Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

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Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#1

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 08:46

Hallo zusammen,

Ich habe in den letzten Tagen zwei Sude angesetzt.
Bei dem zweiten hat die Gärung erst nach etwa 24h (14.9. abends) sehr zögerlich eingesetzt und war auch am 16.9. abends schon wieder durch (jedenfalls nach dem Gärröhrchen) während beim ersten Sud es im Röhrchen immer noch blubbert.

Daten zu den Suden:
1. Sud:
Brautag 11.9. abends
Hefegabe 12.9. morgens (3g US Westcoast Bier Kwik Hefe)
Sudtemperatur bei Hefegabe nicht gemessen. Müsste gleich der Zimmertemperatur 21 Grad gewesen sein.

200g Wiener Malz
200g Münchner Malz
20g Carahell
Hauptguss 1,2l
Nachguss 0,8l

Einmaischen bei 50 Grad.
Dann Kombirast bei 70 Grad für 60 Minuten.
Nach erfolgreicher Jodprobe abgeläutert.

Hopfenkochen für 60 Minuten:
1,5g Hallertauer Mittelfrüh 3% vorgelegt
1,5g Cluster 6,9% 10 Minuten vor Kochende

2. Sud:
Brautag 13.9. mittags
Hefegabe 13.9. ca 22 Uhr (3g US Westcoast Bier Kwik Hefe)
Sudtemperatur bei Hefegabe 25 Grad

Hauptguss 1,2l
Nachguss 0,8l
Einmaischen bei 50 Grad.
Dann Kombirast bei 70 Grad für 60 Minuten.
Nach erfolgreicher Jodprobe abgeläutert.

Hopfenkochen für 60 Minuten:
1,5g Hallertauer Mittelfrüh 3% vorgelegt
1,5g Cluster 6,9% bei Kochbeginn
1,5g Hallertauer Mittelfrüh 3% 10 Minuten vor Kochende

Stammwürze habe ich nicht gemessen. Da fehlt mir noch eine Spindel (ich weiß, sollte ich messen. Das Kapitel habe ich gelesen 🙈).

Die Unterschiede sind eigentlich nur die Temperatur bei der Hefegabe und die Hopfenmenge.
Ich hätte ja gedacht, dass 25 Grad für die obergärige Hefe kein Problem sein sollten.
Kann die Hopfenmenge einen veränderten PH-Wert bewirken und deswegen diese Auswirkungen haben?
Oder sind in der Hefe so starke Qualitätsschwankungen?
Übersehe ich irgendwas?

Ich frage hauptsächlich aus Neugierde.
Ich bin gespannt, was die Experten meinen.

Danke und Gruß
André

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#2

Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 17. September 2020, 08:55

Wenn der einzige Unterschied, an dem Du das vermeintliche unterschiedliche Gärverhalten bislang auszumachen scheinst, ein unterschiedliches "Blubbern" im Gärröhrchen ist, ist jede weitere Diskussion müßig, solange keine quantifizierbaren Messwerte vorliegen.

Moritz

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#3

Beitrag von BrauSachse » Donnerstag 17. September 2020, 09:01

ThermomixBrauer hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 08:46
Stammwürze habe ich nicht gemessen. Da fehlt mir noch eine Spindel (ich weiß, sollte ich messen. Das Kapitel habe ich gelesen 🙈).
Hallo André,
hier wäre vielleicht ein Refraktometer besser. Es macht keinen Spaß, von so kleinen Suden noch Würze zum Spindeln abzuknapsen. Außerdem geht die Messung schneller (schnelles Abkühlen der kleinen Menge, Spindelzylinder und Spindel müssen nicht gereinigt werden usw.)

Den fachlichen Rat hat Moritz schon gegeben.

Viele Grüße
Tilo

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#4

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 13:07

Bierjunge hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 08:55
Wenn der einzige Unterschied, an dem Du das vermeintliche unterschiedliche Gärverhalten bislang auszumachen scheinst, ein unterschiedliches "Blubbern" im Gärröhrchen ist, ist jede weitere Diskussion müßig, solange keine quantifizierbaren Messwerte vorliegen.

Moritz
Ich muss zugeben, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass es noch gärt, wenn im Gärröhrchen nicht mal ein Überdruck zu sehen ist.
Zum einen scheinen meine kleinen 2l-Behälter recht dicht zu sein. Das merke ich ja beim reinigen.
Und wenn es ein Leck gäbe, durch das CO2 parallel zum Gärröhrchen entweicht, dann müsste es ja so groß sein, dass der Widerstand erheblich geringer ist, als der des Wassers im Gärröhrchen. Dann verstehe ich nicht, warum nach dem Füllen mit Wasser das Wasser im Gärröhrchen erstmal einen unterschiedlichen Füllstand hält.

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#5

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 14:03

BrauSachse hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 09:01
ThermomixBrauer hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 08:46
Stammwürze habe ich nicht gemessen. Da fehlt mir noch eine Spindel (ich weiß, sollte ich messen. Das Kapitel habe ich gelesen 🙈).
Hallo André,
hier wäre vielleicht ein Refraktometer besser. Es macht keinen Spaß, von so kleinen Suden noch Würze zum Spindeln abzuknapsen. Außerdem geht die Messung schneller (schnelles Abkühlen der kleinen Menge, Spindelzylinder und Spindel müssen nicht gereinigt werden usw.)

