Gärung mit untergäriger Trockenhefe

Antworten
DocSnyder
Neuling
Neuling
Beiträge: 5
Registriert: Montag 10. April 2017, 07:43

Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#1

Beitrag von DocSnyder » Montag 10. April 2017, 08:01

Hallo Zusammen,

ich muss sagen, wir sind blutige Anfänger und haben gerade unseren dritten Sud gemacht. Mit obergäriger Trockenhefe haben wir schon ein trinkbares Bier gebraut.
Jetzt wollen/wollten wir es mit untergäriger Trockenhefe probieren, deswegen habe ich diese hier besorgt.
http://www.braupartner.de/shop/Zymoferm ... 3545.phtml
Den Sud habe ich auf 16 Grad herunter gekühlt und er hatte 12 % Prozent Stammwürze. Danach habe ich ein Päckchen der Hefe darauf gestreut und vorsichtig herum
gerührt. Da Ganze steht jetzt seit ca. 14 Stunden bei rund 13 Grad im Keller und nichts tut sich. Also Raumtemperatur sind 13 Grad.
Haben wir das richtig gemacht?
Wann sollte es im Gärröhrchen blubbern?
Ich möchte nicht schon wieder ein Bier ohne Alk. :Shocked

Grüße
Andi
Zuletzt geändert von DocSnyder am Montag 10. April 2017, 08:08, insgesamt 1-mal geändert.

DarkUtopia
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 559
Registriert: Dienstag 31. März 2015, 11:29

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#2

Beitrag von DarkUtopia » Montag 10. April 2017, 08:05

UG Hefe kann Mal bisschen dauern, macht euch Mal keinen Kopf, wartet noch ein bisschen ab.

Benutzeravatar
flensdorfer
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 627
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 09:26
Wohnort: Flensburg

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#3

Beitrag von flensdorfer » Montag 10. April 2017, 08:25

Moin Andi,

das nächste Mal nicht draufstreuen, sondern mindestens eine halbe Stunde lang in Wasser (Temperatur sollte Würzetemperatur entsprechen) auflösen und dann zur Würze geben.

UG dauert gerne mal 24Std bis zum Ankommen. Meine Biere mit der W34/70 zeigen meist erst am Folgetag eine Aktivität.
Zumal Du hier anscheinend auch zu wenig genommen hast, wie viel Würze hast Du im Gärbehälter? Es ist üblich, für 20l gerne 2 Päckchen Trockenhefe UG zu nehmen. Zu wenig Hefe verlängert nochmal die Zeit bis zum ankommen.
Gruß, Arne

Anfänger in der 20l-Klasse

Gustl
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 1041
Registriert: Freitag 18. Februar 2011, 00:28

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#4

Beitrag von Gustl » Montag 10. April 2017, 08:32

Hier gibt es eine schöne Zusammenfassung zum Thema Gärprobleme!

Gustl

Benutzeravatar
beryll
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2500
Registriert: Samstag 25. Juli 2015, 15:10
Wohnort: Saarwellingen
Kontaktdaten:

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#5

Beitrag von beryll » Montag 10. April 2017, 08:45

Moin... ganz ehrlich, ich verstehe nicht, warum man gefühlt in jedem 3. Thread hier lesen "darf", dass jemand die Trockenhefe auf die Würze gestreut hat. Ich hab mich "damals" mehrfach quer durchs Forum gelesen, auch durch das alte Forum. Alleine in den letzten Wochen wurde doch schon mehrfach darauf hingewiesen, dass man die Hefe nicht einfach so aufstreut sondern ordentlich rehydriert.

Meine Vorgänger hier im Thread haben ja schon die richtigen Tipps gegeben, beim nächsten Mal einfach das Wissen des Forum nutzen und alles wird gut!

Peter
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

HBST Saar-Lor-Lux
Terminfindung Treffen der Saar-Lor-Lux Brauer

HBST Saar-Lor-Lux internes

Benutzeravatar
philipp
Moderator
Moderator
Beiträge: 3421
Registriert: Freitag 17. Oktober 2014, 20:43

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#6

Beitrag von philipp » Montag 10. April 2017, 08:51

Moin,

das sind nur 7 Gramm Trockenhefe.
Ich finde es unverschämt, dass der Händler das als "ausreichend für bis zu 25l Würze" verkauft. Das ist so, als wenn dir jemand 4l Benzin tankt und sagt "ausreichend für 100km (*Bergab, *Rückenwind, *Windschatten eines LKWs)".

Für Untergärig wird Hefe benötigt - und zwar richtig viel. Entweder eine Betriebshefe einer (lokalen) Brauerei (100ml dickbreiige Hefe / 10l) oder 2-3 11gr Tütchen / 20l Würze.

