Überkarbonisierte Flaschen

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respect
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Überkarbonisierte Flaschen

#1

Beitrag von respect » Sonntag 8. September 2019, 16:56

Ich habe mein letztes Weizen etwas voreilig abgefüllt. Die WLP300 hatte 9 Tage Zeit, war aber offensichtlich noch nicht ganz durch.
Geplant waren 6,5g CO2/l, mit dem 'Zeitdruck' bin bei 8,2g gelandet.
Das ist doch deutlich zu viel, daher folgende Fragestellung:
Gibt es eine Möglichkeit den CO2-Gehalt 'kontrolliert' zu reduzieren?
Vielleicht so:
Flaschen ordentlich kühlen damit beim anschließenden Öffnen alles in der Flasche bleibt. Die offenen Flaschen, danach langsam wärmer werden lassen, und bei punktgenauen 6,5g CO2/l schnelle einen neuen Kronkorken draufdrücken.
Soviel zur Theorie. Wer weiß, bei welcher Temperatur ich zustöpseln muss?

Danke,
Mathias
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afri
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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#2

Beitrag von afri » Sonntag 8. September 2019, 22:06

Ich fürchte, das wird nix. Du kennst den genauen Druck einer jeden Flasche nicht, erwärmen lassen mit offenen Flaschen ist eh nicht dein Ernst (hoffe ich), insgesamt wenig zielführende Bedingungen. Selbst mit Bügelverschlussflaschen dürfte das nicht mehr zu reparieren sein.
Wie kommst du denn auf die angegebenen 8,2g/l?
Achim
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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#3

Beitrag von Braufex » Sonntag 8. September 2019, 22:41

respect hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 16:56
Flaschen ordentlich kühlen damit beim anschließenden Öffnen alles in der Flasche bleibt. Die offenen Flaschen, danach langsam wärmer werden lassen, und bei punktgenauen 6,5g CO2/l schnelle einen neuen Kronkorken draufdrücken.
Soviel zur Theorie. Wer weiß, bei welcher Temperatur ich zustöpseln muss?
Laut dem Spunddruck-Rechner auf maischemalzundmehr müßtest Du für 6,5g CO2/l bei 0 bar Überdruck bis auf -18°C kühlen.
Macht keinen Sinn.

Wenn die 8,2g CO2/l stimmen, würde ich die Flaschen gut kühlen, trinken wie sie sind und beim nächsten Sud einfach besser machen.
Bei 20°C hast du 4 bar in den Flaschen, das sollten unbeschädigte Flaschen überleben.
Dafür Sorge tragen, dass die Flaschen nicht wärmer werden ...

Gruß Erwin

Edit: Fehler im Link bereingt
Was mich an diesem Forum und seinen Mitgliedern fasziniert?
Es beantwortet mir Fragen, auf die ich niemals allein gekommen wäre! :puzz
Und das, ohne sie jemals gestellt zu haben ... :thumbsup

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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#4

Beitrag von irrwisch » Sonntag 8. September 2019, 23:02

Kaltstellen, fachmännisch vernichten (trinken) und beim nächsten mal besser machen.
Alles andere ist den Aufwand nicht Wert meiner Meinung nach.

Ich hatte auch mal ein Weizenbock etwas überkarbonisiert. Eine Flasche ist dann schon bei 3.5 bar kaputt gegangen.

Ich empfehle dir das Zeug erstmal unter größten Sicherheitsvorkehrungen in den Kühlschrank zu verfrachten.

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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#5

Beitrag von respect » Sonntag 8. September 2019, 23:35

afri hat geschrieben:
Sonntag 8. September 2019, 22:06

Wie kommst du denn auf die angegebenen 8,2g/l?
bei 6°C waren am Manometer 2,2 bar abzulesen - was lt. MMuM Rechner 8,2g entspricht.
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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#6

Beitrag von Alt-Phex » Montag 9. September 2019, 00:41

Genau, vorsichtig handhaben und schön kalt lagern. Nach dem Einschenken etwas ausgasen lassen und geniessen. Alles andere macht wenig Sinn und unnötige Arbeit. Und in Zukunft das Bier mind. 14 Tage in Ruhe lassen. Dann passiert sowas i.d.R. auch nicht.
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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#7

Beitrag von DerDallmann » Montag 9. September 2019, 06:51

Ich würde kalt stellen, sehr kalt in einen "Abfüllbehälter" geben und 1-2 Tage später neu abfüllen.
Ist zwar etwas aufwändig, aber 100x besser als überkarbonisierte Flaschen mMn.
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#8

Beitrag von uli74 » Montag 9. September 2019, 15:37

Wie kommts dass Du zu früh abgefüllt hast? Bzw. woran hast Du den Abfüllzeitpunkt festgemacht?
Gruss

Uli

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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#9

Beitrag von respect » Dienstag 10. September 2019, 19:17

uli74 hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 15:37
Wie kommts dass Du zu früh abgefüllt hast?
Erwischt! Normalerweise kann ich es gut erwarten & fülle erst nach fertiger HG ab. Diesmal hatte ich 'Zeitdruck', dachte aber schon dass es durch war. Naja, so ganz gut war das Gefühl doch nicht. Egal - ist schon passiert.

Mathias :Ahh
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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#10

Beitrag von respect » Dienstag 10. September 2019, 19:18

DerDallmann hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 06:51
Ich würde kalt stellen, sehr kalt in einen "Abfüllbehälter" geben und 1-2 Tage später neu abfüllen.
Ohne erneut in der Flasche aufzuspeisen?
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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#11

Beitrag von bierfaristo » Dienstag 10. September 2019, 19:38

Wenn es tatsächlich bei ~8g/l CO2 bleibt, würde ich mir persönlich überhaupt keinen Kopf machen. Finde das für ein Weizen durchaus okay, wobei ich spritzig mag. Und wenn du es kalt stellst, sollte die Nachgärung ja auch zumindest verlangsamt sein. Da ein Weizen ja frisch sein soll, heißt das -> schnell trinken.

Edit: Solltest du wirklich auf den 6,5g/l bestehen fällt mir für einzelne Flaschen tatsächlich nur Wägung ein. Sprich, geschlossene Flasche wiegen, öffnen und wieder schließen, sobald Zielgewicht erreicht ist. Das erscheint mir aber weder sinnvoll noch wirklich praktikabel.

Christian
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Re: Überkarbonisierte Flaschen

#12

Beitrag von DerDallmann » Mittwoch 11. September 2019, 06:40

respect hat geschrieben:
Dienstag 10. September 2019, 19:18
DerDallmann hat geschrieben:
Montag 9. September 2019, 06:51
Ich würde kalt stellen, sehr kalt in einen "Abfüllbehälter" geben und 1-2 Tage später neu abfüllen.
Ohne erneut in der Flasche aufzuspeisen?
Ich würde schauen, wie sich die jetzige Abfüllung verhält. Wenn es erträglich ist, so lassen, falls nicht --> neu abfüllen, inkl. "aufspeisen".
Mit freundlichen Grüßen,

Johst

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