Brewie Erfahrungsberichte

TheCK
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#51

Beitrag von TheCK » Mittwoch 30. Mai 2018, 11:30

Alt-Phex hat geschrieben:
Mittwoch 30. Mai 2018, 11:04
Hier hat mal so ein Youtube Jockel das Ding getestet. Ab etwa 4:40 wird es interessant was das Thema Oxidation angeht :Ahh

https://www.youtube.com/watch?v=5FnJa0XFF4Q

Am Ende bekommt er 4L Würze raus. Jetzt mag der Kollege auch nicht grade der erfahrenste Brauer sein, aber bei einem "Vollautomaten" sollte das auch kein Kriterium darstellen.
Naja, aber ganz ehrlich: wer mit 9,89 (5,75 HG, 4,14 NG) Litern Gesamtbrauwasser 10 Liter Bier machen will kann auch nicht erwarten dass das funktioniert ... zaubern kann das Teil nicht.
Bedienen muß man das Gerät halt schon richtig damit das was werden kann. Ob es den Preis wert ist kann ja jeder selbst beurteilen, für mich wär das nix.
LG Chris

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#52

Beitrag von Daniel.Laizure » Mittwoch 30. Mai 2018, 11:32

In Amerikanisch Forum senden die alle die Schrott zurück. Brewie weißt schön es Schrott ist, die kaufen die zurück und sagen an Kunden du bekommst ein brewie plus kostenlos.

Bei unser Test gerät kocht es einfach nicht, und regelmäßig überflutet die Dinge. 60 min koch zeit fangt an bei 91 grad, es kalibriert es nicht, kommt immer zurück Gewicht stimmt nicht....usw.....

Brewie hat es geprüft bei remote einloggen und gesagt es gibst kein problem....aber.....es gibst problem, es kocht nicht.

VG,
Daniel Laizure
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#53

Beitrag von Hopfen und mehr » Mittwoch 30. Mai 2018, 11:40

Dass in den amerikanischen Foren von Problemen berichtet werden ist schon richtig. Bei den deutschen Geräten traten die Probleme nur Anfangs auf. Bei den aktuellen Geräten nicht mehr.
Wir haben schon viele Testsude mit unserer Maschine gemacht. Mit der aktuellen Software und der richtigen Kalibrierung läuft die Maschine nicht über und produziert auch in ungünstigen Fällen eine Sudhausausbeute > 50 %.
Wenn das Malz feiner geschrotet ist und der Maischesack ab und zu mit einem Kochlöffel bewegt wird, tut das der Sudhausausbeute gut.
Viele Grüße
Christian Herkommer
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#54

Beitrag von Student1981 » Mittwoch 30. Mai 2018, 17:51

Ich hatte bis jetzt 3 Kölsch Sude und eine Sudhausausbeute von 30%. Mein erster Sud bestand aus 4 kg Malz, 14,9 l Haupt und 5l Nachguss. Es kamen nur 10l raus mit 11.3 plato gemessen mit Biegeschwinger.
Beim zweiten Sud mit längeren Rasten und 10 l Nachguss nur 7,1 Plato.
Beim dritten Sud 16 l Hauptguss und 11 l Nachguss und 6 kg Malz 7,1 Plato. Hab das erste Modell für die Bachelorarbeit in Benutzung. Mich würde mal eure Rezeptur mit Platogehalt und Ausbeute interessieren.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#55

Beitrag von §11 » Mittwoch 30. Mai 2018, 18:33

Ich hab hier vor kurzem ein Video zusehen bekommen wo jemand den BM voll automatisiert hat. Es gab sogar zwei Versionen, die einfachere hat ueber einen Seilzug das Malzrohr zeitgesteuert entfernt und den Hopfen mittels Aquarienfutterautomat gegeben. Die andere Version hat ein 2/3 Wegeventil im Pumpenkreislauf und hat damit die Wuerze nach dem Maischen in einen Einkocher umgepumpt, danach mittels Magnetventil Nachguesse gegeben und dann wieder mit einer Art Futterautomat den Hopfen gegeben.

Geht also alles....

