Brauseminar und Hauptgärung

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Brauseminar und Hauptgärung

#1

Beitrag von Zwieseltaler » Donnerstag 13. Juli 2017, 10:57

Hallo liebe Braugemeinde,

ich beabsichtige in naher Zukunft ein Brauseminar bei uns im Ort zu veranstalten, in der Hoffnung, dass die Hobbybrauszene in Schwabach grösser wird.

Die Frage, die sich mir nun stellt ist die, was ich mit der fertigen Würze und der Hauptgärung mache. Am liebsten wäre mir, dass gleich nach dem eintägigen Kurs, die fertige gekühlte Würze den Teilnehmern zur Hauptgärung mit einer Anleitung mit nach Hause gegeben wird. Ich hab nur keine Ahnung davon, ob auch schon eine Hauptgärung in Flaschen sinnvoll und überhaupt machbar ist.

Hat jemand Erfahrung aus anderen Brauseminaren, wie die das dort machen?

Schönen Gruß
André

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#2

Beitrag von gulp » Donnerstag 13. Juli 2017, 11:02

Du willst ein Brauseminar geben und weißt nicht, ob eine Hauptgärung in Flaschen möglich ist? Ja Merci. :Grübel

Gruß
Peter
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#3

Beitrag von ggansde » Donnerstag 13. Juli 2017, 11:06

Es dürfte darüberhinaus bei dieser Vorgehensweise zollrechtliche Probleme geben.
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#4

Beitrag von Ladeberger » Donnerstag 13. Juli 2017, 11:24

Bei einem ordentlich vergorenen Vollbier entstehen > 40 g/l CO2. Geschlossen funktioniert das schon mal nicht. Man könnte auf einen passenden Gummistopfen mit Loch einen Gärspund oder besser blow-off Schlauch (wg. Hopfenharzen) aufsetzen. Das ausgegorene Bier dann vor dem Verschließen mit Zucker karbonisieren.

Werbung für gutes, hausgebrautes Bier macht man aber nicht mit dieser trüben Suspension aus > 50 Mio./ml (zum Teil toten) Hefezellen.

Gruß
Andy

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#5

Beitrag von Mjoelnir » Donnerstag 13. Juli 2017, 11:27

Ich finde die Idee gut, dass er ein Brauseminar gibt, auch wenn er nicht weiß, ob man eine Hauptgärung in Flaschen durchführen kann.
Das gehört nun wirklich nicht zum Standartverfahren beim Hobbybrauen.
Ich denke, wenn er ein Brauseminar geben will, wird er dafür schon genug wissen.
Ich schließe mich der Meinung übrigens an, dass eine Hauptgärung in Flaschen nicht sinnvoll ist.
Ich würde an deiner Stelle lieber 2 Monate später oder so, je nach Bier, zu einer Verkostung einladen.

Grüße
Daniel
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Grüße
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#6

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 13. Juli 2017, 11:32

Mjoelnir hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 11:27
Ich denke, wenn er ein Brauseminar geben will, wird er dafür schon genug wissen.
Das sehe ich völlig anders. Wer seinen Kursteilnehmern das Bier in Flaschen zur Hauptgärung mit gibt sollte erstmal selber einen Braukurs absolvieren.

Sowas ist grob fahrlässig und wer das nicht weiß ist auch nicht in der Lage fundiertes Wissen zu vermitteln.
Sorry für die harten Worte, ist aber so.
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#7

Beitrag von Mjoelnir » Donnerstag 13. Juli 2017, 11:37

Hat ja keiner davon gesprochen, dass die Flaschen verschlossen sein sollen.
Ich glaube Andrés Frage bezog sich mehr auf das geschmackliche. Klar kann man Bier in Flaschen vergären, wenn man z.B. Frischhaltefolie zum "verschließen" nimmt. Das Bier wird halt nur nicht sonderlich gut.
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#8

Beitrag von Eifelbauer » Donnerstag 13. Juli 2017, 11:37

Ich stelle mir gerade vor wie das Bier des Kursteilnehmers aus der Flasche wegen zu hohen Drucks auf seine neuen Polstermöbel spritzt. Dann könnte es sein, lieber André, dass du neben brautechnischer Hilfe auch juristische Hilfe brauchst.

Mach's nicht

Arnd
Meinungen, Biere und Fürze haben gemeinsam, dass man nur die Eigenen als bekömmlich empfindet.
Gruß aus der Nordeifel, Arnd.

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#9

Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 13. Juli 2017, 11:39

Guckst Du hier:
http://braumagazin.de/article/hobbybrau ... der_Flamme
Damit wä­re auch schon ein nur schwer lös­ba­res Problem ein­tä­gi­ger Braukurse an­ge­spro­chen: Aus Zeitgründen kann man ei­gent­lich nur den Sud zei­gen, vom Schroten bzw. Einmaischen bis zum Ausschlagen bzw. Anstellen. Das Brauen aber nur auf den Sud zu re­du­zie­ren wä­re aber ein gro­ßer Fehler und wür­de zu fal­schen Schlüssen füh­ren. Eine ver­gär­ba­re Würze zu pro­du­zie­ren ha­ben die meis­ten noch ge­schafft, aber vie­le Probleme stel­len sich erst bei der Gärung und Abfüllung im Anschluss. Dies nur theo­re­tisch er­klä­ren zu kön­nen ist ir­gend­wie un­be­frie­di­gend.

