Fermzilla: Erfahrung und Austausch

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#101

Beitrag von sebschilling » Sonntag 26. April 2020, 14:02

Das ist natürlich vollkommen richtig. Die von mir beschriebene Vorgehensweise bezieht sich ausschließlich auf UG bei deutlich höherer Temperatur, bei allen anderen Szenarien sollte man so vorgehen, wie von Fips beschrieben. Vielen Dank für die Präzisierung und Ergänzung!
Den Tipp mit CO2 Gabe über die Carbonation Caps habe ich auch ausprobiert, allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Alles was an Hopfen unterhalb der Carbonation Cap lag, und das ist einiges, konnte ich nicht aufwirbeln. Ich habe mir am Ende damit beholfen, den gesamten Behälter auf die Schulter zu nehmen und ordentlich durchzuschütteln/-schwenken. Damit konnte ich die aufgelösten Hopfenpellets zwar vollkommen aus dem Sammelbehälter lösen, das meiste davon ist aber nach dem Hinstellen des Fermzillas wieder abgesunken.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#102

Beitrag von Fips » Dienstag 28. April 2020, 11:23

Ich habe einfach ein kurzes Stück Schlauch von der Carbonation Cap auf den Boden des Sammelbehälters gelegt. Damit geht es recht gut. Aber wie gesagt, es hängt auch sehr von den Rahmenbedingungen ab. Das zu Bodensinken des Hopfens z.B. hängt stark von der Temperatur und dem Zeitpunkt des Stopfens ab. Bei abgeschlossener Gärung und niedriger Temperatur sinkt der Hopfen in der Tat schnell ab. Ich wirble ihn dann mit CO2 Stößen wieder auf.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#103

Beitrag von daleipi » Samstag 5. September 2020, 16:31

So,

der dritte Sud ist im Fermzilla ALL ROUNDER von da: https://braugschaeftl.de/startseite/84- ... liter.html

ich hab mir noch den kleinen für den kleinen Kühlschrank zugelegt und es funktioniert alles wunderbar.

Hefe ernten ist nicht so toll aber das mach ich halt dann im Großen.

die Handhabung beim Reinigen ist nicht so gut wie beim großen mit Ventil da sich das überall gerundete Teil nicht so gut anfassen läßt.
zu Reinigen gibt es halt dann auch wieder weniger.

ich kann das Ding empfehlen, wie gesagt, bei mir tut er Dienst in einem nomalen, sogar extra schmalen Kühlschrank.

ich mach/such noch ein paar Bilder und poste die hier.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#104

Beitrag von Gernhard Reinholzen » Donnerstag 17. September 2020, 21:53

Trisman hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 13:12
Was mich im MOment noch vom Fermzilla abhält ist die Tatsache, dass ich mit meinem Brewpi die Temperatursteuerung sowohl im Kühlschrank, als auch im Bier selber messe. Das heißt, ich brauche eine Thermometerhülse im Bier. Bei meinem jetzigen SS-Brewtech Chronical ist eine Thermohülse verbaut, daher ist es kein Problem.
Auf der Kegland Seite gibt es auch ein Thermohülsen set für die Druckvergärung mit dem Fermzilla, die ich aber bisher noch nirgendwo in Deutschland zu kaufen gefunden habe:
https://www.kegland.com.au/60cm-thermow ... luded.html

Gibt es dieses Teil auch irgendwo hier zu beziehen? Oder kann mir jemand sagen, wie dieser "Duotight Bulkhead" auf deutsch heiß und ob man das Teil hiereventuell einzeln bekommt, dann müsste ich nur noch eine passende Thermohülse suchen.

Liebe Grüße

Stephan

Mittlerweile gibt es die Tauchhülse beim braugschaeftl. :thumbsup

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#105

Beitrag von sebschilling » Samstag 19. September 2020, 10:47

Ansonsten lautet die Übersetzung für Bulkhead in diesem Fall Schottverschraubung. Müsste es auch einzeln bei Anbietern geben, die Duotight vertreiben, ikegger und brouwland z. B.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#106

Beitrag von aeisenhuth » Donnerstag 24. September 2020, 09:23

Hallo mein Name ist Adi und ich lese hier schon seit 3 Jahren mit. Mein Bier braue ich mit einer selbstgebauten Anlage mit 35 Liter Topf, mit Edelstahl-BIAB, Umwälzpumpe, Analoge Hendi, CBPI Steuerung. Das funktioniert auch soweit gut, habe bisher meistens OG Biere gebraut, aber auch 2 UG Biere. Bis auf einen Stinkesud 2x20 0,5 L Flaschen ist bisher alles gut gelungen. Meistens vergäre ich im Kunststoffeimer drucklos und fülle dann zur Nachgärung in KEGs ab oder unter Druck im Fermzilla und drücke es dann in KEGs um. Jetzt aber meine Frage zum Fermzilla, ich besitze den SNUB Nose mit Druckset, es wird überall damit beworben, das man für alles nur dieses eine Gefäß braucht. Also Hauptgärung, Nachgärung und selbst das Zapfen soll möglich sein. Das würde ich gerne so handhaben, würde somit viel Zeit sparen. Auch alles ohne Sauerstoffeintrag. Jedoch finde ich weder hier im Forum, noch über google was zu diesem Thema. :Waa Kann hier jemand der es so praktiziert die genauen Schritte aufschreiben? Ich besitze zu dem SNUB Nose noch einen Mini Druckminderer für Sodastream Flaschen und eine kleine Zapfpistole mit NC Kupplung.

