Hanfbier (diverse Fragen)

Alles, was mit dem Thema Historische Biere, Grut- bzw. Kräuterbiere, Gewürzbiere, aber auch mit Sake Brauen oder Brauen mit ungewöhnlichen Fermentationsarten zu tun hat
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giggls
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Hanfbier (diverse Fragen)

#1

Beitrag von giggls » Dienstag 26. Mai 2015, 17:18

Hallo zusammen,

inspiriert durch den grasigen Geschmack eines Grünhopfenbieres dachte ich mir, dass man sich ja auch mal an einem Hanfbier (mit THC armem Nutzhanf) versuchen könnte.

Nun stellen sich mir da aber gleich mehre Fragen:
  1. Nimmt man Blüten wie beim Hopfen, Samen oder Blätter?
  2. Welche Bezugsquellen gibt es für THC-arme Hanfblüten (alternativ: Selbstanbau erlaubt?)
  3. Gibt man Hanf beim kochen zu, stopft man oder macht man beides?
    Bei THC-haltigem Hanf vermutlich gestopft, da THC ja nicht wasserlöslich ist, aber das ist in .de derzeit ja ohnehin keine Option.
  4. Wie stark muss man beim Kochen die Hopfenmenge reduzieren, wenn man Hanf mitkocht (α-Wert von Hanf?)
  5. Obergärig oder untergärig? Ich würde gefühlsmäßig zu einer neutralen untergärigen Pilshefe tendieren.
  6. Welches Malz
Sven

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#2

Beitrag von cyme » Dienstag 26. Mai 2015, 17:34

Selbstanbau in Deutschland benötigt eine Genehmigung, die du als Privatmensch nicht bekommen wirst.
Hanftee (aus Blättern und Blüten) bekommst du hier: http://shop.hanflager.de/product.php?id_product=163
Hanfsamen für's Müsli hab ich mal bei denen gekauft, finde sie aber gerade nicht im Onlineshop. Ein Rezept für ein Hanfbier mit Samen findest du hier: http://byo.com/color/item/1217-original-hempen-ale

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#3

Beitrag von giggls » Dienstag 26. Mai 2015, 17:50

cyme hat geschrieben:Ein Rezept für ein Hanfbier mit Samen findest du hier: http://byo.com/color/item/1217-original-hempen-ale
Hm, was ist der Grund, dass man da Samen nimmt und keine Blüten? Ich würde jetzt gefühlsmäßig von Blüten einen intensiveren oder gar völlig anderen Geschmack erwarten.

Sven

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#4

Beitrag von Bierwisch » Dienstag 26. Mai 2015, 19:06

Hanfsamen gibt es im Angelladen Deines Vertrauens - das ist ein beliebter Friedfischköder.

Aber welchen Geschmack die an das Bier abgeben? Ich denke, das hat mit dem gewünschten Ergebnis wenig zu tun...

Gruß,
Bierwisch
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#5

Beitrag von adlismatter » Dienstag 26. Mai 2015, 19:16

Wir hatten den gleichen Fred vor ein paar Wochen.
Bitte Suchfunktion bemühen.
Gruss
Wilfried

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#6

Beitrag von tauroplu » Dienstag 26. Mai 2015, 19:18

Hallo, Hanfblüten oder besser die Hanfspitzen bringen eine süßlich-blumige Note in das Bier. Die Samen prinzipiell auch, aber hier sollte man aufpassen, da zuviel Hanfsamen den Bierschaum destabiliseren.

Gruß
Michael
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#7

Beitrag von giggls » Dienstag 26. Mai 2015, 19:18

adlismatter hat geschrieben:Wir hatten den gleichen Fred vor ein paar Wochen.
Bitte Suchfunktion bemühen.
Zumindest nicht unter der Bezeichnung Hanfbier, denn danach habe ich nämlich gesucht.

