Fremdhefen zielsicher abtöten

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Fremdhefen zielsicher abtöten

#1

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 9. Oktober 2017, 13:15

Seit mich der Gedanke beflügelt hat ein alkoholfreies Bier zu brauen, überlege ich hin und her, wie ich mein komplettes Kaltbereichsequipment "garantiert" frei von Fremdhefen bekomme.
Das Alkoholfreie wird mit einer STW von 6,5°P eingebraut und mit der WSL-17 (Ludwigii) vergoren. Die WSL-17 hat einen Gendefekt (Maltose-Maltotriose Defekt). Sie wird bei etwa 10% EVG fertig sein und ein Jungbier mit einem hohen Anteil mit durch andere Hefen vergärbarer Zuckerarten zurücklassen.
Und genau da fangen meine Sorgen an. Den Gäreimer werde ich zuvor mit aktivchlorhaltigem Bierleitungsreiniger gefolgt von 4%iger Zitronensäure und StarSan neutralisieren. Die Kegs und Fittinge werden mit chlorfreiem Bierleitungsreiniger und StarSan behandelt, wobei die Kegs per CIP Düse ausgespritzt werden und die Fittinge "nur" ausgebürstet werden und in ein Reinigungsbad gelegt werden können. Die Kegs könnte ich zusätzlich mit der Heißluftpistole und 200-300°C von innen erhitzen und dann die Fittinge in das heiße Fass einbauen. Stopfen, Schläuche und Gärspunde verwende ich Neue.

Wird das reichen, um wirklich sicherzustellen, dass das Bier nach dem Abfüllen nicht wieder anfängt zu gären, nur weil vielleicht 5 oder 10 Zellen einer anderen Hefe irgendwo im Gärbottich oder im Keg überlebt haben?
Mir fehlt das Equipment, um das Bier in den Kegs nach dem Abfüllen zu pasteurisieren. Auf die Toastbrotaromen würde ich auch gern verzichten.

Was haltet ihr für sinnvoll? Andere Vorschläge?
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Montag 9. Oktober 2017, 14:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#2

Beitrag von Boludo » Montag 9. Oktober 2017, 13:25

Das sicherste wäre, einen neuen Gärbehälter für speziell solche Fälle zu kaufen.

Stefan

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#3

Beitrag von Alt-Phex » Montag 9. Oktober 2017, 13:34

Hat Ulrich nicht mal erzählt das die Ludwigii sich irgendwann doch auf Maltose umstellen kann und deshalb auf jeden Fall pasteurisiert werden soll ?
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#4

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 9. Oktober 2017, 13:40

Alt-Phex hat geschrieben:
Montag 9. Oktober 2017, 13:34
Hat Ulrich nicht mal erzählt das die Ludwigii sich irgendwann doch auf Maltose umstellen kann und deshalb auf jeden Fall pasteurisiert werden soll ?
Nein, das kann sie nicht. Ich hatte mit Ulrich telefoniert und ihn genau danach gefragt, weil ich die Hefe gerne konservieren und weiterführen möchte.
Er sagte sinngemäß, dass die WSL-17 wie jede andere Hefe mutieren kann, aber nicht so, dass ihr ein "drittes Auge" oder ein zweiter Magen (für Maltose) oder sonstwas wachsen kann. Dieses Ammenmärchen soll sich recht hartnäckig halten, meine er. :Wink
Wenn in dem Bier auf einmal doch Maltose vergoren wird, dann kommt dies durch Kontaminationen mit Fremdhefen.

Edit sagt:
Ulrich hat aber auch angeraten die Kegs nach dem Füllen zu pasteurisieren, um sicherzustellen, dass darin alles andere tot ist. Er schlug vor, das Keg in eine Regentonne zu stellen, das Wasser in der Tonne mit einem Tauchsieder auf etwa 80°C zu halten und lange genug zu warten, dass das Bier in den Kegs sich komplett auf 80°C erhitzen kann.
Das wäre schon umsetzbar denke ich. Wie lange müsste das Bier 80°C haben? Sollte man das Keg beim Aufheizen besser von Zeit zu Zeit spunden? :Grübel
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#5

