Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

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Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#1

Beitrag von Tobieras » Sonntag 5. April 2015, 11:35

Moin Leute,
Morgen ich braue ein Red Ale mit Himbeeren. Ich habe mich mit der Dosierung erstmal zurückgehalten und nehme 30g/L.
Da ich nun gar keine Ahnung habe, wie man mit Himbeeren umgeht, weiß ich jetzt nicht, ob ich die Beeren einfach mitkochen, oder erst abkochen und dann später bei der HG stopfen soll.
Wer hat Erfahrung damit? Was bringt die besten Ergebnisse?

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#2

Beitrag von Dr Huppertz » Sonntag 5. April 2015, 12:10

Also ich habe hier ein Weizen stehen mit 2kg Himbeeren auf 28 Liter für eine Woche gestopft und das Dingen ist der Hammer!
Hat was für den Sommerhit 2015, knatsch Pink, schmeckt und riecht super nach Himbeere, kein bisschen süß. Perfekt.

Ich habe die Himbeeren einfach tiefgekühlt in den Gäreimer gegeben und eine Woche gewartet, das wars.
Zuletzt geändert von Dr Huppertz am Sonntag 5. April 2015, 14:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#3

Beitrag von Fe2O3 » Sonntag 5. April 2015, 12:13

Sorry - Verständnisfrage:
Echt 2 kg Erdbeeren pro LITER bier? Hast du dann nicht eher nur die Himbeeren mit Bier benetzt? ;)

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#4

Beitrag von Funzl » Sonntag 5. April 2015, 12:35

Hab mal 3,5 kg Himbeeren zu 30l Weißbier nach starken Ankommen zur Gärung gegeben.
Wenn man es nicht wusste, dass Himbeeren zugegeben wurde hat man es nicht geschmeckt. Farblich hat sich auch nicht viel verändert.
Die Himbeeren hab ich im Garten gepflückt und dann mit Wasserstoffperoxidlösung gewaschen und dann tiefgefroren. Die tiefgefroren Himbeeren hab ich dann zugegeben.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#5

Beitrag von ZeroDome » Sonntag 5. April 2015, 13:29

Funzl hat geschrieben:Hab mal 3,5 kg Himbeeren zu 30l Weißbier nach starken Ankommen zur Gärung gegeben.
Wenn man es nicht wusste, dass Himbeeren zugegeben wurde hat man es nicht geschmeckt. Farblich hat sich auch nicht viel verändert.
Die Himbeeren hab ich im Garten gepflückt und dann mit Wasserstoffperoxidlösung gewaschen und dann tiefgefroren. Die tiefgefroren Himbeeren hab ich dann zugegeben.
Das muss dann an deinem "Waschen" gelegen haben, bei mri wurden Biere mit ähnlichem oder gar geringerem Himbeeranteil immer sehr rötlich und auch mit wahrnehmbarem Himbeeraroma/geschmack.

Supermarkt-Himbeeren habe ich bisher einfach in der Tüte auftauen lassen und dann nach beendeter Hauptgärung und Umschlauchen hinzugegeben.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#6

Beitrag von Norsk Ridder » Sonntag 5. April 2015, 14:01

Was ein Zufall! Mein Himbeerbier "Wolfsmagen" ist gerade gestern fertig geworden und es ist der Hammer. Ich häng mal ein Bild an:
wolfsmagen.jpg
Himbeerbier
Grundlage ist ein schwaches Pale Ale. Ich habe die Himbeeren am vierten Tag der Gärung gestopft. Verwendet wurden 2kg tiefgefrorene Himbeeren auf 19Liter Bier. Die Himbeeren habe ich vorher im Mixer gemust. Nach der Gärung hat sich alles wunderbar am Boden abgesetzt und ich konnte sauber abziehen. Mit 7.5g Zucker pro Liter karbonisiert. Ist ein super erfrischendes Bier geworden, mit klarem Himbeeraroma und trotzdem schön herb bis leicht sauer. Das wird zum Sommer hin auf jeden Fall noch einmal gebraut.
Rezept kann ich gerne hier reinstellen, wenn erwünscht.
Bild

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#7

Beitrag von Dr Huppertz » Sonntag 5. April 2015, 14:30

Sorry, 2kg auf 28l waren es, die Tastatur klemmt.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#8

Beitrag von GregorSud » Sonntag 5. April 2015, 14:53

Norsk Ridder & Dottore

könnt ihr bitte die Rezepte einstellen? Beim Weizen hast du vermutlich darauf geachtet, nicht zu viele Nelken und Bananenaromen zu bekommen? Was denkt ihr über die Haltbarkeit der Aromen?

