Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

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dierabenfliegen
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Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#1

Beitrag von dierabenfliegen »

Hallo zusammen,

nachdem meine Brauversuche immer besser werden, würde ich mich gerne mal in der Nachgärung meiner Weissbiere mit Speise versuchen. Bisher lege ich immer den Zucker pro Flasche vor und gebe dann mittels Abfüllpistole den fertig vergorenen Sud dazu. Das klappt alles ganz gut, und die Überwachung mittels Flaschenmanometer passt auch.

Der MMuM Rechner hätte bei meinem letzten WB Sud 120ml Speise auf 880ml Jungbier ausgegeben. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich die Speise per Spritze pro Flasche vorlegen kann oder ob es zweckmäßiger ist, die Speise in einem Behälter vorzulegen und dann das Jungbier darauf zu schlauchen. Ich würde wahrscheinlich nur einen Teil mit Speise karbonisieren, um den Unterschied zum Prozess mit Zucker zu sehen. Bspw. würde ich 1.2l Speise in einen Behälter geben und dann 8.8l Jungbier darauf schlauchen. Ich frage mich aber, wie sich hier die Speise mit dem Jungbier gleichmäßig vermengen kann, da ich ja relativ schnell danach in Flaschen fülle.

Wenn ich in Flaschen vorlege, scheint mir zumindest gewährleistet zu sein, dass immer die richtige Menge Speise in der Flasche ist. Aber muss ich hier hygienetechnisch mehr beachten als bei der Vorlage mit Zucker? Die Speise würde ich einfrieren und dann am Abend vor der Abfüllung im Kühlschrank auftauen lassen. Dann in ein sauberes, desinfiziertes Gefäß und mit einer sauberen Spritze aufziehen und dann in die Flasche geben.

Wie macht ihr das und was hat sich all sinnvoll herausgestellt? Danke euch.
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Juergen_Mueller
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#2

Beitrag von Juergen_Mueller »

Ich mache das auch so, Speise einfrieren und einen Tag vor Abfüllung im Kühli auftauen lassen (Krepp unterlegen wegen Kondenswasser).

Dann lege ich die berechnete Menge in einem sauberen, keimarmen Topf vor und schlauche zunächst das endvergorene Jungbier darauf.
Dann reinige ich den Bierheber und den Schlauch unter laufendem Wasser von Heferesten.
Anschließend schlauche ich wie gewohnt in Flaschen. Bisher waren alle Flaschen gleichmäßig karbonisiert. Ich denke, das die Speise durch das Zufügen des Jungbieres homogen vermischt wird. Zusätzlich rühren oder abwarten tue ich nicht.



EDIT: Syntax korrigiert
Zuletzt geändert von Juergen_Mueller am Dienstag 24. Juni 2025, 17:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#3

Beitrag von Malzwurm »

Ich habe bereits beide Varianten mehrfach benutzt und konnte bezüglich Karbonisierung keine Unterschied feststellen. Der zeitliche Aufwand beim einzelnen vorlegen ist allerdings deutlich höher. Ich hatte anfangs auch bedenken, dass es sich nicht richtig durchmischt. Diese bedenken war allerdings unbegründet.
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§11
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#4

Beitrag von §11 »

Ich würde mich nicht auf den Rechner verlassen, weil der ja von einem vorgegebenen VG ausgeht. Ich friere 10% ein, lasse den Rest vergären und rechne mir dann der tatsächlich erreichten VG aus. Aus dem berechne ich die Spreisemenge.

Cheers

Jan
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#5

Beitrag von dierabenfliegen »

Danke euch.

Spricht eigentlich etwas dagegen, einen konischen Gärbehälter für das Draufschlauchen des Jungbieres auf die Speise zu verwenden? Der hätte bereits einen Ablaufhahn...
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Braufex
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#6

Beitrag von Braufex »

dierabenfliegen hat geschrieben: Montag 23. Juni 2025, 18:02 Danke euch.

