Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#401

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Sonntag 10. Februar 2019, 19:29

Aber die Starter machen sich auch nicht umsonst. Rechne Starterwürze (DME + Zucker bzw. Malz+Zeit+Energie) + Kochen+ ggf. Hopfen und pH Anpassungen + Magnetrührer und weiteres Equipment + Mikroskop (wenn man sicher sein will, dass die Zellenanzahl+Viabilität stimmt und keine Zaungäste im Starter wohnen) + Vorlaufzeit für die Propagation.
"Da braut sich was zusammen ... "
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Jens

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#402

Beitrag von rakader » Sonntag 10. Februar 2019, 19:55

Ja, da hast Du wie immer Recht. Ich stelle die Gegenfrage: Was spricht für die Einlagerung seiner Flüssighefe? Warum machst Du das? Am Ende ist doch immer das relevant, was hinten rauskommt – und da spricht einiges für die Zoohaltung. :Bigsmile

Wenn ich mir die Kosten der vergangenen Jahre für Flüssighefe anschaue, wird künftig einzig das DME zu Buche schlagen, der Magnetrührer und weiteres Equipment wird sich amortisieren.

Durch den Magnetrührer ist die Qualität meiner Biere jetzt schon signifikant gestiegen, nie hatte ich bessere Vergärungsquoten.

Vielmehr ins Gewicht wird wohl der ausbleibene Stressfaktor fallen: Wie oft habe ich es erlebt, dass ich einen Sud zur Seite legen musste, weil die Hefe nicht lieferbar oder abgelaufen war. Dann die Recherche nach einem Händler, der diese vorrätig hat. Dann die Zeitverzögerung. Dann die Versandkosten, die den Preis immer verdoppeln. Dann der Stress wegen der Hitze im Sommer, bei dem die Shops nicht versenden, im Winter eingefrorene Packungen, beschädigte Packungen. Rückruf. Ersatz. Fehllieferung.
In der ganzen Zeit habe ich zwei Mal einen Starter am Mittwoch angesetzt und kann am Wochende stressfrei und billiger brauen.

Stressfrei geht natürlich auch mit Trockenhefen, aber da nimmt man meiner Erfahrung nach Abstriche bei der Qualität hin.
Wie sagte hier mal ein erfahrener Kopf: Der Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Bier ist groß. Ich braue nicht, um mir den Kasten von der lokalen Brauerei zu sparen.

Bisher schätze ich die Zellenanzahl, aber mittelfristig wird sicher ein Mikroskop herkommen, um sicher zu gehen. Insbesondere vor den Zaungästen habe ich Angst. Mir selber sind diese noch nicht untergekommen, so dass ich nachgerade darauf warte, aber einen Bekanntem besuchen die regelmäßig. Somit: Wehret den Anfängen. Wenn Du da auch so eine profunde Liste als Empfehlung hast, herzlich willkommen!

Viele Grüße
Radulph
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#403

Beitrag von DevilsHole82 » Montag 11. Februar 2019, 07:19

Morgen Radulph,

mal so eine ketzerische Frage nebenbei: Warum hast Du die 40 mL Hefe aus ihrer sterilen Umgebung, dem WLP Pack überhaupt auf NaCl abgezogen? Meiner Meinung nach macht es erst dann Sinn einen Teil der gekauften, frischen Hefe einzulagern, wenn man den anderen Teil sofort zum Brauen verwendet.
Die Viabilität wird auf NaCl nicht besser, als im Smack Pack oder White Labs Pure Pitch Pack. Im Laufe der Zeit wirst Du in beiden Lagerbehältern immer mehr tote Zellen haben. Mit dem Zwischenschritt holst Du Dir nur eine unnötige Infektionsquelle mehr in die Prozesskette.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#404

Beitrag von rakader » Montag 11. Februar 2019, 08:27

Moin Daniel,

sowohl die eine wie die andere Methode hat ihre Berechtigung. Bei mir steht – aktuell – die Vorratssicherung im Vordergrund. Wenn Du wie von Jens beschrieben sauber arbeitest, holst Du Dir da gar nichts in die Prozesskette - meine Meinung, empirisch nicht abgeprüft.

Die Viabilität gleichst Du durch Zeit aus. Klar, dass dies nicht unendlich geht. Alle 1 bis 2 Jahre ein Smack Pack ist in Ordnung. Außerdem: Warum macht man das? Richtig: Um Bier zu bekommen. Und was braucht man dazu? Z.B. ein Smack Pack. Und wo bekommt man das her? Gute Frage. :Waa Manchmal macht es Sinn sich die Ausgangsfrage ins Gedächtnis zu rufen – oder?

Im Ernst: Die letzten SmackPacks, die ich geliefert bekam (Ende Januar), sind gerade noch bis Mitte März haltbar. Kann ich vergessen. Meiner Meinung nach ist der größte Unsicherheitsfaktor – für den Hobbybrauer – die Lieferkette und die Haltbarkeit. Und ich möchte sagen die Lieferkette ist der Viabilität auch nicht zuträglich – da diskutieren wir hier um des Kaisers Bart.