Den fachlichen Rat hat Moritz schon gegeben.

Viele Grüße
Tilo
Das stimmt. Aber ich finde die Refraktometer ganz schön teuer.
Ich werde mir demnächst eine Spindel kaufen. Hauptsächlich für den ersten 10l-Sud.
Dann kann ich bei den kleinen Suden zumindest nach dem läutern mal die Stammwürze messen.

Es gab hier einen interessanten Thread in dem es darum ging, die Vergärung mit einer Waage zu überwachen.
Das mache ich momentan.
Ich finde es wirklich erstaunlich. In der stürmischen Phase der Gärung habe ich bei meinen Mengen einen Gewichtsverlust von 15 - 18g am Tag. Danach geht es runter auf 1 - 2g/ Tag.

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dadr
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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#6

Beitrag von dadr » Donnerstag 17. September 2020, 15:06

ThermomixBrauer hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 14:03

Das stimmt. Aber ich finde die Refraktometer ganz schön teuer.
https://de.aliexpress.com/item/32718386 ... 4c4d577Byk

Das tuts. Brauchst nur ein paar Wochen Geduld.

Gruß Dieter

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#7

Beitrag von §11 » Donnerstag 17. September 2020, 15:22

Mal ein paar Fragen dazu:
- Waren die 3g Hefe aus der selben Packung?
- Wie misst du die 3g Hefe ab? Welche Genauigkeit hat deine Waage?

Du musst dir bewusst sein das 3g auf 2l schon recht reichlich bemessen ist. Kenne jetzt die Hefe nicht im Speziellen, aber bei den normalen 5*10^9 Zellen/ g in Trockenhefen, stellst du mit etwa 7,5 Mio Zellen/ ml an. "Normal" ist bei OG 0,5-1,0 Mio Zellen/ ml wobei auch das schon gut gemeint ist. Du bist, sowohl im Bereich der Anstellmenge als auch mit der Temperatur da, wo eine normale Schnellvergaerprobe gefuehrt wird. Die ist im Normalfall in 24h durch.

Kleinste Schwankungen des Gewichts der Hefe ergeben, bei deinen Mengen, bereits riessen Auschlaege bei der Anstellmenge. Das kann sich problemlos in der Gaerdauer bemerkbar machen.

Gruss

Jan
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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#8

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 15:35

Hallo Jan,

Bei diesen beiden Suden habe ich Packungen genommen, die genau 3g enthielten (US Westcoast von Bier Kwik).

Das 3g viel sind, war mir bewusst. Das sich das aber so stark in der Gärdauer auswirken kann, war mir nicht klar.

Danke.

Gruß André

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#9

Beitrag von Juergen_Mueller » Donnerstag 17. September 2020, 15:46

Die Bier Kwik "West Coast" entspricht, glaube ich, der Mangrove Jack´s "West Coast". Zumindest steht bei beiden der wortgleiche Text.
Gruß Jürgen

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#10

Beitrag von §11 » Donnerstag 17. September 2020, 15:55

Juergen_Mueller hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 15:46
Die Bier Kwik "West Coast" entspricht, glaube ich, der Mangrove Jack´s "West Coast". Zumindest steht bei beiden der wortgleiche Text.
Dann gilt die Rechnung in etwa so. Mangrove Jack's sagen: Greater than 5 billion viable cells per gram (10 gram pack)
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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#11

Beitrag von renzbräu » Donnerstag 17. September 2020, 17:05

ThermomixBrauer hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 14:03
Ich werde mir demnächst eine Spindel kaufen. Hauptsächlich für den ersten 10l-Sud.
Dann kann ich bei den kleinen Suden zumindest nach dem läutern mal die Stammwürze messen.
Bin auch Spindel-Nutzer, habe gerade 8 Liter in der Gärung und kann nur bestätigen: Bei den Mengen macht eine Spindelprobe schon relativ viel von der Gesamtmenge aus.
Vor allem, wenn man sparen will, wie ich gerade: die Schnellvergärprobe genau angemessen, dass die Spindel auch 0 anzeigen kann. Als sie durch war, zeigt die Spindel 5 Plato an und ich wundere mich. Bis ich sehe, dass die Spindel in der Hefe "auf Grund gelaufen ist". Umfüllen etc. wieder zu wenig da. Wenigstens lies die Jungbierprobe gustatorisch die Vorfreude steigen.
Aber so macht nachmessen auch keinen Spaß.

Für wenig Geld bekommt man auch Glas-Pipetten mit 2 oder 5 ml, die sind gute 30cm lang, da kann man für's Refraktometer schon schnell mal paar Tropfen aus dem Fass holen.
Grüßla vo der Renz!
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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#12

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 17:39

Ich würde die Menge die ich zum Messen brauche wohl anschließend austrinken. 🤭

Aber man kann doch die Spindel auch im Gärbehälter Schwimmen lassen, oder?

