Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

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Johnny Eleven
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Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#1

Beitrag von Johnny Eleven » Donnerstag 15. Oktober 2020, 15:27

Hallo zusammen,

zwei Fragen an die Hefe-Profis, die mich im Zusammenhang mit dem Anstellen rehydrierter Trockenhefe, der Würzebelüftung und zum leidigen Thema Oxidation im Kaltbereich beschäftigen. Leider kann ich mir die Antworten durch weitere Lektüre - auch hier im Forum - nicht selbst erschließen, weil mir dazu das Hefe-Hintergrundwissen fehlt. Ich hoffe daher auf Erleuchtung durch die Hefe-Profis hier im Forum.

Während in einigen Forumsbeiträgen und auch in (etwas älteren) Büchern das Belüften der Würze auch bei rehydrierter Trockenhefe propagiert bzw. empfohlen wird, ist es nach meinem (angelesenen) Verständnis deswegen überflüssig, weil moderne Trockenhefe bereits ausreichend mit Lipiden "vollgepumpt" ist, so dass sie zusätzlichen Sauerstoff, den sie ansonsten als Reaktionspartner für ihren Lipidstoffwechsel zur Bildung von Lipiden braucht (die wiederum für die Bildung von flexiblen Zellwänden und damit die Vermehrung wichtig sind), nicht benötigt, sondern auch ohne Sauerstoffzufuhr alles Notwendige für eine ordentliche Vermehrung "im Gepäck" hat. Das scheint soweit unstrittig und ist inzwischen auch Teil der Herstellerempfehlungen (bspw. von Lallemand und Fermentis), wonach die Würze beim Anstellen mit Trockenhefe nicht zusätzlich belüftet werden muss.

Nun belüften einige im Forum ihre Würze trotzdem, u.a. mit dem Argument, dass die tatsächliche Vitalität der Hefezellen nicht bekannt sei. Auch ich habe bisher meine Würze (mit einem Schneebesen) beim Anstellen von rehydrierter Trockenhefe belüftet (zwei deratig belüftete Biere befinden sich gerade in Nachgärung bzw. Reifung/Lagerung). Nun mache ich mir einerseits um Oxidation im Kaltbereich Sorgen (wobei ich bisher weder optisch noch sensorisch wirklich etwas wahrgenommen habe), werde andererseits aber auch in Zukunft um einen gewissen Sauerstoffeintrag in der Würze deswegen nicht herumkommen, weil ich die rehydrierte Trockehefe zumindest ordentlich einrühren möchte. Zudem wird u.a. in Jans hervorragendem Buch (Brücklmeier, Bierbrauen, S. 213) beschrieben, dass ein kräftiges Belüften der Würze u.a. der Esterbildung vorbeugt, was ich gerne erhalten würde.

Daher meine zwei Fragen:
  • Überall wird beschrieben, dass der Sauerstoffeintrag beim Anstellen der einzig unschädliche Sauerstoffeintrag im gesamten Brauprozess ist, weil die Hefe den Sauerstoff in den ersten Stunden komplett "verputzt", bevor er im Jungbier Schaden anrichten kann.

    Gilt das auch bei Trockenhefe, d.h. wird der Sauerstoff auch bei schon ausreichend vorhandenen Lipiden trotzdem von der Hefe verstoffwechselt (und hätte dann ggf. sogar einen positiven Effekt auf die Hefevermehrung)? Oder lässt die Trockenhefe ihn "links liegen", so dass er ggf. Oxidationsschäden hervorruft, weil sie schon über ausreichend Lipide verfügt?
  • Sofern von positiven Effekten der Sauerstoffversorgung im Hinblick auf verringerte Esterbildung die Rede ist, zielt das nur auf die in der Vermehrungsphase geringere Esterbildung und den positiven Effekt des Sauerstoffs auf die Vermehrung der Hefezellen? D.h. ist eine geringere Esterbildung bei Trockenhefen ohnehin sichergestellt, weil diese sich aufgrund ihres Lipidvorrats ohnehin gut vermehren?
Sorry - ist ein bisschen lang geworden, aber ich hoffe - wie gesagt - auf Erleuchtung.

