Gärung stockt... 5° Plato

DanyCode
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Gärung stockt... 5° Plato

#1

Beitrag von DanyCode » Montag 16. Oktober 2017, 17:44

Hallo, ich mache einfach mal einen neuen Thread auf, weil ich denke, das passt hier besser hin als in die bebilderte Braudoku...
Ich habe am 23.09 gebraut und angestellt, die Doku dazu gibt's hier viewtopic.php?f=10&t=15283&view=unread#unread.
Landbier, 24 Liter mit der GOZDAWA old german Altbier Hefe.
Ich hatte vor der Hefegabe knapp 12% Stammwürze. Nach 10 Tagen in der HG waren es noch 7° Plato. Am 12.10 waren es noch 5° Plato und heute, nach fast 23 Tagen in der HG immer noch 5°Plato. Ich spindel direkt im Gäreimer. Die Spindel wird mit kochendem Wasser übergossen um sie zu desinfizieren. Ich warte kurz, dass sie wieder aus Raumtemperatur kommt und dann drehe ich die Spindel an, damit sich keine Bläschen anheften, dennoch heften sich immer relativ schnell Bläschen an die Spindel und die Spindel wandert weiter aus dem Wasser raus, teilweise bis 7° Plato. Ich denke aber mal, dass die 5° schon stimmen werden. Am Freitag geht es für eine Woche in den Urlaub, ich wollte eigentlich am Donnerstag abfüllen, bin jetzt aber skeptisch ob das ganze überhaupt noch weiter geht?!?!
Das Jungbier riecht super, schön malzig, leicht fruchtig aber nicht zu hopfig, ich könnte mir vorstellen, dass es ein super Bier wird, bin aber ratlos. Soll ich bis nach meinem Urlaub warten? Das wären 36 Tage Hauptgärung.
Bitte um eure Erfahrungen.

Hier nochmal zwei aktuelle Bilder

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Herzlichen Dank mal wieder :redhead

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#2

Beitrag von Xacobator » Montag 16. Oktober 2017, 18:09

Hm, die Hefe sollte knapp 75% sEVG schaffen, du hast nicht mal 60. Die Schüttung und Temperaturen sollten eigentlich passen um mehr raus zu holen. Ich würde den Messwert der Spindel (Mini-Spindel?) mal anzweifeln. Aber die Gärung müsste eigentlich durch sein. Ggf. noch mal etwas wärmer stellen und schauen ob sich was tut. Sonst würde ich glaube ich mit Manometer abfüllen.
Übrigens: kochendes Wasser könnte die Spindel zerstören, da wäre ich vorsichtig.
Viele Grüße
Daniel

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#3

Beitrag von gulp » Montag 16. Oktober 2017, 18:43

Was für eine Spindel ist das und was zeigt sie bei 20° warmen Wasser an?

Gruß
Peter
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#4

Beitrag von hyper472 » Montag 16. Oktober 2017, 18:46

Witzig, ich habe das Thema gerade gegoogelt, weil ich auch gerade das erste Mal mit der OGA9 vergäre und mich wundere, dass sich wenig tut. Allgemeiner Tenor meiner Funde: Geduld! Die Hefe tut ihren Job, braucht aber ihre Zeit. 75%sEVG sind drin.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hefe bis Donnerstag diesen sEVG noch erreicht - daher würde ich bis nach dem Urlaub warten. Das Risiko, nach dem Urlaub einen Haufen explodierter Flaschen vorzufinden halte ich für höher als das einer Infektion infolge zu langer HG.
Aber ich beobachte den Thread weiter in der Hoffnung, dass sich hier ein Altbierexperte zuschaltet :Greets
Viele Grüße, Henning
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#5

Beitrag von Bitter » Montag 16. Oktober 2017, 19:09

Ich verwende die OGA9 sehr gerne für meine Altbiere. Normalerweise ist die in einer Woche "durch" bei einem SEVG von ~76%. Die Gärtemperatur liegt bei mir immer bei ziemlich genau 20°C.

Gruß Lothar

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#6

Beitrag von Alt-Phex » Montag 16. Oktober 2017, 19:41

In erster Führung kann die schonmal bei 4-5% stehen bleiben. Nicht ungewöhnlich für die Hefe. In mehrfacher Führung steigt der EVG entsprechend und die wird auch geschmacklich nochmal besser, aber das nur mal am Rande. Wenn die solange nichts getan hat, dann kannst du abfüllen. Zur Sicherheit entnimm halt mal ne Probe, lass die ausgasen und spindel mal "richtig".
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#7

Beitrag von §11 » Montag 16. Oktober 2017, 19:50

Probe nehmen, durch Kaffeefilter entgasen und dann messen
„porro bibitur!“
Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
Die Seite zur HBCon https://heimbrauconvention.de/
https://headlessbrewer.wordpress.com/

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#8

Beitrag von DanyCode » Montag 16. Oktober 2017, 23:07

Ich war eben nochmal da... Die Gärtemperatur hatte ich nach 11 Tagen bereits von 18°C auf 20°C verändert. Ich habe auch den Gäreimer in eine Decke gepackt, damit es im Eimer richtig dunkel ist.
Die Spindel habe ich eben in 20°C Wasser getestet und sie zeigt 0° Plato an.

