Gärungsstart untergäriges Bier

Antworten
Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Gärungsstart untergäriges Bier

#1

Beitrag von Pg1908 » Samstag 4. Januar 2020, 20:02

hab meinen ersten untergärigen sud hinter mir.
hab gestern vor genau 24h die hefe auf die abgekühlte würze gegeben. ohne rehydrieren direkt 2 päckchen 34/70er.

nun schaue ich schon verzweifelt alle stunden (ok übertrieben) drauf und es fängt nicht an zu blubbern wie ich das von den obegärigen kenne..

Bitte sagt mir dass das einfach länger dauert. An waa kann das liegen? hab auch schon 4 mal kontrolliert ob deckel und gärspund alles ordnungsgemäß oben ist. alles oben und dicht.

danke vorab.

lg :thumbsup

Freibier28
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 54
Registriert: Samstag 2. Februar 2019, 19:20

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#2

Beitrag von Freibier28 » Samstag 4. Januar 2020, 20:05

Hat bei dir schon ein Überweissen der Würze stattgefunden?
In der Angärphase ist noch nicht unbedingt eine aktivität am Gärspund sichtbar.
Um wieviel Würze handelt es sich? Welche Anstelltemperatur?
Gruss

Benutzeravatar
ggansde
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 6424
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#3

Beitrag von ggansde » Samstag 4. Januar 2020, 20:08

Welche Stammwürze? 48h gehen das schon Mal ins Land, wenn die Hefe schlecht vorbereitet ist. Spare Dir das Nachschauen. Irgendwann geht es sicher los.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Benutzeravatar
Bierjunge
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 3346
Registriert: Mittwoch 28. Oktober 2009, 15:54

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#4

Beitrag von Bierjunge » Samstag 4. Januar 2020, 20:21

Pg1908 hat geschrieben:
Samstag 4. Januar 2020, 20:02
hab gestern vor genau 24h die hefe auf die abgekühlte würze gegeben. ohne rehydrieren direkt 2 päckchen 34/70er.
Das war nicht gerade optimal.
Aus dem uralten Thread Doemens know how:
Ein paar Bonmots zum Thema Hefe, die ich mir gemerkt habe (aus der Erinnerung zitiert):
(...)

Obergärige Trockenhefe ist so fit - die dreht sich um und legt los.
Über das problemlose Anstellen z.B. mit Notti, die man im Extremfall wie Aquarienfutter einstreuen könne (aber nicht sollte). Macht man das mit UG-Hefe, dreht die sich auch um - mit dem Bauch nach oben...
Moritz

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#5

Beitrag von Pg1908 » Sonntag 5. Januar 2020, 09:34

Freibier28 hat geschrieben:
Samstag 4. Januar 2020, 20:05
Hat bei dir schon ein Überweissen der Würze stattgefunden?
In der Angärphase ist noch nicht unbedingt eine aktivität am Gärspund sichtbar.
Um wieviel Würze handelt es sich? Welche Anstelltemperatur?
Gruss
20 liter bei 10 grad

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#6

Beitrag von Pg1908 » Sonntag 5. Januar 2020, 09:34

ggansde hat geschrieben:
Samstag 4. Januar 2020, 20:08
Welche Stammwürze? 48h gehen das schon Mal ins Land, wenn die Hefe schlecht vorbereitet ist. Spare Dir das Nachschauen. Irgendwann geht es sicher los.
VG, Markus
stammwürze war um die 11,2 brix

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 295
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#7

