Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

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Matze
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Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#1

Beitrag von Matze » Freitag 13. November 2015, 06:17

Guten Morgen,

bisher habe ich 60 Stück 1L Flaschen mit Bügelverschluss. Bei manchen Biersorten wärs aber auch nicht schlecht in 0,33 l Flaschen mit Kronkorken abzufüllen. Leider habe ich im Internet noch nirgends handelsübliche 0,33 l Vichy Flaschen
gefunden, die preislich auch nur annähernd an Pfandflaschen heranreichen.

Bekommen die Großbrauereien so unglaubliche Flaschenpreise, daß Sie nur 8 cent Pfand verlangen müssen, oder denken
die die Bierkästen kommen sowieso zurück ?

Gruss

Matze

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kabelschmidt
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#2

Beitrag von kabelschmidt » Freitag 13. November 2015, 07:57

Das Problem haben auch die Brauereien. Auf der BRAU in Nürnberg sprach ich mit einem Brauer aus Brandenburg u.a. darüber. Er verwendet Bügelverschlußflaschen 0,5l mit Pfandwert 0,25€. Jetzt habe ich die genaue Zahl nicht im Kopf, aber ich glaube er sagte 60ct, die er für neue Flaschen bezahlt.

Warum die seit ... bzw. schon immer gültigen 8ct (bzw. früher 15 Westpfennig bzw. 10 Ostpfennig) nicht wenigstens auf 10 ct aufgerundet werden können, weiß ich auch nicht.

Gruß aus Berlin
kabelschmidt

Martin77
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#3

Beitrag von Martin77 » Freitag 13. November 2015, 08:38

Matze hat geschrieben: oder denken die die Bierkästen kommen sowieso zurück ?
Genau, bleiben auch Eigentum der Brauerei. Ist ja Pfand und nicht Kaufpreis.

Gruss, Martin.

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#4

Beitrag von Rob5 » Freitag 13. November 2015, 09:03

Martin77 hat geschrieben:
Matze hat geschrieben: oder denken die die Bierkästen kommen sowieso zurück ?
Genau, bleiben auch Eigentum der Brauerei. Ist ja Pfand und nicht Kaufpreis.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Auf dauerhaft individualisierte Mehrwegpfandflaschen (Prägung, Guss) trifft das zu, auf die Flaschen ohne Individualisierung (sog. Einheitsflasche) jedoch nicht. Bei letzteren geht das Eigentum auf den Käufer über.

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#5

Beitrag von Ursus007 » Freitag 13. November 2015, 09:24

kabelschmidt hat geschrieben:Das Problem haben auch die Brauereien. Auf der BRAU in Nürnberg sprach ich mit einem Brauer aus Brandenburg u.a. darüber. Er verwendet Bügelverschlußflaschen 0,5l mit Pfandwert 0,25€. Jetzt habe ich die genaue Zahl nicht im Kopf, aber ich glaube er sagte 60ct, die er für neue Flaschen bezahlt.
Hat der Braumeister der Braumanufaktur Potsdam auch erzählt. Die konnten im vergangenen Jahr einen Sud erst verzögert abfüllen, weil denen das Leergut ausgegangen ist. Er meinte, dass die 0,5l-Bügelflaschen gerne von den Käufern für Wein, Limo, Essig, Likör usw. zweckentfremdet weiterverwendet werden und so nicht den Weg zurück in die Brauerei finden.

Ich denke aber, dass die millionenfach umlaufenden Standard-0,33l- oder 0,5l-Flaschen (Maurer, NRW, Steinie) und wir Hobbybrauer mit den 50-100 Flaschen im eigenen "Zwischenlager" den Pfandkreislauf nicht so nicht so gravierend beeinflussen. Wir geben sie ja meistens auch zurück ... nur eben später.
Aus der Kehle dringt ein Schrei:
Schütt's nei, schütt's nei!

