Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

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Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#1

Beitrag von AusDerLameng » Donnerstag 17. Januar 2019, 23:11

Es sollte eigentlich ein IPA werden, aber ich habe den Sud versehentlich direkt auf 78 Grad hochgeheizt und danach aber natürlich abkühlen lassen und eine lange Maltoserast gefahren, die auch noch effektiv war (Stammwürze stieg noch an). Dann nochmal kurze Verzuckerungsrast und abgeläutert.

Die Hefe wurde am 1.1.2019 auf die (4,5 Liter) Würze gesetzt.
Als die Hauptgärung deutlich nachlies, ungefähr am 4.1., habe ich einen halben Liter Quittensaft mit rein gekippt und mit 3g/l Tradition(!) gestopft.
Am 8.1. kam der Stopfhopfen (Teebeutel) wieder raus, das Jungbier wurde direkt von der Hefe gezogen und kam in den Cold Crush auf den Balkon.
Am 9.1 wurde abgefüllt. Der Endvergärungsgrad war sehr niedrig, was ja bei dem Maischprogramm erwartbar war. Ich hatte ca 4,5 % Alkohol ausgerechnet bei anfänglichen 15 Grad Plato. Das Bier stand nun bei 19 Grad Celcius im Zimmer, gespundet mit Industriezucker.

Am 15.01. habe ich die erste Flasche getrunken. Das war sehr hopfenbetont, etwas bitter, aber lecker. Zur Bitterung hatte ich Cascade benutzt. Andersherum wäre es wohl sinnvoller gewesen. Jedenfalls hatte es da noch eine ganz stabile und starke Trübung (vermutlich auch wegen der Pektine aus der Quitte).

Nun zum eigentlichen Problem: Am 16.01. habe ich festgestellt dass die Trübung ausfällt und die Flaschen dann in den Kühlschrank gestellt. Das geschah so plötzlich, deshalb könnte ich mir eine Fällungsreaktion (durch abfallenden PH-Wert?) vorstellen. Ist das plausibel?

Der ausgefallene Trub hat sich in den unteren 2 cm der Flaschen konzentriert und wird durch die kleinste Bewegung aufgewirbelt. Es ist eher wie ein Nebel, und kein richtiger Bodensatz. Untendrunter klebt die Hefe bombenfest am Flaschenboden. Seine Farbe scheint hell zu sein. Ist das Eiweiß? Ist das bedenklich? Kann ich das vorsichtig dekantieren?

Was kann die Ursache sein? Hopfenöl? Infektion?
Ist das Bier noch genießbar? Denke das werde ich empirisch überprüfen müssen. :Angel
Am Samstag werde ich die nächste Flasche öffnen.
Wäre für eure Einschätzung recht dankbar.

Vielen Dank im Voraus.

Nachtrag:
Hefe ist die Godzwana US West Coast.
Schüttung war 1 kg Pale Ale Malz und 120 g Cara hell

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#2

Beitrag von AusDerLameng » Donnerstag 17. Januar 2019, 23:34

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#3

Beitrag von AusDerLameng » Donnerstag 17. Januar 2019, 23:57

Sorry für die versiffte Flasche :redhead

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#4

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 18. Januar 2019, 00:02

Ich glaube du hast den ganzen Heiss- und Kühltrub nicht abgetrennt und den sogar noch bis in die Flasche befördert, zumndest sieht das so aus. Oder viel zu früh abgefüllt und viel zu viel Hefe mitgenommen. Normal ist das jedenfalls nicht. Erklär doch mal wie du vorgegangen bist oder nach welcher Anleitung du gearbeitet hast.
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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#5

Beitrag von metaler143 » Freitag 18. Januar 2019, 07:37

Wenn ich das richtige lese lief deine HG nur eine Woche (1.-8.), das erscheint mir recht kurz. Vermutlich war dein Bier noch nicht endvergoren als du es abgefüllt hast.
Aber wie Alt-Phex schon schrieb, gib uns doch noch ein paar Daten zum Bier und deiner Vorgehensweise.

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#6

Beitrag von AusDerLameng » Freitag 18. Januar 2019, 16:23

Beim Läutern habe ich nicht auf Klarlauf gewartet sondern ab dem ersten Tropfen alles mitgenommen, das könnte eine Fehlerquelle sein. Den Heißtrub trennt man doch im Whirlpool ab, dass habe ich eigentlich gemacht. Wie lange wartet ihr da bis der sich absetzt, dass sollte doch recht schnell gehen?

