Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

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Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#1

Beitrag von Bierbob » Donnerstag 23. Mai 2019, 05:02

Moin,

ich habe nun ausführlich das Forum durchsucht aber nichts gefunden was meine Frage beantwortet, daher stell ich meine Frage mal.

Ich habe vor demnächst das erste Mal einen Hefestarter zu machen um damit ein Weizenbier zu vergären. Dazu habe ich mir nun Bechergläser (Boro 3.3) in unterschiedlichen Größen gekauft. In einem dieser Bechergläser werde ich die Würze aufkochen und somit dieses damit auch sterilisieren bzw. möglichst keimarm machen (Wie lange sollte dies kochen?). Wie aber behandele ich sinnvoller weise die anderen Bechergläser, welche ich für die unterschiedlichen Propagationsschritte einsetzen möchte?

Das Flaschen nicht in den Backofen gehören ist mir klar, dieses Laborglas ist aber sehr viel hitzebeständiger. Macht es Sinn diese einer Temperaturbehandlung im Backofen zu unterziehen? Wenn ja, bei welcher Temperatur wie lange?

Reicht es eventuell auch schon aus die Bechergläser mit 70%igen Isopropanol zu behandeln?

So weit ich gelesen habe, ist bei der Hefepropagation ein möglichst keimarmes arbeiten wichtig. Wie handhabt ihr das so mit dem Equipment zur Hefevermehrung?

Gruß
Bierbob

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#2

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 23. Mai 2019, 05:10

Passen deine Gläser in nen großen Topf? dann koch die für 15 minuten so wie man früher Babyflaschen sterilisiert hat.

Ich koche meine Würze für den Starter im Topf, mit Deckel drauf für mindestens 15 Minuten, der Dampf sterilisiert den Topf.
Ich lasse das im Topf abkühlen und gebe es in mein Gefäß für den Starter, das ich vorher ausgekocht habe und mit Starsan eingesprüht und abtrocknen lassen habe.

Bislang keine Infektionen oder sonstige Probleme gehabt.

Wenn ich Alkohol für irgendwas hernehme (abwischen etc.) dann nehme ich 90% Isopropyl Alc.
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#3

Beitrag von irrwisch » Donnerstag 23. Mai 2019, 06:21

Wenn du einen Dampfkochtopf hast dann da rein und 20 min @ 120 Grad autoklavieren.
Das Borosilikatglas kann das ab, dafür ist es gemacht.

Im Dampfkochtopf lässt sich auch die Starterwürze (im Marmeladenglas o.ä) direkt autoklavieren.

Zur Sprühdesinfektion besser 70% Isoprop und nicht 90% oder so.
Die desinfektionswirkung von Alkohol entfaltet sich erst mit einer gewissen Menge an Wasser damit der Alkohol in die Zelle kommt. Bin kein Chemiker aber die genaue Begründung dafür findet sich auch irgendwo in den untiefen des Forums.

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#4

Beitrag von Braufex » Donnerstag 23. Mai 2019, 06:37

Eowyn hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 05:10
Wenn ich Alkohol für irgendwas hernehme (abwischen etc.) dann nehme ich 90% Isopropyl Alc.
irrwisch hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 06:21
Zur Sprühdesinfektion besser 70% Isoprop und nicht 90% oder so.
Die desinfektionswirkung von Alkohol entfaltet sich erst mit einer gewissen Menge an Wasser damit der Alkohol in die Zelle kommt. Bin kein Chemiker aber die genaue Begründung dafür findet sich auch irgendwo in den untiefen des Forums.
Hallo Eowyn
hier ist die Erklärung, warum 70%iger Alkohol besser wirkt:
"Worauf beruht die desinfizierende Wirkung bei 70%igen alkoholischen Lösungen"?
(Lessing Berufskolleg, Düsseldorf)
Antwort:
Vermischt mit 20 bis 35% Wasser, ist Alkohol ein sehr gutes Desinfektionsmittel. Das beigemischte Wasser bewirkt, dass der Alkohol die Bakterien-Zellwand durchdringen kann. Im Inneren der Bakterienzelle bewirkt der Alkohol eine unspezifische Fällung der Proteine. Lebenswichtige Funktionen innerhalb der Zelle können so nicht mehr ablaufen, als Folge sterben die Mikroorganismen ab.

