Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

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Concordia
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Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#1

Beitrag von Concordia » Dienstag 9. Juli 2019, 19:39

Hallo

Hab Problem bei der Gärung meines Weizens. Anbei ein paar Informationen.

- Datum der Hefegabe: Sonntag 07.07.2019, 15:30

- Ausschlag (Liter Kaltwürze): 24 l

- Stammwürze: 15p

- Verwendeter Hefestamm: wyeast 3068

- Bei Flüssighefe: Produktiondatum 17.04.2019, kein starter, activator wurde ein Tag vor brautag aktiviert, smackpack leicht angeschwollen

- Wurde die Würze kräftig belüftet? Eher nein, Würze wurde in Gäreimer geplätschert im Anschluss kurz geschüttelt

- Verwendete Hefemenge: 1 Päckchen für 5 gallon ca. 19

- Anstelltemperatur: 22 grad

- Differenz Hefe Temperatur Würze ggf. 2-3 grad

- Aktuelle Raumtemperatur: 20 Grad

Eigentlich wollte ich das garnicht hier posten, da ich durch die Recherche schon zu folgenden Punkten gekommen bin:

- kein starter
- Aktivator für Hefe hätte 3 Tage vorher geschlagen werden, da Produktionsdatum April
- zu wenig belüftet
- underpitched
- Maischprogramm ist total baden gegangen (lieber nicht fragen :-))

Also mea culpa. Aber was ist jetzt genau das Problem

- keine Aktivität im Gäreimer für 30 Stunden
- keine Schaum Bildung
- kein Blubbern
- keine Änderung der Stammwürze

Folglich hab ich gestern Abend ca. 30 Stunden nach anstellen mit desinfiziertem Schneebesen 5-6 min belüftet.

Eigentlich mache ich den Gäreimer erst nach einer Woche später wieder auf, aber heute Mittag ca. 48 Stunden später war ich doch einwenig interessiert.

Also wieder runter in den Keller. Was wurde festgestellt :

- kein Blubbern
- keine Änderung der Stammwürze
- brauner Schaumdeckel (siehe Bild)

Jetzt könnte ich noch eine Notti nachwerfem, aber die Schaumdecke sieht für mich echt suspekt aus. Wäre nicht verwundert, wenn Schneebesen und Probeentnahme von oben mit kleinem bierheber nicht doch eine Infektion verursacht hat.

Deswegen schwanke ich gerade ob ich die Notti noch nachwerfe. Wenn ein Bier eine Infektion hat und man Hefe nun nachwerft und die Gärung durchläuft ist ja nicht die Infektion weg oder sehe ich das falsch.
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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#2

Beitrag von OS-Schlingel » Dienstag 9. Juli 2019, 20:57

Guten Abend,
sieht doch nach geschlossener Hefedecke aus....scheint doch alles okay.
Hast Du schon einmal den Restextrakt gemessen? Wenn der gleich bleibt
kannst Du wahrscheinlich schon Abfüllen...
Die Art Fässer habe ich auch. Nach ein Paar Einsätzen sind die nicht mehr dicht.
Mit Klebeband könntest Du das nächste Mal den Deckel zum Fass abdichten.
Dann blubbert es auch wieder....

Viel Erfolg

Stephen
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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#3

Beitrag von Concordia » Dienstag 9. Juli 2019, 21:58

Also Stammwürze ist gleich OG :-) also null Bewegung.

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#4

Beitrag von OS-Schlingel » Dienstag 9. Juli 2019, 22:04

Alkoholfehler auch schon rausgerechnet?
Sonst etwas wärmer stellen??
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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#5

Beitrag von VolT Bräu » Dienstag 9. Juli 2019, 22:11

Concordia hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 19:39
Jetzt könnte ich noch eine Notti nachwerfem, aber die Schaumdecke sieht für mich echt suspekt aus. Wäre nicht verwundert, wenn Schneebesen und Probeentnahme von oben mit kleinem bierheber nicht doch eine Infektion verursacht hat.