Gruss

Jan
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#56

Beitrag von TheCK » Mittwoch 30. Mai 2018, 20:21

Student1981 hat geschrieben:
Mittwoch 30. Mai 2018, 17:51
Ich hatte bis jetzt 3 Kölsch Sude und eine Sudhausausbeute von 30%. Mein erster Sud bestand aus 4 kg Malz, 14,9 l Haupt und 5l Nachguss. Es kamen nur 10l raus mit 11.3 plato gemessen mit Biegeschwinger.
Beim zweiten Sud mit längeren Rasten und 10 l Nachguss nur 7,1 Plato.
Beim dritten Sud 16 l Hauptguss und 11 l Nachguss und 6 kg Malz 7,1 Plato. Hab das erste Modell für die Bachelorarbeit in Benutzung. Mich würde mal eure Rezeptur mit Platogehalt und Ausbeute interessieren.
Jetzt würden mich aber wirklich mal Details interessieren.
* Womit und wie fein schrotest du?
* Wie ist der Maischeplan programmiert?
* Wie bringst du den Nachguss auf?

Ich habe letztens einmal (im normalen Edelstahltopf, also ohne automatisiertes Gerät) eine Extremvariante getestet, Schüttung waren da 5,7 kg Malz bei 17 Liter Hauptguss. Kombirast mit einer Stunde ohne Rühren und die Vorderwürze hatte da schon 20°P. Darum fällt es mir schwer, bei einer Schüttung von 6 Kilo Malz die 7,1°P zu glauben. Das kommt ja nicht mal hin wenn du den Nachguss direkt in die Pfanne füllst ohne nochmal über das Malz zu gehen.
Selbst wenn die Würze beim Umwälzen ausschließlich am Malzsack vorbeigepumpt wird und nichts durchspült müsste da mehr dabei rauskommen.
LG Chris

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#57

Beitrag von §11 » Mittwoch 30. Mai 2018, 21:07

Waere mal spannend den aufschliessbaren Extrakt der Trebers zu bestimmen.
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#58

Beitrag von Student1981 » Donnerstag 31. Mai 2018, 07:55

Der Treber war nicht verzuckert. Hatten eine Jodprobe gemacht. Schrotung war zwischen 7,5 und 8 mm eingestellt.
Hier die Daten: Hauptguss 16,1l, 1 Rast bei 63 °C für 40 min, Extrakt 3,9, 2. Rast 65 °C 40min und 5,4 Extrakt, 3 Rast 40 min bei 72 °C und 7,0 Extrakt sowie 4. Rast bei 77°C 5 Minuten bei 7,3 Extrakt.
Nachguss waren 11,9 Liter bei 5,9 Extrakt und a, Ende kamen 17 Liter mit 7,3 Extrakt heraus.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#59

Beitrag von PalmPower » Donnerstag 31. Mai 2018, 08:04

8mm Schrotung???, da fällt ja der ganze Sack durch
LG Peter

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#60

Beitrag von DarkUtopia » Donnerstag 31. Mai 2018, 08:07

8mm? Da hast du einfach nicht fein genug geschrotet. Standard sind ca 2,2 bis 1,4 mm (wobei ich nicht genau weiß was der brewie braucht)

Edit da war wer schneller

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#61

Beitrag von Sura » Donnerstag 31. Mai 2018, 08:15

Ich denke mal, daß du als Student auf dem Weg zum Bachelor erkannt haben solltest, daß bei 8mm keine wirkliche Schrotung stattgefunden hat. Daher meinst du wahrscheinlich 0,8mm. Das war dann aber wahrscheinlich zu fein, und wenn du nicht gerührt hast, hast du Mehlklumpen im Sack.

Also: Schrotung auf 1-1,2mm (mehr braucht man nur für Malzrohrmaschinen), und den Sach alle 10min mal wie einen Feudel durch deinen Maischebottich schieben, und beim einmaischen auch immer schön bewegen.

