Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

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Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#1

Beitrag von ahoibe20 » Sonntag 27. Dezember 2020, 16:53

Hey,

ich habe mir letztens beim brauen Gedanken darüber gemacht, worin genau der Unterschied zwischen Trockenhefe und flüssiger Hefe besteht. Ich muss anmerken, ich bin noch Anfänger beim brauen :Bigsmile

Ich habe mich etwas informiert und wollte fragen, ob da jemand was hinzuzufügen hat, was eure Meinung dazu ist.

Flüssigseife kann man ja in Beuteln und Plastik-Röhrchen kaufen. Ich finde es hier jedoch schwierig, da Flüssigefe nicht so lange lagerfähig ist. Haltet ihr die einfach im Kühlschrank auf? Nutzt ihr lieber Flüssigseife oder Trockenhefe? Ich finde nämlich abgesehen von der „langelebigkeit“ ist Flüssigseife geschmacklich besser. :thumbsup

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Jürgen
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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#2

Beitrag von Jürgen » Sonntag 27. Dezember 2020, 17:11

ahoibe20 hat geschrieben:
Sonntag 27. Dezember 2020, 16:53
Flüssigseife kann man ja in Beuteln und Plastik-Röhrchen kaufen. Ich finde es hier jedoch schwierig, da Flüssigefe nicht so lange lagerfähig ist. Haltet ihr die einfach im Kühlschrank auf? Nutzt ihr lieber Flüssigseife oder Trockenhefe? Ich finde nämlich abgesehen von der „langelebigkeit“ ist Flüssigseife geschmacklich besser. :thumbsup
Also Flüssigseife kauf ich immer im Beutel, hält sich im Küchenschrank auch ewig, bis sie dann in den Spender kommt....
Zum Hände waschen gibt es nix besseres, keine Ahnung, wie du da mit Trockenhefe hantierst...
Welche Seife schmeckt dir denn da so besonders gut?

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#3

Beitrag von tauroplu » Sonntag 27. Dezember 2020, 18:00

Hi,
willkommen im Forum!

Ich habe länger mit Flüssighefen gearbeitet (Beutel), aber irgendwie war mir das auf Dauer denn doch zu viel Gehampel mit dem Aufpäppeln (da kommt man nicht drum herum, wenn man einen ordentlichen Starter für einen Doppelbock und UG benötigt).

Vorteil der Flüssighefe: es gibt mehr Stämme als bei den Trockenhefen.
Nachteil: geringere Haltbarkeit vs. Trockenhefe.

Ich bin daher schon vor geraumer Zeit auf Tr.Hefe umgestiegen und bereue es nicht: Sie ist (im Kühlschrank) deutlich länger haltbar, ist einfacher bzw. schneller in der Handhabung und liefert inzwischen sehr gute geschmackliche Eregebnisse, bei einigen Hefen kann ich keinen Unterschied zur Flüssighefe erkennen. Z.B.: Die flüssige American Lager 1056 von Wyeast vs. Safale US-05 von Lallemand.

Gruß
Michael
Beste Grüße
Michael

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Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#4

Beitrag von BrauSachse » Sonntag 27. Dezember 2020, 18:18

Bei Flüssigseife ist auch auf ausreichend Kopfraum zu achten, da sie zu starker Schaumbildung neigt. :Wink

Ernsthaft:

https://hobbybrauer.de/modules.php?name ... &tid=13409

https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku.php/hefe

Mit den Smackpacks bin ich nie so richtig warm geworden. Es dauerte „ewig“, bis sich der Pack richtig aufgebläht hatte, und auch das Ankommen lies auf sich warten. Daher verzichte ich inzwischen darauf. „Richtige“ Flüssighefen habe ich noch nicht verwendet.

Ich verwende auch öfter Erntehefen, die ich im Kühlschrank zwischenlagere, wenn der Zeitrahmen passt, und friere auch welche auf Glycerol ein, aus denen ich dann einen Starter ziehe. Das geht recht gut.

Edit: Ich verwende inzwischen nur noch Trockenhefe oder Hefe wie oben beschrieben.

Viele Grüße
Tilo
Zuletzt geändert von BrauSachse am Sonntag 27. Dezember 2020, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#5

Beitrag von ahoibe20 » Sonntag 27. Dezember 2020, 18:48

Vielen Dank für eure Meinung! Ich werde denke ich auch auf Trockenhefe umsteigen...

