Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

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Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#1

Beitrag von Badscorpion » Dienstag 3. Februar 2015, 15:32

Hallo Zusammen,
ich habe zweimal die Klosterbiermischung von MuM gebraut, hat im Prinzip auch gut geklappt. :Bigsmile Im Rezept wird eine Biermenge von 23 Liter angegeben, diesen Wert erreiche ich leider nicht wirklich, beim ersten Versuch waren es 17 Liter, beim zweiten mal 20 Liter fertiges Bier. :Grübel Das liegt an meiner Sudausbeute, diese muss ich weiter steigern. :redhead ..das ist mir klar.
Die Standard Mischung sieht wie folgt aus.

2,3 kg Wiener Malz
2,2 kg Münchner Malz
40 gr Farbmalz
42 gr. Hallertauer Perle in zwei Gaben zu 2/3 und 1/3

Hauptguss 13,5 l und Nachguss 18 l.
Stammwürze 13°P

Ich besitze einen 27 Liter Einkocher von Bielmeier und ein 30 Liter Loiter / Gärbottich.

Ich würde gerne auf insgesamt 26,5 Liter fertiges Bier kommen (Das sollte doch noch reinpassen). Das Malz, und den Hopfen würde ich um jeweils 33 Prozent erhöhen, da ich aber mit dem Einkocher irgendwann an meine Grenzen stoße, kann ich den Nachguss nicht soviel erhöhen.

Ich plane daher durch die Erhöhung der Schüttmengen eine Höhere Sudausbeute zu erhalten mit einer entsprechend hohen Stammwürze. Diese würde ich dann nach dem Hopfenseihen messen und mit abgekochten Wasser auf 13 °P verdünnen. In der Hoffnung so auf meine angestrebten 26,5 Liter zu kommen (4 Kisten á 20 Flaschen mit jeweils 0,33 Liter Inhalt.)


Sind meine Braugedanken richtig :Grübel , ist erst mein vierter Sud, deswegen habt erbarmen mit mir :Angel

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe! :Greets :thumbsup

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#2

Beitrag von HrXXLight » Dienstag 3. Februar 2015, 15:36

Nach dem hopfenkochen 26 Liter in dem 27er Pott?
Wo verdunstet denn da was beim hopfenkochen oder man müsste stärker einmaischen um ne höhere SW zu bekommen, die man dann nach dem hopfenkochen auf seinen zieltet verdünnt oder sehe ich das falsch
Trinkbar: Dark Impact, Doppel-Nelson, Brooklyn SMaSH, Oatmeal Stout
Planung: Diverse Russian Imperial Stout Rezepte mit Oak und Brett, Pliny the Elder Clone, Norwegian Farmhouse Ale

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#3

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. Februar 2015, 15:38

Die Sudhausausbeute gibt man in Prozent an.
Du kannst sie durch mehr Malz nicht erhöhen.
Den Ausstoß aber schon.
Meistens liegt es an der Läutertechnik, wenn zum Schluß zu wenig Bier rauskommt.
Hast Du mal das Glattwasser gemessen?

Stefan

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#4

Beitrag von Badscorpion » Dienstag 3. Februar 2015, 15:44

Nach dem Hopfenkochen würde ich ja in den Gärbottich füllen, der fasst 30 Liter. Ich hoffe halt das die Würze so Gehaltvoll ist, dass ich...ich sage mal 22 Liter (um mal eine Zahl zu nennen) mit 16 °P rausbekomme, Diese würde ich dann mit 5 Liter abgekochten Wasser verdünnen und würde rechnerisch auf meine angestrebten 26,5 Liter mit 13 Plato kommen.
Wenn die Stammwürze geringer ausfällt, dann würde ich natürlich mit weniger Wasser verdünnen...aber vom Prinzip machbar, oder? :Waa

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#5

Beitrag von fg100 » Dienstag 3. Februar 2015, 15:47

HUM gibt in seinen Rezepten auch eine etwa 70% Ausbeute an. Wenn du 20l fertiges Bier hast, so hast du in etwa 22l nach dem Kochen (vor dem Hopfenfiltern) gehabt. Bei 13°P bist du dann in etwa bei 65%. So schlecht ist das nicht.

