IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

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IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#1

Beitrag von xHopfenkindx » Donnerstag 11. Juni 2020, 21:40

Hallo liebes Forum,

mein nächster Sud ist in der Planung. Diesmal soll es ein IPA werden (das Rezept von MMuM https://www.maischemalzundmehr.de/index ... orha3=12.9 ist ja mit Sicherheit bestens bekannt :Bigsmile)
Nachdem ich mich näher mit dem Thema IPA beschäftigt habe, bereitet mir allerdings mein Brauwasser (Rohwasser) ein paar Sorgen.

Konkret möchte ich wissen, wie ich das Wasser am Besten für das besagte Rezept aufbereite? Milchsäure, Sauermalz oder andere Kombinationen? Oder ich es sogar völlig ungeeignet für IPA's??? Nachfolgend findet ihr ein Auszug der Wasserwerte.

Bild

Wie immer bin ich schonmal dankbar über eure Ratschläge! :Wink

Gruß
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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#2

Beitrag von schlupf » Donnerstag 11. Juni 2020, 21:56

Moin,
Da dein Wasser schon sehr hoch im Kalzium ist, würde ich dir zu Säuren raten, für IPA vor allem Schwefelsäure, für andere Stile kannst du auch gleich Salzsäure mit anschaffen. Natürlich am besten in der Qualität reinst oder Ph. eur. und wegen der Sicherheit niedrigdosiert.

Zum IPA Simcoe hätte ich noch eine Anmerkung: ich habe das Rezept mittlerweile von mehreren Brauern getrunken: der Hopfen ist gut, aber die Schüttung ist für meinen Geschmack viel zu dunkel und malzig, sehr old-school... Ich würde von den anderen außer dem Pilsner Malz mindestens 2 auch noch durch PiMa ersetzen. In der letzten Zeit habe ich auch an verschiedenen Stellen in englischsprachigen Podcasts gehört, dass der Trend beim Westcoast IPA zu 100%PiMa Schüttungen gehen soll...

Ich hoffe, das hilft...

Viele Grüße
Sebastian

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#3

Beitrag von xHopfenkindx » Freitag 12. Juni 2020, 07:04

schlupf hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juni 2020, 21:56
Moin,
Da dein Wasser schon sehr hoch im Kalzium ist, würde ich dir zu Säuren raten, für IPA vor allem Schwefelsäure, für andere Stile kannst du auch gleich Salzsäure mit anschaffen. Natürlich am besten in der Qualität reinst oder Ph. eur. und wegen der Sicherheit niedrigdosiert.
Moin,

ich habe ebenfalls schon an den Einsatz von Schwefelsäure gedacht. Allerdings gibt es da ein Problem. Zumindest nach meinen Recherchen finde ich keine Bezugsquelle mehr für Schwefelsäure in entsprechender Konzentration (10% o.ä.) und Reinheit (zumindest nicht für Privatpersonen). :crying

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#4

Beitrag von schlupf » Freitag 12. Juni 2020, 08:06

Sieht tatsächlich schlecht aus mit Schwefelsäure. Anscheinend hat die EU den Verkauf letztes Jahr verboten, da man damit TATP-Sprengstoff herstellen kann.
So ein Mist...

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#5

Beitrag von OS-Schlingel » Freitag 12. Juni 2020, 08:19

Guten Morgen,
Schau doch mal unter Mischbettvollentsalzer.
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Gruß Stephen
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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 12. Juni 2020, 09:40

schlupf hat geschrieben:
Freitag 12. Juni 2020, 08:06
Sieht tatsächlich schlecht aus mit Schwefelsäure. Anscheinend hat die EU den Verkauf letztes Jahr verboten, da man damit TATP-Sprengstoff herstellen kann.
So ein Mist...
Ich hatte kurz "Puls" und Augenwinkelflimmern. Aber tatsächlich verboten worden ist wohl nur der Verkauf und Besitzt von Schwefelsäure mit Konzentrationen von 15 gew % aufwärts.
https://www.europarl.europa.eu/doceo/do ... f?redirect
Mit sowas wollen wir aufgrund der Unfallgefahr ohnehin nicht herumhantieren.
In den handelsüblichen "schwachen" Konzentrationen (5%,9% oder 10%) sollte Schwefelsäure laut EU Verordnung 2019/1148 weiter verkaufsfähig sein. Oder hat sich der Bund gedacht "Wir Streber legen noch einen drauf und verbieten H2SO4 komplett!" ?
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
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Jens

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#7

Beitrag von xHopfenkindx » Freitag 12. Juni 2020, 10:16

OS-Schlingel hat geschrieben:
Freitag 12. Juni 2020, 08:19
Guten Morgen,
Schau doch mal unter Mischbettvollentsalzer.
Zur Not direkt mit dem Lieferanten des Harzes sprechen!