Beitrag von Taim » Montag 9. Oktober 2017, 15:34

Wie wärs noch zusätzlich mit sowas oder sowas ähnlichem?
https://www.ebay.de/i/142406364674
UV-C lampen benutzen wir um unsere Sterilbänke bei der Arbeit keimarm zu halten.
Ist halt v.a. in der Anwendung einfach.
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 9. Oktober 2017, 15:47

Taim hat geschrieben:
Montag 9. Oktober 2017, 15:34
Wie wärs noch zusätzlich mit sowas oder sowas ähnlichem?
https://www.ebay.de/i/142406364674
UV-C lampen benutzen wir um unsere Sterilbänke bei der Arbeit keimarm zu halten.
Ist halt v.a. in der Anwendung einfach.
15 EUR könnte man dafür ausgeben, aber wirken 10W auch ausreichend auf Fremdhefen und Bierschädlinge?
http://www.sterilair.com/de/kompetenz/kompetenz/wirkung-uvc.html hat geschrieben: Grundsätzlich gilt: Je einfacher ein Mikroorganismus in seiner Struktur aufgebaut ist, desto problemloser lässt sich dieser mittels UV-Strahlung inaktivieren. Daher lassen sich Viren oder Bakterien (prokaryotische Zellen) grundsätzlich wesentlich leichter zerstören, als komplexe Mikroorganismen wie beispielsweise Hefen und vegetative Pilzzellen (eukaryotische Zellen).
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#7

Beitrag von Taim » Montag 9. Oktober 2017, 15:57

15 EUR könnte man dafür ausgeben, aber wirken 10W auch ausreichend auf Fremdhefen und Bierschädlinge?
Die Lampen selbst gibt es auch mit 55 oder 36W. Bräuchte man dann halt noch die entsptechende Fassung+Verkabelung.
Zumindest die Bakterien sollte das UV Licht schaffen. Und für Algen im Teich wird es auch hauptsächlich benutzt.
Für Hefesporen, wird es natürlich schwierig.
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#8

Beitrag von Malzwein » Montag 9. Oktober 2017, 16:44

Aber wenn du eh alles pasteurisierst, dann könntest du jede Gärung so auch abbrechen und auf die die Ludwigii verzichten und den wunderbaren Geschmack eines pasteurisierten, alkoholarmen Bieres auch ohne genießen. :Grübel

Für eine Pasteurisierung bei 60°C reichen 30 Minuten, aber die müssen halt auch an jeder Stelle des Kegs erreicht werden.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#9

Beitrag von §11 » Montag 9. Oktober 2017, 17:09

Dein Problem ist nicht das "keimarm" Machen, dein Problem sind sekundaere Infektionen. Wenn du mit einer UV Lampe oder sonstigen Mitteln das Fass "entkeimst", wie bekommst du dann das Fass wieder zusammengebaut und dicht ohne das Risiko einzugehen das du dir wieder Hefen einfaengst? Darin liegt m.M. nach deine Herausforderung. In der Brauerei ist das Risiko so wesentlich geringer weil das Keg im zusammengebauten Zustand gedaempft wird. Das passiert sogar in vielen Faellen am selben Ventil wie das spaetere Befuellen. Das heisst der Produktweg inkl. Fass warden warden mit Dampf behandelt und dann wird das Produkt befuellt.

Wenn du den Weg gehen willst das Fass zu pasteurisieren, kann dir Ulrich sicherlich sagen wieviel Pasteureinheiten (PE) du fuer die Hefe erreichen solltest. Damit laesst sich ausrechnen wie lange welche Temperatur gehalten warden sollte. Du kannst die Zeit uebrigens kuerzer halten wenn du das Fass bewegst. Dein "Knackpunkt" ist der Punkt in der Mitte des Fasses (cold spot). Du must so lange in diesem Punkt die Temperatur halten das du eben die noetigen Pasteureinheiten erreichst. Das heisst aber das dadurch die auesseren Schichten bereits viel laenger "heiss" gehalten warden muessen. Durch bewegen des Fasses durchmischt sich das Bier im Inneren aber.