Sven

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#8

Beitrag von Globias » Dienstag 26. Mai 2015, 19:22

Salü

Vor Jahren habe ich mit Faserhanf im Bier herumexperimentiert. Verwendet habe ich die Blüten und etwas Laub. Beim ersten Versuch habe ich das Grünzeug mit dem Hopfen mitgekocht. Davon kam allerdings kein Aroma ins Bier. Beim zweiten Versuch habe ich damit dann nach der Hauptgärung gestopft. Das gab ein krasses Aroma, war wohl zu viel. Wie viel es war, steht leider nicht in meinem Protokoll. Aus der Erinnerung, würde ich sagen, es war eine kleine Schüssel voll frischem Grünzeug.
Die Brauerei Locher gibt in ihr Hanfbier Blüten und Blätter: http://www.appenzellerbier.ch/de/bier/hanfbluete.html

Seit diesen beiden Versuchen habe ich kein Hanfbier mehr gebraut, aber vielleicht wär das wieder mal was :Drink

Gruss
Globias

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#9

Beitrag von afri » Dienstag 26. Mai 2015, 23:19

Ich habe mit Hanftee Erfahrung. Es schmeckt sehr speziell, wobei ich den Tee gestopft habe. Einige mochten es, ich selbst nicht. Ich hätte gern die aromatischen und THC-haltigen Blüten oder Pflanzenteile, aus denen sich die Holländer ihre Ziggis drehen. Das riecht mal richtig gut und würde im Bier auch nicht knallen, weil THC des Öls bedarf, das im Bier ja bekantermaßen nicht drin ist. Bekomme ich hier leider nicht legal, weswegen ich meinen Versuch mit Hanfbier eingestellt habe.
Tee ist erhältlich, natürlich legal, aber er bringt nicht die für mich relevanten Aromen ins Bier.

Ich würde bei eigenen Versuchen jederzeit wieder obergärig fahren und stopfen. Beim Kochen oder WP würde ich zu viel Verlust von den aromatischen Bestandteilen befürchten. Hanftee müsste jeder Händler führen, der sein Handwerk versteht. Reformhaus oder spezialisierte Tee- und Kräuterhändler sollten legalen Hanftee verkaufen.
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#10

Beitrag von giggls » Dienstag 26. Mai 2015, 23:26

afri hat geschrieben:Das riecht mal richtig gut und würde im Bier auch nicht knallen, weil THC des Öls bedarf, das im Bier ja bekantermaßen nicht drin ist.
Da bin ich mir ehrlich gesagt gar nicht mal so sicher, denn Alkohol ist ja schon ein organisches Lösungsmittel. Beim Kaltauszug könnte sich also schon was lösen.

Gruss

Sven

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#11

Beitrag von Hagen » Dienstag 26. Mai 2015, 23:39

Wenn du in erster Linie das Aroma lösen willst, solltest du auschließlich mit Blüten stopfen. Beim Kochen verflüchten sich die Aromen zu sehr und es bleibt in erster Linie Bittere und Chlorophyllgeschmack.

Beim Kaltauszug bei einem Bier von vielleicht 6% Vol. wird sich nicht viel Wirkstoff lösen. Da müsstest du schon mit einem Barley Wine arbeiten. Auch da wäre die Extraktion nur gering.

Da wre eher eine wochenlange Extraktion in einer Spirituose wie Vodka hilfreich, sofern der Alkohol neutral bleiben soll oder Whisky, falls du dieses Aroma mit hineinbringen möchtest. Den Extrakt später vor dem Abfllen dem Bier zugeben. Dürfte allerdings auch starl das Chlorophyl lösen

Alternativ könnte man Haferplätzchen backen und die mit einmaischen bzw. kochen. Das Fett im Hafer dürfte den Wirkstoff aufgrund des Lipophilie lösen und könnte dann verflüssigt werden.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#12

Beitrag von giggls » Dienstag 26. Mai 2015, 23:46

Hagen hat geschrieben:Wenn du in erster Linie das Aroma lösen willst, solltest du auschließlich mit Blüten stopfen. Beim Kochen verflüchten sich die Aromen zu sehr und es bleibt in erster Linie Bittere und Chlorophyllgeschmack.
Klingt logisch. Bleibt die Frage wo man THC-arme Blüten kaufen kann. Selbst anbauen ist ja wie ich gelernt habe auch bei Nutzhanf illegal (WTF?).
Beim Kaltauszug bei einem Bier von vielleicht 6% Vol. wird sich nicht viel Wirkstoff lösen. Da müsstest du schon mit einem Barley Wine arbeiten. Auch da wäre die Extraktion nur gering.
Da es mir um den Geschmack geht und nicht um Wirkstoffe und ich ohnehin keine verbotenen Substanzen verbrauen werde spielt das für mich derzeit keine Rolle.