Aufgrund seiner unspezifischen Proteinfällung wirkt Alkohol gegen alle Arten von Bakterien, aber auch Hefen. Bakteriensporen werden dadurch allerdings nicht geschädigt. Reiner Alkohol (100%) hingegen ist nicht wirksam, da er wird gar nicht erst ins Zellinnere aufgenommen wird.

Jetzt hab ich den Bericht schon mehrmals gelesen und den Link auch früher schon gepostet.
Dass der Alkohol gegen die Bakteriensporen nicht wirkt, fällt mir gerade zum Ersten mal auf :Ahh
Da hilft dann wohl nur Hitze ...

Gruß Erwin

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#5

Beitrag von Bronkhorst » Donnerstag 23. Mai 2019, 07:41

Ich sprühen das Borsolit Glas mit 70%igem Isopropanol aus und lasse es eine Weile stehen. Dann fülle ich etwas Wasser ein, stelle es auf die Kochplatte und koche das Wasser ca. 10 bis 15 min. Fertig.

Jens

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#6

Beitrag von irrwisch » Donnerstag 23. Mai 2019, 07:46

Braufex hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 06:37
Dass der Alkohol gegen die Bakteriensporen nicht wirkt, fällt mir gerade zum Ersten mal auf :Ahh
Da hilft dann wohl nur Hitze ...

Gruß Erwin
Gegen Sporen hilft wohl auch die Hitze nichts. Erst wenn Sie auskeimen.
Deshalb autoklavieren manche ihre Starterwürze gleich 2 mal im Abstand von 24 Stunden (?) um etwaige ausgekeimte Sporen zu töten (und lassen sie zwischendurch bei ca 30° stehen im die Sporen auskeimen zu lassen)
Hab ich auch mal hier im Forum aufgeschnappt.

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#7

Beitrag von ggansde » Donnerstag 23. Mai 2019, 08:00

Moin,
das nennt sich Tyndallisieren. Unter diesem Begriff wird man fündig.
VG, Markus
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Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#8

Beitrag von Dekobier » Donnerstag 23. Mai 2019, 08:29

Auch Moin,

Bierbob, welche biologische Sicherheitsstufe haben denn Deine Räumlichkeiten, in denen Du die Würze ins Becherglas gibst oder den Starter rührst? Wird die gesamte Umgebungsluft über einen Sterilfilter gefiltert? Soll heißen, mein Eindruck ist, das hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird.

Das Glas muss optisch sauber sein, Fingerabdrücke innen sind bäh, Kalkflecken vermeidet man durch kurzes Nachspülen mit DI Wasser. Demineralisiertes Wasser, zum Bügeln oder Abspülen von Refraktometer, pH-Sonde usw, zum Verschneiden für ein Böhmisches Pils sollte man sowieso zu Hause haben.

Wenn das gegeben ist, reicht eigentlich einfaches Abspülen von abgelagertem Staub mit Leitungswasser vor der Benutzung völlig aus. Wer mehr machen will, sprüht halt 70% Isopropanol drauf, StarSan oder was man sonst so rumstehen hat. Durch die harte, glatte Oberfläche ist Glas ein ausgesprochen dankbares Material zum Reinigen.
Mehr halt ich für sinnlos, weil man die (nicht sterile, sondern nur keimarme) Würze ja ohnehin an unsteriler, noch nicht mal keimarmer Luft ins Becherglas gibt...

Hier hat Ladeberger viel Sinnvolles zu angemessenem Aufwand beim Reinigen geschrieben. Stichwort "küchenmäßige Sauberkeit"...

Viele Grüße,
Oliver

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#9

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 23. Mai 2019, 09:11

So einfach ist das nicht. Es ist ein riesiger Unterschied, ob man Anstellwürze abzapft, in ein sauberes eingesprühtes Gefäß gibt und nach dem Abkühlen Hefe dazu wirft, oder, ob man Würze+Equipment autoklaviert/tyndallisiert, Handschuhe und Mundschutz trägt, nur zwischen zwei Brennern arbeitet und das Werkzeug bei jedem Arbeitsschritt abflammt.
Klar ist aber auch, dass die Wahl der Waffen zur Art des Kampfes passen sollte. Mit einer Keule kann man bei einer Schießerei nicht viel anfangen.

