Mangrove Jack’s Hefe Thread

Benutzeravatar
Ursus007
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2800
Registriert: Mittwoch 7. August 2013, 14:09

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#101

Beitrag von Ursus007 » Freitag 8. Januar 2016, 13:46

tauroplu hat geschrieben:Wird hier öfter behauptet, das kann zumindest ich nicht bestätigen. Die Hefe kam recht schnell an und hat auch im üblichen Zeitraum meinen Sud endvergoren.
Vielleicht ist sie auch nur sehr temperatursensibel. Ich für meinen Fall hatte die extrem lange Ankommzeit am unteren Ende ihres Wirkungsbereiches. Hattest Du sie vielleicht deutlich wärmer (>20°C)?
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

Benutzeravatar
tauroplu
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 13621
Registriert: Sonntag 23. Oktober 2005, 18:04
Wohnort: 58453 Witten
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#102

Beitrag von tauroplu » Freitag 8. Januar 2016, 14:02

Klar, die Temperatur spielt natürlich eine Rolle, wird aber leider oft nicht angegeben. Ich habe bei ziemlich exakt 20°C vergoren. Und bei der Temperatur vergärt die ziemlich neutral.
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

Benutzeravatar
Ursus007
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2800
Registriert: Mittwoch 7. August 2013, 14:09

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#103

Beitrag von Ursus007 » Freitag 8. Januar 2016, 14:15

Da haben wir's:

"RECOMMENDED TEMPERATURE RANGE: 59-74°F (18-23°C)"

Mein Negativ-Ankommrekord war bei 17-18°C.

Tja, wenn man zu geizig ist, im Keller zu heizen ... ;-)
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

Benutzeravatar
tauroplu
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 13621
Registriert: Sonntag 23. Oktober 2005, 18:04
Wohnort: 58453 Witten
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#104

Beitrag von tauroplu » Freitag 8. Januar 2016, 14:34

Mit "oft nicht angegben" meine ich, dass die User, die Probleme mit der Gärung haben, diese oft nicht angeben (mich eingeschlossen...hüstel). Auf Nachfrage kommt dann oft sowas raus, wie Du schilderst, also unterhalb der empfohlenden Untergrenze. Meine Erfahrung mit den OG Trockenhefen ist aber die, dass wenn man es hinbekommt, die Gärtemperatur (im Bottich) auf 20°C zu halten, die Hefen dann recht wenig bis gar keine Nebengeräusche erzeugen. Außer, es sind von Hause aus estererzeugende Hefen, wie z.B. die S-04 & Co.
Beste Grüße
Michael

„Lass die anderen mit Fichten- und Tannensprossen würzen, der Hopfen ist das Beste, was die Natur uns bietet.“
Aus "Das Erbe des Bierzauberers" von Günther Thömmes, Gmeiner Verlag

Benutzeravatar
Ursus007
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2800
Registriert: Mittwoch 7. August 2013, 14:09

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#105

Beitrag von Ursus007 » Freitag 8. Januar 2016, 15:19

tauroplu hat geschrieben:Mit "oft nicht angegben" meine ich, dass die User, die Probleme mit der Gärung haben, diese oft nicht angeben ...
Hatte ich auch so verstanden. :Drink
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

Benutzeravatar
Cobo
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 329
Registriert: Sonntag 29. November 2015, 14:46
Wohnort: Graz

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#106

Beitrag von Cobo » Dienstag 19. Januar 2016, 09:00

Ich habe auch vorgestern mit der M44 bei ca. 22°C angestellt. Der erste Tag war etwas ruhiger, aber seit gestern Abend geht der Gärspund im 3 Sekundentakt hoch. Heute Früh konnte man deutlich zwei fingerbreit Kräusen durch den Speidel sehen. In meinem Fall also doch sehr ordentlich.
Wird demnächst gebraut: Englischer Barley Wine, verbessertes Red Ale
Derzeit in Gärung: Epic Imperial Stout mit Cacaonibs
In Reifung: Cacao Milk Stout, Amerikanischer Barleywine
Trinkreif: Hop Chop Red Ale, Kilt Lifter Scotch Ale, Blanc SMASH

Benutzeravatar
Smeg
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 180
Registriert: Dienstag 3. November 2015, 06:02

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#107

Beitrag von Smeg » Mittwoch 3. Februar 2016, 10:26

Smeg hat geschrieben:Ich habe am Sonntag ein leicht abgewandeltes SNPA gebraut, direkt gekühlt und angestellt. Bis jetzt hat sich noch nichts getan. Der Bottich steht zwischen 17,5 und 21 °C je nach Tageszeit.

Warten?
2tes Päckchen Hefe hinzu?
Temp. höher stellen und warten?
Mir wurde geraten ein weiteres Päckchen zuzugeben! Dies habe ich dann auch gemacht und ca. 24 Stunden später ging die Gärung schleppend los! 30 Tag nach dem Brautag ist die Gärung nun endlich abgeschlossen! Jetzt noch auf mein 9 Liter NC Jolly warten und dann wird abgefüllt.