Viele Grüße aus Nordhessen
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#107

Beitrag von sebschilling » Donnerstag 24. September 2020, 17:30

Sehr schicke Anlage hast Du da!

Zu Deiner Frage:
(...) es wird überall damit beworben, das man für alles nur dieses eine Gefäß braucht. Also Hauptgärung, Nachgärung und selbst das Zapfen soll möglich sein. Das würde ich gerne so handhaben, würde somit viel Zeit sparen. Auch alles ohne Sauerstoffeintrag. Jedoch finde ich weder hier im Forum, noch über google was zu diesem Thema. :Waa Kann hier jemand der es so praktiziert die genauen Schritte aufschreiben?
ich kann Dir ja am Beispiel eines obergärigen Bieres mal kurz beschreiben, wie ich es immer mache:

- Kühlen der Würze im Kessel auf Anstelltemperatur bzw. knapp darüber
- Umschlauchen in den Fermzilla (ich nutze allerdings die Variante mit Hefesammelbehälter, von daher kommt im Folgenden der ein oder andere Schritt, der bei Dir entfallen wird)
- Hefezugabe
- Fermzilla verschließen (Deckel mit montiertem Druckset/Zapfschlauch/Thermowell), in den Kühlschrank stellen, Temperatursonde vom Inkbird in den Thermowell, Gärtemperatur einstellen (unteres Ende des Temperaturbereichs der Hefe, z. B. 17 °C), Blowoff-Tube auf Gasanschluss stecken, anderes Ende in Wasserflasche
- nach stürmischer Phase der Hauptgärung Gärtemperatur über Inkbird auf Temperaturoptimum der Hefe, z. B. 20 °C anheben und ausgären lassen
- Blowoff-Tube entfernen, Hefe ernten, Sammelbehälter wieder einsetzen (entfällt beim Snub Nose)
- Über Gasanschluss CO2 geben bis zur gewünschten Karbonisierung (Spundungstabelle!), über Inkbird Lager-/Karbonisierungstemperatur einstellen
- Durch Abkühlung des Jungbiers und Lösung des CO2 fällt nun der Druck im Behälter - regelmäßig kontrollieren und ggf. gemäß Spundungstabelle korrigieren (man kann natürlich auch am Anfang einmal den richtigen Druck einstellen und die geöffnete Buddel am Gasanschluss lassen, der Druckminderer reguliert dann nach, aber wenn die Anschlüsse/Adapter nicht ganz dicht sind, hat man schnell eine leere Buddel und unterkarbonisiertes Bier)
- nach ca. 2 Wochen sollte das Bier im Fermzilla dann ausreichend karbonisiert sein
- Zapfhahn o. ä. auf Getränkeanschluss stecken, direkt zapfen und genießen - Druck im Behälter ab und zu nachregulieren, damit die Karbonisierung erhalten bleibt

Hier noch mal ein Bild von meinem Setup:
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Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie es sich auswirkt, wenn Du das Bier die ganze Zeit auf der Hefe lässt, weil Du die ja im Snubnose nicht entnehmen kannst. Evtl. kriegst Du da Probleme mit Autolysegeschmäckern. Aber da müssten vielleicht die Hefespezialisten hier im Forum noch mal was zu sagen.

Ich bin im Übrigen vom Zapfen aus dem Behälter fast ganz weg, weil sich bei mir immer die Kohlensäure entbindet. Ich mache stattdessen Gegendruckabfüllung in PET-Flaschen mit dieser Vorrichtung:
Dateianhänge
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#108

Beitrag von oddberg » Freitag 25. September 2020, 09:17

sebschilling hat geschrieben:
Donnerstag 24. September 2020, 17:30


Ich bin im Übrigen vom Zapfen aus dem Behälter fast ganz weg, weil sich bei mir immer die Kohlensäure entbindet. Ich mache stattdessen Gegendruckabfüllung in PET-Flaschen mit dieser Vorrichtung:
Wie soll dass denn ohne die Flasche mit CO2 vorzuspannen und nachher Druck ablassen funktionieren?

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#109

Beitrag von sebschilling » Freitag 25. September 2020, 09:59

Natürlich wird die Flasche vorher vorgespannt. Sonst wäre es ja keine Gegendruckabfüllung. Das Ablassen des Drucks funktioniert über das Öffnen der Carbonation Cap. Das lässt sich übrigens super dosieren. Eine detaillierte Beschreibung des Vorgehens ist hier zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=kY-8Gr-9ee4

Und um es schon im Vorhinein klar zu machen:

Ja, ich weiß, dass PET-Flaschen CO2 raus und Sauerstoff rein lassen. Ich nutze sie auch nicht, um das Bier zu lagern, sondern lediglich, um eine Entbindung des CO2 bei der Abfüllung zu verhindern und um mein Bier z. B. zu Einladungen mitzunehmen oder es an Verwandte und Freunde zu verschicken. Man kann Glasflaschen zwar verschicken, aber die sind sehr schwer und zerbrechlich und PET bietet dahingehend einiges an Vorteilen ;)

