Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

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Enfield
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Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#1

Beitrag von Enfield » Dienstag 26. April 2016, 15:00

Hallo Hobbybrauer!

Ich hab mir aus lauter Einkaufrausch (Onlineshops sind echt zu verführerisch...) zwei Tüten Safbrew S-33 mitbestellt ohne groß mich über diese hefe zu erkundigen.

Braut jemand von Euch regelmäßig damit? Und wie ist das Geschmacksprofil?

Da der EVG ja niedrig sein soll, hätte ich mir gedacht, ich verwende sie für englische Bitters und Mild Ales.

Würde die auch in ein Stout passen? Oder ein Pale Ale? Es soll halt nicht zu süß werden.

Wäre für ein paar Tipps dankbar!

LG

Max

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tommes
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#2

Beitrag von tommes » Dienstag 26. April 2016, 15:50

Hallo Max,

die S-33 habe ich einmal verwendet, für dieses Rezept: http://maischemalzundmehr.de/index.php? ... tte=recipe
Bei mir ist das allerdings ein Perle-Blonde geworden (Centennial durch Perle ersetzt). Sehr lecker und nicht zu schwer. EVG lag bei 70%.

Prost!

Thomas

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#3

Beitrag von Bilbobreu » Dienstag 26. April 2016, 16:16

Moin Max,

ich verwende die S 33 regelmäßig für mein Grätzer mit 100 % Weizen-Eichenrauch-Malz und Lubelskihopfen. Kann ich durchaus empfehlen. Ist sowohl vom technologischen Ablauf als auch vom Geschmack mal was anderes.
Nähere Infos dazu z.B. hier:
viewtopic.php?f=24&t=1568&p=21709&hilit ... zer#p21709

Gruß
Stefan

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#4

Beitrag von El Gordo » Dienstag 26. April 2016, 16:36

http://www.maischemalzundmehr.de/index. ... uche=Suche

Bei Maischemalzundmehr kannst du die Rezepte filtern, z.B. nach der S-33.

Stefan

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#5

Beitrag von flying » Dienstag 26. April 2016, 17:18

Die S-33 ist vermutlich eine der ältesten kommerziellen Trockenhefen. Es ist die EDME-Hefe (English Diastatic Malt Extract) seit 1884.
Es ist eine englische Hefe, die sich extrem gut für die Trocknung eignete und vor allem ist sie sauschnell. Das hat allerdings manchmal zur Folge, dass sie die Maltotriose in der Würze komplett links liegen lässt. Was nicht heißt, dass sie es nicht kann.

In zweiter Führung wird der Vergärungsgrad dann höher..
Held im Schaumgelock

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#6

Beitrag von mcorny76 » Dienstag 26. April 2016, 17:28

Hallo,
ich habe seit Sonntag mein Mandarina-Pale Ale in der HG. Seit heute ist die blubberei beendet, die HG scheint sich dem Ende zu neigen, die Hefe ist also sehr flott gewesen (und das bei nur 18 Grad Celsius). Ich bin auf den Geschmack gespannt! Aber ich werde den Gärbottich mal noch bis zum Wochenende stehen lassen um etwas Klärung zu erreichen.
Gut Sud,
Michael :Smile
Gruß
Michael :Drink

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#7

Beitrag von El Gordo » Dienstag 26. April 2016, 17:35

Da kannst Du ziemlich lange warten, diese Hefe sedimentiert extrem langsam. Irgend wann wird es schon klar, aber das dauert viele Wochen.
Bisschen Irish Moss hilft da, jetzt allerdings zu spät.

Flott ist die wirklich. Wir haben mal abends 350 Liter IPA damit angestellt und am nächsten Nachmittag hat der Wirt der Gasthausbrauerei angerufen, da seien noch keine Kräusen drauf. Das war richtig, da war nämlich schon alles vorbei.
Der Vergärungsgrad ist wirklich niedrig, manchmal passt das aber ganz gut.
Man kann allerdings schlecht abschätzen, wie weit sie runter geht, das hängt zumindest in der ersten Führung von der Maltotriosemenge in der Würze ab und die ist ein Zufallsprodukt.
Dies ist übrigens eine Trockenhefe, bei der ich bedenkenlos dazu raten kann, sie einfach auf die Würze zu streuen. Die steckt alles weg.


Stefan

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#8

Beitrag von Enfield » Dienstag 26. April 2016, 17:42

Danke für die Antworten!
Das mit EDME hab ich in englischen Foren gelesen, wusste aber nicht, was das bedeutet, dachte das wäre ne Brauerei... also ist die hefe eher für bierkits?