Sven

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#13

Beitrag von Hagen » Dienstag 26. Mai 2015, 23:57

Schaue doch zB mal hier.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#14

Beitrag von Boludo » Mittwoch 27. Mai 2015, 07:02

Auf der Braukunst live gab es mal ein Hanfbier mit diesem richtigen"Holland Skunk" Aroma.
Den Name hab ich natürlich vergessen :redhead
Die haben da ziemlich viel mit Extrakten aus THC armen Hanfblüten experimentiert. Letztendlich hat es mit einem Extrakt aus Spanien hingehauen. Das war für mich das erste Hanfbier, das so schmeckt, wie man es erwartet.
Dafür haben sie jetzt den volllen Terror am Hals, ständig werden Proben von den Behörden gezogen und auf THC untersucht.
Den typischen Hollandgeruch belbekommt man vermutlich sehr schwer ins Bier.
Diese Hanftees aus dem Reformhaus enthalten, so weit ich weiß, sehr viele Blätter. Das schmeckt dann halt sehr chlorophyllig nach Heuaufguß. Da kann man gleich Brennesseln nehmen.
Den Wirkstoff bekommt man so nicht ohne weiteres gelöst, auch nicht mit einem sehr starken Bier.
Dazu bräuchte es spezielle Emulgatoren. Aber da dies illegal ist, sollte es auch nicht Thema hier sein.

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#15

Beitrag von afri » Mittwoch 27. Mai 2015, 22:50

Boludo hat geschrieben: Den Wirkstoff bekommt man so nicht ohne weiteres gelöst, auch nicht mit einem sehr starken Bier.
Dazu bräuchte es spezielle Emulgatoren. Aber da dies illegal ist, sollte es auch nicht Thema hier sein.
Genau so ist es, darum geht es hier ja gar nicht. Es geht um das Aroma, das ja offenbar nicht legal in deutschem Hobbybräu erzeugbar ist. Ich bedaure das, aber so ist es nun einmal.
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#16

Beitrag von Tron » Donnerstag 28. Mai 2015, 06:27

Vielleicht hat sich die Problematik ja bald erledigt! Wenn sogar die Amis es schaffen sollte es doch möglich sein einen unserer Politiker davon zu überzeugen das es dadurch auch Steuern gibt.
Bleibt die Frage was die Herren Dealer im Görlitzer Park dann machen....

Ich stehe auf dem Standpunkt das eine streng reglementierte Abgabe an Erwachsene, und ich würde hier noch strenger werden als die Holländer, überfällig ist. Ob man das nun raucht oder versucht daraus ein Getränk zu machen sollte dann jedem selbst überlassen werden.
Gruß

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#17

Beitrag von Boludo » Donnerstag 28. Mai 2015, 06:51

afri hat geschrieben:Es geht um das Aroma, das ja offenbar nicht legal in deutschem Hobbybräu erzeugbar ist. Ich bedaure das, aber so ist es nun einmal.
Achim
Ich hab doch geschrieben, dass es geht. Es ist halt nicht einfach. Wenn ich Depp nur nicht den Name des Bieres vergessen hätte :Ahh

Die deutsche Drogenpolitik ist hochgradig irrational, teuer und kontraproduktiv.
Trotzdem glaube ich, dass uns eine entsprechende Diskussion hier auch nicht weiter bringt.

Der User Vade aus der Schweiz hat übrigens Erfahrungen in Sachen Hanfbier. Einfach mal im alten Forum suchen.

Stefan

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#18

Beitrag von tauroplu » Donnerstag 28. Mai 2015, 16:36

Also, Leute, so schwer is dat doch alles gar nich. Hier mal kucken, legal bestellen und los gehts mit dem Hanfblütenbier.

Hanghofer gibt bei seinem Hanfbräu folgende Hinweise: Dosierung: 0,5 - 1,0 g/l. 5 Min. mitkochen, 10 Min. ziehen lassen, hopfenseihen.

Cheers
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#19

Beitrag von flying » Donnerstag 28. Mai 2015, 16:45

Wenn es ums Aroma geht, dann nehmt doch naturreines, ätherisches Hanföl. Ist pures Aroma...
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#20

Beitrag von Hagen » Donnerstag 28. Mai 2015, 16:59

Neee Rene,

Hanföl ist aus Samen gepresst. ist zwar gesund, aber mit den Terpenen der Blüte hat das nicht viel zu tun.
Besten Gruß

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#21

Beitrag von flying » Donnerstag 28. Mai 2015, 17:02

Kein fettes Öl. Ich meine das ätherische (wasserdampfdestillierte) Hanföl! Gibt es zu kaufen. Ist nicht billig aber hochkonzentriert.