Ich wuerde auch nach dem Bad in der Regentonne ein Bad im Kaltwasser empfehlen, um die Temperatureinwirkung so kurz und gering wie moeglich zu halten. Ganz wichtig ist hier auch das sauerstoffarme befuellen des Fasses, den bei der Waerme oxidiert das Bier entsprechend schnell.

In der Brauerei wuerde noch der Weg ueber Velcorin offen stehen. Ich efuerchte aber das bekommst du als Privatperson nicht http://lanxess.nl/en/about-lanxess-nl/m ... 14-00086e/

VIel Erfolg und spannendes Ezperiment

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#10

Beitrag von hkpdererste » Montag 9. Oktober 2017, 18:15

Ich hab bisher 3 mal mit der WSL-17 gearbeitet; mit ganz normal gereingten Gärbehältern, meinem ganz normalen Abfüll-Equipment, abgefüllt in ganz normal gereinigten Flaschen. Wie ihr an meinem post feststellen könnt bin ich bisher noch am leben.
Warum muss man eigentlich alles immer so total bis zum bitteren Ende übertreiben? Alles sauber machen, umsichtig und sauber arbeiten und alles wird gut.

Kopfschüttelnde Grüße Klaus :Waa

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#11

Beitrag von Sura » Montag 9. Oktober 2017, 18:40

Kannst du nicht einfach das Fass mit (annähernd) kochendem Wasser füllen, verschliessen, den Zapfkopf drauf und einmal CO2 und damit der auch überall nochmal "bespült" wird. Alles zusammengebaut lassen, dann (nach 1-2h) das Wasser mit CO2 rausdrücken. Direkt hinterher das Fass durch den Zapfkopf befüllen (mit offenem CO2, logisch), zwangscabonisieren, und fertig.
(Musst nur zu den richtigen Zeiten an die Kugel im Zapfkopf denken, an den Zahnstocher für das Lippenventil, und das aus deinem Zapfkopf kochendes(!) Wasser kommt.... )

Wenn du das so machst, sollte alles was in Kontakt mit dem Bier kommt genug Pasteureinheiten bekommen haben.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#12

Beitrag von Xacobator » Montag 9. Oktober 2017, 19:13

hkpdererste hat geschrieben:
Montag 9. Oktober 2017, 18:15
Ich hab bisher 3 mal mit der WSL-17 gearbeitet; mit ganz normal gereingten Gärbehältern, meinem ganz normalen Abfüll-Equipment, abgefüllt in ganz normal gereinigten Flaschen. Wie ihr an meinem post feststellen könnt bin ich bisher noch am leben.
Warum muss man eigentlich alles immer so total bis zum bitteren Ende übertreiben? Alles sauber machen, umsichtig und sauber arbeiten und alles wird gut.

Kopfschüttelnde Grüße Klaus :Waa
Natürlich kann es gut gehen - vermutlich sogar recht wahrscheinlich, wenn man sauber arbeitet. Aber warum sollte man ein nicht wirklich kalkulierbares Risiko eingehen?
Dass man sich darum sorgt, insbesondere, wenn man die potentiellen Gefahren und Auswirkungen kennt, ist in meinen Augen eine gesunde Einstellung. Kopfschütteln hätte ich da eher für die Empfehlung zur Vernachlässigung von Risikomanagemnt übrig...
Viele Grüße
Daniel

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#13

Beitrag von hkpdererste » Montag 9. Oktober 2017, 19:40

Wenn ich anfangen soll mein Bier in der Regentonne zu erhitzen dann hat das doch nix mehr mit Risikomanagement zu tun, das geht doch schon eher in Richtung Paranoia; zumal in seinem Setup mit dem Keg wo nix explodieren kann.

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#14

Beitrag von Boludo » Montag 9. Oktober 2017, 19:45

Ich finde, jeder darf selber entscheiden, welche Risiken er in Bezug auf Infektionen eingeht.