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#9

Beitrag von MainzerBrauer » Sonntag 5. April 2015, 15:05

Hallo,

ich hab letztes Jahr auch ein Fruchtweizen gemacht, was mir sehr gut gefallen hat.
Habe Tiefkühl Kirschen, Himbeeren und Waldbeeren gekauft (Zusatz und Konservierungsstoffe meiden), mit der Küchenmaschine gehackt und anschließend auf das frisch durchgegorene Weizen gegeben.
Ist dann nochmal für ein paar Tage angekommen und nach einer Woche habe ich abgefüllt. Der Fruchtbrei war ein stabiler Bodensatz aber für die letzten Flaschen war es gut, dass ich das ganze nochmal durch einen Teefilter hab laufen lassen.

War sehr zufrieden und werds dieses Jahr definitiv nochmal wiederholen.

Gut Sud!
Simon

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#10

Beitrag von klostersander » Sonntag 5. April 2015, 15:39

Hatte im letzten Jahr auch ein Weizen mit frischen Früchten in der Hauptgärung gemacht.
Ich hatte eine Hälfte mit Erdbeeren und eine mit Kirschen angesetzt.

Hier der Bericht aus dem alten Forum

Gruß Matze

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#11

Beitrag von Norsk Ridder » Sonntag 5. April 2015, 16:06

Hier das Rezept zu meinem Himbeerbier. Ich hab nicht nochmal alle kleinen Details gecheckt, aber die Mengenangaben, Temperaturen und Zeiten stimmen auf jeden Fall. Das Rezept kommt direkt aus BrewSmith und ich hoffe, dass Englisch kein Problem ist.
Dateianhänge
Wolfmagen.pdf
(107.33 KiB) 824-mal heruntergeladen
Bild

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#12

Beitrag von Tobieras » Sonntag 5. April 2015, 16:11

Das schaut ja alles wirklich sehr gut aus. Ich habe mich nun entschlossen auch auf ca. 60g/L hoch zu gehen. Das wird ja ein knalliges Red Ale.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#13

Beitrag von Norsk Ridder » Sonntag 5. April 2015, 17:17

Das "Rubaeus" von Founders Brewery hat mich übrigens zu meinem Himbeerbier inspiriert. Das wohl beste Fruchtbier, was ich je getrunken habe und was kein Lambic ist: http://foundersbrewing.com/our-beer/rubaeus/
Bild

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#14

Beitrag von Dr Huppertz » Sonntag 5. April 2015, 19:02

Stink normales Weizen, eher auf Banae denn auf Nelke. Mit forbidden fruit vergoren und dann die Himbeeren rein. Tiefkühlware ist meiner Meinung nach besser, wegen Keimen und die Zellwände der Früchte sind schon aufgebrochen.

Ich freue mich auf die Erdbeer Saison :)

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#15

Beitrag von GregorSud » Sonntag 5. April 2015, 19:34

Cool, danke euch beiden! Sobald mal wieder Leergut frei ist, gehts los ;)

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#16

Beitrag von prueegg » Sonntag 5. April 2015, 20:16

Super Idee mit den Himbeeren.

Am Samstag habe ich mit Kollegen wieder mal im grossen Stil gebraut und dabei ist aus dem hellen Weizenbier noch ein kleines Nebenprodukt entstanden.
Nachdem genug fürs normale Weizen abgeläutert wurde haben wir noch ein paar übrig gebliebene Liter mit 7° Plato aufgefangen und mit Cascade gekocht.
Damit das ganze nicht ganz so schmalbrüstig daher kommt, haben wir das ganze mit Zucker noch auf 12° Plato erhöht.

