Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

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Enfield
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Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#1

Beitrag von Enfield » Samstag 23. Juli 2016, 19:01

Abend an alle!

Ich habe dieses Jahr aus Spaß auf einem kleinen Stück Garten Braugerste angebaut. Ernte wurde heute abgeschlossen und nun kann ich einen kleinen Bericht geben für alle, die es interessiert.

Grundgedanke war, einfach mal zu sehen, ob es möglich ist und was draus wird. Außerdem kriegt man so ja gleich etwas "rohe" Braugerste für ein Stout oder ähnliches. Wenn mir mal langweilig ist, vermälze ich sie vielleich auch...

Angebaut wurde eine alte zweizeilige Sommerbraugesternsorte aus Egelfingen. Besonderheit sind "glatte" Grannen.
Ausgesät im März 2016, geerntet heute (23.07.16).
Anbaufläche. ca. 1 m²
Ernte: ca. 350 g, nicht viel, da ja alte und ertragsschwache Sorte.
Sie wuchs sehr gesund, kaum Krankheiten, einziges Manko sehr lageranfällig, daher nicht grade lustig beim Ernten.
Ansonsten finanziell total sinnlos, aber ganz lustig, mal mit was aus dem eigenen Garten zu brauen. Werde es nächstes Jahr wieder machen und diesmal ein ganzes Beet nahmen.

Hier mal ein paar Bilder:

So sah es noch im Juni aus
g0.JPG
Und hier ein paar geerntete Ähren:
g1.JPG
Und so die fertige Ernte:
g2.JPG

TripleB
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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#2

Beitrag von TripleB » Samstag 23. Juli 2016, 23:19

Sehr interessant. Danke für den Bericht. Der Gedanke Gerste auch mal selber anzubauen geistert mir auch seit ein paar Tagen durch den Kopf. Wird nächstes Jahr auch in Angriff genommen.

Gruß
Michael

uli74
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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#3

Beitrag von uli74 » Samstag 23. Juli 2016, 23:34

Enfield hat geschrieben: Anbaufläche. ca. 1 m²
Ernte: ca. 350 g, nicht viel, da ja alte und ertragsschwache Sorte.
Sie wuchs sehr gesund, kaum Krankheiten, einziges Manko sehr lageranfällig, daher nicht grade lustig beim Ernten.
Ansonsten finanziell total sinnlos, aber ganz lustig, mal mit was aus dem eigenen Garten zu brauen. Werde es nächstes Jahr wieder machen und diesmal ein ganzes Beet nahmen.
Naja, die Erntemenge betrug doch immerhin aufs Hektar umgerechnet 35 Doppelzentner. Das ist zwar keine Rekordernte, aber immerhin.

Auf dem ersten Foto sieht die Gerste nicht besonders gesund aus, auf den Blättern sind sehr viele braune Stellen zu sehen. Ich hätte mal nen Landwirt aus der Nachbarschaft gebeten sich Deine Braugerste mal anzusehen. Der kennt sich mit Pflanzenkrankheiten aus und hätte Dir sagen können was zu tun ist.

Braugerste soll wenig Eiweiss enthalten, was man mit der Stickstoffdüngung steuern kann. Hoher Stickstoffgehalt im Boden bedeutet hohen Eiweissgehalt und deshalt schlechte Brauqualität. Gartenböden haben die Eigenschaft, masslos überdüngt zu sein (beim Stickstoff und erst recht bei den übrigen Nährstoffen), und zwar ALLE Gartenböden. Also keine Idealbedingungen für Braugerstenanbau.

Nicht steuern kann man die Witterung, da kann man dann bei der Stickstoffmineralisierung auch Überraschungen erleben. Also ganz so einfach ist der Braugerstenanbau dann doch nicht.
Gruss

Uli

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Enfield
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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#4

Beitrag von Enfield » Sonntag 24. Juli 2016, 07:37

Die braunen/gelben Stellen an den Blättern sind Gelb bzw. Braunrost. Nervige Pilzerkrankung. Sie schädigt zwar die Körner nicht, verringern aber die Ernte, da die Pflanze nicht mehr 100 % Photosynthese betreiben kann.
Gibt einige Fungizide dagegen (etwa Folicur), darauf hab ich aber bewusst verzichtet im Hausgarten.
Ansonsten konnte ich keine "schwerwiegenden" Krankheiten feststellen. Keine Stängelfäule, kein Schwarzrost, kein Gerstenflugbrand, etc.
Trotz des besch... Wetters war auch Fusarium kein wirkliches Problem, hatte glaube ich zwei Körner ausgemacht, die damit befallen waren. Liegt wahrscheinlich auch dran, dass die Vorfrucht Kartoffeln und kein anderes Getreide/Mais war...