Edit: Doppeltes Wort entfernt

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#110

Beitrag von aeisenhuth » Freitag 25. September 2020, 11:00

@sebschilling, Vielen Dank für die Kurzdokumentation. Was mir noch unklar ist: "Blowoff-Tube auf Gasanschluss stecken, anderes Ende in Wasserflasche" -> Also vergärst du drucklos? Ich muss erst nachschauen was diese Blowoff-Tube macht.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#111

Beitrag von sebschilling » Freitag 25. September 2020, 11:28

Ja, ich vergäre inzwischen eigentlich nur noch drucklos, ober- wie untergärig. Es heißt zwar, man könne unter Druck auch untergärige Biere bei Zimmertemperatur hinkriegen, aber ich habs ausprobiert und war vom Geschmack nicht begeistert. Außerdem ist das Entnehmen des Hefebehälters unter Druck nicht so spaßig. Ich mache lieber eine saubere, temperaturgesteuerte Gärführung mit anschließender Zwangskarbonisierung, das bringt aus meiner Sicht geschmacklich einfach die besseren Ergebnisse.

Mit dem Blowoff-Tube ersetzt du das Gärröhrchen und sorgst dafür, dass CO2 aus dem Behälter kann. Hier ein Beispiel für einen Blowofftube - einfach eine NC-Gaskupplung mit Gewinde über einen entsprechenden Duotight-Adapter mit einem Stück Schlauch verbinden und auf den Gasanschluss des Fermzilla stecken und unten in eine halbgefüllte Wasserflasche:
IMG_20200925_112223.jpg
Du kannst natürlich auch das Gärröhrchen nehmen, wenn Du drucklos vergärst, aber je nachdem, wie voll der Zilla ist, haut es in der stürmischen Phase der Gärung auch mal 1-1,5 l Kräusen oben raus und das ist mit einem Gärröhrchen eine arge Sauerei...

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#112

Beitrag von Stubbi_33 » Dienstag 20. Oktober 2020, 17:55

Hallo zusammen,

meine Erfahrung was das Brauen angeht sind noch sehr klein, aber ich habe Zeit einiges zu lesen. :-)

Bisher habe ich nach der HG mittels Abfüllpistole aus dem Speidelgärfass in die mit Zucker vorgelegten Flaschen abgefüllt.

Nun habe ich aber das folfende entdeckt.
https://www.brouwland.com/de/unsere-pro ... startpaket
Dazu würde ich das noch besorgen:
https://www.braupartner.de/Gegendruckab ... -Anschluss

Nun meine Frage:
Ist mein Verständnis richtig, dass ich im Fermzilla die HG als auch die Carbonisierung ablaufen lassen kann und danach mit dem GDA direkt in Flaschen abfüllen?

CO2 Flasche und NC Anschlüsse usw. vorrausgesetzt.

Oder mache ich da noch einen "Denkfehler", weil ich zu einfach denke?

Gruß
Stubbi, der,
der sich auf sein erstes Pils freut.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#113

Beitrag von sebschilling » Mittwoch 21. Oktober 2020, 11:11

Ist mein Verständnis richtig, dass ich im Fermzilla die HG als auch die Carbonisierung ablaufen lassen kann und danach mit dem GDA direkt in Flaschen abfüllen?
Hallo Stubbi, nein, das ist kein Denkfehler. Das funktioniert und ist auch so gedacht.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#114

Beitrag von NiCoSt » Mittwoch 21. Oktober 2020, 11:12

daleipi hat geschrieben:
Mittwoch 8. Januar 2020, 21:14
das Gewinde ist das Standardgewinde für PET-Flaschen. DIN 28 (PP 28) Gewinde?

kannst mal googeln. ist nix was Du in einem Baumarkt finden würdest.

Du könntest aber sowas nehmen: https://www.amazon.de/gp/product/B07ZDY ... UTF8&psc=1
innen den Schlauchanschluß wegnehmen, das Ding vom Ventil befreien und außen einen Schlauch draufmachen.

ich hab das Teil Mitte Dezember bestellt und wollte es mal zerlegen. bis jetzt ist es noch nicht angekommen.

mein Ziel ist aber ein BlowOff für oben zu basteln um belgische Hefen herzunehmen.

LG
stefan
Hallo,

Der beitrag ist zwar schon etwas älter, aber vielleicht hat ja noch jemand erfahrung.
Ich würde für den Anfang auch lieber per schwerkraft abfüllen und von unten abziehen. Es gibt ja leider keinen hahn oder ähnliches. So richtig habe ich den Vorschlag nicht verstanden. Vielleicht brauch ich auch einfach alle teile vor der Nase um es zu verstehen.
Es müsste doch aber an sich möglich sein, eine der Öffnungen des Auffangbehälters als Hahnanschluss oder wenigstens für einen Anschluss für das Abfüllröhrchen irgendwie zu verwenden, oder?
Ansonsten bleibt nurnoch per Bierheber von Oben ab zu ziehen.
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#115

Beitrag von sebschilling » Mittwoch 21. Oktober 2020, 11:46

Das ist eigentlich recht einfach:

