Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

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Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#1

Beitrag von silversurfer784 » Freitag 31. Juli 2020, 14:16

Hallo Gemeinde,

ich habe neulich ein Weizen mit gestrippter Schneiderhefe gebraut. Das ist super geworden!.

Jetzt habe ich zwei Wochen Urlaub und wollte das natürlich sinnvoll nutzen... :D

Gestern habe ich ne Kiste "Karlsberg Helles" gekauft und jetzt kam mir die Idee ob ich da evtl die Hefe für ein eigenes Helles nutzen könnte...

Was meinst Ihr?

Dank im Vorraus. :Bigsmile
Grüße aus dem Saarland
Sebastian
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#2

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 31. Juli 2020, 14:36

Ist das denn überhaupt unfiltriert? Und selbst wenn ist die Chance groß das es pasteurisiert oder mit toter Staubhefe auf "Naturtrüb" getrimmt ist.
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#3

Beitrag von silversurfer784 » Freitag 31. Juli 2020, 14:56

Dass es kein Weizen ist weiß ich ja. Hatte das Beispiel mit dem Weizen nur genannt im Zusammenhang mit Strippen generell.

Unfiltriert ist es. Schmecken tuts auch, zumindest mir :-)

Weiß halt nicht obs pasteurisiert ist, deshalb frag ich ja. :-D

Aber danke für die schnellen Antworten! :-D
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#4

Beitrag von silversurfer784 » Freitag 31. Juli 2020, 15:19

Ui, da sieht man mal wie wenig Ahnung ich habe...

Vielen Dank für den Tip Peter! :-D
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#5

Beitrag von silversurfer784 » Freitag 31. Juli 2020, 16:27

Da bin ich leider schon verplant. :-(
Ich halte mal das regionale Unterforum im Auge, evtl klappts ja beim nächsten Mal. :-)
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#6

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 31. Juli 2020, 18:05

Ich habe bisher nur a DuPont Saison und a Gutmann gestrippt, hat grundsätzlich geklappt, mit Hellen keine Erfahrung (da baue ich traditionell auf gekaufte Flüssighefen), aber schau Mal hier: https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku. ... biersorten
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#7

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 31. Juli 2020, 18:10

Es würde mich im Übrugen an dieser Stelle an die Münchner Hefe-Experten gerichtet, sehr interessieren ob das Hacker Helle wirklich geht, ist doch eigentlich ein 'Industriebier', wenn auch mit etwas mehr Geschmack als z. B. Letschenbräu, hat es jemand vielleicht schon Mal mit dem Giesinger oder anderen lokalen Größen (Tilmans, Hopfenhacker, CrewRepublic, Isarkindl..) probiert? Bei Hellen kann ich mir das eigentlich insgesamt irgendwie nur schwer vorstellen, flaschengereift ist mir noch gar nicht untergekommen.
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#8

Beitrag von §11 » Freitag 31. Juli 2020, 18:58

Befreit euch mal vom Gedanken das alle „Industrie- Biere“ pasteurisiert sind. Das kostet und ist auch gar nicht nötig. Allerdings ist halt die Frage was Ihr da stript? Ich hab gehört das 90% aller Biere weltweit mit der 34/70 gebraut werden. Also 90% aller Biere.

Demnach wird man halt bei sehr vielen Bieren auch einfach nur die 34/70 Strippen.
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#9

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 31. Juli 2020, 21:58

Pasteurisiert vielleicht wirklich nicht so häufig aber ich hatte angenommen die 'Industriebiere' (möchte das jetzt nicht wertend gesagt haben) werden idR kieselgur-filtriert.
Aber bin echt Laie und habe keine Einblicke in die Groß-Technologie, freue mich also über ggf. Berichtigungen
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#10

Beitrag von §11 » Samstag 1. August 2020, 01:30

Barney Gumble hat geschrieben:
Freitag 31. Juli 2020, 21:58
Pasteurisiert vielleicht wirklich nicht so häufig aber ich hatte angenommen die 'Industriebiere' (möchte das jetzt nicht wertend gesagt haben) werden idR kieselgur-filtriert.
Aber bin echt Laie und habe keine Einblicke in die Groß-Technologie, freue mich also über ggf. Berichtigungen
VG
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Ja klar, blankes Bier macht eh keinen Sinn. Ich bin jetzt davon ausgegangen das es sich um ein infiltriertes Bier handelt.

