Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#101

Beitrag von glassart » Montag 21. März 2016, 07:07

@ Ulrich
Guten Morgen Ulrich,
zu meinen Fragen oben sind nach herumrechnen noch ein paar Details dazu gekommen.

Ich habe jetzt verschiedene "Starterszenarien" durchgerechnet (rückgerechnet) bezogen auf verschiedene STW,Volumina, OG/UG und dabei bei Propagationsschritten 15/15/10 oder 10/10/10 ein Starteranfangsvolumen von zBsp 0,92 oder 1,1 ml bekommen ( STW 15,0/ Volumen 30L . bei 15/10 sind es 16,5ml, bei 10/10 wären es 24,75ml).
Wie würdest du da vorgehen, was ist die Mindestwürzemenge für 1 Kryoperle.
Was passiert wenn man 1 Perle in weniger als 5ml anstellt?
Bei den Versuchen wurde jeweils auch nur 2-stufig probiert, das ergibt aber dann Anfangsvolumina von 20-30ml.

Um das in einer Formel verpacken zu können habe ich es so definiert
Volumen Starter Anzahl Perlen
bis 5 ml "Starter nicht sinnvoll"
ab 6 ml 1 Perle
ab 12,5 ml 2 Perlen
ab 22,5 ml 3 Perlen
ab 35 ml 4 Perlen

Macht das Sinn oder was würdest du empfehlen?

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Hagen
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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#102

Beitrag von Hagen » Montag 21. März 2016, 13:37

Falls Ulrich sich der Frage annehmen sollte, erlaube ich mir nochmal an meine Frage bzgl. der Lagertemperatur in Antwort 92 zu erinnern.
Könnte die Haltbarkeit vielleicht wesentlich beeinflussen?
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#103

Beitrag von Ulrich » Montag 21. März 2016, 13:58

das kann ich Pauschal nicht beantworten, weil ich nicht weiss,
- wieviele Hefezellen Du auf/in eine Perle bekommen hast und
- wieviele Hefezellen davon noch aktiv sind und
- ob Du mit oder ohne Magnetrührer arbeitest.

Da mußt Du Dir selber Erfahrungswerte erarbeiten.
Ich würde nicht sparsam sein mit den Kryoperlen. Die Lagerung bei -°C ist Stress und manchmal braucht sie Hefe n bissel.
Wenn man wirklich steril arbeitet, kann man auch nur eine Perle auf 100ml geben, dauert dann aber auch mal 4-6 Tage.
Am Angan würde ich Pauschal (egal ob UG oder OG) mit eine Perle für 10ml arbeiten.
10ml => 1 Perle
15 - 20ml => 2 Perlen
25 - 30ml => 3 Perlen
usw

wenn Du 5ml mit einer Perle anstellst, ist das nicht negativ, Du hast nur eine geringere Menge an neuen zellen und bist schneller.

Bei Deinem Beispiel (16,5 - 24,75ml, würde ich mit 2 Perlen auf 20ml gehen.)

Du mußt ja nicht 10 oder 15 nehmen. Runde auf Deine Gefäßgröße auf.

Ich empfehle:
UG:
- mit Magnetrührer: 10 fach,
- ohne Magnetrührer: 6-fach

OG:
- mit Magnetrührer: 15-fach
- ohne Magnetrührer: 10-fach

Kryo-Perle zu ml:
1 => bis 10ml
2 => 10,0 - 20ml
3 => 20,1 - 30ml
usw

gut beobachten und zu Not eine oder zwei Perlen nachlegen!

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#104

Beitrag von Ulrich » Montag 21. März 2016, 14:08

Hagen hat geschrieben:Mal eine Frage zur Lagertemp:
Wird überall von mind. - 20° gesprochen. Mein Gefrierschrank und -fächer kommen garnicht so tief.
Ist das wirklich so ein großer Unterschied zu 17/18°C hinsichtlich der Haltbarkeit?
Ja, offiziell ja. Da keiner eine Statistik dazu aufgebaut hat, ist diese Frage schwer zu beantworten.
Ich habe meine Kryos bei <-72°C und haben 10 Jahre, meine -23°C haben für uns 1 Jahr. (das länger möglich, steht ausser Frage, aber für uns ist "möglich" ist kein Parameter.
Entscheidend die Bereitung des Kryo und dass wiklich keine Prozesse innerhalb der Hefe mehr stattfinden. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass bei -18°C ein Jahr realistisch ist,(und vieleicht noch länger) aber keiner wird Dir das garantieren.
Hagen hat geschrieben:Dann noch eine Frage, die ich gerade auch schon im SB-Thread gestellt habe, die hier aber besser hingehört:
Ist dieses spezielle Nährmedium bei den Hefe-Cryos eigentlich so entscheidend? Welche Funktion haben die denn? Verbesserte Aufbewahrung oder Starthilfe?
Oder kann man stattdessen genauso gut "normale" Cryoröhrchen nehmen und dann die Starter mit Hefenährstoffen "pimpen"?
ist schon beantwortet worden, glaube ich, in den Kryos ist kein Nährmedium, sondern eine Flüssigkeit, die der Hefe hilft auf die Kryoperlen aufgetragen zu werden und die Frostung zu überstehen.

