Mehrere batches in einem Fass

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DeHorst
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Mehrere batches in einem Fass

#1

Beitrag von DeHorst » Donnerstag 23. April 2020, 23:27

Servus und Hallo.

Da sich das ganze mit der momentanen Lage ja noch etwas weiter zieht, hab ich etwas Zeit und würde gern einmal versuchen Bier im KEG Reifen zu lassen.
Dann könnte ich mal meine Schankanlage anschließen.

Jetzt hab ich kein Dippe um ein Batch von 60/70 Liter zu kochen. Somit müsste ich auf 2x oder gar 3 mal kochen.
lagermöglichkeit hab ich zu hauf.
Gärbottiche auch.

Mir stellt sich jetzt die Frage, ob das eine gute Idee ist sich ein großes Fassle her zu nehmen um sagen wir mal 100l zu gleich zu vergären und dann in KEG's abzufüllen.
Sprich die Würze miteinander verschneiden.(vom gleichen Typ, selbes Rezept)

Danke schonmal

Grüßle, DeHorst
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#2

Beitrag von bwanapombe » Freitag 24. April 2020, 10:43

Hallo DeHorst,

spricht erstmal nichts dagegen. Vorteile sehe ich vor allem, dass die zwei folgenden Sude allerfeinste frische Hefe (Kräusen) bekommen könnten.

Was ist denn jetzt Deine Alternative? Sprich: Wo würde das Bier denn sonst reifen?

Dirk
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Barney Gumble
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#3

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 24. April 2020, 12:01

Klingt auch für mich erstmal nach einer guten Idee. Plätschern halt vermeiden und keine zu großen T-Stürze/-Sprünge riskieren.
Vielleicht nur nicht unbedingt nach kompletter Endvergärung.
Ob die Hefe, die bei komplett endvergoren eh schon geschwächt wäre, ein 'aufwürzen' mit hohem Zuckergehalt (Osmose..) dann wieder gut findet, müssen die Hefe-Streichler hier beantworten, da bin ich zu wenig Experte.
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#4

Beitrag von bwanapombe » Freitag 24. April 2020, 12:21

Barney Gumble hat geschrieben:
Freitag 24. April 2020, 12:01
Klingt auch für mich erstmal nach einer guten Idee. Plätschern halt vermeiden und keine zu großen T-Stürze/-Sprünge riskieren.
Vielleicht nur nicht unbedingt nach kompletter Endvergärung.
Ob die Hefe, die bei komplett endvergoren eh schon geschwächt wäre, ein 'aufwürzen' mit hohem Zuckergehalt (Osmose..) dann wieder gut findet, müssen die Hefe-Streichler hier beantworten, da bin ich zu wenig Experte.
Hallo Barney Gumble,

das ist der große Vorteil, Hochkräusen für den nächsten Sud zu verwenden, dass die Hefe, die vitalste ist, die man bekommen kann. Solange ich noch nicht habe ankommen lassen - also über die Anstelltemperatur gegangen bin -, ist die Temperatur im ersten Sud mit der im zweiten identisch.

Man muß die Brautage nur zeitlich gut legen, also mit dem zweiten nicht erst warten, wenn der erste Sud ausgegoren ist. Und man braucht Gärbehälter in ausreichender Anzahl oder Größe, so dass die Gärung teilweise gleichzeitig laufen kann.

Dirk
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#5

Beitrag von DeHorst » Freitag 24. April 2020, 13:30

Servus,
Danke schonmal für die vielen Antworten.

Ich reife mein Bier normalerweise im gäreimer das sind so ca 12-15liter die kommen dan in Flaschen.....

Ich würde aber gern mal ein paar 30l keg voll machen.
würze würde ich an einem Tag kochen dauert bestimmt eine halbe Ewigkeit bei 4-5x kochen aber das ist mir egal.

Das würde dann auch alles zusammen vergoren werden, nicht wie befürchtet auf mehrere Tage aufgeteilt in das große Fass rein kommen.

Ich hab nur bedenken gehabt das mir die würzen irgendwie miteinander stichelen. Wegen den Hopfen und des auskochens. Da ich ja außer einem termometer und einem messstab so gut wie keine kontrolleinrichtungen verwende. Naja Jod noch aber sonst Koch ich auf Gas in einem alten kupfernen Dippen. Würze hab ich auch noch nie gemessen..... Ich liter die fertige Würze halt immer auf, dass ich auf meine Liter komme.