Und nochmal ein ganz heisser Tip: da dein Braumeister der Brauerei mit der du Vergleichst, ja entweder nicht dabei, oder keine große Hilfe ist, sag doch einfach mal wo du her kommst. Eventuell schaut ja mal ein Kollege vorbei und dir über die Schulter.
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#62

Beitrag von Student1981 » Freitag 1. Juni 2018, 18:22

War natürlich 0,7 mm. Hatte mich vertippt. Hatte jetzt auch mal direkt Brewie angeschrieben, wegen der schlechten Ausbeute. Kamen nur auf eine Sudhausausbeute von 30%. Laut Brewie kann es nur an der Mahlung bzw den falschen Maischerasten liegen. Ich soll ihnen mein Temp. Regime durchgeben. Bin mal gespannt, was rauskommt. Hat jemand von euch dieses Gerät mal getestet und kam auf 20 l mit 11 Plato? Wäre gespannt. 😉

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#63

Beitrag von Student1981 » Freitag 1. Juni 2018, 18:25

Achso laut Brewie sollte die Schrotung zwischen 0,5 und 0,7 mm liegen.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#64

Beitrag von Student1981 » Samstag 9. Juni 2018, 23:55

Hatten jetzt nochmal ein Sud mit 0.5mm Schrotung gemacht und den Sack im Maischetank bewegt. Wir kamen auf 6.0 plato mit 10 l Ausbeute bei 4 kg Malz.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#65

Beitrag von gulp » Sonntag 10. Juni 2018, 00:06

Student1981 hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 23:55
Hatten jetzt nochmal ein Sud mit 0.5mm Schrotung gemacht und den Sack im Maischetank bewegt. Wir kamen auf 6.0 plato mit 10 l Ausbeute bei 4 kg Malz.
Es gibt da ne Faustformel, 2kg Malz ergeben 10l Bier bei umme 12° P.

10l, 6°P mit 4 kg Malz ist mehr als unterirdisch, da kann man nicht mehr von Ausbeute sprechen, das ist Verschwendung. :Ahh

Gruß
Peter
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#66

Beitrag von §11 » Sonntag 10. Juni 2018, 00:31

gulp hat geschrieben:
Sonntag 10. Juni 2018, 00:06
Student1981 hat geschrieben:
Samstag 9. Juni 2018, 23:55
Hatten jetzt nochmal ein Sud mit 0.5mm Schrotung gemacht und den Sack im Maischetank bewegt. Wir kamen auf 6.0 plato mit 10 l Ausbeute bei 4 kg Malz.
Es gibt da ne Faustformel, 2kg Malz ergeben 10l Bier bei umme 12° P.

10l, 6°P mit 4 kg Malz ist mehr als unterirdisch, da kann man nicht mehr von Ausbeute sprechen, das ist Verschwendung. :Ahh

Gruß
Peter
Aber vollautomatische Verschwendung :Ahh
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#67

Beitrag von Student1981 » Mittwoch 13. Juni 2018, 17:28

Ein Kollege von mir hat ein spez. Sonderbier mit 4 kg Malz probiert und 10l mit 6,5 Plato bekommen. Ohne Worte.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#68

Beitrag von chickenfarmer » Mittwoch 13. Juni 2018, 19:25

Student1981 hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 17:28
Ein Kollege von mir hat ein spez. Sonderbier mit 4 kg Malz probiert und 10l mit 6,5 Plato bekommen. Ohne Worte.
Macht doch mal ein paar Fotos von eurem Prozess , dem Schrottbild usw....

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#69

Beitrag von DerDerDasBierBraut » Mittwoch 13. Juni 2018, 19:33

chickenfarmer hat geschrieben: ...dem Schrottbild usw....
Nützt das wirklich was, wenn er den Brewie fotografiert?
Denke ein Foto vom Schrotbild wäre nützlicher :-).
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#70

Beitrag von §11 » Mittwoch 13. Juni 2018, 19:59

Ich hab mich heute mal in einigen US Foren umgesehen. Die grottige Ausbeute scheint relative normal zu sein. Ehrlich gesagt war es schwer auch positive Berichte zu finden, auch vom neuen Model :Ahh
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#71