Beitrag von Shortbreaker » Sonntag 5. Januar 2020, 10:05

Hallo PG1908,
ich habe ungefähr zur gleichen Zeit wie du (03.01.2020 gegen 15:00Uhr) einen Sud mit W34/70 Trockenhefe angestellt. Allerdings habe ich 3 Tütchen auf 33l mit 13.2°Plato genommen. Ich habe jedoch die Hefe rehydriert und sie bei etwa 14°C dazugegeben. Dann habe ich jedoch das Gärfass in meine Tiefkühltruhe gestellt und weiter auf 9,5°C gekühlt (würde ich wohl nicht mehr so machen). Am 2. Tag waren dann keinerlei Aktivitäten erkennbar, so dass ich die Temperatur höher gestellt habe. Als abends dann immer noch nur die Bläschen vom Aufrühren bei Hefezugabe zu sehen waren, habe ich noch einmal dann auf 11°C erhöht. Heute morgen habe ich dann wieder geschaut (ca. 42h) und es sieht auf wie in dem PDF in diesem Thread (https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ead#unread) nach 62h. Es überweiselt also allmählich. Meine letzten Sude habe ich mit Brauereihefe gemacht, da funktioniert das mit den tiefen Temperaturen auch trotz des weiter runterkühlens. Aber die ging halt auch schon ab wenn man sie einfach nur aus dem Kühlschrank nahm und bei etwas höherer Temperatur abstellte (ohne Zugabe von Würze etc.). Die UG Trockenhefe ist dagegen kein Vergleich.
Aber Geduld lohnt sich.

Hoffe bei dir sieht es auch bald besser aus!

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#8

Beitrag von Pg1908 » Sonntag 5. Januar 2020, 11:59

ich seh leider nicht so gut rein weil der deckel ziemlich angelaufen/nass ist.. es passiert irgendwas weil der plastikdeckel ist auch schon leicht nach oben gedrückt (wenn ihrwisst wass ichmeine).. nur das blubbern fehlt.. glaub es blubbert sogar alle keine ahnung 10 min oder so vielleicht.

kann sein dass es einfach seeeehr langsam gärt? würd mich schon mal beruhigen.. hab bisher immer mit obergäriger vergärt und da war dann meistens ohne rehydrieren nach paar stunden schon schönes blubbern zu hören (ach wie mir dieses geräusch abgeht haha)

Benutzeravatar
hyper472
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 2765
Registriert: Freitag 2. Oktober 2015, 22:33
Wohnort: Nürnberg

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#9

Beitrag von hyper472 » Sonntag 5. Januar 2020, 13:05

Ja, ich war auch bei meinen ersten UG-Versuchen sehr beunruhigt, weil das so extrem schnarchig abgeht. Die Folge davon war, dass ich mir zwei Sude versaut habe, weil ich immer wieder rein geguckt hab.
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#10

Beitrag von Pg1908 » Sonntag 5. Januar 2020, 13:15

hyper472 hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 13:05
Ja, ich war auch bei meinen ersten UG-Versuchen sehr beunruhigt, weil das so extrem schnarchig abgeht. Die Folge davon war, dass ich mir zwei Sude versaut habe, weil ich immer wieder rein geguckt hab.
Viele Grüße, Henning
Wie meinst du versaut? Hab nur vorhin kurz den gärspund abgemacht und geschaut... leider noch nicht wirklich viel getan im Bottich :Mad2 schön langsam werd ich echt nervös :crying :crying :crying :crying

Sollte ich eventuell wärmer stellen? Problem ist dass mein neues inkbird erst nächste Woche geliefert wird :( könnte es nur durch abschalten des Kühlschrankes erwirken..

Was meint ihr?
Zuletzt geändert von Pg1908 am Sonntag 5. Januar 2020, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Sura
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 3341
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#11

Beitrag von Sura » Sonntag 5. Januar 2020, 14:50

Das mit dem umdrehen und Bauch nach oben würde ich nun nicht so unterschreiben. Aktuell hier, nach drei Tagen, von zwei aufgetreuten S23 (zwei Beutel auf 18l) und 10°C Temperatur seit dem anstellen: Kräusen sind drauf und die Gärung läuft erwartungsgemäß vor sich hin....

Untergärigen würde ich aber grundsätzlich 48h Zeit geben.
Nun sagst du was von 10°C, aber eine Temperaturkontrolle hast du nicht, und eine iSpindel oder Tilt oder so was hast du auch nicht. Wie kommst du zu der Annahme? Meiner Erfahrung können untergärige bei Temperaturschwankungen ziemlich zickig sein.....
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#12

Beitrag von Pg1908 » Sonntag 5. Januar 2020, 15:52

Sura hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 14:50
Das mit dem umdrehen und Bauch nach oben würde ich nun nicht so unterschreiben. Aktuell hier, nach drei Tagen, von zwei aufgetreuten S23 (zwei Beutel auf 18l) und 10°C Temperatur seit dem anstellen: Kräusen sind drauf und die Gärung läuft erwartungsgemäß vor sich hin....

