Grainfather Conical

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manno_matze
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Re: Grainfather Conical

#351

Beitrag von manno_matze » Donnerstag 11. März 2021, 15:41

realholgi hat geschrieben:
Samstag 6. März 2021, 19:30
Hmm, ich habe einfach einen Müllsack an einem kleinen Schlauch im Stopfen befestigt, welcher das CO2 der Gärung auffängt und aufbläst. Beim Yeast Dump oder Cold Crash wieder das CO2 einfach wieder eingesaugt. Das scheint mir eine sehr einfache und effektive Lösung für das Sauerstoff-Einsaugen Problem.
Gute Idee. Aber ist in dem Sack nicht auch Sauerstoff drinnen?
LG
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realholgi
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Re: Grainfather Conical

#352

Beitrag von realholgi » Donnerstag 11. März 2021, 15:46

manno_matze hat geschrieben:
Donnerstag 11. März 2021, 15:41
realholgi hat geschrieben:
Samstag 6. März 2021, 19:30
Hmm, ich habe einfach einen Müllsack an einem kleinen Schlauch im Stopfen befestigt, welcher das CO2 der Gärung auffängt und aufbläst. Beim Yeast Dump oder Cold Crash wieder das CO2 einfach wieder eingesaugt. Das scheint mir eine sehr einfache und effektive Lösung für das Sauerstoff-Einsaugen Problem.
Gute Idee. Aber ist in dem Sack nicht auch Sauerstoff drinnen?
Nicht [viel] wenn ich den vorher leer quetsche. Bei IPAs quetsche ich den Sack sogar nochmal nach dem 2. Tag leer, es könnte ja noch O2 aus dem Gärtank dabei sein. Wenn sich der Sack nun ein zweites Mal füllt, bin ich einigermassen zufrieden, dass da nur CO2 drin ist.

/h.
/realholgi -- https://holgi.beer

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Re: Grainfather Conical

#353

Beitrag von manno_matze » Donnerstag 11. März 2021, 15:53

realholgi hat geschrieben:
Donnerstag 11. März 2021, 15:46
manno_matze hat geschrieben:
Donnerstag 11. März 2021, 15:41
realholgi hat geschrieben:
Samstag 6. März 2021, 19:30
Hmm, ich habe einfach einen Müllsack an einem kleinen Schlauch im Stopfen befestigt, welcher das CO2 der Gärung auffängt und aufbläst. Beim Yeast Dump oder Cold Crash wieder das CO2 einfach wieder eingesaugt. Das scheint mir eine sehr einfache und effektive Lösung für das Sauerstoff-Einsaugen Problem.
Gute Idee. Aber ist in dem Sack nicht auch Sauerstoff drinnen?
Nicht [viel] wenn ich den vorher leer quetsche. Bei IPAs quetsche ich den Sack sogar nochmal nach dem 2. Tag leer, es könnte ja noch O2 aus dem Gärtank dabei sein. Wenn sich der Sack nun ein zweites Mal füllt, bin ich einigermassen zufrieden, dass da nur CO2 drin ist.

/h.
Hmm ok, danke! Das merke ich mir mal fürs nächste Mal.

Wie macht man das dann eigentlich im größeren Maßstab? Die Drucktanks mit Gärung unter Druck mal außen vorgelassen.
LG
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Re: Grainfather Conical

#354

Beitrag von dagoep » Samstag 20. März 2021, 10:32

Hat einer von Euch eine Idee, was das für Ablagerungen im Tank sind. Ich dachte immer, dass es Kalk wäre, aber Essigsäure hat keine Wirkung gezeigt.
Geschirrreinigerpulver und der Grainfather Reiniger wirken auch nicht. So langsam bin ich ratlos.

Noch im Haus aber nicht benutzt habe ich: Enybrew und Oxireiniger.

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Re: Grainfather Conical

#355

Beitrag von PabloNop » Samstag 20. März 2021, 13:49

Ich hätte jetzt auf Bierstein getippt. Evtl. brauchst Du nur stärkere Säure als den Essig?

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Re: Grainfather Conical

#356

Beitrag von dagoep » Samstag 20. März 2021, 18:15

OK, dann versuche ich noch mal Zitronensäure, aber viel stärker konzentriert.