Spricht eigentlich etwas dagegen, einen konischen Gärbehälter für das Draufschlauchen des Jungbieres auf die Speise zu verwenden? Der hätte bereits einen Ablaufhahn...
Wenn Du in einen konischen Gärbehälter schlauchst, in dem schon die Speise vorgelegt ist, würde ich darauf achten, dass der Schlauch bis auf den Tiefpunkt des Zielbehälters reicht:
- weniger Oxidation, wenn der Schlauch getaucht ist und nicht plätschert
- bessere Vermischung des Jungbiers mit der Speise, die unten liegt und eine höhere Dichte hat

Gruß Erwin,
der die Speise trotz mehr Mühe wohl einzeln in die Flaschen dosieren würde, da man sich auch einmal Umschlauchen spart.
Und dadurch auch weniger Oxidationspotential erzeugt.
Und die Dosierung genauer ist.
Auch wenn damit aus einem Gärbehälter mit Bodensatz abgefüllt wird, da ich damit noch nie Probleme hatte.
Ich ziehe aber beim Abfüllen auch mit einem "Hacklstecken" ab und der erste und letzte Schluck wird separiert (und sofort getestet/getrunken).
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#7

Beitrag von afri »

Man kann aber auch den Ablasshahn zum draufschlauchen verwenden, wenn die Speise bereits vorliegt. So mache ich es, erst Speise ins Zwischenfass, dann aus dem Gärfass über den Ablasshahn vom Zwischenfass Jungbier fließen lassen und zum Schluss eine kleine Rast, die ich zum Flaschenspülen nutze. Bislang wurde alles immer homogen vermischt, das Verfahren ähnelt ja dem von Jürgen aus #2.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#8

Beitrag von dierabenfliegen »

Danke nochmals. Das Thema "Draufschlauchen" habe ich verstanden und denke, dass ich das hinbekomme.
Braufex hat geschrieben: Montag 23. Juni 2025, 18:48 Gruß Erwin,
der die Speise trotz mehr Mühe wohl einzeln in die Flaschen dosieren würde, da man sich auch einmal Umschlauchen spart.
Und dadurch auch weniger Oxidationspotential erzeugt.
Und die Dosierung genauer ist.
Hallo Erwin,
Ich überlege für einen ersten Test mal nur einige Flaschen mit Speise zu karbonisieren, damit ich den Unterschied zur Zuckergabe sehe. Gibt es hier etwas zu beachten oder funktioniert das mit einer entsprechend großen Spritze wie eingangs von mit beschrieben.
Danke Dir.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#9

Beitrag von Braufex »

Die Besonderheit bei der Speisedosierung ist die Berechnung der Menge.
Um eine genaue Dosiermenge zu errechnen benötigst Du:
- die Temperatur des Jungbieres, um das bereits enthaltene CO2 zu bestimmen
- die ursprüngliche Stammwürze
- der scheinbare Restextrakt des fertig ausgegorenen Jungbieres
Mit diesen Daten kannst Du die zu dosierende Menge errechnen (lassen).

Von pauschalen Angaben wie "10%" rate ich ab, das wäre mir persönlich zu ungenau, da der zu vergärende Zucker in der Speise je nach Sud variiert.
Die Dosierung kannst Du über eine 60ml-Spritze (oder 100ml) oder aber auch einen geeignet skalierten Messbecher und Flaschentrichter vornehmen.

Wenn Du die oben genannten Daten hast, kannst Du Dir über MaischeMalzundMehr die Speisemenge bequem ausrechnen lassen.
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... iserechner

Gruß Erwin
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#10

Beitrag von Vestenrunner »

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen dass die Temperatur des Jungbieres nicht der aktuellen Temperatur beim Abfüllen entspricht sondern der höchsten Temperatur bei der Hauptgärung.
Beispiel: Ich setze UG an bei 8°C lasse zum Ende der Hauptgärung auf 14°C ansteigen (Diacetylrast). Wenn die Gärung durch ist kühle ich auf 4°C ab und lasse das Bier klar werden. Die Speisemenge wird dann für 14°C berechnet, da sich das CO2 entsprechend der Löslichkeit bei 14°C entbunden hat.

Zum Verfahren noch: Ich lege entweder Speise oder Zuckerlösung in einen leeren Gärbottich mit Ablaufhahn vor und schlauche dann in diesen, mit dem Schlauch wie oben schon beschrieben bis am Behälterboden damit nichts plätschert.