Wenn du mehr Bier haben willst musst du halt mehr Malz nehmen. Wobei bei 27l Pott so 24l die Obergrenze sind. Ansonsten gibs eine schöne Überkochsauerei. Abhilfe schafft hier etwas stärker einbrauen und nach dem Kochen mit Wasser auf die Zielstammwürze verdünnen.

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#6

Beitrag von -CK_AKS- » Dienstag 3. Februar 2015, 15:48

Prinzipiell geht das schon-das läuft Richtung High Gravity (mehr Malz, wie schon oben beschrieben). Allerdings verdünnst Du dann auch die IBUs, das solltest Du ebenfalls berücksichtigen.
Viele Grüße
Christian

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#7

Beitrag von Badscorpion » Dienstag 3. Februar 2015, 15:52

Boludo hat geschrieben:Die Sudhausausbeute gibt man in Prozent an.
Hast Du mal das Glattwasser gemessen?

Stefan
Nein das habe ich noch nicht gemessen
Ich läutere mit der Hexe, das klappt auch ganz gut.
fg100 hat geschrieben:HUM gibt in seinen Rezepten auch eine etwa 70% Ausbeute an. Wenn du 20l fertiges Bier hast, so hast du in etwa 22l nach dem Kochen (vor dem Hopfenfiltern) gehabt. Bei 13°P bist du dann in etwa bei 65%. So schlecht ist das nicht.

Wenn du mehr Bier haben willst musst du halt mehr Malz nehmen. Wobei bei 27l Pott so 24l die Obergrenze sind. Ansonsten gibs eine schöne Überkochsauerei. Abhilfe schafft hier etwas stärker einbrauen und nach dem Kochen mit Wasser auf die Zielstammwürze verdünnen.
Das ist meine eigentliche Frage, okay also ist ein verdünnen nach stärkerem einbrauen möglich. Welche Menge ich am Ende wirklich erreiche wird sich zeigen..

Vielen Dank schonmal!! :Greets :thumbup

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#8

Beitrag von Badscorpion » Dienstag 3. Februar 2015, 15:54

-CK_AKS- hat geschrieben:Prinzipiell geht das schon-das läuft Richtung High Gravity (mehr Malz, wie schon oben beschrieben). Allerdings verdünnst Du dann auch die IBUs, das solltest Du ebenfalls berücksichtigen.
Deswegen wollte ich die Hopfengaben auch entsprechend erhöhen..

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#9

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. Februar 2015, 15:59

Ich frag jetzt einfach noch mal nach:
Die Biermenge ist zu gering, nachdem du auf die Zielstammwürze verdünnt hast bzw diese erreicht hast?
Die Biermenge allein sagt nämlich ohne Angabe der Stammwürze nicht viel aus.
Solltest Du viel verdünnen müssen, dann könnte es sein, dass Du zu wenig Nachguß nimmst.
Da solltest du mal das Glattwasser messen. Wenn da noch dicke was drin ist, verschenkst Du natürlich einiges.

Stefan

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#10

Beitrag von Badscorpion » Dienstag 3. Februar 2015, 16:09

Boludo hat geschrieben:Ich frag jetzt einfach noch mal nach:
Die Biermenge ist zu gering, nachdem du auf die Zielstammwürze verdünnt hast bzw diese erreicht hast?
Die Biermenge allein sagt nämlich ohne Angabe der Stammwürze nicht viel aus.
Solltest Du viel verdünnen müssen, dann könnte es sein, dass Du zu wenig Nachguß nimmst.
Da solltest du mal das Glattwasser messen. Wenn da noch dicke was drin ist, verschenkst Du natürlich einiges.