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#6

Beitrag von masch1 » Freitag 13. November 2015, 09:34

Bei uns ist eine kleine Brauerei (Bergerbräu Reischach) die haben auf Bügelverschluss Flaschen pro Kiste 10€ pfand

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#7

Beitrag von philipp » Freitag 13. November 2015, 09:48

Ursus007 hat geschrieben: Ich denke aber, dass die millionenfach umlaufenden Standard-0,33l- oder 0,5l-Flaschen (Maurer, NRW, Steinie) und wir Hobbybrauer mit den 50-100 Flaschen im eigenen "Zwischenlager" den Pfandkreislauf nicht so nicht so gravierend beeinflussen. Wir geben sie ja meistens auch zurück ... nur eben später.
Hier habe ich übrigens neulich eine Bitte an die Hobbybrauer und (kommerziellen) Hausbrauer gehört, die ich hier einfach mal wiederholen möchte:

Wenn ihr Einheits-Mehrwegflaschen nehmt, dann beklebt diese bitte nur mit wasserlöslichen Etikettenklebern wie z.B. Milch.

Wer da selbstklebende Etiketten oder so nimmt, und die Flaschen danach wieder in den Pfandkreislauf bringt, sorgt mit Sicherheit dafür, dass die Flasche verschrottet wird. Außerdem hält es natürlich die Abfüllung auf, wenn nicht nur vereinzelt Flaschen, sondern manchmal kästenweise Flaschen aussortiert werden müssen.

Faustregel: Wenn sich das Etikett nach einem Wasserbad nicht quasi von alleine löst, macht ihr was falsch.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#8

Beitrag von Brauknecht96 » Freitag 13. November 2015, 10:12

Bei Abnahmemenge in der Größenordnung eines LKWs kostet die neue 0,5er Kronkorkenflasche etwa 12 Cent ex Mwst, die 0,33er etwas weniger. Ich kaufe mir in einer Brauerei neue unbenutzte Flaschen und bezahle dafür 3 EUR pro Kiste (Freundschaftspreis). Neue Bügelflaschen sind dagegen richtig teuer. Ich glaube so um die 60 bis 70 Cent.

Das Pfandsystem hat mir mal ein Braumeister erklärt. Ich hoffe ich gebe es annähernd richtig wieder. (Achtung! Ab jetzt gefährliches Halbwissen.) Es gibt eine Art Pool, in denen die meisten Brauereien einzahlen. Dieser Pool beschafft ausreichend Flaschen für den deutschen Getränkemarkt (Standardflaschen, nicht die, auf denen Veltins oder Radeberger steht) und ersetzt eben auch kontinuierlich ausgediente Flaschen oder Bruch. Die Brauereien benutzen diese nur, heißt: waschen, füllen, Bier darin verkaufen. Das Pfand ist dabei nur Mittel zum Zweck, dass die Flaschen nicht im Müll sondern wieder im Pfandkreislauf landen. Die Flaschen sind nicht im Eigentum der Brauereien sondern nur deren personalisierte Kästen.

Derzeit soll es ein enormes Überangebot an Pfandflaschen im Pfandkreislauf geben. Da viele neue "Kleinbrauereien" keine Flaschenwaschanlage haben, wird das Bier immer in neue Flaschen gefüllt (die 3-EUR-Biere mit den lustig bunten Ettiketen sind meist in neuen Flaschen anzutreffen). Da diese Flaschen außerhalb des Pfandsystems beschafft werden, landen also ständig zusätzliche Flaschen im Pfandkreislauf - die keiner so richtig braucht.

Eine Flaschenwaschanlage (plus Medien plus Personal) muss die Flasche so günstig waschen, dass es sich lohnt, vom Flaschenneukaufen auf das Pfandsystem umzusteigen. Also weniger als Flaschenneupreis minus Pfand. Das ist bei den 1- oder 2-Mann/Frau Brauereien eben nicht möglich.

Die neue tolle "Kraftbierwelt" hat eben auch so seine ökologischen Schattenseiten. (CO2-Emissionen vs. Biervielfalt)

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#9

Beitrag von Boern » Freitag 13. November 2015, 10:33

Hallo,

die Flaschen kosten im Einkauf einiges mehr als an Pfand wieder reinkommt.
Da nur ein Teil der Flaschen wieder zur Brauerei zurückkommt (so etwa die Hälfte), ist das ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.
Selbst die Gebrauchtflaschen, die man kaufen kann, liegen weit über dem Pfandpreis.
Die Preisdifferenz muss dann eben über den Bierpreis kompensiert werden.