Z. B. hier..

http://www.tiroler-kraeuterhof-naturkos ... /hanf.html
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#22

Beitrag von tauroplu » Donnerstag 28. Mai 2015, 17:12

Außerdem stört das Öl die Schaumhaltigkeit. Darauf weist Hanghofer auch hin.
Beste Grüße
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#23

Beitrag von flying » Donnerstag 28. Mai 2015, 17:27

mmmhhh...es kommt kein Fett durch die Wasserdampfdestille, nur die schon genannten Terpene, Sesquiterpene oder aromatischen Verbindungen.... :Wink
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#24

Beitrag von tauroplu » Donnerstag 28. Mai 2015, 17:29

Das hat doch nix mit Fett zu tun, es handelt sich um Aromaöl, was da wasserdampfdestilliert wird. Auch Aromaöle wirken schaumdestabilisierend.
Beste Grüße
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#25

Beitrag von flying » Donnerstag 28. Mai 2015, 17:32

Michael, ich denke ätherisches Hanföl ist nicht viel "schaumdestabilisierender" als ätherisches Hopfenöl..Ist ja nahe verwandt.
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#26

Beitrag von hb9cjs » Donnerstag 28. Mai 2015, 17:34

Tschau Bierfans
Du musst nur die Blätter dem Sud zugeben ohne Samenkörner. Öl und Schaum verträgt sich nicht. Hopfenbittere wie gewohnt zugeben sonst macht das Bier keinen Spass. Die Blätter ca. 15 Min und eine zweite Portion 0 Min. mitkochen. Dossage nach Deinem Gusto, aber viel ist besser. Das ergibt eine richtige Duftwolke. Nach 3 Wochen lagern ist es super, baut dann aber sehr schnell im Aroma ab. Das Rezept findest Du auf meiner Homepage http://www.uelus-homebrew.ch
Als ich den Hanf gekauft hatte, konnte man in der Schweiz noch legal Bauernhanf kaufen.
Manchmal hat es im Vogelfutter Hanfsamen dabei.
Gruss hb9cjs

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#27

Beitrag von tauroplu » Donnerstag 28. Mai 2015, 18:21

Klar, Rene, hast Recht, habe die ganze Zeit das Samenöl der Hanfsamen im Kopf gehabt, das besteht zu großen Teilen aus fetten Ölen und ist daher der Schaumkiller schlechthin. Daher auch bei Hanghofer der Hinweis, wenn man Hanfblüten oder besser Hanfspitzen verwendet, dass man am besten die Hanfsamen da rauspulen sollte. Also das etherische Öl wäre mir persönlich zu teuer, ich würde lieber mal Versuche mit dem Hanfblütentee anstellen.

Gruß
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#28

Beitrag von Griller76 » Donnerstag 22. Oktober 2015, 19:12

Man könnte auch sagen: Wenn der Stoff stimmt ist der Schaum egal. :Bigsmile
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#29

Beitrag von Cervesus » Dienstag 1. November 2016, 18:22

Ich war damals Anno 1998 in der Schweiz, wo es noch die Hanfblüten legal in Shops als Düftsäckchen zu kaufen gab. Mit dem Hinweis darauf " Bitte nicht konsumieren" :-). In dieser Zeit ist ein Schweizer sehr bekannt geworden der aus Hanf Bier, Eistee und Schokolade hergestellt hatte. Der hat im späteren verlauf, nachdem sich die Gesetzeslage in der Schweiz wieder etwas geändert hatte, probleme bei der Produktion seines Hanf-Bieres bekommen. Da er wie schon oben beschrieben die Hanfblüten für die Herstellung verwendet hat. HIerbei ging es aber nur um den Anbau der Pflanzen, denn das Bier beinhaltete natürlich kein THC. Das Bier war köstlich, muss ich dazu sagen. Hab auch hier mal was über ihn und seine Geschichte gelesen.