Gruß Stephen
Auch an diese Möglichkeit habe ich schon gedacht. Allerdings stellt das für mich schon die nächste Ausbaustufe dar! :Bigsmile
Mein erster Gedanke war eigentlich mit "geringerem" Aufwand (z.B. durch Säuren), dass Brauwasser in den angestrebten Bereich zu bringen.

Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass es aufgrund meiner bisherigen Erfahrung als Hobbybrau(anfänger :Bigsmile) nicht der Anspruch ist ein "perfektes" Brauwasser einzustellen. In diesem Zusammenhang stellt sich mir sowieso die Frage, welchen Einfluss es hätte einfach mal mit unbehandeltem Rohwasser das Rezept zu brauen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das fertige Bier ungenießbar wäre (vorausgesetzt es läuft alles fehlerfrei bei Brauen)

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#8

Beitrag von OS-Schlingel » Freitag 12. Juni 2020, 12:01

...erhöhter Magnesiumgehalt kann nachhängen Bittere bringen
Zu hohe Restalkalität kann den ph Sturz beim Hopfenkochen und die Gärung
negativ beeinflussen....weniger Hopfen ist dann mehr!
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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#9

Beitrag von FloNRW » Freitag 12. Juni 2020, 12:22

In Schulps "Wasser Excel-Datei" ein wenig Milchsäure eingeben um die Restalkalität zu senken ist keine Option für den Anfang?
Viele Grüße
Florian
Mit Biersinnlichen Grüßen
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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#10

Beitrag von xHopfenkindx » Freitag 12. Juni 2020, 13:38

FloNRW hat geschrieben:
Freitag 12. Juni 2020, 12:22
In Schulps "Wasser Excel-Datei" ein wenig Milchsäure eingeben um die Restalkalität zu senken ist keine Option für den Anfang?
Viele Grüße
Florian
Selbstverständlich! Durch die Zugabe von Milchsäure (und evtl. Verschnitt mit VE-Wasser) könnte ich da schon die Restalkalität senken. Ich muss natürlich aufpassen nicht zuviel Milchsäure zu nutzten. Aber für mich definitiv eine Option für den Anfang.

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#11

Beitrag von glassart » Freitag 12. Juni 2020, 13:56

du könntest ja auch (evt. zusätzlich) Phosphorsäure nehmen, ich habe sie mir auf 20% verdünnt um damit besser (uns sicherer) arbeiten zu können.
diese habe ich in Verwendung

lg Herbert

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#12

Beitrag von Bierdurst » Freitag 12. Juni 2020, 14:57

Also bei S3 Chemicals konnte man im Januar noch 10%ige Schwefelsäure (reinst) bestellen. Dort ist im Shop aber aktuell nur 99%ige verfügbar. Anscheinend ist dort momentan nicht das ganze Sortiment online.
Vielleicht einfach mal anfragen oder in ein paar Wochen nochmal rein schauen.

Beim Umgang mit Säuren würde ich zur Benutzung einer Spritze raten. Erstens kann man damit die Menge viel besser abmessen, als wenn man versucht durch "Schütten" die richtige Menge zu erreichen und zweitens hat man eine deutlich geringere Gefahr, dass etwas spritzt.
Ich fühle mich damit jedenfalls deutlich wohler.

Gruß
Patrick

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#13

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 12. Juni 2020, 15:13

glassart hat geschrieben:
Freitag 12. Juni 2020, 13:56
du könntest ja auch (evt. zusätzlich) Phosphorsäure nehmen
Das wesentliche Argument für Schwefelsäure ist die Senkung des Säurebindungsvermögens in Kombination mit der Erhöhung des Phosphatgehalts. Bei Salzsäure analog - jedoch mit dem Chloridgehalt.