Fazit: Diese Hefe kommt mir nicht mehr ins Haus!
Dateianhänge
Gärung SNPA.PNG

Benutzeravatar
cyme
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2611
Registriert: Montag 16. Dezember 2013, 12:16

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#108

Beitrag von cyme » Mittwoch 3. Februar 2016, 12:36

Hat Mangrove Jack's ein paar seiner Hefen aus dem Programm genommen? Es wurde ja mit neuen Stämmen ergänzt, aber ich sehe z.B. die M79 (Burton Union Ale) nicht mehr auf deren Webseite: http://mangrovejacks.com/collections/cr ... ies-yeasts

Benutzeravatar
cyme
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2611
Registriert: Montag 16. Dezember 2013, 12:16

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#109

Beitrag von cyme » Donnerstag 4. Februar 2016, 08:13

MJ hat mir auf eine Anfrage per Email geantwortet: Die M79 (Burton Union Ale) wurde durch die M36 ersetzt, diese produziere fast identlische Resultate.

CarlosPescador
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 43
Registriert: Dienstag 15. September 2015, 11:53

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#110

Beitrag von CarlosPescador » Donnerstag 4. Februar 2016, 11:16

Also ich habe bislang vier Sude mit der M44 vergoren und eigentlich immer zufriedenstellende Ergebnisse gehabt. Genaue Daten werde ich heute Abend oder morgen Nachmittag folgen lassen. Soweit ich mich erinnere lagen die EVGs zwischen 75-80% und im Vergleich zur US-05 ist die Gärung langsamer gestartet. Meist war die Gärung nach rund 36-40 Stunden deutlich zu vernehmen. Woran es liegt weiß ich nicht, aber nach relativ zügigem ersten Teil der Hauptgärung hat es dann meistens noch relativ lange gedauert, bis der scheinbare EVG von ca. 65% auf besagte 75-80% gestiegen ist. Vergoren wurde stets bei 20°C (+/-1°C).

Geschmacklich ist es schwer für mich eine Aussage zu treffen, da ich noch nicht so viele Hefen ausprobiert habe und beispielsweise noch nie einen identischen Sud mit zwei Hefen vergoren habe.

Beste Grüße,
Carlos

cerveceriasultana
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 417
Registriert: Samstag 14. März 2015, 15:05
Wohnort: Stuttgart

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#111

Beitrag von cerveceriasultana » Donnerstag 4. Februar 2016, 15:34

cyme hat geschrieben:MJ hat mir auf eine Anfrage per Email geantwortet: Die M79 (Burton Union Ale) wurde durch die M36 ersetzt, diese produziere fast identlische Resultate.
Habe mir die M36 bestellt, konnte nirgendwo wirklich Erfahrungsberichte auftreiben. Werde davon berichten, wenn ich sie benutzt habe (in einem APA). Wenn sie wirklich wie die M79 ist, wäre ein ESB wohl eher angebracht. Bleibe aber beim APA..
Vale más actuar exponiéndose a arrepentirse, que arrepentirse de nunca haber actuado.

McFly
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 68
Registriert: Donnerstag 21. August 2014, 09:58

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#112

Beitrag von McFly » Freitag 26. Februar 2016, 15:10

Moin moin,
also ich habe die M44 bisher 5 mal verwendet (immer IPA). Vorweg ich bin damit zufrieden. Das Ergebnis war nahezu gleich.
SW: 12° RW: 2,5°
T:~20°C
Gärdauer: 10 d
Scheinbarer EVG 80%
Ausflockung sehr gut, wenn man den Spuckschluck in der Flasche lässt sieht das Bier super klar aus.
Die Hefe braucht etwas zum anzukommen ca. 24 - 36h nach dem anstellen dann ist die Kräuse aber recht stattlich.
Ich gebe die Hefe immer trocken direkt auf die abgekühte Würze und belüfte das ganze 2 Minutem mit einem elektrischem Schneebesen.

Fazit: Ich bin zufrieden und kann sie nur weiterempfehlen.

MfG Marcus

Benutzeravatar
iamsebastian
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 157
Registriert: Mittwoch 3. Februar 2016, 21:48
Wohnort: Hopfengarten Eden
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#113

Beitrag von iamsebastian » Montag 29. Februar 2016, 22:04

Hallo,

Ich habe Freitagnachmittag in leichter Abwandlung das Pale Ale von Brauanleitung.de (mein 3. Sud) mit der M79 angestellt. Gestern (also quasi nach 48h) habe ich das erste mal die Hochkräusen abgeschöpft, weil ich der Meinung bin, in der Literatur erschmökert zu haben, dass diese den Geschmack negativ beeinflussen können. Weitere 24h später befindet sich nun wieder eine geschlossene Hochkräusendecke auf dem Sud.

Die Frage an dieser Stelle: Sollte ich die Hochkräusen weiter regelmäßig abschöpfen, bis die Hefe völlig auf Tauchfahrt gegangen ist oder sollte ich sie da lassen, wo sie ist, um die schützende CO2 Schicht nicht zu beeinträchtigen?

Danke im Voraus.

Gruß, Basti
Dateianhänge
20160229_193415.jpg

Benutzeravatar
marsabba
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1142
Registriert: Samstag 8. Oktober 2011, 22:05

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#114

Beitrag von marsabba » Montag 29. Februar 2016, 22:18

Hi,

damit hast du die klassische Reizfrage gestellt, bei der 50 % anworten werden : "ja, schöpf weiter ab, ist gut für den Geschmack", und die anderen 50 % kontern mit : "Nein, lass es, du riskiert nur Oxidation und Kontamination" :-)

Mein Tip: Nicht mehr abschöpfen, und in ein paar Monaten, wenn du als Brauer sicherer geworden bist, probierst dus mal mit Abschöpfen.

PS: Ich habe noch nie nix abgeschöpft.

