Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

Alles, was mit dem Thema Historische Biere, Grut- bzw. Kräuterbiere, Gewürzbiere, aber auch mit Sake Brauen oder Brauen mit ungewöhnlichen Fermentationsarten zu tun hat
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DevilsHole82
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#51

Beitrag von DevilsHole82 »

Beim letzten Ginger Beer hab ich die Gärung im 5 L Kanister mit Gärspund ausgären lassen und dann mit 4 g/l Birkenzucker (Xylit) gesüßt. Habe allerdings in ein 10 L KEG abgefüllt und zapfe daraus. Beim nächsten Mal möchte ich in Flaschen gären und die Zuckermenge-vergärbar so dosieren, dass der gewünschte CO2-Gehalt ausgegoren vorhanden ist. Die Süße stelle ich dann wieder mit Birkenzuckker = Zuckermenge-unvergärbar ein.

Bei der Methode bin ich mir aber nicht sicher, ob die Gärung ausreicht, um die notwendige Haltbarkeit zu erreichen. Geschweige denn, dass der Geschmack dann stimmt. Aber das merkt man dann.
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.
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skybandit
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#52

Beitrag von skybandit »

Fricky hat geschrieben: Dienstag 14. April 2026, 18:28 Fazit: Mir schmecken beide Versionen. Evtl. lass ich beim nächsten Versuch nicht solange gären damit es etwas süsser ist. Ansonsten, ich werde den Bug und die GBP weiter päppeln und hoffe dass beide überleben. ...
Wie gesagt, ich werde mit beiden noch weitere Ansätze machen. Sobald ich eine vernünftige Menge GBP zusammen habe, geb ich Bescheid.

Gruß, Peter.
Spannendes Thema, da wäre ich auch an einem GBP interessiert.
Fricky
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#53

Beitrag von Fricky »

Das dauert. Sie wächst, aber sehr langsam.
3 Esslöffel sind mittlerweile.
20260417_131532.jpg
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DevilsHole82
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#54

Beitrag von DevilsHole82 »

Kleiner Hinweis am Rande: Ich kenne das vom Milchkefir, dass man im Umgang mit den Knollen Edelstahl Equipment meiden sollte, da verschiedene Bakterien beim Kontakt mit Metallionen sterben. Keine Ahnung, ob das eine Urban Legend ist oder tatsächlich stimmt. Vielleicht macht das in Bezug auf Lactobacillus hilgardii in der GBP Sinn ebenfalls Kunststoff-Equipment zu verwenden. Zumindest bei der Propagation.
Gruß, Daniel

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chamaeleon
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#55

Beitrag von chamaeleon »

DevilsHole82 hat geschrieben: Freitag 17. April 2026, 17:20 ... da verschiedene Bakterien beim Kontakt mit Metallionen sterben. Keine Ahnung, ob das eine Urban Legend ist oder tatsächlich stimmt...
Man hört bei Sauerteig-Anstellgut ja auch immer, dass man nichts aus Metall verwenden soll. Ich halte das grundsätzlich für eine urban legend. Mag sein, dass das bezüglich rostendem Stahl so ist. Bei Nichtrostendem glaub ich das schlichtweg nicht. Ich verwende seit jeher Edelstahllöffel und-schüssel und hatte noch nie Probleme. Falls dazu jemand belastbare Quellen hat, gerne her damit.
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#56

Beitrag von Fricky »

Fricky hat geschrieben: Dienstag 14. April 2026, 18:28 Wie gesagt, ich werde mit beiden noch weitere Ansätze machen. Sobald ich eine vernünftige Menge GBP zusammen habe, geb ich Bescheid.

Gruß, Peter.
Ich hab das schon noch aufm Schirm, nicht dass ihr denkt,
ich hab Euch vergessen. Sie wächst schon, aber sehr langsam. Wird noch ein Weilchen dauern. Hab heute wieder 3 Liter angesetzt.

Gruß, Peter.
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#57

Beitrag von Weißbierdoktor »

chamaeleon hat geschrieben: Freitag 17. April 2026, 20:27
DevilsHole82 hat geschrieben: Freitag 17. April 2026, 17:20 ... da verschiedene Bakterien beim Kontakt mit Metallionen sterben. Keine Ahnung, ob das eine Urban Legend ist oder tatsächlich stimmt...
Man hört bei Sauerteig-Anstellgut ja auch immer, dass man nichts aus Metall verwenden soll. Ich halte das grundsätzlich für eine urban legend. Mag sein, dass das bezüglich rostendem Stahl so ist. Bei Nichtrostendem glaub ich das schlichtweg nicht. Ich verwende seit jeher Edelstahllöffel und-schüssel und hatte noch nie Probleme. Falls dazu jemand belastbare Quellen hat, gerne her damit.
Ich werde nach vielen Jahren ab nächster Woche wieder Rohmilchkäse herstellen. David Asher schreibt bezüglich Kefir und Metall in seinem Buch "The Art of Natural Cheesemaking" folgendes:

"Kefir does not like to be in contact with metal for too long. Exposure to stainless steel is okay; however, the acidity of kefir may cause other metals to corrode. I make my kefir cheeses in stainless pots—sometimes exposing the kefir to metal for 2 days without causing any harm to my grains or seeing any off-flavors develop in my cheeses."