Auf MMuM hab ich gewühlt, aber so ein richtiger Stil zu dem die hefe passt, konnte ich nicht finden.
Bei der Beschreibung steht was von belgischen und Spezialbieren.
Ist sie nun eher für englische Ales mit milden Estern oder sehr fruchtig? Die Meinungen in den englischen Foren sind teils sehr gespalten, drum wollte ich Eure Meinung hören.

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#9

Beitrag von mcorny76 » Dienstag 26. April 2016, 19:49

El Gordo hat geschrieben:Da kannst Du ziemlich lange warten, diese Hefe sedimentiert extrem langsam. Irgend wann wird es schon klar, aber das dauert viele Wochen.
Bisschen Irish Moss hilft da, jetzt allerdings zu spät.

Flott ist die wirklich. Wir haben mal abends 350 Liter IPA damit angestellt und am nächsten Nachmittag hat der Wirt der Gasthausbrauerei angerufen, da seien noch keine Kräusen drauf. Das war richtig, da war nämlich schon alles vorbei.
Der Vergärungsgrad ist wirklich niedrig, manchmal passt das aber ganz gut.
Man kann allerdings schlecht abschätzen, wie weit sie runter geht, das hängt zumindest in der ersten Führung von der Maltotriosemenge in der Würze ab und die ist ein Zufallsprodukt.
Dies ist übrigens eine Trockenhefe, bei der ich bedenkenlos dazu raten kann, sie einfach auf die Würze zu streuen. Die steckt alles weg.


Stefan
Oh je! Und ich hab mir die Mühe gemacht die Hefe mittels Würze-Starter auf dem Magnetrührer zu vermehren, da ich sorge hatte mit nur einem Päckchen auf ca 27 Liter...das war dann wohl nicht wirklich nötig :Ahh
Aber Danke für die Hintergrund-Infos zur Hefe.
Ich hab die wegen dem geringen Vergärgrad gewählt...alternativ hätte ich noch die Windsor gehabt, oder WLP002 als Flüssighefe.
Und sie (die S33) soll deutlich weniger höhere Alkohole produzieren als z.B. meine bisherige Standardhefe S04.
Schönen Abend,
Michael
Gruß
Michael :Drink

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#10

Beitrag von haemmi » Dienstag 26. April 2016, 19:56

Ich hatte die S-33 mit einer Schüttung von Pale Ale Malt, verschiedenen Karamalzen und Special-B, Kombirast bei 70°, Endvergärungsgrad 60 %. Die Hefe würde ich selber als neutral einstufen, hat aber den Malzkörper wunderbar differenziert herausgearbeitet. Die gleiche Schüttung bei 68 ° und Windsor mit einem Endvergärungsgrad von 65 % ist dagegen ein ziemlich flacher Langweiler geworden.

Probleme hatte ich aber bei dem S-33 Sud mit der Karbonisierung. 5 g Traubenzucker pro Liter und dann fast keine Kohlensäure. Keine Ahnung, warum. Man hat fast den Eindruck, die S-33 wüßte mit Traubenzucker so gut wie nichts anzufangen. Aber andere scheinen dieses Problem ja offensichtlich nicht gehabt zu haben. Die Ursache müßte daher wohl woanders liegen.

Viele Grüße

Andreas

El Gordo

Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#11

Beitrag von El Gordo » Dienstag 26. April 2016, 19:59

haemmi hat geschrieben:
Probleme hatte ich aber bei dem S-33 Sud mit der Karbonisierung. 5 g Traubenzucker pro Liter und dann fast keine Kohlensäure. Keine Ahnung, warum. Man hat fast den Eindruck, die S-33 wüßte mit Traubenzucker so gut wie nichts anzufangen. Aber andere scheinen dieses Problem ja offensichtlich nicht gehabt zu haben. Die Ursache müßte daher wohl woanders liegen.
Was erwartest Du bei nur 5g Traubenzucker pro Liter?
Das ist, je nach Temperatur, normalerweise viel zu wenig, da kann die Hefe nichts dafür. Du hast falsch gerechnet.
Bei einer Carbonisierung von 5g/L ist der CO2 Gehalt gemeint, nicht die Menge Zucker.
Da könnte man jetzt nachzuckern.

Stefan

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#12

Beitrag von haemmi » Dienstag 26. April 2016, 21:26

3 - 4 g /l Co2 habe ich angestrebt 5 g /l Co2 wäre mir für ein Mild zuviel. Bei einem vorher gebrauten Pale Ale hat das mit den 5 g Traubenzucker pro Liter bei ca 20 Grad gut hingehauen. Hier aber eben nicht. Das hatte niemals 3- 4 g / l CO2.

El Gordo

Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#13

Beitrag von El Gordo » Dienstag 26. April 2016, 22:59

3-4g CO2 pro Liter ist kaum wahrnehmbar.

Stefan

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#14

Beitrag von SINS » Dienstag 26. April 2016, 23:34

Enfield hat geschrieben:
Braut jemand von Euch regelmäßig damit? Und wie ist das Geschmacksprofil?