Ich schau mal wie ichs mach, binn aber für Ratschläge und Ideen offen.
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#6

Beitrag von bwanapombe » Freitag 24. April 2020, 14:15

Verstehe ich das richtig, Du hast einen Gärbehälter, mit dessen Inhalt Du mehrere 30-l-Fässer füllen kanst? Oder willst Du im Keg gären?

Dirk
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#7

Beitrag von DeHorst » Freitag 24. April 2020, 14:31

Ich hab ein 180 Liter speidel und da kommt das alles rein. Wird dan vergoren und zur carbonisierung ins KEG gegeben.

So hab ich mir das zumindestens gedacht.
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#8

Beitrag von Barney Gumble » Freitag 24. April 2020, 14:42

:thumbup 180 L cool wusste gar nicht dass es so Riesenoschies gibt von Speidel.
OK, dann hätten wir Dich missverstanden, Du haust alles an einem Tag/Nacht hintereinander da rein.
Außer komplizierterer IBU-, und EBC-Rechnung fällt mir nichts ein, warum man das nicht machen dürfte.
Schau nur (neben Sauerstoff s. o.) dass Du auch alles gut vermischt kriegst und mach einen mega-Starter..
Think big :thumbup :thumbsup :thumbup
VG
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#9

Beitrag von Bilbobreu » Freitag 24. April 2020, 14:46

Moin,
die Technik, die Du meinst, nennt sich im Brauerdeutsch Drauflassen. Zu dem Begriff solltest Du über die Suche eigentlich auch hier im Forum einiges finden. Als Kurzfassung: Ersten Sud ganz normal nach Abkühlen auf Gärtemperatur mit der Hefe anstellen. Den zweiten Sud 24-48 Stunden später wieder entsprechend auf Gärtemperatur runtergekühlt drauflassen und so weiter....
Gruß
Stefan

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Re: Mehrere batches in einem Fass

#10

Beitrag von DeHorst » Freitag 24. April 2020, 19:46

@ Barney Gumble, doch doch gibt glaube ich sogar 2000l Apfelwein lagertanks.

@Bilbobreu, danke
ich les mich da mal rein und schau ob ichs besser über 2-3 Tage ziehe oder in einem Rutsch runter Reis.
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#11

Beitrag von uli74 » Samstag 25. April 2020, 12:11

Wenn dann würde ich das schnellstmöglich durchziehen. Immer wieder das Gärfass öffnen, Würze reinkippen... erhöht das Risiko einer Infektion deutlich.
Gruss

Uli

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Re: Mehrere batches in einem Fass

#12

Beitrag von bwanapombe » Samstag 25. April 2020, 12:40

Sobald der erste Sud im Hochkräusenstadium gärt und erst dann der nächste abgkühlt hinzugefügt wird, ist man aus dem Gröbsten raus. Die Hefe ist dann höchstaktiv. Die kristische Phase liegt zwischen Abkühlen und Ankommen. Mit anderen Worten: Um Infektionsrisiko zu vermeiden, idealerweise den zweitenSud zum richtigen Zeitpunkt fertig haben.

Dirk
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#13

Beitrag von DeHorst » Samstag 25. April 2020, 19:40

Ich hab noch zwei "Lehrlinge" aktiviert, die kochen simultan würze das wir drei 20l batches fertig haben....
Dan schaffen wir ein Fass 60liter auf einem Abend.
sollte das funktionieren und das Bier wird was, steigern wir die Menge.
Mal schauen, aber denke das wird schon
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#14

Beitrag von bwanapombe » Samstag 25. April 2020, 20:05

Viel Erfolg, wünsche ich Euch!

Dirk
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Re: Mehrere batches in einem Fass

#15

Beitrag von DeHorst » Sonntag 26. April 2020, 09:24

Danke Dirk
Grüßle, DeHorst :Drink

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Re: Mehrere batches in einem Fass

#16

Beitrag von Sebasstian » Sonntag 26. April 2020, 11:55

Denk dran, dass du so die dreifache Menge Hefe/Starter brauchst im Vergleich zum Drauflassen nach je 24h-48h.
Grüße,
Sebastian

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Re: Mehrere batches in einem Fass

#17

Beitrag von DeHorst » Sonntag 26. April 2020, 17:47

Mach ich Sebastian 👍
Grüßle, DeHorst :Drink

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