Nun werde ich daraus noch ein Himbeer-Weizen herstellen. Ich habe im Tiefkühler noch ein paar übrig gebliebene Himbeeren vom Vorjahr gefunden und werde diese dann irgendwann nächste Woche dem Gärtank hinzufügen. Mit der Menge an Himbeeren werde ich nicht sparen. Schliesslich sind ja 40 % der Stammwürze aus Zucker, dementsprechend trocken wird das Ausgangsbier sein.

Bin schon jetzt gespannt auf's Resultat.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#17

Beitrag von s3b0 » Dienstag 7. April 2015, 11:35

Bei meinem Weissbier-Sud ist die Gärung seit gestern auch durch.
Ich lass es aber gewöhnlich noch ein paar Tage stehen, um es zu klären.

Ich werd 10L davon abzweigen und mit Himbeeren versetzen, mal sehen was es wird! Ich bin sehr gespannt :thumbsup

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#18

Beitrag von Ursus007 » Dienstag 7. April 2015, 15:49

s3b0 hat geschrieben:Bei meinem Weissbier-Sud ist die Gärung seit gestern auch durch.
Ich lass es aber gewöhnlich noch ein paar Tage stehen, um es zu klären.
Warum läßt Du ein Weissbier klären? Ist aus meiner Sicht - den Biertyp betreffend - nicht notwendig.
Oder hast Du Gründe? Wenn ja, welche?

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#19

Beitrag von masch1 » Dienstag 7. April 2015, 15:59

Ich werd die Anregung von Ursus mal in angriff nehmen da ich noch 20 kg Schwarze Johannisbeeren in meiner Gefriertruhe hab
und den nächsten Ansatz Weißbier in 2x10 liter Teilen einmal Himbeere und einmal Schwarze Johannisbeere.
Mit der Johannisbeere werde ich ein wenig vorsichtig sein und nur 0,8 kg auf 10 Liter verwenden.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#20

Beitrag von s3b0 » Dienstag 7. April 2015, 22:22

Ursus007 hat geschrieben:
s3b0 hat geschrieben:Bei meinem Weissbier-Sud ist die Gärung seit gestern auch durch.
Ich lass es aber gewöhnlich noch ein paar Tage stehen, um es zu klären.
Warum läßt Du ein Weissbier klären? Ist aus meiner Sicht - den Biertyp betreffend - nicht notwendig.
Oder hast Du Gründe? Wenn ja, welche?

Ursus
Ich hab eben ungern 3mm Hefe am Flaschenboden, das ist mir für eine Halbe zu viel - ich finde da passt dann das Mischungsverhältnis Hefemenge/Biermenge nicht mehr so gut.

Seit ich das Bier noch ein paar Tage klären lasse, hab ich in etwa ein Verhältnis wie bei Schneider TAP7 (Hefe/Bier) und so find ich es perfekt :thumbup

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#21

Beitrag von FloMeGue » Dienstag 7. April 2015, 22:33

Mal ne andere Frage: Schmecken Biere, die mit Beeren gestopft werden nicht säuerlich? Ist meiner Meinung nach des schlimmste was ein Bier sein kann....

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#22

Beitrag von Tobieras » Mittwoch 8. April 2015, 14:19

FloMeGue hat geschrieben:Mal ne andere Frage: Schmecken Biere, die mit Beeren gestopft werden nicht säuerlich? Ist meiner Meinung nach des schlimmste was ein Bier sein kann....
Ich gebe auch zu, die Himbeeren deshalb mitgekocht zu haben. :redhead
Das Bier riecht zwar nach Himbeeren, aber ich bin mal gespannt was da jetzt rauskommt. Glaube irgendwie, dass Kochen nicht so die Hammer-Idee war.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#23

Beitrag von cosmophobia » Mittwoch 8. April 2015, 14:30

FloMeGue hat geschrieben:Schmecken Biere, die mit Beeren gestopft werden nicht säuerlich? Ist meiner Meinung nach des schlimmste was ein Bier sein kann....
In "Designing great beers" steht, dass ein Furchtbier immer etwas säuerlich sein sollte, sonst kommt das fruchtige nicht gut raus und wirkt eher dumpf.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#24

Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 8. April 2015, 14:58

s3b0 hat geschrieben:
Ursus007 hat geschrieben:Oder hast Du Gründe? Wenn ja, welche?
Ich hab eben ungern 3mm Hefe am Flaschenboden, das ist mir für eine Halbe zu viel - ich finde da passt dann das Mischungsverhältnis Hefemenge/Biermenge nicht mehr so gut.
Ok, versteh ich, obwohl bei Weissbier ist ein mm mehr auch kein Beinbruch. Aber ist völlig i.O. so.
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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#25

Beitrag von s3b0 » Mittwoch 15. April 2015, 06:53

Servus,

hab gestern mein Himbeer-Weissbier abgefüllt.

Links im Bild: Tricicum Wormatia _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Rechts im Bild: Triticum Wormatia mit Himbeeren
fdsat.jpg
Ich hab - wie berichtet - 10L meines Weissbier-Sudes abgezweigt und mit Himbeeren versetzt.
Die Himbeeren hab ich kurz etwas erhitzt, zerstoßen und nach Abkühlen dem Sud zugesetzt.
Anschließend ist die Gärung für 2 Tage nochmal angesprungen.
Nach nochmals 3 Tagen Klärung wars dann Zeit für die Flaschen.
Nun bin ich auf das Ergebnis gespannt. Aktueller Status: Flaschenreife

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#26

Beitrag von prueegg » Mittwoch 15. April 2015, 07:06

s3b0 hat geschrieben:Servus,

hab gestern mein Himbeer-Weissbier abgefüllt.
:thumbsup

Genau das habe ich gestern auch gemacht. Ein Foto schiesse ich dann mal vom Endergebnis.
Meines ist durch und durch rot geworden.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#27

Beitrag von s3b0 » Mittwoch 15. April 2015, 07:56

@ prueegg

Wieviele Himbeeren hast Du genomme?
Bei mir waren es 600g auf 10L
Zuletzt geändert von s3b0 am Mittwoch 15. April 2015, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#28

Beitrag von prueegg » Mittwoch 15. April 2015, 08:49

Ganz genau habe ich nicht gewogen.
Es waren schätzungsweise 1.5 kg auf meine 10 Liter.


Diese habe ich tiefgefrohren im Mixer zerkleinert und so in den Gärtank geworfen.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#29

Beitrag von s3b0 » Mittwoch 15. April 2015, 08:59

Ok Danke.

>> Dann steht wohl in ca. 2 Wochen ein Farbvergleich an :thumbsup

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#30

Beitrag von masch1 » Mittwoch 15. April 2015, 09:27

Ich will es dieses WE auch versuchen habt ihr die Beeren zu beginn der Gärung oder später

Ich werd 10 Liter mit Himbeeren und 10 Liter mit Schwarzen Johannisbeeren (Casis) machen

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#31

Beitrag von Dr Huppertz » Mittwoch 15. April 2015, 09:41

So sah meins aus vor dem abfüllen und so sieht es auch noch aus :-)
Himbeertoni.png
Himbeertoni.png (315.94 KiB) 9884 mal betrachtet

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#32

Beitrag von prueegg » Mittwoch 15. April 2015, 09:47

Meine Berren mussten 5 Tage auf das vergorene Bier warten :puzz
Ich vermute es ist besser, wenn die Hauptgärung schon durch ist.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#33

Beitrag von hiob4114 » Mittwoch 15. April 2015, 10:41

Ich war heute auf der Suche nach Anregungen, was ich morgen so brauen könnte... jetzt weis ichs!
Auch ich hab noch Himbeeren in der Tiefkühltruhe, die sind soeben verplant worden! :thumbsup

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#34

Beitrag von s3b0 » Mittwoch 15. April 2015, 11:08

masch1 hat geschrieben:habt ihr die Beeren zu beginn der Gärung oder später?
Bei mir wars folgende Reihenfolge:
- Hauptgärung durchziehen
- umschlauchen
- Himbeeren dazu
- Weitere Gärung durchziehen
- umschlauchen (gleichzeitig mit Teesieb "filtern")
- Auf Speise schlauchen
- Abfüllen

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#35

Beitrag von masch1 » Mittwoch 15. April 2015, 11:10

Danke schon mal

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#36

Beitrag von Dr Huppertz » Mittwoch 15. April 2015, 11:18

Ich habe einfach die Beeren nach der Hauptgärung so wie sie waren TK in den Gärbottich geworfen und eine Woche gewartet. Dann umgeschlaucht und abgefüllt.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#37

Beitrag von Brauhecht » Mittwoch 15. April 2015, 21:10

Hallo,
wie lange habt ihr das Bier reifen lassen bzw. wann sollte es trinkfertig sein?