Zur Speisenlagerung: Ich fülle die Speise direkt nach dem Kochen noch heiß durch Teebeutel in 1l Saftflaschen mit Twist-off Verschluss. So hält die auch ohne Einfrieren frisch. Der Apfelsaft tut es ja auch.

Falls das alles schon bekannt ist, bitte meinen Beitrag ignorieren.

Edit: Typo
Zuletzt geändert von Vestenrunner am Dienstag 24. Juni 2025, 17:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#11

Beitrag von Braufex »

Vestenrunner hat geschrieben: Dienstag 24. Juni 2025, 13:04 Ergänzend möchte ich noch hinzufügen dass die Temperatur des Jungbieres nicht der aktuellen Temperatur beim Abfüllen entspricht sondern der höchsten Temperatur bei der Hauptgärung.
Beispiel: Ich setze UG an bei 8°C lasse zum Ende der Hauptgärung auf 14°C ansteigen (Diacetylrast). Wenn die Gärung durch ist kühle ich auf 4°C ab und lasse das Bier klar werden. Die Speisemenge wird dann für 14°C berechnet, da sich das CO2 entsprechend der Löslichkeit bei 14°C entbunden hat.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#12

Beitrag von Braufuzi »

Hallo

Ich lege den Zucker mittels einer Dosierhilfe immer in die Flaschen vor.Habe damit die beste Erfahrung für mich gemacht.Manometer bis zum gewünschten Druck drauf und fertig.Die Methode mit Speise habe ich bis jetzt noch nie gemacht, aber ich denke ist sicher auch eine gute Variante :thumbup

Gruss Daniel
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#13

Beitrag von Braufex »

Braufuzi hat geschrieben: Dienstag 24. Juni 2025, 13:41 Ich lege den Zucker mittels einer Dosierhilfe immer in die Flaschen vor.Habe damit die beste Erfahrung für mich gemacht.Manometer bis zum gewünschten Druck drauf und fertig.Die Methode mit Speise habe ich bis jetzt noch nie gemacht, aber ich denke ist sicher auch eine gute Variante :thumbup
Ist auch mein Standard bei Flaschengärung.
Ist einfach, genau und die 0,4 - 0,5 %vol mehr Alkohol nehm ich in Kauf :Wink
Aber die Methode mit Speise hat schon auch ihren Reiz ...
Wobei ich, wie beim Zucker, auch direkt in die Flaschen dosieren würde.

Was meinst Du mit:
Manometer bis zum gewünschten Druck drauf und fertig
Gibts da bei Dir eine besondere Aktion wenn der Druck erreicht ist?

Gruß Erwin
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#14

Beitrag von dierabenfliegen »

Braufex hat geschrieben: Dienstag 24. Juni 2025, 10:53 Wenn Du die oben genannten Daten hast, kannst Du Dir über MaischeMalzundMehr die Speisemenge bequem ausrechnen lassen.
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... iserechner
Den Rechner nutze ich aktuell für die Berechnung der Zuckermenge. Die Daten habe ich ja dann alle am Ende der Gärung, daher sollte die Berechnung kein Thema sein.
Vestenrunner hat geschrieben: Dienstag 24. Juni 2025, 13:04 Zur Speisenlagerung: Ich fülle die Speise direkt nach dem Kochen noch heiß durch Teebeutel in 1l Saftflaschen mit Twist-off Verschluss. So hält die auch ohne Einfrieren frisch. Der Apfenlaft tut es ja auch.
Ich dachte immer, dass man die Speise einfrieren muss, damit die frisch und rein bleibt. Stellst du die dann einfach in den Kühlschrank?
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#15