Untergärigen würde ich aber grundsätzlich 48h Zeit geben.
Nun sagst du was von 10°C, aber eine Temperaturkontrolle hast du nicht, und eine iSpindel oder Tilt oder so was hast du auch nicht. Wie kommst du zu der Annahme? Meiner Erfahrung können untergärige bei Temperaturschwankungen ziemlich zickig sein.....
habe ein termometer drinnen und auch am gäreimer einen klebetermometer. inkbird hat leider lieferverzögerungen :/

blubbert es bei dir? oder ist das bei untergärigen sowieso nicht?

Benutzeravatar
hyper472
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 2765
Registriert: Freitag 2. Oktober 2015, 22:33
Wohnort: Nürnberg

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#13

Beitrag von hyper472 » Sonntag 5. Januar 2020, 15:55

Pg1908 hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 13:15
hyper472 hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 13:05
Ja, ich war auch bei meinen ersten UG-Versuchen sehr beunruhigt, weil das so extrem schnarchig abgeht. Die Folge davon war, dass ich mir zwei Sude versaut habe, weil ich immer wieder rein geguckt hab.
Viele Grüße, Henning
Wie meinst du versaut? Hab nur vorhin kurz den gärspund abgemacht und geschaut... leider noch nicht wirklich viel getan im Bottich :Mad2 schön langsam werd ich echt nervös :crying :crying :crying :crying

Sollte ich eventuell wärmer stellen? Problem ist dass mein neues inkbird erst nächste Woche geliefert wird :( könnte es nur durch abschalten des Kühlschrankes erwirken..

Was meint ihr?
Mit versaut meine ich, dass ich mir eine Infektion eingehandelt habe. Vermutlich, weil ich zu oft nachgesehen habe, ob die Gärung endlich anspringt.
Tipps zu UG kann ich Dir leider keine geben. Nach über 70 OG-Suden komme ich mir UG wieder vor wie ein Anfänger.
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Benutzeravatar
Sura
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 3341
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#14

Beitrag von Sura » Sonntag 5. Januar 2020, 15:58

Pg1908 hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 15:52
Sura hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 14:50
Das mit dem umdrehen und Bauch nach oben würde ich nun nicht so unterschreiben. Aktuell hier, nach drei Tagen, von zwei aufgetreuten S23 (zwei Beutel auf 18l) und 10°C Temperatur seit dem anstellen: Kräusen sind drauf und die Gärung läuft erwartungsgemäß vor sich hin....

Untergärigen würde ich aber grundsätzlich 48h Zeit geben.
Nun sagst du was von 10°C, aber eine Temperaturkontrolle hast du nicht, und eine iSpindel oder Tilt oder so was hast du auch nicht. Wie kommst du zu der Annahme? Meiner Erfahrung können untergärige bei Temperaturschwankungen ziemlich zickig sein.....
habe ein termometer drinnen und auch am gäreimer einen klebetermometer. inkbird hat leider lieferverzögerungen :/

blubbert es bei dir? oder ist das bei untergärigen sowieso nicht?
Das Blubbern sagt im Prinzip relativ wenig aus was tatsächlich passiert. Wenn es nicht blubbert kann auch einfach dein Deckel undicht sein, und wenn es blubbert kann auch eine Temperaturänderung dran Schuld sein.
Entspann sich, morgen um diese Zeit wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit was sehen können. Und lass den Eimer zu. Eine Möhre wächst auch nicht schneller wenn man dran zieht.
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#15

Beitrag von Pg1908 » Sonntag 5. Januar 2020, 16:19

ok. also abwarten und bier trinken und einfach messen nach und nach ... wäre schade wenn das ganze umsonst war.. :(

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#16

Beitrag von Pg1908 » Sonntag 5. Januar 2020, 19:39

mittlerweile meine ich etwas weiße flecken zu sehen durch den deckel. leider ist dieser ziemlich angelaufen daher sieht man nicht gut.. abgemacht hab ich jetzt nicht mehr..aber dennoch alles recht langsam im vergleich zu den bisherigen obergärigen..