Da der EVG ja niedrig sein soll, hätte ich mir gedacht, ich verwende sie für englische Bitters und Mild Ales.

Würde die auch in ein Stout passen? Oder ein Pale Ale? Es soll halt nicht zu süß werden.

Wäre für ein paar Tipps dankbar!

LG

Max
Hallo Max!

Ja ich hab bisher (Moment nachschauen) 8x damit gebraut.
Wenn Du süffige Biere magst, verwende sie bei allen Stilen. (Außer Weißbier!!!)
Besonders hervorzuheben waren bei mir dunkle röstig-rauchige Biere! Das passt ziemlich gut!

Ausreisser hatte ich bei eher hopfigen Bieren, obwohl man ihr (S-33) eher estrige Noten nachsagt. Für mich passen diese nicht in die PA/IPA Schiene!

Mach Deine Erfahrungen und leg los! Die S-33 ist ein Lieber.

VG Sven.
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#15

Beitrag von tommes » Mittwoch 27. April 2016, 07:01

El Gordo hat geschrieben:3-4g CO2 pro Liter ist kaum wahrnehmbar.

Stefan
Da stimme ich zu. Habe letztens eins mit 4g/l CO2 gemacht weil ich es nicht so "rülpsig" wollte, das war dann aber doch sehr flach, im Moment rechne ich auf 4,5-5 g/l Co2.

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#16

Beitrag von Enfield » Mittwoch 27. April 2016, 08:52

Super, dann werd ich damit mal los legen und ein Stout brauen. Bin schon sehr gespannt.

Gut, dass ich hier nochmal gefragt habe, die Kommentare in den englischen Foren waren oft doch sehr negativ.

Preislich ist die Hefe ja auch sehr interessant.

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#17

Beitrag von mcorny76 » Mittwoch 27. April 2016, 22:16

Guten Abend,
ich habe eben die Gärungsspindel ins Gärfass versenkt, erschreckend hohe 6,5 Plato! Laut müggeland wäre der Zielwert bei unter 5 Plato. Habe kombirast mit 67 Grad C begonnen, nach einer Stunde waren es 65 Grad und jodnormal...Malzbasis ist Paleale und 10% Karahell.
Ich habe den Bottich nun wärmer gestellt, Ca. 22 Grad C.
Sollte die Kombirast wirklich so wenig vergärbare Zucker gebildet haben?
Ach ja, Stammwürze waren 12,8 Plato.
Grüße, Michael
Gruß
Michael :Drink

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#18

Beitrag von tommes » Donnerstag 28. April 2016, 07:55

Hallo Michael,

Seit Sonntag in der HG lese ich oben. Gib der Hefe mal etwas Zeit, mach den Deckel wieder drauf und warte ne Woche.

Prost!

Thomas

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#19

Beitrag von mcorny76 » Donnerstag 28. April 2016, 09:48

tommes hat geschrieben:Hallo Michael,

Seit Sonntag in der HG lese ich oben. Gib der Hefe mal etwas Zeit, mach den Deckel wieder drauf und warte ne Woche.

Prost!

Thomas
Okay Thomas, ich versuche bis Sonntag die Pfoten weg zu lassen, dann checke ich die Spindel nochmals...
Die s33 hat losgelegt wie wahnsinnig...und nach 3 Tagen schläft sie fast ein, heimtückisch Biest! :puzz
Danke, Michael
Gruß
Michael :Drink

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#20

Beitrag von mcorny76 » Samstag 30. April 2016, 20:06

mcorny76 hat geschrieben:
tommes hat geschrieben:Hallo Michael,

Seit Sonntag in der HG lese ich oben. Gib der Hefe mal etwas Zeit, mach den Deckel wieder drauf und warte ne Woche.

Prost!

Thomas
Okay Thomas, ich versuche bis Sonntag die Pfoten weg zu lassen, dann checke ich die Spindel nochmals...
Die s33 hat losgelegt wie wahnsinnig...und nach 3 Tagen schläft sie fast ein, heimtückisch Biest! :puzz
Danke, Michael
Kurzer Zwischenstand: heute zeigt die Spindel im Gärfass 5,9 Plato, d.h. in 3 Tagen bei 22 Grad C hat sie gerade mal 0,6 Plato abgeknabbert...die S-33 ist aber sehr gemütlich drauf :puzz
Zur Beruhigung gönne ich mir gerade einen Mönchshof Maibock. :Drink
Gruß, Michael
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#21

Beitrag von Enfield » Dienstag 3. Mai 2016, 09:23

Also meine ersten Versuche mit der Hefe:

Habe ein Stout und ein Goldings Single Hop damit angestellt. Nach zwei Tagen war die Aktivität im Gärspund auf ein Minimum gesunken. Am Donnerstag ist es eine Woche her, da werd ich mal den Restextraktgehalt messen. Bin schon gespannt.