Milchsäure und Phosphorsäure senken nur das Säurebindungsvermögen der Würze ab, haben aber keinen Einfluss auf das Chlorid-/Sulfatverhältnis.

Will man das Ionenprofil verschieben und zeitgleich die Restalkalität senken, dann bieten sich Schwefelsäure oder Salzsäure häufig an.
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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#14

Beitrag von xHopfenkindx » Freitag 12. Juni 2020, 16:09

Bierdurst hat geschrieben:
Freitag 12. Juni 2020, 14:57
Also bei S3 Chemicals konnte man im Januar noch 10%ige Schwefelsäure (reinst) bestellen. Dort ist im Shop aber aktuell nur 99%ige verfügbar. Anscheinend ist dort momentan nicht das ganze Sortiment online.
Vielleicht einfach mal anfragen oder in ein paar Wochen nochmal rein schauen.

Beim Umgang mit Säuren würde ich zur Benutzung einer Spritze raten. Erstens kann man damit die Menge viel besser abmessen, als wenn man versucht durch "Schütten" die richtige Menge zu erreichen und zweitens hat man eine deutlich geringere Gefahr, dass etwas spritzt.
Ich fühle mich damit jedenfalls deutlich wohler.

Gruß
Patrick
Anfrage ist bereits raus! :Bigsmile

Dosierung würde ich ebenfalls mit Hilfe einer Spritze machen.

Frage bzgl. Anwendung: Wird die entsprechende Menge an verdünnter Säure dann einfach ins Einmaischwasser gegeben? Zur Berechnung der Menge orientiere ich mich an den bekannten Berechnungshilfen

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#15

Beitrag von Bierdurst » Freitag 12. Juni 2020, 16:30

Entweder so oder das gesamte Brauwasser behandeln.
Was dann im Endeffekt besser ist, ist eine Wissenschaft für sich. Dazu kann ich keine verbindliche Meinung abgeben :Angel

Ich persönlich behandle das komplette Wasser, weil ich ja die eingestellte Mineralisierung auch nach dem Nachguss noch haben will.
Aber da spielen so viele Faktoren rein, da wissen die Profis hier sicher besser bescheid. :Smile

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#16

Beitrag von xHopfenkindx » Samstag 13. Juni 2020, 08:31

Moin,

ich habe gestern mal noch etwas mit "Schlupfs Wasserrechner" rumexperimentiert. Folgendes ist dabei herausgekommen. Ich nutze 4 ml Milchsäure und etwas CaSO4. Das Rohwasser verschneide ich mit 15% VE-Wasser. Sieht doch garnicht soooo schlecht aus, oder?
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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#17

Beitrag von Mehrbier » Sonntag 14. Juni 2020, 15:17

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Ich habe mit dem Brauwasser ohne Aufbereitung das Simcoe IPA gebraut. Die Vorgaben links auf dem Bild stammen aus dem Wasser Artikel des Braumagazins. Rechts ist mein Leitungswasser zu sehen. Das Bier ist lecker geworden. Hatte ein Fass mit zum Training und die Mannschaft hat es mal eben ausgetrunken :Shocked

Ich glaube wenn du die RA senkst mit Säure bist du schon auf einem guten Weg. Ich wollte eigentlich aufbereiten, aber der Sud war eine Mittelschwere Katastrophe und dabei habe ich es vergessen. Beim Einmaischen fiel mir, beim Blick neben den Kessel auf, dass da die Läuterspirale noch lag :Ahh . Nach kurzer Panik habe ich soviel kaltes Wasser zugegeben, wie noch in den Topf passte und dann nachträglich die Spirale eingeschraubt. Hab es gut überstanden, abgesehen von ein paar Brandblasen an den Fingern. Aber danach war die Rastenführung natürlich kaum noch nachvollziehbar. So wie es jetzt ist, werde ich es wohl nicht wieder hinbekommen :Waa

