Wassermenge beim Rehydrieren

Antworten
Benutzeravatar
hyper472
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2072
Registriert: Freitag 2. Oktober 2015, 22:33
Wohnort: Nürnberg

Wassermenge beim Rehydrieren

#1

Beitrag von hyper472 » Montag 7. Januar 2019, 14:43

Hallo zusammen,

nur eine Verständnisfrage zum Rehydrieren: allgemein (z.B. hier: https://brauerei.mueggelland.de/nachric ... nhefe.html) wird ja empfohlen, Trockenhefe in der 10-fachen Menge Wasser zu rehydrieren. Weiß jemand, warum man das Wasser so bemisst - was spricht dagegen, weniger oder mehr Wasser zu verwenden?
Die Frage, ob Wasser oder (verdünnte) Würze stelle ich hier nicht, ist ja schon zu Genüge behandelt worden.

Danke und viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Benutzeravatar
Bierwisch
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 3235
Registriert: Dienstag 15. Mai 2012, 18:02
Wohnort: Thüringen

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#2

Beitrag von Bierwisch » Montag 7. Januar 2019, 14:48

Warum das so ist, könnte Dir Ulrich beantworten, von dem (oder war es Michael Zepf?) habe ich diese Info bekommen.
Der Klügere kippt nach!

OS-Schlingel
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 554
Registriert: Sonntag 2. November 2014, 09:04
Wohnort: Lengerich

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#3

Beitrag von OS-Schlingel » Montag 7. Januar 2019, 15:18

Hallo Henning,
die Trockenhefekrümel müssen auch in Lösung gehen können.
Bei zu wenig Wasser hast Du nur Klumpen.....ich gehe mal davon aus, wenn die Zellwände mit Wasser vollgesogen sind,
ist der osmotische Druck durch Zugabe in die Würze wesentlich geringer bis gar nicht mehr vorhanden.


Gruß
Stephen
Or kindly when his credit's out
Surprise him with a pint of Stout
:Smile

Benutzeravatar
hyper472
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2072
Registriert: Freitag 2. Oktober 2015, 22:33
Wohnort: Nürnberg

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#4

Beitrag von hyper472 » Dienstag 8. Januar 2019, 12:34

OS-Schlingel hat geschrieben:
Montag 7. Januar 2019, 15:18
Hallo Henning,
die Trockenhefekrümel müssen auch in Lösung gehen können.
Bei zu wenig Wasser hast Du nur Klumpen.....ich gehe mal davon aus, wenn die Zellwände mit Wasser vollgesogen sind,
ist der osmotische Druck durch Zugabe in die Würze wesentlich geringer bis gar nicht mehr vorhanden.


Gruß
Stephen
Danke, das kann eine Erklärung sein, weshalb man nicht weniger Wasser nehmen sollte. Aber warum geht nicht auch mehr als nur die zehnfache Menge Wasser?
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Benutzeravatar
guenter
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 418
Registriert: Sonntag 21. August 2016, 11:30

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#5

Beitrag von guenter » Dienstag 8. Januar 2019, 13:20

Das kann auch die 20-fache Menge sein, aber warum die Würze mehr verdünnen als nötig. Irgendwann ist es halt zu viel des Guten.
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

Benutzeravatar
hyper472
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2072
Registriert: Freitag 2. Oktober 2015, 22:33
Wohnort: Nürnberg

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#6

Beitrag von hyper472 » Dienstag 8. Januar 2019, 13:26

guenter hat geschrieben:
Dienstag 8. Januar 2019, 13:20
Das kann auch die 20-fache Menge sein, aber warum die Würze mehr verdünnen als nötig. Irgendwann ist es halt zu viel des Guten.
Klar, ab einer Menge, die die Würze ernsthaft verdünnen würde, ist das nachvollziehbar.
Hintergrund meiner Frage ist, dass ich als alter Geizhals am liebsten den Erlenmeyer auswringen würde, wenn ich die Hefe gebe. Mit mehr Wasser hätte ich eine geringere Viskosität und mehr Hefezellen würden in der Würze landen. Warum also nicht z.B. mit der 25fachen Masse Wasser rehydrieren? Schadet das, außer dem genannten Verdünnungseffekt?

Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Benutzeravatar
Brauwolf
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 6407
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 21:07
Kontaktdaten:

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#7

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 8. Januar 2019, 13:29

Ich erinnere mich an eine Veranstaltung bei Doemens, in der Michael Zepf sogar empfohlen hat, die Trockenhefe zunächst nur anzufeuchten und später nach und nach mehr Wasser zuzugeben.