lg

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#30

Beitrag von Hagen » Mittwoch 2. November 2016, 08:43

Wie, der hat THC-haltige Blüten verwendet obwohl das THC nicht ins 'Bier aufgenommen wurde? Eine derartig unwirtschaftliche Verschwendung kann ich mir schwerlich vorstellen.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#31

Beitrag von flying » Mittwoch 2. November 2016, 09:33

Ich sehe bei den neuen hochpotenten Hanfsorten durchaus Parallelen zum Hopfen. Neben dem Mörderharz (und THC)- Gehalt gehen auch die Terpene/Aromaöle hoch. Deshalb duften die auch so intensiv. Wie bei neuen Hopfenzüchtungen mit viel Alpha und Aroma. Natürlich könnte man sicherlich terpenreiche, THC-arme Sorten züchten aber daran hat keiner Interesse. Deshalb dürfte man das intensive Aroma, was man so gerne im Bier haben möchte, auf legalen Wege wohl nicht bekommen..?

Dürfte man Hanf sortenunabhängig frei anbauen, wären die Kosten sicher nicht viel höher als für Hopfen. Dann könnte man auch frei von der Leber mit 5 g pro Liter oder so stopfen. Das würde es dann aromatechnisch vermutlich voll bringen. Da dies aber aus rechtlichen- und Kostengründen nicht möglich ist, macht es keinen Sinn sich überhaupt Gedanken darum zu machen oder irgendwelches THC- freies Heu dran zu schmeißen..
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#32

Beitrag von chaos-black » Mittwoch 2. November 2016, 10:39

Ach, gebt der Gesetzgebung noch ein paar Jährchen, lange kann es ja nicht mehr dauern. Erfreulicherweise wird in Göttingen auf städtischer Ebene auch gerade diskutiert, ob die Stadt versuchen sollte ein Modellprojekt zur legalen aber kontrollierten Abgabe zu werden. Und von da aus wäre es dann nicht mehr so ein weiter weg.
Und wenn mich dann mal jmd von euch besuchen möchte, kann man sich bestimmt mal auf ein Selbstgebrautes treffen. :thumbup
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#33

Beitrag von Griller76 » Mittwoch 2. November 2016, 11:06

Hallo Sven,

ein wirklich leckeres Hanfblütenbier habe ich letztes Jahr gebraut. Schau doch mal dazu unter meinem Beitrag:viewtopic.php?f=8&t=6787&p=100605&hilit ... er#p100605

Nun zu Deinen Fragen:
1. Nimmt man Blüten wie beim Hopfen, Samen oder Blätter?
Ja, Hanfblüten pur liefern das beste Aroma. Manche Hersteller vermischen ihren Hanfblütentee mit den minderwertigen Hanfblättern, das schmälert dann natürlich erheblich die Aromenausbeute.
2. Welche Bezugsquellen gibt es für THC-arme Hanfblüten (alternativ: Selbstanbau erlaubt?)
Münsterländer Hanf, diese haben die beste Relation zu Qualität und Preis. Diese bauen auch selber an. Die Samen in den Hanfblüten sind noch unausgereift, daher ölfrei, was wieder der Schaumstabilität hilft. Selbstanbau ist derzeit leider in Deutschland nicht erlaubt, außer Du hast eine staatliche Erlaubnis dafür.
3. Gibt man Hanf beim kochen zu, stopft man oder macht man beides?
Ja, man gibt den Hanf sowohl beim Kochen, als auch zum Stopfen dazu (sihe das Rezept in meinem Thread)
Bei THC-haltigem Hanf vermutlich gestopft, da THC ja nicht wasserlöslich ist, aber das ist in .de derzeit ja ohnehin keine Option.
Leider! Verwendete daher dafür wiederum den THC-armen Hanf.
4. Wie stark muss man beim Kochen die Hopfenmenge reduzieren, wenn man Hanf mitkocht (α-Wert von Hanf?)
Nimm bei einem Standardrezept den Hopfen um ca. die Hälfte zurück, damit das Hanfaroma nicht vom Hopfen überdeckt wird. Beim von mir erwähnten Rezept nimm die volle Hopfenmenge, da der Hanf selber kein Alphagehalt hat. Es wird dann eher ein süßliches, hopfenaromatisches Bier, so als ob man gerade eine Frische Tüte Gras öffnet.
5. Obergärig oder untergärig? Ich würde gefühlsmäßig zu einer neutralen untergärigen Pilshefe tendieren.
Kommt auf Deinen Geschmack an. Obergärig ist halt vollmundiger, untergärig schlanker. Ich braute damals untergärig. Das Hanfblütenbier war sehr lecker! Hefe: S-23
6. Welches Malz
Laut Rezept: Pilsener- , Weizen- und Sauermalz