Ich habe es jetzt so gemacht: Den Hauptteil in die Ecoflacs gegeben, den Rest von 2ml habe ich auf Reagenzröhrchen gezogen und mit DME 10°P angesetzt, in der Hoffnung, dass sich was tut. Dann steht ein leckeres Tripel mit der WLP570 an. :Drink
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#405

Beitrag von DevilsHole82 » Montag 11. Februar 2019, 08:51

Mein Montagmorgengehirn war wohl noch nicht richtig eingeschaltet. Ich hätte ergänzen sollen, dass ich mit meiner ketzerischen Frage eigentlich nur den Unterschied zwischen... meine:

a) ... ich kaufe eine Flüssighefe von Wyeast, White Labs oder sonst wem und lagere die Hefe in der Originalverpackung ein. Produktionsdatum und Haltbarkeit sei mal egal,
b) ... ich kaufe eine Flüssighefe von Wyeast, White Labs oder sonst wem und ziehe die komplette Hefe auf NaCl. Produktionsdatum und Haltbarkeit sei auch hierbei mal egal,

Das macht in Bezug auf Viabilität und Vitalität nach Lagerzeit X keinen Unterschied. Nur die bereits erwähnte zusätzliche Infektionsquelle. Wie hoch deren Einfluss ist sei mal dahingestellt.
Gruß, Daniel

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#406

Beitrag von rakader » Montag 11. Februar 2019, 08:59

Ich habe Dich trotzdem richtig verstanden. Ja, die zusätzliche Infektionsquelle ist ein Argument. Aber kein Risiko ohne Chance. Was bringt mir eine abgelaufene Originalverpackung? Jüngst sind mir 6 abgelaufen. Und das liegt nicht an meiner Planung, sondern an nicht lieferbaren Zutaten. Da bestellst du etwas getimet auf Termin mit +/- 1 Tag und es kommt die Nachricht, dass es derzeit nicht auf Lager ist; dann fährst du in den Urlaub, hast andere Dinge zu tun…

Ich muss hier Prioritäten setzen: Gehe ich das Risiko der Infektion ein oder ist mir das Ergebnis Bier (mit dem Risiko es wegzuschütten) wichtiger. Was meinst Du?

Ich arbeite ganz exakt nach den "Reinheitsgeboten" von Jens und hoffe mal, dass dann alles seine Richtigkeit hat. Versuch macht klug.

LG
Radulph

Edit: Für die Zeit der Erprobungsphase habe ich mir SmackPacks und WLP doppelt bestellt. Falls was mit dem Starter schief geht, habe ich noch immer eine Originalverpackung in der Hinterhand.
Edit 2: Work in progress Zwischenbericht: Der Rest aus der Packung kommt im Röhrchen 20ml wunderbar an. Ganz schön Druck. Ich messe den Hefezuwachs mit einem Watermarker. Hat sich verdreifacht - passt super. Die zweite Propagation mache ich mit DME 10°P. Für die dritte 12°P nehme ich destilliertes Wasser, das ich ein wenig aufsalze und dann als gehopften Kleinsud braue. Spricht was dagegen? Der 3l-Starter 12°P wird mit dem Sud 20,5°P via Mischkreuz verrechnet.
Zuletzt geändert von rakader am Montag 11. Februar 2019, 11:03, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#407

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 11. Februar 2019, 09:47

Im Smackpack/PurePitch sollte die Hefe nach meinem Verständnis schneller kaputt gehen als in isotoner Kochsalzlösung, weil die Konzentration von Nährstoffen und Zellgiften in der NaCl Suspension deutlich geringer ist.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#408

Beitrag von rakader » Montag 11. Februar 2019, 11:00

Moin Daniel,
DevilsHole82 hat geschrieben:
Montag 11. Februar 2019, 08:51
Das macht in Bezug auf Viabilität und Vitalität nach Lagerzeit X keinen Unterschied. Nur die bereits erwähnte zusätzliche Infektionsquelle. Wie hoch deren Einfluss ist sei mal dahingestellt.
so, der Kaffee hat den Morgendunst beiseite gewischt. Bei Hopfen, Malz und Mehr habe ich gerade ein Set entdeckt, mit dem man den Hefeansatz auf Infektionen, namentlich Lactobacillus, Pediococcus oder Essigsäurebakterien hin überprüft. Kostet 11 Euronen, es geht allerdings (einmal wieder) nicht hervor, für wieviele Anwendungen das reicht. Ist für mich der erste Schritt hin zur Überprüfbarkeit.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#409

Beitrag von Dyrdlingur » Montag 11. Februar 2019, 11:56

rakader hat geschrieben:
Montag 11. Februar 2019, 11:00
so, der Kaffee hat den Morgendunst beiseite gewischt. Bei Hopfen, Malz und Mehr habe ich gerade ein Set entdeckt, mit dem man den Hefeansatz auf Infektionen, namentlich Lactobacillus, Pediococcus oder Essigsäurebakterien hin überprüft. Kostet 11 Euronen, es geht allerdings (einmal wieder) nicht hervor, für wieviele Anwendungen das reicht. Ist für mich der erste Schritt hin zur Überprüfbarkeit.
Vielen Dank für den Tipp. Werde ich auch mal ausprobieren.

Nähere Informationen gibt es übrigens hier https://pika-weihenstephan.de/produkte/ ... st-orange/
Unter anderem: "Zur Anreicherung wird die Probe mit FastOrange im Verhältnis 1:1 gemischt"

Edit: Wurde auch schon hier https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?t=17040 diskutiert.
Viele Grüße
Klaus.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#410

Beitrag von rakader » Montag 11. Februar 2019, 12:29

Danke für die Links Klaus. Hast Du eine Idee, für wieviele Anwendungen die Röhrchen gedacht sind?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#411

Beitrag von Dyrdlingur » Montag 11. Februar 2019, 12:30

rakader hat geschrieben:
Montag 11. Februar 2019, 12:29
Danke für die Links Klaus. Hast Du eine Idee, für wieviele Anwendungen die Röhrchen gedacht sind?
Nein, leider auch nicht.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#412

Beitrag von rakader » Montag 11. Februar 2019, 12:34

Ich sehe gerade in Deinem Link das Produktdatenblatt: 1 Röhrchen à 5ml. Das heißt 2 Anwendungen. Teurer Spaß, meine Herren!

Pika Weihenstephan bietet die Röhrchen als Charge à 48 Stück an. Wäre das vielleicht eine Überlegung für eine Sammelbestellung. Würde sich das lohnen? Die Preise in den Shops setze ich mit Apothekenpreis gleich.