Mit der Überdüngung der Gartenböden liegst du leider richtig, das Problem besteht wirklich ÜBERALL. Darum wird sie auch gelagert haben (umgefallen) wie blöde. Das ist ein typisches Zeichen von Stickstoffüberschuss. Dann werden die Halme weich und knicken um. Lässt sich im Garten leider kaum vermeiden, außer man hat ein ausgelutschtes Stück Rasten, den man umbrechen kann.

Braugerstenanbau ist bestimmt nicht einfach!

Die Frage ist, was mach ich am besten mit meiner bescheidenen Ernte, so dass ich sie sinnvoll verwenden kann?

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#5

Beitrag von Seed7 » Sonntag 24. Juli 2016, 08:34

Klasse. Warum nicht erst mal die haelfte vermalzen?

Das "Brewing the hard way" Blog hat viele info's dazu.

Ingo
"Wabi-Sabi" braucht das Bier.

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#6

Beitrag von Brewingthehardway » Dienstag 26. Juli 2016, 20:41

Seed7 hat geschrieben:Klasse. Warum nicht erst mal die haelfte vermalzen?

Das "Brewing the hard way" Blog hat viele info's dazu.

Ingo
Vielen Dank für die Erwähnung meinem Blog ! Übernachtung ist ein Problem für mich auch , zu viel Stickstoff wird das tun . Wenn Sie auf einem kleinen Maßstab wachsen, ich habe 2 Zoll Maschendraht platziert flach verwendet , aber ein paar Meter über dem Boden , von Einsätzen gehalten . Die Gerste wächst durch sie und der Draht aufrecht hält die Gerste . Vielleicht hat jemand in diesem Forum könnte mir helfen? Ich bin auf der Suche nach Informationen über Brumalt . Es gibt nicht viele Informationen zu diesem Thema in meiner englischen Lehrbücher . Ich hatte gehofft, es würde Informationen darüber, wie es in älteren Deutsch Lehrbücher gemacht wird. Ich bin auf der Suche speziell für Zeiten und Temperaturen . Jede Hilfe wäre sehr geschätzt.

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#7

Beitrag von Brewingthehardway » Dienstag 26. Juli 2016, 20:44

Leider schlechte Übersetzung . Barley Umfallen ist ein Problem. Dies wird Unterkunft in Englisch genannt. Prost

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#8

Beitrag von Seed7 » Dienstag 26. Juli 2016, 21:58

Brewingthehardway hat geschrieben:
Seed7 hat geschrieben: Das "Brewing the hard way" Blog hat viele info's dazu.
Vielen Dank für die Erwähnung meinem Blog ! [...]
Wilkommen! Du schreibst ein gutes Blog das ich gerne lese.

Es gibt hier einige die habe richig brauen und malzen studiert, hoffe die koennen helfen.

Ingo
"Wabi-Sabi" braucht das Bier.

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#9

Beitrag von Enfield » Dienstag 26. Juli 2016, 22:29

Hoffe auch, dass Du hier Infos findest.

Auf Englisch heißt "lagern" bei Getreide "lodging", wenn man das aber in den Google-Übersetzer reinmacht, spuckt er Unterkunft aus... Sprache ist schon was komisches.

Still an other question, how are you treshing and winowing your barley?

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#10

Beitrag von grüner Drache » Mittwoch 27. Juli 2016, 09:11

Brewingthehardway hat geschrieben:
Seed7 hat geschrieben:Klasse. Warum nicht erst mal die haelfte vermalzen?

Das "Brewing the hard way" Blog hat viele info's dazu.

