[HBCon] Verkostung von Tauschbieren

Die erste "HeimBrau Convention" wird vom Freitag, den 08.03., bis Sonntag, den 10.03.2019, auf Schloss Romrod stattfinden. Hier findet Ihr die aktuellen Infos.
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[HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#1

Beitrag von ggansde » Mittwoch 13. März 2019, 08:04

Moin,
mir hat jemand eine 0,5 L Bügelflasche "Belgisch Blonde" mit einen kleinen weissen Etikett überlassen. Leider wurde die Flasche schon entsorgt und ich weiss den Brauer nicht mehr. Das Bier war wirklich gut, schön den Stil getroffen.
Vielleicht meldet sich der Brauer ja mal.
Ich habe noch ein zweites, da weiss ich aber wo es her kommt. Nach der Verkostung dazu mehr.
VG, Markus
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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#2

Beitrag von brauflo » Mittwoch 13. März 2019, 09:54

Das war mein "Westi-Blonde" Klon. Mit dem Original St. Sixti Stamm, den ich von Jens (DDDBB) bekommen hatte.
Hatte ich auch in der Analyse.
Und am Tap-Takeover kam es auch gut an.

:Smile
threema-20190313-094354-null.jpg
HBCON2109_BA_001.pdf
(795.42 KiB) 33-mal heruntergeladen
Das ist das, bei dem Du aufgrund des hohen Vs einen Übervergärer vermutest..

Leider war keine Gelegenheit, mit Dir über das Bier zu sprechen.
Immerhin waren Du und Tozzi die Hauptinformationsquellen zu Rezept und Gärführung.
Vielen Dank noch einmal.
Das TW12 lagert noch im Keg.
Da heißt es standhaft bleiben.

Viele Grüße

Florian
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... wollte ich immer schon mal machen...


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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#3

Beitrag von ggansde » Mittwoch 13. März 2019, 10:07

Moin,
ja, es war schon sehr trocken. Aber so muss es auch sein. Blonde mit Restsüße geht nicht (ebenso bei Tripel und Quadrupel).
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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#4

Beitrag von brauflo » Mittwoch 13. März 2019, 13:24

Ja, trocken soll es sein.
Der ungewöhnlich hohe Vs gibt mir allerdings doch zu denken.
Ich befürchte, daß bei diesem Bierstil eine Saison Hefe als potentieller Mitspieler nicht leicht herauszuschmecken ist, was meinst Du?
Falls doch, würde ich Dir gerne noch eine Flasche zukommen lassen...
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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#5

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. März 2019, 20:32

Kommt der hohe AVG nicht einfach vom Zucker? Wäre plausibel, wenn die reine Würze zu 80% vergärbar wäre + 10% vergärbarer Extrakt aus Haushaltszucker (100% vergärbar) = 90% AVG. Sehe ich das falsch?
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
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Viele Grüße
Jens

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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#6

Beitrag von ggansde » Mittwoch 13. März 2019, 20:35

Kann schon sein, ich kenne die Zuckermenge nicht. Mit den typischen Anteilen bleibt es rätselhaft.
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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#7

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 13. März 2019, 21:25

Ich habe da eine Theorie.
Wir hatten ja in einem anderen Faden schon mal erlebt, dass eine WY3787 zum Übervergärer mutiert ist.
Dasselbe scheint mit meiner gestrippten TW12 Hefe manchmal zu passieren.

Meine eigenen Ergebnisse lagen bei 85-89% sEVG, aber ich habe jetzt nach mehrfacher Führung zweimal erlebt, dass der RE auf bis zu 0,5%w/w gesunken ist, was wirklich für Diastaticus spricht.
Eine Kontamination schließe ich aus, da ich selber schon lange keine "echte" Diastaticus Hefe mehr eingesetzt habe und auch das Geschmacksprofil der Biere nach wie vor sehr nahe am Original, dem Westvleteren Blonde, ist.

Aber irgendwas stimmt nicht.
Diese Hefe scheint in der Lage zu sein, ein "schlummerndes" Gen zu re-exprimieren wenn man ihr die Zeit gibt.