Interessant fand ich, dass vorhin im Gärröhrchen wieder Aktivität war, ob es nun an der Hefe liegt oder an entweichendem CO2? Keine Ahnung...
Gut, dann Spindel ich einfach Mittwoch nochmal mit entgaster Probe und wenn dann alles so ist wie heute, dann fülle ich ab mit 5 Gramm Zucker / Liter. Ich hoffe das geht gut, habe zur Sicherheit auch ein Flaschenmanometer.

Mit dem Hefestrpping? bin ich noch nicht geübt. Unser nächster Sud wird wahrscheinlich erst Ende Dezember sein oder Anfang 2018, ich weiß nicht ob ich die Hefe so lange am Leben halten kann. Ich werde wohl wieder eine neue Hefe für einen neuen Sud nehmen.

Ich danke euch! :Drink

EDIT: es ist diese Spindel https://www.hobbybrauerversand.de/Sacch ... el-0-20-05
Zuletzt geändert von DanyCode am Montag 16. Oktober 2017, 23:41, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#9

Beitrag von SingleUser » Montag 16. Oktober 2017, 23:39

1. Wenn Du Dich mit dem Strippen nicht auskennst, nimm eine neue Hefe. Das lohnt sich nicht.
2. Sag mal, ist das eine "Haut" auf dem Sud (Foto 1) ?
3. Noch einmal 2 Tage warten und messen...wenn sich bis dahin nichts mehr tut, ist es halt so....)
4. 5 Gramm Zucker pro Liter finde ich etwas wenig
-> Schau unter fabier.de -> dort "Berechnungen". m. A. müsste eher etwas um die 7 Gramm Zucker / Liter rein... (kann Dir aber "out of the blue" nicht sagen, welchen Co2 Wert Dein Bier sortentypisch haben sollte...)

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#10

Beitrag von danieldee » Dienstag 17. Oktober 2017, 06:56

In erster Führung kann ein Hefenahrung helfen die Gärung zu optimieren. Kurz vor Flame Out hinzugeben. Hilft auch den angestrebten EVG zu erreichen.
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#11

Beitrag von DanyCode » Dienstag 17. Oktober 2017, 14:11

SingleUser hat geschrieben:
Montag 16. Oktober 2017, 23:39
2. Sag mal, ist das eine "Haut" auf dem Sud (Foto 1) ?
4. 5 Gramm Zucker pro Liter finde ich etwas wenig
-> Schau unter fabier.de -> dort "Berechnungen". m. A. müsste eher etwas um die 7 Gramm Zucker / Liter rein... (kann Dir aber "out of the blue" nicht sagen, welchen Co2 Wert Dein Bier sortentypisch haben sollte...)
Zu 2: Nein, das ist eine Spiegelung vom Rand des weißen Gäreimers :Wink
Zu 4: Oh, du hast recht, da habe ich mich wohl verguckt, bzw es war zu spät gestern Abend. Mein Weizen aus meinem ersten Sud sollte mit 5,5 gr CO2/Liter haben, habe das Bier auf die entsprechende Menge Zucker laufen lassen und umgerührt. Das war nicht ganz klug, weil der Zucker sich nicht vollständig gelöst hat, ich hätte den Zucker vorher komplett in ein wenig Wasser auflösen sollen... Jedenfalls blieb Zucker übrig, das Weizen war trotzdem noch gut Carbonisiert. Mit dem Landbier möchte ich auch in diese Richtung. Aber stimmt schon, eher 6.5 Gramm Zucker.

Ich berichte die Tage wieder :Greets

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#12

Beitrag von SingleUser » Dienstag 17. Oktober 2017, 14:40

laut Fabier ca. 7,6 Gramm Haushaltszucker.
Du schaust wie warm Dein Bier am Ende der Hauptgärung ist (weil dann kein Co2 mehr produziert wird). Mir tütet der Rechner da 7,6-7,7 gramm / LIter raus.