Was ich bisher sagen kann ist, dass die Hefe ziemlich muffelt. Sie stinkt nicht nach Schwefel wie manche andere, es riecht irgendwie weinig/cidery. Kann das normal sein?

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#22

Beitrag von Burkhart » Dienstag 3. Mai 2016, 16:51

Hallo Leute,

das ist ja lustig!
Da habe ich doch letztens nach Informationen und Erfahrungen zur S-33 gesucht und nicht so besonders viel rausgekriegt....und kaum habe ich die S-33 am Start, wird hier darüber diskutiert...und das, wo ich 'ne zeitlang mal nicht hier war...

Ich habe gerade ein ESB (PA und Karamell-Malz, EKG VWH und Stopfen) mit der S-33 abgefüllt. Bei mir waren die Erfahrungen ähnlich, wie bei den meisten hier. Nachdem die Gärung extrem stürmisch gestartet ist, ist sie danach fast eingeschlafen. Von 12,1 °P auf 5°P in weniger als 48 h, dann eine Woche bis auf 4,5°P und das wars. Ich habe dann noch gestopft und insgesamt weitere 14 Tage gewartet, aber es hat sich nichts mehr geändert. Also habe ich gestern abgefüllt.
Ursprünglich hätte ich einen Restextrakt von 3,5°P erwartet, vielleicht etwas niedriger, weil die Maischtemperatur (Kombirast) nur bei 67° (statt 69°) lag.

Schmecken tut's soweit ganz gut, ich hätte es aber gerne einen Hauch schlanker gehabt...
Cheers
Burkhart
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(Berühmtes gallisches Zitat)

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#23

Beitrag von Enfield » Dienstag 3. Mai 2016, 18:49

Naja, das klingt doch ganz vernünftig ;-). Ich habe eine Kombirast mit 65° C gefahren, da könnte es dann etwas schlanker werden.

Wie lange hast Du das Bier nach dem Abfüllen reifen lassen?

Ist sie bei Dir eher fruchtig oder neutral?

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#24

Beitrag von mcorny76 » Mittwoch 4. Mai 2016, 21:10

mcorny76 hat geschrieben:
mcorny76 hat geschrieben:
tommes hat geschrieben:Hallo Michael,

Seit Sonntag in der HG lese ich oben. Gib der Hefe mal etwas Zeit, mach den Deckel wieder drauf und warte ne Woche.

Prost!

Thomas
Okay Thomas, ich versuche bis Sonntag die Pfoten weg zu lassen, dann checke ich die Spindel nochmals...
Die s33 hat losgelegt wie wahnsinnig...und nach 3 Tagen schläft sie fast ein, heimtückisch Biest! :puzz
Danke, Michael
Kurzer Zwischenstand: heute zeigt die Spindel im Gärfass 5,9 Plato, d.h. in 3 Tagen bei 22 Grad C hat sie gerade mal 0,6 Plato abgeknabbert...die S-33 ist aber sehr gemütlich drauf :puzz
Zur Beruhigung gönne ich mir gerade einen Mönchshof Maibock. :Drink
Gruß, Michael
Hallo zusammen,
ich habe immer noch 5,9 Plato, damit ist die HG durch.
Nur bei 12,8 P Stammwürze wird das ein Leichtbier mit max. 4% Vol. Alc. ...so war das irgendwie nicht geplant :puzz
Ich fülle Morgen oder Übermorgen ab, ich bin wirklich gespannt wie das schmecken wird?!
Also ich für meinen Teil werde die S 33 nur noch bei Maltose-lastigen Suden ohne Karamalze verwenden.
Ich habe allerdings noch ein Päckchen S 04 im Kühlschrank. Damit könnte ich ja noch was ausrichten. Was meint ihr, ist das Zweitvergären mit ner anderen Hefe eine echte Option?
Prost,
Michael
Gruß
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#25

Beitrag von SINS » Donnerstag 5. Mai 2016, 10:52

mcorny76 hat geschrieben: ... Ich fülle Morgen oder Übermorgen ab, ich bin wirklich gespannt wie das schmecken wird?!
Also ich für meinen Teil werde die S 33 nur noch bei Maltose-lastigen Suden ohne Karamalze verwenden. ...
Hallo mcorny76!

a) Wie hast Du den Restextrakt gemessen? Evtl. hast Du den Alkoholmessfehler nicht heraus gerechnet?

b) Ich finde es komisch, dass Du noch nicht abgefüllt hast und schon ein Fazit zur weiteren Verwendung ziehst.
Bei mir haben sich ausnahmslos alle S-33-Biere durch lange Lagerung geschmacklich positiv weiterentwickelt.
Liegt sicher mit an den langsamen Sedimentationseigenschaften.
Ich vermeide immer die S-33 Hefe mitzutrinken. Einschenken immer auf Sicht. Sobald nur ein bisschen Hefetrübung kommt, stoppe ich das Einschenken.
Dann kann es sein, dass noch drei Finger breit Bier in der Flasche verbleiben.