Bei weiteren konkreten Fragen sende mir bitte eine PN. Ich stehe gerne für Antworten und Hilfe zur Verfügung. Obgleich THC-frei, wird das Thema von der Ordnungsmacht wohl mitgelesen werden. Also halten wir uns dazu im öffentlichen Forumsbereich lieber bedeckt. Irgendwie fällt mir dazu ein :Wink : https://www.youtube.com/watch?v=1xapvKn ... _KpHwqlZw-

freundliche Grüße

Alexander
Zuletzt geändert von Griller76 am Mittwoch 2. November 2016, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.
Iss was gar ist, trink was klar ist und sag was wahr ist. (Luther)

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#34

Beitrag von Hagen » Mittwoch 2. November 2016, 13:34

Solange keiner schreibt, dass er selbst Bier mit THC-haltigem Hanf gebraut hat, muss man sich keine Sorgen machen.
Ach Alex, hier liest höchstens ein Kripobeamter vom RD mit, wenn er selber Heimbrauer ist. Bitte mal aufzeigen!

Warum sollte uns hier jemand unter diesem Aspekt beobachten??
Da gäber es sinnvollere Beobachtungen, selbst für die haben die keine Zeit. Im übrigen würde ich es mir als Steuerzahler verbeten, wenn Kriminalbeamte stundenlang ein Hobbybrauerforum nach etwaigen einschlägigen Rechtsverletzungen durchforsten würden.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#35

Beitrag von Griller76 » Mittwoch 2. November 2016, 15:02

Die Vorsuche übernehmen intelligente Programme. Stimmen gewisse Schlüsselwörter überein, dann erst wird das der menschlichen Kontrolle vorgelegt.
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#36

Beitrag von Hagen » Mittwoch 2. November 2016, 16:28

Wo haste das denn her? Wir haben hier schließlich keine NSA. Tut mir leid, aber das ist meinen nicht unerheblichen Kenntnissen der Strafverfolgungsbehörden nach ausgemachter Unfug.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#37

Beitrag von giggls » Mittwoch 2. November 2016, 16:57

Hagen hat geschrieben:Wo haste das denn her? Wir haben hier schließlich keine NSA. Tut mir leid, aber das ist meinen nicht unerheblichen Kenntnissen der Strafverfolgungsbehörden nach ausgemachter Unfug.
da kann ich nur zustimmen.

Niemand hat hier geschrieben, dass er etwas verbotenes tun möchte, auch ich nicht. Im Gegenteil ich habe explizit geschrieben, dass ich über THC armem Nutzhanf rede und mich über die gesetzliche Lage informieren möchte.

In den inzwischen vergangenen 17 Monaten seit meiner Frage stand jedenfalls keine Polizei vor meiner Tür. Hätte sie das aufgrund meiner Postings hier wäre mein Vertrauen in den Rechtstaat ehrlich gesagt auch nachhaltig erschüttert worden.

Sven

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#38

Beitrag von Braumal » Mittwoch 2. November 2016, 17:50

Hagen hat geschrieben:Wir haben hier schließlich keine NSA.
Hier nicht, aber in die USA könnt ihr alle nicht mehr einreisen. :P

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#39

Beitrag von §11 » Mittwoch 2. November 2016, 18:05

Braumal hat geschrieben:
Hagen hat geschrieben:Wir haben hier schließlich keine NSA.
Hier nicht, aber in die USA könnt ihr alle nicht mehr einreisen. :P
He, im Gegensatz zu Europa ist der medizinische Konsum von Hanf in 25 von 50 Staaten plus in DC legal. Ausserdem ist in 4 dieser Staaten (und in DC) jeglicher Konsum legal, also auch ohne medizinische Indikation.

Ist also ein schlechtes Beispiel....

