Weizen in Kegs??

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BuddelBrauer
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Weizen in Kegs??

#1

Beitrag von BuddelBrauer » Dienstag 16. März 2021, 08:48

Hallo zusammen,

aus Ermangelung an 0,5 l Flaschen aber noch mehreren 10 l und 20 l Kegs wollte ich mal fragen ob ihr Erfahrung habt mit Weizen aus dem Keg bezüglich zapfen und Schaum. Bin gespannt?

Tommi123
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Re: Weizen in Kegs??

#2

Beitrag von Tommi123 » Dienstag 16. März 2021, 08:54

Hi,

Geht, fülle heute oder morgen wieder eins ab.

Je nach Zapfhahn gibt's aber ggf ne ziemliche Schaumorgie, es gibt extra Weizen-Kompensatoren. Ich gehe daher nicht über 6g/l CO2 im Keg.

Dein Bier wird aber je nach Standzeit Recht klar werden, habe Mal den Tip gelesen, Weizen kegs verkehrt herum zu lagern und vor dem "Anstich" umzudrehen.

LG Thomas

BuddelBrauer
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Re: Weizen in Kegs??

#3

Beitrag von BuddelBrauer » Dienstag 16. März 2021, 09:13

Ja, ich habe auch schon gedacht nicht über 6-6,5 g/l zu gehen. Bei aktiver Kühlung um die 8°C wär ich dann bei 1,7-1,9 bar. Das sollte doch ohne Schaumparty gut laufen.

Coint
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Re: Weizen in Kegs??

#4

Beitrag von Coint » Dienstag 16. März 2021, 09:14

Steht das KEG denn kühl?
Falls ja, ist das ohne Probleme möglich.
20210227_123940.jpg
Das Weißbier war auf ca. 6,2 g/L karbonisiert und wurde bei 5°C gelagert (ca. 1,35 Bar Spunddruck). Gezapft mit einem Intertap-FC.

Sollte halt nicht zu warm stehen, da es dann eher zum schäumen neigt.
Wobei Bier ja generell nicht warm stehen sollte ;-)


Freundliche Grüße
Stefan

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Re: Weizen in Kegs??

#5

Beitrag von DevilsHole82 » Dienstag 16. März 2021, 10:45

Wie meine Vorredner schon geschrieben haben funktioniert das einwandfrei.

Ich kühle zum Klären nach der Gärung immer für 3-4 Tage auf 1°C, lege Zucker zum Karbonisieren (6-6,5 g/l CO2) im KEG vor und schlauche dann darauf. Danach gehts für zwei Wochen in die Nachgärung.
Das KEG steht dann zum Zapfen in meinem KEG-Kühlschrank und wird ca. zwei Stunden vor Anzapfen leicht geschwenkt, damit die Hefe aufgewirbelt wird.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Weizen in Kegs??

#6

Beitrag von BuddelBrauer » Dienstag 16. März 2021, 11:32

Super, dann wird am Donnerstag in Kegs abgefüllt!!

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Re: Weizen in Kegs??

#7

Beitrag von Gewidder - Barmbek » Mittwoch 17. März 2021, 14:09

DevilsHole82 hat geschrieben:
Dienstag 16. März 2021, 10:45

Das KEG steht dann zum Zapfen in meinem KEG-Kühlschrank und wird ca. zwei Stunden vor Anzapfen leicht geschwenkt, damit die Hefe aufgewirbelt wird.
Die Idee ist so einfach, dass man selber nicht drauf kommt :Ahh Genial, ich habe mich immer geärgert, dass es nach einiger Standzeit relativ klar rauskommt, ohne eine Idee zu haben, wie sich das ändern lässt. Danke für den Tipp!!

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Re: Weizen in Kegs??

#8

Beitrag von DevilsHole82 » Mittwoch 17. März 2021, 16:14

Ich hab irgendwo auch mal von einer Art Schwenkapparatur in der professionellen "Weissbier-Gastronomie" gelesen, die das Fass während dem Zapfabend in Bewegung hält.
Gruß, Daniel

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Re: Weizen in Kegs??

#9

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 17. März 2021, 19:27

DevilsHole82 hat geschrieben:
Mittwoch 17. März 2021, 16:14
Ich hab irgendwo auch mal von einer Art Schwenkapparatur in der professionellen "Weissbier-Gastronomie" gelesen, die das Fass während dem Zapfabend in Bewegung hält.
Industrie Weißbier im Fass ist nicht hefetrüb, sondern eiweißtrüb. Diese Trübe ist homogen verteilt, da braucht es keine Schwenkapparatur. Oder ist schon mal jemand aufgefallen, dass sich beim Weißbier vom Fass Hefe im Glas absetzt? Das kommt auch immer gleichmäßig vom Schankhahn an den Tisch des Gastes. Warum? Weil der Verbraucher das so haben will.