Deswegen schwanke ich gerade ob ich die Notti noch nachwerfe. Wenn ein Bier eine Infektion hat und man Hefe nun nachwerft und die Gärung durchläuft ist ja nicht die Infektion weg oder sehe ich das falsch.
Richtig. Wenn eine Infektion drin ist, kannst Du da nichts mehr reparieren.
Aktivität ist auch vorhanden, auch wenn die Schaumdecke jetzt nicht grade typisch aussieht. Nachpitchen würde ich da eher nicht.
Ich glaube ich würd's einfach mal aussitzen. Wenn's schon schlecht ist, ist's eh egal und so wie es aussieht könnte es ja noch was werden.
So ganz plausibel erscheint mir das auch nicht, dass sich am Extraktgehalt noch nichts geändert haben soll.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#6

Beitrag von Concordia » Dienstag 9. Juli 2019, 23:02

Also Alkoholfehler kann es nicht geben da ich mit einer Spindel Messe. Hab jetzt den Gäreimer 4 Stockwerke hochgetragen da es in der Wohnung wärmer ist. Temperatur von 22 grad. Morgen soll es bei uns auch nur 23 grad geben, also geht ja noch.

Würde belüften noch mal Sinn machen?

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#7

Beitrag von Paule » Mittwoch 10. Juli 2019, 07:51

Concordia hat geschrieben:
Dienstag 9. Juli 2019, 23:02
Würde belüften noch mal Sinn machen?
Nein.

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#8

Beitrag von jemo » Mittwoch 10. Juli 2019, 09:46

Naja, 24 Liter bei 15° Plato ohne Starter ist auch eine Ansage ...
Würde ich einfach mal stehen lassen, vielleicht tut sich noch was.
Viele Grüße,
Jens

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#9

Beitrag von uli74 » Mittwoch 10. Juli 2019, 14:40

jemo hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 09:46
Naja, 24 Liter bei 15° Plato ohne Starter ist auch eine Ansage ...
Würde ich einfach mal stehen lassen, vielleicht tut sich noch was.
Hab ich schon immer so gemacht, allerdings nicht mit Uralt-Hefe.

Das Hauptproblem in diesem Fall ist wohl die nicht mehr ganz taufrische Hefe (und der deshalb nicht aufgeblähte SmackPack). Da wäre ein Starter sicherlich kein Fehler gewesen.
Gruss

Uli

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#10

Beitrag von Uwe12 » Mittwoch 10. Juli 2019, 15:10

Diese Decke...hast Du mit Carragen ("Knorpeltang") o.Ä. gearbeitet?
Oder war die Würze arg trüb und hatte in der beginnenden Aufschäumphase kurz vor dem Hopfenkochen schon so eine braune Schicht?

Eine weitere Belüftung bringt eigentlich nichts mehr...von weiteren optionalen "Infektionsmöglichkeiten" natürlich abgesehen. :Wink
Vielleicht ein paar frische Schneider/Kuchlbauer/Gutmann-Flaschen leeren und aus deren Satz einen raschen Starter auf den Weg bringen?

Wärmer stellen bringts aber vielleicht auch schon.

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#11

Beitrag von Concordia » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:04

Hallo hab mit irish Moos gearbeitet. Kurzes Update heute. Kein blubbern wobei wir gesagt auch es etwas undicht sein kann. Habe wegen Infektion keine Probe entnommen sondern mir nur kurz die Hefe Decke angeschaut. Anbei die Bilder.

Sieht das nicht nach Kahmhaut mit kleinen weissen Blasen aus?

Komm leider bis Freitag an keine neue Hefe resp. Hefe Weizen. Würde am Freitag Stammwürze bestimmen und wenn sich nichts getan hat weg schütten. Wie seht ihr das?

Danke schon mal für die Unterstützung
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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#12

Beitrag von VolT Bräu » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:32

Also, da es ja keinen zwingenden Grund gibt eine Infektion anzunehmen, würde ich persönlich es nicht einfach so aufgeben.
Mindestens mal ein Schlückchen probieren und wenn es nicht sauer oder irgendwie funky ist, würde ich erst mal weiter machen - also wärmer stellen oder doch noch mal was nachpitchen. Wegkippen kann man es immer noch. Was du jetzt noch machen kannst/musst ist doch relativ wenig im Vergleich zu dem was du schon investiert hast.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#13

Beitrag von OS-Schlingel » Mittwoch 10. Juli 2019, 22:11

Guten Abend,
Schau doch bitte mal bei Maischemalzundmehr.de unter Tools und Spindel....da kannst Du den
Alkohlfehler rausrechnen. Die kleinen Schauminseln zeigen sich meistens in der Nachgärung.
Hast du vielleicht eine zweite Spindel, ein Refraktometer oder einen Braukollegen wegen einer
Vergleichsmessung?

