EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

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EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#1

Beitrag von Pale_Rider » Montag 15. Februar 2021, 11:59

Hallo zusammen,
Vielleicht kann mir jemand das kurz und Knapp beantworten :-)

Ich habe folgendes Rezept gebraut:

Schüttung: 4260g
- Pale Ale
- Weizen
- Wiener
- Karamellmalz
- haferflocken


Ausbeutefaktor 63%
Stammwürze 16,1 °P
Hefe MJ M21 Belgian Wit

auf 16,9°P gelandet und nicht verdünnt

Nun ging die Gärung nach 3h los und dann recht Heftig mit derben Hochkräuseln,
nach 2 tagen Ruhe
nach 5 tagen gemessen 7,1°P kurz umgerührt
nach 8 tagen 6,9°P

Kann ich rein rechnerisch bei 70% Ausbeute der Hefe einfach 70% von 16,9°P rechnen?
dh ich müsste dann bei 5°P landen?

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#2

Beitrag von Alt-Phex » Montag 15. Februar 2021, 12:57

Wie hast du den Restextrakt denn gemessen? Deine Werte sind typisch für eine Refraktometermessung ohne den Alkoholfehler rausgerechnet zu haben.

Und wieviel Hefe hast du für welche Würzemenge benutzt?
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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#3

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 15. Februar 2021, 13:05

Pale_Rider hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 11:59
auf 16,9°P gelandet und nicht verdünnt

Nun ging die Gärung nach 3h los und dann recht Heftig mit derben Hochkräuseln,
nach 2 tagen Ruhe
nach 5 tagen gemessen 7,1°P kurz umgerührt
nach 8 tagen 6,9°P

Kann ich rein rechnerisch bei 70% Ausbeute der Hefe einfach 70% von 16,9°P rechnen?
dh ich müsste dann bei 5°P landen?
Nicht nervös werden. Der Extraktgehalt fällt offensichtlich noch (Delta 5 Tage, 8 Tage).
Die Milchmädchenrechnung stimmt. Bei 70% VG hättest du einen Restextrakt von 5 mas%.
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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#4

Beitrag von HubertBräu » Montag 15. Februar 2021, 18:21

Moin Jens,

welche App nutzt Du da?

Gruß
Hubert

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#5

Beitrag von JackFrost » Montag 15. Februar 2021, 18:31

HubertBräu hat geschrieben:
Montag 15. Februar 2021, 18:21
Moin Jens,

welche App nutzt Du da?

Gruß
Hubert
Das ist Refracto , soweit ich weiß gibt es die aber nur für Apple.

Gruß JackFrost
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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#6

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 15. Februar 2021, 18:34

Lustig 🤣
Das hatte ich gerade geschrieben:

Das ist Refracto. Die App ist super, aber ist meines Wissens nach nur für iOS verfügbar.
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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#7

Beitrag von Pale_Rider » Dienstag 16. Februar 2021, 21:22

Habe nun den Hopfen zum stopfen rein :)
Auf einmal wieder Gär Aktivität im Spund????

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#8

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 16. Februar 2021, 23:37

Pale_Rider hat geschrieben:
Dienstag 16. Februar 2021, 21:22
Habe nun den Hopfen zum stopfen rein :)
Auf einmal wieder Gär Aktivität im Spund????
Ja. Zum einen entbindet sich CO2 an den Hopfenpartikeln. Zum anderen gibt es den "Hop-Creep" Effekt (meines Wissens nach existiert leider kein deutsches Wort dafür). Enzyme aus dem Hopfen spalten noch ein paar unvergärbare Dextrine in vergärbare Zucker. Die Hefe vergärt diese und es entsteht wieder neues CO2.
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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#9

Beitrag von ak59 » Mittwoch 17. Februar 2021, 10:45

... am ehesten könnte man das mit Schleichgärung übersetzen ... nur ein Vorschlag.