Cheers, Ruthard
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Re: Weizen in Kegs??

#10

Beitrag von §11 » Mittwoch 17. März 2021, 19:47

Brauwolf hat geschrieben:
Mittwoch 17. März 2021, 19:27
DevilsHole82 hat geschrieben:
Mittwoch 17. März 2021, 16:14
Ich hab irgendwo auch mal von einer Art Schwenkapparatur in der professionellen "Weissbier-Gastronomie" gelesen, die das Fass während dem Zapfabend in Bewegung hält.
Industrie Weißbier im Fass ist nicht hefetrüb, sondern eiweißtrüb. Diese Trübe ist homogen verteilt, da braucht es keine Schwenkapparatur. Oder ist schon mal jemand aufgefallen, dass sich beim Weißbier vom Fass Hefe im Glas absetzt? Das kommt auch immer gleichmäßig vom Schankhahn an den Tisch des Gastes. Warum? Weil der Verbraucher das so haben will.

Cheers, Ruthard
Kommt aber auch a bisserl drauf an von welcher Brauerei. Ich hab lange in einer Augustiner Kneipe gearbeitet und da ist es absolut ratsam die Kegs zu wenden bevor man ansticht, sonst kommt erstmal was "Dickes" :Bigsmile
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Re: Weizen in Kegs??

#11

Beitrag von Brauwolf » Mittwoch 17. März 2021, 20:25

Bei Augustiner kann ich das nachvollziehen, aber die sogenannten "Fernsehbiere" sind in dieser Hinrichtung gastrofreundlich.

Cheers, Ruthard
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Re: Weizen in Kegs??

#12

Beitrag von guenter » Mittwoch 17. März 2021, 22:44

Brauwolf hat geschrieben:
Mittwoch 17. März 2021, 20:25
Hinrichtung
:Shocked
Bier trinken ist besser als Quark reden! :Drink

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Re: Weizen in Kegs??

#13

Beitrag von KCSteevo » Donnerstag 18. März 2021, 04:33

Meckatzerkann ich auch bestätigen. Wenden is Pflicht. Die kommen teils sogar auf dem Kopf. Allerdings in 30l und nicht 50l wie beim Weißgold. Da geht das dann noch mit dem drehen.

Also definitiv nicht verallgemeinern....

Stefan
Sind die Hühner flach wie Teller, war der Traktor wieder schneller. Prost!
:Drink

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Re: Weizen in Kegs??

#14

Beitrag von beastinside » Donnerstag 18. März 2021, 11:29

Hallo,
eine Frage die mich schon lange umtreibt und hier gerade halbwegs dazu passt.
Wenn ich ein Hefe im keg zum Nachgären und Reifen bringe, kann ich das dann danach genauso mit Gegendruck in Flaschen füllen? Also durch aufschütteln die Hefe gleichmäßig verteilen und dann auf Flaschen ziehen. Kann ich so vergleichbare Ergebnisse erzielen wie bei Flaschengärung?
Wäre echt mal interessant für mich.
LG

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Re: Weizen in Kegs??

#15

Beitrag von Tommi123 » Donnerstag 18. März 2021, 12:38

Hi,

Bestimmt, aber mit welchem Zweck?

Du betreibst damit ja einen großen Aufwand, den du dir komplett, bei gleichem Ergebnis (direkt in Flaschen abfüllen mit Speise) schenken könntest.

Sehe den Vorteil von GDA vor allem in klarem Bier ohne Bodensatz. Das ist ja bei Weizen beides meist nicht erwünscht.

LG

Juliann
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Re: Weizen in Kegs??

#16

Beitrag von Juliann » Donnerstag 18. März 2021, 16:14

Hallo, ich habe eine Frage:

Ich habe ein Weizenbier in ein Cornelius Keg abgefüllt. Habe nun einen Sättigungsdruck von 1,8 Bar bei 9 Grad.
Ich habe direkt einen Kompensatorzapfhahn an den Getränkeausgang und einen Druck von knapp über 1,8 Bar eingestellt.
Leider kommt trotzdem, auch bei fast geschlossenem Zapfhahn nur Schaum.

Kann mir jemand helfen?

Beste Grüße und Danke!

beastinside
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Re: Weizen in Kegs??

#17

Beitrag von beastinside » Donnerstag 18. März 2021, 20:15

Hallo Julian,
der Betriebsdruck muss deutlich über dem Sättigungsdruck liegen. Du musst den Druck erhöhen. Probier mal 2,5- 3bar.

beastinside
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Re: Weizen in Kegs??