Ich muss mal schauen was es für Reiniger gegen Bierstein auf dem Markt sind.

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Re: Grainfather Conical

#357

Beitrag von dagoep » Sonntag 21. März 2021, 13:35

OK, höher konzentrierte Zitronensäure hat funktioniert. Leider hatte ich nicht mehr genug da, aber die aktuelle Konzentration hat schon sehr viel entfernt.

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Re: Grainfather Conical

#358

Beitrag von dagoep » Sonntag 21. März 2021, 18:02

Mal ne andere Frage im Post https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 33#p408433 soll die Dichtung OD 10mm und ID 6,5mm haben.

Hat jemand eine Quelle für diese , natürlich lebensmittelechte, Dichtung?

Beim Item 9 schätze ich auf 1,5mm Dicke, also 15mm ID

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Re: Grainfather Conical

#359

Beitrag von PabloNop » Sonntag 21. März 2021, 18:20

Der Hobbybrauerversand bietet ein Set an Ersatzdichtungen an. Du must aber den Support anfragen, da es nicht im Shop gelistet ist.

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Re: Grainfather Conical

#360

Beitrag von dagoep » Sonntag 21. März 2021, 18:22

Cool, danke für die Info

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Re: Grainfather Conical

#361

Beitrag von Innuendo » Montag 22. März 2021, 16:58

Hallo,
ich hätte drei Fragen an Fermenter Pro User:
1. kann das Doppelventil zerlegt werden? insbesondere der kleine Kugelhahn für Proben/Schlauchen zum Reinigen?
2. Wie viel Liter stehen unter dem Auslass Probenventil? Andersherum gefragt: wie groß ist das maximale Hefevolumen im Konus?
3. Mit welchem maximalen Druck kann der Fermenter mit dem Pressure Kit (Umpumpset) beaufschlagt werden?
Innu

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Re: Grainfather Conical

#362

Beitrag von dagoep » Montag 22. März 2021, 19:21

Zu 1. Das Ventil kann man zerlegen, aber den Kugelhahn (glaube ich) nicht. Eventuell wenn man den Hebel abbaut, aber sicher bin ich mir da nicht. Mann kann ihn mit einem kleinen Bürstchen aber ausreichend gut reinigen.

Zu 2. Keine Ahnung, 1,5-2l geschätzt.

Zu 3. nicht mehr als 3-4 PSI, danach zischt es zum Deckel raus. darum hat man noch das Nadelventil am CO2 Schlauch. 1 PSI sollte aber laut Anleitung der Maximaldruck sein.

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Re: Grainfather Conical

#363

Beitrag von hobipivo » Montag 22. März 2021, 20:01

Innuendo hat geschrieben:
Montag 22. März 2021, 16:58
Hallo,
ich hätte drei Fragen an Fermenter Pro User:
1. kann das Doppelventil zerlegt werden? insbesondere der kleine Kugelhahn für Proben/Schlauchen zum Reinigen?
2. Wie viel Liter stehen unter dem Auslass Probenventil? Andersherum gefragt: wie groß ist das maximale Hefevolumen im Konus?
3. Mit welchem maximalen Druck kann der Fermenter mit dem Pressure Kit (Umpumpset) beaufschlagt werden?
Innu
Hallo Innu,
Zu 1. Der Kugelhahn kann, wie so oft, nur mit etwas Aufwand zerlegt werden: Sechskantschlüssel (Inbus) und Kreuzschraubendreher
Zu 2. Das sind 1,05 Liter

Gruß
Christian
Ein Leben ohne Bier ist möglich, aber nicht sinnvoll!

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Re: Grainfather Conical

#364

Beitrag von Innuendo » Montag 22. März 2021, 20:17

1 Liter Hefe bei einem 25l Sud ist nicht viel. Bei maximal 1 PSI plane ich die Kegs besser unterhalb vom Ventil ein, weil sich damit kaum Höhe überwinden lässt. Beim Kugelhahn ist nur wichtig, dass er zerlegbar ist (oder ersetzbar).
Vielen Dank für die Infos!

