Brauversuch mit Brotback Hefe

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Brauturm
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Brauversuch mit Brotback Hefe

#1

Beitrag von Brauturm » Freitag 7. Dezember 2018, 15:28

Ich habe einen Versuch mit 80l Würze und 75 Gramm Brotback Trockenhefe gestartet.50% Münchener und 50% Pilsener. Die Hefe habe ich bei 25°C zugegeben und war überrascht da ich nach 5 Tagen einen Endvergärgrad von 86% hatte. Nach der Flaschengärung nun die Verkostung. Geschmacklich astrein , besser als meine sonst verwendete S04. Ich werde nur noch diese Backhefe verwenden , allein schon der Preisvorteil ,so ein Päckchen kostet gerade mal 20 Eurocent

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Chrissi_Chris
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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#2

Beitrag von Chrissi_Chris » Freitag 7. Dezember 2018, 15:38

:popdrink
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dh26883
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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#3

Beitrag von dh26883 » Freitag 7. Dezember 2018, 15:45

Also hast du hier ein "klassisches" Pale Ale o.ä. mit Aromahopfen gebraut?
Wenn die Hefe so gut war, kannst du ja auch gern die Marke mal raushauen, vielleicht gibt es Nachahmer :)

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schlupf
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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#4

Beitrag von schlupf » Freitag 7. Dezember 2018, 16:10

Moin,

Könntest du auf das Rezept, den Geschmack und deine Ziele dabei vielleicht etwas detaillierter eingehen?

"Geschmacklich astrein" kann je nach Intention alles heißen...

Viele Grüße,
Sebastian

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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#5

Beitrag von Astir » Freitag 7. Dezember 2018, 16:34

Hört sich interessant an!! Ja eine detaillierte Beschreibung wäre super und vielleicht welche Hefe du genau verwendet hast!! Danke und viele Grüße,
Holger

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christianf
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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#6

Beitrag von christianf » Freitag 7. Dezember 2018, 17:42

Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen mach ich der Königin ein Kind :Angel

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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#7

Beitrag von chaos-black » Freitag 7. Dezember 2018, 18:17

Das ist sicherlich ein interessanter Ansatz der auch kürzlich in dem Thread zum finnischen Sahti besprochen wurde.
Wenn ich mich recht erinnere, ist Backhefe oft deutlich weniger Alkoholtolerant als die Stämme, die fürs Bierbrauen vermehrt werden. Darüber hinaus erhälst du mit dem Hefewürfel keine Reinzuchtkultur, Milchsäurebakterien und andere Mikroorganismen sind nicht unüblich. Daher würde ich in der Tendenz empfehlen so hergestellte Biere nicht unbedingt lange zu lagern, sofern man kein Sauerbier mag.

Beste Grüße,
Alex
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#8

Beitrag von jemo » Freitag 7. Dezember 2018, 18:30

Ich hatte das mal mit einem Hefewürfel von Aldi-Süd ausprobiert, das war kein schlechtes Bier.
Derzeit auf Glycerin: W177,208; WLP001,002,007,011,029,400,530,565,4000; Wyeast1084,1272,3068; Z043; Framgarden; Tomcat
Gerne Tausch, kein Verkauf, nix für lau.
Viele Grüße, Jens

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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#9

Beitrag von afri » Freitag 7. Dezember 2018, 22:05

Hier ging's um Trockenhefe, nicht Würfelhefe, wenn ich den TE richtig gelesen habe. So wie ich das verstehe, ist in der Backhefe nur Hefe und keine andere Kultur, anders als beim Würfel. Ist das so, dann vermute ich, dass Trockenbackhefe OG ist und ja, sicherlich nicht allzu alkoholtolerant. Nur hat Brauturm leider nicht geschrieben, was genau seine 0,8hl sind.
Achim (der deutlich mehr als 0,2€ für 75g Trockenbackhefe bezahlt und daher gern eine Bezugsquelle hätte)
Bier ist ein Stück Lebenskraft!

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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#10

Beitrag von Cannet » Freitag 7. Dezember 2018, 22:55

Zum Glück kann man die 80 Liter trinken. Gratuliere für deinen Mut! Ich hätte einen solchen Versuch mal mit ein bisschen weniger Würze gemacht!
Aber :thumbup

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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#11

Beitrag von schlupf » Freitag 7. Dezember 2018, 23:06

Ich wäre mir nicht so sicher, dass Backhefe OG ist, bei den rauen Mengen an untergäriger Hefe, die bei unseren deutschen Großbrauereien anfallen und günstig zur Weiterverarbeitung zu bekommen sein dürfte...

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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#12

Beitrag von cyme » Freitag 7. Dezember 2018, 23:20

Hast du schonmal mit Erntehefe gebacken? Hopfen im Hefezopf kommt nicht so gut.

Man kann natürlich einfach auch Google nach der Herstellung von Backhefe fragen, und siehe da, es ist Reinzuchthefe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Backhefe#Herstellung
https://www3.hhu.de/biodidaktik/Hefe/bi ... nisch.html

Wenn man Backhefe gefunden hat, die gut schmeckende Resultate liefert, warum nicht? Ist auch nur ein Päckchen Trockenhefe wie eine S-04 oder M54, nur eben ein Stamm der nach anderen Kriterien ausgesucht wurde und rein zufällig gut schmeckendes Bier produziert.
Zuletzt geändert von cyme am Freitag 7. Dezember 2018, 23:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#13

Beitrag von flying » Freitag 7. Dezember 2018, 23:25

Der hohe Vergärungsgrad kommt möglicherweise davon das Backhefe eine Diastaticus, also ein Übervergärer ist. Würde ja Sinn machen. Schließlich sollen sie ja auch notfalls in puren Mehl und Wasser arbeiten können...
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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#14

Beitrag von tbln » Samstag 8. Dezember 2018, 00:30

christianf hat geschrieben:
Freitag 7. Dezember 2018, 17:42
Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen mach ich der Königin ein Kind :Angel
Um mal bei der Gebrüder Grimm Referenz zu bleiben, die Bio Frischhefe von Rapunzel hat sich auch schon durchaus bewährt.
Hab damals mit ca. 1g/L angestellt, das liegt auch im Rahmen der Hefegabe der Finnen. Die Gärung war extrem schnell durch. Die schwedische Kronjäst Hefe ist gerade angekommen, ich hoffe ich schaffs noch in den nächsten Wochen die zu testen.

Sind entsprechende Hefen nicht einfach hochvergärende Staubhefen? Biere wie Sahti, Kwass oder Gotlandsdricka werden teils frisch oder in Gärung getrunken. Alkoholtoleranz scheint zumindest zu variieren - die Suomen Hiiva aus Finland schafft beim Sahti offensichtlich 8-10Vol% Alkohol.

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Brauturm
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Re: Brauversuch mit Brotback Hefe

#15

Beitrag von Brauturm » Montag 10. Dezember 2018, 11:51

Es war eine Trockenhefe von Alsa (rosa Packung), 50% Münchener und 50% Pilsener, 125gr Hallertauer Perle ,Kombirast 65°C eine Std und 20 min bei 72%C Hopfenkochen 1Std .
Ich habe meine 2ten Sud mit dieser Hefe hinter mir ,genau so wieder 86% Endvergärung , geschmacklich ein Vollmundiges Bier ohne übertriebenen Hefe Beigeschmack , Naturtrüb

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