Cheers, Ruthard
Wir haben alle den gleichen Himmel, aber nicht denselben Horizont.
Mein Blog: Brew24.com

Benutzeravatar
hyper472
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2072
Registriert: Freitag 2. Oktober 2015, 22:33
Wohnort: Nürnberg

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#8

Beitrag von hyper472 » Dienstag 8. Januar 2019, 13:33

Brauwolf hat geschrieben:
Dienstag 8. Januar 2019, 13:29
Ich erinnere mich an eine Veranstaltung bei Doemens, in der Michael Zepf sogar empfohlen hat, die Trockenhefe zunächst nur anzufeuchten und später nach und nach mehr Wasser zuzugeben.

Cheers, Ruthard
Ja, so wird´s im obigen Link zum Braumagazin auch beschrieben. Bleibt die Frage, wie viel
nach und nach mehr Wasser
ist. Oder geht es wirklich nur darum, jede unnötige Verdünnung zu vermeiden?
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Quasihodo
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 12
Registriert: Sonntag 26. April 2015, 18:59

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#9

Beitrag von Quasihodo » Dienstag 8. Januar 2019, 14:25

hyper472 hat geschrieben:
Dienstag 8. Januar 2019, 13:26
Hintergrund meiner Frage ist, dass ich als alter Geizhals am liebsten den Erlenmeyer auswringen würde, wenn ich die Hefe gebe. Mit mehr Wasser hätte ich eine geringere Viskosität und mehr Hefezellen würden in der Würze landen.
Wenn es nur darum geht, auch die letzte Zelle aus dem Erlenmeyer heraus zu bekommen, könnte man nicht einfach den Kolben mit einem Schluck abgekochtem Wasser oder Anstellwürze ausspülen?
Gruß
Markus

Benutzeravatar
guenter
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 418
Registriert: Sonntag 21. August 2016, 11:30

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#10

Beitrag von guenter » Dienstag 8. Januar 2019, 15:05

Ich habe immer etwas abgekochtes Wasser im Wasserkocher, damit könnte ich nachspülen.
Ich mach es nicht, wäre mir zu umständlich für die paar Zellen. Aber stimmt schon, auch in meinem Messbecher bleibt immer ein kleiner Rest (trotz ca. 20-facher Menge).
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

KTF
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 191
Registriert: Mittwoch 12. November 2014, 11:33
Wohnort: Appenzell-CH

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#11

Beitrag von KTF » Mittwoch 9. Januar 2019, 12:56

Hallo zusammen,
also wenns drum geht die letzten Hefezellen aus dem Erlenmeyerkolben rauszubekommen mache ich es einfach so:
- Hefe aus dem Kolben ins Gärfass schütten wenn ca. 2/3 der Ausschlagwürze im Fass sind.
- Danach 2-3 mal etwas Ausschlagwürze vom Ablasshahn des Kochgefässes abzwacken und den Kolben damit aussschwenken und ab ins Fass.

Somit wird nicht unnötig mit Wasser verdünnt und man bekommt wirklich fast alles raus.

Keep it simple...

Grüsse

Benutzeravatar
guenter
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 418
Registriert: Sonntag 21. August 2016, 11:30

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#12

Beitrag von guenter » Mittwoch 9. Januar 2019, 18:21

KTF hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 12:56
- Danach 2-3 mal etwas Ausschlagwürze vom Ablasshahn des Kochgefässes abzwacken und den Kolben damit aussschwenken und ab
Womit dann vorne im Hahn Wüeze ist, idealer Nährboden für alles. Den Teil jetzt wieder sauber zu bekommen -für etwas Hefe - wäre mir zu mühsam.
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

metaler143
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 320
Registriert: Sonntag 1. Februar 2015, 20:37

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#13

Beitrag von metaler143 » Mittwoch 9. Januar 2019, 19:34

guenter hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 18:21
KTF hat geschrieben:
Mittwoch 9. Januar 2019, 12:56
- Danach 2-3 mal etwas Ausschlagwürze vom Ablasshahn des Kochgefässes abzwacken und den Kolben damit aussschwenken und ab
Womit dann vorne im Hahn Wüeze ist, idealer Nährboden für alles. Den Teil jetzt wieder sauber zu bekommen -für etwas Hefe - wäre mir zu mühsam.
Ich glaube hier ist der Hahn der Würzepfanne gemeint, nicht der am Gärgefäß.

KTF
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 191
Registriert: Mittwoch 12. November 2014, 11:33
Wohnort: Appenzell-CH

Re: Wassermenge beim Rehydrieren

#14

Beitrag von KTF » Donnerstag 10. Januar 2019, 09:54

Genau.
Hab ja auch geschrieben "Auslaufhahn des KOCHGEFÄSSES"

Grüsse

Antworten