Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

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Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#1

Beitrag von amplitude » Montag 25. November 2019, 15:45

Moin Moin,

ich werde über Weihnachten in der Heimat sein (Ostfriesland) und spiele mit dem Gedanken,
2x 25l Kanister mit Leitungswasser von da mit zurück nach Hause (Kopenhagen) zu nehmen.
Klingt vielleicht eigenartig :D Aber das Kopenhagener wasser ist absolut nicht für ein Pils zu gebrauchen welches ich gerne mal brauen möchte.
Und ich möchte jetzt nicht über Wasseraufbereitung, Umkehrosmose usw. reden ;-)
Geht alles (mach ich in Grenzen auch für andere Bierstile) aber ich möchte mal mit dem guten weichen Wasser von der Küste brauen ;-)

Lange Rede, kurze Frage:
Wie lange "hält sich" Leitungswasser in Kanistern um damit zu brauen?

Gruß
Markus

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#2

Beitrag von Pivnice » Montag 25. November 2019, 16:56

Hängt von der Hygienesituation und der anschliessenden Lagertemperatur der zu füllenden Kanister ab
Alternative: Mineralvand uden brus vom Discounter und die Wasseranalyse lesen -> NORNIR
Zuletzt geändert von Pivnice am Montag 25. November 2019, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.
Hubert
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#3

Beitrag von Beerkenauer » Montag 25. November 2019, 16:58

Hallo Markus

Ich würde das Wasser nicht solange in den Kanistern lassen. Evtl. könntest Du es ja abkochen (obwohl Du da ja auch die Wasserwerte mit änderst :Grübel ).
Verstehe Deinen Punkt, dass Du gerne mit Wasser aus der Heimat brauen willst, aber gibt es in Dänemark kein Wasser in 5l Flaschen zu kaufen (zB. was ähnliches wie Purania, oder nehme doch einfach Purania Flaschen von zu Hause mit :thumbsup )?

Stefan

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#4

Beitrag von hkpdererste » Montag 25. November 2019, 17:09

Welche Superseuche wird wohl in dem Wasser während dem Transport nach Kopenhagen entstehen. :Ahh :Ahh :Ahh :Mad2 :Mad2 :Mad2

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#5

Beitrag von Pivnice » Montag 25. November 2019, 17:24

:thumbdown
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#6

Beitrag von hkpdererste » Montag 25. November 2019, 17:26

Pivnice hat geschrieben:
Montag 25. November 2019, 17:24
:thumbdown
Naja ... Ne überzeugende Erklärung mit biologisch wissenschaftlichem Hintergrund ist das jetzt aber noch nicht. :Pulpfiction

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#7

Beitrag von afri » Montag 25. November 2019, 22:26

amplitude hat geschrieben:
Montag 25. November 2019, 15:45
Wie lange "hält sich" Leitungswasser in Kanistern um damit zu brauen?
Ungefähr unendlich, würde ich meinen, solange die Behälter dafür geeignet sind (Lebensmittelsymbol etc.). Behälter für Trinkwasser sollten allgemein den Inhalt _sehr_ lange Zeit trinkbar halten, somit also auch den Brauwert des beinhalteten Wassers. Bei PET-Flaschen Einweg habe ich so meine Bedenken, aber bei speziellen Wasserkanistern eher nicht. Die sind sicherlich für ein Überleben nach einem Atomkrieg gedacht und sollten also auch Wasser für relativ kurze Zeiten anstandslos fassen können (>30 Jahre, WIMRE).
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#8

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 25. November 2019, 22:42

Eine gute Verpackung ist wichtig, aber es kommt auch auf den mikrobiologischen Zustand des abzufüllenden Wassers an.
Die Anzahl der kolonienbildenden Einheiten (KBE) pro ml Wasser findet man in der Wasseranalyse.
Zeugs, aus denen Biofilme entstehen und auf denen sich Kolonien bilden und vermehren können steht nicht in der Wasseranalyse.
Wasser aus dem Gartenschlauch hat sicher mehr KBE und mehr "Biofilmbaumaterial" als Wasser aus einer häufig genutzten Hauswasserleitung.
Wenn in der Trinkwasseranalyse im Jahresmittel 0 KBE steht, der Behälter geeignet ist, die Wasserentnahmestelle kein Gartenschlauch ist und häufig genutzt wird, das Wasser vor, während und nach Transport nicht warm oder im Tageslicht steht, dann sollte es eine Weile gut benutzbar sein.

