Gärbottiche transportieren im Auto

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anak85
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Gärbottiche transportieren im Auto

#1

Beitrag von anak85 » Donnerstag 7. Februar 2019, 10:55

Hallo zusammen,

ich plane mit Freunden einen gemeinsamen Brautag und die beiden wohnen 3 / 6 Std mit dem Auto entfernt. Gerne würde ich die Stammwürze in 3 teilen und ihnen jeweils ein Bottich mitgeben. Was haltet ihr von der Idee? Spricht etwas gegen die Fahrt mit Gärbottich im Kofferraum? Sollte die Hefezugabe evtl. erst nach der Ankunft am Zielort (24Std nach dem Hopfenkochen) geschehen?

Grüße
Phillip

verbräuer
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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#2

Beitrag von verbräuer » Donnerstag 7. Februar 2019, 14:43

anak85 hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 10:55
Spricht etwas gegen die Fahrt mit Gärbottich im Kofferraum?
Die Bremse?
Ich weiß ja nicht was du für Bottiche hast, aber die sollten schon einen Schraubverschluss haben.
Ein Glas oder Plastikballon oä. sollte kein Problem sein, schön heiß abfüllen und verschließen dann ist das ja kein großes Problem. Am besten am Brautag gleich noch einen Starter vorbereiten und jedem einen Teil mitgeben damit die Gärung dann zuhause schnell anspringt.

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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#3

Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 7. Februar 2019, 14:57

Ich bin schon oft mit Gärbottichen spazieren gefahren. Dass man die umfallsicher hinstellen bzw. sichern sollte versteht sich von selbst.
Ich würde ganz normal direkt nach dem Abkühlen mit Hefe anstellen. Würze ohne Hefe ist meist keine gute Idee. Bis zu den ersten sichtbaren Gärungsanzeichen ist man idR eh daheim.
Ich nehme dafür meist diese Kunststoff-Mostfässer mit dem großen grünen Schraubdeckel mit Gummidichtung und dem kleinen roten Deckel in dessen Mitte. Den kleinen roten Deckel schraube ich zum Druckausgleich nicht ganz zu, dennoch schwappt da selbst auf Bergstraßen nichts heraus.

Moritz

anak85
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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#4

Beitrag von anak85 » Donnerstag 7. Februar 2019, 16:25

Danke für die Antworten!

Also die Hefe hätte 12-14 Std Zeit, bevor die Autofahrten angetreten werden. Würdet ihr dennoch die Hefe vorher dazugeben? Vermutlich wird es Nottingham oder US-05 als Trockenhefe.

Da meine Freunde zum erstel Mal hineinschnuppern, wollte ich günstige Gärbottiche für sie besorgen. Der Deckel auf den 17L Eimern von Hopfenversandshops geht wirklich sehr schwer ab, ohne das man an den zwei ?Ohren? zieht.

Edit: Und welche Fassvolumen würdet ihr für 11L / 21L Ausschlagwürze als minimum denn empfehlen?

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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#5

Beitrag von Augenfeind » Donnerstag 7. Februar 2019, 16:58

Also ich vermute auch, dass die Eimer dicht halten werden - ich habe selbst so einen. Selbst wenn das Spundloch oben im Deckel offen bleibt, sollte da nichts rausschwappen (dennoch solltest Du es zukleben, damit nichts Fremdes hineingelangt).
Die Hefe würde ich gleich zugeben - damit verhinderst Du wie bereits von #Bierjunge gesagt, dass eventuelle Fremdhefen in der Zwischenzeit das Kommando übernehmen. Ich sehe nicht, wie der Transport Deiner Hefe schaden sollte, zumal ja teilweise das Jungbier nochmals mit dem Schneebesen durchgeschlagen wird, um mehr Sauerstoff in die Würze zu bekommen und so ggf. schenbar zum Stillstand gekommene Hefen zur Arbeit zu animieren. Kaputt gehen kann DIr die Hefe jedenfalls nicht. Nur falls Du sie aufstreust, solltest Du eventuell eine halbe Stunde warten, bis sie sich an Deine Würze gewöhnt hat - alternativ kannst Du sie vorher rehydrieren und dann in die Würze kippen. Dann schadet die Bewegung beim Transport wohl kaum.
Ich würde das jedenfalls so machen.
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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#6

Beitrag von ggansde » Donnerstag 7. Februar 2019, 17:00

Und Vorsicht beim Einladen! Die Dinger sind schwer und ein abstehender Hahn ist schnell abgerissen.
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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#7

Beitrag von Augenfeind » Donnerstag 7. Februar 2019, 18:10

ggansde hat geschrieben:
Donnerstag 7. Februar 2019, 17:00
Und Vorsicht beim Einladen! Die Dinger sind schwer und ein abstehender Hahn ist schnell abgerissen.
VG, Markus
Oh ja, das muss ich hier gleich nochmal zitieren, denn das ist vermutlich der kritischste Punkt an der ganzen Angelegenheit! Achtet auch darauf, dass der Kunststoffhahn so gedreht ist, dass er nicht nach unten zeigt - bei meinem Bottich ging der so tief, dass er auf den Boden stieß. Das erhöht dann natürlich nochmal die Bruchgefahr.

Und sowieso - wenn jemand so ein vertrottelter Grobian ist wie ich, dann brechen diese Hähne auch leicht ab, weil man sie zuvor "etwas" zu fest verschraubt hat...

Roman.
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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#8

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Donnerstag 7. Februar 2019, 22:00

Das selbe gabs vor 1 Jahr in Wien und ist gut gegangen.
Schau unter:

Gärbottich transportieren?
Brau, schau wem.

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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#9

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 7. Februar 2019, 22:14

Hähne haben an Gärbottichen sowieso nichts zu suchen, die ollen Keimherde :P
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Re: Gärbottiche transportieren im Auto

#10

Beitrag von DerDallmann » Freitag 8. Februar 2019, 06:53

Ich hab mir dazu mal einen Kanister aus lebensmittelechtem Kunststoff besorgt und dann zuhause kurz umgeschlaucht und angestellt.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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