Stefan, sehr risikofreudig

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#15

Beitrag von Xacobator » Montag 9. Oktober 2017, 20:17

Boludo hat geschrieben:
Montag 9. Oktober 2017, 19:45
Ich finde, jeder darf selber entscheiden, welche Risiken er in Bezug auf Infektionen eingeht.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Nur sehr ich das bei Empfehlungen etwas anders.
Da hier aber von Kegs gesprochen worden ist und nicht von Flaschen und den potentiellen Folgen, ist es eh nicht so kritisch, wie ich annahm.
Viele Grüße
Daniel

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#16

Beitrag von §11 » Montag 9. Oktober 2017, 20:44

Euch ist aber bewusst das die Anregung das Fass zu pasteurisieren von Ulrich kam, also demjenigen der als Mitarbeiter der Hefebank Weihenstephan das Risiko wahrscheinlich am besten einschaetzen kann und der Brauereien in diesem Bereich beraet.

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#17

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 9. Oktober 2017, 21:09

Mit Infektionen habe ich nicht zu kämpfen. Davor habe ich absolut keine Angst. Und wenn das Bier im Gäreimer durch ein paar überlebende US05 Zellen des Vorsudes zu 85% endvergoren wird, dann ist mir das auch relativ egal. Dann wird kommt eben ein furchtbar schmeckendes Leichtbier dabei heraus :puzz
Respekt habe ich hauptsächlich vor den Kegs. Wenn die zwangskarbonisiert bei Zimmertemperatur herumstehen sind knapp 2,5 bar drauf. Falls dann eine überlebende Fremdhefe im Keg auf die Idee kommt, die restlichen 5-6°P zu vergären, dann kann die Aktion schnell mit einer Komplettrenovierung und einem lebenslangen Bierverbot in der Küche enden.

Pasteurisieren und danach schnellstmöglich abkühlen werde ich die Kegs wohl auf alle Fälle. Das ist relativ leicht zu bewerkstelligen. Reicht das schon aus?
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#18

Beitrag von TheCK » Montag 9. Oktober 2017, 21:38

Mal aus der Sciht eines unbedarften Aussenstehenden was Kegs und deren Nutzung betrifft: Wie wäre es, wenn du die Würze direkt nach dem Kochen (also bei > 80 Grad) direkt ins Keg schlauchst? Dann wird das Keg quasi im Vorbeigehen beim Abkühlen desinfiziert. Wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe schließen ja die Kupplungen dicht ab. Das heißt dann im Umkehrschluss, wenn heiße Würze drin ist kann selbst beim Abkühlen nichts mehr rein.
Die Hefe kannst du dann nach dem Abkühlen zugeben. Ja, minimales Kontaminierungsrisiko beim Öffnen, das fällt aber denk ich nicht so ins Gewicht wenn du die Außenflächen vorher ordentlich desinfizierst. Alternativ könntest du die Hefe (ganz paranoid) in einem zweiten Keg per Starter herführen und dann mittels CO2 umdrücken.

Nur mal so als Diskussionsanregung, vielleicht ist die Idee kompletter Schwachsinn, eventuell kann es aber funktionieren.
LG Chris

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#19

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 9. Oktober 2017, 21:45

Hm, nicht schlecht Chris. Die Idee kann man weiterspinnen.
Hypothese: Falls im Gärfass was drin ist, dann gärt das Bier dort durch. Falls die Gärung bei 10% EVG stoppt war es vermutlich sauber.
Dann könnte ich doch einfach im Braumeister 50 Liter Wasser heiß machen, die Kegs damit befüllen, das Wasser mit Co2 nach 30 Minuten rausdrücken und das Bier über den Füllzapfkopf reinlassen. So ist das Keg auch O2-frei.

Edit hat weiter gesponnen:
Dann könnte ich das Bier aus dem Gäreimer durch eine Kühlschlange schlauchen, die im Braumeister in kochendem Wasser hängt. Das wird definitiv 80°C und wärmer. Das volle Keg dann 30 Minuten später ins kalte Wasser.
Ich glaube das klingt nach einem Plan. Braucht jemand den 2KW Tauchsieder, den ich vorhin bestellt habe? :Wink
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#20