Ist auch nur anekdotisch, aber demnach wäre Edelstahl unkritisch und ich werde zukünftig auch entsprechende Ausrüstung in der Käserei einsetzen. Meine letzten Käse hab ich 2019 gemacht, kurz bevor ich mit dem Brauen angefangen habe. Bin schon gespannt, was ich jetzt alles an Brauerei-Equiment zweckentfremden werde ;-)

Bei Sauerteig konnte ich in 10 Jahren auch noch kein Problem mit Edelstahl feststellen.
Grüße
Matthias

Das Flüssige muß ins Durstige.
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#58

Beitrag von Braufex »

Weißbierdoktor hat geschrieben: Donnerstag 21. Mai 2026, 08:38 Ist auch nur anekdotisch, aber demnach wäre Edelstahl unkritisch und ich werde zukünftig auch entsprechende Ausrüstung in der Käserei einsetzen. Meine letzten Käse hab ich 2019 gemacht, kurz bevor ich mit dem Brauen angefangen habe. Bin schon gespannt, was ich jetzt alles an Brauerei-Equiment zweckentfremden werde ;-)

Bei Sauerteig konnte ich in 10 Jahren auch noch kein Problem mit Edelstahl feststellen.
Man sollte, wenn man von Edelstahl spricht, auch die verwendete Qualität angeben. Wird leider selten gemacht.

Achte darauf, dass Du 1.4404 (= V4A oder AISI 316L) verwendest. Enthält Molybdän, ist dadurch beständiger gegen Säuren.
Der "einfache" Küchenedelstahl 1.4301 (= V2A oder 18/10) ist auf Dauer nicht gegen Säuren und Salze beständig.

Gruß Erwin

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Edit/Nachtrag:

Hab noch eine gut erklärte Quelle dazu gefunden:
https://www.behaelter-kg.de/de/wissensw ... ndung.html

Hier ein Auschnitt davon:
Lebensmittel und Molkerei

In der Verarbeitung von Milchprodukten wie Frischmilch, Joghurt oder Rahm ist V2A (1.4301) der am weitesten verbreitete Werkstoff. Die Beständigkeit gegenüber den meisten Reinigungs- und Desinfektionsmitteln bei regulärer CIP-Reinigung ist gewährleistet.

Dort, wo besonders saure oder fermentierte Milchprodukte verarbeitet werden und der pH-Wert sinkt, können höherlegierte V4A-Werkstoffe (1.4404) die Lebensdauer der Behälter verlängern. Das gilt ebenso, wenn höhere Salzkonzentrationen vorhanden sind (z. B. in Saucen oder Wurstwaren) oder das Medium hohe Konzentrationen an organischen Säuren aufweist (Essigsäure, Milchsäure).

Standardanwendung: V2A (1.4301) — Milch, Wasser, Fruchtsäfte, milde Reinigungsmittel
Bei Säurekontakt: V4A (1.4404) — Molke, Essig, fermentierte Produkte, salzhaltige Medien
CIP-Reinigung: V2A genügt bei Standardkonzentrationen, V4A empfohlen bei chlorhaltigen oder stark alkalischen Reinigern
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Ich weiß zwar nicht wie, aber sie funktioniert prima ;-)
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DevilsHole82
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Re: Ein Mysterium? Die Ginger Beer Plant...

#59

Beitrag von DevilsHole82 »

Braufex hat geschrieben: Donnerstag 21. Mai 2026, 08:55 Man sollte, wenn man von Edelstahl spricht, auch die verwendete Qualität angeben. Wird leider selten gemacht.

Achte darauf, dass Du 1.4404 (= V4A oder AISI 316L) verwendest. Enthält Molybdän, ist dadurch beständiger gegen Säuren.
Der "einfache" Küchenedelstahl 1.4301 (= V2A oder 18/10) ist auf Dauer nicht gegen Säuren und Salze beständig.

Gruß Erwin

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Und wenn man von V2A oder V4A spricht, sollte man sich bewusst sein, dass diese Bezeichnung nur für die damalige Versuchsschmelze der Friedrich Krupp AG gilt.
Die für uns relevanten nichtrostenden, austenitischen Edelstähle findest Du in der DIN EN ISO 3506-1. Dort sind sie in den Gruppen A1 bis A8 definiert.

Darin relevant:
V4A <- 1.4404 -> A4
V2A <- 1.4301 -> A2
Gruß, Daniel

Was von Herzen kommt gelingt, weil's einen gibt, der die Kelle schwingt. Heute back ich, morgen brau ich, wer heimlich nascht, den verhau ich.
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