Beitrag von TheCK » Mittwoch 13. Juni 2018, 20:41

Ich versteh das trotzdem nicht. Der Brewie-Maischprozess kann ja nicht schlechter sein als eine Kombirast in der Mash Tun ohne Bewegung des Malzes. Da müsste das Wasser ja komplett am Malz vorbeigepumpt werden ohne es zu berühren. Oder wird da zuerst der Malzsack ins System gestellt und erst dann mit Wasser geflutet?
Was ich mir eventuell noch einreden ließe wäre, wenn der Maischwasser-ph-Wert extrem tief ist. Ich habe mal experimentell Rauchmalz in getorftem Wasser eingemaischt - sollte ein Whiskey-Bier werden, ist aber total misslungen. Der Wasser-ph war durch die Torfung (weiches Leitungswasser 2 Stunden über Torf gepumpt) irgendwo bei 3 - 3,5. Da kam dann auch kaum Ausbeute raus. Aber unter normalen Umständen will das einfach nicht in meinen Kopf warum das nicht zumindest auf schlechte, aber "normale" Werte hinauslaufen sollte.

Ich mein, 4 Kilo Malz für 10 Liter, das reicht doch locker für ein ordentliches Quadrupel. Da dann nicht mal eine Leichtbier-Stammwürze zu erreichen ... ohne Worte.
LG Chris

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#72

Beitrag von chickenfarmer » Mittwoch 13. Juni 2018, 21:32

DerDerDasBierBraut hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 19:33
chickenfarmer hat geschrieben: ...dem Schrottbild usw....
Nützt das wirklich was, wenn er den Brewie fotografiert?
Denke ein Foto vom Schrotbild wäre nützlicher :-).
Möglicherweise :Grübel , war ja nicht ausgeschlossen ;)

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#73

Beitrag von Hop`n`Roll » Montag 18. Juni 2018, 07:43

Hallo zusammen,

ich habe aufmerksam die Posts über Brewie hier im Forum gelesen.
Dabei wurde immer über das Problem der viel zu niedrigen SHA geklagt.
Wir haben bei Hopfen und mehr schon einige Sude mit den unterschiedlichsten Bierstilen auf dem Brewie gebraut. Eine so geringe SHA ist bei uns allerdings noch nie vorgekommen.
Mich würde es nun stark interessieren, ob es vielleicht am Gerät liegt.
Gerne würde ich die Sude bei uns nachbrauen um nachvollziehen zu können, wo das Problem liegt.
Es wäre schön, wenn ihr mir hierzu die Rezepte, Brauprotokolle und am besten noch Screenshots vom Brewie (Rastzeit, Hopfengaben, etc.) schicken könnt.
Vielleicht finden wir etwas raus.

Cheers und vielen Dank.
Manuel
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#74

Beitrag von Student1981 » Montag 18. Juni 2018, 19:27

Werde ich die Tage gerne posten das Rezept. Wir beginnen demnächst mit Maischversuchen, um zu schauen, welche Schüttung mit Rasten am besten ist. Der Maischsack wird reingelegt rechts im Behälter und links wird über den Kochbehälter das Maischewasser aufgeheizt und dann nach rechts auf den Maischesack gepumpt.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#75

Beitrag von clmnsk » Dienstag 19. Juni 2018, 01:00

Student1981 hat geschrieben:
Montag 18. Juni 2018, 19:27
Werde ich die Tage gerne posten das Rezept. Wir beginnen demnächst mit Maischversuchen, um zu schauen, welche Schüttung mit Rasten am besten ist. Der Maischsack wird reingelegt rechts im Behälter und links wird über den Kochbehälter das Maischewasser aufgeheizt und dann nach rechts auf den Maischesack gepumpt.
Wird dann der Maischesack noch bewegt oder lasst ihr den so liegen?
Da entsteht dann nämlich einfach ein dicker Klumpen und ihr maischt mit der Außenfläche + X (5-8) Centimeter nach innen.
Dafür ist dann die Ausbeute vielleicht sogar ganz gut.