Edit: Ich habe Pika mal angefragt.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#413

Beitrag von rakader » Montag 11. Februar 2019, 16:55

Ich habe soeben von Pika Weihenstephan Antwort bekommen. Demnach kostet eine Charge 48 Stück brutto 106,80 € + 9,50 € Versand. Das ist mehr als die Hälfte billiger. Hätte jemand Interesse sich an einem Paket zu beteiligen? Max 3 Mitbesteller wären OK. Bei Interesse PM.

Grüße
Radulph
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#414

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 11. Februar 2019, 17:01

Wie lang ist die Haltbarkeit der Proberöhrchen bzw. Reagenzien und wie (warm, kalt, hell, dunkel) müssen sie gelagert werden?
Wenn alles passt würde ich vielleicht 5-10 Stück nehmen.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#415

Beitrag von rakader » Montag 11. Februar 2019, 17:47

Die Leute bei Pika sind echt auf Trab:
• Lagerung im Dunkeln (Karton), Raumtemperatur
• Haltbarkeit ca. 1 Jahr ("hängt davon ab, was gerade auf Lager ist").

Korrektur: Ich teile auf max 5 Braukollegen inkl. mir auf + Versand im gepolsterten Maxibrief.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#416

Beitrag von chaos-black » Montag 18. Februar 2019, 16:54

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Dienstag 5. Februar 2019, 00:33
[...]
Beispiel 3 Liter Starter aus NaCl mit geringer Hefeentnahme und Magnetrührer:

Schritt 1)
4 ml NaCl Hefesuspension, 20ml Starterwürze 6°P >> 24ml @ 5°P >>> oft schütteln und stehen lassen, bis der Starter beginnt zu gären und sichtbar hefetrüb ist

[...]
Ich bin gerade kurz davor meine erste Hefevermehrung aus einer NaCL Ecoflac zu machen und möchte auch mit diesem ersten Schritt wie beschrieben beginnen. Aber ich frage mich gerade, wie gut die Herstellung von 20ml Würze funktioniert wenn man diese doch auch noch 10-15min kochen möchte. Da ist doch die Verdampfungsrate auf dem Herd alleine wohl viel zu hoch als dass man das anständig machen könnte, oder täusche ich mich? Oder macht ihr einfach eine Menge mit der man gut umgehen kann und kippt dann den Rest weg?

Beste Grüße,
Alex
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#417

Beitrag von monsti88 » Montag 18. Februar 2019, 16:59

Du brauchst doch für die weiteren Schritte auch noch Würze. Ich habe die benötigte Menge für alle Schritte vorbereitet und dann in Flaschen gefüllt. Hat für die paar Tage im Kühlschrank gelagert gut gehalten, vor Verwendung dann jeweils noch mal abgekocht. Einfrieren ginge zur Aufbewahrung auch.

Für den ersten Schritt dann noch etwas mit Wasser verdünnt um auf die ca. 6° plato zu kommen.

Edit: guckst du hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 70#p312270
Zuletzt geändert von monsti88 am Montag 18. Februar 2019, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#418

Beitrag von Brauwolf » Montag 18. Februar 2019, 17:03

Bei dem ersten Propagationsschritt wird es wohl nicht bleiben. Das heißt am besten für die komplette Propagationsfolge Würze auf Vorrat kochen und portionsweise einwecken:

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#419

Beitrag von beryll » Montag 18. Februar 2019, 17:06

Ich hab Zentrifugierröhrchen mit 20 und 40ml Würze befüllt und diese autoklaviert. Diese stehen im Keller neben den Schrägagar-Kulturen und können dann direkt ohne Umwege beimpft werden.

Desweiteren hab ich noch Marmeladengläser mit 100 und 200ml Würze befüllt und diese ebenfalls autoklaviert.

Auf dem Weg umgehe ich das Herstellen von Starterwürze, da ich alles schon auf Vorrat vorliegen habe.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#420

Beitrag von Adrian S » Montag 18. Februar 2019, 17:07

chaos-black hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 16:54
Oder macht ihr einfach eine Menge mit der man gut umgehen kann und kippt dann den Rest weg?
Wenn man nicht mehr machen möchte, ja. Malz kost ja nix...

Bei mir ist die vertretbare Mindestmenge so ca 250ml.
Ich mach die dann in ner halbliter Thermoskanne, 93g Pilsner mit 350ml Wasser (70°C) 60 min ziehen lassen.
Dann hats so ca 64°C - 65°C.
Dann 250ml Nachguss über den Treber im Küchensieb und dies dann mit etwa 0.5g Magnum (der kommt ja sonst nie weg :Wink ) für 30 min köcheln lassen.
Hab dann so um die 10°P die ich dann verdünnen kann wie ichs brauch.
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#421

Beitrag von rakader » Montag 18. Februar 2019, 17:23

So wie Du das schreibst, kann das nicht verallgemeinert werden. Allein schon die 0,5g Magnum sind für manche Bierstile höchst bedenklich, immer ausgehend von 20l Standard. Überlege mal ein Tripel mit sanftem Strisselspalter und da den dominanten Magnum drauf?

Die Thermoskannengeschichte ist bei MuMM von alt-phex gut beschrieben. Ein Liter reicht für die meisten Standard-Sude aus. Bei Suden zwischen 12 und 16°Plato sowie darüber ist jedoch anders vorzugehen. Die Angaben dazu stehen immer im Datenblatt der entsprechenden Hefe. Und das erklärt dann auch, ob ein 1l-Starter ausreicht, oder ob es einen 3l-Starter braucht. Mir wäre grundsätzlich ein 1-Liter-Starter am liebsten, es scheint aber nicht immer zu gehen. Bei 3 Litern wird es halt kritisch, was das durchschmecken betrifft. Da ist ein Kleinsud wohl Mittel der Wahl. Und bei dieser Menge stelle ich auch das Wasserprofil ein.

