Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

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haefner
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Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#1

Beitrag von haefner » Mittwoch 18. Dezember 2019, 06:10

Hallo,

habe das Bier hier gebraut:

https://maischemalzundmehr.de/index.php ... ctorha4=11

Da sind also schon ziemlich große Mengen Citra beim Kochen und Stopfen reingekommen.

Habe ich wie angegeben gemacht (3,7g/l gestopft für 5 Tage nach Hauptgärung). Das Bier wurde vor 4 Wochen abgefüllt, ist also schon nachgegoren und gute 2 Wochen in Kaltreifung. Es ist nahezu kein Hopfenaroma vorhanden. Es schmeckt sehr stark nach "Hopfen", aber ohne jegliches Fruchtiges Aroma. Der Abgang ist sehr harsch und bitter. Es fehlt einfach die Balance. Meiner Erfahrung nach kann man ein IPA sehr schnell trinken. Skalieren diese großen Hopfenmengen die Reifezeit nach oben?

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DerDallmann
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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#2

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 18. Dezember 2019, 06:31

Hast du eventuell mit den Temperaturen beim Whirlpool/Nachisomerisierung daneben gelegen? Die Stopfmenge ist eher gering, die Whirlpoolgabe relativ hoch. War der Citra frisch?

Ich hoffe, du hast die Hopfengaben angepasst. Mit 5 Min Nchisomerisierung komme ich überschlägig schon auf 63 IBUs.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#3

Beitrag von haefner » Donnerstag 19. Dezember 2019, 08:33

DerDallmann hat geschrieben:
Mittwoch 18. Dezember 2019, 06:31
Hast du eventuell mit den Temperaturen beim Whirlpool/Nachisomerisierung daneben gelegen? Die Stopfmenge ist eher gering, die Whirlpoolgabe relativ hoch. War der Citra frisch?

Ich hoffe, du hast die Hopfengaben angepasst. Mit 5 Min Nchisomerisierung komme ich überschlägig schon auf 63 IBUs.
Nein, das passt alles. Habe die Hopfengaben vor dem Kochen angepasst und liege damit nach meinen Berechnungen bei 53 IBU. Roch vor der Nachgärung heftig nach Multivitamin, jetzt nur noch ganz leicht. Frage mich, wo das Aroma hin ist.

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#4

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 19. Dezember 2019, 08:35

Hm, schwer zu sagen. Eventuell alter/schlecht verpackter Citra?
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#5

Beitrag von Beerkenauer » Donnerstag 19. Dezember 2019, 08:53

So ein ähnliches Problem hatte ich auch mal. Da ist das Hopfenaroma nach 2-3 Wochen einfach verschwunden.
Habe es dann auf zu viel Sauerstoffeintrag auf der Kaltseite geschoben, da sich das Bier von schön bräunlich rot in pappig blass braun verfärbt hat.
Vielleicht ist das bei Dir auch die Ursache.

Gruss

Stefan

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#6

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 19. Dezember 2019, 09:00

Wenn es (Zitat:) "vor der Nachgärung heftig nach Multivitamin" roch und nach vier Wochen nun platt ist, ist das Hopfenaroma eben oxidiert. Ursachen: Zu geringes reduktives Potenzial in der Würze, gepaart mit zu viel Sauerstoffeintrag beim Stopfen und Abfüllen.

In der zweiwöchigen, warmen Nachgärung hatte der Sauerstoff dann genügend Zeit zu "arbeiten". Man sollte hier eine Flaschengärung kurz und knackig halten, zwei Wochen sind sicher nicht nötig. Frische, vitale Hefe (evtl. sogar untergärig -> kältere NG) hilft; sowohl bei einer zügigen Nachgärung, als auch dem Sauerstoffverzehr. Ein Manometer zur Kontrolle ebenso, damit nach abgeschlossener Nachgärung direkt gekühlt werden kann.

Besser ist es, den Prozess von vorne herein so auszulegen, dass sich ans Hopfenstopfen keine Warmphase mehr anschließt.

Gruß
Andy

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#7

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 19. Dezember 2019, 09:11

Oder mal Ascorbinsäure zugeben. Ich weiß, da gehen die Meinungen auseinander, für mich funktioniert es aber.

(Oxidation hatte ich in dem kurzen Zeitraum eigentlich ausgeschlossen)
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#8

Beitrag von Spittyman » Freitag 20. Dezember 2019, 07:33

Kann es nicht eher sein, dass hier das komplette Hopfenaroma durch die Kohlensäure, die durch Temperatur oder Luftdruckschwankungen ausgetrieben wurde, verloren gegangen ist?
Die Frage wäre hier, wie du das Ganze während des Stopfens gelagert hast.
Menschen, die bestimmte Biere aufgrund ihrer Herkunft, Brauart oder Farbe als "Hundepisse" bezeichnen, tun mir leid. :thumbdown Es lebe der Geschmack und die Vielfalt in jederlei Hinsicht! :Bigsmile

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#9

Beitrag von Beerkenauer » Freitag 20. Dezember 2019, 08:11

wie Andy schon geschrieben hat am besten keine Warmphase mehr nach dem Stopfen.
Ich stopfe immer am Ende der Gärung für 3-5 Tage bevor ich cold crashe. Danach steht das Bier immer kalt in Fässern oder in Flaschen.

Stefan

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#10

Beitrag von haefner » Freitag 20. Dezember 2019, 21:06

Also die Farbe vom Bier passt, und wie bei meinen anderen Bieren habe ich mit Oxidation keinerlei Probleme (Ich arbeite gezielt sauerstoffarm).

Ascorbinsäure ist ein gutes Stichwort. Das habe ich reingetan, leider etwas zuviel: 3g auf 13l. Ist mir aus Versehen in den Liter Jungbier in dem ich den Zucker vorlöse reingerutscht (verklumpt gewesen) und ich wollte diesen Liter nicht deswegen wegschütten. Nachdem ich mir gerade den Braumagazin Artikel zum Thema Oxidation nochmal durchgelesen habe, könnte das durchaus damit zusammenhängen. Viel hilft wohl doch nicht viel ;-)

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#11

Beitrag von DerDallmann » Samstag 21. Dezember 2019, 06:50

Das glaube ich nicht. Ich habe mal ein paar Flaschen testweise mit 1 g pro 0,33l versehen. Das Hopfenaroma war super. Die Ascorbinsäure hat man erst Monate später durch geschmeckt
Mit freundlichen Grüßen,

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Re: Kaum Hopfenaroma Zombie Dust Clone

#12

Beitrag von haefner » Samstag 21. Dezember 2019, 07:58

Das beruhigt mich jetzt etwas :). Vielleicht lasse ich es einfach mal ein paar Wochen in der Kühlung und schaue mal was sich tut. Knapp 16°P sind ja jetzt auch kein Leichtgewicht.

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