Mach doch mal ein Video oder erklär den genauen Ablauf mit Fotos, irgendwas stimmt da nicht.
Grüße, Clemens
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#76

Beitrag von Student1981 » Dienstag 19. Juni 2018, 09:53

Wir haben jetzt einen Maischversuch mit 3 kg Pilsner Malz extra hell und 15 l Hauptguss. Wir fahren auch nur die vier Rasten. Der Sack wird nicht bewegt und wir messen öfter den Extraktgehalt

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#77

Beitrag von schloemi » Dienstag 19. Juni 2018, 10:03

Vielleicht lässt der Maischesack kein Wasser durch oder verstopft die Poren. Schlechter als mit einer Gardine sollte es ja nicht sein. Ist es denn im Inneren des Sackes überhaupt feucht?

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#78

Beitrag von Student1981 » Dienstag 19. Juni 2018, 20:12

Hab jetzt mit nem Kochlöffel mit den Sack gerührt. Ist auf jeden Fall ein guter Extrakt rausgekommen. 17,4 Plato

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#79

Beitrag von uli74 » Mittwoch 20. Juni 2018, 16:20

Student1981 hat geschrieben:
Dienstag 19. Juni 2018, 20:12
Hab jetzt mit nem Kochlöffel mit den Sack gerührt. Ist auf jeden Fall ein guter Extrakt rausgekommen. 17,4 Plato
3 kg Malz, 17,4°P. Über wieviele Liter Würze reden wir?
Gruss

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#80

Beitrag von §11 » Mittwoch 20. Juni 2018, 17:22

Der Sack wird nicht bewegt und wir messen öfter den Extraktgehalt
Aber fuehrt das Bewegen des Sackes nicht das Prinzip ad absurdum? Ich meine die Idee (mit der Brewie auch auf der Seite wirbt) ist ja das die Maschine alles selbst macht. Laut Seite kann ich alles vorbereiten und dann per Handy starten und uberwachen wann ich will.

Wenn ich jetzt den Sack ruehren muss, das ist es halt eine sackteure Alternative zum Einkocher BIAB, oder uebersehe ich da was? :Grübel

Gruss

Jan
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#81

Beitrag von Student1981 » Samstag 23. Juni 2018, 08:52

Wir hatten bei 3 kg Malz und 15 l Hauptguss etwa 8 l Würze mit 17,4 Plato rausbekommen. Wir haben 3 Sude ohne umrühren probiert und da kannst du die Verzuckerung vergessen. Die Werbung von Brewie könnt ihr vergessen und wenn man sich dort meldet, warum der Extrakt so niedrig ist, wenn man nicht umrührt, bekommt man keine Antwort.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#82

Beitrag von schloemi » Samstag 23. Juni 2018, 09:41

Das ist natürlich immer noch nicht so doll und die SHA liegt noch unter 50%. 8l Ausschlag bei 15l HG ist ziemlich gering. Ich kenne den Apparat nicht so im Detail, aber vielleicht liegt die Krux eher im Nachguss?! 17,4° Plato könnte schon darauf hinweisen, dass noch wenig NG gegeben wird und somit noch einiges an Extrakt im Treber "gebunden" sein könnte. Das Verhältnis HG zu NG ist auch bei BM immer eine große Herausforderung hohe SHA zu erzielen.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#83

Beitrag von Hop`n`Roll » Montag 25. Juni 2018, 08:27

Student1981 hat geschrieben:
Samstag 23. Juni 2018, 08:52
Wir hatten bei 3 kg Malz und 15 l Hauptguss etwa 8 l Würze mit 17,4 Plato rausbekommen. Wir haben 3 Sude ohne umrühren probiert und da kannst du die Verzuckerung vergessen. Die Werbung von Brewie könnt ihr vergessen und wenn man sich dort meldet, warum der Extrakt so niedrig ist, wenn man nicht umrührt, bekommt man keine Antwort.
Danke für die Info. Habt ihr dann den Nachguss komplett weggelassen? Kannst du uns noch die Temperaturen und Rastdauern schreiben?