Stefan
Beim ersten Versuch mit 17 Liter Bier hatte ich wirklich zu wenig Nachgusswasser genommen.
Beim zweiten Versuch wo 20 Liter rauskamen hab ich alle streng nah Rezept gehandelt, verdünnen musste ich nach dem Hopfenkochen nicht, es waren 20 Liter Bier mit 12,8 °Plato. (ca. 65 % Sudausbeute laut fg100)

Ich möchte beim nächsten Sud 26,5 Liter Bier erreichen. Dafür muss ich ja prinzipiell erstmal die Schüttmengen erhöhen, da diese ja nur für ca. 20 Liter ausgelegt sind. Da aber die Gefahr des überkochens besteht, wollte ich einfach eine gehaltvollere Würze ansetzen und im Nachgang auf 13 Plato verdünnen...so ist der Plan

Aber das mit dem Glattwasser messen ist ein guter Tipp, danke Stefan, das werde ich auch auf jedenfall tun
Zuletzt geändert von Badscorpion am Dienstag 3. Februar 2015, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#11

Beitrag von dingenz » Dienstag 3. Februar 2015, 16:14

Ich habe zu wenig Erfahrung als dass ich dir mit 100%iger Sicherheit sagen kann, dass das etwas bringt, daher können das die erfahreneren evtl. nochmal kritisch beäugen:
Schon mal daran gedacht den Hauptguss anteilig zu erhöhen? :Grübel
Viele Grüße
dingenz

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#12

Beitrag von Badscorpion » Dienstag 3. Februar 2015, 16:26

dingenz hat geschrieben: Schon mal daran gedacht den Hauptguss anteilig zu erhöhen? :Grübel
ja ich würde den Hauptguss auch anteilig erhöhen, der Nachguss wird nur vermutlich nicht komplett in den Einkocher passen. Ich erhoffe mir halt durch die höheren Schüttmengen von 33 Prozent bei gleicher Subausbeute eine theoretische Überhöhung der Stammwürze von ebenfalls 33 Prozent.. (also rein theoretisch :puzz :puzz )

Um somit nach dem Hopfenkochen auf meine angepeilten 13 Plato zu verdünnen....dann müsste doch alles wieder in Butter sein...also im Bottich :redhead :Grübel :puzz :Pulpfiction

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#13

Beitrag von -CK_AKS- » Dienstag 3. Februar 2015, 16:29

Übrigens:
Im Buch von Klaus Kling ist das Rezept mit sämtlichen EBC und IBU Angaben drin. Da kannst Du dann die Mengen entsprechend in den gängigen Rechnern anpassen.
Oder sind die Werte bereits auf dem Rezept von HuM angegeben?
Viele Grüße
Christian

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#14

Beitrag von TOBIer » Dienstag 3. Februar 2015, 16:29

Badscorpion hat geschrieben:Nach dem Hopfenkochen würde ich ja in den Gärbottich füllen, der fasst 30 Liter. Ich hoffe halt das die Würze so Gehaltvoll ist, dass ich...ich sage mal 22 Liter (um mal eine Zahl zu nennen) mit 16 °P rausbekomme, Diese würde ich dann mit 5 Liter abgekochten Wasser verdünnen und würde rechnerisch auf meine angestrebten 26,5 Liter mit 13 Plato kommen.
Wenn die Stammwürze geringer ausfällt, dann würde ich natürlich mit weniger Wasser verdünnen...aber vom Prinzip machbar, oder? :Waa

Hi,

hat zwar nichts mit der eigentlichen Fragestellung zu tun; aber...

mit 26,5 Liter Würze im 30 Liter Gärbottich wird das zu knapp. Du solltest mindestens 1/3 des Volumens noch frei haben... sonst läuft er dir über.

