Kveik in der Industrie?

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Matthias H
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Kveik in der Industrie?

#1

Beitrag von Matthias H » Donnerstag 25. Juni 2020, 11:12

Hallo,
ich frage mich schon länger, warum die großen Brauereien keine Kveik-Hefen einzusetzen scheinen.
In der Brauereiindustrie ist schließlich jede Stunde Geld, und wenn man viele Stunden Gärzeit "sparen" könnte, müsste das doch attraktiv sein?
Zudem dieses rudimentär unproblematische Hefemanagement...
Vielleicht hab ich das aber auch gar nicht mitbekommen und Kveik wird schon längst im großen Stil eingesetzt?

Ich habe inzwischen einige Hobbybiere, welche mit Kveik bei unglaublich hohen Temperaturen und unglaublich schnell vergoren waren, getrunken und war jedesmal sehr angetan.
(Mir bekommen kurioserweise gerade die Kveikbräus ausgesprochen gut. Ich bin leider sehr empfindlich, was die Bekömmlichkeit und Katertendenz angeht.)
Viele Grüße
Matthias H

Was lange gärt, wird endlich gut.
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Re: Kveik in der Industrie?

#2

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 25. Juni 2020, 12:48

Die haben ihre Standard Rezepturen und die Produktion ist auf deren Haushefe(n) optimiert. Da steigt man natürlich nicht um, zumal das Produkt immer gleich schmecken soll. Das würde ja auch bedeuten die Produktion entsprechend umzustellen. Kleinere Brauereien haben da auch Schwierigkeiten bei der Nutzung verscheidener Hefestämme, diese in der Produktion sicher zu trennen.

Kveik wird aber sicherlich ein heisses Thema bei den kleinen Craftbier Buden werden.
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Re: Kveik in der Industrie?

#3

Beitrag von flying » Donnerstag 25. Juni 2020, 13:15

Die Kweiks sind zwar meistens POF negativ aber machen doch viele Fruchtester. Für deutsches Pils und Export eher uninteressant. Ausnahmen mag es aber geben.
Jedenfalls bin ich mir sicher das viele Doktoringenieure der Brauindustrie bereits fieberhaft an Anwendungen arbeiten!
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