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#6

Beitrag von Barney Gumble » Sonntag 27. Dezember 2020, 21:20

Eigentlich ist die Frage ein bisschen wie was ist besser Diesel oder Benziner. Es kommt total auf das Auto und den Anwendungsbereich an. Beide Arten haben Ihre Berechtigung. Ich hab damals als Anfänger trotz aus heutiger Sicht klarem underpitching ganz gute Ergebnisse mit UG Flüssighefen erzielen können. Mittlerweile mache ich durchaus auch viel mit Trockenhefe und bei flüssiger eben mit Startern.
Sicher OK als Anfänger mit Trockenhefe anzufangen, bei ddem einen oder anderen flüssig Hefe-Stamm meine ich aber gibt es keine Entsprechung oder sinnvolle Alternative.
Nur meine 5c
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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#7

Beitrag von Scheibelhund » Dienstag 29. Dezember 2020, 19:13

ahoibe20 hat geschrieben:
Sonntag 27. Dezember 2020, 18:48
Vielen Dank für eure Meinung! Ich werde denke ich auch auf Trockenhefe umsteigen...
Kommt drauf an. Bei obergärigem Bier ist es geschmacklich kein Unterschied, aber bei untergärigem Bier macht Trockenhefe so einen pelzigen Geschmack der am Weitertrinken hindert.
Im Winter trink' ich und singe Lieder
aus Freude, daß der Frühling nah ist,
und kommt der Frühling, trink' ich wieder,
aus Freude, daß er endlich da ist.

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#8

Beitrag von sebschilling » Dienstag 29. Dezember 2020, 19:53

Bei obergärigem Bier ist es geschmacklich kein Unterschied, aber bei untergärigem Bier macht Trockenhefe so einen pelzigen Geschmack der am Weitertrinken hindert.
Also, ich habe bisher mehrmals untergärige Biere mit sowohl der W 34/70 als auch der S-23 gebraut und konnte keinen pelzigen und auch sonst keinen Fehlgeschmack feststellen. Ich halte Deine Aussage zu untergärigen Trockenhefen in dieser Pauschalität für fragwürdig.

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#9

Beitrag von ssegelhorst » Dienstag 29. Dezember 2020, 20:02

sebschilling hat geschrieben:
Dienstag 29. Dezember 2020, 19:53
Bei obergärigem Bier ist es geschmacklich kein Unterschied, aber bei untergärigem Bier macht Trockenhefe so einen pelzigen Geschmack der am Weitertrinken hindert.
Also, ich habe bisher mehrmals untergärige Biere mit sowohl der W 34/70 als auch der S-23 gebraut und konnte keinen pelzigen und auch sonst keinen Fehlgeschmack feststellen. Ich halte Deine Aussage zu untergärigen Trockenhefen in dieser Pauschalität für fragwürdig.
Das dachte ich auch. Danke. Die W 34/70 fand ich auch super.
____________________________________________________________________________
Beste Grüße
Sebastian

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#10

Beitrag von BrauSachse » Dienstag 29. Dezember 2020, 20:18

Es gibt Flüssighefen, die hervorragende Geschmacksprofile erzeugen, z.B. die 3638 oder 3787, die man wahrscheinlich mit keiner Trockenhefe bekommt, aber das Handling hat mich bei den Trockenhefen bleiben lassen, wie oben beschrieben.

Viele Grüße
Tilo

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#11

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Dienstag 29. Dezember 2020, 22:41

Die 34/70, einmal als Flüssighefe bezogen und dann immer wieder verwendet. Mal aus Direkternte aus dem letzten Sud oder aus dem Bodensatz mittels Spritze auf NaCl gelegt und bei Bedarf mit Starter hochgezogen:
Meine absolute Favoritin für Pils und -ähnliche Biere.

Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#12

Beitrag von Rumborak » Dienstag 29. Dezember 2020, 23:17

HI,

schaut Euch mal die Beiträge von Threadstarter an...

Dont feed the troll

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#13

Beitrag von BrauSachse » Dienstag 29. Dezember 2020, 23:37

Rumborak hat geschrieben:
Dienstag 29. Dezember 2020, 23:17
HI,

schaut Euch mal die Beiträge von Threadstarter an...