Grüße

Tobi

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#15

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. Februar 2015, 16:30

Das nennt sich high gravity und ist ein ganz alter Hut.
Such mal danach.

Ansonsten einfach mal 20% mehr Malz schütten und die Hopfenmenge entsprechend der größeren Biermenge neu berechnen.
Man sollte halt nicht viel dicker als 1:2,7 einmaischen, sonst kann man nicht mehr Rühren.
Ab 1:2,5 geht es eigentlich nicht mehr.
Also im Einkocher kann mann schätzungsweise maximal 7 Kilo in 20 Liter Einmaischen, schätz ich mal.
Ein Kilo Malz nimmt in der Maische ca 0,7 Liter Volumen ein, da ist also sogar noch ein wenig Platz.
7 Kilo Malz macht ca 35 Liter Bier mit 12°P, wobei die Ausbeute bei High gravity immer schlechter ist.
Aber 30 Liter sollten locker drin sein.
Ich würd einfach mal die Malzmenge schrittweise erhöhen.
Gab erst neulich einen Thread darüber.


Stefan

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#16

Beitrag von -CK_AKS- » Dienstag 3. Februar 2015, 16:36

Boludo hat geschrieben:Also im Einkocher kann mann schätzungsweise maximal 7 Kilo in 20 Liter Einmaischen, schätz ich mal.
Das ist schon ziemlich krass. Da ist der Einkocher randvoll mit Maische.
Viele Grüße
Christian

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#17

Beitrag von oliver0904 » Dienstag 3. Februar 2015, 16:39

Problematisch sehe ich auch den 26, 5 Liter im Gärfass entgegen. Bei einer ordentlichen OG kann das schon mal oben überlaufen :crying

Oliver
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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#18

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. Februar 2015, 16:51

-CK_AKS- hat geschrieben:
Boludo hat geschrieben:Also im Einkocher kann mann schätzungsweise maximal 7 Kilo in 20 Liter Einmaischen, schätz ich mal.
Das ist schon ziemlich krass. Da ist der Einkocher randvoll mit Maische.
Das sollten 25 Liter Volumen sein.
Aber ohne Garantie.
Ich mach meine Töpfe immer randvoll.
Das sind dann z.B. 14 Kilo Malz in 37 Liter Wasser im 50 Liter Topf. Geht einwandfrei.
Aber vermutlich sind 6 kg eher das Maximum im Einkocher.
Nicht dass nachher einer auf die Schnauze fällt und ich schuld bin.

Stefan

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#19

Beitrag von oliver0904 » Dienstag 3. Februar 2015, 17:01

Nö 7 Kilo geht schon, möchte ich aber nicht von Hand rühren. Der Scheibenwischer Motor kommt dann aber auch an seine Grenzen.
Alkohol ist keine Lösung sondern ein Destillat

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#20

Beitrag von djmoehre » Dienstag 3. Februar 2015, 17:10

Stefan, Du bist es nicht schuld!
Aber ich schütte trotzdem 7,8kg in den Einkocher :Bigsmile
Dazu mache ich das Ding Randvoll (ca. 20l Wasser). Das rühren wird "schwierig" aber ab 20 Minuten bei 63°C geht es dann. Ich arbeite dann mit sehr viel Nachguß um dann im 50l Topf zu kochen.

:Drink
Grüße
Maddin

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#21

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. Februar 2015, 17:11

Ja ok, ich geb zu ich hab ein Rührwerk.
7 Kilo im Einkocher von Hand rühren ist vermutlich fies und gibt ne Sauerei da es doch überschwappt.
Aber 6 Kilo sollten auf jeden Fall gehen.

Man muss bei solchen Aktionen auch immer überlegen, ob man das läutern kann und vor allem ob der Gärbehälter groß genug ist.