Ich habe nochmal Hefe aus einer neueren Charge isoliert und werde das testen.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#8

Beitrag von glassart » Mittwoch 13. März 2019, 21:55

@ Stephan
musste ich wie du ja erfahren hast bei meinem Blond II und in zweiter Führung dem Trappist 2025 auch feststellen.
Es war die gestrippte Westvleteren aus der Original-Erstführungs-Blond I vor einem Jahr und beim Blond II habe ich jetzt 92,5 % und beim Trappist (auch lt. Analyse von Oli und Stefan auf Romrod) 95,5 % erreicht.
Geschmacklich trotzdem zumindest für mich fantastisch, körperreich, komplex -aber das kann natürlich auch mit meinen neuen "Hobby -Earlsches Kochmaischverfahren" zu tun haben :Bigsmile

lg Herbert
Zuletzt geändert von glassart am Mittwoch 13. März 2019, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#9

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. März 2019, 22:02

Wenn Diastaticus, dann nicht der gleiche wie aus der WY3787 Infektion. Das Teil schmeckt man sofort raus. Extrem unangenehm phenolisch. Ich hatte meine Testwürze mit in Romrod. Aber leider vergessen und beim Auspacken der Tasche zuhause wiedergefunden ...
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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#10

Beitrag von Tozzi » Mittwoch 13. März 2019, 22:25

Nö, unangenehm ist da nix. Eher im Gegenteil.
Man merkt den extremen VG auch nicht beim Trinken. Ist "nur" analytisch nachweisbar.
Und, da hoffe ich, Ihr vertraut mir, ursprünglich hat diese Hefe das nicht gezeigt.
Ist ein echtes kleines Monster in Disguise, wie's scheint.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#11

Beitrag von glassart » Mittwoch 13. März 2019, 22:33

auch kleine Monster können sehr lieb sein und ich kann bei dem Endresultat der letzten 3 Biere ( ein Roggen war auch noch dabei in 3. Führung) absolut nicht unzufrieden sein -ich war eigentlich mehr als positiv überrascht bei dem Vergleich Verkostung zu Messdaten ( glaubte eher an einen Rechen/Messfehler - aber dem easydens glaube ich schon und Mehrfachmessungen ergaben immer gleiche Ergebnisse - Oli hat es dann nochmals bestätigt).

lg Herbert :Drink

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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#12

Beitrag von ggansde » Sonntag 17. März 2019, 08:21

Moin,
ich habe noch ein belgisches Dubbel von Volker "Ohmbergen Dubbel" mitgenommen. Das ist ihm super gelungen, absolut den Stil getroffen. Ich habe auch nochmal nachgemessen und der Vergärgrad war noch etwas höher als auf dem Flaschenetikett angegeben. Hut ab, wirklich gut.
VG, Markus
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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#13

Beitrag von VolT Bräu » Sonntag 17. März 2019, 13:03

Hi Markus,

das freut mich sehr, dass es Dir geschmeckt hat. Ich habe dieses Rezept verwendet https://www.maischemalzundmehr.de/index ... tte=rezept
Da die WY1214 nicht ankam, habe ich die Safbrew Abbaye BE-256 genommen.

Apropos - Welche Hefe war das nochmal, die Du im Seminar verteilt hast?

Das mit dem Vergärgrad liegt vielleicht auch daran, dass ich das nicht so ganz exakt auf die Etiketten schreibe. Ich habe bisher immer die Stammwürze beim Anstellen drauf geschrieben und den Vol-% Wert. Den korrigiere ich allerdings wg. der Flaschengärung (meist um ca. 0,4%). Wenn man daraus den EVG berechnet stimmt das natürlich nicht so ganz. Ich denke ich werde mal dazu übergehen die Stammwürze incl. Nachgärungszucker anzugeben. Ich hatte hier aber auch schon beim Messen der Stammwürze Probleme (mehrere Messungen mit dem Refraktometer mit schwankenden Werten), so dass ich nicht unbedingt meine Hand dafür ins Feuer legen würde, dass das wirklich genau 15,5°Plato (+Nachgärungszucker) waren.
Was hast Du denn gemessen?