Gruß Rolf, der am 04.04. sein Himbeerbier in Flaschen abgefüllt hat.
Bier, was nicht getrunken wird, hat seinen Beruf verfehlt!

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#38

Beitrag von afri » Mittwoch 15. April 2015, 21:57

Brauhecht hat geschrieben:Hallo,
wie lange habt ihr das Bier reifen lassen bzw. wann sollte es trinkfertig sein?

Gruß Rolf, der am 04.04. sein Himbeerbier in Flaschen abgefüllt hat.
Abhängig von der Hefe zwei Wochen bis drei Monate, würde ich mal schätzen. Da nach der Nachgärung Schluss ist, müsste dieser Zeitpunkt als frühester Trinkzeitpunkt gelten. Falls sich an den Himbeeren allerdings nach langer Zeit nichts mehr ändert, mag ich falsch liegen und jegliche Hefe hat keinen Einfluss darauf. Aber ich würde es zumindest probieren, wie sich das Himbeerbier nach einem Jahr macht, obwohl es obergärig bereits nach einem Monat ausgetrunken war (bis auf die Jährlinge). Dazu sind Notizen beim Genuss nötig, die ich ebenfalls anlege; macht nicht jeder, wäre aber gut.
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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#39

Beitrag von s3b0 » Donnerstag 16. April 2015, 08:20

Ich peil mal eine Flaschenreife von 2 Wochen an!

Ich bin sehr auf euer Ergebnis gespannt! :thumbsup

Der Martin
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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#40

Beitrag von Der Martin » Samstag 18. April 2015, 16:58

Hallo zusammen,

inspiriert von diesem thread habe ich auch eine kleine Menge meines Weißbieres abgezwackt und nach der HG für eine Woche mit 100 g/l Himbeeren versetzt. Heute habe ich abgefüllt. Dabei kam es zu einem kleinen Schock, denn das Himbeerbier hat zwar eine schöne Farbe, aber es schwamm irgendwas weißes auf der Oberfläche (siehe Bild). Hat jemand sowas ähnliches schon gehabt? Wie Schimmel sieht es nicht aus, aber trotzdem bereitet mit das Ganze Sorgen...
20150418_162338.jpg

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#41

Beitrag von Dr Huppertz » Samstag 18. April 2015, 18:02

ich bin kein Profi, aber das sieht nach einer Infektion aus, irgendwo war hier schon mal so nen Bild. Essig Bakterien oder so? Aber die Experten werden sicher noch was dazu sagen.

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#42

Beitrag von masch1 » Samstag 18. April 2015, 20:10

Das dürfte sich um Eiweis handeln

Dave1987
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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#43

Beitrag von Dave1987 » Samstag 18. April 2015, 22:54

Kann auch Kahmhefe sein, ist aber schwer zu sehen. Zumindest diese leicht durchsichtigen Platten.
Schmeckt es schecht?
Wenn es sich um Kahmhefe handelt würde ich an deiner Stelle ganz vorsichtig von unten abziehen und die letzten paar Liter verwerfen. Kahmhefe breitet sich nur an der Oberfläche und knapp darunter aus.

Grüße
Dave
"Unverhopft kommt oft."

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#44

Beitrag von s3b0 » Donnerstag 23. April 2015, 06:49

Gestern war´s so weit.