Viele Grüße
Martin

Benutzeravatar
iamsebastian
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 157
Registriert: Mittwoch 3. Februar 2016, 21:48
Wohnort: Hopfengarten Eden
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#115

Beitrag von iamsebastian » Montag 29. Februar 2016, 22:20

Ok, danke, Martin. Dann lasse ich sie da, wo sie ist und gehe davon aus, dass ich den Unterschied eh nicht schmecke, da ich keinen direkten Vergleich habe.

Gruß, Basti

inem
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1178
Registriert: Dienstag 28. Januar 2014, 08:48

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#116

Beitrag von inem » Montag 29. Februar 2016, 22:33

marsabba hat geschrieben:damit hast du die klassische Reizfrage gestellt, bei der 50 % anworten werden : "ja, schöpf weiter ab, ist gut für den Geschmack", und die anderen 50 % kontern mit : "Nein, lass es, du riskiert nur Oxidation und Kontamination"
Halt, Vorsicht! Was umstritten ist, ist das Abschöpfen von Hopfenharzen. Das ist das Braune im Foto. Die Kräusen enthalten Hefe und zum falschen Zeitpunkt kann das Abschöpfen von Hefe Gärporbleme verursachen.

Benutzeravatar
iamsebastian
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 157
Registriert: Mittwoch 3. Februar 2016, 21:48
Wohnort: Hopfengarten Eden
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#117

Beitrag von iamsebastian » Montag 29. Februar 2016, 23:12

Prinzipiell ging es mir natürlich um die Harze. Dass da auch ein Stück weit die weißen Kräusen mit abgeschöpft werden, hatte ich als vertretbaren Kolläteralschaden verbucht.

Benutzeravatar
Andri
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 45
Registriert: Sonntag 6. Juli 2014, 13:02
Wohnort: Halle an der Saale

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#118

Beitrag von Andri » Freitag 13. Mai 2016, 07:54

Hallo!

Bisher habe ich immer mit der W34/70 gebraut, allerdings fand ich diese nie irgendwie herausragend.
Deswegen habe ich beim letzten Mal mir die M76 bestellt, da ich ein bayerisches Dunkles brauen wollte.
Als Starter habe ich mit Malzextrakt einen Liter ungehopfte Würze mit 11°P hergestellt, diese auf einem Magnetrührer bei 13° 2 Tage rühren lassen, dann nochmals einen Liter Malzextraktwürze drauf laufen lassen.

Ich habe dann
6 kg Pilsener
4 kg Münchner
1 kg Cara Aroma

bei 55° eingemaischt, auf 63° erhitzt, Teilmaische gezogen, diese 20 Minuten gekocht, dann durch Zubrühen auf 72°. Die Restmaische war dann 60 min bei 63°C. Anschließend auf 78°C, da nochmals 10 min Rast, abläutern und 75 min Kochen. Kühlen und auf 12,5°P eingestellt.
Ich bin dann bei gut 60 Litern raus gekommen, diese habe ich dann mit meinem 2L Starter beimpft.
Die Gärung lief bei konstanten 12°C, im Vergleich zur 34/70 sehr schnell. Nach 10 Tagen habe ich mit 5% RE vom Gärfass ins KEG geschlaucht, was einem SVG von 60% entspricht. Ich habe bei so eiem hohen RE geschlaucht, um den Restextrakt für die Kohlensäure zu verwenden. Dies hat auch gut geklappt. In den 6 Wochen Lagern bei 3°C wurde der Extrakt weiter auf 3% RE durch die Hefe verknuspert und ich habe meine 5g CO2/l hinbekommen. Nach 3 von den 6 Wochen habe ich zu klärung nochmals umgedrückt, nach 6 Wochen per GDA in die Flaschen.

Ergebnis:
- Das Bier sieht aus wie filtriert! Eine solche Sedimentation hatte ich bei der 34/70 definitiv nicht!
- Vom Geschmack her bin ich positiv sehr sehr überrascht. Ich bin begeistert. Keine Nebenaromen, kein Dia oder ähnliches. Gut, bei dem hohen Anteil an dunklem Malz ist es auch für Fehlaromen schwierig, sich sichtbar zu machen. Ich habe aber das schon mal hinbekommen...

Ich bin von der Hefe schwer begeistert, ich werde sie definitiv noch öfters verwenden! Morgen werde ich ein Pils damit brauen, das wird dann die harte Probe!

Cheers
Andri
Bier ist die erste biochemische Meisterleistung der Menschheit

Benutzeravatar
Hopfenprinz
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 446
Registriert: Sonntag 27. Dezember 2015, 20:33
Wohnort: 29313 Hambühren

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#119

Beitrag von Hopfenprinz » Samstag 23. Juli 2016, 15:22

M84 Erfahrungen :

erste Führung (helles Lager): 6Kg Pi Ma, 0,3Kg Karamünch II (SVG 72%)
zweite Führung ("Wiener" Lager): 6Kg Wi Ma, 0,3Kg Karamünch II (SVG 74%)
Maischen bei beiden Suden identisch:
57°C 10 min
62°C 40 min
72° C 30 min - 77°C Abmaischen

Gärverlauf: Das Ankommen bei der ersten Führung hat sehr lange gedauert, obwohl ich die Hefe schon im 3 Liter "Vorsud" vorvermehrt habe. Möglicherweisewar die Trockenhefe etwas schlapp, trotz ordnungsgemäßer Rehydrierung, Lagerung und Haltbarkeit. Bei ca. 8°C verlief die Gärung auch sehr langsam, ich habe dann nach einer Woche wärmer gestellt, 14°C - dann ging's (gesamt 13 Tage). Nach Abfüllung habe ich direkt den zweiten Sud auf die Resthefe draufgelassen. Bei 10-12°C Gärtemperatur ging dann alles zügig (sechs Tage), sicherlich ein Ergebnis der hohen Menge an Hefe...

