Nachgärung - Flaschenmanometer

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Nachgärung - Flaschenmanometer

#1

Beitrag von respect » Donnerstag 18. Februar 2016, 20:29

Hallo,
habe vor dem Abfüllen am Montag auch schnell ein Flaschenmanomter gebastelt (0,5l Pet).
Und siehe da, 72 Stunden später zeigt es bereits knapp über 3bar an. Was schon ganz gut an die gewünschten 6,5g hinkommt.
Was mach ich mit dieser Info? Nachgärung fertig & kalt stellen, oder ähnlich wie beim Abfüllen warten ob sich noch was verändert?

Danke
MAthias
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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#2

Beitrag von tauroplu » Donnerstag 18. Februar 2016, 20:46

Also, wenn Du bereits 72 Stunden später bereits 3 bar hast, dann hätte ich ein wenig Angst, ob Du Dich da nicht irgendwo verrechnet hast.

Ansonsten, ja, warten, bis Druck stabil (bei gleichbleibender Temperatur versteht sich).
Beste Grüße
Michael

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#3

Beitrag von respect » Donnerstag 18. Februar 2016, 23:23

Hallo,
Rechnung müsste stimmen. Lt. Mügelland mit 10g/Liter aufgezuckert.
Karbonisierung lt. Rezept 6,5g/l
Hab das Rezept (Triticum Wormatia) bereits zum dritten Mal gebraut. Die ersten beiden Male hat's auch gepasst. Nur das Manometer ist neu.
Bisher hatte ich die Nachgärung nach Gefühl gemacht & nach ca. einer Woche mal eine Flasche geopfert.

Ich werde mich noch etwas gedulden...
Danke
Mathias
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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#4

Beitrag von hyper472 » Donnerstag 18. Februar 2016, 23:29

Wenn Du innerhalb von drei Tagen drei bar hast, kann es auch gut sein, dass Du nach vier Tagen vier bar hast...
Ich würde das auf jeden Fall engmaschig beobachten und ggf. bald den Druck runternehmen.
Viele Grüße, Henning,
der morgen 40 Flaschen auf- und wieder zumacht, weil das Manometer 2,4 bar anzeigt.

Edit: weil 2,4 bar bei 18 Grad C knapp 6 gr. CO2/l bedeuten. Das ist mir für ein Pale Ale zu viel. Ich wollte, mein Weizen hätte das...
Zuletzt geändert von hyper472 am Donnerstag 18. Februar 2016, 23:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#5

Beitrag von Brausau » Donnerstag 18. Februar 2016, 23:29

Beim Triticum Wormatia mit gleicher Karbonisierung komme ich jedes Mal auf 4,0 Bar bei 20 Grad.

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#6

Beitrag von Markus13 » Freitag 19. Februar 2016, 06:38

Brausau hat geschrieben:Beim Triticum Wormatia mit gleicher Karbonisierung komme ich jedes Mal auf 4,0 Bar bei 20 Grad.
Das sind über 8g/l. Du willst auch 6,5g/l? Dann füllst du zu früh ab oder hast falsch berechnet.

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#7

Beitrag von El Gordo » Freitag 19. Februar 2016, 07:50

Rechnen ist das eine.
Zu früh Abfüllen das andere.

Stefan

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#8

Beitrag von fg100 » Freitag 19. Februar 2016, 09:11

Und ungenaue Manometer das weitere.
Einfache billige Manometer gehen je nach Anzeigebereich locker bis zu einem bar falsch.

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#9

Beitrag von ggansde » Freitag 19. Februar 2016, 09:26

Moin,
daher finde ich das Thema mit den Flaschenmanometern auch von höchst supspekt bis hin zu überflüssig. Warum nicht basierend auf Messungen der Restextraktes ausgären lassen und dann mit Zucker, Extrakt oder wie auch immer aufkarbonisieren. Der Sinn dieser Konstruktion wird sich mir nie erschließen :Grübel
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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#10

Beitrag von tauroplu » Freitag 19. Februar 2016, 10:57

@Matthias: Beschreibe doch mal, wie genau Du abgefüllt hast bzw. wie Du das Ende der Hauptgärung festgestellt hast.
Beste Grüße
Michael

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#11

Beitrag von murph » Freitag 19. Februar 2016, 11:43

naja, 10g/l finde ich schon mal ne Ansage.
Wenn ich 5,5 g CO² in meinem Bier habe, finde ich das schon nicht wenig (wobei das sehr subjektiv ist), benötige ich dafür 7,3xx g/l Zucker. Dann evtl. noch bisserl zu früh abgefüllt, kanns schon mal nach hinten losgehen.