wenn ich hier schon die spezialisten habe hätt ich noch eine kurze frage: ab wann macht es sinn dienersten messeunugen zu machen? 1 woche? 2 wochen? bzw wie lange braucht das ca in bzw wie lange kann das ca dauern? bin UG noch totaler noob 😅

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 295
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#17

Beitrag von Shortbreaker » Sonntag 5. Januar 2020, 20:14

Pauschal schwer zu sagen, aber ich würde zunächst weiter beobachten, da es dann ja auch irgendwann zu blubbern (Gährröhrchen) oder zu klappern (Gärglocke) anfangen sollte. Wenn diese Aktivität dann etwas weniger wird, würde ich mal messen und dann ggf. die Temperatur erhöhen zur Diacetylrast. Ich werde wohl etwa am Mittwoch mal messen. UG hat bei mir bisher auch nie so extrem lange gedauert. Ich peile so 2 Wochen bis zum Abfüllen an. Wenn es länger dauert ist es aber auch kein Beinbruch.

Ich bin jetzt aber auch kein Profi. Habe erst letztes Jahr angefangen zu Brauen und dies ist mein bisher 5. UG-Sud.

Benutzeravatar
Sura
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 3341
Registriert: Montag 2. November 2015, 22:37

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#18

Beitrag von Sura » Sonntag 5. Januar 2020, 22:17

Pg1908 hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 19:39
mittlerweile meine ich etwas weiße flecken zu sehen durch den deckel. leider ist dieser ziemlich angelaufen daher sieht man nicht gut.. abgemacht hab ich jetzt nicht mehr..aber dennoch alles recht langsam im vergleich zu den bisherigen obergärigen..
Ja.
Pg1908 hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 19:39
wenn ich hier schon die spezialisten habe hätt ich noch eine kurze frage: ab wann macht es sinn dienersten messeunugen zu machen? 1 woche? 2 wochen? bzw wie lange braucht das ca in bzw wie lange kann das ca dauern? bin UG noch totaler noob 😅
Naja, Grundsätzlich ist jede Messung während jeder Gärung eine zuviel. Die gern genommenen geschlossenen Eimer sind da keine Hilfe, weil man weder den Gärungsstart noch das Gärende gescheit visuell sehen kann. Wenn man das kann, dann bekommt man gegen Ende ein Bild einer sich klärenden Decke, ohne Schauminseln, und nur dem Schimmer von Hopfenölen. (Hopfenabhängig!)

Jetzt kann man das erstemal(!) messen. Da gibts mehrere Möglichkeiten:
- Zum Beispiel mit einem Refraktometer und langer(!) Pipette, welche man vielleicht auch durch das Loch des Gärspundes stecken und füllen kann. Der gemessene Wert ist relativ egal (Alkoholfehler hierbei aber nicht vergessen), hauptsache er ist ca. drei Tage später ziemlich gleich, und im erwarteten Rahmen des angepeilten EVG.
- Alternativ gibt man schon am Anfang ein Spindel mit in den Sud, die dann am Ende wieder zu sehen ist. Muss man nur wiederfinden und ablesen können, was halt schwierig ist bei undurchsichtigen Gefäßen. Ansonsten das selbe wie mit dem Refraktometer.
- Sonst gibts noch iSpindel oder Tilt oder ähnliches, da muss man garnicht ans Fass ran.
- Und was auch geht, ist nach dem auffinden des obigen Bildes drei Tage warten und dann abfüllen. Da muss man sich aber schon ziemlich sicher sein.

Zusätzlich kann man noch eine Diacetylrast machen, wobei die Notwendigkeit da individuell ist, aber auch selten schadet: Zum Gärende (letztes Drittel) einfach über 2-3 Tage auf 4-5 Grad wärmer gehen (Schrittweise!). Sollte aber passieren solange die Hefe noch was zu tun hat. Das Diacetyl wird dann abgebaut. Wenn man das nicht gut abschätzen kann weil man kein Tilt oder iSpindel drin schwimmen hat: Wenn die Kräusen grade zusammengefallen sind, dann wirds Zeit.