Für einen einfachen Starter, mit bereits aktiver Hefe, den man direkt nach der Propagation zum Anstellen nimmt, muss man nicht unbedingt mit Kanonen auf Spatzen schießen. Da reicht sauber völlig aus.

Ganz anders sieht es aus, wenn man Starter zum Einlagern von Hefe propagiert oder Starterwürze zum Aufwecken von Krypoerlen/uralter Hefe aufbereitet wird. Kryoperlen liegen schon mal ein paar Tage bei Raumtemperatur in der Starterwürze herum, bevor sich etwas tut. Da musst du vorher eindeutig ein möglichst keimarmes Milieu hergestellt haben, damit möglichst nur die Hefe von der Kryoperle drin wächst. Klar ist auch, dass wir nicht steril arbeiten können. Man muss es bei solchen Sachen aber versuchen, um neben der Hefe möglichst wenigen Mikroorganismen mit möglichst geringer Ausgangszellenanzahl eine Chance zu geben sich im Starter zu vermehren. Genau das erreicht man nicht, wenn man den Brenner weglässt, in die Würze schnauft, ohne Handschuhe arbeitet und Hautschuppen ins Gefäß fallen und so weiter.
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Jens

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#10

Beitrag von Dekobier » Donnerstag 23. Mai 2019, 09:35

Hi Jens,

die Ausgangsfrage war ja nach dem Reinigen der Bechergläser für einen Starter.

Natürlich hast Du recht, das die Anforderungen an allgemeine Reinheit je nach Ausgangszellzahl (und damit Wettbewerbsvorteil) der "guten" Viecher anders sind, ob einsam und träge aus dem Winterschlaf aufwecken und hochpäppeln oder Erntehefe nur eben an die neue Würze gewöhnen.

Aber in beiden Fällen ist das Becherglas nicht die kritische Komponente. Eher alles drumherum, was Du ja auch aufgezählt hast. Deswegen meine Frage nach der gefilterten Raumluft...

Viele Grüße,
Oliver

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#11

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 23. Mai 2019, 09:54

Um die Frage nach dem Backen noch kurz zu beantworten. Bei trockener Hitze entsprechenden 3 Stunden bei 180°C dem Autoklavieren.
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#12

Beitrag von Bierbob » Donnerstag 23. Mai 2019, 14:11

Moin,

danke für die bisherigen Antworten!

Die Umgebung ist eine "normal" saubere Küche.
Die Ausgangshefe ist mindestens der Bodensatz von (2-3?) Flaschen Weizenbier. Es sei denn ich komme noch an anderes Material :Wink

Was ich bisher ableiten kann ist, dass 70%iges Isopropanol ausreichend sein kann, im Zweifel eine längere Wärmebehandlung im Backofen die sicherere Variante ist. 3 Stunden halte ich aber schon für ziemlich lange.

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#13

Beitrag von §11 » Donnerstag 23. Mai 2019, 14:40

irrwisch hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 07:46
Braufex hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 06:37
Dass der Alkohol gegen die Bakteriensporen nicht wirkt, fällt mir gerade zum Ersten mal auf :Ahh
Da hilft dann wohl nur Hitze ...

Gruß Erwin
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Deshalb autoklavieren manche ihre Starterwürze gleich 2 mal im Abstand von 24 Stunden (?) um etwaige ausgekeimte Sporen zu töten (und lassen sie zwischendurch bei ca 30° stehen im die Sporen auskeimen zu lassen)
Hab ich auch mal hier im Forum aufgeschnappt.
Das stimmt so nicht. Die Standardparamter von 20 min @ 121C sind so gewaehlt um auch Sporen effektiv abzutoeten.

Alkohol ist in der Tat nicht effektiv gegenueber Sporen, weshalb man fuer Sporensuspensionen Alkohol als Suspensionsmittel hernimmt. Allerdings ist Alkohol ausreichend fuer unsere Zwecke. Warum?