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#13

Beitrag von §11 » Donnerstag 17. September 2020, 18:48

renzbräu hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 17:05
ThermomixBrauer hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 14:03
Ich werde mir demnächst eine Spindel kaufen. Hauptsächlich für den ersten 10l-Sud.
Dann kann ich bei den kleinen Suden zumindest nach dem läutern mal die Stammwürze messen.
Bin auch Spindel-Nutzer, habe gerade 8 Liter in der Gärung und kann nur bestätigen: Bei den Mengen macht eine Spindelprobe schon relativ viel von der Gesamtmenge aus.
Vor allem, wenn man sparen will, wie ich gerade: die Schnellvergärprobe genau angemessen, dass die Spindel auch 0 anzeigen kann. Als sie durch war, zeigt die Spindel 5 Plato an und ich wundere mich. Bis ich sehe, dass die Spindel in der Hefe "auf Grund gelaufen ist". Umfüllen etc. wieder zu wenig da. Wenigstens lies die Jungbierprobe gustatorisch die Vorfreude steigen.
Aber so macht nachmessen auch keinen Spaß.

Für wenig Geld bekommt man auch Glas-Pipetten mit 2 oder 5 ml, die sind gute 30cm lang, da kann man für's Refraktometer schon schnell mal paar Tropfen aus dem Fass holen.
Oli hat hier mal die Methode vorgestellt die Schnellvergaerprobe in der Einwegspritze zu machen. Die Menge reicht ja beim Refraktometer problemlos.

Gruss

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#14

Beitrag von §11 » Donnerstag 17. September 2020, 19:06

„porro bibitur!“
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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#15

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 20:05

Cool. Danke.
Das werde ich mir durchlesen.

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#16

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 20:07

Juergen_Mueller hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 15:46
Die Bier Kwik "West Coast" entspricht, glaube ich, der Mangrove Jack´s "West Coast". Zumindest steht bei beiden der wortgleiche Text.
Danke. Das ist ne gute Info.

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#17

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 20:16

Bierjunge hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 08:55
Wenn der einzige Unterschied, an dem Du das vermeintliche unterschiedliche Gärverhalten bislang auszumachen scheinst, ein unterschiedliches "Blubbern" im Gärröhrchen ist, ist jede weitere Diskussion müßig, solange keine quantifizierbaren Messwerte vorliegen.

Moritz
Ich muss mir wohl eingestehen, dass du recht hattest.
Ich habe gerade noch einmal die Sude gewogen.
Der Sud der blubbert, ist seit den letzten 24h um 1g leichter geworden.
Der Sud der nicht blubbert, ist um 4g leichter geworden. Das gärt also definitiv noch und irgendwo muss etwas undicht sein.
Aber es ist schon irritierent wenn in einem Behälter nichts blubbert und in dem daneben schon.

Gruß André

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#18

Beitrag von ThermomixBrauer » Donnerstag 17. September 2020, 20:16

ThermomixBrauer hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 20:16
Bierjunge hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 08:55
Wenn der einzige Unterschied, an dem Du das vermeintliche unterschiedliche Gärverhalten bislang auszumachen scheinst, ein unterschiedliches "Blubbern" im Gärröhrchen ist, ist jede weitere Diskussion müßig, solange keine quantifizierbaren Messwerte vorliegen.

Moritz
Hallo Moritz,

Ich muss mir wohl eingestehen, dass du recht hattest.
Ich habe gerade noch einmal die Sude gewogen.
Der Sud der blubbert, ist seit den letzten 24h um 1g leichter geworden.
Der Sud der nicht blubbert, ist um 4g leichter geworden. Das gärt also definitiv noch und irgendwo muss etwas undicht sein.
Aber es ist schon irritierent wenn in einem Behälter nichts blubbert und in dem daneben schon.

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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#19

Beitrag von renzbräu » Donnerstag 17. September 2020, 22:27

§11 hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 18:48
Oli hat hier mal die Methode vorgestellt die Schnellvergaerprobe in der Einwegspritze zu machen.
Ah danke. Werde ich mir anschauen.
Grüßla vo der Renz!
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Re: Gärverhalten unterschiedlich, Sude fast gleich

#20

Beitrag von olibaer » Donnerstag 17. September 2020, 23:45

Oli hat hier mal die Methode vorgestellt die Schnellvergaerprobe in der Einwegspritze zu machen.
Ah danke. Werde ich mir anschauen.
Hier der link dazu.

Es sind zwar schon ein paar Jahre ins Land gegangen aber prinzipiell passt das und die "Spritzenmethode" lehnt nach wie vor an die MEBAK-Methoden[1] zur Bestimmung des Endvergärungsgrades nach den Gärrohrmethoden nach Lietz an.


Literatur:
[1] MEBAK: Würze - Bier - Biermischgetränke; 2.8.1 Endvergärungsgrad der Würze, S.127ff., Selbstverlag der MEBAK, D-85350 Freising-Weihenstephan, Neuauflage 2012, ISBN:978-3-9805814-6-2
Gruss
Oli
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