Beitrag von Vestenrunner »

dierabenfliegen hat geschrieben: Dienstag 24. Juni 2025, 16:19
Vestenrunner hat geschrieben: Dienstag 24. Juni 2025, 13:04 Zur Speisenlagerung: Ich fülle die Speise direkt nach dem Kochen noch heiß durch Teebeutel in 1l Saftflaschen mit Twist-off Verschluss. So hält die auch ohne Einfrieren frisch. Der Apfelsaft tut es ja auch.
Ich dachte immer, dass man die Speise einfrieren muss, damit die frisch und rein bleibt. Stellst du die dann einfach in den Kühlschrank?
Ja, das tue ich. Kalt stellen, dann setzen sich auch Trubstoffe noch ab. Beim Abfüllen dann vorsichtig vorlegen, den Rest mit dem Trub wegschütten.
Ich mache das meistens bei meinen UG Bieren. Ist RHG Spleen, den ich mir manchmal gönne.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#16

Beitrag von §11 »

Zur Speisenlagerung: Ich fülle die Speise direkt nach dem Kochen noch heiß durch Teebeutel in 1l Saftflaschen mit Twist-off Verschluss. So hält die auch ohne Einfrieren frisch. Der Apfelsaft tut es ja auch.
Davon würde ich abraten. Der große Unterschied ist der pH. Apfelsaft hat einen pH von etwa 3.5 und Würze 5-5.5 Deshalb reicht bei Apfelsaft eine „milde“ Pasteurisation, die bei Würze nicht ausreicht.

Cheers

Jan
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#17

Beitrag von Vestenrunner »

§11 hat geschrieben: Dienstag 24. Juni 2025, 18:40
Zur Speisenlagerung: Ich fülle die Speise direkt nach dem Kochen noch heiß durch Teebeutel in 1l Saftflaschen mit Twist-off Verschluss. So hält die auch ohne Einfrieren frisch. Der Apfelsaft tut es ja auch.
Davon würde ich abraten. Der große Unterschied ist der pH. Apfelsaft hat einen pH von etwa 3.5 und Würze 5-5.5 Deshalb reicht bei Apfelsaft eine „milde“ Pasteurisation, die bei Würze nicht ausreicht.

Cheers

Jan
Valides Argument. Hat bisher trotzdem funktioniert. Vielleicht wegen dem Hopfen oder der beschränkten Aufbewahrungszeit? Opfelsoft (wie unser Bayerischer Hubsi zu sagen pflegt) kann ja deutlich länger eingelagert werden. :Grübel Bei Speise reden wir ja nur über 2-3 Wochen.
Dann werd ich wohl doch endgültig auf Zucker umschwenken. Oder ich fang mal mit Grünschlauchen ins Keg an.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#18

Beitrag von dierabenfliegen »

Wollte mich nochmal melden, da ich mittlerweile auch einmal mit Speise karbonisiert habe. War ein Weißbier mit Nelson Sav. Hopfen. Die Werte des Sudes waren:
STW 11.9 Brix (11.6 P)
Ende Gärung: 5.9 Brix - rechne mittlerweile mit den Tools in Brewfather und komme dann auf:
Restextrakt 2.2P und sEVG 81%.

Das habe ich dann in den MMuM Karb Rechner eingegeben mit 20.5 Grad Temp und komme auf 121ml bei 6g co2/l (mehr wollte ich am Anfang nicht testen). Dementsprechend habe ich mit einer Spritze 60ml in jede 0,5er Flasche vorgelegt.
Das ergibt dann bei 21 Grad in der Nachgärung einen notwendigen Flaschendruck von ca. 2,8 bar.

Leider hat die Flasche nach 2 Wochen Nachgärung nur 2,2 bar (2 bar nach einer Woche und dann kaum noch Bewegung). Aufschwenken habe ich bereits mehrmals gemacht. Da ich auch ein paar Flaschen mit Zucker karbonsiert habe (4,5g pro Flasche und damit leicht unterhalb der 6 g co2), habe ich einen Vergleich. Die waren nach einer Woche bei 2,8 bar.