Grundsätzlich wird die Mehthode einfrieren nur sinnig sein, wenn man reproduzierbare Sude macht. Sonst sind DME und Kleinsud wohl die Lösung. Würzekochen ist sicherlich gut, um Infektionen abzuwehren. Allerdings sollte man m.M. hier nicht schlampig sein und wahllos Hopfen reinwerfen, sondern mit dem arbeiten, der auch dem Sud seine Richtung gibt.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#422

Beitrag von Adrian S » Montag 18. Februar 2019, 17:29

rakader hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 17:23
So wie Du das schreibst, kann das nicht verallgemeinert werden. Allein schon die 0,5g Magnum sind für manche Bierstile höchst bedenklich, immer ausgehend von 20l Standard. Überlege mal ein Tripel mit sanftem Strisselspalter und da den dominanten Magnum drauf?

Die Thermoskannengeschichte ist bei MuMM von alt-phex gut beschrieben. Ein Liter reicht für die meisten Standard-Sude aus. Bei Suden zwischen 12 und 16°Plato sowie darüber ist jedoch anders vorzugehen. Die Angaben dazu stehen immer im Datenblatt der entsprechenden Hefe. Und das erklärt dann auch, ob ein 1l-Starter ausreicht, oder ob es einen 3l-Starter braucht. Mir wäre grundsätzlich ein 1-Liter-Starter am liebsten, es scheint aber nicht immer zu gehen. Bei 3 Litern wird es halt kritisch, was das durchschmecken betrifft. Da ist ein Kleinsud wohl Mittel der Wahl. Und bei dieser Menge stelle ich auch das Wasserprofil ein.

Grundsätzlich wird die Mehthode einfrieren nur sinnig sein, wenn man reproduzierbare Sude macht. Sonst sind DME und Kleinsud wohl die Lösung. Würzekochen ist sicherlich gut, um Infektionen abzuwehren. Allerdings sollte man m.M. hier nicht schlampig sein und wahllos Hopfen reinwerfen, sondern mit dem arbeiten, der auch dem Sud seine Richtung gibt.

Gut, vorausgesetzt man Dekantiert... wenn der Starter im ganzen mit soll, dann würde ich eine dem Rezept angelehnte Rezeptur vorschlagen. Jedoch rein zu Propagationszwecken ist dies völlig ausreichend.
Habe ich mich zu wenig genau ausgedrückt, entschuldige.
Zuletzt geändert von Adrian S am Dienstag 19. Februar 2019, 00:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#423

Beitrag von rakader » Montag 18. Februar 2019, 17:32

Ich muss dieses Dekantieren mal ausprobieren, bei einer Hefe, wo es geht…
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#424

Beitrag von beryll » Montag 18. Februar 2019, 18:54

rakader hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 17:23
So wie Du das schreibst, kann das nicht verallgemeinert werden. Allein schon die 0,5g Magnum sind für manche Bierstile höchst bedenklich, immer ausgehend von 20l Standard. Überlege mal ein Tripel mit sanftem Strisselspalter und da den dominanten Magnum drauf?

Die Thermoskannengeschichte ist bei MuMM von alt-phex gut beschrieben. Ein Liter reicht für die meisten Standard-Sude aus. Bei Suden zwischen 12 und 16°Plato sowie darüber ist jedoch anders vorzugehen. Die Angaben dazu stehen immer im Datenblatt der entsprechenden Hefe. Und das erklärt dann auch, ob ein 1l-Starter ausreicht, oder ob es einen 3l-Starter braucht. Mir wäre grundsätzlich ein 1-Liter-Starter am liebsten, es scheint aber nicht immer zu gehen. Bei 3 Litern wird es halt kritisch, was das durchschmecken betrifft. Da ist ein Kleinsud wohl Mittel der Wahl. Und bei dieser Menge stelle ich auch das Wasserprofil ein.

Grundsätzlich wird die Mehthode einfrieren nur sinnig sein, wenn man reproduzierbare Sude macht. Sonst sind DME und Kleinsud wohl die Lösung. Würzekochen ist sicherlich gut, um Infektionen abzuwehren. Allerdings sollte man m.M. hier nicht schlampig sein und wahllos Hopfen reinwerfen, sondern mit dem arbeiten, der auch dem Sud seine Richtung gibt.
Ich würde hier mal die Kirche im Dorf lassen!
Ich geb zu, wenn ich mit einem Minisud um die Ecke komme, dann wird man eventuell den Starter mit all seinen Fehlaromen da rausschmecken können, ist mir aber noch nie aufgefallen.

Viele hier, auch ich, nutzen auch mal Malzbier, um einen Starter hochzuziehen oder Hefe zu Strippen, das hat nun geschmacklich sicherlich rein gar nichts mit dem zu brauenden Bier zu tun.

Hast Du mal einen Starter probiert? Der hat alle nur erdenklichen Fehlgeschmäcker... im fertigen Bier wirst Du auch davon nichts mehr schmecken, sonst würde man den Aufwand nicht betreiben!

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#425

Beitrag von rakader » Montag 18. Februar 2019, 18:58

Moin Peter, ich mache das ja auch schon eine Weile. Bei sehr hellen (obergärigen - untergärige mache ich nicht) Bieren besteht die Gefahr des Herausschmeckens. Je dunkler, desto eher minimiert sich das, klar. Ich mache öfter High Gravity-Biere, und da ist ein 3l-Starter auf 17l Sud schon eine Hausnummer. Einen richtigen Königsweg gibt es meines Erachtens bei diesem Thema nicht.