VG SINS.
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#26

Beitrag von mcorny76 » Donnerstag 5. Mai 2016, 12:01

SINS hat geschrieben:
mcorny76 hat geschrieben: ... Ich fülle Morgen oder Übermorgen ab, ich bin wirklich gespannt wie das schmecken wird?!
Also ich für meinen Teil werde die S 33 nur noch bei Maltose-lastigen Suden ohne Karamalze verwenden. ...
Hallo mcorny76!

a) Wie hast Du den Restextrakt gemessen? Evtl. hast Du den Alkoholmessfehler nicht heraus gerechnet?

b) Ich finde es komisch, dass Du noch nicht abgefüllt hast und schon ein Fazit zur weiteren Verwendung ziehst.
Bei mir haben sich ausnahmslos alle S-33-Biere durch lange Lagerung geschmacklich positiv weiterentwickelt.
Liegt sicher mit an den langsamen Sedimentationseigenschaften.
Ich vermeide immer die S-33 Hefe mitzutrinken. Einschenken immer auf Sicht. Sobald nur ein bisschen Hefetrübung kommt, stoppe ich das Einschenken.
Dann kann es sein, dass noch drei Finger breit Bier in der Flasche verbleiben.

VG SINS.
Hallo SINS,
vielen Dank für deine Antwort.
Also ich hab den RE gespindelt, daraus ergibt sich ein scheinbarer EVG von 54%, tatsächlicher EVG ist damit nur 44%.
Ich schließe halt daraus, dass ich durch das Kara-Malz und die Maischarbeit relativ wenig vergärbare Zucker erzeugt habe. Und da die S33 ja nicht das "Vergär-Monster" ist, habe ich ein Jungbier mit sehr viel RE. Soviel hatte ich noch nie, selbst mit der WLP002 nicht, die ja auch niedrig vergärt.
Ja, du hast recht, das muss ja nicht schlecht schmecken...ich lass mich überraschen :Wink
Und ich werde deinem Rat folgen und das abgefüllte Bier nach der NG mindestens 4 Wochen kalt reifen lassen :Drink
Beste Grüße,
Michael
Gruß
Michael :Drink

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#27

Beitrag von SINS » Donnerstag 5. Mai 2016, 12:19

mcorny76 hat geschrieben: Hallo SINS,
vielen Dank für deine Antwort.
Also ich hab den RE gespindelt, daraus ergibt sich ein scheinbarer EVG von 54%, tatsächlicher EVG ist damit nur 44%.
Ich schließe halt daraus, dass ich durch das Kara-Malz und die Maischarbeit relativ wenig vergärbare Zucker erzeugt habe. Und da die S33 ja nicht das "Vergär-Monster" ist, habe ich ein Jungbier mit sehr viel RE. Soviel hatte ich noch nie, selbst mit der WLP002 nicht, die ja auch niedrig vergärt.
Ja, du hast recht, das muss ja nicht schlecht schmecken...ich lass mich überraschen :Wink
Und ich werde deinem Rat folgen und das abgefüllte Bier nach der NG mindestens 4 Wochen kalt reifen lassen :Drink
Beste Grüße,
Michael
Das hast Du sehr freundlich geschrieben! :Smile Das freut mich!
Abwarten und Bier trinken. Und wenn es soweit ist meldest Du Dich wieder, ja!?
Bin gespannt was draus wird!

VG SINS:
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#28

Beitrag von mcorny76 » Donnerstag 5. Mai 2016, 12:37

Hi SINS,
ja klar, wenns fertig ist poste ich ein Bild und einen Verkostungsbericht von meiner "Bierlimonade" :Bigsmile
VG
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Gruß
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#29

Beitrag von Enfield » Freitag 6. Mai 2016, 09:25

Das wäre großartig, würde mich auch sehr interessieren, wie das Bier dann geworden ist!

Wenn meines fertig ist, berichte ich auch ;-)

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#30

Beitrag von Burkhart » Dienstag 10. Mai 2016, 12:14

Hi,
Enfield hat geschrieben:Naja, das klingt doch ganz vernünftig ;-). Ich habe eine Kombirast mit 65° C gefahren, da könnte es dann etwas schlanker werden.

Wie lange hast Du das Bier nach dem Abfüllen reifen lassen?