Kann es sein, dass die Karbonisierung mit Speise viel länger dauert? Oder sollte ich die Flaschen wärmer als 21 Grad stellen? Oder habe ich einfach zu wenig vergärbaren Zucker für die Hefe oder zu wenig Hefe für die Speise in den Flaschen gehabt?
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#19

Beitrag von Juergen_Mueller »

Die von mir bevorzugte Formel (Terrill und Novotny, kombiniert) weißt nur einen VGs von 77,57% und einen REs von 2,6% aus.
Vermutlich hast du zu wenig Speise verwendet.
https://aschet.github.io/refractometer/


EDIT: Hab´s gerade nachgerechnet: Ein REs von 2,6 macht für die Karbo fast keinen Unterschied! Das wird´s also nicht gewesen sein.....
Bier wird´s immer - aber es wird auch immer nur Bier!
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#20

Beitrag von dierabenfliegen »

Noch als Nachtrag: Ich habe einen Liter in einer 1,5er Plastikflasche gefüllt, die Luft rausgedrückt, verschlossen und eingefroren. Dann am Tag vor dem Abfüllen aufgetaut und in den Kühlschrank gestellt. Den Trub habe ich unten gelassen und nur die Würze von "oben" verwendet. Die Würzeentnahme erfolgte aus dem Brewzilla, ungefähr in der MItte des Abfüllprozesses in den Gärbehälter.

Wäre es besser gewesen, die Speise aus dem Gärbehälter vor dem Anstellen zu nehmen?
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#21

Beitrag von dierabenfliegen »

Juergen_Mueller hat geschrieben: Freitag 26. September 2025, 11:13 Die von mir bevorzugte Formel (Terrill und Novotny, kombiniert) weißt nur einen VGs von 77,57% und einen REs von 2,6% aus.

EDIT: Hab´s gerade nachgerechnet: Ein REs von 2,6 macht für die Karbo fast keinen Unterschied! Das wird´s also nicht gewesen sein.....
Das habe ich auch festgestellt, als ich einfach ein wenig mit den Werten gespielt hatte. Bei Fabier wird die Karbonisierung auf 1l Jungbier gerechnet (anders als bei MMuM). Da wäre ich nur auf knapp 54ml pro Flasche gekommen. Hab mir dann gedacht, die Menge müsste schon so ungefähr passen.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#22

Beitrag von VolT Bräu »

dierabenfliegen hat geschrieben: Freitag 26. September 2025, 11:58 Die Würzeentnahme erfolgte aus dem Brewzilla, ungefähr in der MItte des Abfüllprozesses in den Gärbehälter.

Wäre es besser gewesen, die Speise aus dem Gärbehälter vor dem Anstellen zu nehmen?
Das sollte ziemlich egal sein - nach dem Kochen ist alles gut durchmischt.

Was ich mir schon eher vorstellen kann, ist eine schlechte Mischung nach dem Auftauen (Prinzip Eisbock). Da würde ich jetzt auch nicht unbedingt drauf tippen, aber es wäre schon denkbar, dass es da ein Problem gab und überproportional viel Zucker im Trub zurück geblieben ist (Eis=Wasser schwimmt beim Auftauen oben?)? :Grübel
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#23

Beitrag von Juergen_Mueller »

VolT Bräu hat geschrieben: Freitag 26. September 2025, 12:14 (...)

Was ich mir schon eher vorstellen kann, ist eine schlechte Mischung nach dem Auftauen (Prinzip Eisbock). Da würde ich jetzt auch nicht unbedingt drauf tippen, aber es wäre schon denkbar, dass es da ein Problem gab und überproportional viel Zucker im Trub zurück geblieben ist (Eis=Wasser schwimmt beim Auftauen oben?)? :Grübel
Richtig, das passiert. Und es ist mir schon passiert!

Besser ist es daher, die Speise nochmals aufzurühren um sie homogen zu mischen, eventuell nach einer Trubabscheidung.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#24

Beitrag von dierabenfliegen »

Juergen_Mueller hat geschrieben: Freitag 26. September 2025, 13:01
VolT Bräu hat geschrieben: Freitag 26. September 2025, 12:14 (...)

Was ich mir schon eher vorstellen kann, ist eine schlechte Mischung nach dem Auftauen (Prinzip Eisbock). Da würde ich jetzt auch nicht unbedingt drauf tippen, aber es wäre schon denkbar, dass es da ein Problem gab und überproportional viel Zucker im Trub zurück geblieben ist (Eis=Wasser schwimmt beim Auftauen oben?)? :Grübel
Richtig, das passiert. Und es ist mir schon passiert!