Himbeer-Weissbier (Triticum Wormatia)

Fazit:
Also wer auf Himbeer-Bowle steht, dürfte mit diesem Getränk voll bedient sein.
Mit einem Weissbier hat es allerdings nicht mehr viel zu tun.
Alkoholgehalt schätz ich auf ca. 6% Vol. (Das Weissbier als Grundlage dafür hatte 5,7% Vol)

Schaum hält nicht besonders lange, sehr ausgewogener Geschmack, nicht sauer o.ä.
>> nur eine volle Himbeere liegt geruchlich im Glas.
Beim Antrinken hat man aber bereits das Gefühl als ob man Bowle trinkt :Bigsmile
20150422_152049.jpg
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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#45

Beitrag von s3b0 » Sonntag 10. Mai 2015, 21:04

Gibts noch weiteres Feedback?

Haben doch damals mehrere proBIERt oder?

nacron
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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#46

Beitrag von nacron » Montag 11. Mai 2015, 13:05

Verdammt jetzt hab ich ziemlich lust ein Himbeer Pale Ale zu brauen.
Die ganzen Ergebnisse sehen richtig lecker aus!
Ich hatte in einem HBST (Rhein Main) mal eines von Neubierig und fand das zieeeemlich lecker!
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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#47

Beitrag von prueegg » Montag 11. Mai 2015, 20:41

image.jpg
Farbe: Eindeutig Himbeere
Geschmack: Hat die Erwartungen übertroffen. Ist ein eindeutig als Himbeerbier zu bezeichnen. Leicht säuerlich im positiven Sinn. Durstlöscher :Bigsmile
Relativ wenig Restsüsse. Für meinen Geschmack genau richtig. Für meine Frau dürfte es noch süsser sein.

Ich werde sowas wieder mal machen. :thumbsup

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#48

Beitrag von Neubierig » Dienstag 12. Mai 2015, 09:18

nacron hat geschrieben:Verdammt jetzt hab ich ziemlich lust ein Himbeer Pale Ale zu brauen.
Die ganzen Ergebnisse sehen richtig lecker aus!
Ich hatte in einem HBST (Rhein Main) mal eines von Neubierig und fand das zieeeemlich lecker!
Danke :Bigsmile War das aber nicht mein Erdbeerweizen? Ich habe dieses Jahr zum ersten mal ein Himbeerweizen gebraut (vom Rudelschroten in April), es scheint aber momentan nicht mit dem Gären aufhören zu wollen. Trocken wird es auf jeden Fall sein ...

Cheers,

Keith :-)
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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#49

Beitrag von Hesse » Dienstag 12. Mai 2015, 12:17

Hallo Keith,
hattest Du nicht ein Heidelbeerweizen im April dabei?
Guten Sud

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Re: Himbeeren - Kochen oder Stopfen?

#50

Beitrag von Neubierig » Dienstag 12. Mai 2015, 12:52

Hesse hat geschrieben:Hallo Keith,
hattest Du nicht ein Heidelbeerweizen im April dabei?
Jo, aber nacron war nicht da, oder? Er ist in Madagaskar - es musste also im letzten Sommer gewesen sein. Damals hatte ein Erdbeerweizen und ein Tellerpfirsichweizen.

Das Heidelbeerweizen werde ich auf jeden Fall wieder brauen :Smile

Cheers,

Keith :-)

Edit, Oh, und so dass ich nicht komplett OT gehe - ich hatte meine Himbeeren so behandelt:

In einem Topf, im Terminator gelegt (schwimmend), und dann bei 80°C für 30 Minuten pasteurisiert. Die gingen dann nach der Hauptgärung ins Bier (also Stopfen). Mit hopfen kochen wollte ich nicht, da Aromaverlust, und nicht nachher unbehandelt ins Bier. Ich wollte die aber auch nicht kochen, da so macht man Marmelade, und ich wollte keine Gelee im Bier :Smile

Jede Obstsorte braucht unterschiedliche Mengen. So habe ich es bisher gehandhabt:

Erdbeeren 2kg auf 10l
Pfirsiche 2kg auf 10l
Heidelbeeren 2,5 - 3kg auf 10l (ich hatte 2 kg auf 7l, werde nächstes Mal mehr nehmen)

Erste Probe mit Himbeeren 1,5kg auf 10l - werde ich verkosten und evtl ändern falls es einen zweiten Versuch geben sollte.
Zuletzt geändert von Neubierig am Mittwoch 13. Mai 2015, 11:15, insgesamt 1-mal geändert.
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