Für das, was an­schlie­ßend mit der Würze pas­siert, ken­ne ich un­ter­schied­lichs­te Ansätze. Vom un­be­frie­di­gen­den Wegschütten war im vor­he­ri­gen Absatz be­reits die Rede. Manche Dozenten hin­ge­gen ge­ben den Teilnehmern die Würze et­wa in Mineralwasserflaschen mit heim, um die­se sel­ber zu ver­gä­ren, was ich aber aus ver­schie­de­nen Gründen für et­was be­denk­lich hal­te. Andere Dozenten ver­tei­len ca. ei­ne Woche spä­ter nach der Hauptgärung das ab­ge­füll­te Jungbier, da­mit die Teilnehmer sel­ber die Flaschengärung durch­füh­ren und ab­war­ten.

Mir sel­ber ist hin­ge­gen fol­gen­des Vorgehen am liebs­ten: ...
Weiter gehts unter obigem Link.

Moritz

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#10

Beitrag von Exedus » Donnerstag 13. Juli 2017, 12:08

Warum son Theater machen? Gibt den Kursteilnehmern einfach das Bier aus den vorangegangenen Seminaren mit.

Aber bitte fertig vergoren und ausgereift.
Meine Anlage

mit freundlichen Grüßen

Steven

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#11

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 13. Juli 2017, 12:10

Eifelbauer hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 11:37
Ich stelle mir gerade vor wie das Bier des Kursteilnehmers aus der Flasche wegen zu hohen Drucks auf seine neuen Polstermöbel spritzt. Dann könnte es sein, lieber André, dass du neben brautechnischer Hilfe auch juristische Hilfe brauchst.
Und ich stelle mir grade vor wie es die Flasche wie eine Splittergranate zerreisst und es zu Sach-und Personenschäden kommt.
Hier fehlen elementare Grundkenntnisse, sonst würde man gar nicht auf die Idee kommen. Das nennt man Unqualifiziert.
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#12

Beitrag von Felix83 » Donnerstag 13. Juli 2017, 12:17

Was ist denn mit der guten alten "Ich hab da mal was vorbereitet" Nummer? Man kann doch die Würze anstellen und dann genau das selbe Bier dabei haben, das man Wochen vorher vorbereitet hat. 4-6 Flaschen für jeden mit sofortigem Probieren.

Edit: Ups, man sollte den Thread aktualisieren vorm posten..
When you don't know what you are doing, anything is possible. - Tony Magee

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#13

Beitrag von Sura » Donnerstag 13. Juli 2017, 12:39

Oha, Der Mob stürzt sich auf einen wahrscheinlich missverstandenen ersten Post.
Wenn jemand seit 2015 braut (zumindest ist er seit dem angemeldet) wird der Kollege wissen was bei einer Hauptgärung passiert. Wenn er nach Kollegen sucht und ein Seminar anbieten möchte, dann sollte man dankbar sein und nicht wieder mal mit "unqualifizert" usw. um sich schmeissen. Kommt mal wieder runter. Grade die Moderatoren dürfen dann auch mal was zur Sache sagen und nicht nur rumpöbeln.
Es gibt übrigens auch schlechte Seminare von in und über diesem Forum hinaus bekannten "Braumeistern". Da ist Erfahrung oder mitgemachte Anzahl von Braukursen nun wirklich kein Qualitätsmerkmal.
Zwieseltaler hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 10:57
Die Frage, die sich mir nun stellt ist die, was ich mit der fertigen Würze und der Hauptgärung mache. Am liebsten wäre mir, dass gleich nach dem eintägigen Kurs, die fertige gekühlte Würze den Teilnehmern zur Hauptgärung mit einer Anleitung mit nach Hause gegeben wird. Ich hab nur keine Ahnung davon, ob auch schon eine Hauptgärung in Flaschen sinnvoll und überhaupt machbar ist.
Kann man machen, aber dir sollte klar sein das die Flaschen nicht zu klein sein sollten, weil die z.b. die Kräusen Platz brauchen, und man den Hefeschmodder vor der Nachgärung auch abschütten sollte. Kann man alles machen, aber unter 1,5l würde ich nicht machen. 1l angestellte Würze, die Flasche oben mit Alufolie dicht gemacht... da kann man sehen das was passiert. Kann jeder dann hinterher dekantieren und dann nochmal 0,75l in einer (anderen) Flasche nachvergären. Birgt aber viele Infektionsrisiken. Und die Explosionsrisiken und die genaue Vorgehensweise mit Gefahrenhinweiss wirst du ja mitliefern. Am besten per Flaschenaufkleber die du beim einfüllen gleich draufklebst.
Um Zoll brauchst du dir wenig Gedanken zu machen: Du gibst die Hefe dazu, und du wirst es dann in Verkehr bringen. Also meldest du das ganze mit Formular 2075 an und fertig. Wo das zu Ende vergoren wird spielt keine Rolle. Zollentscheidend ist der Moment zu welchem die Würze zu Bier wird, und das ist der Zeitpunkt der Hefezugabe.