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Re: Grainfather Conical

#365

Beitrag von PabloNop » Montag 22. März 2021, 23:19

2. Wie viel Liter stehen unter dem Auslass Probenventil? Andersherum gefragt: wie groß ist das maximale Hefevolumen im Konus?
Ich hatte das mal ausgelitert: der gesamte Konus fasst 5 Liter, die Restmenge die nicht mehr über das Probenventil ablaufen kann sind 1,1 Liter. Beide Werte sind ziemlich exakt.

Edit: hatte erst falsche Werte und dann nochmal in den Notizen nachgelesen.

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Re: Grainfather Conical

#366

Beitrag von dagoep » Dienstag 23. März 2021, 07:11

Es gibt aber auch noch das "Dual Valve Inlet 160mm". Damit rutscht die Entnahme höher.

Mit dem Pressure Transfer kit, ist das aber egal. Da kann Du das Bier auch von weiter oben entnehmen. Außerdem kannst Du ja jederzeit die Sedimente ablassen.

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Re: Grainfather Conical

#367

Beitrag von Innuendo » Mittwoch 24. März 2021, 14:24

Hallo,
wegen euren vielen positiven Postings über den GF Chiller und Fermenter Pro, habe ich nun eine ordentliche Abnahme auf meinem Konto. Ostern muss ich nun darben. Danke dafür! :Bigsmile Ich freue mich schon auf den ersten Fermentertag.
Und hierzu habe ich direkt eine Frage zum Temperaturprofil. Ich habe ein einfaches UG Profil erstellt und mich dabei an Jans Kalte Gärung - Warme Reifung orientiert. Ich verwende keine Speise/Zucker, sondern schlauche direkt in Kegs mit Druck gem. Spundungstabelle.
Temp_Profil2.jpg
Wie stellt Ihr eure Profile zusammen? Allgemein wird empfohlen, die Temperatur in der LAG Phase nicht kurzfristig zu stark zu verändern. Aus dem Gedanken ist der Step "Kommen lassen 9 Grad" im Modus Heizen und Kühlen entstanden. Statt Heizung könnte im Modus "Nur Kühlen" einfach die Wärme durch Gärung sowie durch Wärmeverlust gegenüber der Umgebung die Temperatursteigerung bewirken. Was hat sich aus eurer Erfahrung bewährt? Der Modus nur Kühlen schaut für mich hefefreundlicher aus, wenn das Profil stetig aufsteigend bis zum Cold crash ist.
In einem Youtube (oder PDF?) wurde das Zwischen-Ablassen der (alten/toten) Hefe in ca. 300ml Portionen erwähnt. Ich glaube es war bei David Heath, finde es aber nicht wieder. Wie geht Ihr bei maximaler Befüllung Fermenter vor? Ist das erforderlich, um am Ende der Gärung halbwegs sedimentfrei das Jungbier mittels Pressure Kit über das Überlaufröhrchen ins Keg umzudrücken? Es wäre schade, wenn ein automatisiertes Temperatur-Profil manuelle Tätigkeiten verlangt. Vielen Dank
Innu

Edit: bitte Fermentation Step 6 ignorieren. Der Step Abkühlung und Schlauchen (0°C für 8 Tage) ist eigentlich im Keg,

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Re: Grainfather Conical

#368

Beitrag von PabloNop » Montag 5. April 2021, 19:48

Hatte jemand von Euch schonmal erratische Temperaturmessungen im Conical? Ich habe mich eben gewundert, warum mein Chiller es scheinbar nicht schafft auf die Zieltemperatur von 18 Grad zu kühlen. Erst dachte ich die Pumpe sei defekt, aber hier meine Beobachtungen:

- Der Chiller läuft und kann seine eingestellte Kühlmitteltemperatur erreichen und schaltet ordentlich ab bis das Kühlmittel wieder zu warm ist.

- Die Pumpe wird angesteuert und ich höre sie laufen. Ich habe testweise den roten Rücklauf abgezogen und oben in die Einfüllöffnung gehalten. Sieht OK aus. Es wird Kühlmittel gepumpt, die beiden Kupplungen am Conical sind auch kalt.