Zum Ende ist nochmal ein Coldcrash anzuraten, grade wenn es etwas klarer werden soll.

Also alles wie sonst auch, nur das man mehr Geduld und etwas mehr System braucht. Und hinterher brauchts auch wieder mehr Geduld als beim OG. Die Reifung darf ruhig deutlich mehr als zwei Wochen dauern.....

Alles nicht so einfach bei UG. :Greets
"Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem."
(Karl Valentin)

Benutzeravatar
hyper472
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 2765
Registriert: Freitag 2. Oktober 2015, 22:33
Wohnort: Nürnberg

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#19

Beitrag von hyper472 » Sonntag 5. Januar 2020, 22:40

Eine Variante zur Messung hat Kai ausgelassen: Du kannst auch mit einer 100ml-Spritze eine Probe abziehen. Die Spitze der Spritze vorher mit 70%igem Alk einsprühen.
Refraktometer halte ich für ebenso tückisch wie ug-Hefe für faul - aber das ist eine andere Diskussion, die hier nicht geführt werden muss. Nur für den Fall, dass Du kein Refraktometer hast.
Viele Grüße, Henning
"Das Bier aber macht das Fleisch des Menschen fett und gibt seinem Antlitz eine schöne Farbe durch die Kraft und den guten Saft des Getreides."
Hildegard von Bingen (1098-1179)

Benutzeravatar
Malzknecht
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 542
Registriert: Freitag 2. Juni 2017, 09:17
Wohnort: Ascheberg (Westf)

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#20

Beitrag von Malzknecht » Sonntag 5. Januar 2020, 22:53

Moin.

Wie schon gesagt wurde, lasse alles erstmal in Ruhe arbeiten. Wenn du dir bis jetzt noch keine Infektion eingefangen hast und die Temperatur tatsächlich konstant ist, dann wird das schon noch was werden. Ich habe vor einiger Zeit hier mal zusammengefasst, wie ich UG immer vergäre. Vielleicht hilft das ja. https://malzknecht.de/faq/#wie_vergaere ... riges_bier

Tipp fürs nächste Mal: Such mal nach Schnellvergärprobe (SVP). Das wird deine Ungeduld sicher stillen und hilft dir etwas bei der Einschätzung der Gärdauer bzw. beim Finden des frühesten Messzeitpunkts, sowie bei der Ermittlung des Gärendes deines Hauptsuds.

Gut Sud
Viele Grüße,
Tobi

Meine Rezeptbewertungen:
malzknecht.de

Benutzeravatar
Braufex
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 987
Registriert: Montag 6. August 2018, 22:22
Wohnort: Kreis Augsburg

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#21

Beitrag von Braufex » Montag 6. Januar 2020, 01:29

Malzknecht hat geschrieben:
Sonntag 5. Januar 2020, 22:53
Tipp fürs nächste Mal: Such mal nach Schnellvergärprobe (SVP). Das wird deine Ungeduld sicher stillen und hilft dir etwas bei der Einschätzung der Gärdauer bzw. beim Finden des frühesten Messzeitpunkts, sowie bei der Ermittlung des Gärendes deines Hauptsuds.
Hier der Link zu dem Thread, den Malzknecht meint:
Bestimmung EVG/SVG schnell gemacht - ein Tipp
Mach ich bei jedem Sud, wenig Aufwand - großer Nutzen

Gruß Erwin

Benutzeravatar
Boludo
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 18353
Registriert: Mittwoch 12. November 2008, 20:55

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#22

Beitrag von Boludo » Montag 6. Januar 2020, 08:04

3470 Trockenhefe ist bei erster Führung nicht einfach.
Unbedingt rehydrieren und mindestens 1g/Liter. Außerdem würde ich bei 11°C anstellen und nicht unter 12°C vergären. Ab der Hälfte des Extraktabbaus würde ich auf 14°C erhöhen.
Richtig Freude hat man mit dieser Hefe erst ab der zweiten Führung.
Untergärige Hefe trocknen ist ziemlich tricky.
Dementsprechend wichtig ist das Rehydrieren. Das hat irgendwas mit der unterschiedlichen Zellwand zu tun, das Doemens Seminar ist leider zu lange her, um mich genau daran zu erinnern.