https://www.wassertest-online.de/trinkw ... dIQAvD_BwE
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#9

Beitrag von Pivnice » Dienstag 26. November 2019, 09:20

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 25. November 2019, 22:42
es kommt auch auf den mikrobiologischen Zustand des abzufüllenden Wassers an.
Wie immer - Spitze Jens.
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#10

Beitrag von Pivnice » Dienstag 26. November 2019, 09:23

afri hat geschrieben:
Montag 25. November 2019, 22:26
Ungefähr unendlich, würde ich meinen, solange die Behälter dafür geeignet sind (Lebensmittelsymbol etc.). Bei PET-Flaschen Einweg habe ich so meine Bedenken, aber bei speziellen Wasserkanistern eher nicht.
Achim
- zu PET: https://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte ... 10007.html
- es kommt auf den mikrobiologischen Zustand des abzufüllenden Wassers an
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#11

Beitrag von Pivnice » Dienstag 26. November 2019, 09:25

Pivnice hat geschrieben:
Montag 25. November 2019, 16:56
Mineralvand uden brus NORNIR
Vergleich doch mal spasseshalber die Analysewerte des Nornir-Wassers aus dem Supermarkt in Danmark mit deinem Ostfriesenwasser. Mein Onkel in Kopenhagen kauft: Kildevand Nornir Big Box, 9,5 L Med tappehane. Holdbarhed: 6 uger efter åbning (6 Wochen nach Öffnen haltbar)
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#12

Beitrag von Barney Gumble » Dienstag 26. November 2019, 10:08

Interessante Fragestellung, wollte auch scho mal mit Ergebirgswasser statt dem Münchner Trinkwasser was probieren.

Aber da mir stehendes Wasser (zumindest > 0 Grad) grundsätzlich ein Graus ist, würde ich -rein subjektiv- nach spätestens 2 Wochen mit dem Wasserl brauen. Jens hat es aufn Punkt gebracht, evtl. wäre ja eine Idee, Du nimmst ein paar original verschlossene dest. 5 l-Wasserkanister nach Ostfriesland, verbrauchst den Inhalt dort und füllst die sofort nach Leerwerden mit sauberem (paar Minuten Vorlauf..) Leitungswasser. Möglichst nicht die Öffnung betatschen (good microbiol practice..).

Aber eigentlich ist es andererseits schon wiederum nur relevant für die Maischesauberkeit, die Hefe lässt Du ja nur auf gekochte Würze los nehme ich an. Als Verdünnungswasser würde ich auf jeden Fall kochen oder dänisch-frisches nehmen

Vg
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#13

Beitrag von Malzwein » Dienstag 26. November 2019, 10:10

"nicht warm oder im Tageslicht"

Da gab es doch eine Sache, dass gerade mit Tageslicht Wasser in klaren Plastikflaschen entkeimt werden kann?

Ich denke auch, dass die Ausgangslage von Wasser, Zapfstelle und Kanister entscheidend sind. Über welchen Zeitraum reden wir denn? Über einige (wenige) Wochen würde ich mir bei einwandfreier Ausgangslage und kühler Lagerung wenig Gedanken machen.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut!

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#14

Beitrag von Barney Gumble » Dienstag 26. November 2019, 10:36

Meinst Du mit UV? Dazu muss Wasser in ganz dünner Schicht bestrahlt werden
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#15

Beitrag von amplitude » Dienstag 26. November 2019, 21:19

Danke an Jens und Achim! Das sind Aussagen mit denen ich arbeiten kann ;-)
Die Kanister werden direkt für das Projekt gekauft,
Wasser kurz vor Abfahrt am Wasserhahn in der Küche (der am meisten benutzte Hahn) abgefüllt und spätestens nach 10 Tagen eingemaischt!

Danke für eure Hilfe,
jetzt steht der Plan :)

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#16

Beitrag von uli74 » Mittwoch 27. November 2019, 23:55

Wenn die Kanister sauber sind (ja, die kann man im Zweifelsfall auch reinigen) werden sie mit Wasser gefüllt wohl kaum anfangen zu gammeln, zumal Trinkwasser (das ständig auf Keime und Schadstoffe überwacht wird) wohl kaum nennenswerte Zucker- oder Stärkemengen enthält.