Die geschlossene Decke sollte bereits die Schlaucherdecke sein. Also abfüllbereit....so komisch
das jetzt auch klingt...Als nächstes fällt die Decke durch und Du könntest mit Cold Crash das
Bier klären. Zucker vorlegen und abfüllen....

....Du brauchst dringend eine Vergleichsmessung!

Gruß Stephen
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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#14

Beitrag von Uwe12 » Mittwoch 10. Juli 2019, 22:49

Hihi! Richtig getippt! :Bigsmile
Ich kam nur erst nicht auf den gebräuchlichen Handelnamen. :redhead
Irish Moss ist Carragen, vulgo "Knorpeltang".
Hasts wohl "a weng" übertrieben damit<kicher!>. :Wink
Zumal bei einem Weizenbier eigentlich etwas Trübe gar nicht stört.

M.W. behindert das Irish Moss im Übermaß die Gärtätigkeit.
An den kleinen hellen "Bläscheninseln" in der Schicht kann man das Einsetzen der Gärung aber erahnen.

Laß es jetzt am besten einfach in Ruhe, wenns verdorben sein sollte, kannst Du es später immer noch "beerdigen". :Wink

...andererseits: ich weiß nicht, ob bei Einsetzen der Hauptgärung die Schicht wieder abtaucht und dann als Klumpen am Grund herumlungert. Ich meine, mich an solche Bilder zu erinnern, habe mit der Rettung bei zu viel Irish Moss aber keine Erfahrung.
Evt. wäre es sinnvoll, die Schicht abzuheben, aber vielleicht wissen da gestandene "Irish Moss"-Anwender mehr dazu.

Uwe

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#15

Beitrag von Concordia » Donnerstag 11. Juli 2019, 09:00

Hallo Danke erst einmal für die ganze Hilfe und juhuuu heute morgen beim Frühstück hat es geblubbert. Das Radio extra nicht angemacht um bloss kein Blubbern zu verpassen :-) Wenn man es vergleicht mit all meinen anderen Suden war es eher ein Blubbern nach Hilfe. So geqüälte 1-2 mal in 20 - 25 min. Aber immerhin.

Wie geraten lass ich es jetzt mal bis Montag stehen (bin am Wochenende weg). Am Montag wird gemessen und dann berichte ich nochmal. Sollte die ganze Schicht nach unten tauchen könnte ich ja immer noch am Schluss einen Cold Crush machen.

Ich merke mir das aber mit dem Irish Moss. Dosierung war aber korrekt gemäss Beschreibung (5 gramm auf 24 l). Mein Gedanke war, dass ich beim Weizen den Cold Crush nicht machen wollte und dies mit Irish Moss ein wenig kompensieren.

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#16

Beitrag von flensdorfer » Donnerstag 11. Juli 2019, 11:02

5g? Viel zu viel... ich nehme wenn überhaupt für die Würzemenge vielleicht einen halben gestrichenen Teelöffel voll. Das sind allerhöchstens 2g. Ich meine etwas von 0,1g/l gehört zu haben, da fahre ich ganz gut mit.
Gruß, Arne

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#17

Beitrag von Uwe12 » Donnerstag 11. Juli 2019, 11:50

Ich hatte mal versuchsweise eine Art "Tee" aus Irish Moss in ein wenig blankem Wasser gekocht (wohl in der empfohlenen Menge, weiß es nicht mehr so genau) und fand den (leicht) "algig/meerig/salzigen" Geschmack nicht so gut, wird aber im Bier wohl nicht auffallen.

Hier habe ich eine schöne Erklärung von René gefunden (Beitrag #8ff), wie man es wohl eigentlich™ anwenden sollte. :Smile

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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#18

Beitrag von Concordia » Donnerstag 11. Juli 2019, 16:36

Kurz hatte ich ja noch Hoffnung bzgl. Irish moss und das morgentliche Blubbern. Aber ein weiterer Blick in den Eimer zeigt an der Decke leichte Schimmel Spuren.

Ich glaub das ist jetzt leider recht eindeutig.
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Re: Gär Probleme mit Weizen Wyeast 3068

#19

Beitrag von Tomalz » Donnerstag 11. Juli 2019, 19:39

Da hilft auch kein Glaube mehr, schnell entsorgen
Gruß Thomas

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