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 295
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#23

Beitrag von Shortbreaker » Montag 6. Januar 2020, 08:46

Ja, das mit der Trockenhefe war bei mir auch eher ein Versuch, weil ich sie als Notfallhefe da hatte und jetzt über die Jahre die Brauerei nicht nerven wollte. Zukünftig werde ich zunächst die Erntehefe nutzen oder danach dann wieder versuchen Brauereihefe zu bekommen. Alternativ vielleicht auch beim Braupartner die Flüssighefe UG mal testen. Da sollten ja 200ml für 25l ausreichend sein (sofern die auch 1,5 000 000 000 Zellen/ml enthält). Oder dann halt gleich 2 x 200ml á 4,70€ bestellen und dann gleich auf 30l oder mehr gehen. Preislich auch kein Unterschied, aber halt leider weniger spontan...
Mit den Obergärigen von dort habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, vielleicht nutzt ja schon jemand die UG Flüssighefe?

Benutzeravatar
ggansde
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 6424
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#24

Beitrag von ggansde » Montag 6. Januar 2020, 09:11

Boludo hat geschrieben:
Montag 6. Januar 2020, 08:04
3470 Trockenhefe ist bei erster Führung nicht einfach.
Unbedingt rehydrieren und mindestens 1g/Liter. Außerdem würde ich bei 11°C anstellen und nicht unter 12°C vergären. Ab der Hälfte des Extraktabbaus würde ich auf 14°C erhöhen.
Richtig Freude hat man mit dieser Hefe erst ab der zweiten Führung.
Untergärige Hefe trocknen ist ziemlich tricky.
Dementsprechend wichtig ist das Rehydrieren. Das hat irgendwas mit der unterschiedlichen Zellwand zu tun, das Doemens Seminar ist leider zu lange her, um mich genau daran zu erinnern.
Moin,
ich würde mit dieser Trockenhefe immer einen Starter machen. Der Vorteil ist, je mehr Hefe ich nehme, desto kleiner kann der Starter sein. 24h würde ich den aber auf alle Fälle ziehen.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#25

Beitrag von Pg1908 » Montag 6. Januar 2020, 09:54

Danke Leute!

das mit der spritze als Schnellvergärprobe ist ja genial. so einfach und so hilfreich 🙉
DANKE DANKE!

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#26

Beitrag von Pg1908 » Donnerstag 9. Januar 2020, 20:25

iwie richt es komisch im kühlschrank. blubert seit dienstsg vor sich hin bei 12grad temperatur. schaumdecke auch noch dicht vorhanden. aber iwie macht mir der komische geruch zu schafffn. leicht säuerlich. ist das normal? bislang hatte ich nur OG Sude und das in einem Raum offen stehen.. ist das nur weil jz alles im „kleinen Kühlschrank“ ist anstatt sich im ganzen raum vertrilt. O Gott. wäre sonschade wenn das alles umsonst war :(

Benutzeravatar
ggansde
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 6424
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#27

Beitrag von ggansde » Donnerstag 9. Januar 2020, 20:27

Menno, jetzt lass es doch Mal gut sein. Zu ändern ist da eh nichts mehr. Warte einfach ab.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#28

Beitrag von Pg1908 » Donnerstag 9. Januar 2020, 20:54

ggansde hat geschrieben:
Donnerstag 9. Januar 2020, 20:27
Menno, jetzt lass es doch Mal gut sein. Zu ändern ist da eh nichts mehr. Warte einfach ab.
VG, Markus
das beantwortet leider nicht leine frage. man kann doch andere nach deren erfahrungen fragen. ist ja schließlich zweck eines forums :)

Benutzeravatar
ggansde
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 6424
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#29

Beitrag von ggansde » Donnerstag 9. Januar 2020, 21:19

Diese Frage kann Dir aber niemand seriös beantworten. Hättest Du gesagt, dass es nach faulen Eiern riecht hätte ich Dir gesagt, dass es normal ist.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Benutzeravatar
Malzknecht
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 542
Registriert: Freitag 2. Juni 2017, 09:17
Wohnort: Ascheberg (Westf)