Du schraubst auf eine Öffnung vom Sammelbehälter die Carbonation Cap (das ist das Ding, was in daleipis Post verlinkt ist). Dann setzt du an den Schlauch von deinem Abfüllröhrchen einen NC-Getränkeanschluss an (sieht so aus:https://www.zapfanlagendoktor.de/afg-za ... anguage=de). Den steckst Du auf die Carbonation Cap am Sammelbehälter. Fertig. Je nachdem, wie hoch der Füllstand im Zilla ist, wirst Du aber mglw. einen ganz schön hohen Druck auf dem Gärröhrchen haben, also vorsichtig sein beim Abfüllen, sonst schäumts dolle. Außerdem müsstest Du vor dem Einschrauben der Carbonation Cap einmal die Hefe aus dem Sammelbehälter entnehmen, sonst kommt beim Abfüllen der ganz Hefesatz mit raus.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#116

Beitrag von NiCoSt » Mittwoch 21. Oktober 2020, 12:10

Ah danke für die erklärung! Ich denke so verstehe ich es. Ich war mir nicht sicher, was er mit "innen den schlauchanschluss wegnehmen und ventil entfernen" genau meinte. Das ding ist doch eigentlich für druckluft gedacht. Ist der querschnitt für flüssigkeiten groß genug oder stelle ich mir das falsch vor?

Den behälter einmal zwischenleeren ist klar :)
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#117

Beitrag von sebschilling » Mittwoch 21. Oktober 2020, 12:51

Ich glaube, die Vorgehensweise, die daleipi beschreibt, wäre zum Anschließen eines Standard-Getränkehahns an den Sammelbehälter. Das ist aber, wenn du die NC-Anschlüsse verwendest, nicht nötig und wäre aus meiner Sicht auch zu umständlich und fehleranfällig. Die Carbonation Caps sind universell, also für Gase und Flüssigkeiten, einsetzbar. Es gibt auch eine Variante aus Kunststoff (https://de.aliexpress.com/item/40010347 ... web201603_), die ich persönlich lieber einsetze, weil sie ohne Dichtung auskommt und ich das Gefühl habe, dass die NC-Kupplungen besser darauf passen. Der Querschnitt von den Dingern reicht für Flüssigkeiten locker aus.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#118

Beitrag von NiCoSt » Mittwoch 21. Oktober 2020, 12:53

Super vielen vielen vielen dank für die Hilfe. Das stärkt mich in meiner entscheidung für den fermzilla.
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#119

Beitrag von sebschilling » Mittwoch 21. Oktober 2020, 13:00

Immer wieder gerne! Bitte beachte beim Kauf, dass es derzeit einen Rückruf für verschiedene Chargen des Fermzilla gibt, weil dort sog. Weißbruch am Deckelgewinde aufgetreten ist. Das Problem wurde vom Hersteller wohl behoben, aber wer weiß, welche Chargen derzeit hier in D noch ausgeliefert werden.
Fermzilla Rückruf Braugschaeftl.pdf
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#120

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 21. Oktober 2020, 13:09

sebschilling hat geschrieben:
Mittwoch 21. Oktober 2020, 11:11
Ist mein Verständnis richtig, dass ich im Fermzilla die HG als auch die Carbonisierung ablaufen lassen kann und danach mit dem GDA direkt in Flaschen abfüllen?
Hallo Stubbi, nein, das ist kein Denkfehler. Das funktioniert und ist auch so gedacht.
Ok, super - somit hätte man für knapp über 200 Euro eine ganz gute Zusammenstellung.

Nutzt das in der Art jemand? Wie verhält sich das denn beim abfüllen mit dem potentiellen platzen der Flaschen..meine ja irgendwo gelesen haben, dass wenn man mit einem GDA abfüllt eine "Schutzwand" haben sollte - dies wäre hier ja nicht gegeben. :Grübel

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#121

Beitrag von sebschilling » Mittwoch 21. Oktober 2020, 13:21

Ja, ich nutze das so. Aber ich mache meine Gegendrückabfüllung in PET-Flaschen (s. Post #107). Wenn Du Gegendruckabfüllung in Glasflaschen machst, solltest Du auf jeden Fall die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen treffen, um im ungünstigsten Falle nicht von Glassplittern verletzt zu werden. Es gibt Gegendruckabfüller, die schon fertig mit Gestell und Plexiglasscheibe geliefert werden. Z. B. bei FSM - Jörg Braband. Die sind dann halt etwas teurer.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#122

Beitrag von NiCoSt » Mittwoch 21. Oktober 2020, 13:27

Wenn ich mir die spundtabelle auf seite 220 aus Jans buch anschaue, sieht man aber, dass man bei Normaltemperatur mit den 2,4 bar schon am Limit ist. Bei 20... 25 grad kommt man auf ca 5,0g/l co2. Das heißt, um mit dem. Fermzilla nicht am Limit zu arbeiten muss man ihn entweder Kühlen oder sich mit 5,0g begnügen.
Sobald man damit also sinnvoll mit druck arbeiten will kommt da einiges zusammen, was ich für meinen teil als Ausbaumöglichkeit sehe und erstmal drauf verzichten werde.
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#123