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#18

Beitrag von xHopfenkindx » Sonntag 14. Juni 2020, 19:48

Mehrbier hat geschrieben:
Sonntag 14. Juni 2020, 15:17
Ich glaube wenn du die RA senkst mit Säure bist du schon auf einem guten Weg...
Naja, das ist im Prinzip das was ich anstrebe. Wie schon in den vorherigen Posts angemerkt wäre 10% Schwefelsäure für meinen Fall das Mittel der Wahl. Allerdings (momentan?) schwierig bis garnicht zu bekommen.
Bei der Nutzung von Milchsäure bin ich mir nicht sicher, ob die Menge die ich nutzen müsste um die RA signifikant zu senken die Geschmacksschwelle von 400 ppm nicht überschreitet (trotz verschneiden mit dest. Wasser) :crying

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#19

Beitrag von Mehrbier » Sonntag 14. Juni 2020, 21:58

Dann hol dir doch schon mal einen Anhaltspunkt hier: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... serrechner

Mit der angegebenen Menge rechnest du dir die ppm aus und wenn das nicht zu nah an 400 ist, solltest du doch auf der sicheren Seite sein. Da gibt es auch die Möglichkeit die Menge an rechnerisch benötigter Milchsäure zu bestimmen.

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#20

Beitrag von schlupf » Montag 15. Juni 2020, 09:45

xHopfenkindx hat geschrieben:
Sonntag 14. Juni 2020, 19:48
Mehrbier hat geschrieben:
Sonntag 14. Juni 2020, 15:17
Ich glaube wenn du die RA senkst mit Säure bist du schon auf einem guten Weg...
Naja, das ist im Prinzip das was ich anstrebe. Wie schon in den vorherigen Posts angemerkt wäre 10% Schwefelsäure für meinen Fall das Mittel der Wahl. Allerdings (momentan?) schwierig bis garnicht zu bekommen.
Bei der Nutzung von Milchsäure bin ich mir nicht sicher, ob die Menge die ich nutzen müsste um die RA signifikant zu senken die Geschmacksschwelle von 400 ppm nicht überschreitet (trotz verschneiden mit dest. Wasser) :crying
Neuigkeiten zur Schwefelsäure hier:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 83#p384983

Es wird alles gut

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#21

Beitrag von xHopfenkindx » Montag 15. Juni 2020, 19:59

Hab soeben mal Schlupf's Wasserrechner herangezogen und nur mit Salz- und Schwefelsäure rumprobiert. Die Werte sind doch recht gut durch die kombinierte Anwendung. Oder sehe ich das falsch bzw. sind die eingesetzten Mengen an Säure eher kontraproduktiv???
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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#22

Beitrag von nPlusEins » Dienstag 16. Juni 2020, 00:34

Hab mir gerade gedacht die Wasserwerte kommen mir irgendwie bekannt vor - bin ebenfalls aus Karlsruhe :Greets

Bisher hab ich nur Sauermalz verwendet, aber langfristig überlege ich mit Calciumoxid CaOH (Branntkalk) oder Calciumhydroxid Ca(OH)₂ (Löschkalk) das Wasser zu entcarbonisieren (evtl. mit PH-Meter und Titration mit Salzsäure zur Bestimmtung der Carbonhärte, damit auch nix schief gehen kann). Dann müsste unser Wasser doch eigentlich recht brauchbar sein, da Magnesium, Sulfat und Chlorid ja alle recht niedrig liegen.

Falls du die Säuren verwendet, berichte hinterher mal ob es gut funktioniert hat und wie es schmeckt!

Ein Pale Ale mit ca. 12.5° Plato hab ich gerade in der Gärung. Allerdings auch nur auf 35 IBU gebittert. 300g Sauermalz waren in der Maische. Eiweißbruch war leider nur schlecht, vlt. lag es ja am Maische oder Würze PH. Mal sehen wie es wird, das Jungbier schmeckt schon recht gefällig.