Such mal im Netz nach "Yeast Calculator", da wirst du fündig.
Der Porter, den man in London gemeiniglich Bier zu nennen pflegt, ist unter den Malz-Getränken das vollkommenste.
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/h ... ew/1817246

Im alten Forum als 'rattenfurz' bekannt gewesen.

Blancblue
Posting Freak
Posting Freak
Beiträge: 2006
Registriert: Dienstag 6. Januar 2015, 23:09

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#7

Beitrag von Blancblue » Montag 10. April 2017, 10:03

Oha, bei 16 Grad und mit nur 7g Hefe angestellt? Das wird ne schöne Esterbombe werden und hat geschmacklich mit einem typisch untergärigen Bier sehr wahrscheinlich nicht mehr viel zu tun. UG am besten zwischen 8 und 12 Grad vergären und mit viel Hefe anstellen, die Rechner dafür wurden schon erwähnt.
Brauen ist zu 50% Kunst und zu 50% Handwerk. Dazu kommen noch mal 100% Erfahrung.

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 219
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#8

Beitrag von Shortbreaker » Sonntag 30. Dezember 2018, 12:21

DocSnyder hat geschrieben:
Montag 10. April 2017, 08:01
Hallo Zusammen,
...
http://www.braupartner.de/shop/Zymoferm ... 3545.phtml
...
Hallo Andi,
Ist aus diesem Sud eigentlich noch etwas geworden?
Falls ja, nach wie viel Stunden ist es denn endlich angekommen?
Jetzt gibt es hier ja nicht gerade viele bekennende Zymofermnutzer, deswegen findet man halt auch ansonsten nicht sehr viel Erfahrungen dazu.
Ich habe selbst gerade einen Sud mit dieser Hefe am Start und warte seit knapp 40 Stunden auf die ersten Gär-Anzeichen.
Da der Mensch betrogen werden will, tröste ich mich damit, dass die Mangroves Jack Bavarian Lager wohl auch öfter sehr lange braucht, aber dann trotzdem sauber arbeitet. Vielleicht ist das ja ein ähnlicher Stamm bzw. ein Kopie davon...
Zuletzt geändert von Shortbreaker am Sonntag 30. Dezember 2018, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 219
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#9

Beitrag von Shortbreaker » Sonntag 30. Dezember 2018, 16:14

So fast 48h später scheinen sich die ersten Gäranzeichen zu bestätigen. Heute morgen war in der Mitte durch das Spundloch bereits ganz feiner weißer Schaum (eher ein Schäumchen) zu erkennen, allerdings wirklich nur in der Mitte des Eimers (ca. 10cm im Durchmesser). Das hat sich auch noch nicht geändert, aber mittlerweile wölbt sich der Deckel auch nach außen. Drückt man dann drauf, entweicht auch Gas aus dem Gäreimer und mit der Zeit baut sich wohl auch wieder Druck auf. Gestern war das noch deutlich anders und da hat sich noch nichtmal was getan, während die Gärtruhe aufgeheizt hat...
Hoffe das passt jetzt alles!

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 219
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#10

Beitrag von Shortbreaker » Montag 31. Dezember 2018, 09:04

Nachtrag:
nach nun über 60h, ist auch kein Schaum mehr zu sehen. Habe jetzt mal mit dem Refraktometer getestet und es wurde auch kaum Extrakt abgebaut. Aus anfänglich 13 Brix wurden 12.2, aber es ist nun keinerlei Gäraktivität mehr zu erkennen und auch der Druck im Eimer ist nicht mehr da (ich hatte den Deckel etwas eingedrückt und über Nacht blieb er so).

Benutzeravatar
Shortbreaker
Posting Klettermax
Posting Klettermax
Beiträge: 219
Registriert: Freitag 14. September 2018, 16:34

Re: Gärung mit untergäriger Trockenhefe

#11

Beitrag von Shortbreaker » Samstag 9. Februar 2019, 13:09

Da ich ja selbst immer gerne lese wie die Dinge schlußendlich ausgegangen sind, hier der weitere Verlauf mit der Zymoferm Trockenhefe:

Ich habe dann nach meinem letzten Post an Silvester mein letztes Päckchen rehydriert und zugegeben. Als ich am 01.01 gegen Mittag wieder zu Hause ankam, blubberte es dann merklich im Gärspund. Mittlerweile hatte ich die Temperatur auf 12°C erhöht, so dass die Gärung für UG schon extrem schnell vorüber war. Am 07.01 habe ich dann schon abgefüllt.
Nichtsdestotrotz ist es dann ein wirklich trinkbares Märzen geworden, wenn auch nur mit 66% SEVG.

Antworten