Ist sie bei Dir eher fruchtig oder neutral?
Ich habe gestern (eine Woche nach Abfüllung) mal die erste Flasche probiert.
Ich bin eigentlich positiv überrascht. Ich würde sagen es ist eher etwas fruchtig, was mich in Anbetracht der niedrigen Gärtemperatur (ca. 17°) etwas wundert. Schönes nussiges Malzaroma. Aber nicht zu viel. Noch etwas mehr Körper als ursprünglich gedacht, aber das kann auch an der fehlenden Reife liegen.
Cheers
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#31

Beitrag von Enfield » Dienstag 10. Mai 2016, 14:58

Das macht ja direkt Mut!
Ich werde meines heute in den Kühlschrank stellen und die Tage mal verkosten, bin schon gespannt, ob es auch fruchtig geworden ist. Ich habe bei 19 C° vergoren.
Habe aber die Erfahrung gemacht, dass viel von dem fruchtigen Aroma während der Lagerung noch verfliegt.

Werde berichten!

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#32

Beitrag von Enfield » Donnerstag 12. Mai 2016, 16:53

Heute mein Mild Ale verkostet.

Die S-33 hat wirklich einen leicht fruchtigen Touch, als komplett neutral wie die US-05 würde ich sie nicht bezeichnen. Sie macht aber auch keinen Fruchtkorb.

Alles in allem eine gute Universalhefe für obergärige Ales mit niedrigem EVG.

Wie man in der Beschreibung darauf kommt, dass sie gut für belgische Starkbiere ist, ist mir jedoch ein Rätsel...

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#33

Beitrag von helix » Dienstag 17. Mai 2016, 00:39

Moin zusammen.

Ich habe mich frisch angemeldet und grüße alle in diesem Forum.
Im Datenblatt derS 33 steht, daß man zur Flaschengärung nochmals einen kleinen Teil Hefe hinzufügen soll. Macht das hier auch jemand so?

Viele Grüße

helix

P.S. Link: http://www.fermentis.com/wp-content/upl ... S33_DE.pdf
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Bilbobreu
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#34

Beitrag von Bilbobreu » Dienstag 17. Mai 2016, 08:46

Moin,
nach meinen Erfahrungen mit der S-33 ist das nicht nötig. Flaschengärung läuft auch so gut. Anders ist es eventuell, wenn man das Jungbier lange auf der Hefe stehen lässt und erst nach vielen Wochen in Flaschen abfüllt.

Gruß
Stefan

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helix
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#35

Beitrag von helix » Dienstag 17. Mai 2016, 11:17

@Bilbobreu

Danke für die Antwort.
Noch eine Frage: Nach wieviel Tagen füllst du denn in Flaschen ab? Ich benutze übrigens auf ca. 20l etwa 1,5l Speise und keinerlei Zucker.

Viele Grüße

helix
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El Gordo

Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#36

Beitrag von El Gordo » Dienstag 17. Mai 2016, 11:23

Man füllt nicht nach einer bestimmten Zeit ab, sondern dann, wann das Bier fertig vergoren ist und das kann jedes mal anders sein.
Speisemenge berechnet man, nachdem man den Vergärungsgrad kennt.
Kuck mal da:
viewtopic.php?f=7&t=212&view=unread#unread

Stefan

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#37

Beitrag von mcorny76 » Donnerstag 19. Mai 2016, 20:10

mcorny76 hat geschrieben: Hallo zusammen,
ich habe immer noch 5,9 Plato, damit ist die HG durch.
Nur bei 12,8 P Stammwürze wird das ein Leichtbier mit max. 4% Vol. Alc. ...so war das irgendwie nicht geplant :puzz
Ich fülle Morgen oder Übermorgen ab, ich bin wirklich gespannt wie das schmecken wird?!
Also ich für meinen Teil werde die S 33 nur noch bei Maltose-lastigen Suden ohne Karamalze verwenden.
...
Hallo Braukollegen,
ich mache gerade mit dem PaleAle in der NG Erfahrungen, die mir mal wieder zeigen, wie komplex das Thema Gärung ist.
Nach 5 Tagen Stillstand in der HG (unveränderte 5,9 P mit Gärungsspindel gemessen) habe ich am 4. Mai auf 4,5 Gramm CO2/L aufgezuckert (mit 5,7 Gramm Zucker/L) und in Flaschen abgefüllt. Jungbiertemperatur war und ist ca. 22 Grad C - darauf wurden auch die Berechnungen für Zucker und zu erwartenden Druck abgestellt. Soweit so gut, die NG hat direkt losgelegt. Gem. Berechnung auf Fabier sollte die NG bei ca. 1,9 Bar auf der Manometer-Flasche fertig sein, weil dann der Zucker vergärt sein sollte. Mitnichten, die NG ist noch stetig vorhanden, ich bin heute bei 2,45 Bar Flaschedruck bei 22 Grad C (vor 2 Tagen waren es ca. 2,0 Bar)! Krasse Sache, weil eigentlich nicht möglich...sofern die HG fertig gewesen wäre. Da sich der RE bei der HG über 5 Tage nicht bewegte, ging ich davon aus, dass die HG durch war :Grübel
Im Prinzip fallen mir jetzt 2 Optionen ein:
a) die HG war extrem eingeschlafen und selbst mit aufrühren nicht mehr aufweckbar?
b) die S-33 hat jetzt in der NG doch Hunger auf Maltotriose bekommen?
Tja, wie es wirklich war, werde ich wohl nicht erfahren und ich bin gespannt, wo der Druck mal stehen bleibt...die NG ist ja nun schon seit 2 Wochen im Gange :puzz
Zumindest klärt sich das Bier so langsam.
Evtl. hatte von euch ja jemand das Problem auch schonmal?
Danke und VG
Michael
Gruß
Michael :Drink