Wenn das Wasser nicht grade wochen- oder monatelang in der Weltgeschichte rumkutschiert wird wird drin nichts wachsen was Dein späteres Bier verdirbt.

Leute, wir unterhalten uns in diesem Forum über das Stopfen von Bier und versetzen es mit Stoffen, die höchstwahrscheinlich alles andere als steril sind (Hopfen, Beeren) und machen uns gleichzeitig wegen sauberem Trinkwasser, das ein paar Tage im (hoffentlich) sauberen Kanister unterwegs ist (und im Laufe des Brauprozesses über eine Stunde lang abgekocht wird) in die Bux?

Ist nicht Euer Ernst, oder?
Gruss

Uli

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#17

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 28. November 2019, 00:36

uli74 hat geschrieben:
Mittwoch 27. November 2019, 23:55
Wenn die Kanister sauber sind (ja, die kann man im Zweifelsfall auch reinigen) werden sie mit Wasser gefüllt wohl kaum anfangen zu gammeln, zumal Trinkwasser (das ständig auf Keime und Schadstoffe überwacht wird) wohl kaum nennenswerte Zucker- oder Stärkemengen enthält.

Wenn das Wasser nicht grade wochen- oder monatelang in der Weltgeschichte rumkutschiert wird wird drin nichts wachsen was Dein späteres Bier verdirbt.

Leute, wir unterhalten uns in diesem Forum über das Stopfen von Bier und versetzen es mit Stoffen, die höchstwahrscheinlich alles andere als steril sind (Hopfen, Beeren) und machen uns gleichzeitig wegen sauberem Trinkwasser, das ein paar Tage im (hoffentlich) sauberen Kanister unterwegs ist (und im Laufe des Brauprozesses über eine Stunde lang abgekocht wird) in die Bux?

Ist nicht Euer Ernst, oder?
In die Bux machen wir uns nicht. Zumindest solange alles passt (Behälter, Wasserqualität, Wasserentnahmestelle, Lagerung).

Es braucht weder Zucker noch Stärke, um Wasser schlecht werden zu lassen.
Ich bin kein Chemiker und kein Biologe. Daher nur ein Beispiel, das ich als Aquarianer kenne:
Ausrechend Biomasse und der Stickstoffkreislauf machen aus dem Nitrat im Wasser giftiges Nitrit. Und dieser Umwandlungsprozess geht wirklich schnell. Frag mal einen, der schon mal ein nagelneues Aquarium eingerichtet hat.
Nitrit ist ein Salz. Es verdampft nicht beim Maischen oder Kochen, sondern konzentriert sich auf.
Fehlen "nitzitfressende" Bakterien im Aquarium, dann treiben die Fischies ganz schnell mit dem Bauch nach oben.
Für uns Menschen ist Nitrit auch giftig. Aber bei den kleinen zugelassenen Nitratmengen im Trinkwasser legt es uns nicht um. Vielleicht reicht es aber für ein warmes Gefühl in der Bux oder man bekommt ein Zepter in die Hand, ne Krone auf die Rübe und darf den ganzen Tag auf dem Thron sitzen ... :Wink
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#18

Beitrag von uli74 » Freitag 29. November 2019, 14:15

Das Nitrit hast Du demzufolge dann auch im Bier, und da herrscht im Vergleich zum Wasser ein paradiesisches Angebot an Nährstoffen.

Wieso ist Nitrit im Bier kein Problem?
Gruss

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#19

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 29. November 2019, 14:24

Die keimtötende Wirkung von Hopfen schützt das Bier zu einem gewissen Grad. Der Alkohol auch.
In der Bierflasche hast du bestimmt noch keinen schleimigen Biofilm gefunden, wie er in manchen Wasserkanistern zu finden ist.
Nitrit kann aber im Bier zum Problem werden. Besonders, wenn man den Nitratgehalt durch massenweise Hopfen in die Höhe treibt und im Kaltbereich nicht sauber gearbeitet wurde.