Viele Grüße
Volker
Jetzt mal Bier bei die Fische!

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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#14

Beitrag von Proximus » Sonntag 17. März 2019, 14:46

ggansde hat geschrieben:
Sonntag 17. März 2019, 08:21
Moin,
ich habe noch ein belgisches Dubbel von Volker "Ohmbergen Dubbel" mitgenommen. Das ist ihm super gelungen, absolut den Stil getroffen. Ich habe auch nochmal nachgemessen und der Vergärgrad war noch etwas höher als auf dem Flaschenetikett angegeben. Hut ab, wirklich gut.
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Dem kann und möchte ich mich nur anschließen. Wir haben das Bier gemeinsam im „Vorzelt“ gekostet. Stil getroffen und fein gelungen!

Alle drei Biere, die ich von Dir (Volker) gekostet habe, lassen darauf schließen, dass Du ein gutes Händchen hast. :thumbup

Gruß
Heiko

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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#15

Beitrag von ggansde » Dienstag 19. März 2019, 16:04

VolT Bräu hat geschrieben:
Sonntag 17. März 2019, 13:03
Hi Markus,

das freut mich sehr, dass es Dir geschmeckt hat. Ich habe dieses Rezept verwendet https://www.maischemalzundmehr.de/index ... tte=rezept
Da die WY1214 nicht ankam, habe ich die Safbrew Abbaye BE-256 genommen.

Apropos - Welche Hefe war das nochmal, die Du im Seminar verteilt hast?

Das mit dem Vergärgrad liegt vielleicht auch daran, dass ich das nicht so ganz exakt auf die Etiketten schreibe. Ich habe bisher immer die Stammwürze beim Anstellen drauf geschrieben und den Vol-% Wert. Den korrigiere ich allerdings wg. der Flaschengärung (meist um ca. 0,4%). Wenn man daraus den EVG berechnet stimmt das natürlich nicht so ganz. Ich denke ich werde mal dazu übergehen die Stammwürze incl. Nachgärungszucker anzugeben. Ich hatte hier aber auch schon beim Messen der Stammwürze Probleme (mehrere Messungen mit dem Refraktometer mit schwankenden Werten), so dass ich nicht unbedingt meine Hand dafür ins Feuer legen würde, dass das wirklich genau 15,5°Plato (+Nachgärungszucker) waren.
Was hast Du denn gemessen?

Viele Grüße
Volker
Moin,
ich habe 1,6 °P Restextrakt gemessen. Außerdem ist mir noch eine schöne Banane im Aroma aufgefallen. Die Hefe, welche ich verteilt hatte, war die original Westvleteren-Hefe.
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Re: [HBCon] Verkostung von Tauschbieren

#16

Beitrag von Beerserker » Freitag 29. März 2019, 13:25

Ich habe mal ein Quadrupel mit der BE-256 gebraut. Das hat auch ordentlich nach Banane geschmeckt. Dachte schon ich hätte underpitcht, aber anscheinend macht die Hefe dann üblicherweise ein Bananenaroma. Gezwickelt war es übrigens absolut ungeniessbar und roch eher nach Kanal. Ist mir auch schon bei anderen belgischen Hefen aufgefallen. Das verflüchtigt sich aber immer nach ausreichender Reifezeit. Habe zum Beispiel auch ein Wit mit der Brewferm Blanche gebraut und glaubte schon, ich müsste den Sud entsorgen. Habe ihn letzte Woche nach knapp 4 Montaen wieder probiert und es schmeckt genial.

Gruss Andreas
(gerade im Ausland wo es kein scharfes s gibt ;-)
Be formless, shapeless ! Like beer.
You put beer into a bottle, it becomes the bottle.
You put beer into a glass, it becomes the glass.
Beer can flow, or it can crash.
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(Bruce Lee)

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