IKegger best practice

Antworten
quicksim
Neuling
Neuling
Beiträge: 6
Registriert: Sonntag 18. März 2018, 17:45

IKegger best practice

#1

Beitrag von quicksim » Montag 13. Mai 2019, 22:14

Hallo liebe Braukollegen,

wie sieht eure Vorgehensweise beim Umgang mit den Ikegger Kegs aus ?
Mir ist da der Ablauf noch nicht ganz klar.

Ich würde so vorgehen:
1) Hauptgärung im Gärfass wie auch bei Flaschenabfüllung
2) Fässer befüllen und Zucker zugeben
3) Double Ball Verschluss aufschrauben
4) Nach der Reifung mit CO2 rauspressen

Benötige ich dann für jedes Fass den Double Ball Anschluss ?

Danke für die Hilfe

swinkler
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 21
Registriert: Donnerstag 15. November 2018, 15:15

Re: IKegger best practice

#2

Beitrag von swinkler » Dienstag 14. Mai 2019, 14:12

Also bei mir sieht das so aus:

1) Hauptgärung im Gärfass
2) Fass mit Wasser füllen, leerdrücken und Entlüftungsventil ziehen (sonst blubberts beim Anschluss vom Gärfass ;-))
3) Jungbier vom Gärfass ins Keg umfüllen indem du eine Schlauchverbindung schaffst und am Entlüftungsventil den Gasdruck ablässt
4) mittels CO2-Flasche und Tabelle karbonisieren

Du kannst auch wie von dir priorisiert im Keg mit Zucker karbonisieren, hast dann aber wieder Schmodder im Fass und solltest umdrücken.
Mehrere Double-Ender sind in jedem Falle eine gute Wahl. Ginge eventuell auch durch wechseln wenn gut gekühlt, wär mir aber zu unhandlich ...

Grüßle Steffen
der Mensch lebt nicht vom Bier allein ... doch ohne kann er auch nicht sein :Drink

Benutzeravatar
AxelS
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 247
Registriert: Montag 16. April 2018, 15:26

Re: IKegger best practice

#3

Beitrag von AxelS » Dienstag 14. Mai 2019, 15:15

Ich habe zu Anfang auch im iKegger mit Zucker karbonisiert, bin dann aber davon abgekommen. Erstens sammelt sich die Hefe neben den übrigen Trubstoffen in der Wölbung am Fassrand, genau da, wo der Schlauch liegt. Selbst wenn Du umdrückst in ein anderes Keg hast Du jede Menge Schmodder im Bier. Bei NC-Kegs wird deshalb gern das Steigrohr gekürzt, wenn umgedrückt werden soll. Bei einem 4 oder 5l-Keg ist der prozentuale Verlust bei gekürztem Schlauch m.E. zu viel. Wir reden hier von etwa 0,5l, auf die Du jedes mal verzichten müsstest. Zweitens ist nach meiner Erfahrung der Spunddruck nur sehr ungenau zu treffen. Durch das direkte Zapfen aus dem iKegger liegt der optimale Druck bei 4,0gCO2/l, wenn es wie ein Flaschengereiftes Bier mit 5,0gCO2/l schmecken soll. Ist der Druck zu hoch, wird es mit dem Direktzapfen aus dem Keg schwierig, auch mit Kompensator. Die Zuckermenge muss also die maximale Gärtempertur, das bereits gelöste CO2 im Jungbier und die eventuell noch gelösten Zucker durch unfertige Gärung berücksichtigen. Das hat mir zwei mal ein überkarbonisiertes Bier beschert, welches kaum noch zapfbar war.
Seither karbonsiere ich lieber mit Blick auf das Endergebnis mit meiner Sodastream-Flasche. Gewünschter Druck eingestellt und fertig.
:Drink
Axel
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.
(John Ruskin 1819-1900)

marosh
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 16
Registriert: Dienstag 15. Januar 2019, 08:58

Re: IKegger best practice

#4

Beitrag von marosh » Dienstag 14. Mai 2019, 15:46

swinkler hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 14:12
Also bei mir sieht das so aus:

1) Hauptgärung im Gärfass
2) Fass mit Wasser füllen, leerdrücken und Entlüftungsventil ziehen (sonst blubberts beim Anschluss vom Gärfass ;-))
3) Jungbier vom Gärfass ins Keg umfüllen indem du eine Schlauchverbindung schaffst und am Entlüftungsventil den Gasdruck ablässt
4) mittels CO2-Flasche und Tabelle karbonisieren

Du kannst auch wie von dir priorisiert im Keg mit Zucker karbonisieren, hast dann aber wieder Schmodder im Fass und solltest umdrücken.
Mehrere Double-Ender sind in jedem Falle eine gute Wahl. Ginge eventuell auch durch wechseln wenn gut gekühlt, wär mir aber zu unhandlich ...

Grüßle Steffen
Ganz wichtig ist der 2. Punkt. Ist mir letztens erst passiert. :Ahh
Ansonsten hab ich aber das gleiche Vorgehen.