Das predige ich immer und immer wieder. Die Sanitationsmethode muss immer auf den Einsatzzweck abgestimmt sein. Bis auf sehr wenige Ausnahmen wachsen keine Bakterien in Bier. Der Grund ist der pH, der Alkohol, das CO2, Inhibitoren im Hopfen und das noch verfuegbare Naehrstoffspektrum. Das heist ich brauche eine Sanitationsmethode die auf meine "Bierschaedlinge" abgestimmt ist. Allerdings ist Hefe ein anderes Medium, weshalb im Labor andere Regeln gelten. Hefesuspension ist ein ziemlich gutter, relative unselektiver Naehrboden.

Bei Schnellkochtoepfen muss man aufpassen bis zu welchem Druck diese arbeiten. Viele scheinen bei 180kPa abzublasen, weil nur 117C entspricht.

Gruss

Jan
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Die Seite zum Buch "Bier brauen" https://www.jan-bruecklmeier.com/
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#14

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 23. Mai 2019, 15:40

Bierbob hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 14:11
3 Stunden halte ich aber schon für ziemlich lange.
Trockene Hitze wirkt bei weitem nicht so effektiv wie feuchte Hitze. Trocken braucht man deutlich mehr Temperatur und deutlich mehr Zeit, um die gleiche Keimreduktion zu erreichen. Menno_Matze hatte dazu freundlicherweise mal eine Seite aus "Mikrobiologische Methoden" bereitgestellt ... https://hobbybrauer.de/forum/download/file.php?id=45968

Du kannst das auch selbst relativ einfach testen. Was du dazu brauchst sind ein paar Tropfen 3%iges Wasserstoffperoxid, ein temperaturbeständiges Kunststoffröhrchen und ein Tütchen Trockenhefe.

Probe 1: Die Hälfte der Trockenhefe machst du in ein Glas und übergießt sie mit 20ml 60°C warmen Wasser. Dann 15 Minuten bei 50-60°C in die Backröhre (nur um die Temperatur in der Probe zu halten).

Probe 2: Die andere Hälfte der Trockenhefe füllst du trocken in das Kunststoffröhrchen. Das Röhrchen stellst du in eine halbvolle Tasse mit Wasser, ohne dass die Hefe feucht wird. Die Tasse dann für 10-15 Minuten in die Mikrowelle (aufpassen, dass nicht alles Wasser verdampft, danach vor dem Anfassen abkühlen lassen - wegen Spontanverdampfung).

Nachdem beide Proben abgekühlt sind in beide Röhrchen ein paar Tropfen Wasserstoffperoxid rein geben und beobachten. Du wirst feststellen, dass die trockene Probe aus der Mikrowelle blubbert und sich in der feuchten Probe aus der Backröhre nichts mehr tut. Das Blubbern kommt vom Enzym Katalase, das das H2O2 in Wasser und Sauerstoff zerlegt. Bei toter Hefe arbeitet dieses Enzym nicht mehr. Die größere (aber trockene) Hitze hat der Hefe also weniger geschadet.


Siehe hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 1&p=251436
Zuletzt geändert von DerDerDasBierBraut am Donnerstag 23. Mai 2019, 16:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#15

Beitrag von Eowyn » Donnerstag 23. Mai 2019, 15:45

Braufex hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 06:37
Eowyn hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 05:10
Wenn ich Alkohol für irgendwas hernehme (abwischen etc.) dann nehme ich 90% Isopropyl Alc.
irrwisch hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 06:21
Zur Sprühdesinfektion besser 70% Isoprop und nicht 90% oder so.
Die desinfektionswirkung von Alkohol entfaltet sich erst mit einer gewissen Menge an Wasser damit der Alkohol in die Zelle kommt. Bin kein Chemiker aber die genaue Begründung dafür findet sich auch irgendwo in den untiefen des Forums.
Hallo Eowyn
hier ist die Erklärung, warum 70%iger Alkohol besser wirkt:
"Worauf beruht die desinfizierende Wirkung bei 70%igen alkoholischen Lösungen"?
(Lessing Berufskolleg, Düsseldorf)
Antwort:
Vermischt mit 20 bis 35% Wasser, ist Alkohol ein sehr gutes Desinfektionsmittel. Das beigemischte Wasser bewirkt, dass der Alkohol die Bakterien-Zellwand durchdringen kann. Im Inneren der Bakterienzelle bewirkt der Alkohol eine unspezifische Fällung der Proteine. Lebenswichtige Funktionen innerhalb der Zelle können so nicht mehr ablaufen, als Folge sterben die Mikroorganismen ab.