Dont feed the troll

VG
:goodpost: Danke

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#14

Beitrag von Scheibelhund » Mittwoch 30. Dezember 2020, 01:26

sebschilling hat geschrieben:
Dienstag 29. Dezember 2020, 19:53
Bei obergärigem Bier ist es geschmacklich kein Unterschied, aber bei untergärigem Bier macht Trockenhefe so einen pelzigen Geschmack der am Weitertrinken hindert.
Also, ich habe bisher mehrmals untergärige Biere mit sowohl der W 34/70 als auch der S-23 gebraut und konnte keinen pelzigen und auch sonst keinen Fehlgeschmack feststellen. Ich halte Deine Aussage zu untergärigen Trockenhefen in dieser Pauschalität für fragwürdig.
Das hat mir erstmals ein Braumeister erzählt. Als ich dann mitgebrachte Biere von Hobbybrauern mit Trockenhefe probiert habe, erkannte ich was er gemeint hat.
Da viele Craftbiertrinker sich immer von einer Sorte zur anderen hangeln kommen sie möglicherweise gar nicht in die Verlegenheit. Aber wenn ich von mir ausgehe, unter 4 Bier zieh ich mei Jack net aus, wie es ein guter Freund mal formulierte
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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#15

Beitrag von Silbereule » Mittwoch 30. Dezember 2020, 08:28

Bei aller Liebe, ein pelziger, am Weitertrinken hindernder Geschmack, kommt garantiert nicht von der Verwendung von Trockenhefe...
LG Steffen

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#16

Beitrag von Boludo » Mittwoch 30. Dezember 2020, 12:10

Wenn es geht, nehme ich Trockenhefe, vor allem bei Ales aller Art. Leider geht das vor allem bei vielen belgischen Hefen nicht. Da gibt es zwar auch ganz ordentliche, aber an so was wie die 3522 Belgian Ardenne kommen die einfach nicht ran. Und dann gibt man halt ein wenig Geld aus und fertig.
Untergärig bin ich mittlerweile der Ansicht, dass da weder Trockenhefe noch Flüssighefe geeignet sind, ein wirklich gutes Ergebnis zu erzeugen. Bei Flüssighefe eventuell, wenn man sich enorm viel Mühe mit einem wirklich guten Starer macht, bei Trockenhefe eventuell in zweiter Führung.
Aber nach jetzt doch einigen mittelmäßigen untergärigen Bieren hab ich mir vorgenommen, untergärig nur noch mit einem fetten Batzen Hefe aus der Brauerei zu machen und dann wirklich kalt zu vergären. Alles andere sind irgendwelche Kompromisse und da hab ich keine Lust mehr dazu.
Achso, und Hefeweizen nur mit gestrippter Schneider Hefe, da bin ich stur :Smile

Stefan

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#17

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 30. Dezember 2020, 12:34

tauroplu hat geschrieben:
Sonntag 27. Dezember 2020, 18:00
Hi,
willkommen im Forum!

Ich habe länger mit Flüssighefen gearbeitet (Beutel), aber irgendwie war mir das auf Dauer denn doch zu viel Gehampel mit dem Aufpäppeln (da kommt man nicht drum herum, wenn man einen ordentlichen Starter für einen Doppelbock und UG benötigt).

Vorteil der Flüssighefe: es gibt mehr Stämme als bei den Trockenhefen.
Nachteil: geringere Haltbarkeit vs. Trockenhefe.

Ich bin daher schon vor geraumer Zeit auf Tr.Hefe umgestiegen und bereue es nicht: Sie ist (im Kühlschrank) deutlich länger haltbar, ist einfacher bzw. schneller in der Handhabung und liefert inzwischen sehr gute geschmackliche Eregebnisse, bei einigen Hefen kann ich keinen Unterschied zur Flüssighefe erkennen. Z.B.: Die flüssige American Lager 1056 von Wyeast vs. Safale US-05 von Lallemand.

Gruß
Michael
Genau meine Story. Hab auch alles durch, Hefe einlagern, verrückte Kveiks straight aus Norwegen und Litauen, NEIPAs mit Hybridhefen, etc. Keine Lust mehr auf den ganzen BIMBAM. Wenn es irgendwie geht, Trockenhefe.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch Postleitzahl 21255 und Umgebung, bei Interesse PN

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#18

Beitrag von ggansde » Mittwoch 30. Dezember 2020, 12:48

Moin,
ich möchte das Thema nochmal aus Sicht eines untergärigen Sudes beleuchten. Es muss klar sein, dass man bei 50 L Sudgröße gerne mal mit 10 Päckchen Trockenhefte im Wert von größer 30€ rechnen muss.
VG, Markus
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Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#19