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#12

Beitrag von tauroplu » Freitag 19. Februar 2016, 12:08

@Markus: Was soll daran denn suspekt sein. Nochmal, es geht darum, erkennen zu können, ob 1. die Nachgärung überhaupt angesprungen ist und - vor allem - 2. darum, sicherzustellen, dass man sich bei der Karbonisierung nicht verrechnet hat bzw. man zu früh abgefüllt hat. Gerät der Druck außer Rand und Band, kann man entsprechend handeln. Das ist weder supekt noch überflüssig...finde ich jedenfalls.
Beste Grüße
Michael

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#13

Beitrag von Brauknecht96 » Freitag 19. Februar 2016, 13:18

ggansde hat geschrieben:Moin,
daher finde ich das Thema mit den Flaschenmanometern auch von höchst supspekt bis hin zu überflüssig. Warum nicht basierend auf Messungen der Restextraktes ausgären lassen und dann mit Zucker, Extrakt oder wie auch immer aufkarbonisieren. Der Sinn dieser Konstruktion wird sich mir nie erschließen :Grübel
VG, Markus
Sehe ich auch so. Ich bin auch eher Freund der Probierbuddel. Nach meinen Beobachtungen ist dies stark hefeabhängig. Die Nottingham braucht bei mir 3 Wochen, die US-05 eine Woche. Wenn man die Hefe kennt, kann man die Zeit auch gut abschätzen.

... und eben ab und an mal ein Fläschchen öffnen.

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#14

Beitrag von hyper472 » Freitag 19. Februar 2016, 13:28

fg100 hat geschrieben:Und ungenaue Manometer das weitere.
Einfache billige Manometer gehen je nach Anzeigebereich locker bis zu einem bar falsch.
Hi Franz,

das glaube ich gerne. Ich erlebe ja ähnliches bei Thermometern und Thermostaten. Refraktometer und Spindeln gelten vielfach auch nur als "Schätzeisen". Deswegen kann ich ja nicht alles ignorieren, was eine Skala hat... :puzz

Ich glaube, man kann sich nur damit behelfen, indem man seine Geräte kennt. Wenn z.B. das Bier, dessen Manometer 2,4 Bar anzeigt, mir zu spritzig ist, muss ich halt entlüften. Ob die Flasche dann statt der angezeigten 2,4 bar in Wirklichkeit nur 1,8 oder 2,9 bar hat, ist in dem Moment nebensächlich.

Grüße,
Henning
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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#15

Beitrag von Earl » Freitag 19. Februar 2016, 13:58

El Gordo hat geschrieben:Rechnen ist das eine.
Zu früh Abfüllen das andere.

Stefan
Genau so sehe ich das auch. Ein oft gemachter Fehler vieler Hobbybrauer, gerade der noch Unerfahrenen. Hier muß man sich leider in Geduld üben :crying . Ich rate daher zu einer Schnellgärprobe, die ich z.B. erst dann messe, nachdem sie sich schön geklärt hat. Die SVP empfehle ich immer bei untergärigen Bieren und bei obergärigen Starkbieren, aber auch bei leichten Obergärigen kann sich eine SVP lohnen.

Die Schnellgärprobe, mache ich so: Etwa 250 ml Würze im Hochkräusenstadium der HG entnehmen und in ein Schraubdeckelglas geben, mit doppelt gelegter Alufolie gut abdecken und Deckel ganz leicht aufdrehen (Glas dabei nicht verschließen, das CO2 muß noch raus!). Das Ganze an einen warmen (25-35°C) Ort stellen und in den ersten 2-3 Tagen öfter mal schwenken bis keine Kohlensäure mehr entweicht. Danach SVP klären lassen (Hefebedingt ist eine vollständige Klärung jedoch nicht immer möglich). Ein kleines Loch in die Folie stechen und die Flüssigkeit übers Refraktometerprisma laufen lassen, messen. Vergärgrag mit dem der HG vergleichen, Differenz bei der Aufspeisung berücksichtigen. Tools hierzu gibts auf meiner HP, oder Onlinetools.
Beste Grüße vom
Earl


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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#16

Beitrag von tommes » Freitag 19. Februar 2016, 14:05

Hallo Earl,

danke für die Erläuterung, habe eine Verständnisfrage:
Earl hat geschrieben:mit doppelt gelegter Alufolie gut abdecken und Deckel ganz leicht aufdrehen
Alufolie auf die Flüssigkeit oder über das Gewinde des Glases?

Prost, Thomas!