Beitrag von sebschilling » Mittwoch 21. Oktober 2020, 14:57

Ich glaube, ein Unitank, der mit zugelassenen Drücken über 2,4 bar arbeitet, wird so schnell nicht auf den Markt kommen. Schau Dich mal bei den Stahl-Unitanks z. B. von SS Brewtech um. Da hast Du sogar nur einen Maximaldruck von 30 PSI (ca. 2,07 bar) und einen Arbeitsdruck von 15 PSI (ca. 1,03 bar). Auch die Kegmenter, die ich mir angeschaut habe, haben nur das rote Sicherheitsventil mit 2,5 bar.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#124

Beitrag von NiCoSt » Mittwoch 21. Oktober 2020, 15:06

Ja, damit ist kühlen im prinzip pflicht. Kühlschrank, temperatursteuerung, alles für co2... Da kommt schon einiges an platz und geld zusammen. Für mich sehe ich den mehrwert angesichts dessen nicht so groß gegenüber Flaschengärung.
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#125

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 21. Oktober 2020, 15:13

Naja..da ich auch UG mache..ist der KS ja schon vorhanden und Bestandteil..wollte eben das vorlegen mit Zucker sparen.
Desweiteren bauen meine Flaschen auch immer einen Druck von ca. 2.5BAR in der NG auf- bisher noch nichts geplatzt--aber so eine Sicherung kann ich bestimmt irgendwie schnell "bauen". (muss ich mich mal eingooglen"..

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#126

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 21. Oktober 2020, 15:18

sebschilling hat geschrieben:
Mittwoch 21. Oktober 2020, 13:00
Immer wieder gerne! Bitte beachte beim Kauf, dass es derzeit einen Rückruf für verschiedene Chargen des Fermzilla gibt, weil dort sog. Weißbruch am Deckelgewinde aufgetreten ist. Das Problem wurde vom Hersteller wohl behoben, aber wer weiß, welche Chargen derzeit hier in D noch ausgeliefert werden.

Fermzilla Rückruf Braugschaeftl.pdf
Da gibt es ein "Haltbarkeitsdatum" für die Verwendung unter Druck? Was ist denn danach? Wer "tüvt" das denn weiter?

Ich glaube es muss doch ein Edelstahltank werden..oh man...

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#127

Beitrag von sebschilling » Mittwoch 21. Oktober 2020, 16:04

Du kannst den Test selber durchführen. Wie das geht ist hier beschrieben:

https://www.youtube.com/watch?v=5cDTn4ePwpQ

Kein TÜV o. ä. notwendig. Wenn er den Test besteht, kannst Du ihn weiterverwenden. Sollte er reißen oder Du willst auf Nummer sicher gehen, kannst Du einfach den Tank selbst austauschen und die ganzen Anbauteile (Schmetterlingsventil, Sammelbehälter, Deckel, Pressure Kit usw.) weiterverwenden.

Edit: Unter dem Link oben sieht man natürlich die Durchführung des Tests am Vorgängermodell, dem Fermentasaurus. Ist aber beim Fermzilla aus meiner Sicht kein Unterschied.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#128

Beitrag von Stubbi_33 » Mittwoch 21. Oktober 2020, 18:47

Ok...dann überlege ich doch nochmal...

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#129

Beitrag von aple16 » Donnerstag 12. November 2020, 21:56

Liebe Fermzilla Profis,

Ich habe ein etwas banaleres Problem: Ich bekomme den Schlauch des Floating Diptubes nicht über das Röhrchen der "schwimmenden Kugel" drüber gestülpt. Der Silikonschlauch hat einen Innendurchmesser von 5mm, das Röhrchen einen AD von 8mm... Wie habt ihr das draufbekommen?

lg

a

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#130

Beitrag von sebschilling » Freitag 13. November 2020, 20:44

Hm, bei mir gab es da keine Probleme. Du könntest aber mal versuchen, das Schlauchende vor dem Aufziehen ein paar Minuten in heißes Wasser zu tauchen und evtl. das Röhrchen mit ein wenig Melkmaschinenfett einzuschmieren.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#131

Beitrag von daleipi » Samstag 21. November 2020, 14:04


callya
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#132

Beitrag von callya » Mittwoch 25. November 2020, 15:06

Moin,

ich hab seit gestern den Fermzilla mit 35l Fassungsvermögen. Ich hab zu dem "Floating Dip Tube" mal eine Frage: Lasst ihr den Ball + Schlauch von Anfang an mit im Gärbehälter? Also auch während der Hauptgeräung und inkl. Hochkräusen, etc.?! Dann verschmoddert dder doch total, oder nicht?! Also auch am Anfang der Leitung?

Über Erfahrungsberichte würde ich mich freuen! :-)

Prototyp_Brauer
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#133

Beitrag von Prototyp_Brauer » Donnerstag 26. November 2020, 10:21

Ich lass den von Anfang an mit drin, keine Probleme (das Schlauchende liegt ca. 3cm unter dem Flüssigkeitsspiegel).