Beitrag von Juergen_Mueller » Mittwoch 30. Dezember 2020, 13:40

Die Preisfrage ist auch für mich durchaus relevant.
Allerdings braue ich nur Kleinsude bis max. 7L, auch daher nutze ich Trockenhefen. Denn aus einem Tütchen erhalte ich die nötige Menge Hefe für bis zu 3 Sude. Zwischendurch vakuumiere ich den Rest der Tüte und lagere sie im KS. Selbst nach 6 Monaten kann ich die Hefe ohne merkliche Qualitätseinbuße nutzen. Auch wenn man mir da hier nicht glauben mag. :Angel
Gruß Jürgen

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#20

Beitrag von Barney Gumble » Mittwoch 30. Dezember 2020, 15:58

7 L für drei Sude ist aber schon etwas underpitcht oder machst Du einen Starter?
Andernfalls wären die beiden letzten Beiträge schon ein extremer Kontrast, wo ich mich eher in der Mitte mit meinen Hefemengen sehe
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#21

Beitrag von Juergen_Mueller » Mittwoch 30. Dezember 2020, 16:19

Naja, 2 mal 7L, oder 3 mal 5L. Ich hatte ja "bis zu" geschrieben. Meist obergärig 0,5- 0,75g/L.
Gruß Jürgen

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#22

Beitrag von ahoibe20 » Mittwoch 30. Dezember 2020, 17:20

Hey Hobbybrauer. Auch ich bin neu hier und wollte bald anfangen selbst Bier zu brauen. Hefe habe ich bisher nur zum Backen benutzt, aber das ist ja was ganz anderes. :D Ich dachte ich teile mal (Werbelink entfernt!) diesen Artikel hier, der mich gut über die Bierhefe Basics[/url] für den Anfang aufgeklärt hat. Da gibt es auch einen informativen Abschnitt über den Unterschied zwischen Trockenhefe und flüssiger Hefe. Ich denke ich werde für die ersten Brauversuche die Trockenhefe ausprobieren wegen der einfachen Handhabung. Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. :Greets
Zuletzt geändert von Alt-Phex am Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Werbelink entfernt

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#23

Beitrag von Bierjunge » Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:04

ahoibe20 hat geschrieben:
Sonntag 27. Dezember 2020, 16:53
ich habe mir letztens beim brauen Gedanken darüber gemacht, (...)
ahoibe20 hat geschrieben:
Sonntag 27. Dezember 2020, 18:48
Ich werde denke ich auch auf Trockenhefe umsteigen...
ahoibe20 hat geschrieben:
Mittwoch 30. Dezember 2020, 17:20
Auch ich bin neu hier und wollte bald anfangen selbst Bier zu brauen. (...) Ich denke ich werde für die ersten Brauversuche die Trockenhefe ausprobieren
Hast Du eine zeitlich gestörte Wahrnehmung, oder willst uns hier einfach nur veralbern? :Mad

Moritz

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#24

Beitrag von Commander8x » Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:10

... oder einen Werbe-Link platzieren? :Waa

Gruß Matthias
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Illegitimis non carborundum.

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#25

Beitrag von Rumborak » Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:12

Bierjunge hat geschrieben:
Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:04
ahoibe20 hat geschrieben:
Sonntag 27. Dezember 2020, 16:53
ich habe mir letztens beim brauen Gedanken darüber gemacht, (...)
ahoibe20 hat geschrieben:
Sonntag 27. Dezember 2020, 18:48
Ich werde denke ich auch auf Trockenhefe umsteigen...
ahoibe20 hat geschrieben:
Mittwoch 30. Dezember 2020, 17:20
Auch ich bin neu hier und wollte bald anfangen selbst Bier zu brauen. (...) Ich denke ich werde für die ersten Brauversuche die Trockenhefe ausprobieren
Hast Du eine zeitlich gestörte Wahrnehmung, oder willst uns hier einfach nur veralbern? :Mad

Moritz
Hi,

siehe Post Nr. 12 im Thread...daher denke ich wohl letzteres :Smile
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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#26

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:28

Immerhin gibt er sich etwas mehr Mühe als die üblichen Verdächtigen. Muss man auch mal anerkennend sagen. :Wink

Ich kümmere mich nach dem Essen höchst persönlich um den "Kollegen"... :Greets
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#27

Beitrag von Jürgen » Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:44

Alt-Phex hat geschrieben:
Mittwoch 30. Dezember 2020, 18:28
Immerhin gibt er sich etwas mehr Mühe als die üblichen Verdächtigen. Muss man auch mal anerkennend sagen. :Wink