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#30

Beitrag von Malzknecht » Donnerstag 9. Januar 2020, 23:33

Ich erinnere mich an mein erstes UG wo ich auch verdutzt war, warum es so abartig stinkt (hatte glaube ich sogar auch im Forum gefragt, wie du :-) ). Wie Markus schon geschrieben hat, ist dieser Schwefelgeruch (den du wahrscheinlich meinst) vollkommen normal. Lass es einfach weitergären...
Viele Grüße,
Tobi

Meine Rezeptbewertungen:
malzknecht.de

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#31

Beitrag von Pg1908 » Freitag 10. Januar 2020, 07:08

ok danke leute :)
beruhigt mich wieder einigermaßen haha :))

Benutzeravatar
Barney Gumble
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1520
Registriert: Freitag 20. August 2010, 15:46
Wohnort: Minga

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#32

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 10. Januar 2020, 09:13

Mit den Jahren als Hobbybrauer stumpfs Du da ab und nimmst esvgar nicht mehr wahr..🤗
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#33

Beitrag von Pg1908 » Freitag 17. Januar 2020, 14:56

hallo zusammen. fast 2 wochen sind nun vergangen.

daten zum sud:
11,1 grad Brix
3.01.2020

15.01.2020 - 7,0 brix
17.01.2020 - 7,0 brix

vergoren bei 10-12 grad durchgehend.

verwendete hefe wie schon erwhähnt 2 päckchen trockenhefe Fermentis Saflager W-34/70.

iwie kommt mir 7.0 brix noch sehr hoch vor.. laut fabier folgende stats (anbei)

gerade auch einen schluck verköstigt... schmeckt im vergleich zu den vorherigen obergärigen suden traumhaft. allerdings mach ich mir sorgen dass es dann bei etwas wärmere nachgärung noch nachgärt und der druck zu hoch wird in der flasche. welche erfahrungen habt ihr gemacht mit der Fermentis Saflager W-34/70? vergärt diese einfach nicht weiter? kurze anmerkung noch: ich hab sie nicht rehydriert.. hab sie einfach auf die abgekühlte würze gestreut :)

danke vorab und LG
Dateianhänge
ED3E5E98-AC3A-42FB-9B2F-8BB1C2CC9022.jpeg

Benutzeravatar
Malzknecht
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 542
Registriert: Freitag 2. Juni 2017, 09:17
Wohnort: Ascheberg (Westf)

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#34

Beitrag von Malzknecht » Freitag 17. Januar 2020, 15:08

Du kannst die gegen Ende der Hauptgärung ruhig wärmer stellen. Ich würde sie jetzt auf 14°C hochfahren, aber langsam. In kleinen Schritten innerhalb von 5 Tagen. Danach noch 2 Mal im Abstand von 3 Tagen messen. Wenn es dann immer noch so gering ist, dann melde dich noch einmal.
Viele Grüße,
Tobi

Meine Rezeptbewertungen:
malzknecht.de

Benutzeravatar
ggansde
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 6424
Registriert: Mittwoch 9. November 2005, 16:25
Wohnort: Rodgau

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#35

Beitrag von ggansde » Freitag 17. Januar 2020, 15:11

Moin,
es müsste ja pappsüß schmecken. Falls nicht, gibt es wohl einen Rechen- oder Messfehler.
VG, Markus
"Durst ist schlimmer als Heimweh"
Insofern dieser Beitrag nicht durch MOD MODE ON gekennzeichnet ist, enthält er lediglich die Meinung eines gewöhnlichen Benutzers

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#36

Beitrag von Pg1908 » Freitag 17. Januar 2020, 16:06

Malzknecht hat geschrieben:
Freitag 17. Januar 2020, 15:08
Du kannst die gegen Ende der Hauptgärung ruhig wärmer stellen. Ich würde sie jetzt auf 14°C hochfahren, aber langsam. In kleinen Schritten innerhalb von 5 Tagen. Danach noch 2 Mal im Abstand von 3 Tagen messen. Wenn es dann immer noch so gering ist, dann melde dich noch einmal.
problem ist dass es im raum selbst nur 12grad ht und ich keine heizmatte habe. 😅