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#134

Beitrag von MangoMonkey » Dienstag 1. Dezember 2020, 20:30

Hi,
ich lasse den auch von Anfang an mit drin und hatte ebenfalls noch keine Probleme mit Schmodder o.ä. (habe den Fermzilla Allrounder 30 L).
Ein Problem das ich bisher beim Abfüllen unter Gegendruck in Flaschen allerdings hatte war, dass das Schlauchende sich gegen Ende der Abfüllung hin ganz gerne über den Flüssigkeitsspiegel gehoben hat, dadurch Luft in den Schlauch gekommen ist und die Flaschen übergeschäumt sind. Vermute das liegt daran, dass der Schlauch für den Allrounder deutlich zu lang ist und habe den jetzt gekürzt. Werde bei der nächsten Abfüllung sehen ob das hilft.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#135

Beitrag von kleinraupe » Montag 7. Dezember 2020, 06:50

Guten Morgen liebe Braugemeinde,
ich hab mal ein paar Fragen zu dem Fermzilla.
Ich bin noch Neuling (2 x 25 Liter Sude im Mundschenk 30) auf dem Gebiet des Brauens,
aber was macht der Fermzilla besser als bei herkömmlicher Eimer-Gärung?
Habe gerade wie wahrscheinlich jeder Neuling die 30l Browin Eimer im Gebrauch
und habe mich ein wenig mit der Gärung versucht zu beschäftigen.
Ich möchte vorerst weiter in Flaschen abfüllen
und verstehe es nicht ganz mit dem Karbonisieren im Fermzilla,
aber wenn ich jetzt "Zuckerwasser" zu dem Jungbier gebe,
dann muss ich doch mit dem Teil schüttelnd durch die Gegend rennen um es zu mischen,
oder habe ich hier einen Denkfehler?
Der FastFermenter liegt bei 90€ statt 150€
und es ist doch das selbe System,
nur ohne diesen Druckanschluss (wofür man den auch immer verwendet),
oder ist der dazu da,
dass ich den Fermzilla als Fassersatz (direkt aus ihm Bier Zapfen) benutzen kann.
Könnte mich bitte jemand auf den Pfad der Erleuchtung bringen.
Wie viel klarer wird das Bier,
wenn ich erst die Hefe über das Glas unten entnehme
und danach noch ein Glas mit den Trubstoffen (lohn sich das wirklich)?

Grüße Björn

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#136

Beitrag von sebschilling » Dienstag 8. Dezember 2020, 09:49

Hallo Björn,

der Vorteil des Fermzilla ist, dass er ein sog. Unitank ist. D. h. du kannst darin vergären, lagern und auch daraus zapfen. Es ist damit eben nicht nötig, Kohlensäure durch eine Nachgärung ins Bier zu bringen, weil du in dem Teil zwangskarbonisieren kannst. Durch das Druckset (welches der FastFerment meines Wissens nach nicht hat), hat der Zilla alle Eigenschaften, die ein NC-Keg auch hat, d. h. du kannst daraus auch eine Gegendruckabfüllung in Flaschen machen. Die Klarheit deines Biers hängt nicht so sehr davon ab, ob oder wie oft Du Hefe und/oder Trub mittels dem Sammelbehälter entnimmst, sondern vielmehr von deinem Brauprozess und der verwendeten Hefe (stark sedimentierend gegen wenig sedimentierend). Das Entnehmen hilft Dir nur, bei längererer Lagerung z. B. Autolysegeschmäcker zu verhindern. Ich hoffe, das hilft Dir in dieser Kürze erst einmal weiter, wenn noch etwas unklar ist, frag gerne nach. Es gibt übrigens, wenn Du dich näher mit dem System befassen willst, echt gute Erklärvideos vom Hersteller auf youtube: https://www.youtube.com/results?search_query=kegland (leider nur auf Englisch).

Grüße

Sebastian

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#137

Beitrag von toaster » Dienstag 8. Dezember 2020, 10:09

Ich muss nach knapp 10 Suden mit Vergärung im Fermzilla leider das Fazit ziehen, dass er nicht taugt was er verspricht.

Ich hab' mit allen möglichen Methoden versucht den Tank dicht zu bekommen aber es klappt nur selten. Ab und zu denke ich: jetzt hat's geklappt und es baut sich Druck auf nur um am nächsten Tag zu sehen, dass dieser Druck wieder irgendwo abgegangen ist.

Warum verwende ich ihn immernoch? Weil es einfach sau praktisch ist, mittels leichtem Druck in ein Keg abzufüllen. Keine Sauerei, schnell, praktisch.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#138

Beitrag von sebschilling » Dienstag 8. Dezember 2020, 10:16

Hast Du dir schon den dickeren O-Ring für den Deckel oben besorgt? Ich habe damit das Problem der Undichtigkeit in den Griff bekommen. Schau mal hier z. B.: https://braugschaeftl.de/startseite/41- ... htung.html

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#139

Beitrag von kleinraupe » Dienstag 8. Dezember 2020, 17:27

Danke sebschilling für die Erleuchtung,
jetzt wird ein Schuh aus dem Fermzilla.

Ergo bräuchte ich um es nutzen zu wollen für Flaschenabfüllung,
-eine Beergun
-Carbonation Caps NC [Pepsi]
-das Druckset
-NC Steckkupplung mit Schlauchanschluss [Pepsi]
-Spundventil NC [Pepsi]
-Kohlensäureflasche

Mit den Komponenten kann ich in dem Fermzilla zwangskarbonisieren,
heißt direkt in Flasche abfüllen (ohne Zucker)
und wenn man einen Kühlschrank hat wo der Fermzilla rein passt,
würde mit einem Kompensatorzapfhahn eine Zapfanlage bei raus kommen?