Gruß,

Andreas

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#10

Beitrag von Ladeberger » Mittwoch 17. Februar 2021, 11:14

Im vorliegenden Fall haben wir es sicher mit dem sich entbindenden CO2 zu tun. Der hop creep ist nichts, das sich schlagartig einstellt und tritt generell auch eher selten auf. Mir ist die Forschung dazu geläufig, aber ich denke man muss gerade im Hobby auch etwas aufpassen, keine Sündenböcke für nicht endvergorene Chargen zu suchen.

Gruß
Andy

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#11

Beitrag von Pale_Rider » Mittwoch 17. Februar 2021, 14:22

Ah verstehe dh ich mache nun am 3d einfach noch ne Messung und dann ab ich die Flasche (durch ein Seihtuch vorher umschlauchen)

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#12

Beitrag von ak59 » Mittwoch 17. Februar 2021, 14:37

Hi,

also sowas wie ein Seihtuch erscheint mir potenziell kontraproduktiv. Willst Du damit den Trub reduzieren? Das gibt's eigentlich andere Methoden - wenn überhaupt. Bisher konnte ich gut mit geringem Bodensatz leben und meinen 1. Versuch für ColdCrash hatte ich erst vorgestern.

Gruß,

Andreas

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#13

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 17. Februar 2021, 15:42

Pale_Rider hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 14:22
... und dann ab ich die Flasche (durch ein Seihtuch vorher umschlauchen)
Dann kannst du dein Bier auch gleich wegkippen. Es sei denn du magst stark oxidierte Biere.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#14

Beitrag von Pale_Rider » Donnerstag 18. Februar 2021, 07:23

Alt-Phex hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 15:42
Pale_Rider hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 14:22
... und dann ab ich die Flasche (durch ein Seihtuch vorher umschlauchen)
Dann kannst du dein Bier auch gleich wegkippen. Es sei denn du magst stark oxidierte Biere.
Das war eine Idee zwekxs dem gestopft en Hopfen, in der Regel Fülle ich durch ein Edelstahlsieb in die Flasche.

Oder sollte ich schleunigst eine abfüllpistole besorgen, hätte bisher nie den Eindruck ein oxidiertes Bier zu haben, wie macht sich das bemerkbar?

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#15

Beitrag von Boludo » Donnerstag 18. Februar 2021, 07:42

Pale_Rider hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 07:23
Alt-Phex hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 15:42
Pale_Rider hat geschrieben:
Mittwoch 17. Februar 2021, 14:22
... und dann ab ich die Flasche (durch ein Seihtuch vorher umschlauchen)
Dann kannst du dein Bier auch gleich wegkippen. Es sei denn du magst stark oxidierte Biere.
Das war eine Idee zwekxs dem gestopft en Hopfen, in der Regel Fülle ich durch ein Edelstahlsieb in die Flasche.

Oder sollte ich schleunigst eine abfüllpistole besorgen, hätte bisher nie den Eindruck ein oxidiertes Bier zu haben, wie macht sich das bemerkbar?
Beim Stopfen ist das alles noch mal was ganz anderes. Da kommt Polyphenoloxidase ins Spiel. Die verfärbt dein Bier spezibraun, sobald da ein bisschen Sauerstoff rankommt und das schmeckt man auch. Das ist der selbe Effekt warum angeschnittene Äpfel braun werden.
Versuche mal mit Kälte den Hopfen sedimentieren zu lassen. Bisschen Vitamin C hilft auch, aber da scheiden sich die Geister.

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#16

Beitrag von Braufex » Donnerstag 18. Februar 2021, 10:02

Pale_Rider hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 07:23
in der Regel Fülle ich durch ein Edelstahlsieb in die Flasche.
Dabei bringst Du Dein Jungbier intensiv(!) mit Luftsauerstoff zusammen.
Davon ist auf jeden Fall abzuraten.
Es gibt für wenige Euros Kunststoff-Abfüllröhrchen, die haben sich bei mir zum Abfüllen meines Weizen in Flaschen sehr bewährt. Wird am Ende des Schlauches oder direkt am Abfüllhahn (mit kurzem Schlauch zum Verbinden) angeschlossen.