VG
Radulph

Edit: An das Thema Dekantieren werde ich mich mal herantasten. Ich weiß aber noch nicht, wie ich am besten den Überstand aus dem Kolben abziehe ohne aufzuwirbeln oder zu viel Hefe abzusaugen. Es gibt natürlich Hefen, die sich nicht gut absetzen, z.B. die Belgian Saison - wie dekantiert man da?
Zu DME: Immer lese ich, dass viele da Zucker zusätzlich dazugeben. Was ist davon zu halten? Ich habe bisher mit Hefenahrung von Wyeast sehr gute Erfahrungen gemacht.
Zu Malzbier: Da bin ich der festen Überzeugung, dass diese Wahrnehmung eine typische urban legend ist, die unreflektiert weitergegeben wird, auffallend auch von einer bestimmten Braufraktion mit Vorliebe für bestimmte Bierstile. Wenn es für die passt, in Ordnung. Mir erzählt aber niemand, dass man das bei einem hellen Pilsener, Saison oder Tripel bei einem 15-l-Sud nicht merkt, wenn man eine Vergleichsgröße hat. Abgesehen davon finde ich es handwerklich unsauber.
Zuletzt geändert von rakader am Montag 18. Februar 2019, 19:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#426

Beitrag von beryll » Montag 18. Februar 2019, 19:08

Ich mach das nun auch schon ein paar Jahre, ist ja nun nicht so, als hätte ich mich da erst die letzten paar Wochen ein wenig eingelesenen!
Aber jeder, wie es ihm beliebt...

VG Peter
"Um...Snoochie boochies" Romrod... BONG!!!!!
(Aktueller Bericht aus dem Gärfass)

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#427

Beitrag von HubertBräu » Montag 18. Februar 2019, 22:45

rakader hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 17:23
Allein schon die 0,5g Magnum sind für manche Bierstile höchst bedenklich, immer ausgehend von 20l Standard. Überlege mal ein Tripel mit sanftem Strisselspalter und da den dominanten Magnum drauf?
Also wie 0,5g Magnum in nem Starter höchst bedenklich für 20 Liter Bier sein sollen, musst Du mir nochmal erklären. Wenn Du die irgendwie raus schmecken solltest .. Respekt.

Wie es Peter schon geschrieben hat .. mit der Kirche im Dorf und so :Bigsmile :Drink

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#428

Beitrag von Tozzi » Montag 18. Februar 2019, 23:03

Sorry, Radulph, aber Du könntest schon mal einen Gang zurückschalten, finde ich.
Peter und viele andere hier wissen, was sie tun und auch wenn du das schon "eine Weile" so machst, gibt es einige, die machen das schon "eine Weile länger".
rakader hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 18:58
Es gibt natürlich Hefen, die sich nicht gut absetzen, z.B. die Belgian Saison - wie dekantiert man da?
Schlechtes Beispiel. Gerade diese Hefe sedimentiert extrem, sobald die Temperatur unter 25˚C fällt.
Dekantieren ist hier problemlos möglich.
Und da muss man nichts "abziehen". Abgießen des Überstands und fertig.

Ich habe selber mal zur Dekantier Fraktion gehört und auch mal diesen Faden hier gestartet:
https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic.php?f=7&t=15575
rakader hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 18:58
Mir erzählt aber niemand, dass man das bei einem hellen Pilsener, Saison oder Tripel bei einem 15-l-Sud nicht merkt, wenn man eine Vergleichsgröße hat
Doch. Ich erzähl Dir das.
Ein Starter ist ein Starter ist ein Starter. Malzbier ist nicht ideal, aus verschiedenen Gründen, aber geschmacklich macht das keinerlei Unterschied.
Ebenso ist es im fertigen Bier nicht schmeckbar, ob die gesamten 5 Liter Starterwürze auf 50 Liter drin sind, oder dekantiert wurde.
Schmeckbar ist höchstens ein schlecht gemachter Starter -> Underpitching, aber auch nur dann, wenn wirklich die Gärung einschläft oder schlecht läuft.
Meist kommen dann noch andere Probleme dazu, wie mangelnde Belüftung oder schlecht vergärbare Würze.
Im Hobbybereich würde ich mir wesentlich größere Sorgen machen was z.B. Oxidation betrifft.
Das bisserl Starterwürze macht das Bier nicht schlecht.
rakader hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 18:58
Zu DME: Immer lese ich, dass viele da Zucker zusätzlich dazugeben. Was ist davon zu halten? Ich habe bisher mit Hefenahrung von Wyeast sehr gute Erfahrungen gemacht.
Wiederrum: Zwei komplett verschiedene Paar Stiefel.
Hefenahrung spendiert Aminosäuren und Spurenelemente.
Wenn aber das verwendete DME zuwenig Monosaccharide enthält, kann eine Prise Glucose im Starter Wunder wirken, als "Kickstart" für die Hefe.
Eine erste Energie "Spende" um den Metabolismus anzukurbeln.
Viele Grüße aus München
Stephan

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#429

Beitrag von rakader » Montag 18. Februar 2019, 23:49

Ja danke Stephan. Zum Durchschmecken: Ich hatte vor einiger Zeit mit einem dunklen IIPA einen Versuch gemacht mit Starter und Reinkultur. Die Reinkultur war leicht wahrnehmbar malziger. Gestört hat es nicht. Aber das ist der Punkt, wo ich halt nicht überzeugt bin: Kann ja mal stören.

Ich habe den erwähnten Thread gelesen. Warum ein dekantierter Starter mehr Ester eintragen soll oder die Gefahr von Oxidation höher ist, erschließt sich mir nicht. Ich tue mich mit dem Begriff Oxidation aber auch schwer. Übrigens hatte ich die Beispielhefe mit der WLP570 Belgian Golden Ale verwechselt.
Danke für die Erläuterungen zu DME.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#430

Beitrag von Adrian S » Dienstag 19. Februar 2019, 01:10

Man kann auch alles künstlich Dramatisieren.