Stefan

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#22

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. Februar 2015, 17:14

djmoehre hat geschrieben:Stefan, Du bist es nicht schuld!
Aber ich schütte trotzdem 7,8kg in den Einkocher :Bigsmile
Dazu mache ich das Ding Randvoll (ca. 20l Wasser). Das rühren wird "schwierig" aber ab 20 Minuten bei 63°C geht es dann. Ich arbeite dann mit sehr viel Nachguß um dann im 50l Topf zu kochen.

:Drink
Da hat jemand die selbe Philosophie wie ich, sehr schön!

Ich weiß dass viele das total albern und Qualität wichtiger als Quantität finden.
Wenn ich aber mit der selben Arbeit wesentlich mehr Bier mit gleicher Qualität erzeugen kann, dann mach ich das auch.
Nicht jedes Bier ist aber high gravity tauglich.
Bei einem schönen Wit schütte ich z.B. lächerliche 10 Kilo im 50 Liter Topf :redhead


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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#23

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 3. Februar 2015, 17:20

Wenn du den Einkocher ausreizt mit 7kg Schüttung und 20l Hauptguß, kommst du auf ein Maischevolumen von 25 Liter, bei dem vorgegebenen Rezept sind das dann 42 Liter Pfanne voll und ca 35 Liter Ausschlag. Du musst also in zwei Portionen kochen oder dir noch einen 50 Liter Topf zulegen plus Heizung. Ein zweiter Gärbehälter muss auf jeden Fall her.

Cheers, Ruthard

edit: ok, ok, viele Dumme - ein Gedanke :Wink
Zuletzt geändert von Brauwolf am Dienstag 3. Februar 2015, 17:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#24

Beitrag von djmoehre » Dienstag 3. Februar 2015, 17:22

Da stimme ich Dir voll zu Stefan. Das geht nicht mit jedem Bier.
Bei dunkleren Bieren (Landbier, Stout, Porter,....) habe ich da gar kein schlechtes Gewissen. ein Kölsch oder ein Münchner Helles würde ich so nicht machen.
Pils eh mit Dekoktion, das ist aber ein anderes Thema.
Ich habe dazu noch das Glück ein 1A Brauwasser zu haben. Dadurch ist die Gefahr, das ich mit viel Nachguß noch Gerbstoffe aus den Spelzen löse zumindest reduziert.

Ich habe einen total einfachen Grund, immer wieder so zu brauen: Die Chefin sagt, mit dem 9.5kW Gasbrenner muss ich nach draußen. Der Einkocher darf drinne sein. Um diese Jahreszeit maische und läutere ich gemütlich drinne und muss nur zum Hopfenkochen nach draußen. Und da muss ich ja nicht immer dabei stehen.
Grüße
Maddin

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#25

Beitrag von Boludo » Dienstag 3. Februar 2015, 17:39

Brauwolf hat geschrieben:Wenn du den Einkocher ausreizt mit 7kg Schüttung und 20l Hauptguß, kommst du auf ein Maischevolumen von 25 Liter, bei dem vorgegebenen Rezept sind das dann 42 Liter Pfanne voll und ca 35 Liter Ausschlag. Du musst also in zwei Portionen kochen oder dir noch einen 50 Liter Topf zulegen plus Heizung. Ein zweiter Gärbehälter muss auf jeden Fall her.
Man kann aber auch einfach so bis Pfanne randvoll läutern. Dann verschenkt man zwar durch eine miese Ausbeute jede Menge, aber man bekommt nach dem Verdünnen trotzdem viel mehr Bier als mit einer 4 kg Schüttung.
Ein größerer Gärbehälter bzw zwei kleine sind dann aber echt Pflicht.
Und die Hopfenberechnung wird etwas komplizierter.
Was man auch machen kann ist, das sehr dicke Glattwasser in dem Einkocher parallel kochen, in dem der Nachguß erwärmt wurde.
Dann kann man den Verdampfungsverlust ganz easy immer auffüllen, ohne dass die Kochung jedes Mal gleich wieder zusammenbricht.