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#40

Beitrag von Griller76 » Mittwoch 2. November 2016, 18:28

Hagen hat geschrieben:Wo haste das denn her? Wir haben hier schließlich keine NSA. Tut mir leid, aber das ist meinen nicht unerheblichen Kenntnissen der Strafverfolgungsbehörden nach ausgemachter Unfug.
Woher weißt Du denn bitte so genau das Gegenteil? Die Snowden Reportage vor Kurzem dazu war recht informativ.
Bei den heutigen Datenmengen geht das von Hand nun wirklich nicht mehr.
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#41

Beitrag von §11 » Mittwoch 2. November 2016, 19:22

Griller76 hat geschrieben:
Hagen hat geschrieben:Wo haste das denn her? Wir haben hier schließlich keine NSA. Tut mir leid, aber das ist meinen nicht unerheblichen Kenntnissen der Strafverfolgungsbehörden nach ausgemachter Unfug.
Woher weißt Du denn bitte so genau das Gegenteil? Die Snowden Reportage vor Kurzem dazu war recht informativ.
Bei den heutigen Datenmengen geht das von Hand nun wirklich nicht mehr.
Die Frage ist wohl eher wen in unserer Zeit ein Schlagwort wie "Hanf" "Canabis" oder "THC" hinterm Ofen vorlockt? Ich bin mir, auch ohne intimer Kenner zu sein, sehr sehr sicher das unsere Strafverfolgungsbehoerden da besser zu tun haben.

Ganz aehnliches gilt uebrigens fuer den Zoll..... :Wink

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#42

Beitrag von Hagen » Mittwoch 2. November 2016, 19:23

Vielleicht weil seit fast 20 Jahren Strafverteidigung in BtM-Sachen einer meiner Tätigkeitsschwerpunkte ist und ich daher recht gut weiß, was die machen und machen dürfen? :Wink
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#43

Beitrag von §11 » Mittwoch 2. November 2016, 19:24

Nachtrag:

Die Google Suche nach Cannabis Forum findet alleine etwa 10 active deutschsprachige Foren.... da wuerde aber der Filter ganz schoen rasseln.....
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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#44

Beitrag von giggls » Mittwoch 2. November 2016, 19:29

§11 hat geschrieben: Ganz aehnliches gilt uebrigens fuer den Zoll..... :Wink
Das wollte ich auch schon schreiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass man hier jemanden findet, der ein paar Euro Biersteuer hinterzieht ist ungleich höher als jemanden zu finden der THC-haltige Hanfblüten verbraut.

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#45

Beitrag von §11 » Mittwoch 2. November 2016, 19:33

giggls hat geschrieben:
§11 hat geschrieben: Ganz aehnliches gilt uebrigens fuer den Zoll..... :Wink
Das wollte ich auch schon schreiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass man hier jemanden findet, der ein paar Euro Biersteuer hinterzieht ist ungleich höher als jemanden zu finden der THC-haltige Hanfblüten verbraut.

Sven
Aber auch das wird den Zoll nicht wirklich interessieren... Wie gesagt, es geht um ein paar Euro
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#46

Beitrag von Braumal » Mittwoch 2. November 2016, 22:06

§11 hat geschrieben:
Braumal hat geschrieben:
Hagen hat geschrieben:Wir haben hier schließlich keine NSA.
Hier nicht, aber in die USA könnt ihr alle nicht mehr einreisen. :P
He, im Gegensatz zu Europa ist der medizinische Konsum von Hanf in 25 von 50 Staaten plus in DC legal. Ausserdem ist in 4 dieser Staaten (und in DC) jeglicher Konsum legal, also auch ohne medizinische Indikation.

Ist also ein schlechtes Beispiel....

Jan
Dass mein Witz, in Bezug auf die Legalität in einzelnen Bundesstaaten, nicht ganz astrein ist, war mir schon klar. Aber 25 von 50 und sogar DC, das überrascht mich jetzt doch. Dann kann es ja nicht mer lange dauern bis das auch in Europa ankommt. Die Verbotswelle ging ja damals auch massgebend von den USA aus.

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#47

Beitrag von giggls » Mittwoch 2. November 2016, 22:08

Braumal hat geschrieben: Dass mein Witz, in Bezug auf die Legalität in einzelnen Bundesstaaten, nicht ganz astrein ist, war mir schon klar. Aber 25 von 50 und sogar DC, das überrascht mich jetzt doch. Dann kann es ja nicht mer lange dauern bis das auch in Europa ankommt. Die Verbotswelle ging ja damals auch massgebend von den USA aus
Ich sags euch, die ersten kaltgehanften Craftbiere werden aus den USA kommen, wenn es die nicht sogar schon gibt.