Falls das alles so stimmt,
finde ich das Teil jetzt doch Interessant.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#140

Beitrag von sebschilling » Dienstag 8. Dezember 2020, 20:10

Ja, das passt im Großen und Ganzen so.

Beim Druckset sind ja schon zwei Carbonation Caps dabei, es macht aber Sinn, noch ein bis zwei von den Dingern zusätzlich zu haben, z. b. um sie an den Sammelbehälter zu schrauben (dann kann man nach der Hefeentnahme den Sammelbehälter mit CO2 Spülen, bevor man das Schmetterlingsventil wieder öffnet und hat einen geringeren O2 Eintrag). Oder man kann sie benutzen, um Gegendruckabfüllung in PET-Flaschen zu machen (s. #107-#109).

Zwangskarbonisiert wird im Behälter und erst nach abgeschlossener Karbonisierung wird mit Gegendruck in Flaschen abgefüllt. Lies Dir hier im Forum noch mal die Threads zum Thema Zwangskarbonisierung durch, da wird alles ausführlich behandelt.

Ja, mit einem Kühlschrank in den der Fermzilla hineinpasst und einem Kompensatorhahn hast Du eine einfache Zapfanlage. Vor allem kannst Du mit diesem Setup auch im Fermzilla temperaturgesteuert vergären (s. #107), was Deine Bierqualität enorm nach vorne bringt. Ich würde aus leidvoller Erfahrung allerdings davon abraten, Bier länger als 6 Wochen im Fermzilla unter Druck zu lagern. Mir ist vor ein paar Tagen mein Fermzilla geplatzt, ich hatte über einige Monate ein Weizen bei 1,3 bar und 4,5 °C darin gelagert.
IMG_20201125_234817.jpg
Besser ist es wahrscheinlich, das Bier nach ein paar Wochen in Kegs umzuschlauchen und aus denen zu zapfen. Es gibt im Netz gute Anleitungen für den Selbstbau eines Kegerators.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#141

Beitrag von Parlue » Freitag 18. Dezember 2020, 12:14

Hallo zusammen,
ich habe eine kleine Frage. Hat jemand Erfahrung mit der Temperaturtauchhülse.
Hat der Einbau Einfluss auf die Druckbeständigkeit?
Ich würde gerne die Temperatur während der Gährung messen oder habt Ihr andere Ideen wie man das lösen kann?

LG
Dirk
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#142

Beitrag von toaster » Freitag 18. Dezember 2020, 20:35

sebschilling hat geschrieben:
Dienstag 8. Dezember 2020, 20:10
Ja, das passt im Großen und Ganzen so.

Beim Druckset sind ja schon zwei Carbonation Caps dabei, es macht aber Sinn, noch ein bis zwei von den Dingern zusätzlich zu haben, z. b. um sie an den Sammelbehälter zu schrauben (dann kann man nach der Hefeentnahme den Sammelbehälter mit CO2 Spülen, bevor man das Schmetterlingsventil wieder öffnet und hat einen geringeren O2 Eintrag). Oder man kann sie benutzen, um Gegendruckabfüllung in PET-Flaschen zu machen (s. #107-#109).

Zwangskarbonisiert wird im Behälter und erst nach abgeschlossener Karbonisierung wird mit Gegendruck in Flaschen abgefüllt. Lies Dir hier im Forum noch mal die Threads zum Thema Zwangskarbonisierung durch, da wird alles ausführlich behandelt.

Ja, mit einem Kühlschrank in den der Fermzilla hineinpasst und einem Kompensatorhahn hast Du eine einfache Zapfanlage. Vor allem kannst Du mit diesem Setup auch im Fermzilla temperaturgesteuert vergären (s. #107), was Deine Bierqualität enorm nach vorne bringt. Ich würde aus leidvoller Erfahrung allerdings davon abraten, Bier länger als 6 Wochen im Fermzilla unter Druck zu lagern. Mir ist vor ein paar Tagen mein Fermzilla geplatzt, ich hatte über einige Monate ein Weizen bei 1,3 bar und 4,5 °C darin gelagert.

IMG_20201125_234817.jpg

Besser ist es wahrscheinlich, das Bier nach ein paar Wochen in Kegs umzuschlauchen und aus denen zu zapfen. Es gibt im Netz gute Anleitungen für den Selbstbau eines Kegerators.
Habe vor ein paar Wochen ein Mail bekommen, dass ein paar Fermzillas feine Risse haben (dort wo deiner geplatzt ist). Vielleicht kriegst du deinen ersetzt.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#143

Beitrag von sebschilling » Sonntag 20. Dezember 2020, 09:16

Ja, stimmt, die habe ich auch bekommen. Ich habe braugschaeftl.de über den geplatzten Tank informiert und hatte schon ca. drei Tage später einen Ersatztank hier. Völlig unbürokratisch, einfach und schnell. So geht guter Kundenservice.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#144

Beitrag von sebschilling » Sonntag 20. Dezember 2020, 09:26

Parlue hat geschrieben:
Freitag 18. Dezember 2020, 12:14
Hallo zusammen,
ich habe eine kleine Frage. Hat jemand Erfahrung mit der Temperaturtauchhülse.
Hat der Einbau Einfluss auf die Druckbeständigkeit?
Ich würde gerne die Temperatur während der Gährung messen oder habt Ihr andere Ideen wie man das lösen kann?