Klar funktioniert das Dekantieren nicht bei allen Hefen, dann knallt man den selben Hopfen rein wie nachher im Bier zur Bitterung. Starter kommt halt ganz rein, fertig.
Wie man es dann schlussendlich handhabt ist jedem sein eigen Bier. Wenns dich stört, dan mach es nicht, ganz einfach.

P.S.: wen jeder jedem an den Karren fährt sagt irgendwann niemand mehr was hier im Forum. Wäre ja schade, nicht?
Just my 2 cents
Grüsse
Adrian

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#431

Beitrag von DevilsHole82 » Dienstag 19. Februar 2019, 07:42

Und was die ganze Diskussion jetzt mit "Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl Lösung" zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Es gibt doch genug Threads zu dem Thema "Starter".
Wieso muss man immer so tolle Fachthemen-Leitfäden, wie diesen hier mit Off-Topic- und dem-täglichen-Brauleben-Diskussionen zerschießen?
Gruß, Daniel

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#432

Beitrag von chaos-black » Dienstag 19. Februar 2019, 09:13

monsti88 hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 16:59
Du brauchst doch für die weiteren Schritte auch noch Würze. Ich habe die benötigte Menge für alle Schritte vorbereitet und dann in Flaschen gefüllt. Hat für die paar Tage im Kühlschrank gelagert gut gehalten, vor Verwendung dann jeweils noch mal abgekocht. Einfrieren ginge zur Aufbewahrung auch.

Für den ersten Schritt dann noch etwas mit Wasser verdünnt um auf die ca. 6° plato zu kommen.

Edit: guckst du hier: https://hobbybrauer.de/forum/viewtopic. ... 70#p312270
Da hätte ich auch drauf kommen können :Ahh
Danke :thumbsup
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#433

Beitrag von matschie » Dienstag 19. Februar 2019, 16:39

Ich hab für meinen Sud am vergangenen WE das erst mal einen Starter angesetzt.
Wie hier geschrieben, hatte ich etwas Startschwierigkeiten und habe dann Sicherheitshalber nochmal von 0 angefangen.

Starterwürze habe ich gleich 5 Liter gemacht (Für einen ca. 4L Starter). Da ich eh neu anfangen musste, habe ich den Starter direkt mit der fast gleichen Schüttung wie das fertige Bier gemacht, mit der BiaBiaB-Methode (Brew in a Bag in a Backofen):
IMG_0293.jpeg
Hat super funktioniert, auf dem Herd aufgeheizt, eingemaischt, 1,5h in den Backofen bei 66°, fertig.

Dann auf 20, 400 und 4000ml aufgeteilt. 20 auf ca 6P verdünnt, gekocht, darin 5ml Hefesuspension. Anschließend in 400ml mit 9P und dann in 4L mit 11P.
Sud war dann 40L mit 15P OG.
Bis zur letzten Stufe war nichts zu sehen, dann hat er super losgelegt:
IMG_0297.jpeg
Beim Brauen war er dann so bissig, dass 1h nach Anstellen direkt Gäraktivität (Blubbern) da war.
An dieser Stelle Danke an alle, die hier so fleißig und schnell alle Fragen beantworten :thumbsup :Drink
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#434

Beitrag von rakader » Dienstag 19. Februar 2019, 16:43

Tolle Methode. Danke für die ausführliche Darstellung. Was hast Du denn da für ein Thermometer - habe den gleichen Backofen?
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#435

Beitrag von Brauwolf » Dienstag 19. Februar 2019, 16:53

https://www.amazon.de/GEFU-21840-Digita ... B003H4MVSA

Kommt mir irgendwie bekannt vor, aber von einem anderen Lieferanten

Cheers, Ruthard
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#436

Beitrag von matschie » Dienstag 19. Februar 2019, 21:09

Ja, genau. Ist ein ganz einfaches Bratenthermometer, habe ich auch nur genutzt um mal den Backofen und die Hysterese zu kontrollieren - aufgrund der großen Masse des Wassers jedoch quasi nicht vorhanden. Für kleinere Mengen die zweitbeste Methode. Nur noch kleinere Starterwürzemengen mache ich gelegentlich mit dem Thermomix.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#437

Beitrag von Snowman » Mittwoch 13. März 2019, 13:03

Hallo!
Könnt Ihr mich kurz mal mit einer Hefezellzahl informieren. Hab im ganzen Faden nix gefunden.
Ich habe eine Reinzuchthefe aus der Hefebank geordert (W34/70). Dann einen Sud damit vergoren und die 10ml Erntehefe auf im 100ml Ecoflac aufbewahrt. Das Einlagern war im Juli 2018.
Von welcher HZZ kann ich jetzt beim Abziehen für meinen neuen Starter ausgehen?

LG Björn

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#438

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. März 2019, 20:50

Dickbreiige Hefe hat etwa 1 Mrd Zellen pro ml.
Schätzen wir mal, die Erntehefe war 1:4 mit Jungbier versetzt. Sonst wäre sie kaum durch die Kanüle gegangen. Also rund 2,5 Mrd Zellen pro 10 ml, bzw. knapp 23 Mio Zellen pro 110ml (im Ecoflac). Das ist enorm viel.
Du fängst bestimmt ohnehin mit ganz kleinen Startern an zu propagieren (wenige Milliliter). Lass der ersten Stufe genug Zeit. Dann pendelt sich die Zellenanzahl in den folgenden 1:10 Schritten fast automatisch ein.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#439

Beitrag von Eowyn » Mittwoch 13. März 2019, 21:25

Biasiada hat geschrieben:
Mittwoch 25. Januar 2017, 21:15
Entnahme.jpg

Da ich schon öfters gebeten wurde, meine Erfahrungen mit der Einlagerung von Hefen auf Kochsalzlösung zu teilen, möchte ich euch das natürlich nicht vorenthalten.
Vorab noch etwas zu mir: Ich bin kein Biologe, Chemiker oder ähnliches, sondern begeisterter Hobbybrauer und seit einiger Zeit auch „Yeast-Ranger“.
Ich praktiziere diese Vorgehensweise schon einige Jahre sehr erfolgreich. Dies soll nur eine Anleitung sein und mir ist durchaus bewusst, dass man das Eine
oder Andere Besser machen kann. Aber es funktioniert so ;-)
Sauberes und halbwegs „steriles Arbeiten“ versteht sich hier aber von selbst!