Das Sedimentationsverhalten der M84 ist recht bescheiden. Nach wenigen Wochen Lagerung kommt das Bier ziemlich trübe daher. Nach ca. zehn Wochen ist es dann auch recht klar und die leichte "Hefenase" der ersten Probeflaschen ist nicht mehr wahrnehmbar. Dennoch bleibt das Bier etwas trüber als bei anderen UG Hefen.

Das Geschmacksprofil der M84 wirkt auf mich im allgemeinen relativ fruchtig für eine UG Hefe, geht in Richtung Orange. Im Antrunk kommen die Biere weich, etwas schmeichelnd daher (für's Aroma hatte ich sparsam Saazer und Perle gehopft). Am Gaumen verspüre ich ein Hauch Orangenaroma, welches sich quasi nahtlos in meine 30 IBU Bitterung anheftet. Die leichte Fruchtigkeit empfinde ich angenehm und keinesfalls unangebracht. Bei den Damen kam das ganz gut an.

Persönliches Fazit: Nach dem schleppenden Angären habe ich mir zwar gesagt: "die Hefe kommt mir nicht mehr ins Haus" , doch das war sicherlich zu früh geurteilt. Wer mit zähem Angären und ev. langsamen Gärverlauf klar kommt, dem beschert die M84 Abwechslung. Ein Pilsener sollte man damit eher nicht anstellen, aber ein Wiener Lager, ein Märzen oder vielleicht auch ein Münchener Helles ist ein Versuch mit der M84 wert. Vom Geschmacksprofil würde ein Bock auch sehr gut passen, ob die Hefe aber die erhöhten % schafft ??
Grüße - André

„Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.“
(Benjamin Franklin)

deralex
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 498
Registriert: Samstag 29. März 2014, 11:14

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#120

Beitrag von deralex » Donnerstag 22. September 2016, 11:44

Andri hat geschrieben:Hallo!

Bisher habe ich immer mit der W34/70 gebraut, allerdings fand ich diese nie irgendwie herausragend.
Deswegen habe ich beim letzten Mal mir die M76 bestellt, da ich ein bayerisches Dunkles brauen wollte.
Als Starter habe ich mit Malzextrakt einen Liter ungehopfte Würze mit 11°P hergestellt, diese auf einem Magnetrührer bei 13° 2 Tage rühren lassen, dann nochmals einen Liter Malzextraktwürze drauf laufen lassen.

Ich habe dann
6 kg Pilsener
4 kg Münchner
1 kg Cara Aroma

bei 55° eingemaischt, auf 63° erhitzt, Teilmaische gezogen, diese 20 Minuten gekocht, dann durch Zubrühen auf 72°. Die Restmaische war dann 60 min bei 63°C. Anschließend auf 78°C, da nochmals 10 min Rast, abläutern und 75 min Kochen. Kühlen und auf 12,5°P eingestellt.
Ich bin dann bei gut 60 Litern raus gekommen, diese habe ich dann mit meinem 2L Starter beimpft.
Die Gärung lief bei konstanten 12°C, im Vergleich zur 34/70 sehr schnell. Nach 10 Tagen habe ich mit 5% RE vom Gärfass ins KEG geschlaucht, was einem SVG von 60% entspricht. Ich habe bei so eiem hohen RE geschlaucht, um den Restextrakt für die Kohlensäure zu verwenden. Dies hat auch gut geklappt. In den 6 Wochen Lagern bei 3°C wurde der Extrakt weiter auf 3% RE durch die Hefe verknuspert und ich habe meine 5g CO2/l hinbekommen. Nach 3 von den 6 Wochen habe ich zu klärung nochmals umgedrückt, nach 6 Wochen per GDA in die Flaschen.

Ergebnis:
- Das Bier sieht aus wie filtriert! Eine solche Sedimentation hatte ich bei der 34/70 definitiv nicht!
- Vom Geschmack her bin ich positiv sehr sehr überrascht. Ich bin begeistert. Keine Nebenaromen, kein Dia oder ähnliches. Gut, bei dem hohen Anteil an dunklem Malz ist es auch für Fehlaromen schwierig, sich sichtbar zu machen. Ich habe aber das schon mal hinbekommen...

Ich bin von der Hefe schwer begeistert, ich werde sie definitiv noch öfters verwenden! Morgen werde ich ein Pils damit brauen, das wird dann die harte Probe!

Cheers
Andri
Wie ist dein Pils geworden und gibt es noch weitere Erfahrungen zur M76 ?

Benutzeravatar
malzkeimpunktde
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 489
Registriert: Sonntag 26. August 2007, 17:53

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#121

Beitrag von malzkeimpunktde » Freitag 23. September 2016, 08:12

Ich hab da mal Probeweise am Dienstag ein Sud Weizenbier mit der M20 gemacht.
Stammwürze 12,7%
Anstelltemperatur 23°C
Stand heute morgen bin ich bei etwa 50% EVG aber die Hefe schient so langsam "Schlapp" zu machen....
Bin mal gespannt, wie weit Sie runter geht.....