Viele Grüße

Johannes
Zuletzt geändert von Johnny Eleven am Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#2

Beitrag von §11 » Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:12

Hallo Johannes,

vor weg, ja es stimmt, Trockenhefe muss, aus den von dir benannten Gründen, nicht belüftet werden.

Zum Thema Esterbildung, hier bin ich in meinem Buch nicht in die ganze Tiefe der "Hefewelt" eingedrungen. Der Effekt ist eher indirekt. EIne kräftige Belüftung bei einer flüssigen Hefe sorgt für eine gute Vermehrung. Damit ist im Endeffekt ausreichend viel und ausreichend vitale Hefe verfügbar um den Sud sauber zu vergären. Bei der Trockenhefe stelle ich aber eben mit aktiver Hefe an und zwar auch in ausreichender Menge. Das heisst die Belüftung dürfte bei der Trockenhefe auch hier nichts bringen.

Der Unterschied in der Aktivität lässt sich ja oft gut beobachten. Während eine Trockenhefe of bereits nach 30 Minuten erste Anzeichen der Gärung zeigt, sind flüssige Kulturen, zum Beispiel beim Anstellen des Starters, meisten sehr viel verhaltener.

Ich würde aus zwei Gründen Sude für Trockenhefe nicht belüften. Der eine ist Oxidation. Es stimmt das Hefe grundsätzlich Sauerstoff verstoffwechselt. Sie kann sogar durch Atmung mehr Energie gewinnen, Ihr Stoffwechsel wäre also effektiver. Aber Sauerstoff oxidiert immer seine Reaktionspartner (weshalb die Reaktion ja nach Oxygenium, Sauerstoff, benannt ist). Bier ist mit einigen Schutzfunktionen ausgestattet. Das kann man sich wie ein Antioxidationsmittel vorstellen. Es gibt also Stoffe, aus dem Hopfen und vor allem aus dunklen Malzen, die oxidiert werden, aber diese Oxidation hat keinen Einfluss auf das Bier. Damit enziehen sie dem System Sauerstoff, der so keinen "Schaden" mehr anrichten kann. Allerdings veringert sich die Konzentration dieser "Anioxidationsmittel" jedesmal wenn sie mit Sauerstoff reagieren. Der Brauer spricht hier etwas schlampig vom Reduktionspotential des Bieres. Das heisst jeder Sauerstoffeintrag veringert dieses Potential. Das heisst auch mit jedem Sauserstoffeintrag vergibt man etwas vom Schutz der dem Bier hilft nicht zu altern. So schnell kann hier die Hefe den Sauerstoff nicht abbauen, das es gar keinen Verlust im Reduktionspotential des Bieres geben würde.

Den anderen Grund habe ich teilweise angesprochen. Hefe kann beides, sie kann Atmen und sie kann Gären. Allerdings ist die Atmung der effektivere Weg und liefert zwar CO2, aber keinen Ethanol. Heisst durch die Atmung wird zwar Extrakt abgebauet, aber kein Ethanol produziert.

Ich hoffe das hilft

Jan
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#3

Beitrag von Braufuzi » Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:29

Hallo

Eine gute Information hast du da geschrieben,ich selber arbeite hauptsächlich mit Trockenhefe und habe bis jetzt beim Anstellen immer gut belüftet.
Ich werde beim nächsten mal die Würze nicht belüften,bin schon Neugierig was dabei heraus kommt oder ob es Unterschiede gibt. :Grübel :Grübel
Der kluge Mensch,so glaube mir,
der braut und trinkt
sein eigenes Bier!
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#4

Beitrag von mavro » Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:37

Danke Johannes für die Frage und Jan für die Antwort!