Beitrag von danieldee » Dienstag 10. Oktober 2017, 06:42

§11 hat geschrieben:
Montag 9. Oktober 2017, 17:09
In der Brauerei ist das Risiko so wesentlich geringer weil das Keg im zusammengebauten Zustand gedaempft wird. Das passiert sogar in vielen Faellen am selben Ventil wie das spaetere Befuellen. Das heisst der Produktweg inkl. Fass warden warden mit Dampf behandelt und dann wird das Produkt befuellt.
Man sieht manchmal einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht! Ich hab noch so einen Kärcher Dampfreiniger aufn Dachboden stehen. Seltenst benutzt. Den werd ich jetzt mal in meine Braubox holen. Danke für den tipp!!!
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#21

Beitrag von cyme » Dienstag 10. Oktober 2017, 10:01

Ähnlich habe ich meine Flaschen behandelt, bevor ich sie mit einem Bier mit der WSL-17 befüllt habe. Ich habe die leeren Flaschen in den Einkocher gestellt und mit etwas Wasser auf 100°C eine Stunde kochen lassen. Danach bei aufgelegtem Deckel auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und direkt danach befüllt. Ist nicht so effektiv wie unter Druck erzeugter Dampf, der auch über 100°C haben kann, aber mit einfachen Hausmitteln eine umsetzbare Methode.

Es muss ja nicht immer gleich Flaschenbacken sein, thermisch kann man auch gut Fremdkeime reduzieren.

[edit]Hm, ich hätte sogar einen kleinen Dampferzeuger rumstehen, der sich vielleicht zweckenfremden ließ. Wurde als Espressomaschine verkauft, ist aber dazu völlig ungeeignet.

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#22

Beitrag von Lumbanraja » Dienstag 10. Oktober 2017, 11:31

Das mit dem Kärcher mache ich auch so. Ich habe einfach die Fugendüse (die mit der kleinen runden Bürste) mit einem Stück vom Dampfschlauch (hab den einfach um 20 cm gekürzt) versehen. Dafür habe ich einfach bei einem 4-6mm CO2-Anschluss (der Nippel ohne die Überwurfmutter) die Platte so klein gedreht, dass sie in die Bürste passt, von der anderen Seite das Schlauchstück dran und an dessen anderem Ende ein 5/8"-Anschluss.
Den kann man dann prima am Bieranschluss des Kegs anschließen. Zum Entleeren des Kondensats Keg auf den Kopf und zum CO2-Anschlus restlos ablassen... Geht prima und senkt den CO2-Bedarf. Der Kärcher geht bis 3bar, d.h. ich habe vor dessen Schlauch auch keine Bedenken...
Als er grade grade war, da knickt' er ab, was schade war...

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#23

Beitrag von uli74 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 21:12

Wie wäre es, die Kegs mit SEPA zu reinigen, zusammenbauen, anschliessend etwas Isopropanol (70%) einfüllen, schütteln, mit CO2 rausdrücken und dann mit kochendem Wasser füllen, das auch wieder mit CO2 rausgedrückt wird?

Sehr viel Fremdhefe wird diese Prozedur nicht überleben.
Gruss

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#24

Beitrag von Doemensianer » Mittwoch 11. Oktober 2017, 21:38

Ich meine, wenn du das Keg eh mit heissem Wasser füllen willst, wozu willst du vorher noch Isopropanol einsetzen, der eh in der lebensmittelanwendung verboten ist ?
Grüessli Roli

Theorie ist, wenn man alles weiss aber nichts funktioniert
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bei mir ist Theorie und Praxis vereint :thumbsup
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#25

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 11. Oktober 2017, 21:48

Gibt es irgendwelche "Tuberkel" (Bierschädlinge oder Hefen allgemein), die 95°C heißes Wasser für 20-30 Minuten überleben können? Falls nicht verzichte ich auf die chemische Keule und reinige die Kegs vor der Hitzekur, wie sonst auch immer, mit chrlorfreiem alkalischem Bierleitungsreiniger (Bevi Liquid) und Leitungswasser.
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#26

Beitrag von uli74 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 22:19

Doemensianer hat geschrieben:
Mittwoch 11. Oktober 2017, 21:38
Ich meine, wenn du das Keg eh mit heissem Wasser füllen willst, wozu willst du vorher noch Isopropanol einsetzen, der eh in der lebensmittelanwendung verboten ist ?
...und mit dem die meisten Hobbybrauer trotzdem ihr Equipment desinfizieren?

