Unter Druck Vergären !?

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Thomas.wien
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Unter Druck Vergären !?

#1

Beitrag von Thomas.wien » Donnerstag 13. Februar 2020, 19:28

Hy liebe Braufreunde,

ich hab jetzt nach langem Warten endlich das "Blowtie" Spunding Valve von Kegland. :thumbsup
In kombination mit dem Fermentersaurus "Snub Nose" will ich damit unter Druck Vergären, bzw. nach den ersten Tagen druckloser Vergärung den Blowtie draufpacken. Nach Ende der HG in komplett mit CO2 gefüllten Kegs ( mit CO2 das Starsan aus dem Keg Drücken) = komplett Sauerstofffrei, von NC zu NC umdrücken.

Zu meiner Frage!?
Gibts im Prinzip einen Standartdruck für die Gärung oder ist das bei Ober/Untergärig unterschiedlich ? Wieviel Bar/Psi ?
Und wann ist es am besten das Spundventil draufzupacken?

LG

konkret
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Re: Unter Druck Vergären !?

#2

Beitrag von konkret » Donnerstag 13. Februar 2020, 19:42


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Re: Unter Druck Vergären !?

#3

Beitrag von konkret » Donnerstag 13. Februar 2020, 19:48


konkret
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Re: Unter Druck Vergären !?

#4

Beitrag von konkret » Donnerstag 13. Februar 2020, 20:02


Thomas.wien
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Re: Unter Druck Vergären !?

#5

Beitrag von Thomas.wien » Donnerstag 13. Februar 2020, 20:18

Danke für die Links!

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Re: Unter Druck Vergären !?

#6

Beitrag von Thomas.wien » Freitag 14. Februar 2020, 06:37

Mir gehts weniger darum die Gärung zu manipulieren bzw weniger Ester zu erzeugen.
Es ist mehr die Idee das ich das Bier Sauerstoffarm/Sauerstofffrei bis ins Keg bekomme und idealerweise schon im Fermenter den Großteil der Co2 Sättigung ins Bier bekomm. Wenn ich in Kegs abfülle dann spunde ich immer mit 0,9 bis 1,1 Bar, weil ich nen Keezer im Wohnzimmer hab und daraus Zapfe. (Druck haut mit der leitungslänge hin)

In den Artikeln der Links wird ja von 1,5-2 Bar gesprochen. Verstehe das nicht! dann Wäre mein Bier ja für den Keezer Überkarboniesiert oda ?
Hab gestern mal den Blowtie auf 1 Bar/Ca. 14,5 Psi geregelt und am Abend auf mein Pills das nun die 1. Woche in der Gärung mir Gärspund war gesteckt.
Heute Früh war der Druck schon bei 8 Psi. Ne woche hab ich ja noch vor mir und dann wird mit Transfer-NC-Kupplung ins vorgespannte Keg(Druckausgleich übers Spundingvalve) gedrückt sofern der Gravity 3 Tage konstant ist.

Soll ich was anders machen ?

LG

konkret
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Re: Unter Druck Vergären !?

#7

Beitrag von konkret » Mittwoch 19. Februar 2020, 08:37

Druck im Keg und gelöstes CO2 ist immer von der Temperatur abhängig. Je höher die Temperatur im Keg/Fermenter desto höher muß der Druck im Keg/Fermenter sein um die gleiche Menge CO2 zu binden.
Wenn du mit 14PSI bei 20 Grad zu Ende gärst, dann hast du nur wenig CO2 im Bier. Wenn du das dann wieder im Kühlschrank bei 5 Grad ans CO2 anschließt dann wird das Bier weiter aufkarbonisiert (Siehe Zwangskarbonisierung).
Alle Druckangaben ohne Temperatur sind wenig aussagekräftig (siehe Spundungstabelle).
bzw. siehe vorgehen bei Grünschlauchen.

konkret
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Re: Unter Druck Vergären !?

#8

Beitrag von konkret » Mittwoch 19. Februar 2020, 10:47

Zuletzt geändert von konkret am Mittwoch 19. Februar 2020, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.

konkret
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Re: Unter Druck Vergären !?

#9

Beitrag von konkret » Mittwoch 19. Februar 2020, 10:47

Zuletzt geändert von konkret am Mittwoch 19. Februar 2020, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Unter Druck Vergären !?

#10

Beitrag von konkret » Mittwoch 19. Februar 2020, 10:50


Harplip
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Re: Unter Druck Vergären !?

#11

Beitrag von Harplip » Samstag 14. März 2020, 10:24

Hallo, auch ich suche die richtige lösung zur Zwangskarbonisierung... Leider ist hier wohl keiner in der Lage eine richtige
und eindeutige Gebrauchsanweisung zu diesem Thema zu geben... das was ich lese mit bedauern ist erstmal pi mal Daumen... wenn mit speise oder Zucker karbonisiert wird ist es nach standart nachzuvollziehen... wäre schön wenn doch mal ein vernüftige Beschreibung abgeliefert wird und nicht nur die Spundungstabelle, denn danach hätte auch ich alles richtig gemacht... auch das 5min. rollen und schütteln ist keine genaue angabe... schade Gruß Walter

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Re: Unter Druck Vergären !?