24.09. : ca 59% EVG
Zuletzt geändert von malzkeimpunktde am Samstag 24. September 2016, 11:23, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Sura
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2970
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#122

Beitrag von Sura » Freitag 23. September 2016, 10:08

Ich habe zweimal die M44 benutzt: EInmal 71% und einmal 77%. (Beim ersten Wert habe ich am Ende allerdings nur mit dem Refraktometer gemessen und keine Spindelprobe gemacht.) Bei beiden malen war die Hauptgärung nach ca. 3 Tagen durch, und nach 9 Tagen war der endgültige Wert erreicht. Beim ersten mal hat sie sich sehr gut mit C-Hopfen ergänzt, zum zweitemal gehts auch in eine sauer-trockene Richtung, da ist das Bier momentan aber noch nicht fertig. Sedimentation ist so mittelprächtig, nach einem Coldcrash liegt allerdings alles am Boden und das Jungbier ist auch ohne Schönung schon sehr klar. Mit ein wenig Schönung ists nach ein paar Wochen Lagerung fast wie Kaufbier, das Sediment selbst vergleichbar mit dem der Nottingham.
Insgesamt bin ich zufrieden. Das Aroma finde ich sehr angenehm. Ich finde, etwas mehr Charakter wie die US-05.

Gruß,
Kai
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

Benutzeravatar
malzkeimpunktde
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 489
Registriert: Sonntag 26. August 2007, 17:53

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#123

Beitrag von malzkeimpunktde » Montag 26. September 2016, 08:24

Ich hab da mal Probeweise am Dienstag ein Sud Weizenbier mit der M20 gemacht.
Stammwürze 12,7%
Anstelltemperatur 23°C
Stand heute morgen bin ich bei etwa 50% EVG aber die Hefe schient so langsam "Schlapp" zu machen....
Bin mal gespannt, wie weit Sie runter geht.....

24.09. : ca 59% EVG
So nach 5 1/2 Tagen Gärung bin ich jetzt bei ca 71% EVG

Ich habe natürlich gnadenlos underpitched also 500g auf 23,5hl ;-)

Benutzeravatar
malzkeimpunktde
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 489
Registriert: Sonntag 26. August 2007, 17:53

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#124

Beitrag von malzkeimpunktde » Donnerstag 6. Oktober 2016, 11:36

So, schon mal probiert: Total Banane.....

Benutzeravatar
iamsebastian
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 157
Registriert: Mittwoch 3. Februar 2016, 21:48
Wohnort: Hopfengarten Eden
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#125

Beitrag von iamsebastian » Donnerstag 6. Oktober 2016, 13:20

Hast Du Dir die Banane verhofft?

Benutzeravatar
malzkeimpunktde
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 489
Registriert: Sonntag 26. August 2007, 17:53

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#126

Beitrag von malzkeimpunktde » Donnerstag 6. Oktober 2016, 13:39

Hatte es entsprechend erwartet...

cosmophobia
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1123
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 10:25
Wohnort: Weinheim

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#127

Beitrag von cosmophobia » Montag 12. Dezember 2016, 08:32

Alle Erfahrungen beziehen sich auf 2 Päckchen für 25l Vollbier.

Fangen wir erstmal mit dem positiven an:
Ich habe vor kurzem ein Pale Ale mit der M07 British Ale angestellt. Die kam sau schnell an, hat dann 2-3 Tage stürmisch gegärt und zu Schluß über ca. eine Woche noch gemütlich den letzten °P weggeknabbert. Die sedimentation ist sehr gut, das Ale schön sauber.Wirklich gute Performance bei 16°C.
Was ich hier schon wieder verwirrend finde, ist, dass die Hefe zwar noch bei etlichen Händlern gelistet ist, aber bei Mangrove Jacks selbst schon wieder raus ist!? Scheinbar fliegen da ständig Hefen raus und kommen neue zu, das nervt etwas. Weiß Jemand, ob es für die M07 jetzt eine neue Entsprechung gibt?

Nicht so überzeugend finde ich die UG Hefen:
Vor einem Jahr habe ich die M84 Bohemian Lager bei ca. 10°C benutzt, nun gärt die M76 Bavarian Lager bei ca. 12°C. Beide Hefen sind total schnarchig. Brauchten so 3 Tage um anständig anzukommen und gär sehr gemütlich vor sich hin. Das macht mich weniger Glücklich und das kenne ich von z.B. der Fermentis W34/70 ganz anders.

Benutzeravatar
aegir
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2693
Registriert: Dienstag 8. Februar 2011, 16:07

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#128

Beitrag von aegir » Montag 12. Dezember 2016, 11:07

Meine bisher einzige Erfahrung mit Mangrove Jacks war nicht sehr erfolgreich.
Ein Sud Dunkles wurde aufgeteilt und 14 Liter mit der MJ 76 bei 9°C vergoren. Die hat erstmal 2 Tage gebraucht um anzukommen und dann auch nur einen EVG von 70,6% geschaft. Auch wärmer stellen auf 13°C und vorsichtig die Hefe aufrühren hat nicht geholfen den EVG zu erhöhen. Ich hab dann nochmal ein Päckchen MJ 54 zur Unterstützung rehydriert und zugegeben, aber auch da ist nichts mehr passiert.
Zudem hat sich auch nach 2 Wochen Nachgärung noch nicht wirklich viel Druck aufgebaut. Falls da noch was passiert, ist das Bier bis zum Ende der Nachgärung jedenfalls schon gut gelagert :puzz

In der anderen Hälfte des Suds hat die WY 2308 einen EVG von 77,2% geschafft.

Gruß Hotte

Benutzeravatar
DerDallmann
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1338
Registriert: Montag 5. Oktober 2015, 10:11

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#129

Beitrag von DerDallmann » Donnerstag 15. Dezember 2016, 06:41

Moinsen.