Aufgrund seiner unspezifischen Proteinfällung wirkt Alkohol gegen alle Arten von Bakterien, aber auch Hefen. Bakteriensporen werden dadurch allerdings nicht geschädigt. Reiner Alkohol (100%) hingegen ist nicht wirksam, da er wird gar nicht erst ins Zellinnere aufgenommen wird.

Jetzt hab ich den Bericht schon mehrmals gelesen und den Link auch früher schon gepostet.
Dass der Alkohol gegen die Bakteriensporen nicht wirkt, fällt mir gerade zum Ersten mal auf :Ahh
Da hilft dann wohl nur Hitze ...

Gruß Erwin
I did not know that!

Danke. Ich nehm 90% weil der hier im Supermarkt auf Augenhöhe steht und ich nach 70% wirklich suchen muss. (Unten/hinten im Regal) Also nicht weil ich dachte "viel, hilft viel" sondern einfach Bequemlichkeit.

Aber gut zu wissen.
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#16

Beitrag von Bierbob » Donnerstag 23. Mai 2019, 21:59

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 15:40
Bierbob hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 14:11
3 Stunden halte ich aber schon für ziemlich lange.
Trockene Hitze wirkt bei weitem nicht so effektiv wie feuchte Hitze. Trocken braucht man deutlich mehr Temperatur und deutlich mehr Zeit, um die gleiche Keimreduktion zu erreichen. Menno_Matze hatte dazu freundlicherweise mal eine Seite aus "Mikrobiologische Methoden" bereitgestellt ... https://hobbybrauer.de/forum/download/file.php?id=45968

Du kannst das auch selbst relativ einfach testen. Was du dazu brauchst sind ein paar Tropfen 3%iges Wasserstoffperoxid, ein temperaturbeständiges Kunststoffröhrchen und ein Tütchen Trockenhefe.

Probe 1: Die Hälfte der Trockenhefe machst du in ein Glas und übergießt sie mit 20ml 60°C warmen Wasser. Dann 15 Minuten bei 50-60°C in die Backröhre (nur um die Temperatur in der Probe zu halten).

Probe 2: Die andere Hälfte der Trockenhefe füllst du trocken in das Kunststoffröhrchen. Das Röhrchen stellst du in eine halbvolle Tasse mit Wasser, ohne dass die Hefe feucht wird. Die Tasse dann für 10-15 Minuten in die Mikrowelle (aufpassen, dass nicht alles Wasser verdampft, danach vor dem Anfassen abkühlen lassen - wegen Spontanverdampfung).

Nachdem beide Proben abgekühlt sind in beide Röhrchen ein paar Tropfen Wasserstoffperoxid rein geben und beobachten. Du wirst feststellen, dass die trockene Probe aus der Mikrowelle blubbert und sich in der feuchten Probe aus der Backröhre nichts mehr tut. Das Blubbern kommt vom Enzym Katalase, das das H2O2 in Wasser und Sauerstoff zerlegt. Bei toter Hefe arbeitet dieses Enzym nicht mehr. Die größere (aber trockene) Hitze hat der Hefe also weniger geschadet.


Siehe hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 1&p=251436
Das bedeutet ja das Hitze mit Feuchtigkeit sehr viel effizienter ist. Da ich keinen Dampfkochtopf habe, könnte ich die Boro-Bechergläser ja in einen großen Kochtopf geben und auskochen... :Grübel Würden die Gläser das überstehen? Ich denke da weniger an die Hitzebekastung als mehr an die mechanische durch das brodelnde Wasser. :Waa