Ich kümmere mich nach dem Essen höchst persönlich um den "Kollegen"... :Greets
Von den Kollegen gibt es in letzter Zeit ja etwas mehrere...
Siehe hier:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 75#p407675

Evtl hat ja die Zahl hinter dem Namen eine Bedeutung :Grübel

Bin ja mal gespannt, wann die hier ihren ersten Link platziert :Greets
https://hobbybrauer.de/forum/memberlist ... le&u=13321

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#28

Beitrag von emjay2812 » Mittwoch 30. Dezember 2020, 19:19

Am Anfang meiner Braukarriere habe ich ausschließlich Flüssighefen von Wyeast verwendet. Wurde in der gängigen Literatur so empfohlen, und geschmacklich sollte es auch besser sein. Schnell kamen die ersten Probleme:

a) MHD, manchmal erhielt man vom Versender Hefen, kurz vorm Ablauf des MHDs, manche dieser Hefebeutel wollten sich nicht so recht aufblähen
b) manchmal kam ein schon leicht aufgeblähter Beutel an.
c) Vorratshaltung bzw. Ersatz extrem schwierig. Man hat alles zum Brauen da, inkl. geschrotetem Malz und die Hefe will im Beutel nicht starten. Oder man will am Samstag brauen, erhält aber am Montag bereits einen geblähten Beutel.

Das war mir dann irgendwann alles zu nervig, zumal diese Hefen auch nicht ganz billig sind. Ich braue nur noch obergärig, und bin mit der Auswahl der Trockenhefen mehr als zufrieden. Geschmacklich habe ich auch welche gefunden, die mir gut schmecken. Und man kann immer zwei, drei Päckchen im Kühlschrank lagern, falls eine mal nicht ankommt.

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#29

Beitrag von florei » Dienstag 12. Januar 2021, 13:53

emjay2812 hat geschrieben:
Mittwoch 30. Dezember 2020, 19:19
Das war mir dann irgendwann alles zu nervig, zumal diese Hefen auch nicht ganz billig sind. Ich braue nur noch obergärig, und bin mit der Auswahl der Trockenhefen mehr als zufrieden. Geschmacklich habe ich auch welche gefunden, die mir gut schmecken. Und man kann immer zwei, drei Päckchen im Kühlschrank lagern, falls eine mal nicht ankommt.
Hallo Emjay,

welche Hefen verwendest Du denn für welche Biere?
Ich verwende bisher nur die Notti oder für Weizen die GOZDAWA Bavarian Wheat11.
Bin mit beiden sehr zufrieden und hab mich deswegen noch nicht an andere gewagt. Wäre aber für Tipps dankbar, denn ich würde trotzdem gerne auch mal was anderes probieren aber nicht ohne eine Empfehlung.
Viele Grüße
Flo

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#30

Beitrag von HubertBräu » Dienstag 12. Januar 2021, 15:50

Moin Flo,

welche Bier hast Du bisher mit der Nottingham gebraut?
Wenn Du Trockenhefe nutzen möchtest, kann Du beim nächsten Weizen vielleicht mal die Danstar Munich Classic probieren.

Gruß
Hubert

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#31

Beitrag von florei » Dienstag 12. Januar 2021, 16:11

Mit der Notti brauch ich bisher - obergäriges Märzen, altdeutsches Helles, Kellerbier. Alle von Mmum.
Weizen das helle Weizen auch von mmum. Da könnte ich die Classic mal probieren. Wobei ich die BW11 schon richtig gut finde.
Viele Grüße
Flo

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#32

Beitrag von HubertBräu » Dienstag 12. Januar 2021, 16:19

Dann kannst Du alternativ auch mal die US-05 oder die S-04 einsetzen.

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#33

Beitrag von emjay2812 » Dienstag 12. Januar 2021, 18:16

S-33 für malzbetonte Biere mit dezenten bis starken Früchtestern, je wärmer desto mehr Frucht. Klärt schlecht.

Brewferm Top. Wundertüte die von fast neutral bei kühleren Temperaturen bis Weißbieraromen bei Temperaturen um 25 Grad erzeugt.
Ich empfehle eine Temperatur um die 20 Grad, dann ist sie ähnlich wie die S-33, etwas fruchtiger.

Brewferm Blanche \Gozdawa Fruit Blanche. Werden im Sommer verwendet, da sie auch bei über 25 Grad noch sauber ohne Fehltöne vergären. Beide sehr fruchtig und weißbierähnlich.