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#38

Beitrag von arne » Donnerstag 19. Mai 2016, 20:35

Hallo,
das gleiche Problem hatte ich auch schon mal. Auch mit der S-33 vergärt, gedacht die HG ist durch, NG in Flaschen mit Zucker gestartet, und das Manometer blieb nicht da stehen, wo es hätte stoppen sollen...
Dann ist mir auch aufgefallen, dass die Speiseberechnungen im Internet etwas voneinander abweichen: wenn ich bei fabier z.B. 20°C Jungbiertemperatur und 5,5gr CO2/L eingebe, bekomme ich 7,53 gr Zucker pro liter raus. Bei MMuM sind es mit den gleichen Eckdaten aber 8,2gr/L. Welcher Wert stimmt nun?
Grüße,
Arne

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#39

Beitrag von Dyonisos » Donnerstag 19. Mai 2016, 22:26

mcorny76 hat geschrieben: Im Prinzip fallen mir jetzt 2 Optionen ein:
a) die HG war extrem eingeschlafen und selbst mit aufrühren nicht mehr aufweckbar?
b) die S-33 hat jetzt in der NG doch Hunger auf Maltotriose bekommen?
....
Evtl. hatte von euch ja jemand das Problem auch schonmal?
....
Hallo Michael,

mir fällt noch eine dritte Option ein:

Falls du den Zucker vor dem Abfüllen mit dem Jungbier vermischst, kann es sein, dass die Lösung nicht richtig vermischt ist. Ein ehemaliges Forenmitglied hat das im alten Forum mal sehr eindrucksvoll mit gefärbter Zuckerlösung gezeigt.
Resultat: Unterschiedlich karbonisierte Flaschen und dein Manometer sitzt eben grad auf einer Flasche, die mehr Zucker mitbekommen hat.

Gruß Volker

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#40

Beitrag von Enfield » Montag 4. Juli 2016, 08:46

Ich muss den Thread nochmal hervorkramen und meine Erfahrungen mit der S-33 posten, die ich bisher gemacht habe.

Geschmacklich ist sie subtil fruchtig, leicht nach Ale, aber sehr dezent. Viel dezenter als die S-04, aber nicht so neutral wie die US-05.

Das Bier wird aber ungewöhnlich trüb und bleibt auch sehr lange trüb, dauert ewig, bis sie sedimentiert. Hier würde eventuell Irish Moss helfen.

Was ich grade etwas stört, ist der extrem niedrige EVG. Geschafft habe ich zw. 58 und 63 % mit ner 60 min 65°C Kombirast.
Habt ihr ne Idee, wie ich den höher schrauben kann? Statt der Kombirast ne laaaange Maltoserast fahren?

lg

Max

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#41

Beitrag von Seed7 » Montag 4. Juli 2016, 09:36

Wenn ich das ganze hier so lese dann bekomme ich das gefuehl es wird zu wenig hefe benuetzt. Biss etwa 14 Plato 1g/l. Dann mag die Hefe auch etwas mehr sauerstoff als die meisten, wenn angekommen ein mal kurtz belueften.

Mit einer 13,5 °Plato, 100% Red-X schuettung, 45 min @64°C 30 min @73°C und 1g/l hefe @19°C geht die hier reproduzierbar auf 78% gaerungsgrad.

Ingo
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#42

Beitrag von Enfield » Montag 4. Juli 2016, 09:47

1g/l? Ernsthaft? GIlt das nur für die S-33 oder für alle Hefen?

Ich hab mich immer an die Packungsangaben gehalten, wo 11,5g für 20-30 Liter angegeben sind.

Belüftest Du nur mit Aufrühren oder aktiv?

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#43

Beitrag von Seed7 » Montag 4. Juli 2016, 10:00

Enfield hat geschrieben:1g/l? Ernsthaft? GIlt das nur für die S-33 oder für alle Hefen?