Um die "Trefferquote" zu erhöhen und weil heisses Wasser alleine womöglich nicht ausreicht. Und weil mans mit eben dem heissen Wasser restlos aus dem Keg ausspült.
Gruss

Uli

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#27

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 11. Oktober 2017, 23:20

So wie ich das verstanden habe können viele Bierschädlinge keine saure Umgebung ab - 4%ige Zitronensäure killt diese Tuberkel.
Der andere Teil der mag nicht heiß - die erwische ich mit 95°C heißem Wasser.
Hefen mögen kein Alkohol - die erwische ich mit ISO.
Verschmutzungen im Keg gehen zuvor sehr gut mit alkalischem Reiniger, CIP Düse und Druck weg.

Irgendwas vergessen bzw. unnötig?
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#28

Beitrag von Kraeusenpils » Donnerstag 12. Oktober 2017, 07:54

moin,

ich presse meinen apfelsaft selber, der muss dann auch haltbar gemacht werden - enthält ja auch
sehr viel zucker.
ich erhitze im offenem edelstahl fass auf 85°C und fülle heiss in bag in a box beutel ab, geht
wunderbar.

warum der apfelsaft trotzt offensichtlichem nicht abtötens von sporen nicht anfängt zu
gären kann ich nicht erklären, vielleicht liegt es an niedrigem pH Wert. der wäre bei dir
aber höher...

viele grüße
kp

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#29

Beitrag von Doemensianer » Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:03

uli74 hat geschrieben:
Mittwoch 11. Oktober 2017, 22:19
Doemensianer hat geschrieben:
Mittwoch 11. Oktober 2017, 21:38
Ich meine, wenn du das Keg eh mit heissem Wasser füllen willst, wozu willst du vorher noch Isopropanol einsetzen, der eh in der lebensmittelanwendung verboten ist ?
...und mit dem die meisten Hobbybrauer trotzdem ihr Equipment desinfizieren?

Um die "Trefferquote" zu erhöhen und weil heisses Wasser alleine womöglich nicht ausreicht. Und weil mans mit eben dem heissen Wasser restlos aus dem Keg ausspült.
dann habe ich nochmals eine Frage, verzeiht mir aber vielleicht habe ich etwas nicht mitbekommen oder ich bin zu doof :Drink

Warum verwenden die meisten Hobbybrauer Isopropanol und nicht Aethanol ?
Nach meinem Wissensstand ist Isopropanol in der Industriellen und gewerblichen Anwendung verboten worden und im privaten Hausgebrauch noch erlaubt, weil die EU-Entscheidung dazu noch ausstehend ist.
Falls da Reste zurückbleiben und mit dem Bier in Kontakt kommen, dann wäre das mit Aethyl-Alkohol ja egal und auch mit vergälltem Aethanol weniger tragisch als mit Isoprop :Grübel
Grüessli Roli

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bei mir ist Theorie und Praxis vereint :thumbsup
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#30

Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:17

Purer Geiz.
Isopropanol ist halt um Größenordnungen billiger als Weingeist, der als Trinkalkohol versteuert wird.
Und bei richtiger Handhabung dampft Isopropanol vollständig ab. Bei vergälltem Ethanol (Brennspiritus) kann man sich nie sicher sein, ob nicht Vergällungsmittel zurückbleibt.

Ich halte es für vertretbar, eine Isopropanol-Sprühflasche "fürs Grobe" zu benutzen, also für große Flächen, die genug Zeit zum Abdampfen haben, und eine mit Weingeist "fürs Feine", also z.B. Hähne und nass-in-nass.

Wobei ich das Isopropanol ehrlich gesagt kaum noch benutze, seit ich mir aus dem Italienurlaub immer flaschenweise Weingeist mitbringe.

Moritz

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#31

Beitrag von Doemensianer » Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:23

:thumbup der Apfelsaft ist doch grad ein wunderbares Beispiel

Wenn sich irgendwo Fremdhefen tummeln, dann doch im Herbst auf reifem Obst,

warum ist den pasteurisierter Apfelsaft haltbar ?