Es gibt da so einige Tricks, auch wenn der Läuterbottich zu klein wird, aber so richtig anfängertauglich ist das nicht gerade.


Stefan

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#26

Beitrag von wwwcom » Dienstag 3. Februar 2015, 20:13

Boludo hat geschrieben:
djmoehre hat geschrieben:.
Nicht jedes Bier ist aber high gravity tauglich.
Bei einem schönen Wit schütte ich z.B. lächerliche 10 Kilo im 50 Liter Topf :redhead
Stefan
Hallo Stefan,

welchen Grund hat dieses Vorgehen? Mir fallen 2 Möglichkeiten ein zum einen dadurch kein oder wenig Nachguß wegen Gerbstoffen. Oder damit es leichter zu rühren ist evtl. Ist Rohfrucht unangenehm diesbezüglich?
Beide Gründe erscheinen mir nicht richtig :redhead

Gruß Manuel der auch gern mal ein Wit brauen würde
Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen.

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#27

Beitrag von Badscorpion » Dienstag 3. Februar 2015, 20:22

Vielen Dank für die vielen Tipps! :thumbup :thumbup
Also ein 60 Liter Gärbottich wollte ich mir eh demnächst zulegen, vielleicht sollte ich das mit der Malzbestellung tun :Bigsmile
6 kg Malz benötige...das sollte in den Einkocher noch reinpassen.
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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#28

Beitrag von fg100 » Dienstag 3. Februar 2015, 23:11

Manchmal ist es schon verwunderlich wie sich Themen entwickeln.
Da fragt jemand eine einfache Frage, wie man 26,5l im Einkocher hinbekommt und dann wird mit Werten für einen 50l Topf usw. rumgeeiert.

Nimm 6kg Malz, passe den Hopfen entsprechend an. Einmaischen mit ca. 18l Wasser. Das geht problemlos im Einkocher. Läutere bis etwa 14°P. Müssten dann so um die 25 Liter sein. Ich würde dir hierzu unbedingt eine Läuterspindel (eine meiner besten Anschaffungen) empfehlen. z.B. diese hier. Die kannst du einfach beim Läutern in der Würze schwimmen lassen und dann Läutern bis der Wert erreicht ist.
Nach dem Kochen bekommst du dann bei dir so 22-23l mit ca. 16°P.
Nach dem Abkühlen, so wie von dir vorgeschlagen, mit abgekochten Wasser auf ca. 13°P einstellen. Sind dann etwa 26l.
Das geht auch gerade noch so im 30l Gärbehälter. Zur Sicherheit ggf. statt dem Blubberdings einfach einen Silikonschlauch auf den Gärspund (ohne Wasserfüllung) stecken und das andere Ende in ein größeres Wasserglas stecken. Gibt dann auch keine große Sauerei falls es doch überläuft.

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#29

Beitrag von hutschpferd » Mittwoch 4. Februar 2015, 09:14

fg100 hat völlig recht.

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Re: Ausschlagmenge im Einkocher erhöhen

#30

Beitrag von Braufuzi » Freitag 6. Oktober 2017, 19:11

Super das werde ich mal selber probieren.Habe selber nur einen Bielmeier Einkochautomat mit 27 Litern aber Randvoll geht ja leider nicht.Bei meinem letzten Sud habe ich kurz vor Kochende die Stammwürze mit 1 Kg Zucker erhöht.(War ein Versuch von mir)und dann mit heißem Wasser auf meine Wunschstammwürze verdünnt.Hatte nun gut 27 Liter Bier im Gärbottich aber auch nach der Gärung einen höheren Alkoholgehalt durch den vergoren en Zucker.Also ich denke so sollte es man nicht machen um mehr Liter Bier am Schluss zu bekommen.War eine blöde Idee von mir.Aber aus Fehlern lernt man ja auch.
Der kluge Mensch,so glaube mir,
der braut und trinkt
sein eigenes Bier!
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