ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Hallo zusammen,
ich habe mir ein Braupaket "ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS" für meinen GF30V3 gekauft.
https://mashcamp.shop/wp-content/upload ... s-Pils.pdf
Jetzt wollte ich meinen Maische-pH-Wert mit dem Wasserrechner von MMuM und Schlupf ausrechnen.
Ich habe da jetzt viel herumgespielt (z.B. mit Verschnitt von VE-Wasser), aber ich komme nicht auf 5,5, ohne dass ich sehr viel Milchsäure zugeben muss. Laut Berechnung wären bei 10L Verschnitt mit VE-Wasser, 17 ml Milchsäure nötig (nach Schlupf sind dann entsprechend 9,8 ml HG und 7,2 ml NG)
Diese Menge würde die Volumenkonzentration auf ca. 500 mg/l treiben. Was deutlich über der Geschmacksschwelle von 400 liegt.
Hier erst mal meine Eingaben bei MMum:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... m5=0&mf5=0
Was würdet Ihr mir hier empfehlen? Vllt eine andere Säure? Mehr Verschnitt?
Vielen Dank schon mal im Voraus für Eure Tipps.
Viele Grüße
EvilSun
ich habe mir ein Braupaket "ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS" für meinen GF30V3 gekauft.
https://mashcamp.shop/wp-content/upload ... s-Pils.pdf
Jetzt wollte ich meinen Maische-pH-Wert mit dem Wasserrechner von MMuM und Schlupf ausrechnen.
Ich habe da jetzt viel herumgespielt (z.B. mit Verschnitt von VE-Wasser), aber ich komme nicht auf 5,5, ohne dass ich sehr viel Milchsäure zugeben muss. Laut Berechnung wären bei 10L Verschnitt mit VE-Wasser, 17 ml Milchsäure nötig (nach Schlupf sind dann entsprechend 9,8 ml HG und 7,2 ml NG)
Diese Menge würde die Volumenkonzentration auf ca. 500 mg/l treiben. Was deutlich über der Geschmacksschwelle von 400 liegt.
Hier erst mal meine Eingaben bei MMum:
https://www.maischemalzundmehr.de/index ... m5=0&mf5=0
Was würdet Ihr mir hier empfehlen? Vllt eine andere Säure? Mehr Verschnitt?
Vielen Dank schon mal im Voraus für Eure Tipps.
Viele Grüße
EvilSun
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OS-Schlingel
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Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Probier mal mit
12 ml Milchsäure
2 gr NaCl
1 gr. CaSO4
dann bist Du bei
Cl 48 mg
Na 27 mg
SO4 52 mg
Ca 50 mg
Mg 8,4 mg
Ra 0-3
Gruß Stephen
12 ml Milchsäure
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- Barney Gumble
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Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Vorazsgesetzt CaSO4 löst sich in Wasser (was hier leider iwie niemand in Frage stellt..)
Bg
Shlomo
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Als ich von den schlimmen Folgen des Trinkens las, gab ich es sofort auf - das Lesen! (frei nach Henry Youngman)
Wenn ich nicht gleich antworte, liege ich unterm Zapfhahn
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Colindo
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Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Ich habe schon oft die Beobachtung gemacht, dass Gips sich sehr langsam in Wasser löst und dass man oft umrühren muss um sicherzustellen, dass nichts am Topfboden zurückbleibt. Aber warum sollte man infrage stellen, dass es sich überhaupt löst? Wikipedia spricht von 2,4g/l und ich habe bei 7l Wasser bisher maximal 4g hinzugegeben, um von 100ppm auf 400ppm zu kommen. Das liegt noch weit unter der Löslichkeitsgrenze von 16,8g.Barney Gumble hat geschrieben: Samstag 21. Februar 2026, 21:24 Vorazsgesetzt CaSO4 löst sich in Wasser (was hier leider iwie niemand in Frage stellt..)
Bg
Shlomo
Auf Youtube: The British Pint
Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Danke für deine Empfehlung.OS-Schlingel hat geschrieben: Samstag 21. Februar 2026, 18:33 Probier mal mit
12 ml Milchsäure
2 gr NaCl
1 gr. CaSO4
dann bist Du bei
Cl 48 mg
Na 27 mg
SO4 52 mg
Ca 50 mg
Mg 8,4 mg
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Gruß Stephen
Bei 12ml Milchsäure liege ich dann laut MMuM bei einen Maische pH-Wert von 5,6 und die Volumenkonzentration der Milchsäure liegt trotzdem noch bei ca. 350 mg/l. Das ist alles unbedenklich? Und wenn ich beim Messen dann feststelle, dass der ph-Wert zu hoch ist, würdest du dann trotzdem noch Milchsäure nachgeben?
NaCl und CaSo4 sind fürs Wasserprofil, oder?
Grüße
- muldengold
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Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Frag zwei Hobbybrauer und du bekommst drei Meinungen, hier wäre meine:
Ich würde definitiv nicht mit CaSO4 aufsalzen, sondern die relative Chloridarmut deines Wassers ausnutzen. Milchsäure ist ein probates Mittel, ich würde aber noch geringere Mengen verwenden. Bei der Gärung entsteht natürlicherweise auch noch etwas Milchsäure und da reißt du schnell einen Wert, den du ggf. im fertigen Bier wahrnimmst. Daher mein Vorschlag: eine Kombination aus Milchsäure und Salzsäure (diese Kombo verwende ich auch bei meinem Wasser seit Jahren). Könnte dann z.b. so aussehen: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... m5=0&mf5=0
Ich würde definitiv nicht mit CaSO4 aufsalzen, sondern die relative Chloridarmut deines Wassers ausnutzen. Milchsäure ist ein probates Mittel, ich würde aber noch geringere Mengen verwenden. Bei der Gärung entsteht natürlicherweise auch noch etwas Milchsäure und da reißt du schnell einen Wert, den du ggf. im fertigen Bier wahrnimmst. Daher mein Vorschlag: eine Kombination aus Milchsäure und Salzsäure (diese Kombo verwende ich auch bei meinem Wasser seit Jahren). Könnte dann z.b. so aussehen: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... m5=0&mf5=0
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Bier! 