Mach dir selbst ein Bild. Forensuche: Stichwort "Nitrit"
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#20

Beitrag von uli74 » Freitag 29. November 2019, 14:35

Es geht um Leitungswasser, das für ein paar Tage in saubere Trinkwasserbehälter gefüllt werden soll.
Gruss

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#21

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 29. November 2019, 14:39

Mach doch.
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#22

Beitrag von uli74 » Freitag 29. November 2019, 14:40

Ich bin nicht der TE
Gruss

Uli

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#23

Beitrag von hkpdererste » Freitag 29. November 2019, 17:01

uli74 hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 14:35
Es geht um Leitungswasser, das für ein paar Tage in saubere Trinkwasserbehälter gefüllt werden soll.
Es kommt hier eben immer darauf an wierum die Frage gestellt wird. Wenn im nächsten Thread einer Wasser zum verdünnen abkochen will wird er wieder quasi als Depp hingestellt, während hier gerade Leitungswasser, kaum dass es den Hahn verlassen hat als Durchfall-Garant dargestellt wird. :thumbsup

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#24

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 29. November 2019, 17:51

Meine Frau wollte mich schon wegen meiner suizidalen Neigungen abholen lassen, weil ich unser Leitungswasser mehrfach täglich, so wie es aus dem Hahn kommt, trinke. :Shocked
Meine Flaschen, Kegs und Gärbottiche werden auch immer mit Wasser klar gespült. Muss echt böse sein das Zeug.

Aber in diesem Thread geht es um abfüllen, transportieren, rumstehen lassen und verwenden zur Lebensmittelherstellung. Das ist ein anderer Schnack.
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#25

Beitrag von hkpdererste » Freitag 29. November 2019, 18:12

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 17:51
rumstehen lassen und verwenden zur Lebensmittelherstellung.
Also so wie beim von mir erwähnten verdünnen von Bier während der Gärung.

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#26

Beitrag von ggansde » Freitag 29. November 2019, 18:20

Moin,
wo hast Du was von "rumstehen lassen" geschrieben? Ich find's nicht.
VG, Markus
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#27

Beitrag von hkpdererste » Freitag 29. November 2019, 18:39

Ausgehend von einer OG-Gärung steht es doch dann 1-2 Wochen bei 18°-21°C. Dass wir beim brauen ein Lebensmittel herstellen steht glaube ich ausser Frage.

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#28

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 29. November 2019, 18:57

Das hier wird zur müssigen und niemals enden wollenden Schreibarbeit, wie Zoll- oder Reinigungssthreads.
Warum das Wasser im Kanistern schlecht werden kann habe ich beschrieben. Sachliche Gegenargumente kamen nicht (außer ... Leitungswasser ist durchsichtig und man darf es trinken).
Im Gäreimer stehts nicht rum. Da entsteht ein gewisser Schutz durch anaerobes Klima, Alkohol und Hopfen.

Das "herumstehen lassen" habe ich zwischen den Zeilen gelesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er am gleichen Tag oder am gleichen Wochenende alles einpackt, von Ostfriesland nach Kopenhagen fährt, alles auspackt und gleich braut. Falls doch, wäre die ganze Eingangsfrage obsolet.

Da sich der TE schon lange aus der Debatte zurückgezogen hat höre ich auch auf mich an diesem Thema aufzureiben und trinke lieber ein Bier.

:Drink
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#29

Beitrag von ggansde » Freitag 29. November 2019, 18:59

Oh man, was für ein Vergleich. Jungbier mit Hefe, Hopfeninhaltsstoffen und evtl. Druck in einem sauren pH-Bereich, verglichen mit reinem Wasser in einem Kanister.
VG, Markus
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#30

Beitrag von Pivnice » Freitag 29. November 2019, 19:00

Jens - lass dich nicht ärgern
Hubert
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#31

Beitrag von hkpdererste » Freitag 29. November 2019, 19:15

Ok einen letzten noch ... Die Tatsache, dass das Wasser beim Brauprozess hinterher eine Std aufwärts gekocht wird spielt dann für euch überhaupt keine Rolle?

Und nur zur Sicherheit ... ich würde bei der Fragestellung schon davon ausgehen, dass der Transport nicht im Biomülleimer stattfindet und die Entnahme auch nicht am auslauf der Toilette.