Im Endeffekt ist es einfacher du bringst ein KEG von einem Sud nach diesem Rezept mit, und lässt es dort verköstigen. Dazu ein Haufen Bilder oder Videos, und erklärst warum das in diesen kleinen Mengen problematisch ist. Ich wünsch dir viel Erfolg mit deinem Vorhaben, und lass dich nicht ins Bockshorn jagen.
Zuletzt geändert von Sura am Donnerstag 13. Juli 2017, 13:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#14

Beitrag von ggansde » Donnerstag 13. Juli 2017, 12:44

Moin,
Oha, Der Forumspolizeimob wütet los.....
Würdest Du diese Beleidigung bitte löschen? Danke!
VG, Markus
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#15

Beitrag von Sura » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:10

ggansde hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 12:44
Moin,
Oha, Der Forumspolizeimob wütet los.....
Würdest Du diese Beleidigung bitte löschen? Danke!
VG, Markus
Wenn du das als Beleidigung empfindest formuliere ich das gerne um. "Grob fahrlässig" und/oder die Unterstellung "unqualifiziert", wird das auch nochmal hinterfragt?
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#16

Beitrag von ggansde » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:15

Moin,
Du scheinst nicht zu verstehen: Du bezeichnest User als "Mob". Ich empfinde das als Beleidigung. Darüber diskutiere ich auch nicht. Also bitte entfernen.
VG, Markus
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#17

Beitrag von auftauer » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:22

ggansde hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 13:15
Moin,
Du scheinst nicht zu verstehen: Du bezeichnest User als "Mob". Ich empfinde das als Beleidigung. Darüber diskutiere ich auch nicht. Also bitte entfernen.
VG, Markus
https://de.wikipedia.org/wiki/Mob
Gruß


Helmut

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#18

Beitrag von ggansde » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:26

Wie gesagt, darüber diskutiere ich nicht.
VG, Markus
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#19

Beitrag von KCSteevo » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:26

Nur mal noch zwischendurch. Immer wieder interessant, was aus einer ernsten Frage hier gemacht wird. Hab ich jetzt schon das ein oder andere mal beobachten können. Die Keule wird recht schnell ausgepackt...

Wenn man aber nochmal die Anfrage genau liest, war hier von der "fertige gekühlte Würze den Teilnehmern zur Hauptgärung mit einer Anleitung mit nach Hause gegeben" die Rede. Wenn sie das dann daheim in einen Eimer umfüllen und die Hefe rein werfen, dürfte absolut kein Problem sein, das in irgendwelchen Flaschen mitzugeben. Oder liege ich hier falsch? Mal abgesehen vom Zollrechtlichen aber das sollte man dann halt so drehen, dass mans selber anmeldet einmal als 2075. Seh ich persönlich jetzt als reine Definitionssache...
Sind die Hühner flach wie Teller, war der Traktor wieder schneller. Prost!
:Drink

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#20

Beitrag von Bernstein » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:28

Zurück zum Ausgangspost:

Meine Empfehlung:
Hauptgärung mit allen was dazugehört bei dir.
Dann gemeinsammes Abfüllen (und karbonisieren) mit den Kursteilnehmern in Flaschen oder anderen Gebinden. Die gereinigten Flaschen bringen die Kursteilnehmer selbst mit. Reifung dann bei den Teilnehmern.
Dann gibts keine Probleme mit der Gärung und mit dem Zoll.

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#21

Beitrag von Eifelbauer » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:45

Das kann alles so machen und würde ich auch unterstützen. Aber trotzdem muß ich als Vertreter des populistischen Mops nochmal betonen: Sicher Dich ab vor allen denkbaren Pannen wie da wären: Gushing, Infektion, etc.! Erkläre den Leuten die Problematik und weise sie auf die Risiken hin. Man glaubt einfach nicht wie schnell manche Zeitgenossen beim Rechtsanwalt sind.
Meinungen, Biere und Fürze haben gemeinsam, dass man nur die Eigenen als bekömmlich empfindet.
Gruß aus der Nordeifel, Arnd.