-
OS-Schlingel
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Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Guten Morgen,
meine Gedanken zum Wasserprofil:
PH wert von 5,6 ist genau im Maischebereich.
Du kannst ja den PH Wert nach der Proteinrast kontrollieren, sollte aber weiterhin so passen.
Unbekannte hierbei ist Dein Malz mit natürlichen Inhaltsstoffen, das den PH Wert noch verändern könnte....
...Du bist aber vermutlich keine Brauerei...
Für die Nutzung des Hopfen, Bitterstoffe, ist ein PH 5,4-5,6 gut.
Stoffe lösen sich besser und Du hast einen besseren Eiweißbruch! (Bier wird klarer)
Geringer PH Werte laugt eher Hopfenaromen, nicht Bitterstoffe aus.
Theoretisch könntest Du nach ca. 30 Minuten (Bitterhopfen ausgelaugt) noch Milchsäure hinzugeben,
wenn Du bei der Aromahopfengabe eine bessere Ausbeute erreichen möchtest und der Hopfen das auch zulässt.
Ca 50 mg ist nach meiner Ansicht gut für das Durchgären der Hefe, also kein Gärabbruch.
Chlorid ist für die Malzigkeit.
Sulfat für sanftes oder rustikales Hopfenbitte -Empfinden.
Beides in Kombination für den gewünschten Bierstil, da kann man nicht nur einen Wert sehen.
Teste doch mal eine Flasche tschechisches/ bömisches Pils auf den PH-Wert und vergleiche mit Deinem Jungbier.
Dann vielleicht noch Nachdosieren mit Milchsäure? Ich würde das aber nicht mache....
Gruß Stephen
meine Gedanken zum Wasserprofil:
PH wert von 5,6 ist genau im Maischebereich.
Du kannst ja den PH Wert nach der Proteinrast kontrollieren, sollte aber weiterhin so passen.
Unbekannte hierbei ist Dein Malz mit natürlichen Inhaltsstoffen, das den PH Wert noch verändern könnte....
...Du bist aber vermutlich keine Brauerei...
Für die Nutzung des Hopfen, Bitterstoffe, ist ein PH 5,4-5,6 gut.
Stoffe lösen sich besser und Du hast einen besseren Eiweißbruch! (Bier wird klarer)
Geringer PH Werte laugt eher Hopfenaromen, nicht Bitterstoffe aus.
Theoretisch könntest Du nach ca. 30 Minuten (Bitterhopfen ausgelaugt) noch Milchsäure hinzugeben,
wenn Du bei der Aromahopfengabe eine bessere Ausbeute erreichen möchtest und der Hopfen das auch zulässt.
Ca 50 mg ist nach meiner Ansicht gut für das Durchgären der Hefe, also kein Gärabbruch.
Chlorid ist für die Malzigkeit.
Sulfat für sanftes oder rustikales Hopfenbitte -Empfinden.
Beides in Kombination für den gewünschten Bierstil, da kann man nicht nur einen Wert sehen.
Teste doch mal eine Flasche tschechisches/ bömisches Pils auf den PH-Wert und vergleiche mit Deinem Jungbier.
Dann vielleicht noch Nachdosieren mit Milchsäure? Ich würde das aber nicht mache....
Gruß Stephen
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- Commander8x
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Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Vorsicht, es ging um den Maische-pH, nicht um den im fertigen Bier. Durch die Gärung hat Bier immer einen niedrigeren pH-Wert als die ursprüngliche Würze.OS-Schlingel hat geschrieben: Sonntag 22. Februar 2026, 08:34
Teste doch mal eine Flasche tschechisches/ bömisches Pils auf den PH-Wert und vergleiche mit Deinem Jungbier.
Dann vielleicht noch Nachdosieren mit Milchsäure?
Gruß Matthias
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Illegitimis non carborundum.
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OS-Schlingel
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Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Hallo Matthias,
ich habe an das Rückwärtsrechnen gedacht. Nicht mehr.
Wobei ich noch nie ein tschechisches/ böhmisches Pils gebraut habe.
Gruß Stephen
ich habe an das Rückwärtsrechnen gedacht. Nicht mehr.
Wobei ich noch nie ein tschechisches/ böhmisches Pils gebraut habe.
Gruß Stephen
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Re: ORIGINAL 1842–TSCHECHISCHES PILS - Frage zum Maische-pH-Wert
Ja genau! Deswegen habe ich so blöd gefragt, ob ich lieber mit einer anderen Säure arbeiten sollte. Einige hier im Forum haben aber auch geschrieben, dass sie noch nie Milchsäure im fertigen Bier wahrgenommen haben, obwohl sie den Wert von 400 mg/l ausgereizt haben.muldengold hat geschrieben: Sonntag 22. Februar 2026, 08:08 Bei der Gärung entsteht natürlicherweise auch noch etwas Milchsäure und da reißt du schnell einen Wert, den du ggf. im fertigen Bier wahrnimmst. Daher mein Vorschlag: eine Kombination aus Milchsäure und Salzsäure (diese Kombo verwende ich auch bei meinem Wasser seit Jahren). Könnte dann z.b. so aussehen: https://www.maischemalzundmehr.de/index ... m5=0&mf5=0
Ich denke, da hast du recht mit der Aussage, dass jeder Hobbybrauer eine eigene Vorgehensweise/Meinung hat.
Grüße