Benutzeravatar
DerDerDasBierBraut
HBCon Supporter
HBCon Supporter
Beiträge: 7253
Registriert: Donnerstag 2. Juni 2016, 20:51
Wohnort: Ahrensburg

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#37

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 17. Januar 2020, 16:11

Pg1908 hat geschrieben:
Freitag 17. Januar 2020, 16:06

problem ist dass es im raum selbst nur 12grad ht und ich keine heizmatte habe. 😅
Na dann ab in die Zoohandlung und wahlweise eine Legehenne oder ein Terrariumheizkabel kaufen.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
-----------
Viele Grüße
Jens

Interesse an Flüssighefen ... ? Aus Zeitgründen derzeit kein Hefeversand.

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 295
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#38

Beitrag von Shortbreaker » Freitag 17. Januar 2020, 16:20

Naja, mein Bier, dass zur selben Zeit angestellt wurde und bei etwa 50% EVG auf 14°C und mittlerweile sogar auf 15,5°C gebracht wurde steht jetzt auch nicht viel besser da. Wenn die 65% Vergärungsgrad bei dir stimmen, dann würde ich auch nicht mehr allzu viel Süße erwarten.
Ist halt die Frage, ob diese Berechnung zu deinem Refraktometer passt. Mit dieser Standardformel ergeben sich bei mir immer deutlich niedrigere Restextraktwerte als dann mit der Spindel gemessen. Dafür zeigt mein Refraktometer die Stammwürze ziemlich präzise, also ohne Umrechnung (Refraktometer- = Spindelwert) an. Deswegen nutze ich die Kleierformel, die bei mir zu deutlich größerer Übereinstimmung zu meiner Spindel (die ich auch schon mit Zuckerwasser geprüft habe) führt:
Kleier.JPG
Ich gehe davon aus, dass sich auch bei mir nicht mehr viel tun wird und ich dann bald abfüllen kann. Allerdings ist die Kleier Form zwar genauer, jedoch auch nicht 100% perfekt. Manchmal komme ich auf den selben Wert, manchmal auch auf einen anderen. Das hängt wohl mit der Stammwürze und auch dem Alkoholgehalt zusammen. Letztens bei einem Lager, da hat es 100% gepasst und bei einem Weizenbock, da zeigte die Spindel deutlich weniger Restextrakt an.
Ich werde jetzt wohl mal die Spindel ins Gärfass legen und das ganze gegenchecken...

Pg1908
Posting Junior
Posting Junior
Beiträge: 32
Registriert: Freitag 16. November 2018, 23:11

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#39

Beitrag von Pg1908 » Samstag 18. Januar 2020, 08:17

danke für die antowrten!
ich war nur ein wenig verunsichert weil eben noch 7 Brix über sind. während der „Hochgärungszeit“ (<— keine ahnung ob man das so nennt 😅) hat es eig konstant geblubbert und alles hat dann wirklich gut ausgesehen.

unter den Profis von euch noch eine Frage: kann man das abfüllen oder hab ich dann die gefahr von flaschenbomben wenn die temperatur dann in den flaschen steigen sollte? 😅

da ich nämlich von der verkostungsprobr echt angetan war würde ich sonst einfach abfüllen. oder soll ich einfach noch eine woche warten?

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 295
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärungsstart untergäriges Bier

#40

Beitrag von Shortbreaker » Samstag 18. Januar 2020, 08:33

Warte lieber noch die Woche. Wenn sich doch noch was tut, auch wenn es nur ein bisschen ist, dann versaust du dir vielleicht damit das Geschmackserlebnis, weil du ein viel zu stark prickelndes Bier hast. Die Flaschen wird es nicht unbedingt gleich zerreißen, aber wenn du die Woche hast, schadet das auch nichts.
Ich lass meines auch lieber noch eine Woche stehen nur um sicher zu gehen. Wollte ja eigentlich meine Spindel im Gärfass versenken, aber leider ist sie viel zu lang und steht so am Boden bereits an.
Nächste Woche bin ich dann aber sicher, dass die Gärung durch ist.
Gruß
Tobias

Antworten