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#22

Beitrag von auftauer » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:47

ggansde hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 13:26
Wie gesagt, darüber diskutiere ich nicht.
VG, Markus
Ich wollte damit die unschöne Bedeutung des Wortes klar machen, denn ihm war es anscheinend nicht klar, sonst hätte er es nicht verwendet, so hoffe ich jedenfalls...
Gruß


Helmut

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#23

Beitrag von ggansde » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:50

Ahh, ok. VG, Markus
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#24

Beitrag von Chrissi_Chris » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:51

Bernstein hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 13:28
Zurück zum Ausgangspost:

Meine Empfehlung:
Die gereinigten Flaschen bringen die Kursteilnehmer selbst mit
An sich warscheinlich die beste Möglichkeit aber das reinigen würde ich doch selber übernehmen wollen, wenn dort auch nicht vernünftig gearbeitet wurde, was man einem Laien nicht zu kritisch anrechnen darf, dann kann der Druck trotzdem weiter steigern. Diese Gefahrenquelle von Flaschenbomben würde ich vollkommen ausmerzen und selber reinigen.

Sonst klingt das gut mit dem bei dir gären lassen...
So besteht nicht die Gefahr das die übereifrigen Kursteilnehmer ständig in den Gärbehälter schauen..---> Infektion

An sich finde ich die ganze Sache nicht verkehrt Voraussetzung ist halt ein fundiertes Wissen.

Nun lasst uns hier bitte gesittet weiter machen, ich finde hier treffen gerade ein paar Gemüter aufeinander die eventuell einen schlechten Tag haben.


Freundliche Grüße Chris

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#25

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 13. Juli 2017, 14:14

Ich hab nur keine Ahnung davon, ob auch schon eine Hauptgärung in Flaschen sinnvoll und überhaupt machbar ist.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Es geht hier nicht darum die Würze in Flaschen mitzugeben, sondern in Flaschen zu vergären.
Und das ist und bleibt für mich unqualifiziert und grob fahrlässig. Dafür werde ich mich auch nicht entschuldigen.
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#26

Beitrag von chaos-black » Donnerstag 13. Juli 2017, 14:41

Das Problem mit Hauptgärung in Flaschen ist jetzt ja deutlich geworden nehme ich an.

Mein konstruktiver Beitrag: Ich hab mal von einem Brauseminar gelesen, bei dem die Teilnehmenden über die Teilnahmegebühr auch direkt einen kleinen Gäreimer mit Gärröhrchen erworben haben. Es wurde dann eine entsprechend große Menge Würze hergestellt und alle haben ihre paar Liter dann in einem Eimerchen mit nach Hause tragen und dort vergären können. Für den weiteren Ablauf (Flaschen leer trinken, Nachgärung mit Zucker) gab es Handzettel.
Wenn du die Möglichkeit hast eine entsprechende Menge Würze zu produzieren, wäre das die von mir favorisierte Richtung - Außerdem hätten die Leute dann ja schon einen kleinen Teil der benötigten Ausrüstung für den nächsten Sud ;)
Meine Hobbybrauerei: http://brauerei-flaschenpost.de/ (gerade offline)

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#27

Beitrag von Chrissi_Chris » Donnerstag 13. Juli 2017, 14:59

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 14:14
Ich hab nur keine Ahnung davon, ob auch schon eine Hauptgärung in Flaschen sinnvoll und überhaupt machbar ist.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Es geht hier nicht darum die Würze in Flaschen mitzugeben, sondern in Flaschen zu vergären.
unqualifiziert und grob fahrlässig. Dafür werde ich mich auch nicht entschuldigen.
Das mit dem Vergären in meinem Post war auf meinen Vorposter bezogen, der im Gäreimer vergären vorgeschlagen hat...
Da musst du mir nicht auf mich bezogen schreiben
" wer lesen kann ist klar im Vorteil..."

Finde ich persönlich unmöglich das du hier gerade verbal auf jeden schießt...
Das hat mit deiner Position und mit gutem Beispiel voran gehen wenig zu tun.

Tut mir leid aber wenn jetzt hier jeder angemacht wird der friedlich mitdiskutieren möchte, bin ich raus.

LG

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#28

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 13. Juli 2017, 15:03

Ich hab dich nicht persönlich gemeint.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#29

Beitrag von schloemi » Donnerstag 13. Juli 2017, 15:35

Ich denke man kann eine HG in Flaschen machen, wobei eine 0,5l braune Bierflasche natürlich völlig unsinnig wäre:

- Du brauchst im Kopfraum Platz, damit die Kräusen nicht oben rauslaufen. Vermutlich ist eh ein OG Bier geplant, um die Gärung nicht noch zu verkomplizieren, so dass du gut mit 1/4 bis 1/3 des Volumen rechnen musst.

- Dann hast du fertig. So: Am Boden ist der Hefe-Schmodder samt Heißtrub - oben schwimmen Hefereste und Hopfenharze, die Seitenwände sind damit auch verklebt -> also (filtern und) umfüllen. Bleibt am Ende nicht viel übrig und ne halbe Flache will man ja auch nicht karbonisieren.