Besser ist es daher, die Speise nochmals aufzurühren um sie homogen zu mischen, eventuell nach einer Trubabscheidung.
Danke. Ist die Würze dann "geschichtet", also ganz oben sehr wenig Zucker, und dann im Trub bzw. unten sehr viel und dazwischen entsprechend viel Zucker? Wenn ja, dann müssten ja die letzten Flaschen mit Speise mehr Kohlensäure haben. Könnten die dann auch zu viel (Flaschenbomben) haben oder haben alle zu wenig und nur der Trub zu viel?
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#25

Beitrag von Juergen_Mueller »

dierabenfliegen hat geschrieben: Freitag 26. September 2025, 13:40 Wenn ja, dann müssten ja die letzten Flaschen mit Speise mehr Kohlensäure haben. Könnten die dann auch zu viel (Flaschenbomben) haben oder haben alle zu wenig und nur der Trub zu viel?
:Grübel Schwer zu sagen. Mein Vorgehen ist anders. Ich lege die benötigte Speisemenge in einen separaten Behälter vor und schlauche das Bier darauf. Erst danach befülle ich alle Flaschen damit.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#26

Beitrag von dierabenfliegen »

Da ich mit der Spritze nicht wirklich gut in die Flasche gekommen bin, habe ich vorher in einen Glasbehälter umgefüllt. Dort dann einmal nachgefüllt so dass im Summe 13 Flaschen rausgekommen sind (780ml Speise). Der Trub blieb in der Plastikflasche. Vielleicht ist beim zweiten Einfüllen mehr Zucker dabei gewesen :Grübel Weiß jetzt nicht mehr, wann ich die Referenzflasche mit dem Manometer befüllt habe.

Die Flaschen stehen jetzt 16 Tage im Zimmer - da wird sich wahrscheinlich nicht mehr viel bewegen. Werde die dann mal die Tage in den Kühlschrank stellen. Dann sollte das eigentlich passen - hoffe ich.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#27

Beitrag von VolT Bräu »

Also wenn es mit dem einfrieren/auftauen zu tun hat, dann müsste es in dem Fall ja so sein, dass zu viel Zucker mit dem Trub in der Plastikflasche geblieben ist. Die umgefüllte Speise war ja dann wieder durchmischt durch das Umfüllen. Da wird es nicht mehr viel Unterschied geben.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#28

Beitrag von Colindo »

Speise enthält Maltotriose. Deren Umsetzung dauert länger als eine Karbonisierung mit Zucker. Es kann also noch gut sein, dass nach einer weiteren Woche alle in Ordnung ist.
Auf Youtube: The British Pint
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#29

Beitrag von dierabenfliegen »

Habe jetzt heute eine Flasche aufgemacht die mit Speise karbonisiert wurde. Der Plopp beim Bügelverschluss war laut, und auch beim Trinken konnte ich nicht feststellen, dass es zu wenig Kohlensäure hatte. Die Flasche mit Manometer ist noch im Kühlschrank.

Ansonsten merke ich schon den niedrigeren Alkoholgehalt, was aber positiv ist. Schmeckt auch ein wenig anders als die Zucker-karbonisierten Biere. Kann ich aber nicht genau beschreiben, irgendwie runder....
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#30

Beitrag von dierabenfliegen »

Nachdem ich nun das Karbonsieren mit Speise ganz vernünftig hinbekommen habe, bleibt aber die Frickelei mit dem Vorlegen per Spritze in die Flaschen.

Viele schlauchen das Jungbier ja auf die Speise in einen neuen Behälter und füllen dann von dort ab. Wäre es auch möglich, die Speise in das Jungbier im Gärnbehälter zu schlauchen? Ich habe einen 30l Druckbehälter (vergäre aber bei Karbonisierung mit Speise ohne Druck) mit Sichtglas und Volumenanzeige, kann also die Menge an Jungbier gut ablesen. Meine Idee wäre, einen Schlauch an den Getränkeanschluss oben im Deckel zu montieren, den ich von Anfang an im Gärtank lasse. Der Schlauch würde dann ca. bis zur Mitte des Volumens reichen, und über den könnte ich mit etwas Druck die Speise zugeben.