Ich habe bisher immer nach dem Anstellen der rehydrierten Hefe kräftig mit dem Schneebesen belüftet, weil ich ebenfalls dachte, dass die Hefe zu Beginn Sauerstoff benötigt.

Ab jetzt lasse ich diesen Schritt weg.
Viele Grüße, Andreas

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#5

Beitrag von §11 » Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:44

Übrigens beantwortet das auch warum ein Starter mit Trockenhefe kontraproduktiv ist.

Gruss

Jan
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#6

Beitrag von Boludo » Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:51

§11 hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:44
Übrigens beantwortet das auch warum ein Starter mit Trockenhefe kontraproduktiv ist.

Gruss

Jan
Vorausgesetzt man hat genügend Trockenhefe. Wer zwei Hektoliter mit einem Päckchen Trockenhefe anstellen will, sollte natürlich einen entsprechend großen Starter machen.
Aber dann hat man den Vorteil von Trockenhefe wieder verspielt.
Bei Trockenhefe einfach genügen nehmen und gut ist. Dann braucht man weder Starter noch belüften.

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#7

Beitrag von Johnny Eleven » Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:58

§11 hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:12


Ich hoffe das hilft

Jan
Ja, das hilft sehr. Vielen Dank!

Ich werde das Belüften jetzt also ganz weglassen und die rehydrierte Hefe nur noch kurz und vorsichtig einrühren.

Schön, dass meine Frage und insbesondere Deine Antwort, Jan, auch anderen helfen konnte. Ist doch ein tolles Forum hier...

Viele Grüße

Johannes
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#8

Beitrag von ggansde » Donnerstag 15. Oktober 2020, 17:28

Boludo hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:51
§11 hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:44
Übrigens beantwortet das auch warum ein Starter mit Trockenhefe kontraproduktiv ist.

Gruss

Jan
Vorausgesetzt man hat genügend Trockenhefe. Wer zwei Hektoliter mit einem Päckchen Trockenhefe anstellen will, sollte natürlich einen entsprechend großen Starter machen.
Aber dann hat man den Vorteil von Trockenhefe wieder verspielt.
Bei Trockenhefe einfach genügen nehmen und gut ist. Dann braucht man weder Starter noch belüften.
Manchmal ist es aber so. Ich habe aktuell nur 6 Päckchen W34/70 für 50 l und Anstelltemperatur 9 °C. Daher mache ich gleich einen 5 l Starter um morgen ausreichend vitale Hefe zu haben.
VG, Markus
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#9

Beitrag von benu1956 » Donnerstag 15. Oktober 2020, 22:01

Moin moin,

da bin ich aber gerade nochmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Momentan wird mein angesetztes Wit (das nach Boludo und Hanghofer :Greets ) von der Kühlspirale gekühlt, und ich habe schon den Schneebesen bereitgelegt. Bisher hatte ich auch immer kräftig Schaum geschlagen in der Annahme, ich täte meiner Notti, K-97 oder S-04 etwas gutes.
Vielen Dank, Johannes und Jan, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier so ausführlich zu schreiben!

Liebe Grüße,
benu

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#10

Beitrag von Johnny Eleven » Donnerstag 15. Oktober 2020, 22:16

benu1956 hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 22:01

Vielen Dank, Johannes und Jan, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier so ausführlich zu schreiben!

Liebe Grüße,
benu
Sehr gerne! Mir war es ein Bedürfnis, das mal etwas ausführlicher niederzulegen, damit ich meine Punkte dazu gesammelt anbringen kann - und andere das auch nachvollziehen können, ohne selbst die ganzen Threads dazu zu lesen.

Toll, dass Jan dann so ausführlich drauf geantwortet hat.

Mir ging es übrigens genauso wie Dir - Schneebesen lag schon bereit und wird jetzt beiseite gelegt.

Viele Grüße

Johannes
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#11

Beitrag von Lev » Freitag 16. Oktober 2020, 00:03

Boludo hat geschrieben:
Donnerstag 15. Oktober 2020, 16:51
Bei Trockenhefe einfach genügen nehmen und gut ist. Dann braucht man weder Starter noch belüften.
Da würde ich mich bei dem Thema gern mit meiner Frage einklinken, da ich einen möglichen Zusammenhang vermute.