Was man ggf. machen kann ist das Bier in 1,5 PET Flaschen mitgeben - in solchen mache ich auch Hefe- und Stopfexperimente, wenn ich einen Batch teile. Für den Transport sind die gut zu verschließen, zur Gärung den Deckel so weit aufdrehen, dass der Druck entweichen kann. Da bekommt jeder einen Liter rein und kann sich das auch schön durch das transparente Material anschauen. Am Ende muss man halt noch in Bügelflaschen umfüllen und nachgären.


cu schloemi

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#30

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 13. Juli 2017, 15:39

Kann es sein, dass leichtes Sommerbier bei echten Kerlen aufs Gemüt schlägt und ein bisschen dünnhäutig macht? :Grübel :P
Braut euch mal einen ordentlichen Doppelbock und vertragt euch wieder.

@André
Die Idee von chaos-black mit den Kauf von Gäreimern finde ich gar nicht schlecht. Falls Dir das zu viel Aufwand ist biete den Teilnehmern einfach an, dass sie angestellte Würze (von Dir versteuert) mitnehmen können, falls sie einen ordentlichen Gäreimer mitbringen.
Falls niemand Gäreimer mitbringt, dann machst Du es wie Moritz und schüttest die rehydrierte Hefe weg, anstatt Anzustellen (ergo keine Steuern). Anderenfalls teilst Du die angestellte Würze auf und machst das Ausfüllen des 2075 zum letzten Programmpunkt. Dann tun sich die Leute beim ersten eigenen Bier nicht so schwer damit.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#31

Beitrag von Taim » Donnerstag 13. Juli 2017, 15:40

Warum nicht einfach z.B. solche https://www.flaschenland.de/PET-Verpack ... gJI7_D_BwE oder ähnliche Eimer zum Selbstkostenpreis bereitstellen und darin die HG zu Hause machen lassen?

:Edit Schloemi war schneller
---Don't panic---

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#32

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 13. Juli 2017, 16:07

Anderenfalls teilst Du die angestellte Würze auf und machst das Ausfüllen des 2075 zum letzten Programmpunkt. Dann tun sich die Leute beim ersten eigenen Bier nicht so schwer damit.
Noch besser: Du teilst die Würze auf die Teilnehmer auf und lässt jeden selbst die Hefe in seine Würze kippen. Dann lässt du unter Aufsicht jeden die 2075 ausfüllen - so lernen die das gleich und der Zoll wird begeistert sein. Wieviel Teilnehmer hatte das Seminar nochmal?

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Mein Blog: Brew24.com

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#33

Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 13. Juli 2017, 16:09

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 15:39
Falls niemand Gäreimer mitbringt, dann machst Du es wie Moritz und schüttest die rehydrierte Hefe weg, anstatt Anzustellen (ergo keine Steuern).
Das mache ich eben nicht so!
Lies doch bitte noch einmal sauber nach, was ich oben geschrieben habe. :Angry

Moritz

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#34

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 13. Juli 2017, 16:13

Ich war der Meinung ich hatte es damals in Deinem Braumagazin Artikel so gelesen, dass Du die Hefe rehydrierst aber im Endeffekt nicht anstellst.
Sorry, falls mich meine Erinnerung gerade trügt.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ?

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#35

Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 13. Juli 2017, 16:19

schloemi hat geschrieben:
Donnerstag 13. Juli 2017, 15:35
Was man ggf. machen kann ist das Bier in 1,5 PET Flaschen mitgeben - (...). Da bekommt jeder einen Liter rein und kann sich das auch schön durch das transparente Material anschauen. Am Ende muss man halt noch in Bügelflaschen umfüllen und nachgären.
Ich kenne jemanden, der VHS-Braukurse gibt und den Teilnehmern ausdrücklich mitteilt, sie mögen saubere PET-Mineralwasserflaschen (an denen niemand genuckelt hat...) mitbringen, um anschließend die Würze aufzuteilen.
Was aber nie klappt, irgendwelche haben immer die Flasche vergessen. Die schickt man dann halt in der Mitaagspause zum Supermarkt. Und irgendwer ist immer dabei, der dann stolz mit einer frisch erworbenen Sprudelflasche zurückkommt, sie voll Erleichterung aufschraubt - und direkt zum Trinken ansetzt... :Shocked
Mit anderen Worten: Das funktioniert wohl nie. :puzz

Aber davon mal abgesehen denke ich, dass absolute Neulinge mit einer unbegleiteten Hauptgärung und Karbonisierung, noch dazu in solch einer thermisch und hygienisch anfälligen Winz-Menge, eher überfordert sein dürften. Kann zwar jeder so handhaben wie er mag, aber ich halte eher wenig davon.

Moritz

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#36

Beitrag von gulp » Donnerstag 13. Juli 2017, 16:27

Ich nehme mal an, dass am Brautag nur Limo getrunken wird und alle Beteiligten, diese ominöse Anleitung befolgen, wie man mit den Flaschen zu verfahren hat. Denn sonst könnte es ja sein, dass die Flaschen erst mal eine Weile verschlossen herumstehen und was dann abgeht will ich nicht wissen.

