Probleme beim Zapfen

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Dettec61
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Probleme beim Zapfen

#1

Beitrag von Dettec61 »

Hallo Freunde der Braukkunst,
Ich hoffe hier auf Hilfe bei einer Frage beim Zapfen!
Seit etwa 10 Jahren zapfe ich zu Hause auf der Terrasse zum Abend oder wenn eine kleine Feier ansteht. Vor 5Jahren habe ich einen etwas größeren Trockenkühler (60ltr/h bei 10°) geholt. Das klappte 2 Jahre vorzüglich und dann fing es an:
Jedes 2te / 3te Bier wird auf einmal sehr schaumig, weil sich oberhalb des Keganschlusses CO2 sammelt. Letztes Jahr war es so schlimm das ich mir Keg Anschluss und Schläuche neu geholt habe. Viel besser wurde es aber nicht.
Gestern war es so schlimm das nur noch Schaum kam. 0,7bar bis zu 2,4bar CO2 getestet. Nix.
Heute noch mal den Kompensatorhahn zerlegt, gereinigt eingefettet, Alles auf Festigkeit am Keg geprüft, gelöst und neu gesetzt... Scheinbar im Moment etwas weniger, zapfen geht wieder, aber die CO2 Ansammlung ist (vermindert) noch da. Druck 2bar. Leitungslänge 1,5mtr.
Fass steht draussen ca. 15-17 Grad.
Ich weiß das sollte besser kühler sein, aber das ging auch im Hochsommer mit locker 20-22 grädigem Faß.
Was kann das sein?
Vielen Dank für Tips!
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Sascha
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Re: Probleme beim Zapfen

#2

Beitrag von Sascha »

Der Schlauch darf nicht durchhängen , damit sich die Co2 blauen nicht im Schlauch sammeln . Versuch mal den Schlauch so aufzuhängen oder zu fixieren das er kontinuierlich bis zum Kühler ansteigt .
Grüße Sascha
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Birra_Barracuda
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Re: Probleme beim Zapfen

#3

Beitrag von Birra_Barracuda »

Kannst du beobachten, ob die Bläschen beim Zapfen in aus dem Fass in den Schlauch kommen, oder ob sich die Bläschen im stehenden Bier dort bildennund sammeln?
Cheers
Curt
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Dettec61
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Re: Probleme beim Zapfen

#4

Beitrag von Dettec61 »

Sascha hat geschrieben: Sonntag 10. Mai 2026, 22:15 Der Schlauch darf nicht durchhängen , damit sich die Co2 blauen nicht im Schlauch sammeln . Versuch mal den Schlauch so aufzuhängen oder zu fixieren das er kontinuierlich bis zum Kühler ansteigt .
Grüße Sascha
Hallo Sascha,
ich kann es versuchen, nur ist der Kühler gerade mal 40cm entfernt. Ich werde das Fass mal weiter wegstellen. Aber dann habe ich die Blasen halt in der Zapfanlage und verursachen immer noch Schaum.
Bei einem neuen Faß (20er) ist das nicht. Sobald etwa 1/4 raus ist, dann fängt es an und steigert sich zu immer mehr...
Grüße, Detlev
Dettec61
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Re: Probleme beim Zapfen

#5

Beitrag von Dettec61 »

Birra_Barracuda hat geschrieben: Dienstag 12. Mai 2026, 07:27 Kannst du beobachten, ob die Bläschen beim Zapfen in aus dem Fass in den Schlauch kommen, oder ob sich die Bläschen im stehenden Bier dort bildennund sammeln?
Wenn das Faß neu angeschlagen wurde (20er), ist alles okay. Dann könnte ich es vermutlich auch leerzapfen ohne Probleme, insofern die Kühlleistung reichen würde.
Die Bläschen steigen im Schlauch aus dem Faß auf im Stillstand. Das fängt erst, wenn etwa 1/4 aus dem Faß raus sind. Je leerer es wird, desto schlimmer wird es.
Während dem Zapfen sehe ich keine Bläschen
Grüße, Detlev
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Braufex
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Re: Probleme beim Zapfen

#6

Beitrag von Braufex »

Dettec61 hat geschrieben: Dienstag 12. Mai 2026, 16:13 Bei einem neuen Faß (20er) ist das nicht. Sobald etwa 1/4 raus ist, dann fängt es an und steigert sich zu immer mehr...
Grüße, Detlev
Typisches Anzeichen für eine langsame Aufkarbonisierung durch höheren CO2-Druck (Zapfdruck > ursprünglicher Spunddruck)
Messe doch mal den Druck an einem neuen Fass, bevor Du es an die CO2-Flasche anschliesst und merk ihn Dir (= optimaler Spunddruck).
Nach dem Zapfen (das Du ja wahrscheinlich mit erhöhtem Zapf-Druck durchführst) lässt Du, zur weiteren Lagerung, den Druck wieder auf das niedrigere Niveau (Spunddruck) ab. So karbonisiert sich das Bier bis zum nächsten Zapfen nicht auf.