Im „Normalfall“ wird blankes Bier zuerst mit Kieselgur filtriert und dann häufig mit einem Schichtenfilter, der als „Polizeifilter“ die restlichen Hefen entfernt.

Erkennt man auch als Laie weil entweder zwei Filter „rumstehen“ oder aber ein sogenannter Kombifilter, der breite Rahmen und schmale Rahmen hat
98D85EBA-DDFF-4CE0-B76A-5704211A70A9.jpeg
Die breiten Rahmen sind der Kieselgur Filter. Hier bildet die Gur den eigentlichen Filter. Die poröse Gur wird dem Bier zudosiert und baut so, auf einer groben Gewebeschicht den Filterkuchen auf. Deshalb braucht der Filter mehr Platz um die Guren aufzunehmen.

Der Tiefenfilter ist eine Filtermembran. Hier bleiben nur noch die Hefen hängen die durch den Kieselgur Filter gerutscht sind, also nicht mehr viel, weshalb die Rahmen enger sind.
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#11

Beitrag von olibaer » Samstag 1. August 2020, 02:07

beryll hat geschrieben:
Freitag 31. Juli 2020, 21:09
... woher ich das weiß? Weil ich bis Ende 2018 im Biergrosshandel gearbeitet habe und wir ständig in der Karlsberg Brauerei in Homburg waren. U.a. für die Wartung der IT Systeme und der SPS, welche im Herstellungsprozess genutzt wird.
Solltest du Zugang zu Verfahren und/oder Rezepturen gehabt haben. Halte Dich mit Äusserungen, selbst mit Andeutungen, zurück. Das ist ein ganz gefährliches Fahrwasser !

Ohnehin bezweifle ich, dass du je Zugang zu Echtdaten hattest. Trotz großem Tamtam um den Industrie 4.0-Standard ist bis heute keine SPS in der Lage einen flachen Material- oder Anlagenstamm vom Stammdatenmaster(ERP-Sytem, z.B. SAP) zu importieren und versioniert zu verwalten. Von Rezepturen, Stücklisten und Verfahrensanweisungen ganz zu schweigen.
Gruss
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#12

Beitrag von olibaer » Samstag 1. August 2020, 09:20

Hallo Peter,
beryll hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 07:08
Nein, Zugang zu Rezepten o.ä. hatten wir nicht, außerdem unterschreibt man eine Verschwiegenheitsklausel. Wir mögen im Saarland vielleicht im Auenland wohnen, aber nicht hinterm Berg ;-)
Aus der Anlage und den dort arbeitenden Mitarbeitern bekommt man mehr Details, als man braucht...
Wobei ich mich gerade frage, warum ich mich hier schon wieder angegriffen fühle und mich rechtfertigen muss. :Grübel
Du musst Dich nicht angegriffen fühlen und du musst dich für nichts rechtfertigen. Das war nur ein guter Rat, mit dem dazu nötigen Ernst ausformuliert. Ich möchte behaupten, dass ich mich in diesem Umfeld recht gut auskenne und darfst mir weiter glauben, dass ich mir hier so manches mal auf die Zunge beißen muss, wenn es nur ansatzeise um ein "wie machen es denn die anderen" geht.

Hat man Werkswissen ist es einfach nur besser man sagt gar nichts. Siehe nächster Punkt.

Verschwiegenheitsklausel: es spielt aus sicht eben der keine Rolle, ob du die Information die kommuniziert wurde aus 1. oder aus 2. Hand erhalten hast oder Abends beim Feierabendbier. Für gewöhnlich steht das auch genau so da drin. Schau mal' rein.