Ich hab mich immer an die Packungsangaben gehalten, wo 11,5g für 20-30 Liter angegeben sind.

Belüftest Du nur mit Aufrühren oder aktiv?
Alle Lallemand/Danstar hefen und fuer die Fermentis Hefen mache ich es auch. Bei einer Fermentis packung wuerde ich nie mehr als 20l machen eher 15 l unter 12 Plato. In der Hefemenge ist die Bandbreite nach oben groesser als nach unten.

Ich beluefte kurz ueber einen belueftungsstein und sterilfilter. Ein paar minuten.

Ingo
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#44

Beitrag von Enfield » Montag 4. Juli 2016, 10:48

Okay, dann werde ich das mal versuchen, bin gespannt auf den EVG.
Bisher dachte ich nur, dass UG Hefen mit 1g/l angestellt werden müssen. Wie hoch stellst Du dann UG an?

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#45

Beitrag von Seed7 » Montag 4. Juli 2016, 10:50

1,5 - 2 g/l

Ingo
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#46

Beitrag von mcorny76 » Dienstag 5. Juli 2016, 20:33

SINS hat geschrieben:
mcorny76 hat geschrieben: Hallo SINS,
vielen Dank für deine Antwort.
Also ich hab den RE gespindelt, daraus ergibt sich ein scheinbarer EVG von 54%, tatsächlicher EVG ist damit nur 44%.
Ich schließe halt daraus, dass ich durch das Kara-Malz und die Maischarbeit relativ wenig vergärbare Zucker erzeugt habe. Und da die S33 ja nicht das "Vergär-Monster" ist, habe ich ein Jungbier mit sehr viel RE. Soviel hatte ich noch nie, selbst mit der WLP002 nicht, die ja auch niedrig vergärt.
Ja, du hast recht, das muss ja nicht schlecht schmecken...ich lass mich überraschen :Wink
Und ich werde deinem Rat folgen und das abgefüllte Bier nach der NG mindestens 4 Wochen kalt reifen lassen :Drink
Beste Grüße,
Michael
Das hast Du sehr freundlich geschrieben! :Smile Das freut mich!
Abwarten und Bier trinken. Und wenn es soweit ist meldest Du Dich wieder, ja!?
Bin gespannt was draus wird!

VG SINS:
Hallo zusammen,
hier folgt nun der Verkostungsbericht:
Also ich muss meine Skepsis gegenüber der S33 revidieren, geschmacklich ist die wirklich sehr angenehm, ich würde sie fruchtig-neutral beschreiben.
Und das PaleAle (mit MandarinaBavaria VW-gehopft) ist wirklich lecker geworden, sehr viel Körper und deftige Süffigkeit. Der Hopfen ist unglaublich süsslich, ganz anders als die bekannten Standardhopfen. Erst im Nachtrunk kommt die typische Hopfigkeit durch, vorher nimmt man die IBUs fast nicht wahr. Nur gut, dass mir die Stammwürze versehentlich geringer als geplant ausgefallen ist, sonst wäre es bestimmt zu mastig geworden.
Hier ein Bild vom ersten Antrunk :Drink
Prost,
Michael
Dateianhänge
2016-06-08 PaleAle mit MandarinaBavariaVWH.jpg
PaleAle mit MandarinaBavaria VWH
Gruß
Michael :Drink

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#47

Beitrag von Enfield » Freitag 8. Juli 2016, 18:10

Sehr hübsches Bier hast Du da!

Ich bin inzwischen von der S-33 auch begeistert, es dauert zwar länger, bis es klar wird, aber die Fruchtnoten sind sehr dezent und überlassen dem Malz genug Raum. Wäre sicher auch eine leckere Hefe in einem Sweet Stout oder Brown Ale.

lg

Max

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#48

Beitrag von mcorny76 » Samstag 9. Juli 2016, 13:33

Hi Max,
ja das stimmt, für ein Stout wäre die S33 geradezu perfekt, da mich in dem dunklen bier die Hefetrübung gar nicht stören würde, man sieht die Trübung ja nicht :-)
VG und gut Sud,
Michael
Gruß
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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#49

Beitrag von Boludo » Samstag 9. Juli 2016, 13:44

Man sieht im Stout die Hefetrübung schon. Und zwar ist es dann dunkelbraun statt schwarz. Die Hefe macht sich optisch schon sehr deutlich bemerkbar. Richtig schwarz wird ein Stout nur ohne Hefetrübung.

Stefan

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Re: Fermentis Safbrew S-33 Verwendung

#50

Beitrag von Enfield » Samstag 9. Juli 2016, 16:45

Würde etwas Irish Moss helfen, die S-33 klar zu bekommen?

Außerdem muss ich an dem EVG arbeiten, 70 % hätte ich schon gerne, da sonst das ganze zu süßlich wird.

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