Das mit dem nicht komplett auflösen des Zuckers kann übrigens auch voll nach hinten losgehen, wenn nämlich ausversehen zuviel Zuckerplörre in eine Pulle kommt (Stichwort "Flaschenbombe"). Löse den Zucker in warmen Wasser auf. Achso: rechne vorher diese Menge noch auf die Gesamtmenge drauf.
> Menge Jungbier + Menge Zuckerlösung = Gesamtmenge in Liter
Gesamtmenge in Litern * Gramm Zucker pro Lier = Zuckermenge

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#13

Beitrag von DanyCode » Dienstag 31. Oktober 2017, 19:45

Da bin ich wieder... :Greets

also... ich habe wie hier empfohlen mal durch einen Kaffeefilter entgast und dann im Zylinder gespindelt und zwar am 19.10. da zeigte mir die Spindel dann 4°Plato an, also doch nochmal ein weiterer Erfolg nach gut 26 Tagen HG. Das Bier roch diesmal aber leicht säuerlich und nicht mehr so fruchtig wie am Anfang, aber auch nicht beunruhigend sauer, es roch wie mein erster Sud im Sommer.

Wir haben dann abgefüllt und mit 6,5 Gramm Zucker / Liter (vorher in lauwarmen Wasser aufgelöst) in die Würze eingerührt.
Das vorherige Abziehen von der Hefe hat leider nicht so schön geklappt, das nächste Mal entnehme ich wieder aus dem Hahn und nicht mit einem Schlauch, der hing nämlich dann zu tief im Hefeschmodder und hat meines Erachtens zu viel Hefe mit in den Eimer genommen. :thumbdown hier muss noch Übung her, ist ja auch erst der zweite Sud.

Seit 12 Tagen sind die Flaschen bei 20°C in der Nachgärung, das Flaschenmanometer hat sich nun bei 2,2 Bar eingependelt und steht seit 3 Tagen still. Also gehen die Flaschen jetzt in den Kühlschrank. Ich hoffe es wird trotz aller Umstände ein leckeres Bier. Danke für eure Tipps - man braucht manchmal wohl doch mehr Geduld als vorher gedacht... :thumbsup

Ich berichte mal in 2 - 3 Wochen wie's schmeckt. :Drink
Beste Grüße
Daniel

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#14

Beitrag von Dinkhopf » Donnerstag 23. November 2017, 19:04

Nabend zusammen,

ich hänge mich mal dran. Habe vergangenen Samstag das Kupfer Alt aus MMuM gebraut (rezepttreu) und am frühen Abend mit der OGA9 bei 19°C angestellt. Zielstammwürze habe ich mit 13,2°P leicht verfehlt, das war mir in dem Moment aber egal.

Es ging zunächst hoch her: Sechs Stunden später war die Hefe angekommen, am Sonntag waren Hochkräusen sichtbar, am Montag war der ganze Spuk um. Seither steht die Spindel bei 5°P. Gestern Morgen habe ich mal vorsichtig angeklopft und den Bottich zudem wärmer gestellt. Ohne Ergebnis. Die Oberfläche der Würze ist recht klar, so, wie Würze bei meinen letzten Suden aussah, wenn sie abfüllfertig war. Einziger Unterschied: 1 cm unter der Oberfläche sind flockige "Wölkchen" in der Schwebe.

Meine Frage: Weiter warten (trotz Stillstand seit fast vier Tagen)?
Meine Hauptsorge ist, dass das Bier zu körperbetont wird. Berechtigt? Habe schon mit dem Gedanken gespielt aufzuzuckern - gute oder schlechte Idee?

Schönen Abend zusammen
Alex

Edit: PS: Ja, ich weiß - die OGA9 ist nicht rezepttreu. :Smile :Wink
Beste Grüße
Alex :Drink

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#15

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 23. November 2017, 21:40

Dinkhopf hat geschrieben:
Donnerstag 23. November 2017, 19:04
Nabend zusammen,
In erster Führung ist das für die OGA9 kein unüblicher Wert. Dazu noch die 75% Münchner Malz aus dem Rezept. Klingt für mich plausibel, da wird wohl nicht mehr viel passieren.
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#16

Beitrag von Dinkhopf » Donnerstag 23. November 2017, 21:58

Hmm, das habe ich mir gedacht. Danke für die Einschätzung. Was hältst du von meiner Idee, das Bier mit Zucker zu „verschlanken“?
Beste Grüße
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#17

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 23. November 2017, 22:21

Körper, Alkohol und Hopfen sollten ja optimaler Weise einen bierstiltypischen UND harmonischen Dreiklang bilden. Mit Aufzuckern erhöhst du lediglich den Alkoholanteil, der auch zum Körper beiträgt. Ich denke nicht, dass du damit was Sinnvolles erreichst.
Wie viel Hektoliter hast du davon gebraut? Keine Menge, die man trotz möglicherweise :Ätsch zu mastigem Körper trinken kann?
Mein Tipp: Warte die NG ab, probiere es erstmal, lass es bei Bedarf reifen und probiere es wieder. Wenn das Bier dann immer noch zu mastig schmeckt, dann schicke mir ein paar Flaschen :Bigsmile
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ? Aus Zeitgründen derzeit kein Hefeversand.