Viele Grüße
Börn
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#10

Beitrag von nobody2k » Freitag 13. November 2015, 10:57

Mh, der Brauerei gehören die Flaschen ja nicht, die beteiligen sich am Pfandsystem...
Streng genommen ist das Abfüllen des eigenen Biers in eine Pfandflasche ja auch ned erlaubt, schließlich gehören dir die Flaschen ja nicht (hast nur einen Einsatz dafür bezahlt und keinen Kaufpreis...)
Grüße,
Christoph

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#11

Beitrag von Boern » Freitag 13. November 2015, 11:34

nobody2k hat geschrieben:Mh, der Brauerei gehören die Flaschen ja nicht, die beteiligen sich am Pfandsystem...
Die Brauerei kauft erstmal die Flaschen und bringt diese dann in das Pfandsystem ein.
Viele Flaschen werden halt im Supermarkt zurückgegeben und nicht in der Brauerei - oder es kommen Flaschen zurück, die die Brauerei gar nicht verwendet.
Diese werden dann wieder aus dem Pfandsystem von spezialisierten Unternehmen aus dem Pfandsystem rausgekauft und teurer weiterverkauft.

Das Pfandsystem zwingt die Getränkehersteller quasi dazu, das Eigentum an den Flaschen aufzugeben und regelmäßig mit neuen Flaschen zu versorgen.
Wäre schon fairer, wenn das Pfand etwas näher am Einkaufspreis läge.

Viele Grüße
Börn
Zuletzt geändert von Boern am Freitag 13. November 2015, 13:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#12

Beitrag von philipp » Freitag 13. November 2015, 12:03

nobody2k hat geschrieben:Mh, der Brauerei gehören die Flaschen ja nicht, die beteiligen sich am Pfandsystem...
Streng genommen ist das Abfüllen des eigenen Biers in eine Pfandflasche ja auch ned erlaubt, schließlich gehören dir die Flaschen ja nicht (hast nur einen Einsatz dafür bezahlt und keinen Kaufpreis...)
Irgendwo im Forum geistert noch eine juristische Einschätzung rum. Mein Gedächtnis sagt dazu: Bei Embossingflaschen hast du Recht, bei Einheits-Pfandflaschen ist das eine beliebte Jura-Klausur/Haus-Aufgabe, die meistens mit: "Die Flasche gehört dir, bis du sie wieder zurück verkaufst" beantwortet wird.

Unterm Strich wäre es sonst für eine Brauerei auch schlimm - diese müsste alle Flaschen mit Fremdetikett komplett aussondern und der Besitzerbrauerei schicken (bzw. zur Abholung anbieten). Wäre ja auch eine ziemlich dumme Lösung.
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#13

Beitrag von Fe2O3 » Freitag 13. November 2015, 12:16

Rob5 hat geschrieben:Das kann man so pauschal nicht sagen. Auf dauerhaft individualisierte Mehrwegpfandflaschen (Prägung, Guss) trifft das zu, auf die Flaschen ohne Individualisierung (sog. Einheitsflasche) jedoch nicht. Bei letzteren geht das Eigentum auf den Käufer über.
Das würde ich mal gaaaanz stark bezweifeln (nicht nur spricht das gegen alles was hier sonst so bisher zu "Pfandflaschen" geschrieben wurde, sondern auch gegen alles, was ich bisher so über das Flaschen-Pfandsystem gehört/gelesen habe)....
Ohne persönlich werden zu wollen - aber wer so ne Einstellung hat, ist sich auch sicher, dass die super praktischen Draht-Wägen aus dem Supermarkt in den Eigentum des Kunden über geht - schließlich hat er den ja für 1 Euro gekauft :Shocked :P

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#14

Beitrag von Ladeberger » Freitag 13. November 2015, 12:27

Die Klausur war glaube ich diese hier: http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoe ... aschen.pdf

Gruß
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#15

Beitrag von Malzwein » Freitag 13. November 2015, 12:28

"Eine Flaschenwaschanlage (plus Medien plus Personal) muss die Flasche so günstig waschen, dass es sich lohnt, vom Flaschenneukaufen auf das Pfandsystem umzusteigen."