Ich habe während der HG nicht gemessen, sondern habe nur den Gärverschluss beobachtet und als der 24 Stunden lang nicht mehr blubberte angenommen dass die Gärung durch ist. Die Hefe war in den bisherigen Durchgängen auch immer recht schnell angekommen und auch fertig geworden.

Wie gesagt, seltsam ist, dass die Trübung total stabil war und dann erst nach 16 Tagen sehr plötzlich ausfiel. Das Bier stand die ganze Zeit bei Gärtemperatur, rund 19 Grad, mit Ausnahme von 24 h Cold Crush zwischen HG und NG bei rund 2 Grad. Wenn es noch nicht endvergoren gewesen wäre, wäre wahrscheinlich die Flasche geplatzt, ich gehe davon aus dass es also weitestgehend ausgegoren war. Eventuell kommt der Effekt einfach vom Quittensaft, der ja sehr pektinhaltig ist. Vielleicht hat er die Sedimentierung dieses Trubes so lange hinausgezögert. Die sedimentierte Hefe war jedenfalls nach der HG/Cold Crush weg, die Hefe die man da auf dem Foto sieht ist nur von der NG.

Also:
* Fehler beim Maischen, es sollte eigentlich ein trockenes Bier werden, aber ich habe versehentlich direkt auf die Verzuckerungstemperatur aufgeheizt, bin dann aber wieder runter und habe wie geplant die Rasten gefahren. Nun ist der Endvergärungsgrad sehr niedrig geworden. Keine Jodprobe gemacht, aber die Enzyme habe ich sicher nicht vollständig gekillt, denn ich habe den Anstieg der Stammwürze beim Maischen verfolgt (mit Refraktometer). Ich gehe davon aus, dass die ganze Stärke verzuckert war.
* Geläutert wurde im Passiertuch, daher keinen Klarlauf abgewartet
* Danach Hopfen gekocht, Cascade in drei Gaben, die letzte direkt in den Whirlpool.
* Alles in den Gärballon, abgekühlt und Hefe eingebracht
* Nachdem die Intensität der HG nachließ, Quittensaft (15%) und Stopfhopfen (Tradition) im Teebeutel. Teebeutel nicht desinfiziert. Quittensaft vorher aufgekocht, eventuell auch etwas zu warm gewesen beim hinzugießen.
* Nach weiteren 4 Tagen umgeschlaucht, Stopfhopfen raus, und Cold Crush,
* Dann direkt abgefüllt und mit Industriezucker gespundet
* Nach 7 Tagen den Effekt beobachtet, Verkostung einen Tag zuvor ergab keinen säuerlichen Geschmack oder sonstige Auffälligkeiten

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#7

Beitrag von Proximus » Freitag 18. Januar 2019, 17:32

Lieber ?,

mal ehrlich ... Du vermurkst das Maischen, läuterst nicht wirklich, beurteilst die Gärung lediglich am Blubbern, füllst bei ca. 50% SEVG ab (um nur einige Beispiele zu nennen) und nun sollen sich hier die Leute den Kopf zerbrechen, warum Du merkwürdige Phänomene beobachtest?

Sei mir nicht böse, aber ich würde Dir den gut gemeinten Tipp geben, zumindest die absoluten Grundlagen des Hobbybrauprozesses „nach Anleitung“ zu machen, wie Du sie hier zu Genüge nachlesen kannst.

Dann werden auch die Seiteneffekte a) weniger und b) besser ergründbar.

Viele Grüße
Heiko

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#8

Beitrag von cyme » Freitag 18. Januar 2019, 19:22

Ich würde einfach auf Pektin tippen, mehr nicht.

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#9

Beitrag von AusDerLameng » Samstag 19. Januar 2019, 00:34

Mag sein, dass ich damit hier und da Kopfschütteln verursache und ja, das Durchlaufen der Rasten geschah "versehentlich" von oben nach unten, was natürlich Murks ist, einfach weil es anders geplant war. Nehmen wir trotzdem an, ich habe mich als Anfänger halbwegs gut eingelesen und nicht alles falsch gemacht, auch wenn es nicht "die eine" Anleitung war, die befolgt wurde, eher ein Mashup aus ganz vielen.

Meine Hoffnung war bloß, das jemand so etwas antwortet wie z.B.: "Die in der Nachgärung erzeugte Kohlensäure senkt den PH so weit ab, dass da bestimmte Eiweissverbindungen ausfallen, du solltest deine Würze vor dem Kochen mit HCl ansäuern." Das ist natürlich komplett zusammengesponnen, meine Fantasie geht gerade mit mir durch. Vermutlich ist die Welt nicht so einfach, im Sinne von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. Ich wollte nicht das Gegenteil antizipieren. Verzeihung.