Was ich damit sagen will, du hast, wenn die Leutchen erst mal weg sind, keinerlei Einfluss mehr darauf, was passieren kann. Mir wäre das zu gefährlich. Nicht auszudenken, wenn ein Unbeteiligter in der Nähe ist, wenn so ein Teil hochgeht.

Abgesehen davon, verstehe ich nicht, wie man den wichtigsten Teil des Brauens Leuten übergibt die Null Ahnung davon haben. Wenn dann jeden Tag 10 Teilnehmer bei dir anrufen, Viel Spaß.

Machs halt einfach richtig, brau irgendein Ale und verköstige das 4 Wochen später mit den Teilnehmern, dann haben alle 2x Spaß und keinem passiert was.

Gruß
Peter
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#37

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 13. Juli 2017, 16:31

Ich kenne jemanden, der VHS-Braukurse gibt und den Teilnehmern ausdrücklich mitteilt, sie mögen saubere PET-Mineralwasserflaschen (an denen niemand genuckelt hat...) mitbringen, um anschließend die Würze aufzuteilen.
Ich kenne auch einen, der lässt (besser ließ) seine Teilnehmer saubere 5l-Kunststoffkanister mitbringen. Zwei von acht Teilnehmern vergessen es und unter den restlichen sechs ist immer mindestens einer dabei, der einen gebrauchten Benzinkanister anschleppt.
Jetzt greift er den Teilnehmern 5€ extra ab und stellt neue Kanister zur Verfügung.

Cheers, Ruthard
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#38

Beitrag von schloemi » Donnerstag 13. Juli 2017, 16:35

Hallo Moritz,

ich als Seminarleiter würde natürlich PET und Bügelflasche bereitstellen.

Was mich halt persönlich an der Art stört, ist die Tatsache, dass unterschwellig vermittelt wird, dass der Heissbereich der scheinbare Erfolgsfaktor für das (gute) Bier sei. Die scheinbar stiefmütterliche Behandlung der Kellerarbeit habe ich schon öfter, auch im Forum, bemängelt - Hauptsache nen dicken 2 Zoll Hahn und 20KW Gasbrenner und alles wird gut.

Auf der anderen Seite (vielleicht sogar didaktisch wertvolleren Seite) ist es natürlich schon schön vor Ort bei sich die einzelnen Entwicklungsphase der Gärung zu beobachten - sicherlich auf Kosten der Qualität des Endproduktes.

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#39

Beitrag von Zwieseltaler » Montag 17. Juli 2017, 12:09

Hallo Braugemeinde,

also erstmal vielen Dank für die Diskussion. Nein weiss ich, dass in der Hauptgärung viel CO2 entsteht. Ich brau seit 3 Jahren ca einmal im Monat und bin was Bier betrifft eigentlich Selbstversorger. Ein Tim Mälzer des Bierbrauens bin ich aber wirklich nicht, will ich auch gar nicht, genauso wenig, wie ich der beste Schäufelekoch bin. Aber mir schmeckts und das reicht mir auch. Meine Motivation ein Brauseminar abzuhalten ist, dass es bei mir in der Gegend (Schwabach) keine Brauerei mehr gibt. Gefühlt bin ich im nahen Umkreis auch der einzige Hobbybrauer. Da ich nun ein wenig Wissen angesammlt habe, um ein vernünftiges Bier herzustellen, seh ich mich nun in der Pflicht den Schwabachern ein wenig das Bierbrauen näher zu bringen. Und da die Hürde schon meist in den fehlenden Utensilien liegt, ist es mein Ziel die Herstellung von von Bier mit den einfachsten Mitteln zu vermitteln. Da kommt vielleicht nicht das super beste Bier heraus aber selbergekochtes schmeckt doch meistens am Besten.
Und nun nochmal zu meiner Frage. Ich glaube, dass die meisten keinen Gäreimer mit Gärspund zu Hause in der Küche haben und auch die Anschaffung für ein Brauseminar schon hoch ist. Meine Idee war eben, ob man den Sud nicht mit Hopfen versetzt in eine Petflasche abfüllt und dann darin die Hauptgärung vollziehen lassen kann. Man könnte zB in den Deckel ein kleines Loch stechen und den mit Watte und Klebestreifen verschließen. Von der Weinherstellung weiss ich, dass man durchaus auch offen vergären lassen kann. Ich selber habe das beim Bier aber noch nie ausprobiert. Vielleicht hat das jemand schonmal getestet und kann mir da seine Erfahrung dazu nennen. Ich würde es auch einmal in 2 Wochen austesten, wenn ich selber wieder braue.

Schönen Gruß
André

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#40

Beitrag von schloemi » Montag 17. Juli 2017, 12:15

Hallo André,

hatte ich ja in etwa so vorgeschlagen. für die NG muss du dir halt noch was einfallen lassen
Meine Idee war eben, ob man den Sud nicht mit Hopfen versetzt in eine Petflasche abfüllt und dann darin die Hauptgärung vollziehen lassen kann.
Und anstelle des Hopfens würde ich Hefe nehmen, gärt schneller.

cu schloemi

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#41

Beitrag von schlupf » Montag 17. Juli 2017, 12:19

Ginge nicht vielleicht die Variante mit einem Luftballon mit Loch als improvisiertem Gärspund? Wäre zumindest kostengünstig zu realisieren.