Pasteurisationsbedingungen sind Temperaturen von 60° - 80°, über 80° sind Sterilisationsbedingungen
so zumindest habe ich das mal gelernt: "Mach alles mindestens 80° heiss und dann wächst nichts mehr"
Grüessli Roli

Theorie ist, wenn man alles weiss aber nichts funktioniert
Praxis ist, wenn alles funktioniert und niemand weiss warum

bei mir ist Theorie und Praxis vereint :thumbsup
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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#32

Beitrag von Eifelbauer » Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:32

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Montag 9. Oktober 2017, 21:45
Hm, nicht schlecht Chris. Die Idee kann man weiterspinnen.
Hypothese: Falls im Gärfass was drin ist, dann gärt das Bier dort durch. Falls die Gärung bei 10% EVG stoppt war es vermutlich sauber.
Dann könnte ich doch einfach im Braumeister 50 Liter Wasser heiß machen, die Kegs damit befüllen, das Wasser mit Co2 nach 30 Minuten rausdrücken und das Bier über den Füllzapfkopf reinlassen. So ist das Keg auch O2-frei.

Edit hat weiter gesponnen:
Dann könnte ich das Bier aus dem Gäreimer durch eine Kühlschlange schlauchen, die im Braumeister in kochendem Wasser hängt. Das wird definitiv 80°C und wärmer. Das volle Keg dann 30 Minuten später ins kalte Wasser.
Ich glaube das klingt nach einem Plan. Braucht jemand den 2KW Tauchsieder, den ich vorhin bestellt habe? :Wink
Hallo Jens,
wenn das Bier dann aber abkühlt entsteht ein Unterdruck und dein Kegventil wird undicht. Oder irre ich mich?
Gruß Arnd
Meinungen, Biere und Fürze haben gemeinsam, dass man nur die Eigenen als bekömmlich empfindet.
Gruß aus der Nordeifel, Arnd.

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#33

Beitrag von Kraeusenpils » Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:46

Doemensianer hat geschrieben:
Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:23
:thumbup der Apfelsaft ist doch grad ein wunderbares Beispiel

Wenn sich irgendwo Fremdhefen tummeln, dann doch im Herbst auf reifem Obst,

warum ist den pasteurisierter Apfelsaft haltbar ?

Pasteurisationsbedingungen sind Temperaturen von 60° - 80°, über 80° sind Sterilisationsbedingungen
so zumindest habe ich das mal gelernt: "Mach alles mindestens 80° heiss und dann wächst nichts mehr"
Ne, sterilisieren bei überdruck und 120°C, um die sporen zu killen im autoklaven/dampfdruckkochtopf.
also bei 85°C überleben sporen. im dann pasteurisisertem apfelsaft fehlt sauerstoff und der pH ist klein,
das könnten schlechte bedingungen für viele sporen sein.
mann müsste pasteurisiserten apfelsaft mal auf PC oder NA ausplattieren und gucken, ob da was wächst?

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#34

Beitrag von Malzwein » Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:58

Ich würde die heiß befüllten Kegs 14 Tage nach Tschernobyl bringen ...

Kommt nur mir die Diskussion etwas absurd vor? :Grübel
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#35

Beitrag von Mjoelnir » Donnerstag 12. Oktober 2017, 10:52

Kraeusenpils hat geschrieben:
Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:46
Ne, sterilisieren bei überdruck und 120°C, um die sporen zu killen im autoklaven/dampfdruckkochtopf.
Alle Sporen bekommt man leider auch nicht bei 120 °C beim Autoklavieren. Dafür muss man zusätzlich noch Tyndallisieren. Aber das führt etwas zu weit :D
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"Beer beer, beer beer, beer beer beer beer..."
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Grüße
Daniel

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Re: Fremdhefen zielsicher abtöten

#36

Beitrag von Kraeusenpils » Donnerstag 12. Oktober 2017, 11:37

nein! das stimmt nicht. wer keinen autoklaven hat, muss halt tyndallisieren:

https://de.wikipedia.org/wiki/Tyndallisation

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