Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

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Tom-Brauer
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Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#1

Beitrag von Tom-Brauer » Freitag 7. Juli 2017, 09:51

Hallo Zusammen,

lange hab ich es nur auf diversen Bildern anderer Forumsmitglieder gesehen - diesmal ist es auch mir passiert. Die Danstar Munich Wheat ist extrem stark gestartet, sodass heute früh der komplette Gärspund sowie der Deckel z.T voller Schaum waren.

Hab das Zeug jetzt so vorsichtig wie möglich entfernt und den Gärspund ausgebaut. Nachdem aber nach ca. 3 Minuten (war gerade am Reinigen der Teile) der Schaum direkt aus dem Loch rausgeschlossen kam, habe ich mir so eine "Blow-Off"-Lösung gebastelt - also einen Schlauch in das Loch vom Gärbehälter gesteckt, das andere Ende in einen Glaskolben (befüllt mit StarSan-Lösung). Das ganze ist dicht, es blubbert fröhlich im Kolben.
Anschließend habe ich die Oberfläche des Deckels bis auf das Loch für den Gärspund nochmals mit StarSan gereinigt und mit Isopropanol eingesprüht.

Weiter fällt mir eigentlich nichts mehr ein, was ich "vorsorglich" noch machen könnte, um möglichst keine Infektion zu bekommen. Habt ihr noch Ideen? Gibts was zu befürchten? Wie ist eure Erfahrung damit?
Würde ich jetzt in das Loch ebenfalls mit Iso reinsprühen, wird die Hefe dadurch vermutlich gekillt, oder?

Gruß und besten Dank,
Tom
Mein Maischebehälter inkl. Rührwerk:
https://www.youtube.com/watch?v=bP81w0qjDYA

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Re: Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#2

Beitrag von Tozzi » Freitag 7. Juli 2017, 20:19

Das sollte schon passen so. Lass es jetzt einfach in Ruhe und kontrolliere hin und wieder, ob der Schlauch noch durchgängig ist.
Da wird's wohl noch Hefe rausdrücken, das gibt dann hin- und wieder mal mächtige Rülpser.
Nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei.
Viele Grüße aus München
Stephan

Pripps
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Re: Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#3

Beitrag von Pripps » Montag 16. April 2018, 17:31

Hallo,

ich hole den Thread wieder aus der Versenkung. Ich denke ich muss keinen neuen starten. :Smile

Mein Name ist Lasse, ich komme aus Hessen und hatte jetzt ein ähnliches Problem.
Ich habe einen BM 20l und vergäre in Fastferment Fässern. Bin erst beim 5 Sud...

Samstag habe ich das erste Mal 2 Braugänge nacheinander durchgezogen (Weizen), um 2x 20l in ein 53l Fastferment Fass zu füllen.

Aufgrund der Temperatur habe ich es ausnahmsweise ins Wohnzimmer gestellt :thumbdown Heute Nacht wurde ich um Mitternacht von meiner Tochter panisch ins Wohnzimmer gerufen. Aus meinem Fass (aus dem Gärspund) schoss eine Fontaine empor. Ursache: Hauptgärung war wohl ordentlich im Gang, und es bildete sich SEHR viel Schaum, der sich dann seinen Weg durch den Gärspund suchte, alles verklebte und den Druck dann immer höher steigen ließ, bis es dann in einer Bierdusche endete.
Gott sei Dank konnten wir sau schnell reagieren, sodass vielleicht 1- 2 Liter verloren gingen (kleine Sauerei, aber zu dritt war es schnell behoben).

Meine Frage:
1. Sind 40l zu viel für ein 53l Fastferment Fass? (ich dachte nicht...)
2. Habe das Rezept 2 x im Original nacheinander durchgezogen....also auch 2 Päckchen Hefe benutzt. Innerhalb 13 Stunden war ich fertig. Sind 2 Päckchen Hefe für 40l zu viel? Muss ich das zukünftig anders machen? Hefe war: GOZDAWA Fruit Blanche

Ich möchte nächste Woche ein zweites Mal das große Fass mit 2 Suden befüllen :Mad2

Vielen Dank und viele Grüße,
Lasse

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Sura
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Re: Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#4

Beitrag von Sura » Montag 16. April 2018, 17:42

Eine Blowoff-Tube ist deine Lösung:
https://www.youtube.com/watch?v=THxSS0BKAlI

Wie hoch die Gärung geht kann man vorher nicht unbedingt wissen. Aber Anhand von Temperatur kann man es erahnen. Die fehlt leider, aber im Wohnzimmer wirds wohl um die 20-21°C, und innerhalb deines FastFerment werden es dann wohl so 24°C gewesen sein. Ich hatte die Fruit Blanche grade im Minisud, da war sie ganz zahm. Aber im Nullkommanix durch, und es waren vielleicht 22-23°C im Gärbehälter.
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

Pripps
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Re: Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#5

Beitrag von Pripps » Montag 16. April 2018, 18:08

Hallo,

vielen lieben Dank für den Link.

Gibt es zufällig bereits Erfahrungswerte, welchen Schlauch bzw. welchen Blow Off Setup ich für den Fastferment 53l bestellen sollte?

Viele Grüße,
Lasse

p.s.
Temperaturen stimmen. Wohnzimmer an die 21-22 Grad. Im Fastferment ca. 24 Grad.
Ich war übrigens echt nass...es war ein richtige Bierdusche! Roch aber schon ganz gut (fand zumindest ich :thumbsup )

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Re: Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#6

Beitrag von uli74 » Montag 16. April 2018, 23:58

Je kleiner der Schlauchdurchmesser, desto schneller verklebt/verstopft er. Nimm im Zweifelsfall den grössten Durchmesser der auf Dein Fass/Verschlusstopfen passt (ok, 2" müssen es wirklich nicht sein).
Gruss

Uli

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Re: Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#7

Beitrag von Pripps » Mittwoch 18. April 2018, 08:32

Hallo Uli,

meinst Du mit " 2" " die Hefe? Oder 2x das gesamte Rezept in ein 53l Fass?

Reicht ein Beutelchen Hefe?

Viele Grüße.
Lasse

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Re: Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#8

Beitrag von KCSteevo » Mittwoch 18. April 2018, 08:40

er meint den Durchmesser des Schaluchs. Die werden in der Regel in Zoll angegeben.
Sind die Hühner flach wie Teller, war der Traktor wieder schneller. Prost!
:Drink

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Re: Gärung übergelaufen - Wie sinnvoll vorgehen?

#9

Beitrag von Pripps » Mittwoch 18. April 2018, 12:14

ach o.k. :Ahh da stand ich ganz schön auf dem Schlauch, befürchte ich :Pulpfiction

Wobei das Loch beim Fastferment ja eher mickrig ist. :Grübel


Viele Grüße

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