Wenn du deiner Umgebung das Hobbybrauen näher bringen willst, plane doch vielleicht auch was für den jährlichen "Learn to Homebrew Day" Anfang November.
Letztes Jahr haben, glaube ich, zumindest die Brauklubs in Berlin und Münster Seminare angeboten.

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#42

Beitrag von Chrissi_Chris » Montag 17. Juli 2017, 12:23

Um auf die Frage zurück zukommen in welchem Gärgefäß du vergären möchtest, musst du dir schon ein bisschen was professionelles einfallen lassen, sicherlich möchtest du das mit einfachen mitteln machen, dennoch finde ich es fraglich jeden mit einer PET Flasche und Watte oben drauf heim zu schicken.

Schau einfach mal hier :
http://www.eimerundbecherprofi.de/eimer ... s-649.html

Ein Eimer kostet 0,55€
Gärröhrchen 1,50€

Und schon ist das ganze eine ganz andere klasse.

LG Chris

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#43

Beitrag von schloemi » Montag 17. Juli 2017, 12:33

Chrissi_Chris hat geschrieben:
Montag 17. Juli 2017, 12:23

Und schon ist das ganze eine ganz andere klasse.
Jupp :thumbup

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#44

Beitrag von gulp » Montag 17. Juli 2017, 12:44

Gefühlt bin ich im nahen Umkreis auch der einzige Hobbybrauer. Da ich nun ein wenig Wissen angesammlt habe, um ein vernünftiges Bier herzustellen, seh ich mich nun in der Pflicht den Schwabachern ein wenig das Bierbrauen näher zu bringen.
Aha, im Umkreis Nürnberg, Erlangen Fürth, der "Medrobolregion" kenne ich mindestens 30 Hobbybrauer und 11 Brauereien. :Greets

Gruß
Peter
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#45

Beitrag von Sura » Montag 17. Juli 2017, 13:15

Eimer und Gärröhrchen sind nicht nötig. Ausser wenn man es ums verrecken blubbern sehen will. Andre kann das problemlos so machen wie er beschrieben hat. (Ich würde noch den Deckel weglassen und stattdessen Alufolie drüberwickeln.) Die Flaschen kann er auch selbst besorgen. Das Risiko ist jetzt auch nicht so schlimm wie befürchtet. Wenn alle so komplett blöd wären wie den Seminarteilnehmern unterstellt wird, dann dürfte man im Supermarkt auch keinen Federweissen mehr verkaufen. Die Anleitung/Anweisung: "Wenn du das komplett verschliesst, wird der Druck die Flasche platzen lassen!" ist jetzt keine Raketenwissenschaft.
Für die Nachgärung kann man eine zweite Flasche mitliefern (verschlossen) und ein Zuckertütchen beilegen. Anweisung: "Warten bis kein Schaum (Kräusen) oben drauf und das Jungbier klar ist, und dann noch eine Woche stehen lassen. Danach ohne Bodensatz umfüllen in die zweite Flasche." ist jetzt auch nicht komplizierter als jede andere Anleitung.

Ich finde Flaschen sogar eine ganze Ecke besser als Eimer: Da muss keiner der Teilnehmer zweimal am Tag den Deckel aufmachen um zu schauen was passiert und sich was einhandeln, was dann ekelig wird. Die sind durchsichtig. "Dunkel lagern" ist jetzt auch nicht so irre knifflig.
gulp hat geschrieben:
Montag 17. Juli 2017, 12:44
Gefühlt bin ich im nahen Umkreis auch der einzige Hobbybrauer. Da ich nun ein wenig Wissen angesammlt habe, um ein vernünftiges Bier herzustellen, seh ich mich nun in der Pflicht den Schwabachern ein wenig das Bierbrauen näher zu bringen.
Aha, im Umkreis Nürnberg, Erlangen Fürth, der "Medrobolregion" kenne ich mindestens 30 Hobbybrauer und 11 Brauereien. :Greets
Wenn die Karte wieder funktionieren würde, dann könnte Andre das sogar selber sehen :Greets
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#46

Beitrag von Zwieseltaler » Montag 17. Juli 2017, 14:02

Hey, vielen Dank für die Tipps,

ja ich meinte natürlich Hefe statt Hopfen zum Gären :-)

@Sura: ja, so wie du das beschreibst habe ich mir das eben auch vorgestellt. Die zweite Flasche wäre dann eine 1l Bügelflasche. Und die menge Zucker würde ich dann halt noch mit angeben. Man könnte ja die Flasche mit der Hauptgärung langsam in die zweite Flasche kippen, so dass der hefesatz unten bleibt oder vielleicht einen Trichter und Kaffeefilter. Es ist ja auch schön, zu sehen, wie etwas vor sich hin vergärt. Da wird die Vorfreude noch viel grösser. Also zumindest ist es bei mir so.