Wie gesagt, es war nur ein gut gemeinter Rat.
Gruss
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#13

Beitrag von ggansde » Samstag 1. August 2020, 10:24

Ich habe vor langer, langer Zeit mal Hefe von dieser Brauerei über einem Forumsteilnehmer erhalten und damit mehrere Sude vergoren. Es ist mit Sicherheit die 34/70. Ich habe auch noch eine Schrägagarkultur davon. Sollte ich Mal zu wecken versuchen. Andererseits Aufwand für eine Allerweltshefe?
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#14

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Samstag 1. August 2020, 10:51

Ja, das kann man schon machen. Besser als die 34/70 aus der Tüte ist sie allemal.
Ich habe diese Brauererhefe auch über einen Forenteilnehmer bekommen und auf NaCl eingelagert . Ebenso wie den "Urstamm" von Uli, der sich noch nicht zur "Betriebshefe" angepasst hat.
Eigentlich[tm] müsste ich die beiden mal in einem Splitsud 1:1 gegeneinander vergleichen.

PS: (zum Thema)
Egal ob sterilfiltriert, pasteurisiert oder sonstwie anders haltbar gemacht ...
Ich bin davon überzeugt, dass die Biere fast aller Großbrauereien in irgendeiner Form mikrobiologisch stabilisiert wurden. Da lebt nichts mehr drin und man bekommt entsprechend auch keine lebende Hefe aus der Flasche.
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Viele Grüße
Jens

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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#15

Beitrag von olibaer » Samstag 1. August 2020, 11:34

Hi Markus,
ggansde hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 10:24
Ich habe vor langer, langer Zeit mal Hefe von dieser Brauerei über einem Forumsteilnehmer erhalten und damit mehrere Sude vergoren. Es ist mit Sicherheit die 34/70
Dem kann ich nicht ganz folgen:
Jetzt identifiziert, sogar mit Sicherheit, ein vor "langer, langer Zeit mal Hefe von dieser Brauerei über einem Forumsteilnehmer erhalten" einen Hefestamm. Und das noch bis ins Heute ?

Starker Tobak.
Gruss
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#16

Beitrag von ggansde » Samstag 1. August 2020, 12:07

Na ja, die Geschmackscharakteristik der Sude (alle Böhmisches Pils) gingen sehr deutlich in Richtung vergleichbarer Ansätze mit der 34/70. Messen kann man das natürlich nicht, aber ich bin mir da sicher. Ich rede dabei natürlich nur von dieser einen Probe. Da hast Du Recht. Das kann heute eine ganz andere sein.
VG, Markus
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#17

Beitrag von UntergärigesPils » Samstag 1. August 2020, 12:12

Nicht auf dieses Bier bezogen, aber eine vielleicht passende Anekdote: Mir ist es schon gelungen, aus für das Auge glasklarem Bier Hefe zu bekommen. Das war dann allerdings mit ausstreichen auf Würzeagar, also ein bisschen aufwändiger als nur Malzbier draufkippen.

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#18

Beitrag von olibaer » Samstag 1. August 2020, 12:25

UntergärigesPils hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 12:12
Mir ist es schon gelungen, aus für das Auge glasklarem Bier Hefe zu bekommen. Das war dann allerdings mit ausstreichen auf Würzeagar, also ein bisschen aufwändiger als nur Malzbier draufkippen.
Dir ist aber schon klar, dass auf Würzeagar nicht nur die gewöhnlichen Kulturhefen wachsen und damit nicht zwangsweise nur der Hefestamm, der bei der Hauptgärung zum Einsatz kam ? Was du genau kultiviert hast, ist einfach nur eine BlackBox. Richtig ?
Gruss
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#19

Beitrag von UntergärigesPils » Samstag 1. August 2020, 12:56

Das ist schon klar. Klares Bier wird aber kaum mit einer zweiten Hefe zur Flaschengärung versehen sein. Was man dann also bekommt ist entweder die Hefe der HG oder eine kontaminiertes aus der Brauerei oder zu Hause. Erstes sollte bei einer Großbrauerei unwahrscheinlich sein, zweites, was wahrscheinlich ist, kann man zumindest durch Geschmacksproben teilweise ausschließen und wenn man gleichzeitig mehrere extra Petrischalen nur mit Wasser beimpft und inkubiert kann man kontrollieren, wie sauber Werkzeug und Raum sind.