Die Hefe soll ja nix machen. Keine Stoffwechselprozesse erwünscht.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#105

Beitrag von Hagen » Montag 21. März 2016, 14:39

Ulrich, habe vielen Dank für deine Antworten! :thumbup
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#106

Beitrag von glassart » Montag 21. März 2016, 15:03

Danke Ulrich, jetzt habe ich genug Anhaltspunkte um damit arbeiten zu können :thumbup

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#107

Beitrag von chixxi » Montag 21. März 2016, 15:41

Mein erster Starter war mit einer Kryo-Kugel in 8ml bei 8 Plato. Hat erst nach ca. 30 Stunden wirklich Aktivität gezeigt. Nach 24h hatte ich bereits das Gefühl es sei etwas schief gegangen. Aber dies Kryo-Kügelchen war auch nur 3 Tage eingefroren (bei -29).

Ein Problem ist das auftauen. Die Röhrchen sind so klein, wenn man das auch nur kurz in den Händen hat beginnt das bereits auf zu tauen. Ich liege wohl richtig in der Annahme dass das nicht gut ist? Werde mir noch einen Metallblock organisieren mit entsprechenden Löchern die helfen das während der Entnahme gefroren zu halten.

Danke für die vielen Infos! Ich bin beeindruckt von der Sammelbestellung die gerade läuft. Bei bereits über 500 Röhrchen werden wir hier in kürze wohl mit Erfahrungen (und Fragen und Fehlern usw.) überschwemmt.
Ubi cervisia, ibi patria.

Ulrich
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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#108

Beitrag von Ulrich » Montag 21. März 2016, 16:07

chixxi hat geschrieben:Mein erster Starter war mit einer Kryo-Kugel in 8ml bei 8 Plato. Hat erst nach ca. 30 Stunden wirklich Aktivität gezeigt. Nach 24h hatte ich bereits das Gefühl es sei etwas schief gegangen. Aber dies Kryo-Kügelchen war auch nur 3 Tage eingefroren (bei -29).

Ein Problem ist das auftauen. Die Röhrchen sind so klein, wenn man das auch nur kurz in den Händen hat beginnt das bereits auf zu tauen. Ich liege wohl richtig in der Annahme dass das nicht gut ist? Werde mir noch einen Metallblock organisieren mit entsprechenden Löchern die helfen das während der Entnahme gefroren zu halten.
ja, das kann bis zu 4 Tage dauern. Problem: Hefekonzentration war zu hoch oder Hefe hat sich nicht gleichmäßig auf die Kugel verteielt oder die Hefeaktivität war nich sehr hoch, usw....
Man kan ja immernoch eine weitere Perle zugeben.

Auftauen: NICHT erwünscht!
Kryo-Zylinder nur am Verschluss und am oberen Teil halten. ggf den Zylinder mit zB mehrfach gelegtes Haushaltspapier anfassen.
Praktisch ist, wenn man sich aus Styropor einen Kryohalter baut. (zB mit einer Zigarette oder Bohrer Löcher boren, gerade groß genug für je einen Kryozylinder, bzw so, dass man den Kryozylinder richtig reinquetschen muss. 10% des Zylinders und der Verschluss schauen raus. Die werden ggf mit einem "Deckel" abgedeckt.
Abstand zwischen den Kryozylindern: 6cm
Isolierung: 3cm (auch von unten)

optimal mit Deckel, im Deckel die Löcher aber n bissel Größer.