Das ist eine der wichtigsten Aussagen zum Thema. Ohne zentrales Sammelsystem setzt sich für die Brauerei der Flaschenpreis einer wiederverwerteten Pfandflasche aus dem Pfand und den Kosten zur Wiederinbetriebnahme der Flasche zusammen. Letzteres dürfte weit höher sein als die Pfandpfennige. Das zentrale Pfandsystem ist durch die individualisierung der Flaschen möglicherweise sowieso der Witz in Tüten. Die Ökobilanz für die Wiederverwertung einer zum Teil handsortierten, quer durch Deutschland oder gar Europa gefahrenen Pfandflasche zu einer bestimmten Brauerei würde mich mal interessieren. Für die Einheitsflaschen mag das noch sinnvoll sein, aber wenn jede Großbrauerei ihr Süppchen kocht? Die Weiterverwertung im Glascontainer ist vermutlich für viele Betrieb die günstigere Lösung, zumal der echte Flaschenpreis mit Sicherheit in der Preiskalkulation berücksichtigt wird.
Gruß Matthias

Jep, Bier wird´s immer... meist auch trinkbar und manchmal ist es richtig gut! :P

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#16

Beitrag von Rob5 » Freitag 13. November 2015, 12:34

Fe2O3 hat geschrieben:
Rob5 hat geschrieben:Das kann man so pauschal nicht sagen. Auf dauerhaft individualisierte Mehrwegpfandflaschen (Prägung, Guss) trifft das zu, auf die Flaschen ohne Individualisierung (sog. Einheitsflasche) jedoch nicht. Bei letzteren geht das Eigentum auf den Käufer über.
Das würde ich mal gaaaanz stark bezweifeln (nicht nur spricht das gegen alles was hier sonst so bisher zu "Pfandflaschen" geschrieben wurde, sondern auch gegen alles, was ich bisher so über das Flaschen-Pfandsystem gehört/gelesen habe)....
Ohne persönlich werden zu wollen - aber wer so ne Einstellung hat, ist sich auch sicher, dass die super praktischen Draht-Wägen aus dem Supermarkt in den Eigentum des Kunden über geht - schließlich hat er den ja für 1 Euro gekauft :Shocked :P
Der BGH hat sich so in seinem Urteil vom 09.07.2007 Az. II ZR 233/05 (Seite 6) dazu geäußert. Wie man an der Literaturzitierung sieht, scheint das - ohne hier weiter nachgeforscht zu haben - auch ganz herrschende Meinung zu sein.

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#17

Beitrag von Alt-Phex » Freitag 13. November 2015, 12:40

Malzwein hat geschrieben: Das zentrale Pfandsystem ist durch die individualisierung der Flaschen möglicherweise sowieso der Witz in Tüten.
Wie man das überhaupt zulassen konnte verstehe ich bis heute nicht.
Malzwein hat geschrieben: Die Weiterverwertung im Glascontainer ist vermutlich für viele Betrieb die günstigere Lösung, zumal der echte Flaschenpreis mit Sicherheit in der Preiskalkulation berücksichtigt wird.
Richtig. Für Altglas bekommt man Geld, für das Lagern und verwalten von Fremdleergut nicht.
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#18

Beitrag von cyme » Freitag 13. November 2015, 12:46

Malzwein hat geschrieben:Das zentrale Pfandsystem ist durch die individualisierung der Flaschen möglicherweise sowieso der Witz in Tüten. Die Ökobilanz für die Wiederverwertung einer zum Teil handsortierten, quer durch Deutschland oder gar Europa gefahrenen Pfandflasche zu einer bestimmten Brauerei würde mich mal interessieren.
Deswegen kauf ich auch so einen Quark nicht, solchen Unsinn wie individualisierte Flaschen mag ich nicht noch finanziell unterstützen. :thumbdown