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#20

Beitrag von olibaer » Samstag 1. August 2020, 13:28

Hallo zusammen,
UntergärigesPils hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 12:56
Das ist schon klar. Klares Bier wird aber kaum mit einer zweiten Hefe zur Flaschengärung versehen sein.
Warum sollte man für ein solch klares Bier annehemen, dass überhaupt eine Flaschengärung gemacht wurde ?
Weshalb sollte man für die Flaschengärung keinen UG-Stamm verwenden, obwohl die HG via OG durchgezogen wurde ?
UntergärigesPils hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 12:56
Erstes sollte bei einer Großbrauerei unwahrscheinlich sein, zweites, was wahrscheinlich ist, kann man zumindest durch Geschmacksproben teilweise ausschließen
Unwahrscheinlich, wahrscheinlich, zumindest teilweise ausschließen ? Alles in einem Satz ?
Liest sich für mich, als hätte ich einen Abenteuerurlaub in einem Brauer-BootCamp gebucht.
UntergärigesPils hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 12:56
... und wenn man gleichzeitig mehrere extra Petrischalen nur mit Wasser beimpft und inkubiert kann man kontrollieren, wie sauber Werkzeug und Raum sind.
Schon & schön. Du überprüfst aber nur die Methode im eigenen Umfeld. Rückschlüsse im Sinne von "ich habe den Hefestamm isoliert", lässt das nicht zu.
Gruss
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#21

Beitrag von §11 » Samstag 1. August 2020, 13:36

Klares Bier wird aber kaum mit einer zweiten Hefe zur Flaschengärung versehen sein.
Das fehlt jetzt sogar mir als Ingenieur die technologische Phantasie. Flaschengärung eines filtrierten Bieres?

In der Flasche vergoren, dann filtriert und zurück in die Flasche?

Das soll nicht heißen das sich in klaren Bier keine Hefen finden. Kommt vor allem drauf an was wir als klar verstehen. Aber dein Rückschluss im Hobbyumfeld ist tatsächlich gewagt.
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#22

Beitrag von renzbräu » Sonntag 2. August 2020, 00:00

§11 hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 13:36
Klares Bier wird aber kaum mit einer zweiten Hefe zur Flaschengärung versehen sein.
Das fehlt jetzt sogar mir als Ingenieur die technologische Phantasie. Flaschengärung eines filtrierten Bieres?

In der Flasche vergoren, dann filtriert und zurück in die Flasche?
Geh'n tut alles. Hefe im Flaschenhals sammeln lassen, schockfrosten und den Pfropf per CO2 ab nach Kassel... :Ätsch Degorgieren nennt der Winzer das beim Sekt. Aber ob es beim Bier Sinn ergibt? :Grübel Aber gab es nicht mal in den 50ern ein Champagner-Weißbier? Nur wie viel das wieder mit Sekt zu tun hatte... :Cool
Grüßla vo der Renz!
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#23

Beitrag von Brauwolf » Sonntag 2. August 2020, 00:11

renzbräu hat geschrieben:
Sonntag 2. August 2020, 00:00
Aber gab es nicht mal in den 50ern ein Champagner-Weißbier? Nur wie viel das wieder mit Sekt zu tun hatte... :Cool
"Champagner-Weiße" war in meiner Münchner Zeit Mitte/Ende der Siebziger der Standardbegriff für das klare Weizen. Bis das irgend einem Champagnerbaron aufgestoßen ist, seitdem heißt es Kristallweizen.

Cheers, Ruthard
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Re: Karlsberg "Helles" Hefe strippen möglich?

#24

Beitrag von Cohumulon » Donnerstag 6. August 2020, 20:07

olibaer hat geschrieben:
Samstag 1. August 2020, 13:28
Warum sollte man für ein solch klares Bier annehemen, dass überhaupt eine Flaschengärung gemacht wurde ?
Weshalb sollte man für die Flaschengärung keinen UG-Stamm verwenden, obwohl die HG via OG durchgezogen wurde ?
Ging wohl eher darum, dass ein klares Bier im Normalfall überhaupt keine Flaschengärung sieht. D.h. das, was da noch an Hefezellen enthalten ist, ist durch den Filter gegangen und stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Hauptgärung.

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