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#18

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 23. November 2017, 23:20

Sehe ich wie Jens. Lass es einfach mal so wie es ist. Soviel Münchner Malz ist halt auch nicht wirklich typisch für ein Altbier, schlank wird das eher nicht.
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#19

Beitrag von Dinkhopf » Freitag 24. November 2017, 12:13

Nagut, dann kommt es am Wochenende in die Pulle. :)
@Jens: Ich komme dann wieder auf dich zu. ;-)
Beste Grüße
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#20

Beitrag von gaelen » Freitag 13. Dezember 2019, 06:44

Moin Zusammen.....

Irgendwie paßt der Faden genau zu meinem aktuellen Problem.....
Bei meinen letzten drei Bieren, welche ich gebraut habe, stockte die HG bei ca. 5°P.
Es waren
_das 7-Korn-Landbier mit "German Altbier"
_ein Rotbier mit Mangrove Jacks M15 "Empire Ale" und nun
_ein Dampfbier mit Mangrove Jacks M20 "Bavarian Wheat"

Alle Bier hatten eine Stammwürze zwischen 12°P und 13,5°P.....

Alle Hefen kamen direkt aus der Packung und ich habe sie im "normalen" Temperaturbereich arbeiten lassen; einzig bei der M20 hatte ich die ersten zwei Tage die Temperatur an den oberen Bereich "geschoben"....
Die HG sind immer gut gestartet, aber nach ca. 4 Tagen dann "eingeschlafen".....

Aktuell habe ich noch das Dampfbier in der HG. Sollte ich vielleicht nochmal ein Päckchen Hefe rehydrieren und sie neu starten (lassen)?

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#21

Beitrag von DerDallmann » Freitag 13. Dezember 2019, 07:03

Nach meiner Erfahrung bringt das nicht viel.

Du musst ergründen woran es liegt. Ich hatte anfangs auch oft Probleme mit schlechten sEVGs. Das geänderte sich, als ich mich etwas mehr mit dem Brauwasser beschäftigte und begann, Hefenahrung zu benutzen. Eventuell ist auch dein Maischeverfahren nicht optimal, Stichwort: FAN, oder du underticht/pitcht die Hefe falsch. Dazu müsste man aber dein Vorgehen/Wasser/Maischeplan etc. kennen.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#22

Beitrag von gaelen » Freitag 13. Dezember 2019, 07:15

Hallo.....
Danke für die rasche Rückmeldung.
_Brauwasser: Ich nehme Stuttgart "Hahnen-Wasser"
_Maischeplan: Ich habe die Rasten, Zeiten und Mengen im Rezept (ziemlich) extakt eingehalten
_Vorgehen: das Stichwort verstehe ich nicht ganz.....

Allgemeine Ergänzugen:
Ich braue in der "20-l_Klasse" in einem Weck-Einkochautomat und liege dann immer bei ca. 20-22 Litern Ausschlagswürze. Bisher habe ich immer ein Päckchen Trockenhefe benutzt, welche ich mit etwas Würze und warmen Wasser rehydriert habe. Vor der Zugabe zur Würze habe ich diese gut mit einem Schneebesen aufgerührt.....
Was mich stutzig macht, ist die Tatsache, dass ich bei meinen vorherigen ca. 10 Suden damit keine Schnwierigkeiten hatte.....

An eine Hefenahrung habe ich auch schonmal gedacht.....

Hilf mir bitte mal mit dem Begriff "FAN"? Da stehe ich gerade auf dem Schlauch.....

gruß,alexander

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#23

Beitrag von DerDallmann » Freitag 13. Dezember 2019, 08:07

Hier die Erklärung zu FAN aus dem Wiki:
https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku.php/fan

Hast du unbewusst etwas geändert bei den letzten Suden? Anderes Basismalz (Hersteller) zB.? Eventuell hat sich auch dein Wasser geändert, Versorgung von anderer Stelle? Ist möglicherweise weit hergeholt, also nur mal als Ansatz.

Allgemein: Nur weil ein Rezept auf Mmum einen Maischeplan oder ähnliches vorsieht, heisst es nicht, dass das den optimalen Weg darstellt. Einige Rezepte dort sind Murks.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#24

Beitrag von gaelen » Freitag 13. Dezember 2019, 09:46

Manche Malze waren etwas älter (ca. 1/2 Jahr ungeschotet bei mir im Keller).
Das mache Rezept verbesserungswürdig sind, kann ich mir vorstellen; hatte aber auch ehrlich gesagt noch keine Probleme damit (Außerdem sollte das Rezept von 7-Korn-Landbier doch schon recht anständig sein....)