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#19

Beitrag von philipp » Freitag 13. November 2015, 13:10

Fe2O3 hat geschrieben: Ohne persönlich werden zu wollen - aber wer so ne Einstellung hat, ist sich auch sicher, dass die super praktischen Draht-Wägen aus dem Supermarkt in den Eigentum des Kunden über geht - schließlich hat er den ja für 1 Euro gekauft :Shocked :P
Das ist von der Sache her aber auch etwas komplett anderes. Die nimmst du ja auch nicht mit nach Hause - um sie dann woanders wieder abzugeben. Außerdem sind die häufig, ähnlich wie Embossing-Flaschen, fest auf den Händler (bzw. die Kette) geprägt.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#20

Beitrag von nobody2k » Freitag 13. November 2015, 13:11

philipp hat geschrieben:
nobody2k hat geschrieben:Mh, der Brauerei gehören die Flaschen ja nicht, die beteiligen sich am Pfandsystem...
Streng genommen ist das Abfüllen des eigenen Biers in eine Pfandflasche ja auch ned erlaubt, schließlich gehören dir die Flaschen ja nicht (hast nur einen Einsatz dafür bezahlt und keinen Kaufpreis...)
Irgendwo im Forum geistert noch eine juristische Einschätzung rum. Mein Gedächtnis sagt dazu: Bei Embossingflaschen hast du Recht, bei Einheits-Pfandflaschen ist das eine beliebte Jura-Klausur/Haus-Aufgabe, die meistens mit: "Die Flasche gehört dir, bis du sie wieder zurück verkaufst" beantwortet wird.

Unterm Strich wäre es sonst für eine Brauerei auch schlimm - diese müsste alle Flaschen mit Fremdetikett komplett aussondern und der Besitzerbrauerei schicken (bzw. zur Abholung anbieten). Wäre ja auch eine ziemlich dumme Lösung.
Ich kenn nur die rechtliche Lage in Österreich, da gehört die die Flasche definitiv nicht.
Und rein theoretisch ist nur der herausgebende Betrieb dazu verpflichtet exakt diese Flaschen wieder zurück zu nehmen...was in der Praxis eh anders aussieht, nur rechtlich gesehen ist es so :Smile
Grüße,
Christoph

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#21

Beitrag von Ladeberger » Freitag 13. November 2015, 13:22

nobody2k hat geschrieben:
philipp hat geschrieben:
nobody2k hat geschrieben:Mh, der Brauerei gehören die Flaschen ja nicht, die beteiligen sich am Pfandsystem...
Streng genommen ist das Abfüllen des eigenen Biers in eine Pfandflasche ja auch ned erlaubt, schließlich gehören dir die Flaschen ja nicht (hast nur einen Einsatz dafür bezahlt und keinen Kaufpreis...)
Irgendwo im Forum geistert noch eine juristische Einschätzung rum. Mein Gedächtnis sagt dazu: Bei Embossingflaschen hast du Recht, bei Einheits-Pfandflaschen ist das eine beliebte Jura-Klausur/Haus-Aufgabe, die meistens mit: "Die Flasche gehört dir, bis du sie wieder zurück verkaufst" beantwortet wird.

Unterm Strich wäre es sonst für eine Brauerei auch schlimm - diese müsste alle Flaschen mit Fremdetikett komplett aussondern und der Besitzerbrauerei schicken (bzw. zur Abholung anbieten). Wäre ja auch eine ziemlich dumme Lösung.
Ich kenn nur die rechtliche Lage in Österreich, da gehört die die Flasche definitiv nicht.
Und das weißt du woher? Direkt intuitiv ist die juristische Lehrmeinung in DE ja auch nicht. Das leuchtet erst auf den zweiten Blick ein.