#12

Beitrag von VolT Bräu » Samstag 14. März 2020, 11:17

Bevor Du Dich in die Opferrolle begibst und Dich über mangelnde Solidarität beklagst, sag doch erst einmal wo das Problem liegt bzw was Du gemacht hast.

Genau wie man bei Nachvergärung mit Zucker/Speise die Berechnung anhand der Temperatur durchführen kann, berechnet sich der CO2 Gehalt im Keg anhand von Temperatur über die Spundungstabelle.
Mit einem Spundventil (Druckmessung) und einem Thermometer kann man den CO2 Gehalt bestimmen. Dazu gehört auch etwas Geduld, weil sich das nicht unbedingt sofort einstellt. Das schütteln hat den Zweck das CO2 schnell zu lösen, d. h. die Wartezeit bis sich die endgültige Karbonisierung einstellt, wird reduziert.

Edit: Gerade gesehen - es gibt noch einen zweiten Thread dazu. Zwangskarbonisierung passt auch nicht zum Titel, also besser dort weiter.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: Unter Druck Vergären !?

#13

Beitrag von Harplip » Samstag 14. März 2020, 12:32

Hallo, hast du eine richtige Anleitung für die Abfüllung in NC-Kegs?
ich habe 2 Kegs gefüllt mit Weizen und eins mit Hellen untergärig... beide haben einfach zu wenig Co2...
beide HG und dann auf 2° runtergekühlt
dann in die Kegs (vorher kurz mit Co2 gefüllt) 2min. bei 3°
sowie 10 min. gerollt und 1 Tag mit 3bar bei 2° ...

leider keinen Druck und mit einem Picknick-Hahn gezapft...
Ergebnis nur Schaum und nur einwenig Co2...
Ziel ist das Helle bei 5,5g/l und Weizen bei 6,5g/l
Was kann man jetzt noch machen ohne das Bier gleich ins Klo zu schütten?
Gruß
Walter aus Hamm

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Re: Unter Druck Vergären !?

#14

Beitrag von JokerPs » Samstag 14. März 2020, 13:15

Hmm. Wie wäre es mit .... warten? Gib mal eine Woche 1 3 bar bei 3 Gard. Dann wird das schon.

Gruss
Mike

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Re: Unter Druck Vergären !?

#15

Beitrag von ggansde » Samstag 14. März 2020, 13:28

Harplip hat geschrieben:
Samstag 14. März 2020, 12:32
leider keinen Druck und mit einem Picknick-Hahn gezapft...
Ergebnis nur Schaum und nur einwenig Co2...
Hört sich für mich wie ein Problem beim Zapfen an. Das Bier vermutlich total überkarbonisiert. Dann nur Schaum im Glas und entsprechend kein Bitzel.
VG, Markus
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Re: Unter Druck Vergären !?

#16

Beitrag von Kleinenhainer » Samstag 14. März 2020, 13:30

Ist ein Picknikhahn diese Geschichte Kupplung-Schlauch- Ventil?
Da ist der Durchlass am Ende wie eine Düse. Damit Bier ohne Schaumorgie zu Zapfen ist naturgemäß sehr schwer.
Das hat dann auch nur bedingt mit der Sättigung und dem Druck im Fass zu tun. Ich hab so was mal geschenkt bekommen und hab es in die große Ablage gelegt, weil man damit nur Saft zapfen kann, ohne Sprudeleffekt. Das vorher mühsam gelöste CO2 wird immer ausgetrieben. Sowohl in dem dünnen Schlauch als auch nochmal so richtig in der "Tülle", mehr Verwirbelung geht ja kaum, das ist mehr wie eine Wasserstrahlpumpe als ein Zapfhahn.
Da gibt es hier viel geschriebenes Material zu, z.B. unter Kompensatorhahn Zapfen usw. zu finden.
Wegen falscher Sättigung muss auch kein Bier in den Ausguß, man kann immer was machen. Aufspunden, Karbonisieren, über mehrere Tage Druck ablassen- also das wird nicht das Problem.
Wieviel Druck ist denn jetzt konkret auf dem KEG und welche Temperatur hat es? Weil "kein Druck" und gleichzeitig "nur Schaum" passt ja nicht zusammen.
Halt die KEGs doch erstmal bei 9°C und 1,2bar. Und warte erstmal ab!
Vielleicht findest Du in der Zeit einen vernünftigen Zapfhahn oder besser noch Kompensatorhahn.
Dann wird das schon!
Thomas

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Re: Unter Druck Vergären !?

#17

Beitrag von VolT Bräu » Samstag 14. März 2020, 15:50

...und am besten erst mal das helle. Weizen ist sowieso noch mal schwieriger zu zapfen.
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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