1. Was wird benötigt?
• Kochsalzlösung 0,9 % / 100 ml Glasflasche mit Gummistopfen
• Spritzen 10 ml + optional 20 ml
• Kanülen 0,9x40
• Alkohol, Watte („Sterilfilter“)
• Hefe (Smack-Pack, Starter usw.)
Alles, bis auf die Hefe in der Apotheke erhältlich.
nach meinem Jugend forsch projekt mit meiner gewaschenen hefe, sollte ich das vielleicht in Zukunft auch lieber anständig machen.

hab mal geschaut, wie ich das hier zusammenbringe und erstmal zur Rückversicherung - es scheint mir als habe der Amerikaner NACL ind Sodium Chloride umbenannt. Hoffe, das ist tatsächlich so, denn andere Lösung gibts hier nicht.

2. kann ich einfach die leeren container kaufen (die gibts nämlich einiger maßen günstig $ 30.00 für 25 Stk.) und die selbst mit Sodiumchloride befüllen oder versaue ich da alles, was mal steril war?

Weil wenn ich die fertig befüllt kaufen will, dann kosten 40 Stück $160.00 - da kann ich mir die Arbeit dann sparen.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#440

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. März 2019, 21:41

Selbst mischen würde ich persönlich nicht. Gibt es bei euch keine kleinen Packungsgrößen für Infusion oder Injektion?

Wäre Schrägagar ggf. eine Option für dich? https://www.youtube.com/watch?v=EMFWHm61NEU
Oder Einfrieren? https://www.youtube.com/watch?v=iDIwwnFFHLQ
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#441

Beitrag von Eowyn » Mittwoch 13. März 2019, 21:59

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Mittwoch 13. März 2019, 21:41
Selbst mischen würde ich persönlich nicht. Gibt es bei euch keine kleinen Packungsgrößen für Infusion oder Injektion?
infusion war ein guter Tipp. Danke.
Amazon hat 10 für $30.00 das macht dann schon eher außer nerdigem Forschungsprojekt auch noch ne Ersparnis aus. Zumal mein HBS ganz oft genau die Hefe, die ich haben will nicht hat.
Wäre Schrägagar ggf. eine Option für dich? https://www.youtube.com/watch?v=EMFWHm61NEU
Oder Einfrieren? https://www.youtube.com/watch?v=iDIwwnFFHLQ
Das schau ich mir gleich mal an, danke.
Und an Einfrieren dachte ich auch schon als eleganteste Lösung für meinen Bedarf.

Danke dir und schöne Grüße übern Teich.
Eowyn
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#442

Beitrag von rakader » Mittwoch 13. März 2019, 22:00

@Eowyn – Du kannst sicher selber mischen, aber das ist dann vergleichbar als würdest Du eine Lok in Bewegung setzen: Nicht Du steuerstest die Maschine, sondern sie Dich. :Bigsmile

Abkürzungen in Ehren - was ist denn HBS?
Aber Du hast Dir die Antwort schon selbst gegeben. Die Ecoflacs o.ä. werden unter Reinraumbedingungen steril abgefüllt. Die Anforderungen kannst Du in allen möglichen Punkten nicht erfüllen, auch nicht mit einem Schullabor. Gehe in die nächstbeste Apotheke und frage nach der von Dir benötigten Menge und Größe. Und das ist garantiert billiger, als die Preise, die Du oben aufführst.

Kochsalzlösung ist anfangs schon ein guter Weg. Ich bin auch so gestartet und Jens gibt hier gute Tips für jeden Schritt. Wenn Du da sattelfest bist, macht das sicher neugierig auf Schrägagar. Das steht mir auch noch bevor.
Die hier praktizierten Cryoperlen sind zwar auch eine Option, aber sie sind eigentlich nicht für das Kühlfach vorgesehen, sondern für flüssigen Stickstoff. Und sie sind teuer, weil es mit den Perlen allein nicht getan ist. Insofern macht Kochsalz und Schrägagar für reproduzierbare und dokumentierbare Ergebnisse, wie Du es für Jugend forscht benötigst, sicher am meisten Sinn.

Ohne zu wissen, was Du genau machst, solltest Du Dir vielleicht die Abteilung Mikroskop und Zählkammer überlegen. Damit hantieren zumindest Deine Kollegen immer, wenn sie mit Jugend forscht bei uns antanzen. Auch dort kann Dir Jens sicher gute Tipps geben.

