Schwefelgeruch Weizenbier

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ceremony
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Schwefelgeruch Weizenbier

#1

Beitrag von ceremony » Samstag 27. April 2019, 14:21

Moin,

vor 14 Tagen habe ich ein Triticum Wormatia gebraut. Nach 5 Tagen Gärung habe ich in Flaschen abgefüllt und gekühlt. Gestern Abend dann erste Trinkprobe. Es schwefelte. Geschmacklich war es ok, aber der Schwefelgeruch doch sehr lästig.

Was kann ich jetzt tun? Baut sich der Geruch von selbst ab? Bügelflaschen belüften? Weiterhin in der Kühlung lassen?

Für ein paar Tipps wäre ich sehr dankbar.

Gruss Eike

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Chrissi_Chris
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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#2

Beitrag von Chrissi_Chris » Samstag 27. April 2019, 14:29

Puh..... da hast du ja so ziemlich jeden Anfängerfehler mitgenommen den es gibt.
Ich schätze mal du bist auf dem besten Weg dir Bomben zu bauen. Ein Flaschenmanometer wäre nun hilfreich um zu sehen wieviel Druck aufgebaut wird damit du im schlimmsten Fall entlüften kannst.

Das Schwefeln ist hin und wieder normal überwiegend bei UG Bieren, das lagert sich aber in ein paar Tagen zum Ende der Hauptgärung wieder raus, dem hast du ja nicht die Chance gegeben, sondern gleich in Flaschen geprügelt.

Und wieso genau stellst du das Bier was Obergärig ist kalt?
Das klingt nach so einer YouTube Anleitung damit die nicht explodieren...

Wichtig ist jetzt in erster Linie nicht wie du den Schwefelgeruch heraus bekommst sondern das Dir die Flaschen nicht um die Ohren fliegen.

Bau oder besorg dir erstmal ein Flaschenmanometer.

LG Chris

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CastleBravo
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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#3

Beitrag von CastleBravo » Samstag 27. April 2019, 17:11

War das Bier nach den 5 Tagen bereits ausgegoren oder hast du grüngeschlaucht? Schwefel kommt, wie bereits geschrieben, eher bei UG vor. Neben der Hefewahl wird dies auch teilweise durch unterpitchen hervorgerufen. Mit wieviel Hefe hast du angestellt? Welches Volumen, welche Stammwürze?
Viele Grüße

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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#4

Beitrag von Beerkenauer » Samstag 27. April 2019, 18:10

mir hat als blutiger Anfänger diese Anleitung sehr geholfen:

https://brauanleitung.com/downloads/

auch hilfreich ist dieser Bereich vom Forum:

https://hobbybrauer.de/forum/wiki/doku. ... redirect=1

ansonsten habe ich viel im Forum mitgelesen.

Gruss

Stefan

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Ladeberger
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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#5

Beitrag von Ladeberger » Samstag 27. April 2019, 18:21

Schwefelwasserstoff (H2S) entsteht in Spuren bei jeder Gärung, wird aber durch eine Kombination aus CO2-Wäsche ("Ausstinken") und Resorption durch die Hefe bei warmer Reifung wieder unter Wahrnehmungsschwelle abgebaut. Durch das Abfüllen ins geschlossene Gebinde und das Abkühlen hast du beide Abbaumechanismen ausgehebelt.

Man könnte es wohl warmstellen, schütteln und wie schon geraten dabei die Karbonisierung im Auge behalten. Jedoch: Ist die Hefeaktivität einmal für längere Zeit zurückgegangen, tut sich die Hefe nach meiner Erfahrung nach schwer, Jungbieraromen noch wirksam zu reduzieren.

Gruß
Andy

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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#6

Beitrag von Ursus007 » Samstag 27. April 2019, 23:43

Ich hatte Schwefeln auch schon bei OG, die Ursache hab ich auch nie herausgefunden, war zumindest zwei mal (von 2) gestrippte Hefe (Schneider). Hab es ordentlich ausgären lassen und erst abgefüllt, nachdem die Stinkerei völlig vorüer war. Ist eins meiner besten gewesen (Dunkles Weissbier).
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#7

Beitrag von skappler » Sonntag 28. April 2019, 09:28

Ich hatte letztens einen Starter aus Gutmann Bodensätzen gemacht, der hat auch sehr stark geschwefelt. Hat sich aber auch nach einiger Zeit verflüchtigt

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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#8

Beitrag von beryll » Sonntag 28. April 2019, 09:54

skappler hat geschrieben:
Sonntag 28. April 2019, 09:28
Ich hatte letztens einen Starter aus Gutmann Bodensätzen gemacht, der hat auch sehr stark geschwefelt. Hat sich aber auch nach einiger Zeit verflüchtigt
+1
Auch mit der Gutmann, schwefelte ohne Ende. Nach ein paar Wochen war davon nicht mehr zu riechen.

VG Peter
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

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Terminfindung Treffen der Saar-Lor-Lux Brauer

HBST Saar-Lor-Lux internes

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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#9

Beitrag von ceremony » Sonntag 28. April 2019, 12:37

Erstmal Dank für die Kommentare und Links.

Nein, es war keine YT Anleitung. Ich hatte schon beim brauen Probleme die Temperaturen zu halten. Eventuell liegt es auch daran. War das erste mal mit offener Flamme. Zum Glück nur 10 Liter gebraut.
Ich habe alle Flaschen nun mal entlüftet. Mal schauen was passiert.

Gruß Eike

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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#10

Beitrag von DerDallmann » Montag 29. April 2019, 07:30

Wenn du den Schwefel nicht loswirst, würde ich das ganze zurück in den Gäreimer geben und neu abfüllen, wenn der Schwefelgeruch abgebaut ist.
Das ist absolut kein Beinbruch...
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

Hobbybrauer Stammtisch 21255 und Umgebung, bei Interesse PN
BIAB-Brauer und Hefe-Aufstreuer

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matschie
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Re: Schwefelgeruch Weizenbier

#11

Beitrag von matschie » Montag 29. April 2019, 07:48

Ursus007 hat geschrieben:
Samstag 27. April 2019, 23:43
Ich hatte Schwefeln auch schon bei OG, die Ursache hab ich auch nie herausgefunden, war zumindest zwei mal (von 2) gestrippte Hefe (Schneider). Hab es ordentlich ausgären lassen und erst abgefüllt, nachdem die Stinkerei völlig vorüer war. Ist eins meiner besten gewesen (Dunkles Weissbier).
Bei meinem letzten dunklen Weissbier mit der W68 hat es auch sehr ordentlich geschwefelt. Gerade bei Weissbier scheint es öfter vorzukommen, kann man auch einige Threads hier zu finden.
Hefenahrung soll wohl Abhilfe schaffen.
Allerdings hat es bei mir auch nur ca. einen Tag stark geschwefelt (Geruch), anschließend lecker bananig gerochen. Geschmacklich war im frischen Bier noch eine leichte Schwefelnote drin, die sich jetzt nach ca. 4 Wochen ausgelagert hat.
GGM Induktionskochfeld via Serielle Schnittstelle über CBPi per Serielle Kommunikation oder drahtlos über MQTT angesteuert: Link
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