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#25

Beitrag von DerDallmann » Freitag 13. Dezember 2019, 10:20

Klar, so habe ich das nicht gemeint. Das galt eher als allgemeiner Hinweis. Bernd's Rezept ist in Ordnung.

Ich würde mir als ersten Ansatz mal das Wasser vorknöpfen, ggf. einfach mal pauschal Hefenahrung geben. Das kann nicht schaden.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#26

Beitrag von Astir » Freitag 13. Dezember 2019, 10:29

Guten Morgen,
Ich hatte am Anfang meiner Hobbybrauer Karriere häufig Probleme mit stockender Gärung, bei mir lag es am hohen Nitrat Gehalt im Trinkwasser. Wir haben knapp 40mg/l Nitrat im Leitungswasser :thumbdown
Grüße,
Holger

Edit: http://hobbybrauer-kompendium.de/n/nitrat/nitrat.html

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#27

Beitrag von gaelen » Freitag 13. Dezember 2019, 10:42

DerDallmann hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:20
ggf. einfach mal pauschal Hefenahrung geben. Das kann nicht schaden.
Geht das jetzt auch noch?!?
Astir hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:29
bei mir lag es am hohen Nitrat Gehalt im Trinkwasser.
Schaue ich mir mal an, was die "Stadtwerke Stuttgart" dazu sagen.

Ergänzung: laut dieser Seite sollte der Nitrat-Gehalt bei ca. 14,05 mg/l

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#28

Beitrag von olibaer » Freitag 13. Dezember 2019, 11:08

gaelen hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:42
Schaue ich mir mal an, was die "Stadtwerke Stuttgart" dazu sagen.

Ergänzung: laut dieser Seite sollte der Nitrat-Gehalt bei ca. 14,05 mg/l
Für Stuttgart bitte beachten:

"... das Wasser von zwei Versorgern stammt und es aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen angeliefert wird, trinken die Stuttgarter in den verschiedenen Stadtteilen auch zweierlei „Sorten“. Im Regelfall wird der Süden, der Westen und ein Teil des Nordens vom Zweckverband "Bodensee-Wasserversorgung" versorgt. Der restliche Norden, die Mitte und der Osten der Stadt beziehen ihr Trinkwasser von der "Landeswasserversorgung"

Quelle:https://www.netze-bw.de/unsernetz/trinkwasserstuttgart

Die Wässer unterscheiden sich z.T. erheblich, auch in ihrer Brauqualität. Von daher solltest Du dein Versorgungsgebiet mit den Anlalysendaten abgleichen. Alleine für das Nitrat sieht das so aus:

A) 4 mg/l
B) 21 mg/l

Siehe hier:
https://www.enbw.com/media/privatkunden ... lwerte.pdf
Gruss
Oli
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#29

Beitrag von DerDallmann » Freitag 13. Dezember 2019, 11:37

gaelen hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:42
DerDallmann hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:20
ggf. einfach mal pauschal Hefenahrung geben. Das kann nicht schaden.
Geht das jetzt auch noch?!?
Das weiß ich nicht. War als Tip fürs den nächsten Sud gedacht.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#30

Beitrag von Pivnice » Freitag 13. Dezember 2019, 12:43

olibaer hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 11:08
Versorgungsgebiet mit den Anlalysendaten abgleichen. Alleine für das Nitrat sieht das so aus:
A) 4 mg/l
B) 21 mg/l
zu den Nitratwerten im Brauwasser -> https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=10229
Zitat: Der Gesamtsalzgehalt wird meistens nicht direkt angegeben, aber die Leitfähigkeit bietet eine akzeptable Näherung für die gelösten Salze [EWT]: (microSiemens/cm) / 1,5 = mg/l Salzgehalt. Von hier aus kommt man mit ein paar unscharfen Annahmen zu folgender Schlussfolgerung:
< 20 mg/l Nitrat: Passt
20-50 mg/l Nitrat: Auf den Gesamtsalzgehalt schauen; pro 200 mg/l gehen 10 mg/l Nitrat im Leitungswasser noch in Ordnung. Ansonsten versuchen das zuviel an Nitrat > 50 mg/l durch geringere Hopfengaben einzusparen.
Hubert
Bier: Einfach zu brauen, schwierig zu verstehen