Edit: Grundsätzlich bekommst Du auf den Seiten der Biershops in der Abteilung Labor ein gutes Gefühl für eine Grundausstattung. Komplett sind diese Abteilungen aber nie.
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#443

Beitrag von glassart » Mittwoch 13. März 2019, 22:16

die Kryoperlen sind eigentlich mehr als optimal für´s Gefrierfach - 19-21°C ( war beim Hefeseminar von Ulrich Peise auf Romrod) und ich werde aufgrund Ulrichs Vortrag mich wieder mehr in diese Richtung bewegen und meine vorhandenen Kryoperlen auch einsetzen :Smile

Also nichts von zu teuer und nur für flüssigen Stickstoff -damit kannst du jahrelang deinen "Schatz" in deiner Truhe konservieren :Bigsmile
Nur, man muss es auch richtig machen und das hat uns Ulrich sehr genau erklärt -ich habe es bis jetzt sicherlich in vielen Punkten falsch gemacht :crying

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#444

Beitrag von rakader » Mittwoch 13. März 2019, 22:47

Moin Herbert, danke für diese Richtigstellung. Kannst Du vielleicht näher erläutern, was man da falsch machen kann, also so ein Bad Practice Szenario oder Schritt für Schritt? Da kann man sich dann selber abprüfen.
Hier liegen die Kryoperlen ungenutzt wegen der ganzen Einwände und Aber-Abers herum. So ein Vortrag konkretisiert natürlich.

LG
Radulph
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#445

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. März 2019, 22:51

rakader hat geschrieben:
Mittwoch 13. März 2019, 22:47
Kannst Du vielleicht näher erläutern, was man da falsch machen kann, also so ein Bad Practice Szenario oder Schritt für Schritt?
Alles. Wirklich alles vom Beimpfen bis zum Entnehmen.
Aber das gehört in den Kryoperlen Thread, bzw. wurde dort auch schon besprochen. :Wink
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#446

Beitrag von glassart » Mittwoch 13. März 2019, 23:12

so wie Jens es schreibt wurde schon fast alles erklärt:Smile

Einzig für mich nach dem Seminar sehr entscheidend war die Erkläung von Ulrich wie er beimpft
> zuerst das Glycerin abziehen und "zwischenlagern"
> dann die Hefe mit der Pipette in "pumpenten" Zugaben (sprich diese Menge immmer wieder ein/auszubringen und damit die Perlen zu umspülen)
> immer wieder ausgiebig schütteln das ja alle Perlen was von den Hefen abbekommen
> dann Überstand abziehen und das anfangs abgezogene Trägermaterial wieder zugeben und ab in die Truhe
> !! wichtiger Hinweis von Ulrich grundsätzlich -die Beschriftung wasserfest anzugbringen - ob NaCl oder sonst was !! :Bigsmile

lg Herbert

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#447

Beitrag von rakader » Mittwoch 13. März 2019, 23:20

Danke Herbert - das ist mal eine Kurzanleitung. Erspart mir den Kampf mit dem Kryoperlenthread :thumbup

LG
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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#448

Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 14. März 2019, 07:06

rakader hat geschrieben:
Mittwoch 13. März 2019, 22:00
Abkürzungen in Ehren - was ist denn HBS?
HBS = Home Brew Shop :Wink
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#449

Beitrag von Snowman » Donnerstag 14. März 2019, 10:55

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Mittwoch 13. März 2019, 20:50
Dickbreiige Hefe hat etwa 1 Mrd Zellen pro ml.
Schätzen wir mal, die Erntehefe war 1:4 mit Jungbier versetzt. Sonst wäre sie kaum durch die Kanüle gegangen. Also rund 2,5 Mrd Zellen pro 10 ml, bzw. knapp 23 Mio Zellen pro 110ml (im Ecoflac). Das ist enorm viel.
Du fängst bestimmt ohnehin mit ganz kleinen Startern an zu propagieren (wenige Milliliter). Lass der ersten Stufe genug Zeit. Dann pendelt sich die Zellenanzahl in den folgenden 1:10 Schritten fast automatisch ein.
Danke, Jens!
Aber so ganz klar komme ich nicht mit den HZZ bei den errechneten Schritten.
Ich verstehe die Verhältnis-Angaben (erster Schritt kleiner z.B. 1:5) nicht ganz und kann mir da nix gescheites daraus errechnen. Genauer gesagt ist mir unklar, wie man eine Verzehnfachung der HZZ in ca. 24h mit den Mengen-Verhältnis-Angaben der Würze in den einzelnen Schritten unter einen Hut bringt.
Geht man davon aus, dass sich bei 5-facher Volumenerhöhung die HZZ auch verfünffacht?

Auf jeden Fall kommt bei mir immer irgendwas raus, aber nicht die angestrebten 10x10^6 HZZ/ml. :crying
Ich will´s doch "nur" verstehen... :redhead

LG Björn

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Re: Hefebanking - Hefe-Lagerung in NaCl-Lösung

#450

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Donnerstag 14. März 2019, 20:13

Hilft dir das Braumagazin weiter (Absatz Propagation)? >> https://braumagazin.de/article/hefebank-weihenstephan/
Die Startzellenanzahl kannst du bei eingelagerter Hefe einfach nicht pauschalisieren. Bei relativ frisch eingelagerter Hefe legt die erste Stufe sehr schnell los. Liegt die Hefe 6-12 Monate auf NaCl dauertes auch mal 2-3 Tage bis sich augenscheinlich was vermehrt oder sich CO2 im Starter bildet. Die Endzellenanzahl jeder Stufe ist genauso unscharf, weil Art und Dauer der Belüftung eine wichtige Rolle spielen.
Bei dieser Faktenlage kann kein Hefezellenrechner der Welt ausrechnen, wie viel Zellen/ml du nach der dritten Stufe hast. Es bleiben also nur Faustformeln und eine optische Kontrolle der Trübungszunahme. Eine fertige Stufe wird nicht trüber.

Sorry, für den Spruch ... : Hol dir ein preiswertes Mikroskop und eine 12 EUR Zählkammer aus der Bucht. Anders bekommst du keine bekannte und reproduzierbare Anstellrate. Mit den Faustformeln kann man auch arbeiten.
"Da braut sich was zusammen ... "
"Oh, Bier ;-) !"
"Nein! Was Böses!"
"Alkoholfreies Bier??? ..."
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Viele Grüße
Jens

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