Ich stell meinen Druck im Keezer mit ca. 50cm Schlauch auf ca. 0,7 - 0,8 bar (ca. 5 - 7°C) ein.
So klappt das Zapfen immer gut. Einzig die ersten 100 - 200ml kommt mehr Schaum, bis sich der Zapfhahn abgekühlt hat.
Hatte früher 0,9 - 1 bar, da hatte ich meistens zuviel Schaum.

Lass doch mal den Druck aus Deinem Fass bis auf 0,5 bar ab und schau, welcher Druck sich, bei abgeklemmter CO2-Flasche, am nächsten Tag eingestellt hat.

Gruß Erwin
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Ich weiß zwar nicht wie, aber sie funktioniert prima ;-)
Dettec61
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Re: Probleme beim Zapfen

#7

Beitrag von Dettec61 »

@Braufex
Seit Jahren habe ich immer mit 1,8bar gezapft und alles war gut. Das hat vorletztes Jahr massiv angefangen.
Letzte Woche bin ich auf 0,7bar runter und es kam nur noch Schaum, die Bierleitung sah aber okay aus. Ich probiere mal die Tips. Habe gerade wieder etwa 4-5 ltr. aus dem Faß...
Komme aber erst am Mittwoch abend zum testen :-)
Dettec61
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Re: Probleme beim Zapfen

#8

Beitrag von Dettec61 »

Also...
Ich habe den Druck bei meinem angeschlagenen Fass minimiert durch Zapfen auf etwa 1,4bar. Am nächsten Tag (gestern) konnte ich 3-4 Gläser bei geschlossenem CO2. Dann kam nur noch 100% Schaum. Im Schlauch war Bier ohne Blasen, im Kühler gluckerte es wie Wild und Schaum kam raus.
Habe dann alles bei ca. 1,3bar stehen gelassen.
Heute kam direkt nur Schaum 95% des Glases.
Dann Versuch:
Ich habe Gas abgemacht und die Doppellippe geöffnet bis das kaum noch Druck auf dem Fass war. Das Gas entweicht aus dem Bier und Ruck Zuck waren 30-40cm voll CO2 im Bierschlauch. Gas angeschlossen und 0,7 eingestellt. Jetzt nach 1h kommen zwar immer noch Blasen ins Bier, aber deutlich weniger.
Ich hoffe das es sich morgen beruhigt hat.
Ich weiß nur noch nicht wie ich mal den Spunddruck von einem neuen Faß messen soll um diesen dann einzustellen...
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Re: Probleme beim Zapfen

#9

Beitrag von Braufex »

Du bist auf dem richtigen Weg.
Ich würde den Druck aus dem Fass nochmal komplett abblasen lassen und dann über Nacht geschlossen stehen lassen.
Dann kann sich das gespeicherte CO2 im Bier in die drucklose Gasphase entspannen. Dabei wird der Druck im Fass über Nacht wieder etwas steigen.
Am nächsten Morgen die 0,7bar aufs Fass geben und mit Regelung drauf lassen.
Am Abend dann mal mit unverändertem Druck versuchen zu zapfen.
Dettec61 hat geschrieben: Donnerstag 14. Mai 2026, 17:57 Ich weiß nur noch nicht wie ich mal den Spunddruck von einem neuen Faß messen soll um diesen dann einzustellen...
Ist ohne spezielle Hardware oder Umbauten schlecht machbar.
Was einigermaßen (allerdings etwas ungenau) funktionieren könnte:
Den Druckminderer auf 0 bar drehen, ans neue Fass anschließen, die CO2-Flasche öffnen und dann den Druckminderer langsam hochdrehen. Sobald Du hörst, dass CO2 strömt, kannst Du den Druck am Manometer ablesen.
Er ist dann knapp über dem Original-Spunddruck.
Um das Strömen besser zu hören, kannst Du einen Schraubenzieher mit der Klinge an den Druckminderer drücken und ihn dann als Stethoskop benutzen, also praktisch Dein Ohr auf den Griff drücken. Klingt zwar komisch, funktioniert aber.
Kannst es ja bei Deinem aktuellem Fass mal testen, wenn Du es eine Nacht ohne Druck hast stehen lassen.

Gruß Erwin
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