So kann man die Zylinder auch Lagern und entnehmen. Wenn man will, sogar einzelnd.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#109

Beitrag von Hagen » Montag 21. März 2016, 17:11

Bin ich ja mal gespannt, wann diese Styro-Iso-Blöcke von dem ersten in Kleinserie hergestellt und angeboten werden :Wink

Uli, dann aber wahrscheinlich erst so einfrieren und danach schnell in die Iso-Box stecken. Die dürfte sonst die Abkühlung im Umkehrschluss auch reichlich verzögern?
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#110

Beitrag von Ulrich » Dienstag 22. März 2016, 10:50

ja, ich benutze die "Iso-Box" nur bei der Entnahme/Verwendung, es geht aber auch so, wenn man geschickt und schnell ist.
(in meinen Gefrieschrank würden die Iso Boxen für alle Stämme nicht reinpassen. :Wink )

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#111

Beitrag von chixxi » Dienstag 22. März 2016, 13:13

Danke Ulrich, echt wertvolles Wissen dass du hier zur Verfügung stellst :thumbsup

Ich möchte mir ein Buch kaufen, mich interessiert die Materie echt in der Tiefe. Gibt es Empfehlungen für deutsche oder englische Bücher? Aktuell habe ich dieses im Visier. Bin gerade noch den Hefebankthread am durchstöbern.
Ubi cervisia, ibi patria.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#112

Beitrag von Ulrich » Dienstag 22. März 2016, 13:47

chixxi hat geschrieben:Ich möchte mir ein Buch kaufen, mich interessiert die Materie echt in der Tiefe. Gibt es Empfehlungen für deutsche oder englische Bücher?
was möchtest Du denn wissen?
Der Hefebank tröt ist ja dafür da, dass man Fragen stellt und die dort beantwortet werden. (eigentlich müsste man die wichtigsten Informationen aus diesem tröt auch rüber bringen)

Sonst schnappst Du Dir mal 1-3 Leute und besuchst mich mal im labor.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#113

Beitrag von Tyrion » Dienstag 22. März 2016, 15:08

Ulrich hat geschrieben:
chixxi hat geschrieben: Der Hefebank tröt ist ja dafür da, dass man Fragen stellt und die dort beantwortet werden
Hallo,

ich muss auch mal eine Frage loswerden.

Hab jetzt zum zweitenmal auf dem dem Magnetrührer Hefe Propagiert: 20ml --> 200ml -->2Liter

Stufe eins (20ml) nur mit morgens und abends schütteln, bis Anzeichen von Aktivität (ca. 48Std., Hefe 2-3 Jahre alte Kochsalzhefe)

Stufe zwei (200ml) dann auf dem Magnetrührer mit kleinem Strudel (ca. 1-2cm) für 24 Stunden. Schön kontinuirliches Hefewachstum, keine Anzeichen von Gärung. Ordentlicher Zuwachs an Hefezellen.

Stufe drei (2000ml) dann gegen 18:00 gestartet, weil am nächsten Tag gebraut werden sollte und der 2 Liter Starter Wyeast3068 sich dann idealerweise am Brautag um ca. 18:00 auf dem Höhepunkt hätte befinden sollen. Natürlich ist das mit den 24 STunden nur eine Abschätzung, ob sich die Hefe dann wirklich auf da befindet weiss ich nicht.

Passiert ist aber folgendes: 2 Stunden nach Beginn der 2 Liter Starterstufe bildete sich schon erster Schaum. Am Rand des Erlenmeyers waren vereinzelt Bläschen zu erkennen. Irgendwann im Laufe der Nacht muss die Gärung dann richtig losgegangen sein, denn am nächsten Morgen hatte ich bis 5cm über Würzespiegel den typischen Hopfenschmodder am Glas kleben, die Kräusen waren aber schon wieder etwas auf dem Rückzug.
Ich habs dann einfach etwas langsamer weitergerührt, weil durch die Schaumdecke eh kein Sauerstoff kommt. Vom optischen Eindruck her war nach Ablauf der 24 Stunden die Hefedichte deutlich geringer, als zuvor in der 200ml Stufe. Letztere kann eventuell ein bisschen heller erscheinen, wegen geringerem Durchmesser des Gefäss, aber nicht so deutlich.
Gerührt hab ich diese 2 Liter mit einem 40mm Rührfisch bei 200-250 Upm, was einen Trichter von etwa 2-3cm ergab. Erlenmeyer mit Alufolie abgedeckt.

Kann es sein, dass der Starter doch zuwenig Sauerstoff abbekommen hat, oder ist das vielleicht normal, dass das so läuft?

Ich werde zumindest das nächstemal in der letzten Stufe mein Belüftungsset benutzen (aber nur mit Schlauch knapp über Würzespiegel)

Gruss
Matthias

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#114

Beitrag von Ulrich » Dienstag 22. März 2016, 15:30

@ Tyrion
ja, dass ist sogar typisch für die W68. Bei einem ca. 1:1 verhältnis Durchmesser zu Höhe, steigt die Hefe nach oben. (in der Würze befinden sich verhältnismäßig wenig Hefezellen.
Ich mische die Hefe wieder unter. Entweder über Magnetrührer (schneller stellen) oder besser durch vorsichtiges Kreisen des Kolbens in der Hand. Ruhig die Hefe an Rand mit "abwaschen".