- Der Conical hat als Target 18 Grad (kein Programm, nur einfache Zieltemperatur), die Temperaturanzeige schwankt aber immer um etwa 19 Grad herum, er will also dauert kühlen. Er ist so auch eingestellt, daß er nie heizt. Mit der Hand kann ich auch keine Wärme einer Heizung fühlen.

Als letzte Maßnahme habe ich ein analoges Thermometer in den Sud gehalten => 15 Grad während das Display weiter 19 anzeigt. Ich vermute der Temperatursensor ist defekt.

Kann man den Fühler austauschen?

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Re: Grainfather Conical

#369

Beitrag von chaos-black » Dienstag 6. April 2021, 10:09

Ich hatte auch schonmal, dass die übetragene Temperaturinfo an der Anzeige nicht korrekt ist. Bei mir schwimmt immer gleichzeitig ein Tilt im Sud, weshalb mir das da aufgefallen war. Die Empfehlung von Grainfather war dann folgende:
Entferne den Controller und streiche vorsichtig mit einem eher weichen Gegenstand über die Kontakte auf Fermenterseite. Ich habe dazu Zahnstocher genommen. Die Kontakte waren auch vorher schon augenscheinlich komplett sauber. Nachdem ich da aber ein paar mal mit dem Zahnstocher drübergegangen bin, war die Temperatur wieder genauer. Ich habe allerdings noch die alten Controller ohne Wifi. Keine Ahnung ob das mit den neuen anders ist.

Beste Grüße,
Alex
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Grainfather Conical

#370

Beitrag von SchlatzPopatz » Dienstag 6. April 2021, 10:18

chaos-black hat geschrieben:
Dienstag 6. April 2021, 10:09
Ich habe allerdings noch die alten Controller ohne Wifi. Keine Ahnung ob das mit den neuen anders ist.
Die neuen sind festangeschlossen, die kann man nicht mehr abnehmen.
Gruß aus Dresden
:Drink
Markus

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Re: Grainfather Conical

#371

Beitrag von PabloNop » Dienstag 6. April 2021, 10:33

chaos-black hat geschrieben:
Dienstag 6. April 2021, 10:09
Entferne den Controller und streiche vorsichtig mit einem eher weichen Gegenstand über die Kontakte auf Fermenterseite. Ich habe dazu Zahnstocher genommen. Die Kontakte waren auch vorher schon augenscheinlich komplett sauber.
Ich habe auch noch den alten Controller. Die Kontakte hatte ich schon mit Alkohol gesäubert. Ich werde das aber heute Abend nochmal kontrollieren - und mit dem Multimeter den NTC ausmessen. Danke für den Hinweis.

