Seite 1 von 1

Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Montag 10. April 2017, 08:01
von DocSnyder
Hallo Zusammen,

ich muss sagen, wir sind blutige Anfänger und haben gerade unseren dritten Sud gemacht. Mit obergäriger Trockenhefe haben wir schon ein trinkbares Bier gebraut.
Jetzt wollen/wollten wir es mit untergäriger Trockenhefe probieren, deswegen habe ich diese hier besorgt.
http://www.braupartner.de/shop/Zymoferm ... 3545.phtml
Den Sud habe ich auf 16 Grad herunter gekühlt und er hatte 12 % Prozent Stammwürze. Danach habe ich ein Päckchen der Hefe darauf gestreut und vorsichtig herum
gerührt. Da Ganze steht jetzt seit ca. 14 Stunden bei rund 13 Grad im Keller und nichts tut sich. Also Raumtemperatur sind 13 Grad.
Haben wir das richtig gemacht?
Wann sollte es im Gärröhrchen blubbern?
Ich möchte nicht schon wieder ein Bier ohne Alk. :Shocked

Grüße
Andi

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Montag 10. April 2017, 08:05
von DarkUtopia
UG Hefe kann Mal bisschen dauern, macht euch Mal keinen Kopf, wartet noch ein bisschen ab.

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Montag 10. April 2017, 08:25
von flensdorfer
Moin Andi,

das nächste Mal nicht draufstreuen, sondern mindestens eine halbe Stunde lang in Wasser (Temperatur sollte Würzetemperatur entsprechen) auflösen und dann zur Würze geben.

UG dauert gerne mal 24Std bis zum Ankommen. Meine Biere mit der W34/70 zeigen meist erst am Folgetag eine Aktivität.
Zumal Du hier anscheinend auch zu wenig genommen hast, wie viel Würze hast Du im Gärbehälter? Es ist üblich, für 20l gerne 2 Päckchen Trockenhefe UG zu nehmen. Zu wenig Hefe verlängert nochmal die Zeit bis zum ankommen.

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Montag 10. April 2017, 08:32
von Gustl
Hier gibt es eine schöne Zusammenfassung zum Thema Gärprobleme!

Gustl

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Montag 10. April 2017, 08:45
von beryll
Moin... ganz ehrlich, ich verstehe nicht, warum man gefühlt in jedem 3. Thread hier lesen "darf", dass jemand die Trockenhefe auf die Würze gestreut hat. Ich hab mich "damals" mehrfach quer durchs Forum gelesen, auch durch das alte Forum. Alleine in den letzten Wochen wurde doch schon mehrfach darauf hingewiesen, dass man die Hefe nicht einfach so aufstreut sondern ordentlich rehydriert.

Meine Vorgänger hier im Thread haben ja schon die richtigen Tipps gegeben, beim nächsten Mal einfach das Wissen des Forum nutzen und alles wird gut!

Peter

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Montag 10. April 2017, 08:51
von philipp
Moin,

das sind nur 7 Gramm Trockenhefe.
Ich finde es unverschämt, dass der Händler das als "ausreichend für bis zu 25l Würze" verkauft. Das ist so, als wenn dir jemand 4l Benzin tankt und sagt "ausreichend für 100km (*Bergab, *Rückenwind, *Windschatten eines LKWs)".

Für Untergärig wird Hefe benötigt - und zwar richtig viel. Entweder eine Betriebshefe einer (lokalen) Brauerei (100ml dickbreiige Hefe / 10l) oder 2-3 11gr Tütchen / 20l Würze.

Such mal im Netz nach "Yeast Calculator", da wirst du fündig.

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Montag 10. April 2017, 10:03
von Blancblue
Oha, bei 16 Grad und mit nur 7g Hefe angestellt? Das wird ne schöne Esterbombe werden und hat geschmacklich mit einem typisch untergärigen Bier sehr wahrscheinlich nicht mehr viel zu tun. UG am besten zwischen 8 und 12 Grad vergären und mit viel Hefe anstellen, die Rechner dafür wurden schon erwähnt.

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Sonntag 30. Dezember 2018, 12:21
von Shortbreaker
DocSnyder hat geschrieben:
Montag 10. April 2017, 08:01
Hallo Zusammen,
...
http://www.braupartner.de/shop/Zymoferm ... 3545.phtml
...
Hallo Andi,
Ist aus diesem Sud eigentlich noch etwas geworden?
Falls ja, nach wie viel Stunden ist es denn endlich angekommen?
Jetzt gibt es hier ja nicht gerade viele bekennende Zymofermnutzer, deswegen findet man halt auch ansonsten nicht sehr viel Erfahrungen dazu.
Ich habe selbst gerade einen Sud mit dieser Hefe am Start und warte seit knapp 40 Stunden auf die ersten Gär-Anzeichen.
Da der Mensch betrogen werden will, tröste ich mich damit, dass die Mangroves Jack Bavarian Lager wohl auch öfter sehr lange braucht, aber dann trotzdem sauber arbeitet. Vielleicht ist das ja ein ähnlicher Stamm bzw. ein Kopie davon...

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Sonntag 30. Dezember 2018, 16:14
von Shortbreaker
So fast 48h später scheinen sich die ersten Gäranzeichen zu bestätigen. Heute morgen war in der Mitte durch das Spundloch bereits ganz feiner weißer Schaum (eher ein Schäumchen) zu erkennen, allerdings wirklich nur in der Mitte des Eimers (ca. 10cm im Durchmesser). Das hat sich auch noch nicht geändert, aber mittlerweile wölbt sich der Deckel auch nach außen. Drückt man dann drauf, entweicht auch Gas aus dem Gäreimer und mit der Zeit baut sich wohl auch wieder Druck auf. Gestern war das noch deutlich anders und da hat sich noch nichtmal was getan, während die Gärtruhe aufgeheizt hat...
Hoffe das passt jetzt alles!

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Montag 31. Dezember 2018, 09:04
von Shortbreaker
Nachtrag:
nach nun über 60h, ist auch kein Schaum mehr zu sehen. Habe jetzt mal mit dem Refraktometer getestet und es wurde auch kaum Extrakt abgebaut. Aus anfänglich 13 Brix wurden 12.2, aber es ist nun keinerlei Gäraktivität mehr zu erkennen und auch der Druck im Eimer ist nicht mehr da (ich hatte den Deckel etwas eingedrückt und über Nacht blieb er so).

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Verfasst: Samstag 9. Februar 2019, 13:09
von Shortbreaker
Da ich ja selbst immer gerne lese wie die Dinge schlußendlich ausgegangen sind, hier der weitere Verlauf mit der Zymoferm Trockenhefe:

Ich habe dann nach meinem letzten Post an Silvester mein letztes Päckchen rehydriert und zugegeben. Als ich am 01.01 gegen Mittag wieder zu Hause ankam, blubberte es dann merklich im Gärspund. Mittlerweile hatte ich die Temperatur auf 12°C erhöht, so dass die Gärung für UG schon extrem schnell vorüber war. Am 07.01 habe ich dann schon abgefüllt.
Nichtsdestotrotz ist es dann ein wirklich trinkbares Märzen geworden, wenn auch nur mit 66% SEVG.