Kann ich da mit der Devise 'Viel hilft viel' ran gehen oder gibt es da eine (neben monetären Aspekten) zu beachtenden Obergrenze?

Ich frage deshalb, da ich schon häufiger von overpitching gelesen habe, aber meine neulich hier im Forum oder andernorts gelesen zu haben, das es bei Hobbybrauern dies Problem eigentlich nicht wirklich gibt.

Daher:
Stimmt dies, und wenn ja, gilt das für trocken sowie flüssig Hefe?
Und ab welche Größenordnung wird das warum zum Problem?
Cheers, Carsten

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#12

Beitrag von §11 » Freitag 16. Oktober 2020, 00:22

Das kommt sehr drauf an was du erreichen willst. Ganz grundsätzlich kann man durchaus sagen viel hilft viel. Aber denk an Biere wie Weißbier, viele Englische Biere oder Belgier. Die leben von Hefearomen. Underpitching erzeugt Stress und Stress erzeugt Aromen. Wenn du, zum Beispiel, ein Weißbier mit Banane willst, hilft Underpitching. Sehr stark „overpitchte“ Biere können schnell „leer“ schmecken oder aber auch, im Extremfall, nach Hefe schmecken
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#13

Beitrag von Spittyman » Freitag 16. Oktober 2020, 01:21

Sehr lehrreicher Thread! Warum gab es den nicht vorher. Habe den Eindruck, 90% aller Hobbybrauer, einschließlich mir, haben diesen Fehler gemacht!
Menschen, die bestimmte Biere aufgrund ihrer Herkunft, Brauart oder Farbe als "Hundepisse" bezeichnen, tun mir leid. :thumbdown Es lebe der Geschmack und die Vielfalt in jederlei Hinsicht! :Bigsmile

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#14

Beitrag von Braufex » Freitag 16. Oktober 2020, 06:55

Spittyman hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 01:21
Sehr lehrreicher Thread! Warum gab es den nicht vorher.
Wurde schon öfters angesprochen und diskutiert, hier ein Beispiel:
Trockenhefe ohne Belüftung?

Gruß Erwin

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#15

Beitrag von renzbräu » Freitag 16. Oktober 2020, 08:01

§11 hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 00:22
Das kommt sehr drauf an was du erreichen willst. Ganz grundsätzlich kann man durchaus sagen viel hilft viel. Aber denk an Biere wie Weißbier, viele Englische Biere oder Belgier. Die leben von Hefearomen. Underpitching erzeugt Stress und Stress erzeugt Aromen. Wenn du, zum Beispiel, ein Weißbier mit Banane willst, hilft Underpitching. Sehr stark „overpitchte“ Biere können schnell „leer“ schmecken oder aber auch, im Extremfall, nach Hefe schmecken
Zur Sicherheit noch eine Nachfrage: Kann ich mir dann als Faustregel in's Sudbuch schreiben: Schlanke Biere eher Overpitchen, estrige und phenolische Underpitchen?

Edith sagt: Bisher immer mit "viel hilft viel angestellt", aber auch kein Weißbier, englisch oder belgisch gebraut.
Zuletzt geändert von renzbräu am Freitag 16. Oktober 2020, 08:08, insgesamt 2-mal geändert.
Gott gebe Glück und Segen drein!
Johannes

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#16

Beitrag von Brandergartenbier » Freitag 16. Oktober 2020, 08:05

Spittyman hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 01:21
Sehr lehrreicher Thread! Warum gab es den nicht vorher. Habe den Eindruck, 90% aller Hobbybrauer, einschließlich mir, haben diesen Fehler gemacht!
Ich habe noch nie meine Würze belüftet. Habe bis jetzt nur Trockenhefe verwendet und habe diese auch nicht eingerührt. Mir kam es immer spanisch vor, beim Brauen bloß nichts plätschern zu lassen aber dann nachher mit dem Schneebesen alles aufschöumen :Waa