Ingo
Ich hatte gehofft, es würde Informationen darüber, wie es in älteren Deutsch Lehrbücher gemacht wird. Ich bin auf der Suche speziell für Zeiten und Temperaturen . Jede Hilfe wäre sehr geschätzt.
Hallo!

Also hier steht einiges zum Thema:
20160727_085833.jpg
Also genaue Angaben zur Säuberung der Gerste, Lagerung, Mälzen (Einweichen, Raste, Darren etc)
Zum Problem des Umfallen der Halme:
Es gibt wohl spezielle Spritzmittel die die Halme steif und kräftig machen, Viagra for Barley, sozusa :Wink gen !
Allzeit gut Sud!
:Drink
Ciao, Alex!
Der grüne Drache zu Wasserau - Dort brauen sie ein Bier so braun, dass selbst der Mann im Mond kam schauen ...

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#11

Beitrag von uli74 » Mittwoch 27. Juli 2016, 16:39

Brewingthehardway hat geschrieben:Es gibt nicht viele Informationen zu diesem Thema in meiner englischen Lehrbücher . Ich hatte gehofft, es würde Informationen darüber, wie es in älteren Deutsch Lehrbücher gemacht wird. Ich bin auf der Suche speziell für Zeiten und Temperaturen . Jede Hilfe wäre sehr geschätzt.

Was verstehst Du unter "älteren deutschen Lehrbüchern"? Ich hab den "Katechismus der Brauerei-Praxis" von 1950, da steht einiges über das Mälzen im allgemeinen und das Darren im speziellen, wobei ich mir sicher bin dass es andere Lehrbücher gibt in denen das Mälzen ausführlicher behandelt wird.
Gruss

Uli

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#12

Beitrag von schollsedigger » Mittwoch 27. Juli 2016, 21:53

Du kannst ja mal bei dem Agrarhändler deines Vertrauens eine Analyse (Feuchte max. 15%, N max. 11,5%, Vollgersteanteil möglichst > 95%) machen lassen. Feuchte wird OK sein, N>12%. Vollgerste sieht nicht berauschend aus, ich tippe < 80%. Wenn sich mein Tipp bestätigt, dann wird die als Futtergerste bewertet. Die Abzüge halten ich bei der Menge aber in Grenzen. Na gut, nach der Analyse bleibt nicht mehr viel übrig, wenn der Händler kein Ganzkorngerät verwendet. Die Menge zur Bestimmung der Vollgerste kannst Du weiterverwenden. :Smile

Das Umfallen deutet auf eine zu hohe N-Gabe hin, das stimmt und dass die Privatgärten meistens hoffnungslos überdüngt sind, stimmt auch. Soviel zum Thema "Obst und Gemüse aus gesundem und umweltschonenden Eigenanbau". Der Bauer, der das streut, was der Privatmann in den Garten wirft, wäre ruckzuck bankrott.

Nichtsdestotrotz, schönes Experiment, aber es zeigt mit welchem Aufwand und Hintergrundwissen die Lebensmittel prodziert werden, für die viele am liebsten garnix bezahlen wollen.

In diesem Sinne: "Wer Bier trinkt, hilft der Landwirtschaft"

Grüße

Matze

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#13

Beitrag von schollsedigger » Mittwoch 27. Juli 2016, 21:58

Nachtrag: Beim nächsten mal dünner aussäen, Mist oder Gülle wirst Du ja nicht verwendet haben. Das Zeug bringt einen Haufen Stickstoff und damit Eiweiß, gerne auch im Folgejahr nochmal.

Grüße

Matze

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#14

Beitrag von Wacke » Mittwoch 21. September 2016, 11:36

Hey Enfield,

Wollte mal fragen, was aus deiner Gerste geworden ist. Hast du sie gemälzt, als rohfrucht benutzt oder lagert sie noch und wartet auf ihren Einsatz?
Ich möchte mir im nächsten Jahr auch mal die unnötige Mühe machen Gerste anzubauen (wahrscheinlich auch nur 1 m^2, weils ja auch noch tomaten gibt ;) was würdet ihr denn für eine Sorte empfehlen? Werde erstmal googlen was es online zu kaufen gibt, denke aber dass es bestimmte sorten eher über private kontakte gibt...