Gruß
Andy

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#22

Beitrag von nobody2k » Freitag 13. November 2015, 14:12

Das kannst du bei jeder Brauerei nachlesen oder nachfragen.
Und rein logisch kann dir die Flasche ja auch nicht gehören, sonst hättest du ja keinen Einsatz bezahlt sondern den vollen Preis bezahlen müssen...
Grüße,
Christoph

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#23

Beitrag von hutschpferd » Freitag 13. November 2015, 14:27

philipp hat geschrieben: Faustregel: Wenn sich das Etikett nach einem Wasserbad nicht quasi von alleine löst, macht ihr was falsch.
Ich kenn genug Brauereien deren Etiketten sich nach einem Wasserbad nicht von alleine lösen.
Man muss ja nur mal an die Alufolie denken die bei vielen noch drauf ist!

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#24

Beitrag von philipp » Freitag 13. November 2015, 14:44

Faustregel. Nicht mehr.
Ich glaub, man kann erahnen, wie ich das meinte.
Die Grenze ist wohl überschritten, wenn man die Flasche lieber zurück in den Kreislauf gibt anstatt das Etikett selber abzuknibbeln.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#25

Beitrag von nobody2k » Freitag 13. November 2015, 15:36

hutschpferd hat geschrieben:
philipp hat geschrieben: Faustregel: Wenn sich das Etikett nach einem Wasserbad nicht quasi von alleine löst, macht ihr was falsch.
Ich kenn genug Brauereien deren Etiketten sich nach einem Wasserbad nicht von alleine lösen.
Man muss ja nur mal an die Alufolie denken die bei vielen noch drauf ist!
Du meinst Budweiser oder?
Die sind wirklich sehr nervig, ich könnt da die Alufolie ned runterfitzeln bei 20 Flaschen :Bigsmile
Grüße,
Christoph

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#26

Beitrag von kabelschmidt » Freitag 13. November 2015, 15:40

Man muss ja nur mal an die Alufolie denken die bei vielen noch drauf ist!

Stanniolhälse für Mehrwegflaschen sind perforiert. So kommt das Waschwasser an den Leim.

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#27

Beitrag von Scheibelhund » Samstag 14. November 2015, 21:58

Ich hab ewig überlegt, ob es sich überhaupt lohnt, Flaschen anzubieten, da mein Bier fast ausschließlich im eigenen Lokal verkauft wird. Inzwischen hab ich das so gelöst, daß ich eine Palette mit gut 1000 Stück 1-Liter-Weinflaschen, weiß, mit Schraubverschluß gekauft habe. Der Preis lag irgendwo zwischn 20 und 25 ct. Die verlang ich dann als Pfand. Damit ist jedem geholfen. Da das Bier an der Theke zum Mitnehmen abgefüllt und kein Flaschenbier im herkömmlichen Sinne ist, entfallen auch die Vorschriften zur Etikettengestaltung. Es steht daher nur der Name der Brauerei und des Lokal, sowie der Hinweis "Thekenabfüllung". In der weißen Flaschen sieht man die Bierfarbe und kann die Sorten unterscheiden, da das Etikett immer das gleiche ist. Die Schädlichkeit des Lichts ins in diesem Fall belanglos, da das Bier sofort getrunken wird und zwischenzeitlich kurz im dunklen Kühlschrank steht.
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aus Freude, daß der Frühling nah ist,
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aus Freude, daß er endlich da ist.

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#28

Beitrag von hoepfli » Samstag 14. November 2015, 22:36

weiß
ok , wer es sofort trinkt, dann ist es ok, aber wenn man Flaschen als Hobbybrauer sucht, sollten es doch dunkle Flaschen sein, oder?

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#29

Beitrag von Hagen » Sonntag 15. November 2015, 12:21

Ich kenne einige Kleinbrauer, die für ihre Flaschen/Kisten mindestens soviel Pfand nehmen wie die Kosten hierfür betragen.
Damit haben sie bei Nichtrückgabe keinen Verlust und bekommen zudem nur ihr eigenes Pfandgut zurück.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#30

Beitrag von Brauling » Sonntag 15. November 2015, 12:36

Genau so würde ich das auch handhaben.