Anzeichen: Die Hefe ist/war oben, am Rand Hefeabsatz ("schleimig"): Du bist voll in der hochaktiven Phase!!! Hefe ist gut für den Sud! Es werden sich nicht viel mehr Hefezellen bilden!

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du zu wenig Hefezellen hast, dann muss der 200ml-Schritt runter auf 100ml.
(10ml => 100ml => 2000ml) oder
(15ml => 150ml => 2000ml)

Aber bei der W68 und anderen OG-Hefen wirst Du die Hefe oben beobachten können, ein Zeichen dafür, dass alles gut ist!

Auch wenn Du durch Deinen 20 => 200 > 2000ml vieleicht zu wenige Hefezellen gebildet hast (weil von der 200er Stufe zu viele aktiven Hefezellen in die 2000ml gekommen sind) wirst Du genügend Hefen für deinen Sud haben, weil die sehr aktiv sind!

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#115

Beitrag von Hagen » Dienstag 22. März 2016, 15:32

Eine wirklich tolle Sache wäre eine Kooperation zwischen Oli und Ulrich!

Habt ihr nicht Lust, für den ansonsten schon hervoragenden Brewreicpedeveloper gemeinsam einen Heferechner zu entwickeln und den in den BRD zu implementieren? :Wink

Mit allen wichtigen Einsatzformen, Trockenhefe, Smacks, Ernehefe, Cryos etc. bezogen auf Menge und Stammwürze, UG oder OG und deren Propagation.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#116

Beitrag von Ulrich » Dienstag 22. März 2016, 15:36

Tyrion hat geschrieben: Ich habs dann einfach etwas langsamer weitergerührt, weil durch die Schaumdecke eh kein Sauerstoff kommt.
Belüften mit dem Magnetrührer nur die ersten 1-3h indem man den Trichter fast bis zum Boden zieht. man hört und sieht, wie Sauerstoff eingezogen wird.
Dann den Magnetrührer nur so schnell, dass die Hefe sich nicht absetzen kann.
Funktion magnetrührer:
- Belüften nur am Anfang
- Hauptaufgabe: Hefezellen gleichmässig in der Würze verteilen => maximale Wirksamkeit!
- CO2 entfernen

Mir wäre es aber lieber, wenn solche Fragen im "Hefebank-tröt" gestellt werden. :Smile

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#117

Beitrag von Tyrion » Dienstag 22. März 2016, 15:43

Ulrich hat geschrieben: Anzeichen: Die Hefe ist/war oben, am Rand Hefeabsatz ("schleimig"): Du bist voll in der hochaktiven Phase!!! Hefe ist gut für den Sud! Es werden sich nicht viel mehr Hefezellen bilden!

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du zu wenig Hefezellen hast, dann muss der 200ml-Schritt runter auf 100ml.
(10ml => 100ml => 2000ml) oder
(15ml => 150ml => 2000ml)
Danke Ulrich, dann werd ich wohl den letzten Schritt vergrössern und erst am Brautag 7:00 Uhr die letzte Stufe starten. Dann kann die Würze ggf. bis 22:00 auf die Hefe warten. Denn wie gesagt, jetzt am Wochenende war die Hefe wohl nach 12 Stunden auf der letzten Stufe perfekt zum Anstellen.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#118

Beitrag von Tyrion » Dienstag 22. März 2016, 15:45

Ulrich hat geschrieben:
Mir wäre es aber lieber, wenn solche Fragen im "Hefebank-tröt" gestellt werden. :Smile
Sorry man kommt etwas durcheinander mit den Threads. :puzz

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#119

Beitrag von Ulrich » Dienstag 22. März 2016, 16:04

Tyrion hat geschrieben:
Ulrich hat geschrieben: Mir wäre es aber lieber, wenn solche Fragen im "Hefebank-tröt" gestellt werden. :Smile
Sorry man kommt etwas durcheinander mit den Threads. :puzz
es geht darum, dass der Hefebanktröt fixiert ist, also die Informationen nicht verloren gehen. Alle andern tröts versinken meistens in der Versenkung und man such dann nach den Informationen. und teilweise ist es schade um die Informationen.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#120

Beitrag von ChrisBe » Donnerstag 2. Juni 2016, 20:27

Mal eine Frage an die erfahrenen Hefebankiers:

Ich habe in der SB Kryo-Röhrchen bestellt. Ich will nächste Woche ein Stout mit der Wyeast Irisch Ale brauen und es erste Röhrchen bestücken. Wie würdet ihr das machen :Grübel

- aus dem Smack-Pack vor der Aktivierung entnehmen
- nach der Aktivierung (also wenn die Tüte aufgebläht ist)
- oder aus den Hoch-Kräusen

Das der Hefesatz nach der Gärung nicht optimal ist, habe ich schon gelesen und erscheint mir auch logisch.