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Re: Grainfather Conical

#372

Beitrag von Innuendo » Dienstag 6. April 2021, 12:37

Hallo Ihrs,
der Grainfather Fermenter Pro mit dem Glycol Chiller ist eine tolle Lösung. Nicht unbedingt günstig, aber jeden Cent wert.
fermenter1.jpg
fermenter1.jpg (76.13 KiB) 380 mal betrachtet
Ich habe einige Zeit nach einer für mich passenden Lösung gesucht. Die Aufteilung in zwei kleine Fermenter mit "nur" 20-26 Liter statt einem großen ZKG mit 70 Liter oder mehr, aber mit einer Mindestfüllmenge, hat sich nach vielen Überlegungen als großer Vorteil herausgestellt. Spätestens beim Reinigen war auch klar, dass die Entscheidung für meine Anforderungen und Wünsche richtig war. Meine zwei Fermenter habe ich aber auch direkt etwas verändert:
Nach einem ersten Test habe ich den Gummistopfen mit Blubberröhrchen weggeworfen und durch ein 1,5" TriClamp BlowOff von Douglas (crafthardware.de) ersetzt. Die TriClamp BlowOffs verschließen den Fermenter vollständig. Im Gefäß ist ein Wasser-StarSan Gemisch. Eigentlich wollte ich bei Douglas nur einen Adapter 1,5" TriClamp auf Schlauchtülle besorgen. Auf meine Nachfrage hat Douglas mir einen Produkttest "TriClamp BlowOff Lösung" angeboten. Die Kommunikation war einfach klasse und am End ist die Lösung viel besser als meine anfängliche Idee.
Eine zweite Änderung habe ich am Auslassventil vorgenommen. Die Schlauchtülle im 45° Winkel im Verbund mit dem Pressure Kit ist einfach schlecht gelöst (linker Fermenter). Ein Doppelnippel 3/8" auf 1/2" nach dem Ventil, ein 90° Bogen und ein Camlock von braubebo.de und schon hat der Fermenter einen ordentlichen Anschluss für das Schlauchen ins Keg (rechter Fermenter). Mit dem Camlock muss kein Silikonschlauch auf die Tülle draufgefriemelt werden und abrutschen kann es bei ca. 2 PSI beim Schlauchen auch nicht mehr.
Überrascht war ich, wie einfach das GF Equipment eingerichtet wird. Auch meine iSpindel war mit wenigen Klicks verbunden.
fermenter3.jpg
Die Temperatursteuerung war erstaunlich schnell und gut.
Hysterese: 0,5°C
min Temperatur eingestellt: 0°C
min Temperatur erreicht: 2°C
Raumtemperatur: 18 bis 23°C
Wegen fehlender Konvektion haben sich vor dem Anstellen Temperaturschichten gebildet. Das habe ich nicht bedacht, sodass sich die untere kühle Schicht (6°C) mit der oberen warmen Schicht (10°C) zu 8,7°C Anstelltemperatur gemischt hat. Beim nächsten Sud wird erst gemischt und dann angestellt. Mein Plattenkühler hat den heißen Sud auf 20,8°C in den Fermenter heruntergekühlt. Das finale Herunterkühlen von 52 Liter in zwei Fermentern auf Anstelltemperatur 8,7°C hat knapp 2 Stunden gedauert. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber meinem bisherigen Vorgehen, aber auch ein sehr viel niedrigeres Risiko einer Infektion, weil das System geschlossen ist.
Die Temperaturführung verlief völlig unspektakulär und war kinderleicht einzustellen. Beide Fermenter befanden sich im Modus "cooling only". Der obere Graph zeigt den Temperaturverlauf, angefangen von der Abkühlung beim Befüllen des Fermenters bis zum Abkühlung vor dem Schlauchen. Der untere Graph zeigt ebenfalls den Temperaturverlauf und den SG Wert der iSpindel. Die Temperaturanstiege von 8° auf 10°C sowie von 10°C auf 12°C wurden durch Gärungswärme erzeugt. Die Gärung (Wärme und CO2) hat für eine stetige Konvektion gesorgt, sodass der Temperaturunterschied Temperatursensor am Konusboden und iSpindel an der Oberfläche minimal war. So einfach und entspannt habe ich noch keinen UG Sud geführt. Am 4. Tag der Gärung habe ich einmal manuell eingegriffen, weil die iSpindel bereits über 50% Vergärung angezeigt hat. Die aktuelle Stage 10°C beenden und auf die Stage 12°C springen war dann aber auch die einzige Tätigkeit während der Gärung. Das Schlauchen mit dem Pressure Kit ist sehr einfach und schnell durchgeführt, aber auch nicht ganz ungefährlich. Die Kraft von nur 1 PSI habe ich deutlich unterschätzt, als ich die Spannhaken geöffnet habe :redhead
Wer Interesse an der TriClamp BlowOff Erweiterung für seinen Fermenter hat, sollte Douglas eine E-Mail senden.

Negativ aufgefallen sind mir die Dichtungsringe am Doppelventil. Genauer am Schaft vom Sedimentventil. Hier sind 3 Dichtungsringe hintereinander. Nach nur einem Einsatz sind 3 Dichtungsringe (von insgesamt 6) gerissen. Das ist ein bisschen ärgerlich. Vermutlich passiert das häufiger, weswegen in allen Shops die Dichtungsringe bestellt werden können. Oder es gibt einen Trick, mit dem das Doppelventil zerlegt und reinigt werden kann ohne die Dichtungen (grobmotorisch) kaputt zu machen.

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Re: Grainfather Conical

#373

Beitrag von Braufex » Dienstag 6. April 2021, 18:15

Servus Innu,
danke für Deine ausführliche Beschreibung :thumbup
Noch bin ich mit meinen Plastikeimern zufrieden, aber so eine Lösung hat schon was ...

