Gärkühlschrank- Planung klärende Fragen

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Sandersen777
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Gärkühlschrank- Planung klärende Fragen

#1

Beitrag von Sandersen777 » Sonntag 29. Dezember 2019, 23:43

Hallo zusammen,

ich plane meinen vorhanden Kühlschrank, den ich bis jetzt zur Reifung obergäriger Biere benutzt hab zukünftig für eine genaurere Temperaturführung bei der Gärung zu steuern. Gareade auch vor dem Hintergrund, dass ich demnächst das erste untergärige Bier brauen möchte.
Ich hab mich hier im Forum jetzt schon etwas in das Thema eingelesen und einige Dinge sind mir schon klar, bei anderen hab ich doch noch so die ein oder andere Frage an die Erfahrenen hier im Forum.
- Sudvolumen ist bei mir 20-25Liter
- In den Kuhlschrank passt ein 30L Gärfass mit Spund
- Temperaturfeld Kühlschrank 0-8°C

Was ich schon mal weiß bzw. für mich entschieden hab:

- Steuerung über inkbird (Modell noch unklar)
- Wenn gekühlt werden muss Kühlschrank über inkbird Steuern
- Wenn "aufgeheizt" werden muss eine Terrarium-Heizmatte über inkbird steuern

Hier die ersten Fragen: Wie positioniere ich die Heizmatte am besten?
Auf den Kühlschrankboden mit Abstand zum Gärfass legen? Oder an die Innenwände des Kühlschranks anbringen/stellen?

Unsicher bin ich mir welches die sinnvollste Lösung der Temperaturmessung ist...

Lass ich den inkbird Sensor direkt in meinem gärenden Sud messen?
Oder besser direkt an der Fasswand außen zur Steuerung der Temperatur und ein zweites Kontrollthermometer direkt in den Sud?

Als Kontrollthermometer dacht ich dann zB an ein Bratthermometer mit dünnem Kabel, welches ich dann durch die Spundstopfen-Öffnung in mein Bier rein hängen lasse... Ist das sinnvoll? Hygienefaktor ect.?

Freu mich auf eure Anregungen/Erfahrungen/Kritiken


Gruß
Sandersen
Grüße aus dem Pfälzer Holzland :Greets

Sandersen :Drink

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marsabba
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Re: Gärkühlschrank- Planung klärende Fragen

#2

Beitrag von marsabba » Sonntag 29. Dezember 2019, 23:57

Hallo,
ich versuch mal deine Fragen zu beantworten.
Hier die ersten Fragen: Wie positioniere ich die Heizmatte am besten?
Warme Luft steigt nach oben, also am besten direkt auf den Boden legen. An die Innenwände (möglichst weit unten) wird aber sicher auch funktionieren. Wie du schon vorschlägst, würde ich die Matte nicht direkt belasten, schon gar nicht mit dem Gärfass. Es kann auch passieren, dass die Matte dir den Kunststoff des Kühlschranks anschmilzt (ist mir mit einem Heizkabel passiert).
Lass ich den inkbird Sensor direkt in meinem gärenden Sud messen?
Das ist die genaueste Lösung, aber schlecht zu reinigende Platiksensoren haben in der Würze nichts verloren. Du brauchst eine Eintauchhülse.
Oder besser direkt an der Fasswand außen zur Steuerung der Temperatur und ein zweites Kontrollthermometer direkt in den Sud?
An der Fasswand geht auch (sofern es sich um ein Metallfass handelt). Der Temperaturfehler ist vernachlässigbar. Das Kontrollthermometer kannst du dir langfristig eher sparen.
Als Kontrollthermometer dacht ich dann zB an ein Bratthermometer mit dünnem Kabel, welches ich dann durch die Spundstopfen-Öffnung in mein Bier rein hängen lasse... Ist das sinnvoll? Hygienefaktor ect.?
Ist eigentlich unnötig, würd ich weglassen. Alternativ kannst du dir eine laange Eintauchhülse kaufen, und den Temperaturfühler da rein packen. Die Eintauchhülse lässt sich sehr gut reinigen.
Den Gärspund kannst du dir auch sparen, ein Stopfen aus Watte oder Küchentuch reicht vollkommen.

Grüße
Martin

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Re: Gärkühlschrank- Planung klärende Fragen

#3

Beitrag von Braufex » Montag 30. Dezember 2019, 07:02

marsabba hat geschrieben:
Sonntag 29. Dezember 2019, 23:57
Lass ich den inkbird Sensor direkt in meinem gärenden Sud messen?
Das ist die genaueste Lösung, aber schlecht zu reinigende Platiksensoren haben in der Würze nichts verloren. Du brauchst eine Eintauchhülse.
Für den Inkbird gibt es einen 30cm /12" Edelstahl-Fühler.
Beim ITC 308 kann man ihn direkt einstecken, beim ITC 310T-B muss man die (mit dem Fühler mitgelieferte) Buchse im 310er einlöten. Ist überhaupt kein Aufwand, in 5min erledigt.
Den 308er kann man für ein paar € mehr auch mit 30cm-Fühler kaufen.
Zur Info: der 310er hat zusätzlich Funktionen zur Programmierung von Maische-Rasten, kann man mit einem geeigneten Heizgerät also auch am Brautag nutzen.

Gruß Erwin

DietmarK
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Re: Gärkühlschrank- Planung klärende Fragen

#4

Beitrag von DietmarK » Montag 30. Dezember 2019, 07:58

Der Inkbird 308-S hat bereits einen Klinkenstecker,
damit kannst Du zB vom kurzen auf den langen Fühler
wechseln und umgekehrt.
Ich habe den langen Fühler im Gärbehälter und
nehme zur Nachgärung/Lagerung den kurzen Fühler.
Sehr bequeme Sache

Bei 308-T und 310T-B muss man die Buchse erst
in der Platine umlöten wie oben geschrieben.
Ich würde also den 308-S mit kurzem und langem
Fühler nehmen.

Gruss
Dietmar

HubertBräu
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Re: Gärkühlschrank- Planung klärende Fragen

#5

Beitrag von HubertBräu » Montag 30. Dezember 2019, 09:55

Ich habe auch den Inkbird 308. Anfangs hatte ich den kurzen Fühler mit einem Styropor Klotz von außen am Gärbehälter. Habe aber auch auf den langen Sensor umgerüstet. Dieser hängt direkt in der Würze.

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Gimplbrauer
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Re: Gärkühlschrank- Planung klärende Fragen

#6

Beitrag von Gimplbrauer » Montag 30. Dezember 2019, 10:50

Man kann sich auch noch Gedanken darüber machen wie die Kälte/Wärme innerhalb des Kühlschrankes schneller und gleichmäßiger verteilt werden kann. Ich verwende dazu einen Lüfter den über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird.

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Sandersen777
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Re: Gärkühlschrank- Planung klärende Fragen

#7

Beitrag von Sandersen777 » Montag 30. Dezember 2019, 14:31

Hallo,

danke für die schnellen Antworten.
Zur Zeit sind es noch Kunststofffässer, es soll aber irgendwann noch ein Edelstahlgärbehälter dazu kommen.
Die Infos zu den inkbirds helefen mir schon sehr weiter, erspart mir etwas an Suchzeit.
Als "Wärmekammer" könnte ich auch die alte Kühltruhe nehmen. Die ist innen mit Blech verkleidet und dann würde zumindest nix anschmelzen. Das reinheben der Gärbehälter ist halt umständlicher.


Gruß
Sandersen
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