Zusätzlich würde ich eine Art "Treue-punkte" System einführen, mit ner Art 10er-Stempelkarte.
Pro vollständiger, intakter und ausgespülter Leergutrückgabe gibts ein Stempel, mit 10 Stempel gibts Freibier oder ein Bierglas oder was auch immer.

Geht natürlich nur bei Verkauf ab Brauerei...

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#31

Beitrag von Hagen » Sonntag 15. November 2015, 12:38

Treuepunkte brauchst du da nicht. Wenn die Leute bei dir mehr als den doppelten regulären Pfand bezahlen müssen, bringen sie dir das Pfandgut schon zurück. Wenn nicht - umso besser ;-)
Besten Gruß

Hagen

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#32

Beitrag von Brauling » Sonntag 15. November 2015, 12:41

Mir gings da auch eher ums ausgespülte :)
Gereinigt werden müssen die Flaschen sowieso, es erleichtert aber due Arbeit etwas wenn nicht in allen Flaschen der 2 Monate alte eingetrocknete Hefebatz drin klebt.

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#33

Beitrag von philipp » Sonntag 15. November 2015, 15:50

Hagen hat geschrieben:Treuepunkte brauchst du da nicht. Wenn die Leute bei dir mehr als den doppelten regulären Pfand bezahlen müssen, bringen sie dir das Pfandgut schon zurück. Wenn nicht - umso besser ;-)
Das ist gerade bei den 1l-Bügelverschlussflaschen aber ein Problem. Die Altbrauereien nehmen 60 Cent Pfand, viele Gasthofbrauereien 2€.
Wie sieht es aus, wenn jemand mit 20 Flaschen um die Ecke kommt, auf denen kein Etikett mehr zu sehen ist?
Wer willkürlich den Preis ansetzt, sollte auf jeden Fall ziemlich eindeutige Flaschen haben ;-)


Und wegen der Stempelkarte: Wer gewerblich Bier abfüllt (und nicht nur Eigentumsflaschen des Kunden direkt neu befüllt), sollte sowieso eine gute Flaschenspülmaschine haben, die vor- und nachspült. Es gibt auch Kunden, die nicht trinkbare Flüssigkeiten in Lebensmittelflaschen aufbewahren.

Saueklig, aber an solche Idioten muss man denken.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#34

Beitrag von flying » Sonntag 15. November 2015, 16:18

Ich hab die juristischen Sachen jetzt nicht gelesen..finde es aber seltsam, wenn man einen Pfandpreis ansetzt, der den tatsächlichen Preis einer neuwertigen Flaschen überschreitet? Das bringt die Kunden zwar dazu die Flaschen zurückzubringen aber es gehen auch Flaschen (beim Kunden) zu Bruch und damit würde irgendwer Gewinn machen. Dann wohl eher die Getränkemärkte..?
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#35

Beitrag von Fe2O3 » Sonntag 15. November 2015, 16:40

flying hat geschrieben:Ich hab die juristischen Sachen jetzt nicht gelesen..finde es aber seltsam, wenn man einen Pfandpreis ansetzt, der den tatsächlichen Preis einer neuwertigen Flaschen überschreitet? Das bringt die Kunden zwar dazu die Flaschen zurückzubringen aber es gehen auch Flaschen (beim Kunden) zu Bruch und damit würde irgendwer Gewinn machen. Dann wohl eher die Getränkemärkte..?
Bitte um Korrektur, falls ich da was falsche verstehe...
Aber zahlen die Getränkemärkte nicht auch den Pfand an den Lieferanden/Hersteller, von dem die (vollen) Flaschen bezogen werden? Und wenn er dann Leergut nicht zurück gibt, bekommt er das Geld entsprechend auch nicht?
d.h. der Gewinn müsste beim Hersteller liegen, oder?

lG
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#36

Beitrag von flying » Sonntag 15. November 2015, 16:47

Na ja, dann würden die Märkte die fehlenden Flaschen durch deutlich billigere neue Flaschen ersetzen und zurückgeben. Der Differenzbetrag wäre Gewinn...
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#37

Beitrag von Fe2O3 » Sonntag 15. November 2015, 16:54

In dem Fall hast du wohl recht. Dann wären die Märkte ja ziemlich doof, wenn sie diese Gewinne nicht mitnehmen würden

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#38

Beitrag von Hagen » Sonntag 15. November 2015, 18:01

Das Sysem des höheren Pands funktioniert doch nur, wenn du nicht im Verbundsystem bist und du nur deine eigenen Flaschen (sichtbar an Flaschenetiketten und Kistendruck) zurück nimmst.