Wusste aber auch durchs lesen hier, dass Trockenhefe da schon gut vorbereitet ist.
Gruß Florian
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#17

Beitrag von Spittyman » Freitag 16. Oktober 2020, 08:39

Braufex hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 06:55
Spittyman hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 01:21
Sehr lehrreicher Thread! Warum gab es den nicht vorher.
Wurde schon öfters angesprochen und diskutiert, hier ein Beispiel:
Trockenhefe ohne Belüftung?

Gruß Erwin
Ach Mist, dann hab ich es nie gesehen :Ahh !
Naja, besser jetzt als !
Menschen, die bestimmte Biere aufgrund ihrer Herkunft, Brauart oder Farbe als "Hundepisse" bezeichnen, tun mir leid. :thumbdown Es lebe der Geschmack und die Vielfalt in jederlei Hinsicht! :Bigsmile

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#18

Beitrag von Sennox » Freitag 16. Oktober 2020, 09:20

Also zum Thema overpitching: Ich habe am Sonntag ein Weihnachtsbier mit 17,4 Plato angestellt und mein Tilt hineingegeben. Anstelltemperatur war bei 19-20 C und ich hab auf die 9,5 L genau 1 Päckchen rehydrierte Notti gegeben.
Und natürlich hab ich diesen Threat zu spät gelesen und hab schön belüftet durch schwenken des Gärfasses :redhead

Der Sud hat lt. Tilt nach 3 h angefangen extrakt abzubauen und hat nun nach 4 Tagen von 17,4 auf 3,4 P runtervergoren.
Muss ich hier geschmackliche Leere befürchten?
Die Temperatur ging dann von der Anstelltemperatur etwas runter auf 17C nach 1 Tag und auf 15 C nach 2 Tagen (da es in der nacht sehr kalt wurde und ich in einem unbeheizten Dachboden-Stiegenhaus vergäre) Der Extrakt Abbau hat aber konstant weitergemacht.
Nun hab ich es heute morgen von dem 15 C kalten Stiegenhaus in einen beheizten Raum mit ca. 22 C gestellt und lass es fertig ausgären, auch wenn ich glaube, dass sich da jetzt nicht mehr viel tut, da schon 80% sEVG.
Also falls hierzu niemand Erfahrungen hat, werde ich nach ca. 1-2 Monaten mal berichten wie‘s schmeckt :Drink
Zuletzt geändert von Sennox am Freitag 16. Oktober 2020, 10:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#19

Beitrag von Roger » Freitag 16. Oktober 2020, 10:03

Für die Notti und andere Hefen von Lallemand kann man sich die benötigte Menge hier ausrechnen (lassen).

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#20

Beitrag von afri » Freitag 16. Oktober 2020, 12:08

Spittyman hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 01:21
Sehr lehrreicher Thread! Warum gab es den nicht vorher. Habe den Eindruck, 90% aller Hobbybrauer, einschließlich mir, haben diesen Fehler gemacht!
Das ist bei einigen Dingen so, die standen früher in den Büchern oder im Hobbytip vom WDR, so wird's gerlernt und so wird's weitergegeben.

Ich belüfte seit einigen Suden nicht mehr nach dem Aufstreuen der Trockenhefe (was die adäquate Anstellmethode laut Datenblatt ist), allerdings habe ich noch nie Anzeichen für Gärung vor 12h nach dem Anstellen gesehen. Jedoch habe ich auch kein Tilt und verlasse mich aufs Überweißeln, vielleicht geht's auch bei mir bereits nach drei Stunden los.
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#21