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#17

Beitrag von Sura » Donnerstag 23. Mai 2019, 22:15

Bierbob hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 21:59
Das bedeutet ja das Hitze mit Feuchtigkeit sehr viel effizienter ist. Da ich keinen Dampfkochtopf habe, könnte ich die Boro-Bechergläser ja in einen großen Kochtopf geben und auskochen... :Grübel Würden die Gläser das überstehen? Ich denke da weniger an die Hitzebekastung als mehr an die mechanische durch das brodelnde Wasser. :Waa
Etwas Wasser unten in die Gläser, mit Alufolie zumachen, und ab in den Backofen.
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#18

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 24. Mai 2019, 00:12

Boro 3.3 kann alles bis 134 °C ab, insofern du es vor jeder „Weiterbehandelung“ auf 121°C oder weniger abkühlen lässt. Suras Methode funktioniert super. Habe ich auch lange so gemacht. Um Kalkränder zu vermeiden gib destilliertes Wasser ins Becherglas oder Leitungswasser mit etwas Säure (Milch-, Essig-,Zitronen- oder Phosphorsäure).

PS:
Ja, Boro 3.3 Gefäße überstehen im Kochtopf auskochen problemlos. Pass nur auf, dass sie beim Kochen nicht durch die Wasserdampfblasen "hüpfen" und dadurch permanent gehen den Topfboden knallen. Die kurzen Schläge tuen dem Glas nicht wirklich gut. Wichtig ist noch der der Hinweis, dass eine einmalige Behandlung bei 100°C bei weitem nicht alle Bösewichter killt.
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#19

Beitrag von Labmaster » Freitag 24. Mai 2019, 06:33

Hallo,
zur Frage. Ja ,kann man bei Hitze machen. Laborstandard 180°C 30min.Bei Flaschen müssen es aber die roten Deckel sein und auch die Ausgießringe sollten rot sein oder abmachem (braucht man eh nicht).

Grüße Jo

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#20

Beitrag von Bierbob » Freitag 24. Mai 2019, 11:55

Sura hat geschrieben:
Donnerstag 23. Mai 2019, 22:15
Etwas Wasser unten in die Gläser, mit Alufolie zumachen, und ab in den Backofen.
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 00:12
Boro 3.3 kann alles bis 134 °C ab, insofern du es vor jeder „Weiterbehandelung“ auf 121°C oder weniger abkühlen lässt. Suras Methode funktioniert super. Habe ich auch lange so gemacht. Um Kalkränder zu vermeiden gib destilliertes Wasser ins Becherglas oder Leitungswasser mit etwas Säure (Milch-, Essig-,Zitronen- oder Phosphorsäure).
Labmaster hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 06:33
zur Frage. Ja ,kann man bei Hitze machen. Laborstandard 180°C 30min.Bei Flaschen müssen es aber die roten Deckel sein und auch die Ausgießringe sollten rot sein oder abmachem (braucht man eh nicht).
Also bei trockener Hitze kann das Glas 180°C ab und bei feuchter Hitze nur 134°C :Waa
Ich glaube nicht das ich meinen Backofen auf genau 134°C einstellen kann... :Grübel

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#21

Beitrag von irrwisch » Freitag 24. Mai 2019, 12:21

Das Boro Glas kann meines Wissens bis 500 Grad ab..
Um nochmal ne weitere Zahl in den Raum zu werfen :Smile


z.B. http://www.duran-group.com/de/ueber-dur ... aften.html
Zuletzt geändert von irrwisch am Freitag 24. Mai 2019, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#22

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 24. Mai 2019, 12:24

Bierbob hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 11:55
DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 00:12
Boro 3.3 kann alles bis 134 °C ab, insofern du es vor jeder „Weiterbehandelung“ auf 121°C oder weniger abkühlen lässt. Suras Methode funktioniert super. Habe ich auch lange so gemacht. Um Kalkränder zu vermeiden gib destilliertes Wasser ins Becherglas oder Leitungswasser mit etwas Säure (Milch-, Essig-,Zitronen- oder Phosphorsäure).
Labmaster hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 06:33
zur Frage. Ja ,kann man bei Hitze machen. Laborstandard 180°C 30min.Bei Flaschen müssen es aber die roten Deckel sein und auch die Ausgießringe sollten rot sein oder abmachem (braucht man eh nicht).
Also bei trockener Hitze kann das Glas 180°C ab und bei feuchter Hitze nur 134°C :Waa
Ich glaube nicht das ich meinen Backofen auf genau 134°C einstellen kann... :Grübel
So! Jetzt hängt ein Wort quer im Mund. Hat jemand umgedreht, will nicht wieder raus und ich kann heute Abend kein Bier trinken... :puzz