Macht das jemand, wenn ja, würde das so klappen oder müsste ich da anders vorgehen? Könnte auch über einen Triclamp Anschluss oben die Speise eingeben, müsste dann aber den Behälter am Triclamp öffnen.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#31

Beitrag von MaltHopMagic »

Die Frage ist ja nicht, ob es klappt, Speise und Jungbier zusammen zu bringen. Wenn du dir 2 Volumen zusammenbringst, sollen sie auch homogen durchmischt werden. Stelle ich mir im Gärbehälter nicht so einfach vor. Und die abgesetzte Hefe willst du ja auch nicht wieder aufwirbeln.
Grüße Thomas
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Juergen_Mueller
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#32

Beitrag von Juergen_Mueller »

Ist zwar ein wenig Off-Topic, aber da ich mich hier schon öfter zu Wort gemeldet hab.... :Bigsmile

Inzwischen karbonisiere ich meine Biere mittels Zuckerlösung. Das hat mehrere Vorteile.

1. Kein hygienisch heikler Umgang mit Speise und dem dort unvermeidlichen Bierverlusst.
2. CO2-Gehalt ist flexibler einstellbar als mit der Dosierhilfe und Trockenzucker. Untergärige sind dort meist unter- oder überkarbonisiert.
3. Kein Umschlauchen in Abfüllbehälter, also nur minimaler Sauerstoffeintrag
4. Spontan möglich, ggf. kein Auftauen der Speise nötig

Einzig das Vorlegen der Zuckerlösung mittels Spritze ist ein klein wenig aufwändiger als mit Trichter und Dosierhilfe. Aber mit einer 10 ml-Spritze geht das vertretbar schnell und zuverlässig.

Meine Rezepte konzipiere ich so das die Karbonisierung schon von Anfang an mit eingerechnet wird (endgültige Stammwürze, Vergärungsgrad). Damit werden die Biere auch nicht verdünnt(, was sowieso nur 1:49 wäre).
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#33

Beitrag von dierabenfliegen »

MaltHopMagic hat geschrieben: Montag 20. April 2026, 10:42 Die Frage ist ja nicht, ob es klappt, Speise und Jungbier zusammen zu bringen. Wenn du dir 2 Volumen zusammenbringst, sollen sie auch homogen durchmischt werden. Stelle ich mir im Gärbehälter nicht so einfach vor. Und die abgesetzte Hefe willst du ja auch nicht wieder aufwirbeln.
Das meinte ich mit "ob das klappt": Vermischt sich die Speise so mit dem Jungbier, dass ich dann beim Abfüllen eine gleichmäßige Karbonisierung habe.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#34

Beitrag von dierabenfliegen »

Juergen_Mueller hat geschrieben: Montag 20. April 2026, 11:57 Inzwischen karbonisiere ich meine Biere mittels Zuckerlösung. Das hat mehrere Vorteile.
Magst du das Vorgehen mal beschreiben? Mein Standard Weißbier Rezept hat 12P STW und kommt so auf 5.2% Alkohol. Das finde ich ganz passend. Zur Karbonisierung verwende ich entweder 4,5g Zucker pro 500ml Flasche oder knapp 60ml Speise pro Flasche (da kommen dann ca. 440ml Jungbier drauf)

Bei Trockenzucker habe ich bisher einfach abgewogen und dann vorgelegt. Das dauert schon ein wenig, ist aber relativ genau mit einer entsprechenden Waage und die Biere waren alle passend karbonsiert. Bei der Speise habe ich mit einer Spritze vorgelegt, die ich vorher in Plastikflaschen eingefroren hatte.