Hier meine Erfahrung mit der M27, Belgian Ale.
Ich habe mich im Großen und Ganzen an dieses Rezept gehalten:
viewtopic.php?f=17&t=11099&p=169585&hilit=westi#p169585

Allerdings eben mit der M27 angestellt. Ich hatte mich im Vorfeld erkundigt, ob die Hefe passen könnte für ein Blonde (gemäß BJCP ist das Westi kein Blonde, sondern ein Trappist Single, aber lax). Es schien so, denn auch im US Forum habe ich einige Erfahrungsberichte diesbezüglich gelesen. Trotzdem natürlich ziemlich in's Blaue geschossen...

Ich habe mit ca. 13P angestellt und zunächst 3 Tage bei Zimmertemperatur vergoren, dann 4 Tage bei ca. 26°. Dann habe ich die Heizung ausgestellt und noch ca. 1 Woche bis zum Abfüllen stehen lassen. Nach dem 6. Tag war die Spindel bei 0,5°P, am Ende ziemlich genau bei 0°P. Ob dieser extreme Wert am trockenen Maischeprogramm und dem Zuckeranteil liegt, oder ob die Hefe eine echte Saisonhefe, bzw. ein Übervergärer wie die Belle ist, kann ich nicht einschätzen.

Geschmacklich ist das Bier sehr schön trocken geworden. Gar nicht leer, trotz des hohen SVG, pfefferige und Zitrusnoten, schmeckt super. ABER nicht wie ein Blonde, sondern definitiv eher Richtung Saison. UND, es ist, trotz IM, ziemlich trüb. Nicht unangenehm, aber eben leicht trüb. Das schreibe ich eindeutig der Hefe zu. Es lagert zwar noch nicht lange, aber normalerweise sind meine Biere jetzt schon glasklar, wenn IM im Spiel ist.

Gruß, Johst
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

"All hail to the ale!"
BIAB-Brauer und Hefe-Aufstreuer

Schlinsermändle
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 398
Registriert: Sonntag 22. März 2015, 12:36
Wohnort: Österreich

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#130

Beitrag von Schlinsermändle » Donnerstag 15. Dezember 2016, 12:18

Hallo,

meine Erfahrung hab ich mit der M84 gemacht ( Bohemian Lager ). Ankommen für mich gefühlt eine kleine Ewigkeit, 3,5 Tage und das Gärverhalten sehr sehr langsam.
Beim Abfüllen dann: Ohh, sieht aus wie netter Milchkaffee,.....
Bin nun mit meinem Dortmunder Export, 22 Liter, in der Nachgärung. Freitag ab in die Reifung bei 2 Grad. Hoffe das es dann deutlich besser wird von der Trübung her. Ich werde jedenfalls so leid es mir tut, wieder auf Safelager gehen, ist gscheider (S23 oder W34/70)

Gruss
Thomas
Gruss Thomas :Smile

Skaari
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 231
Registriert: Sonntag 4. Januar 2015, 10:07
Wohnort: Braunschweig

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#131

Beitrag von Skaari » Samstag 17. Dezember 2016, 15:28

Ich will mal meine Erfahrungen mit der MJ M44 schildern. Den zweiten Sud mit der Hefe habe ich grade noch in der HG(bzw. fast am Ende).

Beim ersten Sud hat die Hefe echt sehr sehr lange gebraucht um anzukommen, da dauerte die HG fast 10 Tage(was ich persönlich sehr viel für eine obergärige Hefe finde).
Beim jetzigen Sud hat es nur 10 Stundne gedauert, ich muss aber auch dazu sagen, dass ich sie deutlich wärmer angestellt hatte(24°C, statt 18°C wie beim ersten).

Sedimentieren tut die Hefe ausgesprochen gut, da kann ich über nichts meckern. Vom Geschmack her finde ich sie auch neutral.
Meiner Meinung nach eine sehr sehr schöne IPA/PA/Ale Hefe.

Schlinsermändle
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 398
Registriert: Sonntag 22. März 2015, 12:36
Wohnort: Österreich

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#132

Beitrag von Schlinsermändle » Samstag 17. Dezember 2016, 15:56

Es dürfte in diesem Fall doch stark auf die hefe ankommen. Mehr zumindest als bei den alten eingesessenen.
Deswegen eben der Wechsel wieder. Ich hab es mal probiert und ich bin ein wenig enttäuscht über die Hefen
Gruss Thomas :Smile

Benutzeravatar
Bierokrat
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 449
Registriert: Donnerstag 29. Dezember 2016, 20:53
Wohnort: 30 km südlich von Nürnberg

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#133

Beitrag von Bierokrat » Freitag 6. Januar 2017, 15:57

Hi,

auf der MJ Homepage steht, dass man die M76 Bavarian Lager direkt über die Würze streuen soll.
Besseres Gefühl hätte ich jedoch mit vorher anstellen.
Gibt's Tipps und Erfahrungen zu dieser Hefe?

Kann ich viel falsch machen, wenn ich sie:
erst mal mit Wasser rehydriere und dann mit Trockenmalzextrakt-"Würze" mit 10°P anstelle und über Nacht bei 8-12° vor sich hin gurken lasse?
Wie lange sollte die Hefe rehydrieren ohne dass sie den Hungertod stirbt? Bisher hab ich meine OG-Trockenhefen immer unsensibel wie ich bin in geschätzt nen Liter 10° DME-Würze geknallt und dann eine bis fünf Stunden ankommen lassen. :redhead
Prost!