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#17

Beitrag von Earl » Freitag 19. Februar 2016, 15:35

Servus,

ok, das kam nicht so klar rüber. Natürlich die Alufolie oben über das Glas, dann Schraubdeckel drüber.
Beste Grüße vom
Earl


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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#18

Beitrag von respect » Freitag 19. Februar 2016, 20:27

tauroplu hat geschrieben:@Matthias: Beschreibe doch mal, wie genau Du abgefüllt hast bzw. wie Du das Ende der Hauptgärung festgestellt hast.
Wie gesagt es ist bereits der dritte Versuch nach gleichem Rezept. Ich habe mehrmals mit dem Refraktometer gemessen. Restextrakt war gut 30 Stunden unverändert & hat auch mit dem des letzten Suds zusammengestimmt. Das hat mich zum Abfüllen bewegt. Bin auch weiterhin der Meinung dass die WLP300 mit der Gärung fertig war.
Die Testflasche mit Manometer hat evtl. etwas mehr Hefe abgekriegt als die anderen. Der max. Druck war 3,1bar. Jetzt ist er gefallen auf 2,7 vermutlich nicht wirklich dicht. Temp. ist weitgehend konstant bei ca. 22°. Was in etwa den 6,5g CO2 / Liter entspricht (wie lt. Rezept angepeilt).

Was ich schon noch erwähnen kann ist dass ich diesmal direkt aus dem Gärfass abgefüllt habe. Ich habe die Zuckerlösung 350g auf ca. 800ml Wasser mittels Schlauch & Trichter (alles sauber!) langsam ins Fass gegeben. Danach sachte umgerührt & den ersten Liter aus dem Hahn wieder oben in Fass rein.
Ich denke schon dass die Konzentration beim Abfüllen ausgeglichen war. Die Testflasche hab ich spät befüllt - somit evtl. mehr Hefe und daher die schnelle Nachgärung?


Mathias
Zuletzt geändert von respect am Freitag 19. Februar 2016, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#19

Beitrag von tauroplu » Freitag 19. Februar 2016, 20:40

Hallo, Matthias,

ah, ok, allerdings wird es etwas schwierig, den Kohlensäuregehalt abzuschätzen, wenn der Druck flöten geht...Du karbonisierst also mit Zucker?
Beste Grüße
Michael

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#20

Beitrag von raistlin » Freitag 19. Februar 2016, 20:42

Im Gegensatz zu anderen Bieren ging es bei mir beim Triticum Wormatia auch recht schnell.
viewtopic.php?f=10&t=6171&hilit=triticu ... ead#unread

Behalts einfach gut im Auge.

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#21

Beitrag von respect » Freitag 19. Februar 2016, 20:45

tauroplu hat geschrieben:Hallo, Matthias,

ah, ok, allerdings wird es etwas schwierig, den Kohlensäuregehalt abzuschätzen, wenn der Druck flöten geht...Du karbonisierst also mit Zucker?
Ja mit Zucker - ab meinem nächsten Sud wage ich mich an die Speise. :Pulpfiction
Dass ein nicht dichtes Manometer keine Hilfe ist hab ich schon vermutet. Da muss ich nochmal verbessern.

Danke
MAthias
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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#22

Beitrag von quasarmin » Freitag 26. Februar 2016, 09:47

Moin

Ich habe zum Thema Flaschendruck im Forum schon viel gesucht und auch viel gefunden, auch den Fadbier-Rechner konsultiert. So richtig schlau bin ich aber immer noch nicht, wie ich erkenne wann die Flaschengärung vorbei ist und die Reife im Kühlschrank beginnt? Muss der Druck stehen oder fallen? Falls ja wie lange?

Mein erstes Bier, obergärig mit STW 13 ist nun seit 10 Tagen in Flaschen abgefüllt, wurde vorher mit 5g Traubenzucker pro Liter karbonisiert. Der Flaschendruck stieg die ganzen Tage über langsam um 0,2-0,3 bar /24h an und steht jetzt die letzten beiden Tage bei knapp 1,7 bar und 21,5°C. Ich habe nach Rezept bei MuMM mit 5g/l karbonisiert. Allerdings bin ich mir nicht so sicher ob damit nun der Kohlendioxidgehalt gemeint war oder die Zuckermenge.

Mit den Rechner von Fadbier.de rückwärts gerechnet benötigte ich 5g Traubenzucker bei einer CO2 Menge von 3,8 g/Liter bei 21,5°C.
Wenn ich diese CO2 Menge 3,8 und 21,5°C in den Rechner „Benötigter Druck für bestimmten CO2-Gehalt eingebe, dann erhalte ich einen Druck von 1,42 bar.

Mein Manometer zeigt 1,7bar (es handelt sich um das käufliche WIKA Manometer).
Interpretiere ich das richtig das der Traubenzucker nun vergärt ist und es noch eine Restvergärung der Stammwürze gab?

Viele Grüße
Armin

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Re: Nachgärung - Flaschenmanometer

#23

Beitrag von tommes » Freitag 26. Februar 2016, 10:27

Hallo Armin,

was du suchst ist ein Spunddruckrechner: https://brauerei.mueggelland.de/spundung.html
Temperatur, gewünschter CO2-Gehalt zeigt dir den erforderlichen Druck.

Edit: hattest du ja schon bei Fabier gefunden. Und ja - alles richtig.

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