Ich mache morgen meinen fünften Sud. Habe für das "Wormatia Ale" Rezept von MaischeMalzUndMehr entschieden, werde aber abweichend vom Rezept nochmals die Godzwana Hefe einsetzen. Diesmal wird dann auch ordentlich(er) mit Panzerschlauch/Kugelhahn-Hexe geläutert, und das Infusionsverfahren aufmerksam(er) durchgeführt, und der Quittensaft ist ohnehin schon leer.

Danke für das bisherige feedback.

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#10

Beitrag von cyme » Samstag 19. Januar 2019, 11:24

The Brewer’s Apprentice, Seite 102:
“Note that boiling fruit releases pectin and creates a hazy appearance in the finished beer.”

Zudem sieht eine Flasche Apfelsaft, wenn man sie nach dem öffenen zu lange stehen lässt, fast genau so aus. Mein Tipp, das war der Quittensaft (selbstgemacht?), mehr nicht.

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#11

Beitrag von AusDerLameng » Sonntag 20. Januar 2019, 22:13

Guten Abend,

das Bier ist genießbar und sogar ziemlich lecker, auch wenn es noch ziemlich unrund schmeckt. Die Quitte erzeugt so eine ganz bestimmte herbe Note, denn der Fruchtzucker wird natürlich abgebaut, und von der Säure merkt man gar nichts. Die Sedimentation von diesem Trub schreitet nur ganz langsam fort, man sieht richtig, wie sich der Nebel konzentriert hat und zu gröberen Teilchen verbunden immer weiter absinkt. Es ist jetzt mehr eine Art körniger Schleim als ein Nebel und er lässt sich auch schon nicht mehr so leicht aufwirbeln.

Die Quitte war heiß entsaftet, ohne Zusätze wie Pektinase oder Zucker. Ich habe das zuvor schon zweimal gemacht, aber nur dieses Mal zusätzlich noch Hopfen gestopft, und zuvor auch nie diesen Effekt beobachtet, was aber nicht heißt das er nicht da war. Würdet ihr sagen das beim Kalthopfen das Bier besser und/oder schneller klärt? Diesen Eindruck könnte man hier gewinnen.

Begeistert bin ich von der Eigenbau-Panzerschlauch-Hexe, die hat hervorragend funktioniert, viel besser als gedacht. Leider lief nicht alles glatt. Habe in ein Glasgefäß (Gärballon) geläutert, im Freien bei -2 Grad Aussentemperatur, das war ein Fehler, er ist natürlich gerissen, ich konnte aber das meiste in einen Kanister retten. Das Hopfenseihen hab ich auch durch die Hexe gemacht, die war aber dann auf den letzten Litern komplett zu, trotz vorherigem Whirlpool.

Irgendwie sind meine Brautage zu lang. Gestern waren es hier knapp zehn Stunden für knapp 16 Liter Ausschlagwürze. Schätze es wäre effizient, die Würze bereits zum Kochen heizen zu können, solange der Nachguss noch läuft. Dazu müsste ich mir noch einen zweiten Topf kaufen, um da rein zu läutern. Der Brenner kommt dann einfach schon unter diesen, während oben noch die Würze einströmt.

Viele Grüße
Markus

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#12

Beitrag von Wintermuffel » Sonntag 20. Januar 2019, 22:45

Zehn Stunden sind schon arg lang. Ich hab heute 6 Stunden gebraucht um die Würze ins Gärfass zu bekommen. Da war, bis auf die Pfanne, alles geputzt und verräumt. Wie ist denn Dein Ablauf?

Gruß
Heiner
Man ist nie zweimal durch den selben Wind.

Gruß
Heiner

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#13

Beitrag von ssegelhorst » Dienstag 22. Januar 2019, 08:48

AusDerLameng hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 00:34
Mag sein, dass ich damit hier und da Kopfschütteln verursache und ja, das Durchlaufen der Rasten geschah "versehentlich" von oben nach unten, was natürlich Murks ist, einfach weil es anders geplant war. Nehmen wir trotzdem an, ich habe mich als Anfänger halbwegs gut eingelesen und nicht alles falsch gemacht, auch wenn es nicht "die eine" Anleitung war, die befolgt wurde, eher ein Mashup aus ganz vielen.