Danke für eure Tips!
Grüße Christian

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#121

Beitrag von sb11 » Freitag 3. Juni 2016, 10:42

ChrisBe hat geschrieben:Mal eine Frage an die erfahrenen Hefebankiers:

Ich habe in der SB Kryo-Röhrchen bestellt. Ich will nächste Woche ein Stout mit der Wyeast Irisch Ale brauen und es erste Röhrchen bestücken. Wie würdet ihr das machen :Grübel

- aus dem Smack-Pack vor der Aktivierung entnehmen
- nach der Aktivierung (also wenn die Tüte aufgebläht ist)
- oder aus den Hoch-Kräusen

Das der Hefesatz nach der Gärung nicht optimal ist, habe ich schon gelesen und erscheint mir auch logisch.

Danke für eure Tips!
Hallo Christian,

ohne mich nur annähernd als "erfahrenen Hefebankier" bezeichnen zu wollen, würde ich Variante 1 wählen:

- aus dem Smack-Pack vor der Aktivierung entnehmen

Viele Grüsse,
Seb.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#122

Beitrag von beryll » Sonntag 5. Juni 2016, 22:06

Hat denn schon jemand meiner Mitstreiter aus der Kryo-Perlen-SB die Dinger getestet? Ich bin eigentlich zu 95% mit Trockenhefe unterwegs und bin mir ehrlich unsicher, wie ich das Thema endlich mal angehen kann...
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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#123

Beitrag von sb11 » Mittwoch 22. Juni 2016, 09:24

beryll hat geschrieben:Hat denn schon jemand meiner Mitstreiter aus der Kryo-Perlen-SB die Dinger getestet? Ich bin eigentlich zu 95% mit Trockenhefe unterwegs und bin mir ehrlich unsicher, wie ich das Thema endlich mal angehen kann...
Hallo Peter,

schade, dass sich die Resonanz hier doch arg in Grenzen hält.

Ich habe leider auch noch keine praktische Erfahrung mit den Kryo-Röhrchen. Wenn ich das nächste Mal braue und anstelle, werde ich aber das erste Mal eine Hefe im Kryo-Röhrchen konservieren. Dabei werde ich wie folgt vorgehen:

- Hände und Hefepäckchen mit Isopropanol desinfizieren
- Mit steriler Spritze 0,5 ml Hefesuspension aus dem Hefepäckchen entnehmen
- Spritzeninhalt ins Kryo-Röhrchen, Deckel drauf und schütteln
- Rest des Hefepäckchens wird für einen Starter für den aktuellen Sud verwendet
- Mit der Spritze die Flüssigkeit aus dem Kryo-Röhrchen absaugen und samt Spritze entsorgen
- Kryo-Röhrchen verschliessen und ab in den Tiefkühler

Ich hoffe das hilft dir weiter.

Viele Grüsse,
Sebastian

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#124

Beitrag von beryll » Mittwoch 22. Juni 2016, 09:43

Moin Sebastian,

mit Flüssighefe bin ich letzte Woche genauso umgegangen, das erste Röhrchen liegt neben dem Hopfen im Eisfach - der Rest ging ins Gärfass.
Interessant wäre aber die Vorgehensweise bei Trockenhefe, hier kann ich ja nur entweder den Schlamm vom Boden dazu nutzen oder die Hochkräusen abschöpfen.

Den Bodensatz schließe ich mal aus, somit bleiben nur die Kräusen - und genau da fänd' ich einen Erfahrungsaustausch oder Tipp extrem hilfreich. Wie geht man da genau vor?

BG Peter
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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#125

Beitrag von TheCK » Mittwoch 22. Juni 2016, 09:47

beryll hat geschrieben: Interessant wäre aber die Vorgehensweise bei Trockenhefe, hier kann ich ja nur entweder den Schlamm vom Boden dazu nutzen oder die Hochkräusen abschöpfen.

Den Bodensatz schließe ich mal aus, somit bleiben nur die Kräusen - und genau da fänd' ich einen Erfahrungsaustausch oder Tipp extrem hilfreich. Wie geht man da genau vor?