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#84

Beitrag von Student1981 » Samstag 30. Juni 2018, 16:14

Haben jetzt nochmal ein Kölsch gebraut mit 15l Hauptguss und 10 l Nachguss. Wir hatten 4 Rasten. 1. Rast 63 grad für 40 min, 2 rast mit 65 grad 40 min, 3 rast 72 grad 40 min und 4 rast 77 grad 5 min. . Extrakt 17,6 und ph 5,51. Dann 10 l Nachguss eine stunde mit 76 grad. Extrakt 11,1 und nach dem kochen 14,3 Extrakt und 16l raus. Meine Frage ist, kennt jemand eine Methode zum Läutern? Hab was von einer Läuterhexe gehört. Die Würze ist halt recht trüb.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#85

Beitrag von Kerki » Sonntag 8. Juli 2018, 17:54

Jetzt bin ich aber froh, dass ich mir keinen gekauft habe. Nachdem was ich hier gelesen habe und auf anderen internationalen Foren,scheint sowohl der alte als auch der neue brewie absoluter Mist zu sein. Langsam verstehe ich auch warum man das Gerät nirgendwo testen kann... :Ahh

Für das Geld bau ich mir dann lieber 2 bis 3 halbautomatisierte Brauanlagen in der Größe...

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#86

Beitrag von Daniel.Laizure » Sonntag 8. Juli 2018, 19:20

ja muss Mann alle Beitrag lesen.
Zuletzt geändert von Daniel.Laizure am Montag 9. Juli 2018, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#87

Beitrag von Hop`n`Roll » Montag 9. Juli 2018, 09:14

Student1981 hat geschrieben:
Samstag 30. Juni 2018, 16:14
Haben jetzt nochmal ein Kölsch gebraut mit 15l Hauptguss und 10 l Nachguss. Wir hatten 4 Rasten. 1. Rast 63 grad für 40 min, 2 rast mit 65 grad 40 min, 3 rast 72 grad 40 min und 4 rast 77 grad 5 min. . Extrakt 17,6 und ph 5,51. Dann 10 l Nachguss eine stunde mit 76 grad. Extrakt 11,1 und nach dem kochen 14,3 Extrakt und 16l raus...
Kannst du mir bitte noch Screen Shots vom Brewie Display schicken, auf dem man detaliert die einzelnen Brauschritte verfolgen kann?
Vielen Dank.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#88

Beitrag von Student1981 » Mittwoch 11. Juli 2018, 17:41

Klar braue demnächst noch 5 Sude. Da mache ich dann Fotos.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#89

Beitrag von Student1981 » Dienstag 24. Juli 2018, 21:10

Hab heut einen neuen Sud gebraut. Nachdem dieser fertig war, hatte ich auf Short Clean gestellt. Nun hat die Anlage nicht aufgehört Wasser zu pumpen. Dann wollte ich auf Pause stellen. Ging nicht, also hab ich ausgestellt und angemacht und es hat nicht mehr reagiert. Wasser war auch übergelaufen. Nun musste ich alles per Hand ausschöpfen. Mal sehn ob sie Morgen wieder angeht. 😧

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#90

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 25. Juli 2018, 01:08

Reklamieren. Ersatzgerät oder gleich Geld zurück verlangen.
"Viele Biere werden am Etikettierer gemacht"

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#91

Beitrag von Student1981 » Dienstag 31. Juli 2018, 23:04

Wir haben jetzt erfahren, dass noch Garantie besteht. Wahrscheinlich wird das Display getauscht. Bin mal gespannt, wie lange der Spaß dauert. Morgen werden beide Kölsch Sude auf ein Keg gezogen und aufgespunded. Nach einer Woche hat das Bier ca 5 Promille. Das Bier füllen wir dann auf Flasche.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#92

Beitrag von Sura » Mittwoch 1. August 2018, 07:36

Student1981 hat geschrieben:
Montag 28. Mai 2018, 19:50
ich habe durch Zufall dieses Forum gefunden und gesehen, dass Brewie schon getestet wurde. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit vergleiche ich diese Hobbybrauanlage mit einer Industriellen Bierherstellung.
Um mal ganz kurz zum Kern deines persönlichen Problems zurückzukommen: Ich weiss ja nicht wie lange du für deine Bachelorthesis Zeit bekommst, und ob das mit dem Brewie jetzt nur Vorarbeiten sind. Und/oder was dein Betreuer zu dem Dilemma sagt.