Zu den Bierbrauern in der Metropolregion und Schwabach. Also wenn ich immer nördlicher von Schwabach schaue, dann nimmt die Zahl der Hobbybrauer und Brauereien gefühlt exponentiell pro Meter zu. Aber Schwabach ist ein schwarzer Fleck. Dabei war die Stadt im 14Jhrdt ein Zentrum für Bier mit über 50 Brauereien. Hat sogar wie Nürnberg eigene Felsenkeller für Bier und die haben damals das Bier sogar weit über die Lande an Königshäuser geliefert. Also ebvor es als Goldschlägerstadt bekannt wurde war es für sein Bier bekannt. Und jetzt? Nix mehr. Leitner hat zwar noch sein Brauhaus zum Angucken stehen aber gebraut wird nur bei Herrnbräu. Und das traurigste kommt noch: Das Bier für die 900Jahrfeier kommt von ausserhalb. Und mit der Hobbybrauszene sieht es genauso aus. Selbst wenn man südlich von Schwabach weiter geht, kommen wieder vereinzelt Brauereien und Spalt ist ja auch nicht weit weg. Also ich finde, da muss einfach was getan werden. Vielleicht bin ich nicht der beste Brauer aber der einzige der das ändern will.

Schönen Gruß
André

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#47

Beitrag von Chrissi_Chris » Montag 17. Juli 2017, 14:17

Sicher kannst du das alles ohne Eimer und Gärspund etc. machen und Alufolie oder Watte drauf machen viele Wege führen nach Rom.

Du kannst dein I.P.A daheim auf dem Sofa auch aus dem Plastik Becher trinken oder aus dem Aroma Glas ...

Ich stelle mir nur gerade vor das du das Ziel hast viele zu dem Hobby zu bewegen da sollte es so attraktiv wie möglich sein und da ist ein kleiner Eimer 2-3 L nunmal authentischer als eine B Variante.

Sicher ist das Ziel im Vordergrund aber ich persönlich würde es einfach schöner und vor allem interessanter finden, wenn ich mit einem Mini Gäreimer unter dem Arm stolz nach Hause gehe.

Zumal der Kostenpunkt nicht wesentlich größer ist.

Nur mein Empfinden , bleibt natürlich alles dir überlassen.

LG Chris

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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#48

Beitrag von schwarzwaldbbq » Montag 17. Juli 2017, 15:04

Ich würde das Eimerchen auch besser finden.
Evtl. hast eine Großküche in der Nähe, die sind froh, wenn sie die loswerden. 1 - 10l bekomme ich immer wieder von denen.

LG. Joe
Unsere Vorstellung: Grüße aus dem Schwarzwald
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#49

Beitrag von §11 » Montag 17. Juli 2017, 15:32

Hi Andre,

Ich hab meine Seminare immer auf zwei Termine aufgeteilt und am zweiten Termin auch andere Bierstile verkostet. Wenn du das aber eben nicht machen willst, dann besorg doch so Eimer und gib jedem 1,5 Liter Würze mit. Dann kannst du auch den Zucker für die Karbonisierung gleich abwiegen (je Flasche) und mitgeben.

Jan
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
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Re: Brauseminar und Hauptgärung

#50

Beitrag von KCSteevo » Montag 17. Juli 2017, 17:52

Hallo,

ich würde es auch so sehen wie Chris. Man hat einfach was in der Hand was Hand und Fuß hat. Pack einfach noch 2,50 drauf und besorg die Eimer, Deckel und das Röhrchen. Ich weiß nicht, was das Seminar bei dir kostet, aber das macht dann den Brei auch nicht mehr dicke...
Kommt sicher besser an als ne PET-Flasche. Wenn sie ins Thema einsteigen sollten und sich Equipment anschaffen, ist das einfach ähnlicher als ne Plastikflasche...

Du hattest geschrieben, dass du 1 Liter Bügelflaschen mitgeben willst? Vielleicht wäre ne kleine Einheit hier geschickter und für dich auch billiger? Ich hätte nicht so viele daheim. Mit 0,33 bekommt man einfach mehr Flaschen dann raus. Wäre vielleicht auch noch n Tip. Den Zucker kannst sie ja dann direkt abwiegen lassen und in kleine Zipp-Beutel abfüllen als Bsp. Die wenigsten werden dann schon ne Briefwaage haben. Einfach deine zur Verfügung stellen. Is sicher vorhanden, oder?

Vielleicht kannst du ja für die Teilnehmer dann ein weiteren Termin anbieten mit nem kleinen Tasting? Wo dann z.B. das gebraute wieder mitgebracht werden kann und gegen deins verkostet werdne könnte neben zwei drei anderen Bierstilen?
Sind die Hühner flach wie Teller, war der Traktor wieder schneller. Prost!
:Drink

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