BG Peter
Warum "erntest" du die Trockenhefe für die Konservierung denn nicht direkt nach der Rehydrierung ebendieser? Normalerweise sollte die Trockenhefe ja vor dem Anstellen mit Wasser in einem Glas rehydriert werden. Aus dieser Suspension kannst du dann auch die benötigte Menge für die Kryo-Konservierung abzweigen.
LG Chris

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#126

Beitrag von beryll » Mittwoch 22. Juni 2016, 09:49

TheCK hat geschrieben:Warum "erntest" du die Trockenhefe für die Konservierung denn nicht direkt nach der Rehydrierung ebendieser? Normalerweise sollte die Trockenhefe ja vor dem Anstellen mit Wasser in einem Glas rehydriert werden. Aus dieser Suspension kannst du dann auch die benötigte Menge für die Kryo-Konservierung abzweigen.
Das ist eine gute und berechtigte Frage... Antwort: auf die Idee bin ich noch nicht gekommen!
DANKE für den Tipp! :thumbup
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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#127

Beitrag von glassart » Donnerstag 23. Juni 2016, 08:14

Hallo Braufreunde,

würde etwas dagegensprechen, die 0,5 ml von der schon aktivierten Flüssighefe zu entnehmen und dann den Rest entweder gleich zum Anstellen oder als Starterbasis zu verwenden?
Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
Wie sollte ich bei geöffneter Wyeast-Packung diese nachher noch aktivieren :Grübel (das Zusammenklatschen ginge ja eher ins Auge :puzz )

Gruß Herbert :Drink

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#128

Beitrag von Tyrion » Donnerstag 23. Juni 2016, 08:24

glassart hat geschrieben: Wie sollte ich bei geöffneter Wyeast-Packung diese nachher noch aktivieren :Grübel (das Zusammenklatschen ginge ja eher ins Auge :puzz )
Moin,

das Aktivieren ist nicht wirklich nötig. Wyeast empfiehlt aber, zumindest den Inhalt des Innenbeutels mit zum Sud zu geben. Wenn du es aber trotzdem aktivieren willst , vereinst du die Hefesuspension und den Inhalt des Innenbeutels einfach in einem möglichst sterilen Behälter und wartest bis sich Aktivität zeigt.

Gruss
Matthias

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#129

Beitrag von glassart » Donnerstag 23. Juni 2016, 08:41

Danke Matthias :thumbup
Ist im Innenbeutel eine Nährstofflösung für die Hefen?

Gruß Herbert

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#130

Beitrag von beryll » Donnerstag 23. Juni 2016, 08:52

glassart hat geschrieben:Ist im Innenbeutel eine Nährstofflösung für die Hefen?

Ja, Hefe außen, Zucker/Nährstofflösung innen...
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#131

Beitrag von glassart » Donnerstag 23. Juni 2016, 09:04

okay, danke an alle :thumbup
Dann werde ich meinen ersten Versuch so machen wie es Sebastian aufgelistet hat.

VG Herbert

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#132

Beitrag von Seed7 » Donnerstag 23. Juni 2016, 12:17

Ulrich hat geschrieben:das kann ich Pauschal nicht beantworten, weil ich nicht weiss,
- wieviele Hefezellen Du auf/in eine Perle bekommen hast und
[...]
wenn Du 5ml mit einer Perle anstellst, ist das nicht negativ, Du hast nur eine geringere Menge an neuen zellen und bist schneller.
[...]
1 => bis 10ml
[...]
Habe das ganze jetzt mahl in aller ruhe durchgelesen und freue mich immer wenn jemand sagt wir sollen von hinten anfangen und der letzte propagationsschritt sollte die groesst moegliche stufe sein.

Einige unsicherheit gibt es aber immer noch am anfang. Da wir nicht wissen wieviel an Hefe auf einer Perle ist ist es dan nicht einfacher mit einer sehr kleinen menge an wuerze zu starten, zum beispiel die 5 ml. Am ende vom diesen schritt wird die bandbreite an Zellen dann doch kleiner sein als bei 10 -20 -100 ml, und damit mehr unabhaengiger von der anfangszahl der zellen? Koennen wir so einen stabileren startpunk generieren?

Ingo
"Wabi-Sabi" braucht das Bier.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#133

Beitrag von Ulrich » Donnerstag 23. Juni 2016, 15:28

Seed7 hat geschrieben:Einige unsicherheit gibt es aber immer noch am Anfang. Da wir nicht wissen wieviel an Hefe auf einer Perle ist ist es dan nicht einfacher mit einer sehr kleinen Menge an Würze zu starten, zum Beispiel mit 5 ml. Am Ende vom diesem Schritt wird die Menge an Zellen dann doch kleiner sein als bei 10 -20 -100 ml, und damit unabhängiger von der Anfangszahl der Zellen? Koennen wir so einen stabileren Startpunk generieren?Ingo
tja, gut Frage.
Normalerweise:
1 x Perle in 10ml oder 2 Perlen in 20ml, ..usw

Auf der einen Seite weiss ich nicht, mit was für einer Lösung (Hefe/Würze, Qualität der Lösung (tothefeanteil, usw)) und wie die Kryo Perlen beimpft worden sind, auf der anderen Seite weiss ich nicht, wie alt die kryo perlen schon sind, ...., sind die schon mal aufgetaut...usw

Es spricht nichts dagegen mit einer Perle in 5ml anzufangen. Wenn sich nach 48h immer noch nichts tut, gibt man ein/zwei Perlen dazu.