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#23

Beitrag von xHopfenkindx » Dienstag 16. Juni 2020, 21:33

nPlusEins hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2020, 00:34
Hab mir gerade gedacht die Wasserwerte kommen mir irgendwie bekannt vor - bin ebenfalls aus Karlsruhe :Greets
Hey....freut mich aus der „Nachbarschaft“ zu hören! :thumbsup

Ich werde mich dem Thema „Säureenthärtung“ mal annehmen und auch ausprobieren. Bin selbst gespannt wie es funktioniert und ob was geschmackvolles dabei rauskommt! Ich werde berichten. :Wink

Gruß

obstbauer
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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#24

Beitrag von obstbauer » Freitag 17. Juli 2020, 10:05

Mehrbier hat geschrieben:
Sonntag 14. Juni 2020, 21:58
Dann hol dir doch schon mal einen Anhaltspunkt hier: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... serrechner

Mit der angegebenen Menge rechnest du dir die ppm aus und wenn das nicht zu nah an 400 ist, solltest du doch auf der sicheren Seite sein. Da gibt es auch die Möglichkeit die Menge an rechnerisch benötigter Milchsäure zu bestimmen.
Hallo,
wo kann ich diese Funktion finden? Ich bräuchte bei meinem Wasser laut Rechner 8 ml Milchsäure für 15 Liter, da b in ich doch meilenweit von den 400 ppm entfernt oder? Damit sind doch quasi 400 mg/l gemeint oder ?
In meinem Fall würde ich die Restalkalität von 3.3 mmol/l auf -2,3 mmol/l bringen

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#25

Beitrag von hollensen » Montag 20. Juli 2020, 12:02

obstbauer hat geschrieben:
Freitag 17. Juli 2020, 10:05
Mehrbier hat geschrieben:
Sonntag 14. Juni 2020, 21:58
Dann hol dir doch schon mal einen Anhaltspunkt hier: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... serrechner

Mit der angegebenen Menge rechnest du dir die ppm aus und wenn das nicht zu nah an 400 ist, solltest du doch auf der sicheren Seite sein. Da gibt es auch die Möglichkeit die Menge an rechnerisch benötigter Milchsäure zu bestimmen.
Hallo,
wo kann ich diese Funktion finden? Ich bräuchte bei meinem Wasser laut Rechner 8 ml Milchsäure für 15 Liter, da b in ich doch meilenweit von den 400 ppm entfernt oder? Damit sind doch quasi 400 mg/l gemeint oder ?
In meinem Fall würde ich die Restalkalität von 3.3 mmol/l auf -2,3 mmol/l bringen
Moin,
1 ppm entspricht 1 ml / m³.
15 l entsprechen 0,015 m³
Damit ergibt sich:
Milchsäurekonzentration im Wasser = (8 : 0,015) ml / m³ = 533 ppm

Also gut 30% drüber.

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#26

Beitrag von ak59 » Freitag 31. Juli 2020, 15:47

Hallo zusammen,

ich stehe nun vor dem selben Problem. Mein Brauwasser sieht so aus:

wasser.jpg
wasser.jpg (69.66 KiB) 128 mal betrachtet

Bisher habe ich das Wasser entweder so verwendet oder Aqua Purania verwendet. Mit Chemie war ich noch nie so firm, drum wollte ich bisher Chemie vermeiden. Wegen diese Threads wollte ich nun doch langsam damit anfangen und wollte über 80%-ige Milchsäure die Restalkalität auf 0 bringen.

Nochmal das Rezept:

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... orha3=12.9

und die Berechnung darauf (die Haferflocken konnte ich nicht unterbringen):

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... =Malz#Kap4

Kann ich das (erstmal) so machen oder sollte ich mich mehr mit der Aufbereitung beschäftigen?

Edit: Es scheint ich könnte das mit Kalziumsulfit lösen (mit etwas weniger Milchsäure) und da würde sowas rauskommen:

https://www.maischemalzundmehr.de/index ... 5&ms5=Malz

Viele Grüße,

Andreas

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Re: IPA Simcoe - wie Brauwasser aufbereiten?

#27

Beitrag von hollensen » Montag 3. August 2020, 13:49

Moin Andreas,
das sieht doch schon ganz gut aus.
Für diesen Biertyp sollte die RA bei 0 oder darunter liegen. Der Sulfat Anteil darf gerne etwas höher sein beim IPA, daher kann hier Kalziumsulfat eingesetzt werden. Der dadurch ebenfalls höhere Kalziumwert ist voll im Rahmen.
Auch das Anschwänzwasser sollte so behandelt werden.
Vorschlag für die 23 l:
CaSO4 5 g
Milchsäure 5,3 ml

Dann sieht das Ganze ungefähr so aus:
Calcium 119
Hydrogencarbonat 116
Sulfat 142
Lactat 222
Restalkalität 0,0

Grüße
Holger

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