Mit diese Hefen sind die Biere schon nach zwei Wochen richtig gut!

US 05 Erzeugt sehr ausgewogene und hopfenbetonte Biere, leider schmecken diese erst nach 5 Wochen Reifedauer Minimum.

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#34

Beitrag von Eulenfan » Mittwoch 7. April 2021, 12:58

Was meint ihr zur Gozdawa Bavarian Wheat11
Das MHD war 12/2019.
ich habe 30 Liter Amarillo Weizenbock mit 6,3 % Alc gebraut und bei 24 Grad ins Gärfass. 2 Päckchen Hefe rehydriert.
Es blubbert, aber nach zwei Tagen kein hochkräusen...
Was meint ihr? War die Hefe zu alt?

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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#35

Beitrag von Eulenfan » Freitag 9. April 2021, 00:21

Kleines Update:
ich halte das Gärfass bei konstant über 24 Grad, es blubbert und blubbert und blubbert. Die bisher immer vorhandenen Hochkräusen sind aber ausgeblieben, der Hefe macht es aber dennoch offenbar viel Spaß....also dürfte alles in Ordnung sein, ich warte halt noch ein paar Tage und messe dann mal wieviel Plato übrig geblieben sind....

Eulenfan
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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#36

Beitrag von Eulenfan » Freitag 9. April 2021, 00:22

Und: es riecht brutal nach Banane, so wie geplant !!

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florei
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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#37

Beitrag von florei » Freitag 9. April 2021, 06:54

Eulenfan hat geschrieben:
Mittwoch 7. April 2021, 12:58
Was meint ihr zur Gozdawa Bavarian Wheat11
Das MHD war 12/2019.
ich habe 30 Liter Amarillo Weizenbock mit 6,3 % Alc gebraut und bei 24 Grad ins Gärfass. 2 Päckchen Hefe rehydriert.
Es blubbert, aber nach zwei Tagen kein hochkräusen...
Was meint ihr? War die Hefe zu alt?
Ich bin von der Hefe auch begeistert und kann sie uneingeschränkt empfehlen :thumbsup
Viele Grüße
Flo

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CB_binningen
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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#38

Beitrag von CB_binningen » Samstag 10. April 2021, 00:31

Fermentis macht einfach zu handhabende und zuverlässig liefernde Hefen. Neben der WB 06 habe ich die Abbey Ale und die S04 immer zur Hand. Als erklärter Obergärer - Kühlen ist mir zu mühsam, und die Winter in Basel zu unbeständig - bin ich dmit schon fast zufrieden.
Mein letztjähriges Weihnachtsbier habe ich erst mit der Abbey Ale von Fermentis (BE 256) vergoren. Nach einer Woche kam 1 l abgekochtes Honigwasser dazu, die Fermentation wurde mit Mangrove Jack‘s Mead Yeast unterstützt. Dar Ergebnis war ein 13%iges Abtei-Tripel, mig kräftigem Körper und feinen Mandelaromen. Alles Mit Trockenhefe.

A propos Mangrove Jack‘s: Mit der M54 California Lager habe ich - obergärig - ein ziemlich gutes Pils hinbekommen, daneben noch eins, das ich „Ambient Lager“ getauft habe. Kamen beide gut bei Freunden an. Vlt hat ja einer von euch auch schon Erfahrungen gemacht mit der M54 - würde mich interessieren!

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emjay2812
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Re: Unterschied Trockenhefe und flüssiger Hefe

#39

Beitrag von emjay2812 » Samstag 10. April 2021, 10:57

Nach einigen negativen Erfahrungen mit den Smackpacks von Wyeast bin ich vor Jahren auf Trockenhefe umgestiegen.

Problem 1:
Beutel bläht nicht, da MHD kurz vor Ablauf. Toll, wenn man geschrotetes Malz gekauft hat, und das Wochenende bereits für einen Brautag freigeschaufelt hat.

Problem 2:
Beutel kommt bereits prall oder halb gebläht bei dir an. Toll, kann ich die jetzt noch eine Woche im Kühlschrank lagern, wollte samstags brauen, jetzt haben wir Montag. Platzt der Beutel?

Der Preis war mit dann ob der Unsicherheit einfach zu hoch. Trockenhefe kann ich mehrere Packungen im Kühlschrank vorrätig halten. Sollte mal eine nicht funktionieren, wird die nächste hinterher geworfen.

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