Beitrag von coyote77 » Freitag 16. Oktober 2020, 12:30

Irgendwo habe ich gelesen (ich glaube in irgendwelchen Unterlagen der HBCon), dass eine schonende Methode, um Trockenhefte einzusetzen, auch diese ist: mit dem Schneebesen schaumschlagen und dann die Trockenhefte auf den Schaum aufstreuen. Dadurch würde eine sanfte Rehydrierung und Gewöhnung an die Würze passieren.
Aber auch in diesem Fall gilt dann ja, was Jan oben (Edit: Post #2) schrieb, oder nicht?
Grüße, Andreas :Drink

Zum Biere drängt, am Biere hängt doch alles.
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#22

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 16. Oktober 2020, 12:40

coyote77 hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 12:30
Irgendwo habe ich gelesen (ich glaube in irgendwelchen Unterlagen der HBCon), dass eine schonende Methode, um Trockenhefte einzusetzen, auch diese ist: mit dem Schneebesen schaumschlagen und dann die Trockenhefte auf den Schaum aufstreuen. Dadurch würde eine sanfte Rehydrierung und Gewöhnung an die Würze passieren.
Aber auch in diesem Fall gilt dann ja, was Jan oben (Edit: Post #2) schrieb, oder nicht?
Das Aufstreuen der Trockenhefe auf den Schaum der Anstellwürze ist die von Michael Zepf bevorzugte und empfohlene Methode der Rehydration.
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Viele Grüße
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#23

Beitrag von indiana1972 » Freitag 16. Oktober 2020, 13:50

Vielen Dank für diesen Thread,
Es ist, als ob Ihr meine Gedanken lesen könntet.
Das Thema beschäftigt mich schon die ganzen letzten Tage, und ich habe mich aus vielen Quellen dazu belesen. Aber gerade in vielen YouTube-Anleitungen sieht man diese Rührerei noch oft. Das hat mich als Anfänger ziemlich verunsichert. Ich finde es gerade im Lichte sehr empfindlicher hopfenlastiger Bierstile sehr unplausibel. Bei meinem ersten Sud (Pale Ale,12,1° US-05, gelatine-Crush) hatte ich’s vergessen, und die Hefe ging ab wie Sau. Bei meinem zweiten Sud (Citra SMasH-Pale Ale, 14,6°, S-04, keine Schönung, nur Coldcrush-> Bier immer noch Trüb (nach 21 Tagen in der Flasche)) hab ich es dann gemacht, und ich habe das Gefühl die Hefe ist eingeschlafen, was zu Problemen bei der Klärung und Nachgärung in der Flasche(überdruck 4 Bar) geführt hat.

Was haltet ihr von Olivenöl als Nährmittel? Das ist ein interessanter Thread auf brulosophy...
Lieben Gruß,
Oli
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#24

Beitrag von Felix83 » Freitag 16. Oktober 2020, 14:17

Einen positiven Effekt gibt es bei Belüftung von Trockenhefe. Die lag Phase ist wesentlich kürzer. Ob das allerdings irgendeinen Vorteil bringt, abgesehen von den paar gesparten Stunden Gesamtgärdauer, keine Ahnung. Aber es ist halt immer ein gutes Gefühl, wenns zügig los geht.

Zur Pitchrate: Aus eigener Erfahrung mit WLP002 bringt ein 0,80 Mio Zellen / ml / °P ein merkbar langweiligeres bzw. facettenloseres Bier als bei 0,6. Also ein fetter Starter ist nicht unbedingt die beste Idee, je nach Hefe und was man erreichen will
Zuletzt geändert von Felix83 am Freitag 16. Oktober 2020, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#25

Beitrag von Sennox » Freitag 16. Oktober 2020, 17:37

Den Podcast über das Olivenöl statt Belüftung hab ich auch erst gestern gehört. Ist ein sehr spannendes Thema und möchte ich mal bei einem Experimental-Split-Sud ausprobieren, allerdings dann natürlich nur mit Erntehefe :thumbsup

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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#26