LG
Dirk
Moin Dirk,

ja, ich verwende die Temperaturtauchhülse. Auf dem youtube Kanal von Kegland gibt es eine gute Videoanleitung über den Einbau in den Deckel. Ich habe es genau so gemacht und bei mir ist alles druckdicht. Ein Stufenbohrer ist für den Einbau sehr praktisch. Wenn Du temperaturgesteuert vergären willst, solltest Du dir einen Inkbird anschaffen. Ich verwende die Variante mit WLAN, die hat den Vorteil, dass ich nicht immer in den Keller muss, um die Temperatur abzulesen oder andere Temperaturwerte einzustellen. Außerdem hab ich eine lückenlose Dokumentation der Temperaturentwicklung im Gärverlauf über die Inkbird-App.

Grüße

Sebastian

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#145

Beitrag von Parlue » Sonntag 20. Dezember 2020, 15:53

Sebastian, vielen Dank... dann werde ich das genau so machen. Eine Gärsteuerung habe ich noch hier....
Ich hatte das Vide gesehen und mich gefragt ob das wirklich Druckdicht wird.... Schaun wir mal...

LG
Dirk
sebschilling hat geschrieben:
Sonntag 20. Dezember 2020, 09:26

Moin Dirk,

ja, ich verwende die Temperaturtauchhülse. Auf dem youtube Kanal von Kegland gibt es eine gute Videoanleitung über den Einbau in den Deckel. Ich habe es genau so gemacht und bei mir ist alles druckdicht. Ein Stufenbohrer ist für den Einbau sehr praktisch.
Sebastian
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#146

Beitrag von Hein Daddel » Dienstag 29. Dezember 2020, 16:41

Hallo zusammen,
hat jemand Erfahrung mit kleineren Suden im 27l Fermzilla? Für Testsude möchte ich (wenn er dann da ist) hin und wieder nur 5-10 Liter vergären. Der Container wird auf jeden Fall geschlossen bleiben, Diptube muss lang genug sein. Gäbe es sonst noch Stolpersteine?
Mein Black Friday Fermzilla von Brouwland kommt voraussichtlich erst im Februar an... Das Zubehör (Druckset, Spundapparat etc) von Aliexpress ist nach 22 Tagen schon angekommen...
Freue mich über Ideen/Erfahrung

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#147

Beitrag von igami » Dienstag 29. Dezember 2020, 20:25

Habe ich noch nicht ausprobiert.

Ich war jedoch neugierig wie viel Liter unten im Behälter verbleiben und das sind ca. 2 Liter. Ich würde dann das Ventil bei kleinen Mengen geschlossen lassen.

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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#148

Beitrag von Bierlike » Mittwoch 3. Februar 2021, 06:20

toaster hat geschrieben:
Dienstag 8. Dezember 2020, 10:09
Ich muss nach knapp 10 Suden mit Vergärung im Fermzilla leider das Fazit ziehen, dass er nicht taugt was er verspricht.

Ich hab' mit allen möglichen Methoden versucht den Tank dicht zu bekommen aber es klappt nur selten. Ab und zu denke ich: jetzt hat's geklappt und es baut sich Druck auf nur um am nächsten Tag zu sehen, dass dieser Druck wieder irgendwo

Ich hab leider die selben Probleme und hab auch schon zweimal einen Sud verloren. Und die Reinigung ist auch aufwändiger als ich dachte.
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#149

Beitrag von Smeg » Sonntag 7. Februar 2021, 10:05

Hab kürzlich ein NEIPA gebraut. Am Donnerstag hab ich lose Pellets (Citra + Mosaic je 85 g) hinzugegeben. Nun habe ich das Problem, dass der Hopfen sedimentiert ist und als fester Hopfenbrei im Hefeauffangbehälter rumlungert. Folglich können nicht ausreichend Aromen ausgespült werden.

Um den entgegenzuwirken, wollte Ich jetzt eine Pumpe einsetzen, die die Flüssigkeit von oben ansaugt und unten wieder in den Hefebehälter pumpt. Der Hopfenbrei sollte so gelöst werden und beim Hopfen erhöht sich die Kontaktoberfläche. Ein weiterer Vorteil wäre, dass zukünftig weniger Hopfen bei gleicher Aromaausbeute verwendet werden müsste.

Hierzu wird nun eine Pumpe benötigt
- Durchfluss regulierbar
- bestenfalls selbstansaugend
- darf trockenlaufen

Hat jemand Ideen welche Pumpen sich dafür eignen?
Dateianhänge
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Re: Fermzilla: Erfahrung und Austausch

#150

Beitrag von sebschilling » Sonntag 7. Februar 2021, 11:20

Du könntest es mit so etwas probieren:

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Ist eigentlich für die Karbonisierung, sollte aber auch für deine Zwecke funktionieren.

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