Du hattest gefragt, ob Borosilikatglas das Auskochen in einem großen Kochtopf übersteht. Darauf hatte ich dir sinngemäß geantwortet, das es bei 134°C autoklavierbar ist (also JA). Das Glas kann es ab, sollte aber nicht unbedingt von 134°C schockgekühlt werden. Von 121°C in kaltes Wasser war bisher kein Problem. Die blauen Deckel und Schüttringe sind bei 121°C autoklavierbar. Die roten bei 134°C.

Wie sich das Glas mit einem Schluck Wasser im Backofen verhält weiß ich nicht. Dort wo das Wasser steht kann es theoretisch nicht wärmer als 100°C werden. Über dem Wasser wird das Glas 180°C warm sein. Ich vermute nicht, dass es durch dieses kleine Delta zu Spannungsrissen kommen kann. Ist bei mir jedenfalls nie passiert.
Aufpassen! Das Wasser im Kolben / Becherglas kocht nicht im Backofen. Auch nach mehreren Stunden bei 180°C nicht. Das liegt daran, dass das Glas zu glatt ist und keine Reibungsflächen vorhanden sind. Falls man das Glas vor dem Abkühlen bewegt kann das Wasser schlagartig anfangen heftig zu sieden. Massive Verbrennungsgefahr!
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#23

Beitrag von Bierbob » Freitag 24. Mai 2019, 12:31

Alles klar, danke :thumbup

Adrian S
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#24

Beitrag von Adrian S » Freitag 24. Mai 2019, 16:59

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Freitag 24. Mai 2019, 12:24
Falls man das Glas vor dem Abkühlen bewegt kann das Wasser schlagartig anfangen heftig zu sieden. Massive Verbrennungsgefahr!
Dafür gibt es spezielle Steine, die dazu dienen damit das Wasser dort zu sieden beginnt wegen der rauhen Oberfläche.
Der genaue Begriff ist mir jedoch entfallen.



EDIT: Diese werden von Anfang an mitgebacken im Wasser, damit eben die Oberflächenspannung gebrochen wird.
Grüsse
Adrian

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#25

Beitrag von mipo » Freitag 24. Mai 2019, 17:32

Nennt man Siedesteine
Gruß Michael

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#26

Beitrag von bierfaristo » Freitag 24. Mai 2019, 18:54

Und das Phänomen Siedeverzug.
Fühle mich oft unverstanden, bin vermutlich ein Genie.

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#27

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 24. Mai 2019, 19:15

Und das Ganze neben vielen anderen Gefahren beim Brauen in unseren überaus lesenswerten Sicherheitshinweisen :Wink
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 44#p308220
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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#28

Beitrag von Labmaster » Montag 27. Mai 2019, 06:31

Hallo,
ich sprach von trocken sterilisation! Nix Wasser ! Was gibgts da nicht zu verstehen?
Siede verzug beim autolklavieren ist wirklich gefährlich (auch in der Mikrowelle).Deshalb gibt es auch die vorgeschriebenen Temperaturfühler die man beim autoklavieren in die gefüllten Gefäße hängt.

Grüße Jo

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#29

Beitrag von JackFrost » Montag 27. Mai 2019, 07:02

Borosilikatglas übersteht normalerweise einen Temperaturschock von 100 K. Daher das langsamerer abkühlen von Temperaturen > RT+100 damit das Delta nicht zu groß wird.
http://www.duran-group.com/de/ueber-dur ... aften.html

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Re: Laborglas behandeln zwecks Sterilisation

#30

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 27. Mai 2019, 10:14

Labmaster hat geschrieben:
Montag 27. Mai 2019, 06:31
ich sprach von trocken sterilisation! Nix Wasser ! Was gibgts da nicht zu verstehen?
Warum so gereizt? Stimmt doch alles und deine Hinweise sind (glaube ich) auch bei allen richtig angekommen.
Ich sehe nicht, dass sie jemand verdreht hätte.
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