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#31

Beitrag von Pivnice » Freitag 13. Dezember 2019, 12:45

DerDallmann hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 11:37
gaelen hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:42
DerDallmann hat geschrieben:
Freitag 13. Dezember 2019, 10:20
ggf. einfach mal pauschal Hefenahrung geben. Das kann nicht schaden.
Geht das jetzt auch noch?!?
Das weiß ich nicht. War als Tip fürs den nächsten Sud gedacht.
Hefenahrung spätestens zu Beginn der Hauptgärung zugeben
Hubert
Bier: Einfach zu brauen, schwierig zu verstehen

maxeck6
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#32

Beitrag von maxeck6 » Donnerstag 6. August 2020, 13:05

Hallo,

ich reaktiviere diesen Thema mal, da ich das gleiche Phänomen habe.
Kurz die Fakten:
Aktuell habe ich ein Australien Sparkling Ale und ein Kölsch seit 7 und 5 Tagen in der Gärung. Beide lagen zu Beginn um die 12°P (um genau zu sein, bei 11,5°P und bei 12°P) und sind jetzt nach einer Woche Gärung bei um die 6°P angekommen, seit 3 Tagen tut sich beim Ale nichts mehr. Das Brauwasser ist ebenfalls Stuttgarter Leitungswasser, ich hab aber schon geschaut und in meinem Stadtteil bekomme ich Bodenseewasser, welches nach BW Netze noch weniger Nitrat hat, als das Landeswasser. Bei beiden habe ich auch zum ersten Mal Hefenährsalz hinzugegeben.
Das Ale wird mit Gozdawa British Ale Hefe vergoren und das Kölsch mit Lallemand Lalbrew Kölsch Hefe. Beide in der ersten Führung.
Früher habe ich nach 2 Wochen einfach abgefüllt und hatte das Problem auch noch bei einem Weizen, mit Hefe in der dritten Führung. Da ich jetzt aber diesen Beitrag gefunden hab, der das Problem fast 1:1 wiedergibt, melde ich mich hier jetzt auch mal zu Wort.
Ich werde die zwei neuen Sude wohl erstmal mindestens weitere 2 Wochen stehen lassen und hoffen, dass die Hefe noch weiter arbeitet, wenn ich es richtig verstanden habe, hat es bei einigen hier auch schon geklappt.

Würde es etwas bringen, das Jungbier nochmal etwas durch zu rühren, um Sauerstoff rein zu bringen, oder würde das ab jetzt nur zur Oxidation/Alterung des Biers führen?
Wie bekommt man das Problem der ewigen Gärung langfristig in den Griff? Die eine Weizenhefe hat es ja bei mir auch in der dritten Führung nur auf 6°P geschafft.
Oder muss ich mich dafür zwangsläufig mit der Wasserchemie beschäftigen? Ein pH-Meter steht schon auf meiner Liste, als nächste Anschaffung. Laut (dem absolut fachmännischen Indikator :D) Wasserkocher ist in meinem Wasser recht viel Kalk. Kann das Einfluss haben?

Sonst mache ich jetzt erstmal nichts und berichte in 2-3 Wochen nochmal.

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#33

Beitrag von VolT Bräu » Donnerstag 6. August 2020, 13:18

Da fehlen noch einige wichtige Informationen. Zum Beispiel: Temperaturverlauf, was heißt "um die 6 Grad Plato" und wie wurde es gemessen? Scheinbarer Restextrakt, gespindelt?
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#34

Beitrag von maxeck6 » Freitag 7. August 2020, 12:53

Der Temperaturverlauf ist am ersten Tag von 24°C runter auf 22°C und seitdem pendelt es sich zwischen 19°C und 21°C ein. Je nachdem, ob tagsüber, oder nachts, ich hab leider keinen Kühlschrank. Die Köslch Hefe laut Verpackung einen Arbeitsbereich von 12-20°C und die Ale Hefe 16-20°C. Beide wurden wie auf der Verpackung angegeben, mindestens 30 Minuten vor Start in Wasser rehydriert.
Gemessen wird immer mit einem Refraktometer, welches bei destiliertem Wasser 1 anzeigt. Das habe ich vor dem ersten Brautag auch wieder überprüft. Sonst kann ich auch mal meine alte Spindel auspacken.

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#35

Beitrag von ggansde » Freitag 7. August 2020, 13:00

Moin,
korregierst Du den abgelesen Meßwert des Refraktometers? Stichwort: Alkoholfehler.
VG, Markus
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Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#36

Beitrag von maxeck6 » Freitag 7. August 2020, 17:01

Das hab ich tatsächlich nicht beachtet. Danke!
Jetzt hab ich auch die Funktion dafür im kleinen Brauhelfer gefunden und schwups sind es 2,66°P !