Sven

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#48

Beitrag von Braumal » Mittwoch 2. November 2016, 22:20

"Kaltgehanft" ein ganz neuer Begriff, vielleicht bekommt ja auch bald der Name "Dichtungshanf" eine neue Bedeutung. :Angel

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#49

Beitrag von Hagen » Donnerstag 3. November 2016, 10:16

In den Staaten gibt es bereits THC-haltige Biere. Furore hat im letzten Jahr ein sehr potenter Barley Wine gemacht. Habe leider die Quelle nicht als Lesezeichen gespeichert. Bietet sich auch aufgrund der Alkoholstärke an. Darunter dürfte die alkoholische Lösbarkeit fast nicht gegeben sein.

Das Absurde in den Staaten ist, dass Cannabiskonsum nach US-amerikanischen Bundesrecht weiterhin schwer kriminell ist.
Aktuell ist in 26 US-Staaten Cannabis zu medizinischen Zwecken legal (medical states).

Colorado, Washington State, Oregon und Alaska sowie im Regierungsdistrikt Washington D.C. sind bisher die einzigen Staaten, in denen Cannabis als reines Genussmittel (recreational) legal ist (legal states).

Im November wird nicht nur über den neuen Präsidenten abgestimmt. Zugleich finden in etlichen Staaten Volksentscheide zur (Teil-)Legalisierung von Cannabis statt.

Über Cannabis als Medizin wird in Arkansas, Florida, Montana, Oklahoma und North Dakota abgestimmt.

In Arizona, Kalifornien, Maine, Massachusetts und Nevada wird über die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel abgestimmt.

Es ist schon bizarr. Da zwingen die USA die Welt seit zig Jahrzehnten erfolgreich, vor allem seit Nixons War on drugs seit 1972, Cannabis zu verdammen. Mehr als die Hälfte aller US-Bundestaaten haben oder werden dieses Jahr noch Cannabis (teil-)legalisieren, während der überwiegende Rest der Welt US-amerikanisch indoktriniert weiterhin an der Mär des bösen Cannabis festhält und sich zur Begründung dafür immer noch auf längst wiederlegte, von der US-Regierung ehemals manipulierten alten Forschgungsergebnisse stützt und eine erzkonservative (US-amerikanische) Cannabispolitik betreibt.

Und die WHO wird mit ihrer dogmatischen Verteufelung allen Rausches und aller Mittel, die auch nur die Ahnung einer Gefahr möglicher schädlicher Nebenwirkungen bergen weltweit weiterhin ein Bollwerk gegen die Liberalisierung sein.
Besten Gruß

Hagen

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Re: Hanfbier (diverse Fragen)

#50

Beitrag von grüner Drache » Donnerstag 3. November 2016, 12:15

Hallo!

Nun, auf der einen Seite bin ich für eine Entkriminalisierung von Drogenkonsum und für einen staatlich kontrollierten Verkauf von Drogen. ABER es sollte auch die ärztliche Fürsorge hierbei mehr in den Blick genommen werden.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass man hierzu in speziellen Geschäften Drogen mit seiner EC-Karte kaufen kann, und der Hausarzt eine Statistik dieser Käufe erhält. Bei Grund zur Sorge kann der Arzt belehrend auf den Konsumenten einwirken. Wer darauf kein Bock hat, stellt halt auf Durchzug... selber Schuld.

Für Alkohol und Nikotin sollte man auch so vorgehen.
Ich sehe das als ärztliche Fürsorge an, nicht als Einmischerei. Habe mir selber schonmal meine Fettleber (sonographie) und die passenden Leberwerte dazu ansehen müssen, es hat geholfen :Wink

Drogen wie Cannabis, sauberes Amphetamin, Cokain und Coca-Kraut, sauberes MDMA, berechenbare Opiate u. ä. Sollten natürlich einer bestimmten Abgabegrenze pro Woche unterliegen.

Wobei wir jetzt wieder bei den Hanfblüten wären, hiermit "kalt zu hanfen" wäre natürlich echt teuer, aber man kann sich seine Wochenkontinggente ja aufsparen :Wink
Allzeit gut Sud!
:Drink
Ciao, Alex !
Der grüne Drache zu Wasserau - Dort brauen sie ein Bier so braun, dass selbst der Mann im Mond kam schauen ...

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