Beitrag von afri » Freitag 16. Oktober 2020, 22:50

indiana1972 hat geschrieben:
Freitag 16. Oktober 2020, 13:50
Was haltet ihr von Olivenöl als Nährmittel? Das ist ein interessanter Thread auf brulosophy...
Habe mich mal gemacht. Leider hat die Hefe lieber die Zucker aus der Würze gefressen, statt sich mithilfe des Öls zu vermehren und so hatte ich Augen auf dem Jungbier und zumindest bei den letzten Flaschen weniger Schaum... Gut, war so aus der Hand heraus und nicht besonders berechnet, aber ich mache das jedenfalls nicht wieder.
Achim
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#27

Beitrag von CologneBrew » Donnerstag 29. Oktober 2020, 14:09

Wie sieht es denn beim Thema belüften mit Erntehefe aus?

Ja, ein Starter muss natürlich angesetzt werden, aber dann bei pitchen belüften oder nicht? Unter welchen Fall fällt das?

Wirklich sehr lehrreicher Thread! Danke schonmal dafür!

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Johnny Eleven
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#28

Beitrag von Johnny Eleven » Donnerstag 29. Oktober 2020, 14:17

CologneBrew hat geschrieben:
Donnerstag 29. Oktober 2020, 14:09
Wie sieht es denn beim Thema belüften mit Erntehefe aus?
Dann sollte belüftet werden. Vgl. etwa hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ad#p398787

Viele Grüße

Johannes
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#29

Beitrag von Johnny Eleven » Donnerstag 29. Oktober 2020, 14:27

Hallo zusammen,

parallel zu meinem damaligen Thread habe ich übrigens aus Neugier über das Online-Kontaktformular bei Fermentis angefragt - und habe von dort tatsächlich kürzlich eine Antwort bekommen, womit ich eigentlich gar nicht gerechnet hatte. Die Antwort, die ich gerne mit Euch teilen möchte, deckt sich mit den hier gefundenen Ergebnissen/Empfehlungen:

"Es ist richtig, daß die Active Dry Yeast (ADY) durch das spezielle Herstellungsverfahren ausreichend mit Sauerstoff versorgt ist. Die Würze muß im Normalfall nicht belüftet werden. Ausnahmen gibt es beim Ernten und Wiederanstellen und beim sogenannten „Fed-Batch“ Verfahren, wo mehrere Sude hintereinander in den selben Gärtank gegeben werden. Dafür empfehlen wir, die Würze der weiteren Sude schon zu belüften, wenn die Anstellhefe nur auf die Würzemenge des ersten Sudes berechnet wurde. Unten habe ich Ihnen ein Bild mit der Übersicht angehängt.

Ihre Frage, ob sich denn Belüftung nachteilig auswirken könnte, ist für mich noch nicht abschließend geklärt. Es ist natürlich denkbar, daß zu viel Luft/Sauerstoff die Entstehung unerwünschter Oxidationsprodukte begünstigt. Daher würde ich auf die Belüftung verzichten und gemäß den momentanen Empfehlungen (Bild unten) vorgehen.
"
Fermentis.png
Viele Grüße

Johannes
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Re: Trockenhefe - Würzebelüftung nur überflüssig oder schädlich?

#30

Beitrag von CologneBrew » Donnerstag 29. Oktober 2020, 14:54

Johnny Eleven hat geschrieben:
Donnerstag 29. Oktober 2020, 14:17
CologneBrew hat geschrieben:
Donnerstag 29. Oktober 2020, 14:09
Wie sieht es denn beim Thema belüften mit Erntehefe aus?
Dann sollte belüftet werden. Vgl. etwa hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... ad#p398787

Viele Grüße

Johannes
Aus dem Thread bin ich hier hin gekommen 😄 aber leider werden da nur Trocken und Flüssighefen angesprochen. Wenn ich die Erklärung dazu richtig verstanden habe, dann wird auch in Erntehefe der Stoff, mit dem Trockene ausreichend versorgt ist, hier nicht vorhanden sein, somit belüften.

Wollte es aber nochmal von einem Experten bestätigt bekommen 😉

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