So ein Bier mit eigenem Malz wär schon mal toll :thumbsup
Grüße
Sebastian

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#15

Beitrag von grüner Drache » Mittwoch 21. September 2016, 11:40

Hallo Sebastian!

Ich hab vor zwei Jahren mit der Sorte "Marthe" eine ganz gute Ernte erzielt.
Kam leider nicht dazu diese zu vermälzen.
Hab dieses Jahr wieder ausgesät, aber die Gerste hats verhagelt :redhead
Allzeit gut Sud!
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Ciao, Alex !
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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#16

Beitrag von Wacke » Mittwoch 21. September 2016, 11:50

Hey Alex,
Das mit dem Hagel ist ja ärgerlich! Wie viel Fläche und Ertrag hattest du denn ca.? Überlege grade, dass man ja wahrscheinlich für 5 kg Malz schon bei 10 m^2 landen könnte, oder? :Waa
Aber es reicht ja evtl auch erstmal 1 kg zum testen
Grüße :Drink

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#17

Beitrag von grüner Drache » Mittwoch 21. September 2016, 11:53

Hi Sebastian!

Ich hatte ca. 20 kg auf ca. 40 m2

Allzeit gut Sud!
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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#18

Beitrag von Wacke » Mittwoch 21. September 2016, 16:26

Bin grade bei meinen Recherchen auf äthiopische schwarze Gerste gestoßen. Die hat tatschächlich dunkle grannen und spelzen. Wäre doch mal interessant zu wissen, ob daraus gewonnenes Pilsner Malz auch die die dunkle Farbe ans Bier abgibt und halt trotzdem einen schlanken Körper hätte und unröstig schmeckte. :Grübel

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#19

Beitrag von Enfield » Mittwoch 21. September 2016, 18:53

Hey Sebastian!

Meine Gerste schlummert noch in der Vorratsdose. Ich habe sie bisher nicht vermälzt, da ja ein paar Wochen/Monate Keimruhe angesagt sind nach der Ernte. Das Vermälzen steht aber jetzt bald an - vielleicht nehme ich sie auch als Rohfrucht.

Wenn Du Saatgut von exotischen Sorten brauchst, einfach PN, ich habe allerhand herumliegen, von Kapuziner-Gerste bis hin zu zwei-, vier- und sechszeiligen Sorten aus aller Welt - wenn auch nur in sehr kleinen Mengen.

Ich werde nächstes Jahr den Anbau etwas ausweiten, jedoch werde ich versuchen das ganze etwas standfester zu bekommen, heuer war (auch aufgrund der Witterung) eine Katastrophe.

Wenn du was standfestes und modernes mal zum Üben/Probieren willst, hab ich auch 4-zeilige Wintergerste hier. Ist ziemlich widerstandsfähig aber eigentlich für den Mälzer Futtergerste. Aber für den Anfang sicher optimal. Man muss ja kein 100 % eigenes Malz Bier machen. :Drink

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Re: Braugerstenanbau 1. Versuch - ein Bericht

#20

Beitrag von flying » Mittwoch 21. September 2016, 19:48

Wacke hat geschrieben:Bin grade bei meinen Recherchen auf äthiopische schwarze Gerste gestoßen. Die hat tatschächlich dunkle grannen und spelzen. Wäre doch mal interessant zu wissen, ob daraus gewonnenes Pilsner Malz auch die die dunkle Farbe ans Bier abgibt und halt trotzdem einen schlanken Körper hätte und unröstig schmeckte. :Grübel
Schwarze Gerste war bei uns schon vor 200 Jahren als schwarze russische Wintergerste bekannt. Der Mehlkörper ist jedoch weiß. Der Geschmack soll sehr süß gewesen sein und deshalb auch bei den Vögeln sehr beliebt. Jedenfalls dürfte es spannender sein solche alten Sorten selbst anzubauen als moderne Hochleistungssorten.

https://books.google.de/books?id=s5RhAA ... te&f=false
Held im Schaumgelock

"Fermentation und Zivilisation sind untrennbar verbunden"
(John Ciardi)

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