Benutzeravatar
gulp
Moderator
Moderator
Beiträge: 9176
Registriert: Montag 20. Juli 2009, 21:57
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#134

Beitrag von gulp » Freitag 6. Januar 2017, 17:58

Beide Methoden sind falsch. Am Besten gehst du so vor.
Diese Draufstreumethode geben die halt an, dass sie ihr Gelumpe auch möglichst gut verkaufen können. Der Bierqualität ist das eher abträglich. Dabei geht etwa die Hälfte der Hefezellen über den Jordan.

Gruß
Peter
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

Benutzeravatar
Cobo
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 329
Registriert: Sonntag 29. November 2015, 14:46
Wohnort: Graz

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#135

Beitrag von Cobo » Freitag 6. Januar 2017, 18:51

Habe jetzt zwei mal die M42 New World Strong Ale verwendet und werde sie am WE wieder einsetzen. Beide Male habe ich moderate IPAs gebraut mit Stammwürzen im Bereich 14-15°. Hefe wurde rehydriert und kam bei ca. 20 Grad innerhalb von 8 Stunden gut an. Bei beiden ergab sich eine SVG von 72-75%. Ich finde die Hefe betont sehr schön den Hopfen und die Fruchtigkeit, sedimentiert eigentlich sehr gut sobald sie in der Kühlung war.

Bin mit der Hefe vollauf zufrieden, nachdem ich ja von der M44 nicht soooo begeistert war.
Wird demnächst gebraut: Englischer Barley Wine, verbessertes Red Ale
Derzeit in Gärung: Epic Imperial Stout mit Cacaonibs
In Reifung: Cacao Milk Stout, Amerikanischer Barleywine
Trinkreif: Hop Chop Red Ale, Kilt Lifter Scotch Ale, Blanc SMASH

Benutzeravatar
Bierokrat
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 449
Registriert: Donnerstag 29. Dezember 2016, 20:53
Wohnort: 30 km südlich von Nürnberg

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#136

Beitrag von Bierokrat » Freitag 6. Januar 2017, 19:52

Besten Dank, Peter!
Also rehydriere ich die Hefe gut ne vierte bis halbe Stunde vor Anstellen der Würze und Kipp den Schlonz dann direkt ins Fass.

Aber nur mal rein von der Logik her betrachtet:
Ich hab jetzt auch schon irgendwo hier gelesen, dass ein Päckchen Trockenhefe gut 2 Liter Würze braucht um seine Hefezellenzahl zu verdoppeln. Soviel bietet kein Starter. Man möchte ja hinterher net nur Starterbier ausschenken. :P
Aber nur mal angenommen, ich knall die Trockenhefe trotzdem schon nen halben bis ganzen Tag vorher (nach dem Rehydrieren) in eine Anstellwürze, haben die Hefezellen des Trockenhefepäckchens ja dennoch schon einige Stunden Zeit sich auf die Vermehrung vorzubereiten. Und damit einen Vorsprung.
Einen Vorsprung vor anderen Würzeschädlingen.
Prost!

Benutzeravatar
gulp
Moderator
Moderator
Beiträge: 9176
Registriert: Montag 20. Juli 2009, 21:57
Wohnort: Nürnberg
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#137

Beitrag von gulp » Freitag 6. Januar 2017, 20:02

Trockenhefe Starter sind kontraproduktiv. Schau mal hier: Antwort 6.
Ein Bayer ohne Bier ist ein gefährlich Thier!

https://biergrantler.de
https://stixbraeu.de

Benutzeravatar
iamsebastian
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 157
Registriert: Mittwoch 3. Februar 2016, 21:48
Wohnort: Hopfengarten Eden
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#138

Beitrag von iamsebastian » Donnerstag 16. Februar 2017, 14:02

Cobo hat geschrieben:Habe jetzt zwei mal die M42 New World Strong Ale verwendet und werde sie am WE wieder einsetzen. [...]
Da die sonstige Erfahrung mit den Mangroves Hefen ja eher Richtung Schnarchnasen tendiert: Wie lange hat die HG bei welcher Temperatur gedauert? So pi mal Daumen soll mir reichen.
Geschmacklich war ich z.B. von der M79 überzeugt.

Benutzeravatar
Sura
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2970
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#139

Beitrag von Sura » Donnerstag 16. Februar 2017, 15:33

Meine M44er waren alle nach 10-14 Tagen komplett fertig. Ich kann jetzt aber nicht unbedingt sagen das es großartige Schnarchnasen waren. Kräusen kamen nach ca. 24h, und nach dem umschlauchen nach 7-10 Tagen, fehlten immer noch so 0,3°P. War alles im Bereich von ca.13°P und bei ca. 19°C-21°C Temperatur. Für einen etwas kernigeren Geschmack finde ich die eigentlich ganz gut.

Gruß,
Kai
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

Corky
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 149
Registriert: Mittwoch 21. Dezember 2016, 11:42
Wohnort: Meckenheim

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#140

Beitrag von Corky » Donnerstag 16. Februar 2017, 17:48

Hab auch grad die M44 mit einem IPA im Gäreimer. Bei mir war der Verlauf bisher ähnlich wie Sura es beschreibt. Ich halte die Hefe auch nicht für ne Schnarchnase. Hab die Hefe natürlich rehydriert.
Grüße, Dirk

Benutzeravatar
iamsebastian
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 157
Registriert: Mittwoch 3. Februar 2016, 21:48
Wohnort: Hopfengarten Eden
Kontaktdaten:

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#141

Beitrag von iamsebastian » Donnerstag 16. Februar 2017, 21:37

Ok. Danke Euch. Wo lag Euer EVG?

