Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

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pa22
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Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#1

Beitrag von pa22 » Mittwoch 20. Februar 2019, 14:07

Hallo,

ich hatte einen untergärigen Sud, der jetzt bei ca. 12C im Keller steht, letzte Woche aufgesetzt. Leider sind statt der geplanten 20L gerade einmal 15L im Gärbottich angekommen (mit gut 12Plato).
Ich habe einen so großen Kolben+Spindel, dass jedesmal fast ein 1/2 Liter Würze/Jungbier beim Spindeln pro Messung draufgehen. Ich möchte jetzt aber nicht unbedingt mehr Bier verlieren als nötig.
Von daher meine Frage: Kann ich den Gär-Stand (kann geschlaucht werden?) der Hauptvergärung noch anders einschätzen als mit Kolben+Spindel (o. Refraktometer) zu messen? Kann man vllt. versuchen eine Geschmacksprobe zu nehmen? Wenns nicht mehr süsslich schmeckt, ist es es soweit ...

Gruß,
Steffen

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#2

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 20. Februar 2019, 14:10

Du könntest einfach im Gäreimer messen und die Spindel im Gäreimer lassen
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch Postleitzahl 21255 und Umgebung, bei Interesse PN

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#3

Beitrag von dadr » Mittwoch 20. Februar 2019, 14:17

Vermutlich wird sie Spindel bei der Menge gar nicht ganz einsinken.
Besorg dir schnell ein Refraktometer. Ist sicherlich keine Fehlinvestition.

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#4

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 20. Februar 2019, 14:20

Kauf dir ein günstiges China Refraktometer bei ebay oder eine Mini Bierspindel. Letztere verbraucht nur 40ml pro Messung. Wenn man sich jetzt noch abgewöhnt da täglich rumzumessen verringert sich der Schwund ungemein.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#5

Beitrag von MANKE » Mittwoch 20. Februar 2019, 18:28

Eine andere Möglichkeit wäre noch ein Tilt Hydrometer oder die iSpindel. Bei beiden kannst du kontinuierlich die Werte "ablesen" ohne einen Tropfen zu verschwenden.
Viele Grüße,
Martin

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#6

Beitrag von Cubase » Mittwoch 20. Februar 2019, 18:37

Also ich desinfiziere meine Spindel immer und dann schwimmt sie munter im Gärfass mit. Einfach Deckel auf und schnell nachgeschaut.

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#7

Beitrag von Tomalz » Mittwoch 20. Februar 2019, 19:16

Ich sag nur Tilt oder iSpindel. Einfach und nur genial.
Gruß Thomas

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#8

Beitrag von Innuendo » Donnerstag 21. Februar 2019, 09:04

Kann ich mich nur anschließen: Sams iSpindel ist klasse! Du sitzt im Wohnzi auf der Couch und schaust auf Deinen CBPi oder bei ubidots edu nach. Einfacher geht nicht. Ich habe mir bei meiner iSpindel keine große Mühe gemacht, ein perfektes Polynom zu finden. Wenn der %% Wert 2-3 Tage nahezu konstant bleibt, hat die Hefe fertig. Erst dann spindel ich, um im kHB nötige Daten eintragen zu können. Beim meinen Untergärigen nehme ich 1-2 mal während der Gärung die schmierigen Kräusen (Harze) ab, ansonsten lass ich den Fermenter in Ruhe.
Innu

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#9

Beitrag von danieldee » Donnerstag 21. Februar 2019, 09:54

Nach eurer Ansicht müsste der Thread aber dann so heißen: "Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand des Endes der Hauptvergärung?"
Zu mehr ist die iSpindel auch nicht wirklich tauglich. Man sieht wann der Sud durch ist. Die Abweichungen sind teilweise schon heftig. Eine ernsthafte Messung kann sie nicht ersetzen.
"Bier ist der überzeugende Beweis dafür,
dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will"
Benjamin Franklin

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Re: Gibt es Alternativen zum Ermitteln Stand der Hauptvergärung?

#10

Beitrag von pa22 » Freitag 22. Februar 2019, 14:50

ok, vielen Dank für die Tipps :Smile

Eine kleine Anschlussfrage noch zum Sud:
Ich hatte bisher obergärige Sude angesetzt, mit der Hälfte der Hefe, die ich jetzt verwendet habe (für das Untergärige wurde mir die doppelte Menge Hefe , Saflager S23, empfohlen). Ich habe einen kleinen Dosierlöffel für den Zucker für die Flschengärung, der bei den obergärigen Suden gut funktioniert hat.
Frage: Muss ich jetzt weniger Zucker in die Flaschen geben? Hat diese größere Menge Hefe (negativen) Einfluss auf den Biergeschmack?

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