Hier ein Beispiel:
https://www.hobbybrauerversand.de/Abfuellroehrchen

Gruß Erwin

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#17

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 18. Februar 2021, 11:55

Pale_Rider hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 07:23
Oder sollte ich schleunigst eine abfüllpistole besorgen, hätte bisher nie den Eindruck ein oxidiertes Bier zu haben, wie macht sich das bemerkbar?
Diese Pistole plätschert das Bier in die Flasche. Das ist dann Turbooxidation. Abfüllröhrchen nehmen.
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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#18

Beitrag von Barney Gumble » Donnerstag 18. Februar 2021, 16:28

Stimmt leider. Bei kleineren Flaschen longneck 0,33 sieht es etwas besser mit der Pistole aus. Habe zwar noch die Röhrchen sind aber so undicht mittlerweile, dass ich die wegen der jedesmal auftretenden Sauerei ausgemustert habe. Naja sieht bei mir leider schon danach aus: entweder Sauerei oder keine Stopfaromen...
Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn :Bigsmile

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#19

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 18. Februar 2021, 16:42

Barney Gumble hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 16:28
Habe zwar noch die Röhrchen sind aber so undicht mittlerweile,
Du musst dir nur mal zerlegen, reinigen und die Spirale wieder auf Spannung "ziehen". Das hilft bei mir jedenfalls wenn es unten am Pinökel tropft.
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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#20

Beitrag von M79576 » Donnerstag 18. Februar 2021, 17:08

Hallo,
außer eine Reihe anderer Nachteile, wie z.B. der umständlichen Reinigung, verdrängen Abfüllröhrchen und die zumindest mir bekannte Abfüllpistole relativ große Volumina, was dann in 0,33 Flaschen zu viel Kopfraum führt. Kann man natürlich noch irgendwie auffüllen, ist aber nicht Sinn der Sache.
Oder man nimmt gleich einen Silikonschlauch und eine billige Plastikklammer, wie sie zurm Verschließen von Gefrierbeuteln verwendet werden. Damit kann man erstens den Schlauch komplett verschließen und in die nächste Flasche hängen und zweitens den Durchfluss regulieren. Gründliche Reinigung ist supereinfach. Silikonschlauch hat man (vermutlich) bereits, die Klammer wohl auch. Mehrkosten: allenfalls bescheiden.

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#21

Beitrag von Alt-Phex » Donnerstag 18. Februar 2021, 17:25

M79576 hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 17:08
Silikonschlauch hat man (vermutlich) bereits, die Klammer wohl auch. Mehrkosten: allenfalls bescheiden.
Und der Schlauch verdrängt nichts? Stell ich mir sehr umständlich vor mit der Klammer und bei jeder Flasche den Schlauch langsam hochziehen damit nichts plätschert. In meiner Vorstellung fehlt mir da eine dritte Hand. Man kann auch den Pinökel vom Abfüllröhrchen oben gegen den Flaschenhals drücken um den Kopfraum weiter zu füllen, wenn man das möchte.
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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#22

Beitrag von Pale_Rider » Donnerstag 18. Februar 2021, 19:16

Also Abfüllrohrchen besorgen, kapiert :)
Wie wirkt sich eine Oxidation geschmacklich aus?

Ich Schläuche meistens nochmal in den läuterbottich um bevor ich abfülle.

Damit der Hopfen bzw die Reste nicht mit gehen, richtig?

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#23

Beitrag von schwarzwaldbrauer » Donnerstag 18. Februar 2021, 19:29

Pale_Rider hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 19:16
Also Abfüllrohrchen besorgen, kapiert :)
Wie wirkt sich eine Oxidation geschmacklich aus?

Ich Schläuche meistens nochmal in den läuterbottich um bevor ich abfülle.

Damit der Hopfen bzw die Reste nicht mit gehen, richtig?
Oxydation schmeckt Cassis-artig, später nach feuchtem Papier (Pappe).
Beim Umschlauchen vermeidest du wie du sagst Hopfenreste vom Stopfen und du hast das Jungbier auch weg von der Hefe.

Grüßle Dieter
Brau, schau wem.

