Hauptgärung NC KEG

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Bjiane
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Hauptgärung NC KEG

#1

Beitrag von Bjiane » Sonntag 28. Juni 2020, 14:01

Moin Hobbybrauer,

folgenden Sachverhalt habe ich für mich zu klären mit Hilfe sachkundiger Beiträge:

Kurzbeschreibung:
Brauanlage: 70L Maischetopf mit Rührwerk , 100l Topf zum Würzekochen.
Gärung: Im Keller (Neubau, in Winter 17 Grad C, im Sommer bis 19 Grad Celsius) leider zu warm :-( und in Plastikeimern.
Reifung: wenig Flaschen, NC Fässer (9 Stk) in einer geregelten Tiefkühle bei 3Grad C, Fassungsvermögen 4 KEGs und ein paar Flaschen.
Fazit: Die Gärung macht das Bier...... hatte schon unglaublich gute Biere vom Fass dabei mit wenig Fehlaromen, aber ich bekomme keine Konstanz in meine Brauerei :Grübel

Mein Ziel: Temperaturkontrolliert zu vergären. Dafür ( und für das Brauerherz ) habe ich mir einen SS Brewbucket gekauft, so zum Start in die neue Ära der Gärung (muss ja auch mal vom Plastik wegkommen ).

Leider musste ich feststellen, daß der Bucket nur einmal in meine Tiefkühle passt ......aber es passen 4 NC Fässer rein.
Meine Überlegung:
Die Hauptgärung in den NC Fässern zu machen ( mit abgesägtem Steigrohr) und dann umzudrucken in die Zapffässer zur Nachgärung.
Frage:
1. Könnte ich das so machen?
2. Wenn ja, wieviel muss ich von dem Steigrohr absägen?
3. Gibt es etwas was dagegen spricht?

Vielen Dank für Eure Gedanken
Bjiane

Sebasstian
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Re: Hauptgärung NC KEG

#2

Beitrag von Sebasstian » Sonntag 28. Juni 2020, 14:16

Hallo,
ich hätte Bedenken dass dir die Hefe alles zuschmoddert. Da wird es fast egal sein ob das Steigrohr abgeschnitten ist oder nicht. Hauptgärung im NC Keg unter Druck und anschließend umdrücken halte ich für problematisch wg. der Hefemenge.
Mal so grundsätzlich: was ist für dich genau der Unterschied zw. Hauptgärung und Nachgärung wenn beides im Keg stattfindet? Is ja nicht so klar definiert, deswegen frag ich nach deiner Definition.
Eine Variante die ich mir vorstellen könnte, wäre eine offene (Haupt)-Gärung im Keg ohne Steigrohr. Kurz vor Gärende (grün schlauchen, ohne Zucker) oder nach Gärende (mit Zucker/Speise) dann von oben abziehen in zweites Keg mit Steigrohr und unter zunehmendem Druck eine Karbonisierung mit Spundventil. Danach ganz runter von der Hefe, in ein drittes Keg umdrücken zur Reifung.
Grüße,
Sebastian

Bjiane
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Re: Hauptgärung NC KEG

#3

Beitrag von Bjiane » Sonntag 28. Juni 2020, 21:03

Danke für die Antwort,
Zur Erklärung, ich wollte nicht mit Druck vergären. Ich wollte auf den Gasanschluss mit Stecker eine Schlauch in eine mit Wasser gefühlte Karaffe stecken, damit es von der Raumluft getrennt ist.
Zum "Schmodder": Ich vergäre ja temperaturkontrolliert in der Tiefkühle. Da wollte ich zum Ende hin für 2 Tage auf 1 Grad gehen und Cold Crash betreiben. Ausserdem bewege ich das KRG vor dem Umdrücken nicht mehr. Es bleibt Ja in der Tiefkühle stehen.
Nach der Hauptgärung wollte ich einfach CO2 auf das Bier drücken, bis es ausreichend karbonisiert ist. In 3-5 Schritten klappt das prima.
(keine Speise, kein Zucker und damit auch weniger abgesetzte Hefe im zu zapfenden Fass. (nur einmal umdrucken )
Ich hoffe es ist ein wenig klarer geworden, wie ich den Prozess gestallten möchte.
Bjiane

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