#18

Beitrag von beastinside » Donnerstag 18. März 2021, 20:25

Tommi123 hat geschrieben:
Donnerstag 18. März 2021, 12:38
Hi,

Bestimmt, aber mit welchem Zweck?

Du betreibst damit ja einen großen Aufwand, den du dir komplett, bei gleichem Ergebnis (direkt in Flaschen abfüllen mit Speise) schenken könntest.

Sehe den Vorteil von GDA vor allem in klarem Bier ohne Bodensatz. Das ist ja bei Weizen beides meist nicht erwünscht.

LG
Danke Tommi für deine Antwort.
Die Diskussion über Sinn und Unsinn von kegging sind mir bekannt. Ich habe noch nie Flaschengärung
gemacht. Ob das nun mit einem Keg mehr Aufwand ist sei auch mal dahin gestellt. Ich habe mir meinen Prozess so hingetrimmt das es super funktioniert und finde es einfach nur sehr komfortabel nicht jede Flasche mit Speise vorzubelegen. Einfach am keg spunden fertig. Wenn ich jetzt so auch ein akzeptables Ergebnis bei einem Weizen erwarten kann, würde ich es mal probieren. Ansonsten wird es halt bei mir kein Weizen geben, obwohl ich es gerne mal testen würde.
Deshalb also meine Frage ob das geht und ob da jemand Erfahrung damit hat.
LG Andreas

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Re: Weizen in Kegs??

#19

Beitrag von Boludo » Donnerstag 18. März 2021, 21:55

beastinside hat geschrieben:
Donnerstag 18. März 2021, 20:25
Tommi123 hat geschrieben:
Donnerstag 18. März 2021, 12:38
Hi,

Bestimmt, aber mit welchem Zweck?

Du betreibst damit ja einen großen Aufwand, den du dir komplett, bei gleichem Ergebnis (direkt in Flaschen abfüllen mit Speise) schenken könntest.

Sehe den Vorteil von GDA vor allem in klarem Bier ohne Bodensatz. Das ist ja bei Weizen beides meist nicht erwünscht.

LG
Danke Tommi für deine Antwort.
Die Diskussion über Sinn und Unsinn von kegging sind mir bekannt. Ich habe noch nie Flaschengärung
gemacht. Ob das nun mit einem Keg mehr Aufwand ist sei auch mal dahin gestellt. Ich habe mir meinen Prozess so hingetrimmt das es super funktioniert und finde es einfach nur sehr komfortabel nicht jede Flasche mit Speise vorzubelegen. Einfach am keg spunden fertig. Wenn ich jetzt so auch ein akzeptables Ergebnis bei einem Weizen erwarten kann, würde ich es mal probieren. Ansonsten wird es halt bei mir kein Weizen geben, obwohl ich es gerne mal testen würde.
Deshalb also meine Frage ob das geht und ob da jemand Erfahrung damit hat.
LG Andreas
Wer sagt denn, dass du jede einzelne Flasche mit Speise vorlegen musst?
Misch die Speise einfach mit dem gesamten Jungbier und fülle ab.

hoggel1
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Re: Weizen in Kegs??

#20

Beitrag von hoggel1 » Donnerstag 18. März 2021, 22:20

Juliann hat geschrieben:
Donnerstag 18. März 2021, 16:14
Hallo, ich habe eine Frage:

Ich habe ein Weizenbier in ein Cornelius Keg abgefüllt. Habe nun einen Sättigungsdruck von 1,8 Bar bei 9 Grad.
Ich habe direkt einen Kompensatorzapfhahn an den Getränkeausgang und einen Druck von knapp über 1,8 Bar eingestellt.
Leider kommt trotzdem, auch bei fast geschlossenem Zapfhahn nur Schaum.

Kann mir jemand helfen?

Beste Grüße und Danke!
beastinside hat ja schon eine Tip gegeben. Wenn du deinen Kompensator zu machst, sollte auch der Bierfluss stoppen, obwohl dein Zapfhan noch auf ist? Wichtig ist auch, das dein Zapfhahn kalt ist. Manchmal hilft es ein großes Glas zu nehmen und bei geöffnetem Zapfhahn den Kompensator komplett zu öffnen. Das hat 2 Effekte: 1. der Zapfhahn ist kalt. 2. Wenn vor dem Kompensator sich eine CO2 Blase gebildet hat, ist diese weg. Meist kann man den Kompensator dann ganz zu machen, langsam öffnen und schön Zapfen.

LG
Thomas

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