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#24

Beitrag von Braufex » Donnerstag 18. Februar 2021, 19:30

Pale_Rider hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 19:16
Also Abfüllrohrchen besorgen, kapiert :)
Wie wirkt sich eine Oxidation geschmacklich aus?
Hier ein bisserl was zum Lesen:
https://braumagazin.de/article/oxidatio ... ralterung/

Gruß Erwin

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#25

Beitrag von Pale_Rider » Freitag 19. Februar 2021, 10:49

Super vielen Dank, ich liebe das Magazin 👍👍
Soll ich also beim Umschlauchen auch einen Schlauch verwenden, am besten mit trichter, um das Bier nicht in den Läuterbottich plätschern zu lassen?

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#26

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Freitag 19. Februar 2021, 10:55

Schlauch ja, Trichter nein. Der Schlauch sollte lang genug sein und bis zum Boden des Zielgefäßes reichen.

Der Trichter ist beim Umschlauchen kontraproduktiv, da unnötiger Sauerstoffeintrag. Der kommt nur beim Läutern als "Läutergrant" zum Einsatz, damit der Sog den Treber nicht verdichtet. Aber auch dort gibt es bessere Lösungen, um den Sauerstoffeintrag im Heißbereich zu reduzieren.
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Viele Grüße
Jens

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#27

Beitrag von M79576 » Freitag 19. Februar 2021, 15:58

Alt-Phex hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 17:25
M79576 hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 17:08
Silikonschlauch hat man (vermutlich) bereits, die Klammer wohl auch. Mehrkosten: allenfalls bescheiden.
Und der Schlauch verdrängt nichts? Stell ich mir sehr umständlich vor mit der Klammer und bei jeder Flasche den Schlauch langsam hochziehen damit nichts plätschert. In meiner Vorstellung fehlt mir da eine dritte Hand. Man kann auch den Pinökel vom Abfüllröhrchen oben gegen den Flaschenhals drücken um den Kopfraum weiter zu füllen, wenn man das möchte.
Hallo AltPhex,
die linke Hand hält die Flasche, die rechte Hand den Schlauch mit Klammer. Die Klammer lässt sich leicht einhändig bedienen, längere Klammer sind einfacher zu handhaben. Und der Schlauch verdrängt tatsächlich nichts, sofern man ihn rauszieht. Kann man testen, und sich dann immer noch für ein Abfüllröhrchen entscheiden.
____________________________
Wenn wir schon off-topic sind:
Tipp für das Umschlauchen kleinerer Volumina (low-tech. variante) Hähne des Gärgefäß mit des 2ten Gefäßes mit Schlauch verbinden. In zweitem Faß Speise oder Zuckerlösung vorlegen. Hähne zunächst nicht vollständig öffnen und das zweite Faß in Richtung Hahn kippen, dass das Bier nicht plätschert. Vorteil: homogene Verteilung von Zucker oder Speise ohne Kontaminationsrisiko durch umrühren.

Michael

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Re: EVG bzw Restextrakt sehr hoch??

#28

Beitrag von BrauSachse » Freitag 19. Februar 2021, 19:45

M79576 hat geschrieben:
Donnerstag 18. Februar 2021, 17:08
Hallo,
außer eine Reihe anderer Nachteile, wie z.B. der umständlichen Reinigung, verdrängen Abfüllröhrchen und die zumindest mir bekannte Abfüllpistole relativ große Volumina, was dann in 0,33 Flaschen zu viel Kopfraum führt. Kann man natürlich noch irgendwie auffüllen, ist aber nicht Sinn der Sache.
Oder man nimmt gleich einen Silikonschlauch und eine billige Plastikklammer, wie sie zurm Verschließen von Gefrierbeuteln verwendet werden. Damit kann man erstens den Schlauch komplett verschließen und in die nächste Flasche hängen und zweitens den Durchfluss regulieren. Gründliche Reinigung ist supereinfach. Silikonschlauch hat man (vermutlich) bereits, die Klammer wohl auch. Mehrkosten: allenfalls bescheiden.
Das Problem habe ich so gelöst:

https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 51#p394251

Viele Grüße
Tilo

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