Wenn das Ziel ist, speziell den Brewie mit einer Brauerei zu vergleichen, dann fände ich es zwar eine komische Zielsetzung, aber dann ist das natürlich der Kern der Arbeit. Wenn es nur um eine beliebige Anlage geht, dann gib den Brewie zurück (wenn das noch geht), und wechsel auf was vernünftiges, wie z.b. den Speidel Braumeister.
In den meisten Fällen ist ein Post von mir genau so zu verstehen wie er geschrieben ist.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#93

Beitrag von cma410 » Mittwoch 1. August 2018, 08:14

Student1981 hat geschrieben:
Dienstag 31. Juli 2018, 23:04
Nach einer Woche hat das Bier ca 5 Promille.
Die Promille wird dann wohl eher der Biertrinker haben :puzz , Deinem Bier wünsche ich hingegen schon anständige 5 Prozent oder sogar etwas mehr!

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#94

Beitrag von Student1981 » Mittwoch 1. August 2018, 23:30

Ja genau 5 Vol %. Ja es geht hauptsächlich um das Brewie System und das Display wird scheinbar ersetzt, da es sich um ein Garantiefall handelt. 😉

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#95

Beitrag von M0ps » Donnerstag 2. August 2018, 13:52

Also warten auf die nächste Katastrophe :p

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#96

Beitrag von Student1981 » Montag 24. September 2018, 15:53

So meine Sude sind soweit fertig. Durch umrühren mit einem handelsüblichen Kochlöffel konnte der Extraktgehalt drastisch gesteigert werden auf ca. 14 Plato mit 4 kg Malz Einsatz. Das Display wurde auch ersetzt. Wir haben es eingesetzt und es funktioniert. Mich würde mal interessieren seit wann es eigentlich diese Hobbybrauanlagen industriell gibt, mit welchen ihr am liebsten arbeitet und natürlich seit wann Bier Hobbymäßig gebraut wird. Ist sicher nicht so leicht einzugrenzen. Ich bin für jede Anregung dankbar.

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#97

Beitrag von Kerki » Mittwoch 3. Oktober 2018, 12:47

Student1981 hat geschrieben:
Montag 24. September 2018, 15:53
So meine Sude sind soweit fertig. Durch umrühren mit einem handelsüblichen Kochlöffel konnte der Extraktgehalt drastisch gesteigert werden auf ca. 14 Plato mit 4 kg Malz Einsatz. Das Display wurde auch ersetzt. Wir haben es eingesetzt und es funktioniert. Mich würde mal interessieren seit wann es eigentlich diese Hobbybrauanlagen industriell gibt, mit welchen ihr am liebsten arbeitet und natürlich seit wann Bier Hobbymäßig gebraut wird. Ist sicher nicht so leicht einzugrenzen. Ich bin für jede Anregung dankbar.
Wie viel Liter Würze hast du denn herausbekommen? Also wie viel Liter Würze nach dem abkühlen?
Zu deiner Frage seit wann Hobbymäßig gebraut wird: Das kann man natürlich nicht genau datieren. Was man aber sagen kann ist, dass Jean Pütz 1982 in seiner Sendung Hobbythek eine kleine Revolution in Sachen Heimbrauen erreicht hat und auch zum ersten mal ermöglicht hat, dass man in Deutschland 200 L steuerfrei brauen kann (Diese Regelung gilt ja bekanntlich bis heute). Deswegen wird Jean Pütz von manchen auch als Vater aller Hobbybrauer angesehen ;-)

P.S.: Hier kann man sich das mal anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=xF77j-VdTPc

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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#98

