeit entscheidend.
Mit welchem Motor betreibst Du denn die Schrotmühle? Ich hab das "Matmill-Klassik-Komplett-Kit", Walzenabstand ~ 1,6mm

Eckdaten zum Sud (BM50):
HG: 55 L
NG: 27 L
Schüttung: 13,6 kg
Hopfenkochen: 60 min.
Ausschlagmenge: ~62 L mit 12,0 % St.W. (konstant seit mehreren Suden - ohne Distanzrohr, Malzrohr drehen oder sonst was)

Noch was: Malz mit Wasser konditionieren kannst Du Dir sparen :Wink
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Hallo s3b0, habe mal 1,6 mm eingestellt bei einem Hellen, und es kamen 40 l mit 12,5 % Stammwürze raus. Echt unterirdisch für mich.
Bei 1,5 mm habe ich ein Pale Ale gebraut und es waren 53 l bei 12,5 % Stammwürze. Schroten mach ich mit dem Akkuschrauber auf Stufe 1 so langsam wie möglich. Aber die größten Schwierigkeiten hatte ich bei meinem Weizenbier, Fontänen ohne Ende. Hab von 12 kg Schüttung 50:50 WeiMa und PiMa 2 kg rausgenommen, dann unteres Feinsieb raus, dann beide Feinsiebe raus. Dann gings einigermaßen. Ausbeute: 45 l bei 11 % Stammwürze. Mein Distanzrohr hab ich auch noch weggelassen. Alles in allem ein Katastrophensud mit gutem Ausgang, das Weizen schmeckt super. In der Regel komme ich auf eine Stammwürze von 60 - 63 %. Bin eben nicht sicher warum ich so eine schlechte Ausbeute habe, und es in der Regel am Weizenbier hapert.
Ich habe den Treber untersucht und noch viele Körner gefunden die noch voll waren . Jodprobe war jodnormal. Ein Mysterium...

Werde mal weiter experimentieren, fürchte ich :Waa

Schöne Grüße
Christianb
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#16

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 10. August 2019, 01:33

Mit Ausnahme von Weizenrohfrucht habe ich immer alle Malze zusammen konditioniert und mit 1,5-1,6 mm Spaltmaß langsam geschrotet. Ich hatte nie Fontänen und bin mir gar nicht sicher, was ihr alle damit meint.
"Da braut sich was zusammen ... "
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#17

Beitrag von §11 » Samstag 10. August 2019, 04:19

In der Regel komme ich auf eine Stammwürze von 60 - 63 %.
:Shocked
„porro bibitur!“
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Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#18

Beitrag von Killa-Bräu » Samstag 10. August 2019, 11:56

§11 hat geschrieben:
Samstag 10. August 2019, 04:19
In der Regel komme ich auf eine Stammwürze von 60 - 63 %.
:Shocked
Sorryy, meinte natürlich Sudhausausbeute :Ahh
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Re: Schroten verschiedener Malze für BM 50

#19

Beitrag von halsbonbon » Samstag 10. August 2019, 12:23

Hallo!

Ich schrote auch alles zusammengemischt in meiner MattMill Classic mit 1.6er Walzen-Spaltmaß. Eingestellt mit einem 1.6er Endmaß von Spitze zu Spitze.

An der Mühle ist ein E-Motor mit Getriebe der 60 Umdrehungen pro Minute macht montiert.

Habe mit diesem Ergebnis bei meinem BM20 absolut keine Probleme.Auch bei Rezepten mit 50% Weizenanteil.

Viele Grüße,
René

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