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#37

Beitrag von VolT Bräu » Freitag 7. August 2020, 19:16

maxeck6 hat geschrieben:
Freitag 7. August 2020, 12:53
Gemessen wird immer mit einem Refraktometer, welches bei destiliertem Wasser 1 anzeigt.
Sollwert wäre eigentlich 0 bei Leitungswasser oder dest. Wasser.
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#38

Beitrag von maxeck6 » Freitag 7. August 2020, 19:46

Ja, mit 1 meinte ich 1,000 SG. Das sind dann 0°P.

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#39

Beitrag von VolT Bräu » Samstag 8. August 2020, 08:32

Achso, dann stimmt es natürlich. Habe nicht dran gedacht, dass es auch SG Refraktometer gibt.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#40

Beitrag von Avento » Samstag 22. August 2020, 14:08

Ich würde mich mal hier dranhängen da ich mit ähnlichhem kämpfe.

Hallo,
ich hab da glaub ich ein Problem.
Ich musste einen Sud der eigentlich kurz vor fertig war längere Zeit
(10 Tage) in den Kühlschrank stellen da ich überraschend Beruflich weg musste. Der Sud hatte eine STW von 6°P als er Kühl gestellt wurde. Eigentlich sollte ich nach 2 Tagen wieder zurück sein aber es wurden dann eben 12 Tage und nach 2 Tagen stellten freundliche Menschen den Gäreimer Vorsichtshalber in den Kühlschrank bei ca. 6 bis 8°C.
Als ich zurück war dachte ich nun sei es auch soweit das Bier abzufüllen aber die STW war unverändert bei 6°P.
Also hab ich den Eimer wieder im Keller bei 18-20°C stehen lassen und nach 2 Tagen nochmal die STW welche aber unverändert bei 6°P war gespindelt. Insgesmmt ist der Sud jetzt 23 Tage im Gäreimer. Ich wusste zwar das durch Kühlen die Gärung verlangsamt wird aber das sich so gar nichts verändert verstehe ich nicht so ganz.
Wo ich nun ein bischen unsicher bin ist die Frage ob ich das Bier noch ein paar Tage bei 18-20°C im Keller stehen lassen kann oder es im Kühlschrank belassen soll bis die STW auf 3.2 °P gefallen ist bei der laut Rezept abgefüllt werden kann.
Gespindelt wurde jeweils bei 20°C und ausgetriebenen CO2.

Rezept :
Hefe : 1x obergärig
Stammwürze: ca. 13,2%
Abfüllzeitpunkt: ca. 3,2%
Hauptguss: 12 l
Nachguss: 16 l
Schüttung: 2.200 g Müncher Malz
2.300 g Wiener Malz
40 g Farbmalz
Bitterung: 48g Hopfen (6,5% Alpha) 27g bei Kochbeginn, 22g 10min vor Kochende
2-stufiges Infusionsmaischverfahren: Einmaischen bei 38°C
1.Rast: 40 Minuten bei 50°C
2.Rast: 30 Minuten bei 64°C
3.Rast: 30 Minuten bei 72°C
Abmaischen bei 78°C
Kochzeit nach dem Abmaischen: 60- 90 min

Temperaturverlauf bei der Gärung war 11 Tage bei 18-20°C im Keller, nun mittlerweile 12 Tage bei ca. 6 bis 8°C im Kühlschrank.
Gruß
Jörg

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#41

Beitrag von Commander8x » Samstag 22. August 2020, 14:37

Hast du zufällig eine Schnellvergärprobe gemacht?

Gruß Matthias
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#42

Beitrag von bierfaristo » Samstag 22. August 2020, 14:44

Die allseits bekannte Hefe: 1x obergärig wird im Kühlschrank wohl ihre Arbeit eingestellt haben. Ich würde den Gärbehälter wieder wärmer stellen, allerdings wird die Hefe jetzt weitestgehend sedimentiert sein. Aufrühren würde ich vorerst aber nicht. Ansonsten würde ich auch eine Schnellvergärprobe machen und sehen ob noch was geht. Zum Beispiel eine Spindelprobe warmstellen und ausgären lassen.

Christian
Zuletzt geändert von bierfaristo am Samstag 22. August 2020, 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#43

Beitrag von VolT Bräu » Samstag 22. August 2020, 14:44

Habe ich so zwar noch nicht getestet, ist aber denke ich nicht ungewöhnlich. Vergleichbar mit einer Flaschengärung nach Cold Crash und Abfüllung. Das kann auch mal über eine Woche dauern, bis die Gärung wieder in Schwung kommt. Nur keine Panik - einfach mal ein paar Tage warten und nicht zu viel dran herumfummeln.
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#44

Beitrag von Commander8x » Samstag 22. August 2020, 16:11

Eine Schnellvergärprobe macht am meisten Sinn direkt nach dem Anstellen.