Beitrag von afri » Mittwoch 3. Oktober 2018, 23:02

Kerki hat geschrieben:
Mittwoch 3. Oktober 2018, 12:47
Was man aber sagen kann ist, dass Jean Pütz 1982 in seiner Sendung Hobbythek eine kleine Revolution in Sachen Heimbrauen erreicht hat und auch zum ersten mal ermöglicht hat, dass man in Deutschland 200 L steuerfrei brauen kann (Diese Regelung gilt ja bekanntlich bis heute).
Früher [tm] wurde in jedem Haushalt Bier gebraut, das war Hausfrauenarbeit und kann sicherlich nicht unter "Hobby" abgehakt werden. Später, als Bier (wieder) flächendeckend und stets verfügbar war, durch die Mittelständler und Großbrauereien, ist das Brauen im eigenen Haus sicherlich etwas aus der Mode gekommen und erstarb vielleicht sogar fast ganz.

Ich vermute, dass im Zug der "Müslifresser" Anfang der 80er Jahre auch das selbst Brauen wieder in den Fokus der Selbstmacher gelangte, induziert durch besagte Hobbythek mit Jean Pütz, so dass sich auch die Händler fortan mit Malz und Hopfen befassten und so dem hobbymäßigen Brauen den Weg bereiteten. Woher hätte denn ein ambitionierter Hobbyist auch die Zutaten bekommen können, wenn nicht von spezialisierten Einzelhändlern? Eine Tonne oder einen Laster voll Malz braucht man doch eher nicht als Einkocherbrauer.

Automatisierte Geräte wie Eule oder Braumeister wurden erst relativ spät angeboten und verkauft, schätze ich. Zum einen musste erst mal ein Kundenstamm her, der sowas für viel Geld kauft; zum anderen war die SPS seinerzeit noch nicht so günstig zu realisieren, wie es in den Nullerjahren der Fall wurde. Auch hier mehr Vermutung, als Wissen. Ich setze keine Automation ein, daher interessiert es mich auch nicht besonders. Aber dass ein Einkocher von knapp 30l Volumen gut für unsere Zwecke geeignet ist, das zeichnete sich wohl schon recht früh ab. Vielleicht weil viele einen solchen Apparat bereits besitzen und hier das Verhältnis zwischen Aufwand und Ausschlag ohne besonderes Invest besonders gut zu sein scheint. Man bedenke: man KANN mit der Windel läutern, auch wenn es nicht schön ist, aber es geht.
Achim
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#99

Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 3. Oktober 2018, 23:26

Achim, das Heimbrauen ist nicht in Vergessenheit geraten. Die Nazis haben das Verboten. Ebenso wie den Verkauf von Rohstoffen und Literatur an Privatleute. Diese Gesetzgebung hielt sich auch noch bis in die 80iger Jahre, da anscheinend Niemand Interesse hatte etwas daran zu ändern.

Grundsätzlich ist das aber sehr Off-Topic, auch wenn danach gefragt wurde, wenn auch ein eigenes Thema wert.
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Re: Brewie Erfahrungsberichte

#100

Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 4. Oktober 2018, 07:41

Alt-Phex hat geschrieben:
Mittwoch 3. Oktober 2018, 23:26
Grundsätzlich ist das aber sehr Off-Topic, auch wenn danach gefragt wurde, wenn auch ein eigenes Thema wert.
In der Tat Off-Topic, aber ein eigenes Thema wert....
Tatsächlich hat Jean Pütz mit seiner Sendung etwas angeregt, aber für eine Ausnahmeregelung zum überhaupt und auch noch steuerfrei hätte ihm der Arsch nicht hoch genug gehängt. Das wurde auf höherer Ebene zwischen dem WDR in Köln und dem BMF, damals noch Bonn, ausgehandelt. Das Nazigesetz von 1939, 1953 nochmal in vollem Wortlaut vom Deutschen Bundestag bestätigt, wurde erst 1986 bereinigt, in dem die Verbreitung von Brauanleitungen nicht mehr verboten war. Der Verkauf von Rohstoffen an Privatleute war aber immer noch mit einem Verbot belegt, welches erst 1993 von der EU gekippt wurde. Das war dann auch das Gründungsjahr des ersten Onlinehandels mit Brauzutaten.

Cheers, Ruthard
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Mein Blog: Brew24.com

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