Ich würde prinzipiell für jedes Fass einen Double Ball lock Anschluss kaufen und auch benutzen. Das Ding immer auf das Fass zu schrauben was ich gerade benutzen möchte und ansonsten die Verschlüsse zu nutzen stelle ich mir problematisch vor. Ich würde mein Keg nach Möglichkeit lieber geschlossen halten.
Aber vielleicht gibt es ja jemanden der da Erfahrung hat und davon berichten kann?

Gruß
Marco
Gruß
Marco

Benutzeravatar
AxelS
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 247
Registriert: Montag 16. April 2018, 15:26

Re: IKegger best practice

#5

Beitrag von AxelS » Dienstag 14. Mai 2019, 19:28

marosh hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 15:46
Aber vielleicht gibt es ja jemanden der da Erfahrung hat und davon berichten kann.
Ja, ich! :Greets

Ich habe bei 5 Kegs zwei Zapfköpfe. Mehr brauche ich nicht. Einen Zapfkopf auf einem Jungbierfass in der natürlichen Gärung beruhigt zwar die Nerven, weil ein Überdruckventil dafür sorgt, dass kein Unglück passiert. Nach zwei, drei Bieren wird man gelassener und ist auch mit einem Schraubverschluss beruhigt. Die Kegs halten Drücke aus, die sich mit dem Zusatz von Zucker vermutlich gar nicht erreichen lassen (jedenfalls die iKegger-Kegs. Bei Aldi-Express wäre ich da nicht so ruhig).
Ist die Gärung abgeschlossen, kommt das Fass in den Kühlschrank. Das geht ohne Zapfkopf besser, weil die Höhe ohne Kopf besser passt. Ist das Bier dann gekühlt und soll angezapft oder umgeschlaucht werden, einfach den Schraubverschluss gegen einen Zapfkopf getauscht und los gehts. Zum Umschlauchen muss das Zielfass natürlich auch einen Zapfkopf haben. Selbst nach dem Umschlauchen, für die anschließende Lagerung, genügt dann wieder ein Schraubverschluss.
Wenn der Lagerplatz knapp ist, lassen sich die Kegs nur dann stapeln, wenn der Schraubdeckel aufgeschraubt ist.

Wann empfiehlt es sich, mehrere Zapfköpfe zu kaufen?
- Wenn ich einen großen Kühlschrank habe und gleichzeitig mehrere Biersorten zapfbereit haben möchte.
- Wenn ich Sorge habe, dass durch das ständige Wechseln von Zapfkopf und Schraubdeckel Sauerstoff in mein Keg gelangt.
- Wenn ich mehrere/alle Fässer in einer Kaskade verbinden möchte.
- Wenn ich reich bin und Geld keine Rolle spielt. :Smile

Fazit: Ich investiere lieber in zusätzliche Kegs, als in Zapfköpfe. Der ständige Wechsel ist zwar etwas umständlich, aber für mich ist das eher eine Frage des Geldes, als der Bequemlichkeit.

:Drink
Axel
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.
(John Ruskin 1819-1900)

quicksim
Neuling
Neuling
Beiträge: 6
Registriert: Sonntag 18. März 2018, 17:45

Re: IKegger best practice

#6

Beitrag von quicksim » Mittwoch 15. Mai 2019, 08:36

Erstmals danke an alle, für die detaillierten Beiträge. Ich habe es nicht bereut in die Ikegger zu investieren. Top Qualität und Top Service bei unseren Ansprechpartnern. Die helfen auch gerne weiter.
Ich werde mal den 19l und den 5l meines 50l-Biers füllen und mit Zucker versehen. Danach jeweils mit Double Balls versehen.
Wenn das 5l leer ist, werde ich aus dem 19l umdrücken. So hätte ich mir mal meinen Erstversuch vorgestellt.
Wenn der Druck durch den Zucker zu hoch wird, reagiert das Überdruckventil 😂😂😂
Werde wohl alle Fässer mit Double Ball versehen ... vielleicht fülle ich zum Probieren ein zweites 5l Fass mit der Verschraubung ab ... nur da habe ich Angst, dass beim Umschrauben auf die Double Ball zu viel Druck beim Öffnen vorhanden ist ...
Danke nochmals meine Herren 👍👍👍

irrwisch
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 563
Registriert: Sonntag 21. Januar 2018, 08:33

Re: IKegger best practice

#7

Beitrag von irrwisch » Mittwoch 15. Mai 2019, 08:49

quicksim hat geschrieben:
Mittwoch 15. Mai 2019, 08:36
vielleicht fülle ich zum Probieren ein zweites 5l Fass mit der Verschraubung ab ... nur da habe ich Angst, dass beim Umschrauben auf die Double Ball zu viel Druck beim Öffnen vorhanden ist ...
Wenn man nen Keg öffnet muss man natürlich immer vorher über das PRV den Überdruck ablassen (Zugring nach oben ziehen)
Fazit: Ich investiere lieber in zusätzliche Kegs, als in Zapfköpfe. Der ständige Wechsel ist zwar etwas umständlich, aber für mich ist das eher eine Frage des Geldes, als der Bequemlichkeit.
In China bei Aliexpress gibts die Zapfköpfe ca für die Hälfte. Ist genau der selbe Kram wie von iKegger oder Malt Miller. Qualität 1a. Hab mir jetzt noch einen zweiten bestellt.

Antworten