Es wäre auch wichtig zu wissen, ob der Fragesteller richtig den Extrakt bestimmt hat, ob er zB die Kohlensäure vor dem Spindeln ausgeschüttelt hat.

Der in vielen Rezepten angegebene Restextrakt lässt sich nicht wirklich direkt übertragen auf den eigenen Süd.

Gruß Matthias
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#45

Beitrag von bierfaristo » Samstag 22. August 2020, 16:31

Natürlich macht die Schnellgärprobe nach dem Anstellen am meisten Sinn. Bei den aktuellen Außentemperaturen ist eine kleine Probe aber wieder schnell auf Temperaturen jenseits der 20°C und auch entsprechend schnell durch, sollte da noch was gehen.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#46

Beitrag von Avento » Samstag 22. August 2020, 16:33

Eine Schnellvergärprobe habe ich nicht gemacht werde das aber in Zukunft immer tun da man ja da schon sehen kann wo die Reise hingeht. Abfüllen würde ich zum jetzigen Zeitpunkt auch eher ungern da ich keine Ahnung habe ob die Flaschen mir nicht hochgehen. Soweit ich das beurteilen kann gärt es noch aber ich bin mir eben nicht sicher. Geschmacklich war das Bier immer noch sehr gut. Ich habe nur Angst das durch zulanges Warmstehen alles schlecht wird. Meine Frau die den Gäreimer in den Kühler gestellt hat hat es nur gut gemeint da sie dachte das Bier ist fertig ich habe wohl sowas erwähnt das es noch 2 Tage stehen sollte und dann in den Kühler. Was sie nicht wusste das ich normal erst noch einmal gespindelt hätte. Ich lasse das Bier wohl am besten jetzt noch bis mitte nächster Woche im Keller und Spindel dann nochmal.

@ Matthias : Kohlensäure war ausgeschlagen durch mehrmaliges hin und her schütten sowie 2x durch einen Kaffefilterlaufen lassen.
Es war danach eine 20°C warme Plörre. Spindel ist auf 20°C geeicht und getestet mit 30 gramm Zucker auf 1 Liter wasser das müssten 3° Plato sein wenn ich in Physik / Chemie nicht nur geschlafen habe. ;)
Gruß
Jörg

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#47

Beitrag von bierfaristo » Samstag 22. August 2020, 16:38

Avento hat geschrieben:
Samstag 22. August 2020, 16:33
...
Es war danach eine 20°C warme Plörre. Spindel ist auf 20°C geeicht und getestet mit 30 gramm Zucker auf 1 Liter wasser das müssten 3° Plato sein wenn ich in Physik / Chemie nicht nur geschlafen habe. ;)
Fast.😉
30g Zucker mit Wasser auf 1l Lösung auffüllen.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#48

Beitrag von Commander8x » Samstag 22. August 2020, 17:10

Es gab in der Vergangenheit immer wieder Hilferufe wegen stockender Gärung, wo nur falsch gespindelt wurde.....

Ich bin beruhigt.
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#49

Beitrag von afri » Samstag 22. August 2020, 21:51

bierfaristo hat geschrieben:
Samstag 22. August 2020, 16:38
30g Zucker mit Wasser auf 1l Lösung auffüllen.
30g Zucker mit Wasser auf 1kg auffüllen, so wäre es korrekt. Auch, wenn's fast das gleiche ist, aber wenn schon kluggeschissen und Erbsen gezählt, dann richtig :-)

Ich würde die Hefe aufrühren, welche auch immer es sein mag.Wenn sie wirklich "stockend" ist, sollte sich nun wieder etwas tun, ganz tot wird sie wohl nicht sein nach dem Kühlschrank. Wenn sie jedoch wirklich aufgehört hat und tot ist, würde sich nach dem Aufrühren und eine Woche Warten nichts mehr tun.
Achim
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Re: Gärung stockt... 5° Plato

#50

Beitrag von bierfaristo » Samstag 22. August 2020, 22:24

afri hat geschrieben:
Samstag 22. August 2020, 21:51
bierfaristo hat geschrieben:
Samstag 22. August 2020, 16:38
30g Zucker mit Wasser auf 1l Lösung auffüllen.
30g Zucker mit Wasser auf 1kg auffüllen, so wäre es korrekt. Auch, wenn's fast das gleiche ist, aber wenn schon kluggeschissen und Erbsen gezählt, dann richtig :-)
...
Du hast völlig Recht. Sowohl mit der Definition als auch mit dem Klugsch***en. :redhead

Ich bin tatsächlich von der üblichen Massenkonzentration %m/V ausgegangen. Der Extraktgehalt wird aber in %m/m angegeben. Ich glaube, ich habe das bisher gedanklich immer falsch gemacht, bzw. bin irgendwann dazu übergegangen es falsch zu machen.
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