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#32

Beitrag von ggansde » Freitag 29. November 2019, 19:39

hkpdererste hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 19:15
Ok einen letzten noch ... Die Tatsache, dass das Wasser beim Brauprozess hinterher eine Std aufwärts gekocht wird spielt dann für euch überhaupt keine Rolle mehr?
Du sprachst vom Verdünnen, also nichts mit Kochen. Und nein, Du tötest beim Kochen evtl. Keime, aber nicht deren toxische Produkte oder evtl. Sporen. Aber ich bin jetzt hier auch raus. Mach was Du für richtig hältst.
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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#33

Beitrag von flying » Freitag 29. November 2019, 23:02

Ich kenne mich ein bisschen aus mit Wasserkreisläufen die der Natur entkoppelt wurden, also in Kühlkreisläufen, Rückkühlwerken usw. aus. In der Industrie ein Riesending. Ein Mitarbeiter der an der Legionärskrankheit erkrankt kann den ganzen, vielleicht sogar riesigen Laden dichtmachen..?
Für das ganze Gedöns was in solchen toten Strängen wächst gibt es natürlich Hardcore- Chemie zur Bekämpfung. Beim Bierbrauen nicht unbedingt empfehlenswert.
Lasst euch sagen, es hilft nix. Überall wo was vor sich rumgammelt ohne natürliche Feinde gammelt auch was. Seit 2018 wurde m. W. sogar ein natürliches Biozid für den Profibereich freigegeben. Bestehend aus irgendwelchen "Killerämöben" welche die ganzen Legionellen, Pseudomonaden, Klebsiellen und co. inkl. Biofilm auffressen sollen..?.

Hab ich da Vertrauen drauf? So viel wie auf die Wettermeldung in 14 Tagen..
Held im Schaumgelock

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#34

Beitrag von uli74 » Freitag 29. November 2019, 23:11

ggansde hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 19:39
hkpdererste hat geschrieben:
Freitag 29. November 2019, 19:15
Ok einen letzten noch ... Die Tatsache, dass das Wasser beim Brauprozess hinterher eine Std aufwärts gekocht wird spielt dann für euch überhaupt keine Rolle mehr?
Du sprachst vom Verdünnen, also nichts mit Kochen. Und nein, Du tötest beim Kochen evtl. Keime, aber nicht deren toxische Produkte oder evtl. Sporen. Aber ich bin jetzt hier auch raus. Mach was Du für richtig hältst.
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In früheren Jahrhunderten waren Seefahrer innerhalb drei Tagen mausetot weil sie das mitgeführte Wasser getrunken haben...

Natürlich ist es immer besser, Wasser nicht rumstehen zu lassen. Aber man wirds überleben wenn das Brauwasser mal nicht frisch aus dem Hahn kommt. Zumal es sich um überwachtes Wasser handelt, das in neuen Behältnissen transportiert wird, die weder einen Biofilm noch sonstige Ablagerungen haben KÖNNEN (weil NEU).

Der gefährlichste Stoff der später im fertigen Bier enthalten ist wird höchstwahrscheinlich der Alkohol sein.

Aber egal, jeder soll das machen wie er möchte *).

*) Man kann zum Brauen nicht oder nur eingeschränkt taugliches Wasser auch mit Mineralwasser verschneiden. Wobei dann die Frage erlaubt sein sollte was es mit dem Mineralwasser auf sich hat das abgefüllt monatelang im Getränkemarkt rumsteht...
Gruss

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Re: Trinkwasser Logistik/Haltbarkeit

#35

Beitrag von Fe2O3 » Samstag 30. November 2019, 09:30

Ich möchte nur einen kleinen Input zum Argument “aber das Leitungswasser wird doch gut getestet - insbesondere auf Keime und so“ ja, das stimmt! Aber ganz ehrlich: wann wurde euer Haus wassernetz (und der Gartenschlauch zum Abfüllen :redhead ) das letzte maö mikrobiologisch überprüft?
Ich übertreibe nun mal bewusst maßlos, aber: was hilft es, das sterilste Wasser geliefert zu bekommen, wenn es die letzten Meter durch eine Kloake fließen muss?

Und zur Fragestellung, warum der plan “Wasser aus dem Hahn in einen tank füllen und ggf etw lagern“ schlechter sein soll als Flaschenwasser aus dem Supermarkt, das auch da monatelang rumstsnd, empfehle ich eine Google Recherche zu aseptischem Abfüllen.

Lg
Martin

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