Und zu den 2-Liter Siphons: Es gibt Thekenabüllungen, die in auch in mitgebrachte Flaschen abüllen. Ansonsten musst du halt personifizerte Flaschen verwenden.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#39

Beitrag von peka76 » Montag 16. November 2015, 21:56

philipp hat geschrieben: Wenn ihr Einheits-Mehrwegflaschen nehmt, dann beklebt diese bitte nur mit wasserlöslichen Etikettenklebern wie z.B. Milch.
Wer da selbstklebende Etiketten oder so nimmt, und die Flaschen danach wieder in den Pfandkreislauf bringt, sorgt mit Sicherheit dafür, dass die Flasche verschrottet wird. Außerdem hält es natürlich die Abfüllung auf, wenn nicht nur vereinzelt Flaschen, sondern manchmal kästenweise Flaschen aussortiert werden müssen.
Faustregel: Wenn sich das Etikett nach einem Wasserbad nicht quasi von alleine löst, macht ihr was falsch.
Sorry, aber das ist Quatsch.
Die Etiketten werden bei der Flaschenreinigung mit alkalischer Lösung gelöst. Da geht so ziemlich alles ab.
Für die Brauereien gilt ja, dass sich das Etikett eben NICHT so leicht mit Wasser lösen lässt. (Sonst wären viel Flaschen, die man aus dem Kühlschrank nimmt etikettenlos)

Gruß Peter

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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#40

Beitrag von philipp » Dienstag 17. November 2015, 08:54

Woher hast du die Info?

Sorry, aber gerade die Hausbrauer (also die gewerblichen Kleinbrauer) nehmen hier häufig Etiketten, die eben beim Waschen nicht abgehen sollen. Das sind dann z.B. transparente Plastiketiketten, die wirklich ankleben. Oder Selbstklebeetiketten.

Die kannst du in Lauge eine Nacht lang einlegen, da löst sich nichts. (Bzw. nur unvollständig).

Bei Kaufflaschen kenn' ich das anders: 30 Minuten in leichter Lauge und du kannst die Etiketten zerstörungsfrei im Ganzen abziehen.
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#41

Beitrag von afri » Dienstag 17. November 2015, 21:41

philipp hat geschrieben:Bei Kaufflaschen kenn' ich das anders: 30 Minuten in leichter Lauge und du kannst die Etiketten zerstörungsfrei im Ganzen abziehen.
So lange brauchen Wicki-Flaschen nicht mal, nach 10' kann man sie nackend machen, und zwar in kaltem Leitungswasser. Mönchshof brauchen schon eine viertel Stunde, aber auch hier kein Lösemittel erforderlich.
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Re: Pfandflasche / Kaufflasche Preisunterschied

#42

Beitrag von hutschpferd » Mittwoch 18. November 2015, 09:11

Ich lass meine Flaschen gewerblich in einer kleinen Brauerei waschen, und die regen sich weder über wiederablösbare Selbstklebeetiketten noch über permanent haftende selbstklebeetiketten auf.

Die Aufkleber aus transparenten Kunststoff, wie bei einigen Kaufcraftbieren üblich, gehen natürlich nicht ab, sind ja auch aus Kunststoff. Aber sowas hab ich im Hobbybereich noch nie gesehen...

Tut mir leid philipp, keine Ahnung woher du diese Aussage hast, von den zwei Firmen die mir bislang die Flaschen gewerblich gewaschen haben, hat sich keine aufgeregt. Den großteil kleb ich aus Kostengründen sowieso mit 100% Biomilch von glücklichen Kühen.

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