Unter normalen Umständen sollte eine Perle in 10ml innerhalb 24h bei 18 - 22°C ankommen. (sichtbare Biomasse) => Also in 5ml sowieso.
Es ist tendenziell richtig mit einer niedrigeren Menge anzufangen, dann wenn man die Biomasse gut erkennt, kann mann immernoch in 10er Schritten Vermehren.

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#134

Beitrag von glassart » Sonntag 17. Juli 2016, 12:26

Hallo an die Hefekonservierer :Smile

ich habe heute meinen Kühl/Transportbehälter für das Kryoröhrchen fertig gestellt.
Material - Alurohr 20 x 5 mm Länge 42 mm
Isolation - Baumarkt -Heizungsrohrisolation

Die Aluhülse wurde mit 10,2 mm aufgebohrt da die Kryoröhrchen leider ganz leicht konisch sind.
Dann eine 2-stufige Stufenbohrung mit 11,0mm / 4 mm tief und weiter 10,5 mm / 2 mm tief.
Durch diese Stufen kann das Röhrchen ganz sanft in die Bohrung gedrückt werden und die kleinen Rippchen verkrallen sich an der 10,5 mm Stufe und somit kann die Kappe ohne das Röhrchen zu berühren auf/zugeschraubt werden.
Arbeitszeit ca. 15 min und Materialaufwand für ein 2 mt Rohr 25€
P1080259_Bildgröße ändern.JPG
P1080258_Bildgröße ändern.JPG
P1080257_Bildgröße ändern.JPG
VG Herbert :Drink

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#135

Beitrag von Sto Lat » Sonntag 17. Juli 2016, 15:11

Hallo Herbert,
Danke für die Bohrmaße!

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#136

Beitrag von Ulrich » Montag 18. Juli 2016, 14:21

pssst, nicht weiter sagen, aber ich habe mir eine Styroporbox zerlegt, ca 5cm dick, und mit Lötlampe oder Zigarette (psssst) die passenden Löcher geschmolzen...

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#137

Beitrag von Sto Lat » Montag 18. Juli 2016, 15:51

Ulrich hat geschrieben:pssst, nicht weiter sagen, aber ich habe mir eine Styroporbox zerlegt, ca 5cm dick, und mit Lötlampe oder Zigarette (psssst) die passenden Löcher geschmolzen...

Ich kann's für mich behalten Ulrich, aber warum hast du das getan? Ist doch schad drum!

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#138

Beitrag von Ulrich » Montag 18. Juli 2016, 17:19

Sto Lat hat geschrieben:Ich kann's für mich behalten Ulrich, aber warum hast du das getan? Ist doch schad drum!
naja, Styropor: 0,00 Euro
Arbeitsaufwand: <1 Minute pro Kryo Kapsel

ich habe nun mal -78°C und da ist Metall nicht so praktisch...

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#139

Beitrag von Sto Lat » Montag 18. Juli 2016, 17:25

Zerlegt, Ulrich...du hast sie zerlegt....

Naja, war wohl doch nicht so lustig wie ich dachte. :Drink

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#140

Beitrag von glassart » Montag 18. Juli 2016, 17:32

weder minus 78°C noch Raucher -was bleibt einem da anderes als Löcher zu bohren :Grübel

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#141

Beitrag von Ulrich » Montag 18. Juli 2016, 17:47

Sto Lat hat geschrieben:Zerlegt, Ulrich...du hast sie zerlegt....
..ja...zerlegt! => aus 5 Seiten und einem Deckel 6 ebene Flächen gemacht... :Waa was soll ich denn sonst schreiben.."brutal auseinandergenommen"... finde ich nun nicht gerade besser :Grübel

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#142

Beitrag von Ulrich » Montag 18. Juli 2016, 17:50

Zerlegen ist ein Fertigungsverfahren nach DIN 8591, in der Praxis auch Demontage (französisch démontage) genannt. Es beschreibt das Trennen - von Baugruppen, Maschinen oder Anlagen – im Gegensatz zur Montage, als Fertigungsverfahren Fügen.Demontagetechnik ist somit die Umkehrung der Montagetechnik mit dem Ziel der Zerlegung eines komplexen Systems in Subsysteme wie Baugruppen oder einzelne Bauteile.

nicht zu verwechseln mit Zersägen!!!