Die Übertragung der iSpindel per Wlan funktioniert anscheinend bei Dir ohne Probleme? Kann ich mir bei Edelstahlbehältern immer schwer vorstellen. Hast Du irgendwelche "Sonder-Antennen" verwendet?
Oder hängt das mit dem integrierten WLAN-Modul zusammen?

Gruß Erwin

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Re: Grainfather Conical

#374

Beitrag von Innuendo » Dienstag 6. April 2021, 19:12

Der Fermenter Controller und die iSpindel sind beim Wlan empfindlich. Ich habe eine Fritz.box und in der Brauküche hängt ein Repeater im Mesh. Das hat alle Wlan Problemchen bei iSpindel, MQTTDevice und Spundomat gelöst.

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Re: Grainfather Conical

#375

Beitrag von Braufex » Dienstag 6. April 2021, 19:50

Innuendo hat geschrieben:
Dienstag 6. April 2021, 19:12
Der Fermenter Controller und die iSpindel sind beim Wlan empfindlich. Ich habe eine Fritz.box und in der Brauküche hängt ein Repeater im Mesh. Das hat alle Wlan Problemchen bei iSpindel, MQTTDevice und Spundomat gelöst.
Danke für die Info, Fritz!Box und Fritz!Repeater sind für den Fall der Fälle vorhanden.
Falls mal ein edler Gärstahl hergeht ... :Pulpfiction

Gruß Erwin

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Re: Grainfather Conical

#376

Beitrag von manno_matze » Donnerstag 8. April 2021, 19:12

Innuendo hat geschrieben:
Dienstag 6. April 2021, 12:37
Negativ aufgefallen sind mir die Dichtungsringe am Doppelventil. Genauer am Schaft vom Sedimentventil. Hier sind 3 Dichtungsringe hintereinander. Nach nur einem Einsatz sind 3 Dichtungsringe (von insgesamt 6) gerissen. Das ist ein bisschen ärgerlich. Vermutlich passiert das häufiger, weswegen in allen Shops die Dichtungsringe bestellt werden können. Oder es gibt einen Trick, mit dem das Doppelventil zerlegt und reinigt werden kann ohne die Dichtungen (grobmotorisch) kaputt zu machen.
Mir ist da auch mal eine kaputt gegangen. Was gut hilft ist ein wenig Schankhahnfett rundherum auf Höhe der drei Dichtungen. So ganz trocken leiden die schon arg, wenn man Hefe abschießt und später beim Reinigen einige Male zum Ablassen bewegt.
LG
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Re: Grainfather Conical

#377

Beitrag von PabloNop » Samstag 10. April 2021, 10:14

PabloNop hat geschrieben:
Dienstag 6. April 2021, 10:33
chaos-black hat geschrieben:
Dienstag 6. April 2021, 10:09
Entferne den Controller und streiche vorsichtig mit einem eher weichen Gegenstand über die Kontakte auf Fermenterseite. Ich habe dazu Zahnstocher genommen. Die Kontakte waren auch vorher schon augenscheinlich komplett sauber.
Ich habe auch noch den alten Controller. Die Kontakte hatte ich schon mit Alkohol gesäubert. Ich werde das aber heute Abend nochmal kontrollieren - und mit dem Multimeter den NTC ausmessen. Danke für den Hinweis.
Kurzes Update: aktuell funktioniert alles wie gewünscht (Kontakte am Controller und der Aufnahmeplatte nochmals mit Kontaktreiniger gut gereinigt). Zur Kontrolle habe ich den NTC per Multimeter ausgemessen und den Wert mit der angezeigten Temperatur sowie Messungen mit analogem Thermometer verglichen. Jetzt passt wieder alles.

Wer mal ähnliche Probleme hat: die Kontakte sahen bei mir sauber aus, haben aber wohl trotzdem Probleme gemacht.

Wer den NTC auslesen will braucht übrigens die Platte am Conical nicht abzuschrauben - der NTC ist auf die beiden rechten äußeren Kontaktpunkte herausgeführt.

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