Benutzeravatar
DerDallmann
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1338
Registriert: Montag 5. Oktober 2015, 10:11

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#142

Beitrag von DerDallmann » Freitag 17. Februar 2017, 06:27

Habe 1x mit der M44 gebraut.
Gärun setzte spät ein, also Schnarchnase, lief dann aber zügig durch, EVG ca. 82%.
Geschmacklich bin ich leider kein großer Fan der Hefe, sie ist mir zu säuerlich.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

"All hail to the ale!"
BIAB-Brauer und Hefe-Aufstreuer

Benutzeravatar
Sura
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2970
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#143

Beitrag von Sura » Freitag 17. Februar 2017, 06:32

.... die M44 ist sehr temperaturempfindlich. Wenn die mitten im angegebenen Bereich (21°C) vergoren wird, wird die scharf estrig, das stimmt. Ich habe sie grade für das Altdeutsche Helle aus mmum verwendet (weil ich die Notti nicht mag ;) ), und da passt sie bei 19°C Gärtemperatur ziemlich perfekt, wie ich finde.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

Benutzeravatar
DerDallmann
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1338
Registriert: Montag 5. Oktober 2015, 10:11

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#144

Beitrag von DerDallmann » Freitag 17. Februar 2017, 06:44

21°C kommt so ziemlich hin, viel kühler kann ich nicht, nur höher.
Es war ein Oatmeal Pale Ale, das estrige passte also gar nicht. In einem IPA oä wäre es was anderes gewesen.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

"All hail to the ale!"
BIAB-Brauer und Hefe-Aufstreuer

Corky
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 149
Registriert: Mittwoch 21. Dezember 2016, 11:42
Wohnort: Meckenheim

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#145

Beitrag von Corky » Freitag 17. Februar 2017, 10:20

Sura hat geschrieben:.... die M44 ist sehr temperaturempfindlich. Wenn die mitten im angegebenen Bereich (21°C) vergoren wird, wird die scharf estrig, das stimmt. Ich habe sie grade für das Altdeutsche Helle aus mmum verwendet (weil ich die Notti nicht mag ;) ), und da passt sie bei 19°C Gärtemperatur ziemlich perfekt, wie ich finde.
Zum Glück habe ich momentan im Keller genau die 19 °C.
Bisher hat die Hefe echt zügig gearbeitet. Gerade habe ich 5einhalb Tage nach Anstellen zum ersten Mal gespindelt und habe noch 3,5 °P.
Grüße, Dirk

deralex
Posting Senior
Posting Senior
Beiträge: 498
Registriert: Samstag 29. März 2014, 11:14

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#146

Beitrag von deralex » Montag 10. April 2017, 15:03

Wer von euch hat Erfahrungen mit der M76 Bavarian Lager ? Vom Namen her würde ich die Hefe eher in der Stilrichtung "Helles" sehen. Ich hab geerntete Flüssighefe nicht beschriftet und vertauscht, so dass ich diese nicht für den nächsten Sud verwenden kann. Das Ziel war eigentlich ein Pils. Ich würde die Gelegenheit nutzen um die Bavarian Lager mal auszuprobieren. Aber taugt die auch für Hopfungen jenseits der 30 IBU ?

VG Alex

robsta2209
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 22
Registriert: Mittwoch 12. April 2017, 09:40

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#147

Beitrag von robsta2209 » Montag 31. Juli 2017, 10:14

Habe gestern ein Pale Ale mit der M44 angesetzt. Anstelltemperatur war 24°C und jetzt lagert sie bei 17Grad. Höher komm ich kontrolliert nicht mehr, da ich das bier sonst aus dem Weinkühler nehmen müsste und somit bei Raumterperatur wäre (28°C+).
Nach 12h tut sich beim Gärspund noch nichts, aber wie ich diesem Thread entnehmen kann dürfte diese wohl später starten als sonst. Denkt ihr dass die 16-17Grad ein Problem werden könnten (zu niedrig?). Ansich hab ich zeit also wenn es nur etwas länger dauert, wäre das kein Problem für mich.

Benutzeravatar
Sura
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2970
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#148

Beitrag von Sura » Montag 31. Juli 2017, 12:30

Wenn es ein Problem gibt, dann ist es das warme anstellen, verbunden mit gleichzeitiger Temperaturabsenkung. Das ist doppelt Stress für die Hefe. Zumindest wirst du Gärnebenprodukte bekommen, und dann kann das auch ein wenig dauern bis die Gärung sichtbar anspringt, da die Hefe bei Temperaturstürzen sich auch gerne mal ein wenig schlafen legt. Die M44 war bei mir selten schnell aber insgesamt problemlos, hatte sie aber nicht niedriger als 18°C.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

robsta2209
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 22
Registriert: Mittwoch 12. April 2017, 09:40

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#149

Beitrag von robsta2209 » Montag 31. Juli 2017, 13:08

Alles klar danke! Werde ich das nächste Mal beachten :)

robsta2209
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 22
Registriert: Mittwoch 12. April 2017, 09:40

Re: Mangrove Jack’s Hefe Thread

#150

Beitrag von robsta2209 » Mittwoch 2. August 2017, 08:47

Die Gärung hat nach etwa 40h eingesetzt und läuft nun sehr gut :)
20170802_073426.jpg

Antworten