Am Zucker stört mich, dass ich eine doch relativ starke Erhöhung des Alkoholgehalts habe. Umgehst du das mit der Zuckerlösung? Und wie wirkt sich das auf den Geschmack aus? Oder gehst du auf weniger STW und lässt den Alkoholgehalt mit der Zuckerlösung "ansteigen"?
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#35

Beitrag von MaltHopMagic »

dierabenfliegen hat geschrieben: Montag 20. April 2026, 12:40
MaltHopMagic hat geschrieben: Montag 20. April 2026, 10:42 Die Frage ist ja nicht, ob es klappt, Speise und Jungbier zusammen zu bringen. Wenn du dir 2 Volumen zusammenbringst, sollen sie auch homogen durchmischt werden. Stelle ich mir im Gärbehälter nicht so einfach vor. Und die abgesetzte Hefe willst du ja auch nicht wieder aufwirbeln.
Das meinte ich mit "ob das klappt": Vermischt sich die Speise so mit dem Jungbier, dass ich dann beim Abfüllen eine gleichmäßige Karbonisierung habe.
Von selbst nicht. Da sind 2 Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Dichten, ev. auch Temperaturen. Und du hast begrenzt Zeit, das soll ja in die Flasche. Da muss irgendwie Bewegung rein und das wirbelt die Hefe wieder auf.
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#36

Beitrag von Juergen_Mueller »

dierabenfliegen hat geschrieben: Montag 20. April 2026, 12:58
Juergen_Mueller hat geschrieben: Montag 20. April 2026, 11:57 Inzwischen karbonisiere ich meine Biere mittels Zuckerlösung. Das hat mehrere Vorteile.
Magst du das Vorgehen mal beschreiben? Mein Standard Weißbier Rezept hat 12P STW und kommt so auf 5.2% Alkohol. Das finde ich ganz passend. Zur Karbonisierung verwende ich entweder 4,5g Zucker pro 500ml Flasche oder knapp 60ml Speise pro Flasche (da kommen dann ca. 440ml Jungbier drauf)

Bei Trockenzucker habe ich bisher einfach abgewogen und dann vorgelegt. Das dauert schon ein wenig, ist aber relativ genau mit einer entsprechenden Waage und die Biere waren alle passend karbonsiert. Bei der Speise habe ich mit einer Spritze vorgelegt, die ich vorher in Plastikflaschen eingefroren hatte.

Am Zucker stört mich, dass ich eine doch relativ starke Erhöhung des Alkoholgehalts habe. Umgehst du das mit der Zuckerlösung? Und wie wirkt sich das auf den Geschmack aus? Oder gehst du auf weniger STW und lässt den Alkoholgehalt mit der Zuckerlösung "ansteigen"?
Ich mache das so: Ich stelle einen Messbecher auf die Küchenwaage, schalte diese ein und fülle dann Zucker ein bis die berechnete Menge erreicht ist.
Dann schütte ich kochendes Wasser aus dem Wasserkocher darauf bis die Markierung (0,4L) erreicht ist. Umrühren fertig.
Danach lege ich die abkühlende Zuckerlösung mit einer 10 ml-Spritze in die leeren Flaschen vor. 10 ml für 0,5-L-Flaschen, 6,6 ml für 0,33-L-Flaschen.

Anschließend schlauche ich das endvergorene Bier in diese Flaschen, Deckel drauf und Nachgärung/ Reifung abwarten.

Zur Berechnung der Zuckermenge verwende ich den Kalkulator von Müggelland (Reiter "Gärung").
https://braureka.de/rezepte/kalkulator/

Dieser gibt auch gleich den endgültigen Alkoholgehalt an.
Bei der Rezeptplanung gehe ich zunächst von einer niedrigeren Stammwürze aus und gleiche diese dann mit dem Karbonisierungszucker wieder aus.
Haushaltzucker vergärt ja vollständig, sodaß das so karbonisierte Bier etwas schlanker ist als ein Speisekarbonisiertes. Diesen Effekt bemerke ich allerdings nicht.
Bier wird´s immer - aber es wird auch immer nur Bier!
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Re: Nachgärung in der Flasche mit Speise - welches Verfahren ist sinnvoll

#37

Beitrag von dierabenfliegen »

MaltHopMagic hat geschrieben: Montag 20. April 2026, 13:27 Von selbst nicht. Da sind 2 Flüssigkeiten mit unterschiedlichen Dichten, ev. auch Temperaturen. Und du hast begrenzt Zeit, das soll ja in die Flasche. Da muss irgendwie Bewegung rein und das wirbelt die Hefe wieder auf.
Danke. Das mit der Bewegung wird schwierig, das wirbelt alles auf.
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