Meine Hoffnung war bloß, das jemand so etwas antwortet wie z.B.: "Die in der Nachgärung erzeugte Kohlensäure senkt den PH so weit ab, dass da bestimmte Eiweissverbindungen ausfallen, du solltest deine Würze vor dem Kochen mit HCl ansäuern." Das ist natürlich komplett zusammengesponnen, meine Fantasie geht gerade mit mir durch. Vermutlich ist die Welt nicht so einfach, im Sinne von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. Ich wollte nicht das Gegenteil antizipieren. Verzeihung.

Ich mache morgen meinen fünften Sud. Habe für das "Wormatia Ale" Rezept von MaischeMalzUndMehr entschieden, werde aber abweichend vom Rezept nochmals die Godzwana Hefe einsetzen. Diesmal wird dann auch ordentlich(er) mit Panzerschlauch/Kugelhahn-Hexe geläutert, und das Infusionsverfahren aufmerksam(er) durchgeführt, und der Quittensaft ist ohnehin schon leer.

Danke für das bisherige feedback.
Von einem blutigen Anfänger zum anderen: Du hast oben schon so viele kleine Fehlerquellen beschrieben, dass es einfach unglaublich schwer (auch für die wahnsinnig vielen Erfahrenen hier) ist einzudämmen, woran es nun gelegen haben mag. Und Deine obige Reaktion macht eben diesen Erfahrenen wahrscheinlich auch wenig Lust konstruktiv zu antworten. Die Theorie scheint ja gut zu sitzen, aber aus zig Quellen anlesen ist nicht alles. Den Fehler mache ich auch gerne und habe mich deshalb bei meinen ersten beiden Suden eigentlich nur an zwei Quellen gehalten und nur Details nochmals erfragt.
Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, dass es nur das Pektin ist und das Bier Dir weiterhi gut schmecken wird.
P.S.: In was hast Du da abgefüllt? Ich gehe mal davon aus, dass die HG wirklich noch nicht durch ist, nach der kurzen Zeit. Wenn das wirklich eine Saftflasche ist dann pass gut auf. Die sind einfach nichr für Druck ausgelegt.
____________________________________________________________________________
Beste Grüße
Sebastian

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#14

Beitrag von AusDerLameng » Dienstag 22. Januar 2019, 16:07

Danke Sebastian.
Das Bier hat leider nicht einmal bis heute überlebt, weil ich es schon ausgetrunken habe (es waren nur sechs Flaschen).
Was war an meiner Reaktion so schlimm? Zu kafkaesk?

Das sind ganz normale Brunnen Flaschen. Im Thread: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 68#p314268 stand, dass sie "eine mittlere Druckfestigkeit von 12 bar" haben. Ich denke daher das geht klar bzgl. der Explosionsgefahr, ich will zuerst andere Dinge anschaffen (Hockerkocher, zweite Pfanne, Rührwerk) bevor ich mich dem Verkorken widme und die Wasserflaschen haben für mich auch einige Vorteile gegenüber normalen Bügelflaschen, zum Beispiel die höhere Füllmenge und auch die Handhabbarkeit des Schraubverschlusses. Nachteil ist natürlich, dass sie weiß bzw grün sind, wegen der UV-Strahlung. Zumindest ist das mein aktueller Wissensstand.

Ihr habt natürlichRecht, ich schätze ich hätte der HG noch ein paar Tage spendieren können, wobei diese kleinen Sude eigentlich immer ruck zuck durch waren (zumindest glaube ich das), denn gemessen habe ich nicht, höchstens mal das Jungbier probiert. Und ja, hier bestehen dann offenbar bei mir noch Defizite bzgl. Wissen und handwerklicher Ausführung. Das wollte ich mit der Antwort ausdrücken.

Habe mir auch überlegt evtl. später mal ein Video mit Erklärung des Brauvorgangs zu machen, zu dem man dann bestimmt nützliche Verbesserungsvorschläge bekommt, quasi als ultimative Referenz meines Versagens (nicht falsch verstehen). Soweit fühle ich mich aber im Moment noch nicht.

Cheers,
Markus

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Re: Fällungsreaktion in der Flasche kurz nach der Nachgärung

#15

Beitrag von ssegelhorst » Montag 28. Januar 2019, 07:32

Hey Markus,
Ach... Alles gut. Man verteidigt durch eigene Hände entstandenes natürlich auch sehr. Wird mir bestimmt auch noch mal so gehen ;)
Zu kafkaesk war es nun nicht... :D
Ich staune, dass die Flaschen tatsächlich so druckstabil sind. Das hätte ich gar nicht erwartet. Zur längerfristigen Lagerung taugen diese aufgrund der Farbe natürlich nicht.
Gut das Du, trotz sehr kurzer HG, keine Flaschenbomben bekommen hast.
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Beste Grüße
Sebastian

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