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#143

Beitrag von Sto Lat » Montag 18. Juli 2016, 17:51

Ulrich hat geschrieben:
Sto Lat hat geschrieben:Zerlegt, Ulrich...du hast sie zerlegt....
..ja...zerlegt! => aus 5 Seiten und einem Deckel 6 ebene Flächen gemacht... :Waa was soll ich denn sonst schreiben.."brutal auseinandergenommen"... finde ich nun nicht gerade besser :Grübel
Ich dachte, du meinst "zugelegt" - hätte auch zum Satz gepasst.
Ich entschuldige mich für mein unnötiges Posting!

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#144

Beitrag von sb11 » Mittwoch 28. Dezember 2016, 15:17

Hallo zusammen,

ich habe jetzt mal den ersten Starter mit den Kryo-Perlen begonnen. Dazu habe ich 2 Perlen in 10ml "Würze" aus Malzextrakt gegeben.

Meine Frage wäre: wie erkenne ich, wann ich den 2 Schritt beginnen kann? Muss sich eine gewisse Menge Hefesediment in dem Röhrchen gebildet haben oder gibt es ein anderes optisches Anzeichen?

Danke und Grüsse,
Sebastian

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#145

Beitrag von sb11 » Donnerstag 29. Dezember 2016, 13:19

sb11 hat geschrieben: Meine Frage wäre: wie erkenne ich, wann ich den 2 Schritt beginnen kann? Muss sich eine gewisse Menge Hefesediment in dem Röhrchen gebildet haben oder gibt es ein anderes optisches Anzeichen?
Keiner 'ne Idee?

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#146

Beitrag von beryll » Donnerstag 29. Dezember 2016, 13:29

Siehst Du eventuell einzelne Schauminsel(chen) oben schwimmen? Bei so einer kleinen Menge recht schwierig zu erkennen, ich weiß. Ich hab bisher nur 1x aus den Kryo Perlen einen Starter gemacht und die ersten 2 Runden einfach so durchgezogen, da man nicht wirklich etwas sehen konnte. Bei dem 50ml Starter kamen dann schon sichtbare Anzeichen für eine einsetzende Gärung, bei 100ml ging es dann richtig gut los.

VG Peter
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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#147

Beitrag von sb11 » Donnerstag 29. Dezember 2016, 13:32

Hallo Peter,

nein, der 10 ml Starter ist bisher optisch unverändert (nach 1,5 Tagen). Nach wie vielen Tagen hast du denn den 2. Schritt gemacht?

Danke und viele Grüsse,
Sebastian

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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#148

Beitrag von Goofy » Donnerstag 29. Dezember 2016, 13:53

Hallo,

ich lasse den ersten Starter mit 10 ml und 1 Cryo-Perle 3 Tage bei Raumtemperatur stehen und mache dann am Ende des 3. Tages den nächsten Vermehrungsschritt.

Ab dem zweiten Tag habe ich schon eine deutliche CO2-Entwicklung, so dass ich das Schraubröhrchen immer wieder mal schüttel und Druck ablasse.
Am dritten Tag sieht man dann vor dem Schütteln schon eine dünne Hefeschicht am Boden des Schraubröhrchens.

Das erste Zeichen, dass sich etwas bewegt, ist für mich das Zischen beim Öffnen des Schraubröhrchens.

Viele Grüße
Goofy

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#149

Beitrag von beryll » Donnerstag 29. Dezember 2016, 14:38

Wie ich gerade lese, der 50ml Schritt wäre gar nicht nötig gewesen...

Ich hab eine Kugel mit 10ml angesetzt und nach 48h dann 40 ml dazu. (50ml)
24h später nochmal 50ml hinzu, da war es dann richtig sichtbar. (100ml)
Die 100ml hab ich dann in 900ml gekippt und nochmals 24h drehen lassen. (1000ml)
Die letzte Stufe war dann nochmals 1000ml dazu und 24h auf den Magnetrührer. (2000ml)

Beim nächsten Mal werde ich den Weg gehen, den Ulrich vorgeschlagen hat:
10 - 100 - 2000ml

VG Peter
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Re: Hefebank - Schrägagar & Mineralöl - Kryo Perlen

#150

Beitrag von sb11 » Freitag 30. Dezember 2016, 13:42

Mist, ich habe nach 2,5 Tagen noch immer keine Anzeichen, dass sich irgend etwas tut. Soll ich trotzdem nach 3 Tagen auf 100 ml gehen?

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